[Romanprojekt] Zwischenbericht – Tarotkarten

Ich habe jetzt die Grundlagen für meine drei Hauptcharaktere für den Krimi fertig (und was soll ich sagen *hüstel*, damit habe ich mehr getan *hüstel* als für meinen letzten Krimi *hustenkrampf*).

Dabei habe ich für die Charaktereigenschaften, für die Ziele und Hoffnungen und so weiter natürlich zum Tarot gegriffen (wundert das noch jemanden? na ja, egal ^^).

Daher hier noch ein Tipp von mir 🙂

Wenn die erste Karte, die man gezogen hat nicht sofort zusagt oder eine Eingebung oder Deutung oder was auch immer gibt, ruhig einige Minuten länger darüber nachdenken und nicht sofort die Karte zurücklegen um eine neue zu ziehen. Ich habe das gemacht und mir sind dabei einige interessante Aspekte aufgefallen, die besonders meinen dritten Hauptcharakter betreffen.

In dem Sinne, gutes schreiben 🙂

Das Christmas Tarot von Corinne Kenner

Ja, Weihnachten ist schon ein weilchen vorbei (ja, wirklich, es ist Zeit den Baum rauszuschmeißen ^^), aber wenn man es so nimmt, dann steht uns Weihnachten ja wieder bevor.

Und das folgende Deck habe ich Ausnahmsweise mal nicht bei der lieben und boykottierenswürdigen (kicherZ) Sylke entdeckt. Sondern direkt bei Facebook.

Es handelt sich hierbei um das sogenannte Christmas Tarot von der Tarotautorin Corinne Kenner. Das Christmas Tarot besteht aus der großen Arkana, sowie zwei Krampus Karten. Die Bilder erinnern mich persönlich an die sogenannte alte gute Zeit, kleine pausbäckige Kinder, Mädchenähnliche Engel und so weiter.

Wer sich den Download auf der Seite gönnt (9,99 $) bekommt neben den ganzen Bildern auch ein Handbuch als Beschreibung (die kleine Arkana gibt es nicht). Man kann sich die Bilder dann ausdrucken (wie Sylke zum Beispiel empfohl auf Fotopapier, Vorder- und Rückseite zusammenkleben und dann laminieren) oder sich mithilfe von Onlineprojekten wie zum Beispiel von Mein Kartenspiel helfen lassen (kleiner Tipp, man kann hierbei ein Set von 33 Karten oder 52 Karten basteln, lädt man weniger Bilder hoch, dann werden die restlichen ebenfalls gedruckt, dann eben schwarz/weiß, also ruhig ausfüllen lassen).

Wer also für sich ein Weihnachtsgeschenk entweder nachträglich oder für Weihnachten 2010 sucht, hier wäre ja was 🙂 Hinweis, Corinne Kenner verbietet den Handel mit den Karten, also in dem Sinne, nur für euch oder vielleicht für die nächsten Verwandten zum verschenken. Aber eben keinen Handel damit treiben 😉

Zwei neue Tarotdecks

Kein Monat ohne mindestens ein neues Tarotdeck, ich denke, diese Aussage trifft auf mich zu. Und gestern wurde ich zum Wochenendstart gleich mit zwei Tarotdecks beglückt. Was wünscht eine Tarotsüchtige sich mehr? Wochenende und Tarotliteratur? Ich würde mal sagen: Nichts.

Zum einen kam gestern eine gebrauchte Version des sogenannten H.R. Giger Tarots. Es handelt sich dabei um das kleine Geschwister (auch wenn es sich komisch liest und sich komisch anhört, wenn man es ausspricht, aber es ist grammatikalisch richtig, wenn man von einem Bruder oder einer Schwester in der Einzahl von ein Geschwister spricht) des Baphomet Tarots. Der Unterschied, so wie ich es aus dem Vorwort von dem Autor des Buches Akron gelesen habe, soll in erster Linie im Buch selber liegen. Während im H.R. Giger Tarot das Buch sich auf das wesentliche konzentrieren soll, ist das Baphomet Tarotbuch immerhin gute 500 Seiten stark. Also viel Platz um sich so richtig auszutoben. Die Bilder hingegen sollen gleich sein. Da ich das Baphomet Tarot (noch) nicht besitze, kann ich da kein genauen Vergleich anstellen. Aber wenn jemand von euch in dieser glücklichen Situation ist (immerhin werden beide nur noch gebraucht gehandelt und ich habe ja mal wieder Preise gesehen, da geht mir die Hutnadel hoch), kann ja vielleicht ein Kommentar hinterlassen und kurz erzählen wo sich die beiden Decks sich ähneln und unterscheiden.

