Von Brillen und Büchern und … brrrr … Schuhen

So, jetzt ist es offiziell, ich gehöre wieder zur Bevölkerungsschicht der Brillenträgerinnen. Seit längerem hatte ich schon ein entsprechendes Rezept (wenn man das so pauschal nennen kann, also ein Zettel wo drauf steht, welche Dioptrie ich brauche) und letzten Freitag war für mich Schluss mit lustig.

Sicherlich habt ihr mitbekommen (zumindest die, die hier regelmäßig vorbeischauen), dass ich ja Probleme mit den Augen habe. Und in letzter Zeit ist mir halt aufgefallen, dass ich immer wieder die Sachen, die ich lesen möchte/muss, ziemlich nah an die Nase holen muss. Weil ich sonst das Gefühl habe, dass sich die Augen zu sehr anstrengen und ich eben nicht richtig lesen kann.

Am Donnerstag Abend kam dann die SMS (das wurde entsprechend angeboten), dass ich meine Brille abholen kann. Da ich am Freitag noch einen Kumpel bei einer Studienarbeit geholfen hatte, musste das ganze auf Samstag verschoben werden. Also Samstag hin und Brille auf die Nase und neues Lebensgefühl genießen. Denn bisher konnte ich Dinge, die nah sind noch normal lesen, waren sie aber nur ein oder zwei Meter entfernter, war alles ein wenig verschwommen. Und jetzt habe ich das Problem nicht mehr. Also bleibt das Ding jetzt auf der Nase 🙂

Und das tolle ist, ich habe gleich entspiegelte Gläser genommen, dass bedeutet ich kann nächstes Jahr sofort mit meinem Führerschein anfangen. So viel ich mitbekommen habe, benötigt man dafür entspiegelte Gläser und eine Ersatzbrille (die ich mir dann mache, wenn ich mitten im Führerscheinleben bin).

Gestern hatte ich auch noch eine ungeliebte aber leider sehr notwendige Sache zu erledigen: Schuhe kaufen!

Ja, man(n) und frau liest richtig, ich bin weiblich und gehöre zu der Sorte Frau, die es eben nicht mag, permanent irgendwelche Schuhe zu kaufen. Deswegen mag ich diese Klischeeaussagen nicht, so von wegen, alle Frauen kaufen doch soooo gerne Schuhe. Ich bin eine Frau (zumindest waren heute morgen noch sehr eindeutige Zeichen zu erkennen, als ich mich angezogen habe) und mag es eben nicht.

Aber nun gut, was mut dat mut, wie ich so schön sage. Also in einen Laden rein, drei Schuhe gesehen (ja, ich habe mir doch glatt drei Paare gekauft, damit komme ich über den Herbst und den Winter) und dann bitte nach Hause. Ich mag es, wenn ich es schon machen muss, in einen Laden rein, bitte beraten (wobei ich gestern so gut beraten wurde, dass ich sagen muss, Hut ab) und dann wieder raus. Bei Klamotten und Schuhe bin ich da ganz eigen. Ja, ich mag auch nicht Klamotten kaufen.

Mein einziger Weibchenfetisch, wenn man das so nennen mag, sind in der Tat Taschen. Ich gucke gerne nach Taschen. Denn wo soll ich denn sonst meine Bücher unterbringen können ^^

Gestern kam dann noch eine Bestellung für mich. „You Can Write a Novel Kit“ von James V. Jr. Smith kam gestern per Paket an und ich muss schon zugeben, ich war von der größe doch sehr überrascht. Nun gut, ich wusste ja nicht genau, was mich erwartet und habe es mehr oder weniger blind bestellt. Sollte ich in Zukunft trotz allem nicht machen.

Das Set enthällt ein Buch zum Thema, wie man eben eine Geschichte schreibt und mehrere Blöcke, wo man Dinge ankreuzen und sich Notizen machen kann. Diese sind unterschiedlich groß, eben nach der Wichtigkeit sortiert.

