Raubkopieren verhindern – Geht das überhaupt?

Wer in der kreativem Zweig des Lebens arbeitet kennt das – die eigenen Werke werden über kurz oder lang gestohlen und irgendwo kostenfrei online gestellt, damit andere es sich, nun sagen wir es mal so, heruntergeladen und kopiert wird. Und am Ende verbreitet sich das eigene Werk im Internet und man kennt den Namen und das dazugehörige Werk, aber einen finanziellen Nutzen davon haben die wenigsten, bis auf die, die sich gute AnwältInnen leisten können.

Und entgegen weitläufiger Meinung sind nicht nur die musikalischen oder filmischen KünstlerInnen davon betroffen. Bücher werden als e-books verbreitet und Hörbücher sind auch ganz groß im kommen. Und von Bildern will ich erst gar nicht reden. Die verbreiten sich wie die Lepra im Internet ;o)

Gibt es denn überhaupt eine Möglichkeit das illegale kopieren und das veröffentlichen im Internet zu verhindern? Vermutlich in der Tat über einen guten Anwalt oder eine gute Anwältin. Aber nicht alle AutorInnen oder Verlage können sich solch rechtskräftige Hilfe leisten.

Daher kann man in erster Linie nur an die Vernunft der Personen appelieren (manche haben den sogar, auch wenn sie den Blödsinn machen). Gerade kleine Verlage oder AutorInnen schwimmen alles andere als in Geld (vermutlich eher in Wasser das sie genauso bezahlen wie Nicht-KünstlerInnen und manchmal überlegen auch sie, wie sie die nächste Wasserrechnung bezahlen können, weil Ebbe im Geldbeutel herrscht).

Die Verlage übernehmen das finanzielle Risiko bei der Veröffentlichung der Bücher und versuchen natürlich alles, um das Geld, was sie für ein Werk zur Verfügung gestellt haben (Lektorat, Werbung, Cover, etc.) erst einmal hereinzubekommen um dann damit noch den einen oder anderen Euro zu verdienen. Immerhin möchte am Ende die Autorin oder der Autor auch noch den einen oder anderen Euro verdienen. Wenn die Werke aber kostenfrei im Internet verteilt werden, verdient niemand daran.

Warum das so schlimm ist?

Viele der AutorInnen sitzen nicht mal drei Wochen an ein Werk und tippen einen Roman oder die Kurzgeschichte einfach mal so herunter. Zuerst braucht man eine halbwegs vernünftige Idee. Diese muss ausgebaut werden. Dann braucht man lebendige Charaktere, einen Plot, Konflikte, die Geschichte will geschrieben werden und am Ende kommt das Selbstlektorat und freundschaftliche Fremdlektorat. Bei einigen kann das ohne weiteres ein Jahr dauern. Denn neben dem Schreiben haben viele noch eine Vollzeitstelle (gerade wenn es sich hierbei um ihr Erstlingswerk handelt) und auch eine Familie und andere Verpflichtungen.

Menschen wie Stephen King, der angeblich einen Roman in drei Monaten schreiben soll, oder andere AutorInnen, die es innerhalb einer solch kurzen Zeit schaffen, leben von ihrer Arbeit und dementsprechend können sie sich morgens an ihrem Computer hinsetzen und am Abend erst aufstehen. Das ist eine völlig andere Welt. Was aber natürlich nicht bedeutet, dass man auch sie bestehlen kann oder sollte.

Wenn dann das Buch bei einer Agentur oder Verlag untergekommen ist, geht die Arbeit erst weiter. Es kommt ein professionelles Lektorat (was Kosten verursacht). Es muss in den Satz, ins Layout, es muss gedruckt, beworben und ausgeliefert werden (welche Aufgaben ein Verlag hat, kann ein Verlag viel besser erklären, ich gestehe, ich habe da überhaupt keine Ahnung). Es ist ein unglaublicher Rattenschwanz, der bei einer Veröffentlichung mit sich gezogen wird. Und das alles kostet Geld.

Damit sich das veröffentlichen lohnt und ein Kleinverlag nicht gleich wieder untergeht, brauchen sie Käuferinnen und Käufer, die ihre Bücher kaufen, direkt beim Verlag, über Buchläden oder wo auch sonst (idealerweise natürlich neu und direkt und nicht gebraucht über entsprechende Internetseiten, aber das ist ein anderes Lied ^^).

