Wie ich ein Kapitel plotte :)

Ich hatte schon mal in einem früheren Beitrag es angedroht (leider weiß ich nicht mehr welchen), aber heute mache ich es mal wahr 🙂 Meine einfachen Geheimnisse, wie ich ein Kapitel plotte.

Die ganze Zeit habe ich am Roman gearbeitet, die Karten gezogen und wusste wie das geht, aber wie ich ein Kapitel plotte, dass bereitete mir schon die eine oder andere Sorgen. Ich gebe es zu, ich hatte sogar ein wenig Angst vor den Kapitel (das muss man sich reinziehen, vor einem ganzen Roman habe ich keine Angst, aber vor einem kleinen Kapitel kriege ich die Panik).

Und in dem Buch von Corinne Kenner, also „Tarot for Writers“ stand darüber auch nichts.

Nun gut, was machen? Aufgeben natürlich nicht, eher verzweifeln wäre da angesagt.

In einem Schreibforum habe ich dann mal gefragt, wie andere ihre Kapitel plotten und da wurde mir der Hinweis gegeben, dass innerhalb eines Kapitels ein gewisser Konflikt oder eine bestimmte Handlung eine Rolle spielt, welche die Geschichte weiterbringen soll. Ich habe öfters in Büchern auch ein Kapitel gelesen, welche nur die Menschen erklärt und nicht die Handlung weiterbringt. Aber ich denke, auch solche Teile kann und muss es geben. Denn was ist ein Roman, wenn nicht der Mensch darin vorkommt 🙂

Als ich das für mich begriffen habe, habe ich mir folgende Möglichkeit überlegt:

Ich habe mir einige meiner Tarotdecks ausgesucht, die meiner Geschichte am ehesten entsprechen. Und aus jedem Deck ziehe ich mindestens eine Karte, wenn ich nicht das Bedürfnis habe, mehrere zu ziehen (das passiert ab und an). Hierbei sehe ich es als sehr wichtig an, dass die Karten auch Bilder haben, mit denen man arbeiten kann und nicht nach dem Marseiller Muster aufgebaut sind.

Dann baue ich aus den Kartenbildern eine kleine Teilgeschichte, welche sich mit der Grundidee meines Romans deckt.

Und ihr werdet vielleicht lachen, aber es klappt. Ich habe in den letzten drei oder vier Kapitel (seit ich diese Methode verwende) immer wieder Teile geschrieben, die später dann kompletiert werden. Es geht alles irgendwie Hand in Hand. Für mich ein eindeutiges Zeichen, dass der Roman genauso geschrieben werden soll und mein Unterbewusstsein genau das richtige in die Karten deutet.

Aber ein Unterbewusstsein kann auch nur dann arbeiten, wenn man es richtig füttert. Zur Zeit lese ich das Buch „Handbuch der Kriminalistik für Praxis und Ausbildung “ von Rolf Ackermann, Horst Clages und Holger Roll. Dabei habe ich erfahren, was es für Datenbanken gibt, mit denen die Polizei arbeiten kann. Ich wusste, dass diese mit diversen Datenbanken arbeitet, aber nicht mit was für einer Fülle. Und vor allem, wie die alle heißen. Und die eine Datenbank hilft mir nun, eine Lücke im Plot zu schließen, welche mir vorher so dermaßen nicht aufgefallen ist, aber jetzt das ganze erheblich bessert.

In dem Sinne kann ich nur empfehlen, wer keine Ahnung von der Materie hat (wie denn auch, wir haben das Wissen nun wirklich nicht in der Schule gelernt), sollte sich in der Materie einlesen. Es gibt glücklicherweise genügend Bücher in Deutschland, die darüber geschrieben wurden. Und wer eben keinen Krimi schreibt, sondern zum Beispiel Fantasy oder derartiges, sollte sich entsprechende Literatur lesen um zu sehen, wie es andere gemacht haben (aber bitte nicht kopieren, ihr seit ja Individuen).

In dem Sinne, ich werde auf diesen Weg weitermachen und sehen, wohin es mich bringt 🙂

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Wie kann man ein Buch schreiben ~ Literaturtipps *Update*

Ich habe schon mal eine Liste zum Thema Literaturtipps geschrieben. Inzwischen hat sich in meinem Regal ja einiges getan und ich möchte diese Liste nun aktualisieren, in der Hoffnung, dass es euch weiterhilft (ja, ich habe gerade viel zu viel Energie ^^).

Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität von Julia Cameron

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (11. Februar 2000)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426870231
ISBN-13: 978-3426870235

Wer eine Künstlerin oder ein Künstlerin sein will (und wir AutorInnen gehören dazu) können mit diesem Buch anfangen und  den/die innereN KünstlerIn wachrufen. Denn häufig ist das wichtiger als alles andere. Denn wer sich wie ein Niemand fühlt, kann auch nur das erreichen.

Den Weg des Künstlers weitergehen: Neugierig, wach und kreativ sein von Julia Cameron

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur (1. April 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426872773
ISBN-13: 978-3426872772

Der Titel sagt alles, wenn man den Weg gefunden hat, muss man ihn weitergehen. Und man kann sagen, alle Bücher von Julia Cameron sind ihr Geld wert. Man muss nur mit ihnen arbeiten. Und da hackt es ja bei vielen.

Von der Kunst des Schreibens: Und der spielerischen Freude, die Worte fließen zu lassen von Julia Cameron

Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (1. Oktober 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426871955
ISBN-13: 978-3426871959

In diesem Buch geht es nicht, wie schreibe ich einen guten Roman, sondern eher darum, wie bleibe ich schön kreativ. Es gibt Beiträge der Autorin zu diversen Themen und dann Übungen die man machen kann (und ich persönlich empfehle sie). Man kann dieses Buch am Anfang lesen, sprich, vor den beiden oben genannten Büchern oder eben auch als Drittes. Aber jeder Person die schreibt, lege ich wirklich dieses Buch ans Herz. Denn es ist in meinen Augen sehr wertvoll.

