Irgendwie geht mir alles ZU schnell

Da schreibt man noch gerade ein Post, so von wegen, man schaut auf die Uhr und schon ist doch irgendwie eine halbe Ewigkeit vergangen, da ist noch einmal eine kleine Ewigkeit vergangen. Im Moment hapert es bei mir mit dem Fleißigsein. Dabei nehme ich mir jeden Tag unter der Woche vor, irgendetwas zu machen: Zu lesen, Tagebuch schreiben, lernen, sucht es euch aus. Und im Moment komme ich einfach zu nichts. Keine Ahnung warum.

Ab morgen werde ich probieren in dieser Hinsicht wieder ein Tick fleißiger zu sein. Das soll bedeuten: Jeden Tag ein wenig lernen (immerhin steht das nächste Semester vor der Tür), jeden Tag eine Seite schreiben, ein wenig spirituell sein und mal sehen was da noch so kommen kann.

Zurzeit arbeite ich an einem neuen Romanprojekt mit einem völlig anderen Heldentypen. Ja, ich gestehe, der Roman, an dem ich jetzt solange gearbeitet habe, habe ich erst einmal auf Eis gelegt. Im Moment komme ich da einfach nicht mehr weiter. Aus diesem Grund habe ich für mich entschlossen, ihn quasi schlafen zu legen, einen Winterschlaf zu gönnen und dann, wenn ich mit meinem jetzigen Projekt fertig werde (hoffentlich werde ich auch mit ihm fertig, immerhin, eine Testleserin habe ich schon), dann werde ich mal gucken, ob ich meinen ersten Roman wieder aus dem Winterschlaf hole. Ich hoffe es zumindest. Immerhin habe ich ja doch sehr lange an ihm schon gearbeitet, da möchte ich versuchen, ihn doch zu retten.

Aber erst einmal arbeite ich an dem anderen Projekt, wobei ich vesuchen möchte, die Grundarbeiten bis Ende Oktober fertig zu haben. Der Grund ist einfach, ich möchte im NaNoWriMo Monat einen Großteil des Romans schreiben. Letztes Wochenende habe ich spontan einfach mal darauf losgetippt und elf Normseiten geschrieben, was in diesem Zusammenhang bedeutet, Kapitel 1 ist fertig.

Letztes WE habe ich meinen Mörder zu Ende geplottet, heute werde ich meine drei Romanopfer bearbeiten (also die Opfer, die im Roman vorkommen). Nächstes Wochenende möchte ich dann meinen Hauptcharakter bearbeiten und vielleicht schaffe ich es ja auch, die weibliche Hauptfigur und den besten Freund meiner Hauptfigur zu bearbeiten. Danach kommt die Geschichte dran und dann geht es im Grunde genommen schon los. Das sollte doch in zwei Monaten zu schaffen sein. Ich hoffe es zumindest. Zumal ich noch so viele Projekte habe, die ich gerne umsetzen möchte.

Ich habe mich erfolgreich für das nächste Semester eingeschrieben (schon vor zwei Monaten) und diesen Monat werden mir die Gebühren abgebucht. Das bedeutet, dass ich demnächst die Unterlagen bekomme. Diesen Semester werde ich mich insbesondere auf das Propädeutikum und die Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften konzentrieren. Denn ich habe festgestellt, dass mir insbesondere die Grundlagen der Rechtswissenschaften fehlen und ich daher mir wohl da noch ein Semester Zeit geben möchte, bevor ich mich in die Klausuren des Bürgerlichen Rechts stürze. Denn wenn der Mentor mich fragt, ob eine Rechtsgrundlage besteht und ich noch nicht einmal weiß, was der eigentlich von mir (entschuldigen Sie bitte, dass liegt nur an mir), dann denke ich mal, sollte ich mein Lernkonzept grundlegend überdenken und vor allem überarbeiten.

Kurze Zwischenbemerkung, damit war ein Vertrag gemeint, hüstel.