Die Idee aber, sich mit der dunklen Seite der eigenen Seele zu beschäftigen, finde ich toll. Denn zu oft wird das ja verleugnet (bloss nicht eingestehen, dass man selber vielleicht was haben könnte) und ich denke, dass alleine reicht schon aus, damit ich mich näher mit dem Buch beschäftige.

Das Druid Craft Tarot (ja, ich habe es mir auf englisch geholt) ist von einem anderen Kaliber. Die Karten sind ungefähr genauso groß wie das von H.R. Giger (also etwas größer als die Hand), aber bunter und eben keltischer. Vor allem finde ich es interessant (und erlebe das so zum ersten Mal), dass die kleine Arkana auf der großen Arkana liegt. Normalerweise sind eben die Karten der großen Arkana oben und dann wusselt man sich durch die Karten der kleinen Arkana. Hier geht man dieses Thema völlig anders an.

Da ja häufig die kleine Arkana (das Wort Klein sagt es ja schon fast) vernachlässigt wird (bei einigen Büchern habe ich sogar das Gefühl, dass sie als notwendiges Übel betrachtet werden) und die ganze Energie auf die große Arkana gerichtet ist (das sieht man schon häufig an der Seitenanzahl, die großen Karten bekommen zwei Seiten und die kleinen nur eine Seite, so als Beispiel), werden sie hier als erstes beschrieben. Gut, zuerst kommen die Hofkarten, aber dann die Zahlenkarten. Und zu guter letzt eben die große Karten.

Die Farben sind sehr kräftig und ich muss sagen, die Karten sind auch zum größten Teil ansprechend. Aber ich bin durch das Transparent Tarot regelrecht versaut. Es fällt mir momentan richtig schwer mit anderen Kartendecks zu arbeiten. Und ich muss gestehen, die Bilder sehen ja wunderschön aus, aber es wird nicht das Deck sein, was mich wieder zu den reinen Bilderkarten zurückführen wird (wenn es so sein muss). Aber wer sich für die Bilder erwärmen kann, wird hier sicherlich seine Freude haben.

Spontanprojekt: Lenormand Karten

Kennt ihr das? Man geht in eine Buchhandlung, schaut sich um, weil man eben in einer Buchhandlung ist und nebenbei schlendert man aus versehen … bei einigen wie mir natürlich auch mit Absicht … in die Lieblingsecke … bei mir die Ecke mit den Tarotkarten … und sieht dann das eine oder andere Buch und denkt sich, muss ich haben, komme was wolle.

Am Donnerstag war ich wieder bei meiner Augenärztin (das ewige Lied, da meine Hornhaut mal wieder gereizt ist, aber noch ist alles in Ordnung, deswegen habe ich mir übrigens gestern auch eine Brille besorgt, tragen soll ich eh eine, nun habe ich es endlich umgesetzt) und in der Nähe ist ein sehr großer Buchladen. Natürlich bin ich reingegangen, denn ich kann schwerlich ein Buchladen links liegen lassen. Wenigstens gucken muss ich.

Und wie oben angedeutet, bin ich mal wieder in meine Lieblingsabteilung gewandert. Ein neues Tarotdeck konnte ich nicht ergattern aufgrund der Tatsache, dass ich die Decks, die dort auslagen entweder hatte oder so demoliert waren, dass ich sie mir nicht holen wollte. Unglaublich aber wahr, aber auch ich habe diesbezüglich gewisse Grenzen.

Also wandert mein Blick einige Regaletagen nach oben und mein Blick bleibt an ein längliches Buch haften, was aus dem Regal herausguckt. Und zwar das „Das Lenormand-Arbeitsbuch“ von Yshouk Ursula Kirsch. Es handelt sich hierbei um ein Buch, welche den LeserInnen beibringen soll, mit den Lenormand Karten zu arbeiten. Da gibt es auch ein Praxisbuch für die Tarotkarten, mit dem ich zur Zeit arbeite.

Da ich gar keine Ahnung von den Karten und deren Bedeutung habe (im Gegensatz zum Tarot, auch wenn es dort nicht das beste Grundwissen ist), habe ich es eingesteckt.