Sun Sign for Writers:: The First Book to Harness the Power of the Zodiac to Improve Writing von Bev Walton-Porter

Taschenbuch: 170 Seiten
Verlag: Writer’s Digest Books (27. Oktober 2006)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1582974039
ISBN-13: 978-1582974033

Das Buch ist weniger fürs schreiben gedacht, sondern für den Menschen dahinter, für die Schreibenden also. Denn anhand des Sternzeichens weiß die Autorin, welche Probleme die AutorInnen haben können und gibt Tipps und Ratschläge, wie man das verhindern kann und wie man weiterkommt.

Wer will kann auch noch die anderen Sternzeichen lesen um noch mehr Tipps zu bekommen um es noch weiter zu bringen.  Und zu guter Schluss gibt es auch Tipps, wie man mit Hilfe der Sonnenzeichen Charaktere erschaffen kann.

Was wäre, wenn… (What if?): Kreative Schreibübungen für Schriftsteller von Anne Bernays, Pamela Painter

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Alexander Verlag Berlin; Auflage: 1. Aufl. (Oktober 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3895810827
ISBN-13: 978-3895810824

Hier beschreiben die Autorinnen viele Übungen, die man machen kann, um quasi fit zu bleiben im Bezug aufs schreiben und im Bezug auf die eigene Kreativität. Auch Beispiele der SchülerInnen der beiden gibt es, damit man sehen kann, wie es gehen könnte und auch Berichte zu dem Thema, warum man es machen sollte.

Der Grund, warum ich solche Übungsbücher empfehle ist einfach: Viele Menschen schreiben einfach drauf los, sind sich aber nicht bewusst, welche Macht Worte haben können. Oder wie sie eine Szene besser schreiben und mehr aus ihr herausholen können. Wenn sie aber solche Übungen machen und idealerweise noch mit anderen Menschen darüber reden können, wird ihr Talent gefördert und sie schaffen mehr, als in der Vergangenheit. Davon bin ich überzeugt. Man kann nicht nur mit Farben oder Formen spielen, sondern auch mit Worten.

Kleiner Autoren-Workshop von Ursula K. Le Guin

Broschiert: 208 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (30. August 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866710070
ISBN-13: 978-3866710078

Wer “Erdsee” kennt, kennt die Autorin. Hier geht es aber nicht um die klassichen Übungen, wie man einen Roman schreibt, sondern eher darum, wie man die Worte besser verwendet, die man irgendwann mal gelernt hat. Adjektive, Verben und all diese Dinge. Hier gibt es Übungen für Leute, die gerne alleine schreiben und Gruppen.

Und auch hier gilt, wer die Worte unter „Kontrolle“ hat und nicht von ihnen kontrolliert wird, kann mehr mit ihnen machen 🙂

Wer die Grundlagen beherrscht, kann sich ran machen ans schreiben. Hier kommen nun Bücher zum Thema, wie schreibe ich jetzt einen ganzen Roman. Hinweis, die meisten „How to …“ Bücher drehen sich um Krimis. Meistens kann man deren Ratschläge auch auf die anderen Bücher (Liebesroman, Schience Fiction und Co.) umsetzen.

Crime, Krimi und Thriller schreiben von Larry Beinhart

Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (1. Oktober 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 393290950X
ISBN-13: 978-3932909504

Diesen Herren hatte ich schon mal in einem Beitrag erwähnt Er geht hier recht locker an die ganze Angelegenheit heran und macht aus dem ganzen Schreiben keine komplexe Wissenschaft sondern zu einem Erlebnis das alle von uns erleben können. Für ihn gilt: Übung macht den Meister (und natürlich auch die Meisterin) und vor allem hat er sich selber auf Autodidaktische Art und Weise das Schreiben beigebracht. Man muss eben nicht für alles einen Kurs belegen. Sehr sympathisch 🙂

Bird by Bird – Wort für Wort. Anleitungen zum Schreiben und Leben als Schriftsteller von Anne Lamott

Taschenbuch: 250 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (10. Januar 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909445
ISBN-13: 978-3932909443

Auch hier geht es noch nicht darum, wie man den Roman schreibt, sondern alles drum herum. Wann man am besten anfängt, was man dabei beachten sollte und vieles mehr. Es geht eher um das Leben einer Autorin als um das direkte schreiben. Aber trotzdem schön. Auch hier kann man eine Menge mitnehmen.

Creative Writing. Romane und Kurzgeschichten schreiben von Raymond Carver

Taschenbuch: 326 Seiten
Verlag: Autorenhaus Verlag; Auflage: 1 (Mai 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909488
ISBN-13: 978-3932909481

Hier geht es dann endlich los. Wie schreibe ich einen Roman. Es gibt Berichte aus der Schule wo die verschiedenen AutorInnen arbeiten und dann auch Übungen, Anregungen und vieles mehr. Eines der besseren Bücher wie ich finde.

In diesem Buch wird das Schreiben einer Geschichte oder auch eines Romans mit Hilfe einer Kurzgeschichte, welche man am Ende des Buches findet erklärt. Da verschieden AutorInnen die Beiträge geschrieben haben, kommen natürlich auch verschieden Ansichten zu tragen. Nicht immer vom Vorteil, aber auch nicht immer ein Nachteil.

Über das Schreiben von Sol Stein

Gebundene Ausgabe: 429 Seiten
Verlag: ZWEITAUSENDEINS; Auflage: 10., Aufl. (2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3861502267
ISBN-13: 978-3861502265

Sol Stein kennt beide Seiten, die eines Verlegers und die eines Autors und von beiden Seiten kann man hier profitieren. Der Autor gibt keine Übungen vor, sondern erklärt, wie man etwas machen kann. So erschafft man einen Charakter, dass sollte man beachten, wenn man etwas schreibt und so weiter und so fort. Sol Stein schreibt in meinen Augen auf einem höheren Niveau als es viele andere wohl jemals schaffen werden und trotzdem kann man ihm folgen.