Ich habe mir bisher nur Kapitel 1 durchgelesen und muss sagen, ich bin froh, dass ich vorher schon andere Bücher durchgelesen habe. Denn der Autor kann doch sehr herrisch in seinem Buch wirken. Und ich weiß nicht, ob mich das ermuntert hätte ein Buch wirklich zu schreiben.

Ansonsten habe ich noch das Andanda Tarot ergattert. Ich muss zugeben, so ganz meins wird das nicht (einfach die beiden Links angucken, vielleicht versteht dann die eine oder der andere warum nicht 🙂 ). Aber die Bilder sind sehr schön. Ich kann mit denen nur nicht arbeiten und möchte es auch nicht. So einfach ist das.

Heute war ich natürlich auch wählen. Fünf Minuten und ich habe meine ganze demokratische Macht ausgenutzt. Eigentlich traurig, dass die nur darin besteht, ein Kreuz (bzw. zwei) auf einen Zettel zu machen und den in eine Urne zu werfen. Mehr ist das ja nicht, wenn man das so genau nimmt.

Aber auch die will weise genutzt werden.

Wie würdet ihr das deuten?

Also ich möchte euch mal folgende kleine Geschichte erzählen und würde mich freuen zu hören, wie ihr das entsprechend wertet. Dafür bedanke ich mich schon im voraus 🙂

Im Moment bin ich persönlich an einem Scheideweg, was meine berufliche Zukunft betrifft. Zur Zeit überlege ich ein Fernstudium aufzunehmen, weil ich, ich gestehe, es nicht hinbekomme die Präsenzveranstaltungen und Vorlesungen zu besuchen, zu arbeiten und dann zu lernen. Aber ich möchte etwas vernünftiges in meinem Leben machen, also Fernstudium.

Nun habe ich bei einem Versandhandel erst einmal zwei Bücher zum Thema Mathematik bestellt. Einige Zeit später ein Studienführer Jura (ich überlege halt Rechtswissenschaften zu studieren). Vor einigen Tagen kam ein Brief, die Mathematikbücher werden nachgeliefert. Also dachte ich, gut, dass gleiche dürfte dann für das Jurabuch gelten.

Einen Sonntag habe ich wieder gebeten, dieses Mal intensiver, dass Göttin mir zeigen möge, welchen Weg ich gehe. Ich bin für alles offen, was sie mir zeigt.

Am nächste Tag bekomme ich von dem Versandhandel das Jurabuch geliefert.

So, wie würdet ihr das jetzt deuten? 🙂

Schwere Entscheidung ~ Falsche Entscheidung?

Ich gehe mir gerade selber auf die Nerven. Daher ist mein neuestes Meez nicht einmal schlecht gewählt (mit einer Animation, die einfach nur genervt wirkt).

Und zwar habe ich ja die Entscheidung getroffen, dass ich das Studiumfach nicht mehr weiter verfolge. Ich meine, wenn ich schon Krämpfe bekomme, dass ich mit den Fächern in die Prüfung muss, das die nächsten drei Jahre studieren soll und obwohl ich gerne vernünftige Noten hätte, eigentlich gar keinen Schimmer habe wovon die da eigentlich reden, da frage ich mich halt, was soll das?

Vor der Arbeit selber habe ich keine Angst, auch nicht vor den Prüfungen selber. Denn immerhin habe ich das Abitur geschafft (und ich gebe zu, damals wusste ich nicht einmal was eine wirkliche Prüfung ist, um es mal poetisch zu übertreiben) oder auch die Ausbildung (und das bei dem Hintergrund ein Wunder, dass ich es überhaupt bestanden habe). Daher hätte es auf Dauer mich nicht sonderlich gejuckt, mal wieder in die Prüfungssituationen hineinzurutschen. Ganz im Gegenteil, irgendwo habe ich mich darüber gefreut.