Dann, wie so oft bei mir als Büchersüchtige, schweifte mein Blick umher und ich sah dann noch ein Buch, was mich interessiert. „Die Sibylle der Salons: Das Lenormand-Praxisbuch für Menschen von heute“ von Iris Treppner. Wobei ich die Wahl zwischen diesem Buch und „Lenormand Praxis-Set: Kartenlegen nach Mlle. Lenormand – Buch und Karten im Set: Die Sybille der Salons. Kartenlegen nach Mlle. Lenormand. Buch und Karten im Set“ ebenfalls von Iris Treppner hatte. Das zweite Angebot enthält noch einmal ein Kartenset der Lenormandkarten, damit man sofort mit den Kartenlegen anfangen kann.

Das Problem hierbei ist, und das hat letztendlich auch meine Kaufentscheidung ausgelöst, dass Buch selber enthält nur 160 Seiten, wo meine Version gut und gerne circa einhundert Seiten mehr hat (also fehlt in der Kombiausgabe einiges). Und außerdem habe ich die blaue und die rosa Eule zu hause, sowie das Veritas Evernia Deck mein eigen nennen darf (danke noch einmal an Luiza, da sie mir das Deck geschenkt hat). Zwar waren beide Sachen zusammen günstiger als das Einzelbuch, aber ich habe gelesen, dass in diesem Buch nicht alles drin steht, was wichtig ist. In dem Sinne wäre es mich teurer gekommen.

Also bin ich mit diesen beiden Büchern (und ein drittes über Feng Shui und das aufräumen, oder sollte ich eher schreiben, das ausmisten) nach Hause gegangen. Inzwischen habe ich das zweite Buch, also das von Iris Treppner angefangen zu lesen und ich muss sagen, es fühlt sich lernbar an. Manchmal habe ich ja beim Tarot das Gefühl, egal wie viel man liest und lernt und auslegt und übt und so weiter, es wird niemals reichen, es wird immer größer sein, als man selber.

Das Lenormand Deck hingegen wirkt in diesem Bereich bescheidener. Man kann es lernen. Ich will damit nicht sagen, hei, dass ist so unbedeutend, damit arbeiten nur die, die nicht in der Lage sind, mit dem Tarot umzugehen. Zum einen kann man das so pauschal nicht sagen. Und zum anderen gibt es genügend Menschen, die mit beiden ohne weiteres arbeiten können.

Für mich wirkt das Lenormand Deck nur nicht so extremst kompliziert, sondern erdiger. Das kann sich natürlich ändern, wenn ich anfange, die ganzen Kombinationen zu lernen und das große Legemuster das erste Mal auslegen werde. Da wird sich die Größe dieser Karten aller Wahrscheinlichkeit zeigen.

Das Lenormand Deck hat in meinen Augen aber zwei Vorteile (neben den erdigen Karten): Man muss nur mit 36 Karten arbeiten, was auch teilweise das mischen leichter macht und wenn ich richtig sehe, wird auch nicht mit umgedrehten Karten gearbeitet. Somit entfallen 36 zusätzliche Deutungen (was aber die Kombinationen wohl ordentlich wett machen).

Ich werde demnächst also mit der ersten Karte, dem Reiter, also anfangen, genauso wie ich mit dem Narr der Tarotkarten anfangen werde, also die Karte zu bearbeiten, näher kennenzulernen und so weiter. Mal sehen wie sich unsere Beziehung entwickelt. Vielleicht werde ich die Karten samt der Bücher an die Wand klatschen oder damit begeistert arbeiten können, wer weiß das schon. Bei einem bin ich mir aber sicher, sie werden nie den Platz meiner Tarotkarten einnehmen können. Dafür liebe ich die quirligen Karten einfach zu sehr. Deswegen habe ich mir wohl auch vier neue Decks gegönnt, hüstel.

Neue Ideen zum Erdprojekt

Ich habe ja geschrieben, dass ich ein Erdprojekt beginnen möchte. Inzwischen habe ich mir einige Gedanken gemacht, wie ich das nun genauer mache.

Und zwar gehören zur Erde Bäume, Kräuter und Edelsteine (unter anderem). Von allen möchte ich mir drei aussuchen und die dann erforschen und näher kennenlernen. In erster Linie Sachen, die ich erreichen kann und in meiner natürlichen Umgebung zu finden sind. Dabei will ich den wissenschaftlichen Teil betrachten, aber auch den magischen.

Aber auch die Erdrunen (zumindest die ersten, wenn ich mich nicht irre, gibt es laut Gardenstone acht von ihnen) möchte ich ein wenig näher kennenlernen. Neben den Erdkarten des Tarots.