Ein entscheidener Vorteil dieses Buches ist es, wenn man dieses hat, spart man sich ein zweites Band zum Thema, wie schreibe ich ein Sachbuch (oder Zeitungsartikel). Denn Herrn Stein ist auch dieses Thema sehr wichtig und hat dementsprechend Kapitel eingefügt um auch solchen InteressentInnen zu helfen. Zwei Bücher in einem also 🙂

Fiktionales Schreiben: Kreativität steigern, Schreiben verbessern, Geschichten entwickeln von Ron Kellermann

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Emons (31. Oktober 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897054612
ISBN-13: 978-3897054615

Dieses Buch hat genauso viele Stärken wie Schwächen. Einerseits gibt es wertvolle Tipps, wie man die Grundlagen einer Geschichte aufbaut, welche Fragen man stellen und beantworten soll und wie man Charaktere erfindet und so weiter und so fort. Sogar ein Expose wird endlich mal geliefert, weil viele Leute Texte schreiben können, aber mit dem Expose ihre Schwierigkeiten haben (und ich gebe zu, ich verstehe nicht, wieso Menschen sagen, wer es nicht schafft ein Expose zu schreiben, die Finger von einem Roman lassen sollen, was hat das eine mit dem anderen zu tun?).

Was ich aber nicht verstehe, warum gibt der Autor Tipps, wie man eine Idee umschreiben um eine Geschichte daraus zu machen und am Ende sagt er, man solle das nicht tun, weil man sich so Ärger ersparen kann? In meinen Augen empfinde ich das umschreiben einer fremden Idee eher als Zeitverschwendung. Gerade dann, wenn man es nicht machen soll, um sich unnötigen Ärger zu ersparen. In dem Sinne, wers machen will, solls machen. Ich finde es wichtiger, eigene kreative Gedanken zu Blatt Papier zu bringen. Aber das ist wohl Ansichtssache.

Wort für Wort oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben von Elizabeth George

Taschenbuch: 350 Seiten
Verlag: Goldmann (9. April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442416647
ISBN-13: 978-3442416646

Laut der LeserInnenkritik hat die Qualität ihrer Lynley/Havers Romane abgenommen, aber dieses Buch erklärt bodenständig, wie man einen ordentlichen Roman schreibt. Nur ein wenig Ordnung hätte die gute da rein bringen können. Nach Kapitelaufbau sollte man nicht arbeiten, denn das ist alles chaotisch.

Ich muss zugeben, dass Buch ist es gewesen, welche meinen Sinn für gute Romane so richtig versaut hat. Was meine ich damit? Frau George steht für gute, dreidiemensionale Figuren. Und in diesem Buch reitet sie besonders auf diesem Thema herum, als ob es kein morgen gäbe. Auch die innere Stimme spielt hier eine Rolle. Und ich muss zugeben, nach diesem Buch kann ich keine Bücher mehr lesen, die oberflächliche Charaktere haben. Außerdem versuche ich es bei meinen Figuren zu vermeiden, dass sie sich in diese Richtung entwickeln. Ich hoffe, dass es mir gelingt.

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.1 von James N. Frey

Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
Verlag: Emons; Auflage: 1 (Juni 1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3924491321
ISBN-13: 978-3924491321

Wie man liest, es gibt ein zweites Band noch dazu für die Fortgeschrittenen unter uns (zu denen ich mich noch nicht zähle). Aber sonst erklärt der Autor auf nette weise, wie man ein komerziell erfolgreiches (aber nicht unbedingt individuelles) Werk schreiben kann, was man dann auch verkaufen (also wofür man einen Verlag bekommen) kann. Mich hat es nicht überzeugt und flog inzwischen raus.

Denn ich sehe das ganze so, man kann natürlich kommerziell erfolgreiche Romane schreiben, wenn man davon überzeugt ist. Aber ich glaube, dass die individuellen Romane die Zeit überleben werden. Meine Empfehlung daher, schreibt individuelle Romane die ihr selber lesen wollt. Das macht auf Dauer mehr Sinn, auch wenn man für diese Babys mehr kämpfen muss 🙂

Literarisches Schreiben: Starke Charaktere – Originelle Ideen – Überzeugende Handlung von Lajos Egri

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Autorenhaus (Januar 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909682
ISBN-13: 978-3932909689

Ganz ehrlich? Worum dreht es sich bei diesem Buch? Ich habe es nicht verstanden und mir ging es so sehr auf die Nerven, dass es gleich nach dem lesen, rausflog (zum ersten Mal übrigens, dass es so schnell ging). Tut mir Leid ich kann es nicht empfehlen.

Plot (Elements of Fiction Writing) von Ansen Dibell

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Writers Digest (August 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799465
ISBN-13: 978-0898799460

Die Autorin erklärthier, wie man einen vernünftigen Plot schreibt. Und das besondere an dieser Reihe, es geht nur um dieses eine Thema. Wer damit Probs hat oder Anregungen sucht, kann sich nur dieses Buch holen und wird mit allen anderen Sachen (wie Charadesign und so weiter) in Ruhe gelassen. Perfekt

Elements of Writing Fiction – Scene & Structure (Elements of Fiction Writing) von Jack Bickham

Taschenbuch: 168 Seiten
Verlag: Writers Digest; Auflage: Pbk. (Oktober 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799066
ISBN-13: 978-0898799064

Hier geht es zwar um die einzelne Szene, aber es ist leicht, die ganzen Übungen auch auf das ganze Buch anzuwenden. Sehr gut geschrieben. Da sieht man was Können ist

Description (Elements of Fiction Writing) von Monica Wood

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Writers Digest; Auflage: New Ed (25. Mai 2000)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799082
ISBN-13: 978-0898799088

Ihr werde öfters mit dem Spruch konfrontiert, nicht beschreiben zeigen, dass ist wohl das Buch dazu (auch noch nicht gelesen).

