Erstens kommt es anders …

Gestern war ich unterwegs um ein Geburtstagsgeschenk für einen meiner besten Freunde zu suchen. Er ist dreißig geworden (was mir übrigens auch in einem halben Jahr blüht) und da wollte ich nun wirklich kein 0815 – Geschenk besorgen. Und ja, ich habe etwas hübsches gefunden. Nur für den Fall, dass er zufällig auf diesen Blog kommt und durch die Adresse weiß, dass ich hier hinter stecke, verrate ich natürlich nicht, was ich gekauft habe. Es soll ja eine Überraschung sein.

Doch während ich gestern fünf Stunden durch die Gegend getingelt bin (na wehe er weiß mein Geschenk nicht zu schätzen, dann setzt es was ^^), habe ich natürlich auch in einigen Bücherläden meine Nase reingesteckt. Welch eine schockierende Neuigkeit (zu meinen Fundstücken komme ich gleich).

Während ich in der Fantasyabteilung herumschaue fällt mir (zumindest in dieser Buchhandlung) eine schockierende Tatsache auf: diese Paranormal Dinger (wie heißen die richtig, kein Schimmer) nehmen langsam Überhand.

Nein, ich habe nichts dagegen, immerhin werden sie gelesen und was gelesen wird kann ja nicht so schlecht sein, glaube ich zumindest (aber gleich mehr dazu). Nur habe ich langsam das Gefühl, dass es in einigen Buchläden keine klassische Fantasybücher gibt (ich nehme mal an, dass Paranormal als Fantasy gilt, wenn nicht, bitte kurz die Zeit nehmen und mich aufklären, danke schön ^^).

Wo sind die ganzen Elben, Zwerge, mythischen Welten und all diese Sachen, die ich noch aus meiner Kinder- und Jugendzeit kenne? Irgendwie scheinen alle hinter Vampire her zu sein und nebenbei noch die Welt zu retten. Und ehrlich gesagt, so langsam ist mir persönlich das ganze viel zu viel. Besonders der Romance Aspekt scheint mir ein wenig zu viel zu werden.

Natürlich, her mit guten Liebesromanen. Auch das ist völlig in Ordnung. Aber wieso muss jeder Roman aus diesem Bereich unbedingt liebestechnisch ausgerichtet sein? Kann es nicht einfach mal ordentlich krachen, die Schwerter aufeinander treffen oder die Worte um die Ohren fliegen?

Da muss ich sagen, ich lese aktuell von Jim Butcher (nein, wir sind immer noch nicht da angelangt, wo ich oben hinwollte) „Storm Front“. Das ist der erste Band der sogenannten Dresden Files. Das macht schlichtweg Spaß. Harry Dresden (so heißt die Hauptfigur) ist kein typischer Held. Den passieren Missgeschicke noch und nöcher. Und doch ist er Magier in Chicago (wenn ich mich nicht irre ^^), also ein Paranormal Roman. Aber da kommt ein Verbrechen vor, na gut mehrere, es wird vielleicht sogar noch romantisch werden (fände ich nicht mal schlecht, hab schon mein persönliches Pärchen ausgemacht ^^), aber es ist einfach nicht zu viel.

Gestern in der einen Buchhandlung wurde ich beinahe erschlagen von diesen vielen Paranormal Büchern und mir hat es ehrlich gesagt nicht so ganz gefallen. Ich fühlte mich da regelrecht erschlagen.

… und zweitens als man denkt.

Aber ich habe es doch geschafft in dieser Buchhandlung zwei Bücher zu ergattern.

Das eine ist von dem Autor Derek Landy

Sculduggery Plesant“ mit dem Titel Der Gentleman mit der Feuerhand„. Und nein, dass ist nicht das Buch, dass ich oben erwähnte ^^ Ich habe es gestern recht spontan angefangen zu lesen und was soll ich sagen, heute habe ich die 200ste Seite geschafft. Es liest sich schnell und auch recht kurzweilig. Ein schöner Spaß für zwischendurch. Es wird aber voraussichtlich in mein nächstes Wanderpaket landen, wenn meine Mutter es durchgelesen hat.

Und nun kommen wir endlich mal zu dem, was ich oben erwähnt habe. Ich berichtete mal, dass ich mich für ein Buch interessierte und es mir nach einer Leseprobe anders überlegte. Und nun ja, ich habe es mir gestern doch noch einmal anders überlegt.

Hei, ich bin eine Frau, ich darf das, giggle. Ich hasse solche Sprüche….