Ja, ich weiß, es ist ziemlich viel nebenher, aber ich denke mal, irgendwo muss man anfangen 🙂

Wie ich ein Kapitel plotte :)

Ich hatte schon mal in einem früheren Beitrag es angedroht (leider weiß ich nicht mehr welchen), aber heute mache ich es mal wahr 🙂 Meine einfachen Geheimnisse, wie ich ein Kapitel plotte.

Die ganze Zeit habe ich am Roman gearbeitet, die Karten gezogen und wusste wie das geht, aber wie ich ein Kapitel plotte, dass bereitete mir schon die eine oder andere Sorgen. Ich gebe es zu, ich hatte sogar ein wenig Angst vor den Kapitel (das muss man sich reinziehen, vor einem ganzen Roman habe ich keine Angst, aber vor einem kleinen Kapitel kriege ich die Panik).

Und in dem Buch von Corinne Kenner, also „Tarot for Writers“ stand darüber auch nichts.

Nun gut, was machen? Aufgeben natürlich nicht, eher verzweifeln wäre da angesagt.

In einem Schreibforum habe ich dann mal gefragt, wie andere ihre Kapitel plotten und da wurde mir der Hinweis gegeben, dass innerhalb eines Kapitels ein gewisser Konflikt oder eine bestimmte Handlung eine Rolle spielt, welche die Geschichte weiterbringen soll. Ich habe öfters in Büchern auch ein Kapitel gelesen, welche nur die Menschen erklärt und nicht die Handlung weiterbringt. Aber ich denke, auch solche Teile kann und muss es geben. Denn was ist ein Roman, wenn nicht der Mensch darin vorkommt 🙂

Als ich das für mich begriffen habe, habe ich mir folgende Möglichkeit überlegt:

Ich habe mir einige meiner Tarotdecks ausgesucht, die meiner Geschichte am ehesten entsprechen. Und aus jedem Deck ziehe ich mindestens eine Karte, wenn ich nicht das Bedürfnis habe, mehrere zu ziehen (das passiert ab und an). Hierbei sehe ich es als sehr wichtig an, dass die Karten auch Bilder haben, mit denen man arbeiten kann und nicht nach dem Marseiller Muster aufgebaut sind.

Dann baue ich aus den Kartenbildern eine kleine Teilgeschichte, welche sich mit der Grundidee meines Romans deckt.

Und ihr werdet vielleicht lachen, aber es klappt. Ich habe in den letzten drei oder vier Kapitel (seit ich diese Methode verwende) immer wieder Teile geschrieben, die später dann kompletiert werden. Es geht alles irgendwie Hand in Hand. Für mich ein eindeutiges Zeichen, dass der Roman genauso geschrieben werden soll und mein Unterbewusstsein genau das richtige in die Karten deutet.

Aber ein Unterbewusstsein kann auch nur dann arbeiten, wenn man es richtig füttert. Zur Zeit lese ich das Buch „Handbuch der Kriminalistik für Praxis und Ausbildung “ von Rolf Ackermann, Horst Clages und Holger Roll. Dabei habe ich erfahren, was es für Datenbanken gibt, mit denen die Polizei arbeiten kann. Ich wusste, dass diese mit diversen Datenbanken arbeitet, aber nicht mit was für einer Fülle. Und vor allem, wie die alle heißen. Und die eine Datenbank hilft mir nun, eine Lücke im Plot zu schließen, welche mir vorher so dermaßen nicht aufgefallen ist, aber jetzt das ganze erheblich bessert.

In dem Sinne kann ich nur empfehlen, wer keine Ahnung von der Materie hat (wie denn auch, wir haben das Wissen nun wirklich nicht in der Schule gelernt), sollte sich in der Materie einlesen. Es gibt glücklicherweise genügend Bücher in Deutschland, die darüber geschrieben wurden. Und wer eben keinen Krimi schreibt, sondern zum Beispiel Fantasy oder derartiges, sollte sich entsprechende Literatur lesen um zu sehen, wie es andere gemacht haben (aber bitte nicht kopieren, ihr seit ja Individuen).

In dem Sinne, ich werde auf diesen Weg weitermachen und sehen, wohin es mich bringt 🙂

Meine Lughnasadh Legung mit dem Transparent Tarot

Ich habe heute die Lughnasadh Legung vorgenommen und das endlich mal so richtig mit dem Transparent Tarot. Mit diesem habe ich bisher immer die Tageskarte (á drei Karten gezogen), heute war es die erste richtige Legung. Und ich bin ein wenig baff (nun gut, ich bin richtig baff).