Und immerhin hatte ich schon sechs Monate ReWi gehabt um so etwas wissen zu können, aber ich stand da, mal wieder, völlig auf dem Schlauch. Aber gut, ist ja nicht sooo schlimm. Immerhin habe ich ja noch genügend Zeit, auch wenn ich letzten Monat Geburtstag gehabt habe ^^ (und ich somit ein Jahr älter wurde). Es zu übertreiben ist auf Dauer auch keine gute Idee. In dem Sinne, werde ich mich dieses Semester mit den beiden oben genannten Fächern auseinandersetzen (und nebenbei, wenn ich die Zeit finde, auch mit Bürgerliches Recht I, immerhin habe ich mir gestern deswegen einige Karteikarten gekauft) und nebenbei mit zwei anderen Nebenfächern. Ich freue mich schon auf das nächste Semester (es geht bald wieder richtig los) und ich denke, dass ich dann da wieder richtig reinkomme.

Aber ich möchte/muss da noch einen Weg finden, das Lernen mit dem Schreiben in irgendeinerweise zu verbinden. Mir reicht ein Semester ohne Kreativität völlig aus :o)

Mein Fernstudium hat schon begonnen obwohl …

… das Semestern noch nicht angefangen hat.

Ich habe mich nämlich noch für einen Mathematik Brückenkurs für Wirtschaftswissenschaftler angemeldet, weil ich, zugegebenermaßen nicht mehr so fit in Mathematik bin. Mein Abi habe ich 2001 gemacht und in der Ausbildung bin ich, ehrlich gesagt, immer wieder an diesen verdammten Rechenaufgaben gescheitert. Aber irgendwie habe ich mich doch bisher erfolgreich mit Mathe so weit herumgeschlagen, dass es irgendwie geklappt hat und ich meine Abschlüsse bekommen habe. Da ich aber demnächst mich mit der Buchhaltung (nicht dieses Semester) herumschlagen werde, da dachte ich mir, nun gut, dann werde ich eben mein bisschen Mathematikwissen auffrischen und vielleicht kapiere ich dieses Mal etwas.

Vorhin habe ich 2 1/2 Stunden an dem ersten Studienbrief (von insgesamt zehn übrigens) gesessen und sechs Seiten durchgearbeitet. Okay, ich habe keine Ahnung was ich da eigentlich mache, aber hei, ist doch egal solange ich am Ende sagen kann, ich habe es verstanden. Und zu meiner eigenen Überraschung habe ich wirklich etwas verstanden.

Für die kommende Woche, so ist es zumindest geplant, werde ich versuchen täglich fünf Seiten durchzuarbeiten (ohne mich zwischendurch durch irgendetwas ablenken zu lassen). Immerhin habe ich zwischendurch noch einiges erledigt, was schlichtweg Zeit gekostet hat. Das kann ich morgen getrost vergessen 🙂

Zur Zeit überarbeite ich eine Geschichte für ein Schreibprojekt, wo ich ein Großteil einfach mal verloren habe, danke lieber Computer. Aber der Wutanfall ist inzwischen verraucht. Jetzt habe ich versucht alles, mehr oder weniger, wieder so zu schreiben, wie ich es bei der ersten Version getippt habe und nun geht es um die Ergänzungen, die hoffentlich die Geschichten besser machen 😉

An meinen eigenen Geschichten habe ich, dass muss ich zu meiner eigenen Schande gestehen, in der letzten Woche gar nicht gearbeitet. Das werde ich versuchen nächste Woche, trotz des Mathekurses nachzuholen. Aber erst einmal das Projekt und dann kommt alles andere.

Übrigens, ich habe ja vor kurzem berichtet, dass der Größenwahn mich gepackt hat. Im Moment bin ich mir sehr sicher, dass ich diesen Größenwahn auch ausleben werde. Dazu benötige ich zwar noch einige Unterstützung, aber ansonsten, ich sehe es kommen, dass ich noch wirklich meine eigenen Anthologien planen werde. Ich habe auch schon mehr Ideen im Kopf, als alles andere. Und das Thema für die erste Anthologie hätte ich sogar schon (es gibt Dinge, da sollte man mich bloss nicht reizen, hehe).

Ich hatte zwar vorgehabt heute die ersten Briefe zu schreiben, kam aber nicht dazu. Dann werde ich das immer Abends beim Fernsehen machen (@ Schriftrolle, wenn du magst, meine Adresse ist im Impressum ^^).