Kann man nun verhindern, dass überhaupt Raubkopien im Internet herumgeistern? Natürlich nicht! Es wird immer Personen geben, die geistiges Eigentum von Fremden als ein Allgemeingut ansehen und es munter verteilen. Seien wir ehrlich, solche Leute gab es in der Vergangenheit, gibt es in der Gegenwart und wird es in der Zukunft geben. Punkt.

Aber ich kann mir vorstellen, dass man es zumindest eindämmen kann.

Hier einige Vorschläge, wie man einerseits Werbung für das eigene Produkt macht und zugleich bei vielen das Bedürfnis für illegale Downloads eindämmen könnte. Ich rede bewusst von einer Kann-Situation, denn meine Tips können auch für die Katz sein. Ich sehe in erster Linie mich als mögliche Konsumentin und weiß, mit welchen Mitteln man mich zufrieden stellen kann.

Werbung

Ich rede jetzt hier nicht unbedingt von Flyern, Plakaten oder Werbebannern auf diversen Internetseiten, die man bezahlen muss. Ich rede ganz klar von gut plazierter und häufig auch mit geringen Kosten verbundener Werbung.

Wie wäre es denn mit einem Werbefilm auf YouTube? Natürlich kostet das erstellen des Videos einiges. Gerade dann wenn man es professionell machen lässt? Muss man das aber? Es reicht häufig ein liebevoll gestaltetes Video mit Cover, vielleicht einer kleinen Leseprobe oder einer Zusammenfassung der Geschichte bzw. des Buches. Und das kann man dann zum Beispiel in Bücherblogs verlinken, wenn man einen Beitrag dazu schreibt. Ich würde es gerne machen.

Genauere Beschreibungen

Letztens habe ich ein Klappentext zu einem Roman gelesen (und das auf der Internetseite des Autors) und dachte mir nur …. laaaaangweilig. Warum bitte schön sollte ich den Roman lesen? Der Klappentext war nichtsagend und die Internetseite gab nichts her. Wäre nicht auf einer Drittseite mehr Informationen zur Verfügung gestellt worden, ich hätte mich nicht weiter damit beschäftigt. In dem Sinne, stellt mehr Informationen zur Verfügung. Schreibt worum es geht. Klappentexte sollen heiß auf die Geschichte machen. Wenn sie dazu nicht in der Lage sind (und das war in diesem Fall so), dann muss man schon ein wenig tiefer gehen.

Probekapitel/Hörproben/etc.

Ich habe vor ein oder zwei Jahren den ersten Kapitel zu einer neuen Reihe aus Amerika gelesen. Die Titel hörten sich klasse an, der Probekapitel hingegen nicht. Also habe ich Geld gesparrt. Sehr häufig aber haben mich die Probekapitel, die ich bei einigen Onlineshops einsehen kann, aber zum Kauf eines Buches animiert. Daher sollten sich die Verlage ruhig überlegen, ob sie nicht den ersten Kapitel als Probekapitel online zum lesen stellen. Oder die ersten Minuten ihres Hörbuches und so weiter. Gerade Hörbücher können da gefährlich sein, weil man es hier mit einer fremden Stimme zu tun hat, mit der man sich einige Stunden auseinandersetzen muss, eben solange das Hörbuch dauert. Und wenn die fürchterlich ist, möchte man nichts mehr mit dem Hörbuch zu tun haben. Ihr habt die Rechte an dem Werk, nutzt diese Rechte.

Werbung in eigener Sache

Viele haben keine Ahnung was hinter der Bühne abgeht. Warum kostet ein Buch mit 300 Seiten bei einem großen Verlag nur ca. 10 Euro, während ein kleiner Verlag ca. 20 Euro verlangt? Dafür hat doch niemand objektiv Verständnis? Weil die Leute keine Ahnung haben, was hinter der Bühne vor sich geht.

Daher mein Vorschlag, wie wäre es, wenn sich gerade die kleinen Verlage zusammensetzen und eine reine Informationsseite aufbauen, wo eben solche Fragen geklärt werden. Warum verlangt ihr für ein e-book die gleichen Preise wie für ein Printbuch bzw. warum nicht? Welche Kosten fallen an? Wie lange brauchte die Autorin oder der Autor um Werk X zu schreiben und so weiter und so fort.