Das liegt nicht nur an der Tatsache, dass man am Ende dreimal so viele Karten ziehen muss, wie bei einem normalen Deck. Bei dieser Legung braucht man normalerweise zehn Karten, ich dementsprechend dreißig Karten. Sondern eben auch daran, dass ich die Karten beinahe blind deuten konnte. Sie haben mir eine Geschichte erzählt und ich habe diese verstanden. Das war richtig toll.

Zu der Legung selber möchte ich gar nicht so viel sagen, weil die meine Angelegenheit ist. Auf alle Fälle ist die Quintessenz, dass ich in meinem Leben aktiv etwas ändern muss. Mein bisheriges Leben ist so wie es bisher verlaufen ist, völlig in Ordnung. Aber ich muss endlich die Zügel in die Hand nehmen und etwas ändern. Denn so, wie es bisher verläuft, kann es nicht weitergehen. Ab Montag werde ich dann schauen, was ich da aktiv machen kann.

Denn noch habe ich Wochenende und ich werde es trotz allem erst einmal genießen 🙂

Sensual Wicca Tarot oder auch Sexy Wicca Tarot ~ Nada Mesar & Artwork by Elisa Poggese

Wichtige Grunddaten:

Spielkarten: 64 Seiten
Verlag: Lo Scarabeo; Auflage: De Luxe edition (31. Mai 2007)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 888395727X
ISBN-13: 978-8883957277

Lo Scarabeo hat das sogenannte Sensual Wicca Tarot herausgebracht, was gelegentlich das Sexy Wicca Tarot genannt wird. Da ich zur Zeit (auch aufgrund einiger erotischer Darstellung, ich gestehe) mit diesem Deck (und einem zweiten) meine Geschichte schreibe, bleiben mir die Bilder besonders im Kopf hängen. Teilweise, so muss ich gestehen, verstehe ich nicht sonderlich gut die Aufteilung der Bilder.

Die große Arkana:

Das sind die Karten der großen Arkana. Wer genau hinsieht, wird bemerken, dass immer wieder erotische Darstellungen zum tragen kommen. Manchmal passend, manchmal denke ich mir, musste das jetzt sein (ich bin bestimmt nicht prüde, aber es gibt Erotikdarstellungen, die eben nicht sinnig sind). Da die große Arkana jedoch mit Archetypen und derartiges arbeitet, kann man hier eindeutig sagen, es funktioniert. Man findet die mögliche Bedeutung der Karten in diesen Bildern und man kann damit arbeiten.

Eine Besonderheit ist auch, dass hier nicht nur Weiße vorkommen, sondern auch Menschen anderer ethnischen Gruppen. Und das beste kommt noch. In der kleinen Arkana treffen wir sie wieder.

Die kleine Arkana:

Die kleine Arkana hat die oben genannte interessante Idee, dass viele der Figuren der großen Arkana auch in der kleinen zu finden ist. Man kann quasi eine Art Verbindung/Freundschaft aufbauen und sie somit besser kenennlernen. Und ich denke, viele können auch mit den Karten gut arbeiten. Zumal viele Karten sich miteinander verbinden lassen. Jedoch hätte ich mich gefreut, wenn es nicht so wild durcheinander ginge 🙂

Ich stelle am besten die Farben in einem Fließtext vor, ist mir so heute morgen ebenfalls im Halbschlaf eingefallen, lachZ.

Die Stäbe:

Die Stäbe fangen ganz klassisch mit einem Salamander auf einem Stab an (As der Stäbe). Blauer Hintergrund und sonst keine Besonderheiten wie ich finde. An den Asen selber störe ich mich übrigens in keinster Weise (okay, ein Hintergrund bei dieser Karte wäre vielleicht noch wünschenswert gewesen, aber gut, man kann nicht alles haben ^^). Mit den 2 der Stäbe reisen wir in die Wüste, vermutlich Ägypten, wegen den Pyramide. Wir sehen zwei nackte Männer, die sich scheinbar nahe stehen und uns den Rücken zudrehen. 3 der Stäbe zeigt ebenfalls die beiden Herren, wobei wir sie nun sehen können und gleichzeitig eine nackte Frau (mit einem doch etwas seltsam geformten Gesäß ^^). Bei 4 der Stäbe dürfen die beiden Herren im Kreise der Familie, des Dorfes oder des Clans, heiraten. Immer noch nackt, warum auch immer ^^. Ob sie sich jetzt daneben benommen haben oder nicht, weiß ich nicht, aber auf 5 der Stäbe werden sie alles andere als freundlich behandelt. Sie sind übrigens immer noch nackt. 6 der Stäbe zeigt das Paar von der Karte Der Wagen. Vermutlich hat es etwas mit dem Thema des Decks zu tun, dass die Frau eines ihrer Brüste zeigt. Sieht nicht sonderlich bequem aus. Bei 7 der Stäbe sehen wir unseren Stern wieder. Und auch bei 8 der Stäbe. Jetzt kommt wieder ein Quantensprung und wir landen im Kerker (9 der Stäbe) und auf dem Scheiterhaufen (10 der Stäbe. Das Mädchen der Stäbe reitet mit einem Stab über ein Feld, der Gefolgsmann der Stäbe sieht aus wie ein Ritter aus dem Mittelalter, die Mutter der Stäbe wie die bekannte Schlangenpriesterin (nur darf sie hier sitzen und muss keine Schlangen halten) und der Weiser der Stäbe scheint aus Afrika zu kommen.