So, ich mache mich dann mal auf und werde die fünf Seiten noch überarbeiten, wobei ich am Ende noch die Geschichten schreiben muss.

Warum tue ich mir das Ganze noch einmal an?

Keine Ahnung …

Wenn ich mehr Zeit hätte …

… dann würde ich auch schreiben!

Ich vermute mal, wer sich mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, Romanen jeglicher Art oder auch Sachtexte beschäftigt, dürfte diesen Satz mindestens einmal gehört beziehungsweise im Internet gelesen habe.

Ich würde auch gerne schreiben, habe aber dafür keine Zeit …

Bei diesen und ähnlich gearteten Worten geht mir ab und an schon die Hutschnur hoch. Klar, ich habe auch so viel Zeit, dass ich es mir leisten kann diese abzuzwacken um eben zu schreiben. Manchmal komme ich mir vor, als wäre ich der einzige Mensch mit Freizeit, während meine Umgebung hart schuftet. Wohlmöglich schuftet meine Umwelt sogar noch für mich sehr hart *hüstel*.

Das ich neben dem Schreiben auch noch ein vierzig Stunden Job habe, dass ich nicht im luftleeren Raum existiere und somit auch private Verpflichtungen habe und so weiter und so fort, dass scheinen manche gerne zu vergessen, wenn sie mitbekommen, dass ich schreibe. Ach ja, ich habe ja so viel Zeit.

An dieser Stelle möchte ich eins klar stellen: Nein, ich habe nicht viel Zeit, ich habe genauso viel Zeit wie ihr (demnächst sogar weniger, wenn mein Fernstudium anfängt), aber im Gegensatz zu vielen nehme ich mir schlichtweg die Zeit zum schreiben.

Andere, die mir das ab und an vorhalten arbeiten dafür an Internetseiten, gehen lieber chatten, haben ihre Browserspiele (was mich auch dazu verführt, noch einen Beitrag zu diesem Thema zu schreiben) oder sitzen gelangweilt vor der Glotze, schauen sich irgendwelche DVDs an oder machen gar nichts (gerade da finde ich es lustig, wenn es heißt, ich habe gar keine Zeit, dafür aber stundenlang im Chat verbringen, ja klar).

Ich habe aber das Gefühl, dass in erster Linie der schreibenden Bevölkerung einiges, ich sage es mal so plump, vorgeworfen wird. Das geht nicht nur darüber, dass sie ja so viel Zeit hätten, sondern auch besonders viel Talent, dass sie einsame Menschen wären, dass sie dieses und das sie jenes sind, tun, machen oder auch nicht machen.

Manche glauben ja auch, dass ein Roman genauso leicht zu schreiben sei, wie man ihn liest. Das sich hinter zweihundert Seiten durchaus ein Jahr arbeit befinden kann, daran denken die wenigsten (ich gebe zu, bevor ich richtig mit dem Schreiben anfing, habe ich mir auch keine Gedanken gemacht, was alles zum schreiben eines Romans gehört). Und ich kann mir nur vorstellen, dass viele das Bild der Schreibenden Bevölkerung vor Augen haben, wie sie am PC oder der Schreibmaschine sitzen und einfach drauf los tippen. Eine Seite nach der anderen und irgendwann sind sie fertig, dann geht es ab in die Druckerei. Das nebenbei viele von Selbstzweifel geplagt sind, sich permanent fragen, was sie bei allen Dämonen der Unterwelt da eigentlich tun (ich zumindest) und Angst haben, dass sie nur Mist schreiben (gnagna), daran denken nur die wenigsten. Und dann muss man sich auch noch Sprüche anhören: Schreiben ist ein Talent, dass kann man nicht lernen. Oder eben der Klassiker, man habe ja doch so viel Zeit.

In dem Sinne, ich gehe mal meine Zeit verschwenden.

Warum ich mein Tagebuch so sehr liebe … seit gestern

Gestern war ich draußen und hab mir im Schreibwarenladen was gekauft, unter anderem ein dickes kariertes Notizbuch. Dieses dicke Notizbuch habe ich dann als Tagebuch entwendet, obwohl ich eigentlich eines habe, aber das war liniert und das mag ich irgendwie nicht, bin eher der karierte Typ, oder so ähnlich. An sich eigentlich nichts besonderes.