Ja, ich habe mir gestern doch vonYasmine Galenorn „Die Hexe“ gekauft. Ehrlich gesagt, ich weiß noch nicht einmal warum. Und außerdem sind inzwischen so viele Bücher erschienen (ich dachte ja, die ersten drei und dann ist gut, hätte ja auch selber darauf kommen können, dass es nicht so einfach sein wird), dass ich gar keinen Überblick habe. Aber hei, wofür gibt es liebe Blogs die da eher eine Übersicht haben und dann diese auf freundlicherweise posten :o)

Also habe ich hier ein wenig Lesestoff (gut, davon habe ich hier wirklich mehr als genug) und werde mich unter der Woche mal ein wenig reinwusseln. Aber heute Abend werde ich mich nur auf meinen Roman konzentrieren, den ich hoffentlich bald abschließen kann. Immerhin habe ich den ersten Höhepunkt erreicht. Jetzt gebe ich meiner Hauptfigur zwei oder drei Seiten zum durchatmen und dann haue ich noch einmal richtig in die Vollen, damit er endlich nach Hause kann, hehehe

Advertisements

Zusatzkarten im Tarot

Wer sich ein wenig mit Tarotkarten auseinandersetzt, der kann es passieren, dass man auf Zusatzkarten stoßt. Also Karten, die nicht in einem traditionellen Deck auftauchen.

Ich denke mal, die meisten kennen das traditionelle Deck, welche aus 78 Karten besteht. 22 Karten gehören zu der großen Arkana und 56 zu den kleinen, wobei jede Farbe 14 Karten hat. Farben, damit sind die vier Elemente gemeint, welche sich in Kelche, Scheiben, Stäbe und Schwerter ausdrücken.

Das erste Mal mit Zusatzkarten bin ich beim sogenannten „Das Liebes Tarot“ von Liz Dean (ISBN-10: 3485010553 oder ISBN-13: 978-3485010559) gestoßen. Das Set selber besteht nur aus der großen Arkana, aber eben mit Zusatzkarten. Hier sind es Liebe, Glaube und Hoffnung. Nun, die passen in einem Liebestarot perfekt. Und die Autorin hat sich Mühe gegeben und eine ordentliche Bedeutung dazu ausgearbeitet. Denn manchmal habe ich bei den Zusatzkarten das Gefühl, dass sie nur etwas neues schaffen wollen, egal um welchen Preis, Hauptsache man kann sich ein wenig profilieren.

Dann holte ich mir das „Der Mythen-Tarot: Eine Reise durch die Welt der erotischen Sagen Mythen. Luxus-Set mit 79 Karten“ von Voenix (ISBN-10: 3038190969 oder ISBN-13: 978-3038190967). Das besondere hierbei zeigt schon der Titel, es enthält 79 Karten. Die Bilder sind teilweise wunderschön. Und hier ist die Zusatzkarte „Die dunkle Göttin“, die als Ergänzung vom Teufel angesehen wird. Die dunkle Seite eben.

Aber die Idee der dunklen Anima ist nicht neu, denn Akron war da schneller 🙂

Das „Der Akron-Tarot. Tarot mit 80 Karten“ (ISBN-10: 3038190446 oder ISBN-13: 978-3038190448) von Akron hat zwei Karten. Einmal die dunkle Anima und dann das innere Kind. Aber da sich in der Mythenwelt, welche Voenix beschreibt, keine Geschichten rund um das innere Kind gibt, damals war es eben noch kein Thema, hat er diese Karte fallen lassen. Ein Bild der dunklen Anima hat Wasserfrau veröffentlichen dürfen: oben rechts.

Dann gibt es noch eine Erweiterung, aber diesmal in der kleinen Arkana. Alle anderen, vielleicht ist das schon wer aufgefallen, fanden in der großen Arkana statt. Und zwar in dem Deck von Renate Anraths im „Anraths Waite Tarot„. Sie hat den Pagen und Rittern jeweils eine Dame und eine Maid an die Seite gestellt. Leider gibt es nur in diesem Deck die Karten und nicht in anderen.

Und natürlich die wohl bekanntesten Zusatzkarten dürfte wohl der Crowley-Harris Deck haben: Die drei Magier

Es stellt sich natürlich die Frage, machen Zusatzkarten überhaupt Sinn?

Ich denke es gibt Karten die machen Sinn, dass man sie in ein spezielles Deck hinzufügt (ich weiß jetzt nicht, ob alle Decks wirklich die drei Zusatzkarten Liebe, Glaube und Hoffnung benötigen, auch wenn ich das in meinem Tarot der Hexengemeinde gemacht habe). Andererseits sollte man sich schon überlegen, ob die 8 Damen aus dem Anraths Tarot nicht in jedem Deck hinzugefügt werden können (ich werde es für mein Deck auf alle Fälle machen) oder gar die anderen Karten für die große Arkana. Denn wir leben in einer Zeit, wo zumindest das innere Kind eine wichtige Rolle spielt (über die dunkle Anima können wir bei Gelegenheit reden ^^).

Ich selber habe nichts gegen solche Neuerungen, auch wenn viele davon Bauchschmerzen bekommen. Denn auch das Tarot wird sich früher oder später wandeln, um sich der Zeit entsprechend anzupassen. Und was heute wichtig ist, kann morgen wieder entfernt werden.