Zwar wird bei den Stäben das Thema Feuer immer wieder behandelt (und sei es nur in der Wüste), aber man sieht hier schon deutlich, es wird hin und her gehüpft. Weiter stelle ich mir die Frage, was hat denn bitte schön Johanna von Orleon (die Karte 9 und 10 der Stäbe) in einem Wiccadeck zu tun? Es reicht ja schon, dass Menschen mit afrikanischen Hintergrund für das Deck ihren Kopf (bzw. sogar den ganzen Körper) herhalten müssen. Aber gleich eine historische Figur?

Die Kelche:

Der As der Kelche zeigt einen Fisch im Kelch, wie er herumspringt. Ebenfalls ein langweiliger Hintergrund ohne Besonderheiten. Da hat mich persönlich 2 der Kelche eher gefreut. Zwei küssende Frauen, die sogar ein wenig aktiver werden. Komischerweise tragen sie Kleider, während unsere Stabkerlchen nackt herumlaufen. 3 der Kelche zeigt die beiden Frauen von 2 der Kelche und eine Dritte im allbekannten Kreistanz der Kelche (ich nenne das mal so). Und bei 4 der Kelche ist die neue im Kelchtanz ein wenig deprimiert. Bei 5 der Kelche haben wir wieder einen Bruch. Zwei küssende Männer (mal wieder nackt) auf der einen Seite und auf der anderen Seite eine nackte Frau, die ziemlich wütend ist. Da könnte man sich fragen, warum sind hier zwei küssende Männer zu finden und die Frau regt sich auf und nicht andersherum ;). Mit 6 der Kelche haben wir sofort wieder einen Bruch. Denn nun sind unsere beiden Sonnenkinder wieder da. 7 der Kelche ist wieder ein Bruch zu finden. Ein Fisch im Wasser. 8 der Kelche zeigt unsere Kartenmutter, während 9 der Kelche uns den Kartengemahl zeigt. Und am Ende, 10 der Kelche kehren wir wieder zum Fisch zurück. Das Mädchen der Kelche ist hier mit dem Wassersymbol Muschel zu finden, während der Gefolgsmann der Kelche auf einem Delphin aktiv reiten darf. Die Mutter der Kelche sitze passiv auf einem Thron und der Weiser der Kelche ist wieder aktiv und diesmal sogar mit einem Orca.

Während bei den Stäbe der Wechsel zwischen den verschiedenen Gruppen nicht so schnell vonstatten geht, ist es bei den Kelchen um einiges schlimmer. Mich persönlich freut es sehr, dass der lesbischen Liebe wenigstens einer Karte geschenkt wurde (eben 2 der Kelche), aber ich frage mich schon, warum mussten die beiden Frauen jetzt direkt Kleider tragen, während die Männer die ganze Zeit nackt herum laufen dürfen. Wobei man sagen muss, hetereosexuelle Frauen sind auch nackt.

Die Schwerter:

As der Schwerter zeigt einen Adler mit dem Luftsymbol Schwert. Interessanterweise haben wir hier einen Hintergrund (ein sehr düsterer Himmel). Die 2 der Schwerter zeigt wieder unser Wagenpaar (jedoch kann man nicht erkennen, ob sie wieder ihre Brust so unbequem präsentiert). 3 der Schwerter, 4 der Schwerter, 5 der Schwerter und 6 der Schwerter zeigen (bis auf 5 der Schwerter als Bild) keine Personen, sondern eher Gegenstände. Erst 7 der Schwerter zeigt wieder eine Person. Ob sie jedoch die Transformation ist, sei einfach dahingestellt. Mit 8 der Schwerter beginnen wieder die Johannakarten. Wir finden sie noch auf 9 der Schwerter und 10 der Schwerter. Das Mädchen der Schwerter ist hier um einiges aktiver als einige andere Figuren. Dabei ist aber der Gefolgsmann der Schwerter wilder und beherzter. Die Mutter der Schwerter erinnert mich ein wenig an die eine Bibelgestalt, die unbedingt den Kopf eines Helden haben wollte (jaja, ich weiß nicht mehr den Namen) und hat in meinen Augen nicht viel mit einer Schwertkönigin gemein (man sieht auf der Karte nicht einmal ein Schwert und den Kopf schlägt man besser mit einer Guilotine ab). Der Weiser der Schwerter hingegen darf ein Schwert als Schmied herstellen.