Auch die AutorInnen sollten vielmehr Informationswerbung betreiben. Blogs können kostenfrei im Internet registriert werden. Dann nutzt es und bindet die LeserInnen an euch. Ich denke, in dieser Hinsicht hapert es in erster Linie an der Kommunikation. Und gerade das Internet ist doch regelrecht dafür prädestiniert, dass zu nutzen, über die ebenen der Kommunikation.

Und wer sich ein Werk illegal herunterlädt (ist an sich ja nicht schlimm, wenn ihr weiterlest, wisst ihr wieso ^^) und euch das Werk gefällt, dann seid doch so fair und kauft euch das Original. Das beruhigt das Gewissen und ihr tut den AutorInnen noch etwas gutes. In dem Sinne, gehen wir wieder ein wenig fairer miteinander um :o)

Von Sibylle Berg über Franz Kafka zu Max Frisch und einigen mehr

Ich habe gerade diesen Link ausprobiert, weil er über Twitter gepostet wurde um zu sehen, wen mein Schreibstil ähnelt. Zuerst kam Frau Sibylle Berg heraus. Danach einige andere, zumeist männliche Autoren. Am Ende hat er sich auf Alfred Döblin eingeschossen.

Natürlich hat das nichts zu sagen, ich schreibe wie ich schreiben, eben wie ich. Aber es gibt zwei Sachen, die ich interessant finde.

  1. Für mich sagt das Ergebnis, dass mein Schreiben scheinbar mit einigen der größeren AutorInnen mithalten kann. Immerhin hat er einige interessante Namen ausgespuckt.
  2. Aber andererseits ändert der mit jeden neuen Test seine Meinung, inwiefern hat das ein Aussagewert? Ich weiß es gerade nicht :o)

Aber ansonsten, mir hat der Test doch ein wenig gebracht und ich fühle mich wieder fit fürs schreiben :o)

Ein neues Semester und schon die ersten Probleme

Am Donnerstag kamen endlich die Unterlagen für das neue Semester (Hinweis, in Zukunft werde ich zum ‚Thema Fernstudium bei der ReWi Katze bloggen) und am Montag werden mir die Gebühren abgezogen (da ich eine Einzugsermächtigung gegeben habe, ist es im Grunde genommen egal, dass ich als erstes die Unterlagen bekommen habe und dann das Geld abgezogen wird, kann mich ja eh nicht dagegen wehren ^^). Gerade habe ich mich für die Mentoriate angemeldet (ziemlich WiWilastig dieses Semester) und da kommt schon das erste Problem.

Einer der Kurse ist für die Einführung Betriebswirtschaftslehre, dass andere für die Volkswirtschaftslehre und das dritte ist für den Brückenkurs Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler, den ich letztes Jahr belegt und somit noch die Unterlagen habe (dieses Semster habe ich es völlig vergessen, ehrlich gesagt, aber mir geht es in erster Linie um das verstehen, weniger um einen Schein, andererseits wäre es sicherlich nicht schlecht noch so etwas bekommen). Und zwei der Kurse, also Mathe und der BWL Kurs, schneiden sich bei drei Terminen, grummel.

Das lustige hierbei ist, die Kurse finden an Samstage statt und ich dachte mir, hei, ist ja nicht so schlimm, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich da was beißt. Tja, falsch gedacht ;O). Und das noch gleich bei drei Terminen, lol.

In den Heften, die mitgeschickt wurden, stehen ja auch schon die Klausurtermine, damit man sich daran orientieren kann (und um auch den Urlaub entsprechend zu legen, zumindest orientiere ich mich daran). Ich werde im März dann drei Klausuren schreiben: Einmal Propädeutikum (was ich eigentlich jetzt im September hätte schreiben sollen), dann der Einführungskurs in Wirtschaftswissenschaften und wohl auch im Einführungskurs für JuristInnen. Das habe ich gewählt, weil ich mir denke, dass das nicht schlecht sein kann.