Elements of Writing Fiction – Characters & Viewpoint (Elements of Fiction Writing) von Orson Scott Card

Taschenbuch: 182 Seiten
Verlag: Writers Digest; Auflage: New edition (1. Oktober 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799279
ISBN-13: 978-0898799279

Auch wenn das bei vielen BestsellerautorInnen scheinbar noch nicht richtig angekommen ist, aber ein Charakter ist nicht nur Aussehen. Sie oder er ist auch Innenleben, Netzwerk, Gefühle, Hoffnungen, Ängste, etc. Das Buch geht nicht nur darauf ein, wie man einen Charakter leben einhaucht, sondern auch, aus welcher Perspektive man schreiben kann (mit Hilfe von Zeichnungen wird es noch genauer erklärt). Topp, wie alle Bücher aus dieser Reihe (nun gut, so gut wie ^^).

Tarot for Writers von Corrine Kenner

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Llewellyn Pub (1. März 2009)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0738714577
ISBN-13: 978-0738714578

Hat jetzt jemand erwartet, dass ich dieses Buch etwa nicht empfehle? Es enthält alles wichtige, was man braucht um eine Geschichte zu schreiben. Und das mit Hilfe der Tarotkarten. Dadurch hat sich mein Roman und die dazugehörigen Charaktere um Lichtjahre verbessert. Wer eine Affinität zu den Tarotkarten hat und englisch kann, sollte dieses Buch nicht verpassen.

Bullies, Bastards & Bitches: How to Write the Bad Guys of Fiction von Jessica Page Morrell

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Writers Digest (29. August 2008)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1582974845
ISBN-13: 978-1582974842

Die netten Charakter, die HeldInnen kriegt man ja noch hin. Sie müssen einfach positiv sein. Aber was mache ich mit den GegnerInnen. Wie kriegt man das hin, dass die nicht einfach platt mies drauf sind, sondern echte EndgegnerInnen werden? Das Buch erklärt nicht nur, wie man fiese GegnerInnen schafft, sondern auch AntiheldInnen, die auf der „guten“ Seite sind. Der Aufbau des Buches ist sehr sympathisch.

Liebesromane schreiben von Angeline Bauer

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (1. Januar 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909666
ISBN-13: 978-3932909665

Der Titel sagt doch schon alles, oder? Es war ein Zufallskauf und sooo schlecht finde ich den nicht, immerhin haben wir Deutschen noch keine Erfahrung im Bezug auf gelerntes Schreiben. Aber es geht hier eher um das entsprechende Fachthema und nicht um die Grundlagen.

Dabei geht sie auch auf Kinder- und Jugendbücher ein, bietet Strichlisten, mit denen man arbeiten kann und einen kurzen Einstieg in, wie schreibe ich bessere Texte und wie lasse ich mich inspirieren. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Autorin sich komplett auf das Thema Liebesroman konzentriert hätte. Aber nun gut, wie können ja nicht alles haben 🙂

Erotik schreiben. Mit anregenden Beispielen aus der modernen Literatur von Elizabeth Benedict

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Autorenhaus (Juni 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909674
ISBN-13: 978-3932909672

Man sollte unterscheiden zwischen pornographische und erotische Texte und Benedict schreibt klar über erotische, schönen Texte. Aber auch hier geht es eher um ein Sonderbereich des Schreibens, nicht um die Kunst des Schreibens selber (was der Verlag wohl nicht ganz verstanden hat, denn sie schreiben, wie man einen erotischen Roman schreibt und dazu gehört doch mehr als nur eine Szene auszuarbeiten).

Ansonsten finde ich das Buch sehr gut, weil es hilft, dass man keine falschen Vorstellungen von erotischen Texten hat. Und vor allem ist es auch gut für Themen wie HIV und ähnlichem.

Hier ist also die neue Liste und wer diese mit der alten vergleicht sieht, die Texte wurden an einigen Stellen ergänzt und überarbeitet und einige Bücher sind neu hinzugekommen. In diesem Sinne, viel Spaß 🙂

CSI-Forensik für Dummies von Douglas P. Lyle

Die wichtigen Grunddaten:

Taschenbuch: 410 Seiten
Verlag: Wiley-Vch Dummies; Auflage: 1., Auflage (12. November 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3527704698
ISBN-13: 978-3527704699

Ich war gestern bei meiner Augenärztin um schauen zu lassen, warum ich mal wieder Probleme mit dem Auge habe. Sie konnte nichts finden, vermutet aber, dass ich vielleicht Mikroverletzungen haben könnte und schrieb mir eine Creme auf, die ich eine Woche lang fünf Mal am Tag nehmen soll. Mache ich, versprochen. Hoffe mal, dass es danach besser wird.

Eine U-Bahnstation weiter von meiner Ärztin ist ein extrem großer Buchladen (nein, Namen werde nicht genannt ^^) und natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, bin dorthin gegangen und habe mich ein wenig umgeschaut. Eine Bücherfanatikerin sollte man nicht in die Nähe einer Buchhandlung lassen. Es kann zu einem Spontaneinkauf kommen, seeeeehr gefährlich ^^

Und wie der Titel schon verlautbaren lässt, ich habe mir das Buch „CSI-Forensik für Dummies“ gekauft. Ich hatte das Buch schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste und nun ist es hier zu Hause und wartet darauf, dass ich es durcharbeite.

Kapitel 1 habe ich mir schon durchgelesen und natürlich das Buch ein wenig durchgeblättert und ich muss gestehen, ich bin bisher sehr begeistert. DEnn das Buch ist genau das, was ich gesucht habe und was ich auch brauche. Denn zur Zeit beschreibe ich die Autopsie einer Leiche in meinem Roman. Nun werde ich bald wissen, wie es geht, denn das Buch beschreibt auch diese Aufgaben.

Und vor allem räumt es mit einigen Fernsehmythen auf, die sich dank CSI und Co. ein wenig in unseren Köpfen breit gemacht hat. So zum Beispiel, dass eine Autopsie nie ohne Mundschutz durchgeführt wird.