In meinen Augen wurde bei den Schwertern viel Potential nicht genutzt. Immerhin waren vier Karten nur kalte Gebäude, die auf Anhieb nicht unbedingt viel zu sagen haben. Da hätte man bessere Bilder malen/wählen können. Ich persönlich bin von der Schwerterreihe doch eher enttäuscht.

Die Münzen:

As der Münzen zeigt einen Bär und einen waldigen Hintergrund. Auch hier wurde nicht an dem Hintergrund gesparrt. Warum dann beim As der Stäbe und Kelche? 2 der Münzen zeigt die klassische Jonglierfunktion mit dem Sonnenmädchen (ob sie die Närrin ist, sei dahingestellt). 3 der Münzen ist eigentlich völlig aus dem Rahmen gestellt, da man die Figur nicht kennt. Dagegen aber den Jungen auf 4 der Kelche, wobei man fragen kann, was ein „Indianer“junge auf einer Burg zu suchen hat (ob der Junge wirklich von den UreinwohnerInnen Amerikas abstammt, weiß ich nicht, sieht doch aber sehr danach aus). 5 der Münzen zeigt wieder unser Sonnenpärchen und 6 der Münzen spricht in meinen Augen eine sehr eindeutige Sprache über die Herkunft des Jungen. 7 der Scheiben (oder Münzen oder wie auch immer ^^) zeigt unsere schwangere Kartenmama und 8 der Scheiben unseren Sternenmann. Bei 9 der Scheiben hat unsere Kartenmama ihr Kindchen endlich bekommen (hatte ja auch eine lange Reise durch die kleinen Arkanas) und bei den 10 der Scheiben wissen wir auch, wer der Papa ist. Nur irgendwie sehen allein die Kinder auf diesem Bild glücklich aus. Das Mädchen der Scheiben wirkt eher wie eine Eremitin als wie eine junge Frau, welche die Erde in sich vereint. Der Gefolgsmann der Scheiben wirkt wie ein Jüngling, fast wie eine Frau, die Männerkleidung trägt. Die Mutter der Scheiben ist vermutlich unsere Hohepriesterin und der Weiser der Scheiben ist in den Wald zurückgekehrt.

Ehrlich gesagt, bei den Scheiben habe ich ein wenig mehr nackte Haut erwartet als bei den anderen Kartenfarben. Denn immerhin steht diese Reihe für Reichtum und Nahrung und ähnliches. Und wieso nicht gerade hier ein wenig Erotik, gar Sex einbauen? Kelche und Scheiben wären für entsprechende Kartendarstellungen am besten gewählt, dann die Stäbe und am Ende die Schwerter.

Desweiteren (das Deck schreit jetzt nach dieser Aufteilung förmlich, also rupfe ich es auch so auseinander) ist die Aufteilung der entsprechenden Pärchen nach sexueller Ausrichtung auch sehr interessant:

Hetenpärchen: Der Initiand, Die Liebenden, Der Wagen (auch wenn sie nur Händchen halten mögen, es ist weibchen/männchen Aufteilung), Obsession (wobei man noch den Unterpunkt Bondage und Dreier einbauen könnte), Ausbruch, Die Sonne, Einheit, 6 der Stäbe, 5 Kelche (immerhin war der Mann scheinbar mit der Frau zusammen), 6 der Kelche, 2 Schwerter, 5 der Scheiben, 6 der Scheiben und 10 der Scheiben.

Bipärchen (geht schneller ^^): 3 der Stäbe (könnte man zumindest behaupten, ich tue es einfach mal) und 5 der Kelche (früher Frau, heute Mann).

Schwulenpärchen: 2 der Stäbe, 3 der Stäbe (denke, dass ist eher der Hintergedanke), 4 der Stäbe, 5 der Stäbe und 5 der Kelche (früher Frau, dann Mann).