Klar habe ich ja den ersten Kurs für Bürgerliches Recht gewählt. Aber wenn nach einem halben Jahr der Mentor fragt, ob es noch eine Rechtsgrundlage gibt und ich nicht weiß, was der von mir will (in diesem Fall war die Rechtsgrundlage der Vertrag), dann denke ich mal, schadet es nicht, wenn ich gaaaaanz von Anfang an anfange. Das tut mir sicherlich gut. Und auch wenn es letztendlich immerhin drei Klausuren sind, mein Abtiur sah damals auch nicht viel anders aus. Und wenn ich es richtig anfange, dann werde ich es sicherlich packen. Das bedeutet eben, dass ich rechtzeitig mit dem lernen anfangen und vor allem konsequent dabei sein muss.

Heute habe ich auch leere Karteikarten zum beschriften gekauft, Ordner zum schicken einordnen und so weiter. Für WiWi brauche ich noch ein wenig Literatur (na wer hätte das jetzt gedacht ^^) und dann denke ich, werde ich das Semster schon erfolgreich schaffen. Wobei Kurs 1 da noch einige Büchertipps bereithält. Also ganz blind muss ich da nicht unbedingt was kaufen. Ich befürchtet nur fast, dass ich seeeehr tief in die Tasche greifen werde. Nun ja, so kann man auch die Wirtschaft ankurbeln ^^

Was gibt es sonst noch zu erzählen?

Zurzeit arbeite ich an einem anderen Krimi. Ich muss zugeben, dass ich mich mit meinem letzten Projekt irgendwie so dermaßen verzettelt habe, dass ich gar nicht weitergekommen bin. Und aktuell kann ich mich mit meinem neuen Projekt (übrigens ebenfalls ein Krimi) so dermaßen identifizieren, dass ich damit recht gut zurande komme.

Kapitel 1 habe ich in der Rohfassung fertig (es muss noch sehr stark überarbeitet werden) und den Mörder, sowie die Opfer fertig. Dieses WE werde ich mich um den männlichen Hauptcharakter kümmern. Im November, beim diesjährigen NaNoWriMo möchte ich dann versuchen die ersten 50.000 Wörter für den Roman zu schreiben. Den Plot habe ich auch schon in den ersten groben Zügen geschrieben (es fehlt aktuell das Ende, aber ich bewege mich darauf hin) und dann sehen wir mal weiter. Ich haber bei diesem Werk aber ein besseres Gefühl. Zwar hat das nichts zu bedeuten, aber sehen wir einfach mal weiter :o)

Ansonsten geht es eher ruhig zu. Mein Wohnraum sieht zwar aus, wie der lebendgewordene Chaos, aber ich denke mal, jetzt wo ich wieder was zum lernen habe, werde ich auch das irgendwann mal in den Griff bekommen. Wird auch langsam Zeit.

Na dann, ich gehe mal mein Stundenplan machen (und natürlich schreiben).

Irgendwie geht mir alles ZU schnell

Da schreibt man noch gerade ein Post, so von wegen, man schaut auf die Uhr und schon ist doch irgendwie eine halbe Ewigkeit vergangen, da ist noch einmal eine kleine Ewigkeit vergangen. Im Moment hapert es bei mir mit dem Fleißigsein. Dabei nehme ich mir jeden Tag unter der Woche vor, irgendetwas zu machen: Zu lesen, Tagebuch schreiben, lernen, sucht es euch aus. Und im Moment komme ich einfach zu nichts. Keine Ahnung warum.

Ab morgen werde ich probieren in dieser Hinsicht wieder ein Tick fleißiger zu sein. Das soll bedeuten: Jeden Tag ein wenig lernen (immerhin steht das nächste Semester vor der Tür), jeden Tag eine Seite schreiben, ein wenig spirituell sein und mal sehen was da noch so kommen kann.

Zurzeit arbeite ich an einem neuen Romanprojekt mit einem völlig anderen Heldentypen. Ja, ich gestehe, der Roman, an dem ich jetzt solange gearbeitet habe, habe ich erst einmal auf Eis gelegt. Im Moment komme ich da einfach nicht mehr weiter. Aus diesem Grund habe ich für mich entschlossen, ihn quasi schlafen zu legen, einen Winterschlaf zu gönnen und dann, wenn ich mit meinem jetzigen Projekt fertig werde (hoffentlich werde ich auch mit ihm fertig, immerhin, eine Testleserin habe ich schon), dann werde ich mal gucken, ob ich meinen ersten Roman wieder aus dem Winterschlaf hole. Ich hoffe es zumindest. Immerhin habe ich ja doch sehr lange an ihm schon gearbeitet, da möchte ich versuchen, ihn doch zu retten.