Ich ziehe aus meinem Transparent Tarot jeden Tag eine Karte und da die Bilder doch recht einfach abzuzeichnen sind, zeichne ich sie auf der ersten Seite meines Eintrages. Und auch die folgenden Seite, so ist mein dauerhaftes Ziel, möchte ich immer irgendwie bunt gestalten.

Dabei habe ich gemerkt, wie sehr ich meine Gedanken zusammenziehen kann. Und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes. Denn vorher Vorher waren die immer und überall hin verstreut und ich wusste nie was ich als erstes machen sollte bzw. was ich überhaupt machen konnte. Und gestern habe ich einfach drei Seiten geschrieben (nachdem ich die Seiten entsprechend bemalt hatte) und heute noch mal vier und auf einmal habe ich einige doch sehr nette Ideen, wie ich die nächsten Projekte angehen werde.

Eine dieser Ideen möchte ich auch mit euch teilen, es geht dabei um Kurzgeschichten (wer hätte das gedacht):

Und zwar schreibt auf einen Zettel Ideen über die man schreiben könnte als Stichpunkt. Damit meine ich Punkte wie Mond, Zombie, Hexe, Krimi oder was auch immer euch interessiert. Ihr könnte so viele oder so wenige Zettelchen benutzen, wie ihr möchtet. Dann, an einem X-beliebigen Stichtag zieht ihr einen Zettel und schreibt über den Punkt eine Kurzgeschichte. Am Anfang schlage ich für euch und mich vor, dass die Geschichte erst einmal keine Beschränkungen hat. Wenn sie eben zehn Seiten lang wird, ist sie eben zehn Seiten lang und wenn dreitausend Wörter, dann ist es eben so.

Habt ihr die Geschichte fertig geschrieben, kommt der nächste Zettel dran und so weiter und so fort. Nach und nach kann man sich überlegen auch gewisse Einschränkungen vorzugeben. Also eine gewisse Wort-, Zeichen- oder Seitenanzahl. Man kann dann auch mehrere Zettel gemeinsam ziehen, erst zwei, dann drei und so weiter.

Diese und auch weitere Gedanken (und das nicht nur kreativer Natur) sind mir gestern und heute gekommen, indem ich stundenlang (das bitte wörtlich nehmen) in meinem Tagebuch gekritzelt habe (anders kann man meine Schrift und die Zeichnungen nicht bezeichnen). Das erinnert mich an die drei Morgenseiten von Julia Cameron, auch wenn ich gestern erst am Abend schreiben konnte. Und heute morgen habe ich dann auch noch vier Seiten geschrieben. Für mich eine sehr wertvolle Bereicherung, dass ich versuchen werde, jeden Tag mindestens eine Seite zu schreiben. Und wenn ich mir auch nur Gedanken darüber mache, was die Tageskarte für mich im Zusammenhang der Tageserlebnisse zu bedeuten hat (aber ich kenne mich, dass wird nicht so lange bleiben).

Na dann, ich werde noch eine Kurzgeschichte schreiben und mich dann wieder mit meinem Tagebuch beschäftigen (eine neue Sucht von mir, mal sehen wie lange die anhält 🙂 ).

Schreibtherapie

Kennt ihr das auch? Da passiert irgendetwas und ihr seit dann einfach nur noch stinksauer. Und zwar nicht stinksauer, dass man vielleicht den Kühlschrank plündern möchte (was ich schon als sehr sauer bezeichne), sondern so dermaßen sauer, dass ihr regelrecht Leute kaputt hauen möchtet.

Früher hatte ich solche Situationen zu oft, dass muss ich zugeben und ich wusste nie, wie ich damit umgehen soll. Meine Hände zittern vor lauter Wut, ich kann nicht mehr richtig reden und das Denken ist dann meistens auch völlig ausgeschaltet (den Tipp die Muskeln einfach locker zu lassen, den mir Alruna mal gegeben hat, versuche ich immer anzuwenden, aber den kenne ich erst seit einigen Wochen, diese Probleme sind aber schon einige Jahre alt, dass nur mal so nebenbei erwähnt).