Aber eben nicht in den Fächern. Denn ich bin da eher hineingerutscht und wusste wirklich nicht, worauf ich mich da einlasse. Ehrlich gesagt (und das war das Dumme an der ganzen Geschichte) ich habe mich erst damit auseinandergesezt (und nicht einmal dann richtig), als ich die Zusage hatte und mich eingeschrieben habe. Sehr früh würde ich mal sagen 😦

Warum ich das gemacht habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber ich habe es getan. Punktum. Und nun habe ich deswegen ein schlechtes Gewissen, weil ich das Studium an dieser Stelle abbreche. Wie doof kann man eigentlich sein?

Ich will ja nicht das Studium selber aufgeben, sondern nur das Fach. Mehr nicht. Grüne Neune, ist das zu viel verlangt? Wieso mache ich mir denn immer so viele Gedanken? Kann ich nicht einmal mit den Kopf durch die Wand gehen ohne vorher Angst zu haben, dass ich ein Gehirntumor haben könnte (Kopfschmerzen wären zu harmlos).

*kopfschüttel*

Schwere Entscheidung

Kennt ihr das? Ihr habt euch für etwas entschieden und dann merkt ihr, da stimmt etwas nicht, wollt es aber nicht wahr haben und lügt euch selber an, nur damit ihr euch nicht eingestehen müsst, dass ihr euch vielleicht falsch entschieden habt?

Vielleicht nicht, ich hingegen dafür sehr genau.

Ich studiere ja zur Zeit Sozialwissenschaften (das dürfte die eine oder der andere ja mitbekommen haben) und eigentlich dachte ich die ganze Zeit, dass mich das glücklich macht.

Heute saß ich dann da, über die Statistiksachen und dachte mir, wozu mache ich das. Ich habe eigentlich Probleme mit Politik, Soziologie sagt mir nur halb zu und Statistik ist eigentlich nur die Krönung vom ganzen. Denn wenn ich es ganz genau nehmen, ist es das einzige, was ich halbwegs verstehe.

Also habe ich mich schweren Herzens entschieden, meiner Intuition zu Folgen und das Studium nicht mehr weiter zu verfolgen. Das bedeutet übersetzt also, ich werde dieses Studium abbrechen.

Es ist zwar nicht prickelnd in meinem Alter (ich bin immerhin 27 Jahre jung) wieder was neues anzufangen. Aber ist noch weniger toll, wenn ich mich mit einem Studium abquäle, was mir gar keinen Spaß macht.

Ich stelle mir gerade vor, wie ich mich dann durch die Abschlussprüfungen quäle und all die Sachen.

Nun gut, so soll es eben gewesen sein. Ich habe aber schon eine Alternative für mich gefunden. Entweder Publizistik oder Germanistik. Das alles würde dann an der FU-Berlin ablaufen. Und das geht erst nächsten Wintersemester los. Somit habe ich noch einige Tage Zeit mir zu überlegen, welches von beiden ich dann nehme (und mir ein Wartesemester aufzubauen).

Aber ich werde trotzdem die Karten dafür legen. Doch arbeiterkind.de hat mal in einem Vortrag gesagt, es ist normal, dass man sich nach dem ersten Semester das alles überlegt. Und immerhin, ich gebe zu, ich habe mir keine richtigen Gedanken dazu gemacht, ob ich das wirklich will. Das ist ja das dumme von mir.

Nun gut, dann werde ich die restlichen Ferien genießen und an mir selber arbeiten, also nicht mehr lernen und mir Stress machen.

Zwar ist es indirekt Schade um die ganzen Bücher die ich gekauft habe, aber ich habe gelesen, dass die Fächer, für dich ich mich interessiere, teilweise auch mit den Sachen zu tun haben, für dich ich die Bücher gekauft habe. Also ganz verloren sind die Sachen nicht.

Trotzdem, mir tut es Leid und ich danke für die wertvolle Erfahrung, die ich machen durfte.