Lesbenpärchen: 2 der Kelche (hier scheint es ja sehr klar zu sein) und 3 der Kelche (okay, hier interpretiere ich eindeutig mal was hinein, es ist nicht klar, ob die alle drei was miteinander haben, aber immerhin zwei der drei).

Okay, jetzt könnte man noch weitere Bildanalysen machen, aebr ich finde die Pärchenkarten sehr interessant. Und ich persönlich werde mir so meine Gedanken dazu machen.

Das Büchlein, ich gestehe, habe ich bisher nicht durchgelesen. Nur die eine Bedeutung und die kann ich mit dem Bild nicht in Verbindung bringen. Das einzig gute an dem Deck ist, dass überhaupt Pärchen zu den sexuellen Ausrichtungen rankommen. Sonst hätte ich schon längst ein anderes genommen 🙂 Mal sehen, vielleicht finde ich da noch was ^^

W.I.T.C.H. Tarot vs. Sailor Moon Tarot

Heute bekam ich Post. An sich nichts ungewöhnliches, aber der Inhalt war ein Tarotdeck den ich ersteigert habe. Letztendlich, auch das ist nichts ungewöhnliches. Es handelt sich dabei um ein Tarotdeck der Serie (Comic wie Anime) W.I.T.C.H.. Die Serie handelt eigentlich von fünf Wächterinnen, die mehr Ähnlichkeit mit Elfen als mit Hexen haben. Der Name W.I.T.C.H. bezieht sich auch aus den Vornamen der fünf Mädchen, die in der Serie mitspielen.

Im Grunde genommen war es nur eine Frage der Zeit, bis da ein Tarotdeck herauskommt. Das Interessante ist für mich, dass meine Version von 2007 stammt (laut Verkäufer), der erste Link von mir zeigt ein Heft von diesem Jahr an. Aber das ist eine andere Sache 🙂

Auf alle Fälle sind die Wächterinnen nicht die ersten, die ihr eigenes Tarotdeck bekommen. Sailor Moon war einige Jahre früher mit der Ehre und einem eigenen Tarotdeck dran. In dem Sinne kann man heutzutage schon sagen, hat man eine erfolgreiche Zeichentrickserie mit genügend Figuren, ist das Tarotdeck nur noch eine rein obligarotische Angelegenheit.

Wenn ich aber beide Decks vergleiche, muss ich in einigen Dingen dem Tarotdeck von Sailor Moon den Vorzug geben. Ich beziehe mich übrigens nur aufs Deck und einer Schnellbeschreibung, da ich für das W.I.T.C.H. das Begleitheft noch nicht ergattern konnte.

Beim Sailor Moon Tarotdeck findet man die bekannte Reihenfolge, welche auch numeriert ist. Also von 0 bis 21 und eben Narr, Magier, Hohepriesterin, Herrscherin und so weiter und so fort.  Beim W.I.T.C.H. Tarot sind auch alle Karten da, also 22 an der Zahl. Aber dann gibt es eine Karte mit den Namen Glück, was man nicht automatisch einordnen kann. Dann kommt noch das Problem hinzu, dass keine der Karten numeriert war. Die Bezeichnung war drauf, nur eben dann auch eine Karte namens Glück. Eine Überraschung fand ich, dass Sonne, Mond und Sterne nicht in der bekannten Reihenfolge waren, sondern laut Beschreibung, ein Faltblatt das mitgeliefert wurde, hat man einfach den Turm dazwischen gesteckt. Eine Begründung könnte vielleicht das nicht vorhandene Heft geben.

Klar W.I.T.C.H. Fans werden sich so oder so das Deck kaufen, unabhängig wie es aufgebaut ist und ob man damit arbeiten kann. Ich bin in dem Sinne ja kein Fan dieser Serie sondern eben ein Fan der Tarotdecks. Daher habe ich mir auch dieses Deck gegönnt (und für 1 Euro zzgl. Versandspesen kann man nun wirklich nicht nein sagen, wobei, für das Sailor Moon Tarotdeck habe ich auch damals nur 1 Euro bezahlt, interessanter „Zufall“).

Für alle Fans des W.I.T.C.H. Tarots hier ein kleiner Hinweis: Es gibt mehr, als was das Deck euch verraten wird, was den Aufbau betrifft. Nehmt es ruhig an und informiert euch dann weiter, wie andere es schon früher gesehen haben und es in der Zukunft sehen werden. Sofern ihr natürlich euch dann intensiver damit beschäftigen möchtet. Sonst finde ich solche Sachen immer wieder eine total süße Idee.

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