Vir einiger Zeit ist mir wieder was passiert, wo ich einfach nur wütend wurde und Leute kaputt hauen könnte. Denn es wurde behauptet, dass ich Dinge gesagt haben soll, die ich garantiert niemals gesagt habe. Zumal ich genau weiß, wenn ich das getan hätte, dass eine Anzeige garantiert wäre. Na danke schön.

Und normalerweise ist ein weiteres Problem, dass ich dann habe, dass ich zu sehr darüber nachgrüble. Was hätte ich sagen können, wieso ist das geschehen und so weiter und so fort. Aber gestern ist mir noch was eingefallen, was ich mal bei Julia Cameron gelesen habe (das ist die Autorin, welche die drei Morgenseiten in ihren Kreativitätsbücher empfiehlt). Und zwar hat sie mal geschrieben, dass sie über die dreckige Scheidung ein Drehbuch schrieb und es erfolgreich verkaufte.

Also dachte ich mir gestern, wieso nicht ebenfalls die Möglichkeit des Schreibens nutzen und meinen Frust wegtippen. Zum einen ist es gesünder als den Kühlschrank zu plündern und außerdem kann ich kreativ werden.

Also habe ich gestern ein Märchen geschrieben, welche eine Seite lang ist. Natürlich ist sie auch aus einer gewissen Frustration und Wut heraus getippt worden. Daher ist sie literarisch definitiv nicht hochwertig. Aber danach ging es mir eindeutig besser. Das muss ich gestehen. Und mir persönlich kommt es darauf an.

Daher mein Tipp: Wenn du wütend, traurig oder sonstwas bist, dann schnapp dir ein leeres Stück Papier (es kann natürlich auch im Schreibprogramm ein leeres Stück Papier sein) und schreibe. Es ist dabei egal, was du schreibst und wie es sich anhört. Die Wahrscheinlichkeit, dass es jemand anders sehen wird, tendiert gegen Null (ich werde es bestimmt niemanden zeigen). Da solche Geschichten wie ein Tagebucheintrag sein können, kann man diese genauso behandeln. In meinem Fall bedeutet es, ich werde sie aller Wahrscheinlichkeit nie wieder lesen, sie aber trotzdem behalten. Denn ich habe alle meine Tagebücher immer noch, auch wenn nur drei Seiten gefüllt sind.

In dem Sinne werde ich die Geschichte, wo ich mir noch überlegt habe, sie doch zu verwenden, erst einmal einmotten. Mal sehen was aus ihr wird. Aber sie hat mir doch sehr geholfen 🙂

Kann man glücklich schreiben?

Es gibt ja die wildesten Geschichten über das Thema Schreiben, AutorInnen und derartiges. Und dazu gehört auch die Geschichte, dass man nie richtig glücklich sein soll, um wahrhaftig gut zu sein. Man muss quasi immer wieder ein wenig leiden, damit man einen Anreiz hat zu schreiben um weiter zu kommen.

Jetzt bin ich in der Situation, dass ich mit meiner Arbeit verdammt zufrieden bin (so zufrieden, dass ich mir schon überlege eine psychologische Beratung aufzusuchen, denn wer ist denn schon so verrückt und freut sich auf die Arbeit). Immerhin freue ich mich sogar auf die Arbeit, unabhängig der Tatsache, dass ich noch nicht soweit bin, dass ich selbstständig arbeiten kann, aber das ist eine andere Geschichte (und außerdem eile mit weile oder so heißt doch der Spruch).

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wenn das so stimmt, dann dürfte ich ja im Moment nicht schreiben können, weil ich ja mit meiner momentanen Situation doch mehr oder weniger zufrieden bin (was auch meine Wage anzeigt). Mir geht es gut, einem Kumpel geht es gut (ja, auch so etwas kann mich beeinflussen), meiner Familie geht es gut (mehr oder weniger). Im Moment könnte es fast nicht besser laufen.

