Akademische Ferien

Unter diesem hochtrabenden Titel verbirgt sich nichts anderes als Weihnachtsferien. Und das habe ich ab heute für die nächsten zwei Wochen.

Wobei, wieso Ferien? In den nächsten zwei Wochen werde ich so etwas von für Statistik lernen, dass ich nicht weiß, wo mir der Kopf stehen wird 😉

Ich habe heute die erste Vorlesung durchgearbeitet, die wir hatten. Und zu meiner Schande muss ich sagen, wieso habe ich das nicht viel früher gemacht, denn ich habe die Sachen heute um einiges besser verstanden. Hätte ich von Anfang an die Vorlesungen durchgearbeitet, müsste ich mir heute keinen Stress machen. Nun, memo an mich, nächstes Semster entsprechend handeln.

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Magisches Lernprojekt: Tag 0

Ich habe nächstes Jahr (weia, wie sich das anhört) meine Statistik 1 Klausur. Um genau zu sein, am 9. Januar 2009.

Mit der Theorie habe ich da kein Problem, aber mit der Umsetzung, von der Theorie in die Praxis. Aber ich habe jetzt vier Wochen Zeit zu lernen und ich werde es auf zwei Ebenen machen. Einmal auf der Ebene der Erde, sprich lernen, verstehen und so weiter. Und dann auch auf der magischen Ebene. Also Rituale, Affirmationen und ähnliches.

Und zu diesem Thema werde ich dann bis Januar in unregelmäßigen Abständen dann berichten. Heute bereite ich alles mehr oder weniger vor und ab morgen beginnt Tag 1. Und mit viel Glück, werde ich in den nächsten vier Wochen ein Quantensprung zu diesem Thema machen.

Selbstverständnis und Selbstverständlich

In den letzten Tagen habe ich zwei Dinge erlebt, die für mich einerseits selbstverständlich sind, andererseits doch zum nachdenken gebracht haben.

Am Donnerstag bin ich zur Uni gelaufen (also von der U-Bahn zum Gebäude, wo mein Grundkurs ist) und da kam mir eine Rollstuhlfahrerin entgegen. Wie immer, habe ich ihr Platz gemacht, weil man schon sehen konnte, das sie es schwer hatte, sich fortzubewegen. Und für mich ist es normal, da ich es leichter habe, eben Platz zu machen.

Aus irgendwelchen Gründen hat sie mich dann gefragt, ob ich sie nicht ca. zwanzig Meter zur ihrem Gebäude fahren kann, wo sie studiert. Für mich absolut selbstverständlich. Sie hat mein Beutel genommen, ich die Griffe ihres Rollstuhls und los ging es. Ich muss sagen, der Rollstuhl war leichter als ich erwartet habe. Aber da ich 1,73 Meter groß bin, musste ich mich dieser Version sehr weit runterbeugen. Für diese einmalige Aktion, bzw. für gelegentliche Hilfen, geht das noch. Aber wenn ich das öfters machen müsste, ich würde da sicherlich Probleme bekommen. Also ich persönlich finde diese Konstruktion nicht sonderlich attraktiv.

Da viel mir ein, dass in einer Sendung der große Test gemacht wurde (was man immer auch unter groß verstehen mag), wer denn hilfsbereiter sei, Frau oder Mann. Frauen und männliche Ausländer, wo der Respekt z.B. vor alten Menschen noch sehr groß ist, waren am hilfsbereiten. Und ehrlich gesagt, ich verstehe das nicht so ganz. Wieso sollte ich nicht mal den Platz frei machen, einer Frau im Rollstuhl (gerade zu der Jahreszeit, ich kann nur erahnen, was für Schwierigkeiten sie da hatte) oder in ähnlichen Situationen, nicht helfen?

Gestern war ich dann ein wenig draußen, Lichter am Ku’Damm sehen und ein bisschen in den Läden schauen. Natürlich war ich auch in einem Buchladen, in meiner geliebten Tarot/Esoterikecke und da war eine Frau, die eine Verkäuferin wegen dem Thoth Tarot was fragen wollte. Und da geschah etwas für mich untypisches. Ich habe mit der ein Gespräch geführt und der erklärt, was es mit den drei Magiern, die in den alten Decks von Crowley/Harris noch waren, heute auf sich hat. Ich habe nicht gezittert, bin nicht über meine Zunge gesolpert, dass war eine Prämiere für mich.

Das mag sich für einige banal anhören, aber es ist nun einmal so, dass ich trotz meines Alters, eher ein schüchterner Mensch bin und daher gewisse Probleme habe, auf andere Leute zu zugehen und mit denen ein Gespräch anzufangen. Aber das, was mir gestern passiert ist, dass war etwas für mich tolles 😉

Und nun ja, ich konnte es natürlich nicht lassen und habe mir ein Tarotdeck gekauft. Es hat mich so angegrinst und gesagt „Kauf mich, Kauf mich“. Und da ich noch ein Gutschein von meinem Geburtstag hatte, bin ich dem Ruf gefolgt.

Fertig mit meinem Essay – Und was habe ich eigentlich für ein Glück?

So, ich habe mich noch einmal mit meiner Dozentin per Mail in Verbindung gesetzt und die zweite These fand sie um einiges besser, bis auf eine kleine Sache. Nun gut, wie sind in Deutschland und ich wollte in Bezug der Gewaltenteilung, welche mein Thema war, noch Italien ins Boot holen. Das fand sie keine gute Idee.

Natürlich ich jetzt hier, schwitz, schwitz, wie kriege ich Italien raus, die haben sich doch sooo gut verankert? Kein Problem, ich habe hier ja einen Reader (den ich bisher erfolgreich ignoriert habe, was, wie ich jetzt zugeben muss, ein Fehler war) und der zweite Text, der sich auf mein Thema bezog (wir haben für jede Woche ein neues Thema und dafür zwei Texte, wie geschrieben, warum sollte man die lesen, lol) und da waren Themen und Sätze drinnen, die ich super gebrauchen konnte.

Das bedeutet, ich habe nun ein Essay, was man auch gebrauchen kann und vor allem, ich bin jetzt mehr oder weniger fertig. Sie möchte nur noch ein Thesenpapier von mir und natürlich die Literaturliste und dann kann ich erst einmal Feierabend sagen.

Aber warum habe ich Glück?

Ganz einfach, ein Kumpel von mir M. hat angerufen und erzählte mir so, was er alles machen musste und worauf er so alles schon Punkte bekommen hat. Man muss nebenbei erwähnen, er studiert Zweifach und ich nur Monobachelor. Denn bisher habe ich nur Stress wegen meinen Essays und ein Kommentar den ich in Soziologie am Freitag abhalten muss. Mehr nicht. Noten? Man könnte fast sagen, was ist das.

Ganz schöne krazze Sache, wenn ich das so betrachte. Da will ich ihm am liebsten helfen und die Hälfte seiner Arbeit abnehmen. Denn er studiert unter anderem Sozialkunde (auf Lehramt) und da hat er Themen, die eben in mein Fach fallen (das war aber jetzt wirklich Zufall). Und da habe ich ihn angeboten, wenn er Hilfe braucht, soll er nur Piep sagen, und ich bin sofort da.

Denn letztens wurde er krank und das tut mir bei ihm immer so leid, weil er wirklich tut und macht und hast du nicht gesehen.

Nun gut, ändern kann ich es im Moment nicht, also mache ich mich erst einmal an meine Sachen ran.