Natürlich stehe ich mit Kapitel 2 noch sehr am Anfang des Buches (hei, ich habe es mir erst gestern geholt ^^), aber ich denke schon jetzt wird es eine Fundgrube sein und genauso wie „Tarot for Writers“ von Corinne Kenner ergehen. Es wird am Ende so dermaßen zerlesen sein, dass ich mir ernsthaft überlegen werde, mir ein neues Exemplar zu kaufen.

Mein bisheriges Fazit: Wer sich für diese ganzen Krimiserien interessiert oder selber ein Krimi schreiben möchte, kommt wohl früher oder später nicht mehr um dieses Buch herum. Denn es ist einfach geschrieben, erklärt viel und ist absolut toll.

Einziges Manko (okay, zwei eigentlich): Wenn ich Rechtschreibfehler entdecke, dann hätte man ruhig noch einmal drüber lesen und diese Ausmerzen können. Und eine Literaturliste für Weiterempfehlungen fehlt. Sonst habe ich bisher noch nichts zu meckern gefunden.

Storybook ~ die ersten Grundzüge

Ich arbeite ja gerade mal wieder Corrine Kenners „Tarot for Writers“ durch (und gehe vermutlich damit einigen schon auf die Nerven, lachZ) und habe dabei eine weitere Technik (wieder) entdeckt. Zu meiner Ehrlichkeit, ich habe es beim ersten Mal gelesen und es dann doch eher überlesen ^^

Und zwar geht es dabei um das Storybook, Storyboard, je nachdem wie man es nennen möchte. Und zwar, um genau zu sein, um die einzelnen Kapitel, die im Buch entsprechend aufgebaut werden.

Denn die meisten Bücher zum Thema „Creative Writing“ sagen dir, wie man einen Roman schreibt, wie man ihn aufbaut, was man beachten soll. Aber wie die einzelnen Kapitel aufgebaut werden können, dass wird meistens eher unter dem Tisch fallen gelassen. Sehr reizend.

Auch in ihrem Buch wird das auf eine halbe Seite erklärt, dass man das überhaupt machen kann und ich habe angefangen es auszuarbeiten, damit ich klar komme.

Zu aller Erst habe ich mir von Albideuter.de die Bilder meiner Decks heruntergeladen, mit denen ich aktuell arbeite. Zum Glück hatte er die auch da gehabt. Denn bei einem anderen Projekt arbeite ich mit eben anderen Karten und ich habe noch nicht alle gefunden. Notfalls woanders suchen.

Übrigens, ein Tipp wegen der Seite:  Die Bilder sind häufig größer dargestellt, als im Deck eben möglich. Daher ist es möglich so bessere Details zu finden, als auf den Karten. Daher lohnt ein Blick immer 🙂

So, zurück zum Thema …

Zuerst habe ich für jeden Kapitel aus den Decks, mit denen ich arbeite, eine Karte gezogen. Da ich dreizehn Kapitel schreiben werde (die Zahl stand schon von Anfang an fest, daran rüttle ich auch nicht), waren es also am Ende 26 Karten, für jeden Kapitel also zwei Karten. Und zu jedem Kartenpaar habe ich die Grundidee des Kapitels aufgeschrieben, welche Aussage dieses Kapitel im Roman haben soll.

Lustigerweise ist mir gestern folgendes passiert. Ich hatte die Karten auf der Arbeit mit und habe in meiner Pause ein wenig daran gearbeitet. Tja, aus versehen habe ich ein Kartenpaar im Säkchen vergessen und somit ein Kapitel vergessen. Als ich es bemerkt habe, habe ich es natürlich sofort nachgeholt. Aber die fehlende Lücke hat sich ohne Probleme eingefügt. Sprich, die Karten haben mir eine solide Grundlage ermöglicht, wie ich schreiben kann, ohne das es einen logischen Fehler gibt. Das finde ich faszinierend.

Jetzt geht es um die Detailarbeit. Sprich, jeder Kapitel kann ja nicht nur aus ein oder zwei Seiten bestehen, welche die Grundidee darstellt. Es muss ja mehr geschehen. Und darüber hat bisher noch nie jemand geschrieben, auch eben nicht Corrine Kenner.

Daher muss ich meinen Schmalz ein wenig anstrengen, denn so genau habe ich da noch keinen Schimmer, wie das gehen kann. Sondern noch grobe Ideen.

Meine groben Ideen sehen erst einmal wie folgt aus: Ich nutze dafür natürlich ein Schreibprogramm und als Überschrift nutze ich die beiden Karten und den Text, den ich mir ausgedacht habe. Dann gibt es zwei Möglichkeiten, die ich nutzen könnte.

  1. Ich nehme eine der Methoden (oder auch mehrere), welche Ms. Kenner zeigte, um den Roman zu strukturieren. Also den Beginning, Middle und End Teil oder etwas anderes. Ich kann auch die Thesis, Anthithesis und Synthesis Methode Nutzen.
  2. Ich ziehe eine bestimmte Anzahl von Tarotkarten und schreibe dazu meine Gedanken auf, die ich dann im entsprechenden Kapitel verwenden kann.

Egal welche Methode ich letztendlich verwende, die wird natürlich hier vorgestellt und es wird langsam Zeit, dass ich weiterschreibe. Die letzten beiden Wochen war ich doch sehr faul (und ich habe mich erfolgreich mit meiner Spätschicht herausgeredet). Aber heute und die nächsten beiden Tagen werde ich Kapitel 3 schreiben. Es wird langsam Zeit dafür 🙂

    22 Charaktere

    Ich habe manchmal das Gefühl, dass meine Geschichte drei Jahre lang gewartet hat, damit ich mir das Buch von Corrine Kenner kaufe und damit arbeite. Denn gestern und vorgestern habe ich eine Reise durch die große Arkana gemacht und nicht nur neue Charaktere gefunden, mit denen ich arbeiten kann. Die Charaktere die ich schon eingebaut hatte, haben dadurch eine völlig neue Rolle erhalten. Ich habe sie schlichtweg besser kennengelernt.

    Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Man nimmt sich mindestens eine große Arkana (ich habe zwei gewählt) und überlegt, welche Figur im Roman die Karte repräsentiert. Dabei habe ich eben Figuren eingebaut, die ich schon längst hatte. Aber dabei entdeckte ich, hei, die Rolle, die ich dieser oder jener Figur zugewiesen habe, passt einfach nicht. Und auf einmal haben sie eine völlig andere Rolle verlangt. Und ich habe sie ihnen gegeben. Dabei bin ich in erster Linie nach meinem Bauchgefühl gegangen. Ich habe mir die Karte angesehen und da meldete sich schon der Name der Person, die ich dorthin einsetzen soll. Und das tat ich dann entsprechend.

    Das bedeutet für mich, dass ich mich die Tage hinsetzen werde um diese Charaktere zu analysieren und entsprechend auseinander zu rupfen. Ohne das man dann davon etwas im Buch bemerkt. Im Moment kann ich gar nicht meine Finger von meinen Notizbüchern lassen, weil es so richtig Spaß macht. Vielleicht liegt es auch an den Notizbüchern selber, dass es nun mehr Spaß macht, dass will ich nicht abstreiten (sie fühlen sich gut in den Händen an). Aber auch sonst blühe ich regelrecht auf, vor lauter kreativen Ideen.

    Die Gefahr bei zu viel Kreativität (ja, auch so etwas kann passieren) ist ja, dass man sich am Ende einfach verzettelt. Das man lieber sich Ideen ausdenkt und recherchiert, als einfach drauf los zu schreiben. Manchmal ist eine halbswegs gute und vor allem fertige Geschichte besser, als eine Geschichte, nur über 30 Jahre geschrieben wird. Da gibt es wohl wirklich eine, die solange an ihrer Geschichte feilt.

    In dem Sinne werde ich mich aufs plotten konzentrieren und auf die Charaktere und mich dann wieder an die Arbeit machen. Das überarbeiten kann ich am Ende vornehmen. Denn aufgrund der neuen Ideen sind teilweise die ersten beiden Kapitel überholt, mal wieder.

    Die Geschichte will erzählt werden ~ So und nicht anders

    Ich habe mir mal zwei neue Notizbücher geleistet, und zwar von der Firma Moleskine (für diese Werbung gibt es übrigens nichts für mich ^^). Denn mit meinem aktuellen Notizbuch komme ich inzwischen überhaupt nicht mehr klar, weil alles einfach völlig durcheinander ist, also habe ich mir gesagt, es wird Zeit für etwas neues.

    Und zwei, weil ich mir überlegt habe, ein Buch für die Geschichte und das zweite für die Charaktere. Denn es soll eine eine Reihe auf Dauer werden und ich denke mal, dass es besser ist, wenn ich die Charaktere von vornherein in einem Extraband habe. So muss ich nicht dauernd alles abschreiben oder sonstiges machen.

    Auf alle Fälle habe ich mir noch einmal Gedanken um meinen Protagonist (diese Figur wird von einem Mann gespielt ^^) und seine Konflikte. Immerhin braucht die Geschichte einen ordentlichen Konflikt um überhaupt erzählt werden zu können. Dabei habe ich mich in meinen Tarotkarten ein wenig verloren und am Ende hatte ich mehr eine Analyse seines Charakters gehabt als eine sinnige Konfliktidee für den Roman. Also diesen Part neu gemacht. Und siehe da: Ich habe mich jetzt nicht so sehr auf die eine Seite konzentriert, wo ich ja schon die ersten Notizen hatte. Sondern ich habe mich nur auf die Sachen ausgerichtet, die ich jetzt gerade schreibe. Und vieles hat sich schlichtweg überschnitten. Es kamen die Karten, die eine ähnliche Bedeutung hatten, wie auf der anderen Seite. (Ich hatte auf einer linken Seite angefangen und dann auf der rechten Seite weitergemacht).

    Ich glaube so langsam, dass die Geschichte nicht nur erzählt werden will, sondern genauso wie ich sie immer wieder entdecke. Zumal ich zu den Menschen gehöre, oder auch SchriftstellerInnen, die davon überzeugt ist, dass es Geschichten gibt, die erzählt werden wollen. Da kann man nichts machen, es muss genauso sein, wie es eben ist. Da gibt es zwar Platz für eigene Freiheiten, aber eben im Rahmen des Erzählenwollens.

    Ich werde die nächste Woche dazu nutzen um noch einmal das komplette Grundgerüst nach Corrine Kenner und nach meinem neusten Buch Fiktionales Schreiben von Ron Kellermann, richten, aber auch alle anderen Bücher, die ich hier so habe einbeziehen (aus diesem Buch habe ich auch die ersten Fragen für die Konfliktsache entnommen).

    Wenn das getan ist, ich nehme mir die kommende Woche dafür Zeit, denke ich, dass ich die darauf folgende Woche dann für Kapitel 3 nutzen kann. Den Anfang habe ich schon geschrieben und mir gefällt er sehr gut. Vielleicht werde ich trotzdem die eine oder andere Änderung vornehmen. Darüber kann man nie sicher sein. Aber ich denke, dass ich es in groben Zügen lassen werde und dann nur noch Details wie Rechercheinformationen wie Feinheiten in der Beschreibung ergänzen werde.

    Alles in allem, ich freue mich schon darauf, zu lauschen wie sich die Geschichte entwickeln möchte 🙂

    Du findest keine Bücher – Die Bücher finden dich

    Ist dir schon mal aufgefallen, dass du vielleicht dran denkst ein Buch zu einem bestimmten Thema zu kaufen und auf einmal findest du es wirklich? Oder du bist in einem Buchladen oder in der Buchabteilung oder im Internet unterwegs, bist ganz unbeteiligt und auf einmal grinst dich ein Buch an und du hast das Bedürfnis danach, es zu kaufen ohne zu wissen, ob du es jemals lesen wirst? Und dann einige Zeit später kommst du zufällig auf das Thema des Buches zurück und denkst dir, hei, zum Glück habe ich es mir damals gekauft.