Aber dann stelle ich mir die Frage, wie es dann die erfolgreichen AutorInnen, die es eben geschafft haben ihren Traum zu erfüllen, noch weiter schreiben können? Wenn ich eine bekannte Autorin wäre, die von ihrer Arbeit leben könnte, ich würde ja zum einen den ganzen Tag schreiben, ich gestehe (was auch wirklich schlimm wäre) und zum andere, dass wäre dann der Moment wo alles stimmen würde. Meine Arbeit, meine Arbeitszeiten, dass Geld, mein Traum, eben einfach alles.

Dann müsste ja sofort die Gefahr bestehen, nicht mehr schreiben zu können. Zumal viele Menschen genau diesen Mythos leben, dass man schriftstellerisch nur wertvolle Sachen schreiben kann, wenn man richtig leidet und es der Person so richtig dreckig geht.

Woher kommt eigentlich der Mythos der traurigen SchrifstellerInnen?

Ich kann nur vermuten, dass aus der Vergangenheit kommt, wo die Biographien einiger bekannter SchristellerInnen zeigt, dass ihr Leben alles andere als rosig war, sie unter wirklich schwerlichen Bedingungen lebten und trotzdem großartige Werke der Literaturgeschichte schrieben. Und dieses Bild könnte sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben, so dass sie der Meinung sind, wer schreibt der leidet, oder so ähnlich.

Da ich vorgehabt habe, bis Ende des Jahres meinen Roman zu Ende zu schreiben (eben die erste Version), werde ich sehen, ob meine momentane Lage dazu führt, ob ich überhaupt schreiben kann und wenn ja ob es besser oder schlechter sein wird, als vorher.

Ich hasse das …

Gestern Abend (gut heute Nacht um zwei Uhr trifft es eher zu), als ich ins Bett gehen wollte, habe ich noch ein wenig in einem Buch gelesen „Bullies, Bastards & Bitsches“ von Jessica Page Morrell. An sich nichts besonderes würde man meinen.

Von wegen!

Ich lese so einige Absätze und denke mir dann so bei mir, du könntest noch eine Figur einbauen. Na toll! Applaus! Denn das bedeutet nicht, dass ich die da einbaue, wo ich zur Zeit bin (bei der Seite 140 ungefähr). Nein, ich meine natürlich, dass es eine wichtige Hauptfigur sein wird. Also werde ich die ersten circa 140 Seiten erweitern müssen.

Da kommt doch Freude auf (das nennt man übrigens Jammer auf hohen Niveau ^^).

Ich habe aber für mich beschlossen, trotzdem am Roman erst einmal weiterzuarbeiten, so wie bisher und dann meine Figur nebenbei auftreten zu lassen, als würde sie in den vorherigen 140 Seiten schon dabei sein (an den entsprechenden Stellen, ich weiß auch schon wie ich sie einbaue). Und wenn ich dann meinen Roman überarbeite, dass wird ja passieren, wenn ich ihn endlich fertig geschrieben habe, werde ich ihn dann entsprechend einführen.

Denn irgendwann möchte ich ja die Geschichte auch mal fertig haben.  Deswegen schreibe ich erst einmal weiter. Und wenn sie entsprechend fertig ist, nun ja, dann sehen wir weiter 🙂

Wenn ich Kurzgeschichten schreibe …

Gerade habe ich eine Kurzgeschichte für eine Ausschreibung zu Ende geschrieben. Und ich muss gestehen, es ist die wohl ironischste meiner bisherigen und doch sehr kurzen Laufbahn als Kurzgeschichtenautorin 🙂

An dieser Stelle wollte ich nur kurz erzählen, wie ich selber Geschichten für Ausschreibungen schreibe (ob sich diese von anderen Kurzgeschichten dann unterscheiden, die ich noch schreiben werde, weiß ich nicht, da werde ich mich überraschen lassen).

Im Grunde genommen schreibe ich nur bei Ausschreibungen (oder auch Wettbewerbe) mit, bei denen mit spontan oder überhaupt eine Idee einfällt. Denn es gibt Ausschreibungen, da sitze ich da und denke mir, die ist doch so supergeil, da möchte ich mitmachen. Aber mir fällt partout keine Idee ein, über die ich was tippen könnte. (Was natürlich nicht bedeutet, dass jede Idee die ich zu einer Geschichte habe automatisch gut sein muss.)