Aber erst einmal arbeite ich an dem anderen Projekt, wobei ich vesuchen möchte, die Grundarbeiten bis Ende Oktober fertig zu haben. Der Grund ist einfach, ich möchte im NaNoWriMo Monat einen Großteil des Romans schreiben. Letztes Wochenende habe ich spontan einfach mal darauf losgetippt und elf Normseiten geschrieben, was in diesem Zusammenhang bedeutet, Kapitel 1 ist fertig.

Letztes WE habe ich meinen Mörder zu Ende geplottet, heute werde ich meine drei Romanopfer bearbeiten (also die Opfer, die im Roman vorkommen). Nächstes Wochenende möchte ich dann meinen Hauptcharakter bearbeiten und vielleicht schaffe ich es ja auch, die weibliche Hauptfigur und den besten Freund meiner Hauptfigur zu bearbeiten. Danach kommt die Geschichte dran und dann geht es im Grunde genommen schon los. Das sollte doch in zwei Monaten zu schaffen sein. Ich hoffe es zumindest. Zumal ich noch so viele Projekte habe, die ich gerne umsetzen möchte.

Ich habe mich erfolgreich für das nächste Semester eingeschrieben (schon vor zwei Monaten) und diesen Monat werden mir die Gebühren abgebucht. Das bedeutet, dass ich demnächst die Unterlagen bekomme. Diesen Semester werde ich mich insbesondere auf das Propädeutikum und die Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften konzentrieren. Denn ich habe festgestellt, dass mir insbesondere die Grundlagen der Rechtswissenschaften fehlen und ich daher mir wohl da noch ein Semester Zeit geben möchte, bevor ich mich in die Klausuren des Bürgerlichen Rechts stürze. Denn wenn der Mentor mich fragt, ob eine Rechtsgrundlage besteht und ich noch nicht einmal weiß, was der eigentlich von mir (entschuldigen Sie bitte, dass liegt nur an mir), dann denke ich mal, sollte ich mein Lernkonzept grundlegend überdenken und vor allem überarbeiten.

Kurze Zwischenbemerkung, damit war ein Vertrag gemeint, hüstel.

Und immerhin hatte ich schon sechs Monate ReWi gehabt um so etwas wissen zu können, aber ich stand da, mal wieder, völlig auf dem Schlauch. Aber gut, ist ja nicht sooo schlimm. Immerhin habe ich ja noch genügend Zeit, auch wenn ich letzten Monat Geburtstag gehabt habe ^^ (und ich somit ein Jahr älter wurde). Es zu übertreiben ist auf Dauer auch keine gute Idee. In dem Sinne, werde ich mich dieses Semester mit den beiden oben genannten Fächern auseinandersetzen (und nebenbei, wenn ich die Zeit finde, auch mit Bürgerliches Recht I, immerhin habe ich mir gestern deswegen einige Karteikarten gekauft) und nebenbei mit zwei anderen Nebenfächern. Ich freue mich schon auf das nächste Semester (es geht bald wieder richtig los) und ich denke, dass ich dann da wieder richtig reinkomme.

Aber ich möchte/muss da noch einen Weg finden, das Lernen mit dem Schreiben in irgendeinerweise zu verbinden. Mir reicht ein Semester ohne Kreativität völlig aus :o)

Guck auf die Uhr und stell fest …

… es ist ganz schön viel Zeit ins Land gezogen.

Und habe ich mich in irgendeinerweise kreativ betätigt? Noach, die letzten Tage schon. Aber nicht unbedingt die letzten Monaten.

Habe ich fleißig gelernt? So fleißig, dass ich das Semester wiederholen werden?

Und wie sieht es sonst mit irgendeiner besonderen Tat aus? Nöch, ich doch nicht.

Aber alles ganz kurz in einer hoffentlich halbwegs vernünftigen Zusammenfassung. Im Grunde genommen war ich fleißig in Puncto lernen. Immerhin habe ich zwei von vier Einsendeaufgaben bei der Uni abgegeben (jaja, ich hätte noch zwei abgeben müssen, auch wegen Übungszwecken) und man lese und staune, ich habe beide bestanden.