    So ergeht es mir immer und immer wieder. Vor etwa einem Jahr habe ich mir das Buch von Julia Cameron „Schreib dich schlank“ gekauft und angefangen zu lesen. Ehrlich gesagt, ich habe nicht ein Kapitel durchgehalten. Doch letztens habe ich im Fernsehen einen Beitrag zu diesem Buch gesehen und dachte mir, Moment mal, dass Buch hast du ja. Und habe es herausgekramt und fange es nun wieder an zu lesen.

    Da ist mir aber aufgefallen, dass das nicht nur einmal passiert ist, dass mich ein Buch gefunden hat und nicht ich das Buch. Immer wieder kommen die Bücher zu mir, wenn ich sie gebraucht habe. Das war auch damals bei Corrine Kenners „Tarot for Writers“. Ich habe mich im Internet herumgetrieben und auf einmal entdeckte ich eine Unterseite der Autorin. Dann habe ich ein wenig weitergeklickt und dann stieß ich auf ihre Hauptseite. Und da erfuhr ich von ihrem Buch. Und dann habe ich es natürlich gekauft und arbeite damit sehr erfolgreich.

    Aber auch schon viel früher habe ich gemerkt, wenn ich bereit für ein Buch war, dann habe ich es gefunden, bzw. es hat mich gefunden. Als ich vor einigen Jahren innerlich gesagt habe, dass das Christentum nichts für mich ist und mich friedlich und innerlich davon getrennt habe, fand ich die Bücher von Silver RavenWolf.

    Und das ganze zieht sich im Grunde durch die letzten Jahre meines Lebens, wo ich das bewusst gemerkt habe. Es ist für mich schon eine recht faszinierende Sache.

    Nun gut, es mag nicht das Buch sein, dass mich findet, sondern der Umstand, der mich zum Buch führt. Ich finde es aber auch faszinierend, wenn ich ein bestimmtes Buch suche und weiß, bei meinem letzten Besuch in einem Buchladen hatte ich es noch gesehen und möchte es mir dann holen, ist es nicht da. Als ob wer oder was sagen will, dass Buch ist zumindest zur Zeit nicht für dich. Zwar akzeptiere ich es zu diesem Zeitpunkt nicht, gebe ich ehrlich zu, aber nachher merke ich schon öfters, dass es besser ist, dass es nicht zu einem Kauf gekommen ist.

    Corrine Kenner ~ Tarot for Writers

    Ich habe endlich das Buch von Corinne Kenner bekommen, Tarot for Writer. Es ist hammergenial kann ich dazu nur sagen. Es gibt zwar Punkte wo ich ganz klar ernüchtert bin, dass ist fast nicht zu verhindern, aber ich liebe es trotzdem.

    Zuerst beginnt das Buch mit drei Kapitel Crash Kurs der Tarotlegung. Klar, man wird hier nicht zu einer Meisterin der Tarots gemacht. Aber ich habe schon allein aus diesen drei Kapitel viel von der Autorin über das Tarot gelernt. Wer aber gar keine Ahnung vom Tarot hat, sollte sich trotzdem überlegen weitere Bücher zu diesem Thema zu besorgen, denn wie geschrieben, es ist nicht Weisheits letzter Schluss. Dann gibt es den wichtigen Teil, eben wie man eine Geschichte, Roman, was auch immer mit Hilfe der Karten schreiben kann.

    Auch hier gilt, es ist natürlich nicht das Non Plus Ultra. Denn es gibt immer noch Sachen, die du selber machen musst und die Corrine Kenner schlichtweg nicht erwähnt hat (mal ein banales Beispiel, wie kann man zwei Decks verwenden, wie kann man Sachen streichen …). Zum Thema streichen hat sie einiges angeführt, dass war es.

    Es gibt immer wieder Beispiele und Methoden wie man einen Charakter kennen lernen kann und wie man den Plot schreibt (das sind die beiden wichtigsten Themen dabei). Denn hierauf wird besonders viel Gewicht gelegt. Auf Streichungen von unnützen Satzteilen oder wie man ein Verlag findet (was im Vorfeld doch ein wenig größer angepriesen wurde als es letztendlich rüber kam), geht die Autorin in diesem Teil nicht tiefer ein.

    Der Rest bildet ein dicker Batzen an Informationen über die Tarotkarten. Dort findet man eine Analyse der Karten, welche die Autorin verwendet hat, Bedeutungen, bei der großen Arkana noch eine zusätzliche Schreibbedeutung und Inspirationen über welche Themen man schreiben könnte.

    Alles in allem ist das Buch trotzdem klasse, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass weitere Themen aufgenommen hätten können. Besonders interessant ist es für Menschen, die Probleme mit der Charakterbildung haben und Ideen für den Plot brauchen. Klar sollte man nicht die eigenen kreative Ader ausstellen, aber hier findet man wertvolle Hilfen.

    Ich habe mit dem Buch schon gearbeitet und meinen männlichen Hauptcharakter mal mit den Charakterlegemethoden überarbeitet. Huch, auf einmal hat er eine unglaubliche Tiefe erhalten, die vorher schlichtweg fehlte. Das ist schon sehr interessant gewesen.