Und dann tippe ich meistens sofort los. Da plotte ich nicht oder mache mir schriftliche Gedanken darum, wie meine Charaktere sind. Das kommt erst im nachhinein. Vor allem, die sind schon da, ich meine die Charaktere. Ich weiß im groben, wer sie sind und wie sie sich benehmen.  Außerdem hat man bei Kurzgeschichten doch einen gewaltigen Vorteil. Man muss keine psychologische Darstellung der Charaktere vornehmen, da sich die Geschichte selber auf eine sehr geringe Seitenzahl abspielt. Das geht meistens von zwei bis zehn Seiten. Da bleibt nicht viel Platz für den Charakter und die Geschichte zusammen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man schlampen darf, ich denke, das sollte selbstverständlich sein.

Meistens schreibe ich weniger als gefordert. Entweder eine Seite (wenn eine Seitenanzahl gefordert wird) oder 1000 Zeichen (bei Zeichenforderung). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei der Überarbeitung leicht passieren kann, das man die erforderlichen und fehlenden Seiten oder Zeichen ohne weiteres einholt. Die Geschichte, welche ich für die Hexenliebe Ausschreibung geschrieben habe, hatte am Anfang gerade mal 7000 Zeichen, erlaubt waren 8000 Zeichen. Durch die Überarbeitung kamen noch einmal knapp 600 Zeichen dazu. Noch drunter und doch einiges mehr geschrieben 🙂

Bevor ich eine Kurzgeschichte überarbeite, lasse ich die mindestens ein Tag, wenn nicht sogar eine Woche lang liegen und ignoriere sie geflissentlich. Somit verhindere ich, aufgrund gewisser Betriebsblindheit essentielle Sachen einfach nicht zu sehen (wobei ich bei meiner aktuellen Geschichte schon weiß, was nicht funktioniert, unter anderem mal wieder das Ende, dabei dachte ich immer, ich hab mit dem Anfang ein Problem). Wenn eine gewisse Zeit dann vergangen ist, lese ich sie mir noch einmal durch und ergänze, sowie lösche ich einige Dinge. Danach ist sie hoffentlich besser als vorher. Häufig lasse ich sie dann noch einmal ruhen, bis ich sie mir noch einmal durchlesen. Und erst dann gebe ich sie anderen zum lesen.

Wenn ich das Gefühl habe, dass die Geschichte den bestmöglichsten Zustand erreicht hat, lasse ich sie los und sende sie ein. Natürlich hoffe ich, dass auch andere sehen, dass sie gut genug ist für eine Veröffentlichung (was natürlich nie garantiert ist, gerade je beliebter eine Ausschreibung oder bekannter ein Verlag ist, kann die Konkurrenz ungemein größer werden). Aber irgendwann sollte man die Geschichte eben loslassen und riskieren, dass sie eben auch kritisiert, sprich auch abgelehnt wird.  Wobei ich noch lernen sollte, meinen Geschichten anderen AutorInnen zu zeigen, damit diese sie kritisieren können. Das ist noch eine Sache, da traue ich mich (nicht mehr).

Und dann heißt es eben abwarten und Tee trinken. Denn die Entscheidung ob eine Geschichte für eine Ausschreibung genommen wird oder nicht, kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern (immer eine Frage der Einsendungen). Und dann wird die Geschichte ja auch nicht sofort veröffentlicht (der Druck alleine dauert eine gewisse Zeit).

Nun gut, morgen geht es an die Überarbeitung und dann sehen wir weiter 🙂

Kapitel 6 ist fertig und Kapitel 7 mit dem Plot begonnen

Gerade eben habe ich endlich geschafft Kapitel 6 zu beenden (was dann insgesamt 125 Seiten macht) und vorhin habe ich schon Kapitel 7 angefangen zu plotten (mit den Tarotkarten ^^).

Endlich habe ich es geschafft. Denn 6 ist knapp 36 Seiten lang und das muss ich zugestehen ist sehr lang. Zumal ich mich darauf eingelassen habe, dass die nur zehn bis zwanzig Seiten lang sein dürfen. Und nun das.

Nun gut, dann auf zum nächsten Kapitel. Und ich hoffe, dass es spannend wird 🙂

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