    Auch mein Plot habe ich überarbeitet und muss sagen, jetzt habe ich mehr Ideen als vorher. Das hat sich auf alle Fälle gelohnt. Zur Zeit überarbeite ich Kapitel 2. Eigentlich ist dieser Teil schon fertig, aber mir gefällt er überhaupt nicht. Also schreibe ich es eben neu. Sind ja nur zwanzig Seite … 🙂

    Corrine Kenner ~ Tarot for Writers

    Ich konnte es nicht sein lassen. Eigentlich wollte ich diesen Monat mir kein Buch kaufen (das Buch zum Thema Bewerbungsschreiben, was ich mir letztens geholt habe, zählt für mich, dass war notwendig). Denn die Rechnungen haben mich doch ein wenig aus der Bahn geworfen, ja ich gestehe, dass kann mir auch mal passieren (nein, ich bin noch nicht im Minus, aber seien wir mal ehrlich, dass interessiert jetzt auch niemanden *g*) und deswegen habe ich gesagt, Finger weg, keine Bücher. Immerhin wollte ich meinen RuB (Regale ungelesener Bücher, ich denke das ungelesene Bücher in dreistelligen Zahlenbereich immer noch hier habe) abbauen. Zumal ich bei dem Forum Büchereule an einer Aktion teilnehme: Get buchkauffrei or die tryin‘ . Das bedeutet, dass ich vierzig Tage kein Buch für mich selber kaufen kann, solange es beruflich, schulisch oder sonstig nötig ist. Ich darf welche kaufen um zu verschenken oder eben um mich für Beruf, Studium oder Schule fortzubilden. Aber nicht privat. Das hört sich doch toll an für mein geschundenes Bankkonto (zumal ich ein Ententanz aufnehmen soll/muss und es auf YouTube einstellen soll, sollte ich „verlieren“).

    Aber gestern habe ich dann zwei Geschenke für eine sehr gute Freundin organisiert (nein, ich habe nichts gekauft ^^) und dann dachte ich mir, okay, ich habe zwanzig Euro etwa gesparrt und eine mündliche Zusage für einen unbefristeten Vertrag bekommen (ihr habt richtig gelesen, ich darf mich bis zur Rente selebr finden), jetzt ist es Zeit mich selber zu belohnen.

    Also gut, ich habe mir ein Buch gekauft (wobei ich dieses Mal die Preise vergleichen konnte, denn Amibücher haben kein Buchbindungspreis, warum auch immer, da lohnt sich wirklich der Preis, denn ich habe manchmal bis zur Hälfte des Geldes gesparrt).

    Wer auf den Titel schon geschaut hat, weiß welches Buch ich mir geholt habe. Und zwar von Corrine Kenner das Buch Tarot for Writers. Ich spüre ja zur Zeit eine sehr kreative Ader in mir und ich muss zugeben, dass Mary K. Greer da ihr Päkchen mit zu tragen hat (in diesem Sinne aber ein positives Päkchen). Ich habe ja schon in das Buch reingeschnuppert und muss sagen, die Autorin hat sehr interessante Ansätze.

    So kann man jede Karte der großen Arkana für eine Person benutzen, die man in einer Geschichte verwendet. Und jede Karte der kleinen Arkana (wenn ich mich nicht jetzt irre) dann eben für eine Situation für die Person. Desweiteren geht die Autorin eh sehr kreativ an die Angelegenheit an, wenn ich mir so die Beschreibungen ihrer anderen Bücher ansehe.

    So hat sie unter anderem noch das Tarot Buch Simple Fortunetelling with Tarot Cards geschrieben und auch noch das Buch Tarot Journaling: Using the Celtic Cross to Unveil Your Hidden Story. Und laut der einen Rezension hilft die Autorin sich mit der kreativen Arbeit rund um das Tarot auseinanderzusetzen.

    Das ist etwas, was ich am Tarot liebe. Es ist egal wie viele Menschen sich schon damit auseinandergesetzt haben, es gibt immer noch Aspekte die man finden kann um die Arbeit noch intensiver zu gestalten. Die einen zeichnen ihre eigenen Tarotdecks und finden dabei völlig neue Einsichten, die nächsten Tanzen das Tarot (ja, man kann nicht nur Runen tanzen) und dann gibt es eben Leute, die völlig neue Aspekte aufschreiben und mit uns teilen.

    Und die amerikanischen Bücher, die ich bisher gelesen habe, hatten immer wieder interessante Aspekte. Die deutschen Bücher geben sich Mühe, darüber möchte ich jetzt nicht diskutieren, nur scheint es mir immer, dass sie eben an einer Richtlinie bleiben und sich nicht trauen mal Experimente zu machen. Warum hat sich bisher keine deutsche Autorin oder kein deutscher Autor mal gewagt ein Buch zum Thema „Kreatives Schreiben mit dem Tarot“ gemacht? Die einzige, von der ich das mal gelesen habe, war Nerthus von Norderney. Aber aus irgendwelchen unbekannten Gründen finde ich den Beitrag nicht mehr. Vielleicht hat sie ihn rausgenommen?

    Klar wagen sich sehr viele AutorInnen vom althergebrachten Pfad ab, dass will ich nicht leugnen. So hat Evelin Bürger in einem Kommentar (ja, sie hat meinen Blog besucht *stolz*) die Autorin Lilo Schwarz erwähnt. Ich muss zugeben, als ich mir ihre Bücher angesehen habe, dachte ich mir, ups, die kennst du ja doch *schäm*. Aber ihr Name hat sich leider nicht so eingeprägt wie viele andere Namen. Ist aber schon seltsam, dass mir mehr Männernamen einfallen würde, wenn ich spontan loslege als Frauennamen, die sich im Tarotbereich einen Namen gemacht haben. Nicht einmal Evelin Bürger würde mir spontan einfallen (ich bitte um Entschuldigung, es handelt sich hierbei um keine böse Absicht).

    An dieser Stelle möchte ich kurz was einwerfen. Und zwar ist mir mein plöder Browser abgestürzt und ich hatte den Text nicht gespeichert. Ich habe mich schon damit abgefunden (und in einem Chat herumgemeckert). Aber WordPress hat den Beitrag ohne Verlust gespeichert. Der Tag ist damit gerettet, lach.

    Nun, ich werde dann mal hoffen, dass mein Buch bald erscheint und ich darin herumschmöckern kann. Vielleicht werde ich mich dann auf die Schwingen der neuen Tarotautorinnengeneration setzen 🙂

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