Die erste eingesendete Aufgabe mit der Mindestpunkteanzahl von 50 Punkten. Ein wenig enttäuscht war ich, weil ich mir da wirklich so viel Mühe gegeben habe und ich halt dachte, dass ich besser abschneiden werde. Bei der zweiten Aufgabe, ich gestehe zum zweiten Mal, habe ich mir nicht sooo viel Mühe gegeben. Einfach drauf losgeschrieben und mal sehen, was daraus wird. Immerhin habe ich damit gerechnet, dass ich durchrasseln werden. Denkste: Ich habe die Aufgabe sogar mit 51 Punkten bestanden. So ganz nachvollziehen kann ich nicht, wie das sein kann, aber ich bin trotzdem glücklich.

Da ich aber für mich entdeckt habe, dass ich das mit dem lernen völlig falsch angegangen bin und vor allem, weil ich das mit dem Gutachtenstil noch nicht so gut drauf habe, entschloss ich mich, dass erste Semester zu wiederholen. Einfach noch einmal die Zeit nehmen und alles von der Pike auf an lernen. Dazu habe ich hier ja zwei Bücher liegen und mal sehen, was sich daraus entwickelt.

An meinem Roman habe ich erst vor kurzem wieder angefangen zu schreiben. Da ich jeden Tag zwei Stunden gelernt habe und irgendwann hat man natürlich keine Lust mehr, noch was anderes zu machen, bin ich diesbezüglich ziemlich ins Hintertreffen geraten. Aber ratet mal, joah, Ideen habe ich mehr als genug. Und eine finde ich gerade so faszinierend, dass ich sie über kurz oder lang auf alle Fälle verfolgen werde. Aber mehr, wenn es mehr zu berichten gibt. Wenn ich diesen Beitrag fertig habe, werde ich mich bezüglich meines Hauptprojektes dran machen und einen wichtigen Charakter erst einmal plotten.

Wobei ich faszinierend finde, als ich mit dem fiktiven Geburtsdatum den Mondzeichnen errechnete, stimmten die dargestellten Charakterzüge so sehr mit der Figur überein, wie ich sie sehe, dass ich mir nur dachte, hä? wie kann das denn sein? Ist das jetzt ein Zeichen oder ist das ein Pups?

Ansonsten habe ich beschlossen japanisch zu lernen. Ich hatte mal einen Traum gehabt, in der ich bei einer Konferenz war und zuerst tat ich nur so als ob ich die Sprache beherrschte und auf einmal konnte ich es. Ich glaube, dass hat schon etwas zu bedeuten. Und zumindest probieren kann man es ja mal :o)

Ich lebe, bin gerade in einem gewissen Robert Downey Jr. Fieber (hört euch mal seine Musik an, dann wisst ihr wieso) und werde mich langsam mal wieder aktiver überall einbringen. Bis die Tage dann ^^

[Romanprojekt] Das erste Exposé

Wer sich ein wenig mit Verlagen und Einsendungen beschäftigt hat, weiß was ein Exposé ist. Es handelt sich hierbei um eine kurze Zusammenfassung des Romans, der Geschichte oder des Projektes (auch Sachbücher brauchen ein Exposé). Damit kann sich die Literaturagentur oder der Verlag ein Bild von der Geschichte machen und überlegen ob sie ihre Zeit damit verbringen, die ersten Seiten zu lesen oder nicht doch gleich eine Absage schicken.

Ich habe auch gelesen, dass es für ein Exposé gilt, dass ein Satz circa zehn Seiten der Geschichte zusammenfassen soll. Aber das interessiert uns letztendlich erst, wenn wir den Roman geschrieben haben (zumal nicht alle Verlage eines haben wollen, ich kenne Fälle, da haben die Leute ihr Manuskript einfach eingesendet und auch ohne ein Exposé ihr Werk veröffentlicht, dass kann auch klappen).

Aber um ein Exposé mit einem Satz für zehn Seiten schreiben zu können, brauchen wir erst einmal den Roman. Und das möchte ich ja mit der folgenden Idee umsetzen.

Und zwar ein vorläufiges Exposé oder eben das Erste. In diesem schreibe ich alles rein, was ich im vorherigen Schritt grob überlegt habe. Wer spielt mit, wie alt sind die Figuren, wie stehen die zueinander, was erleben sie in der Geschichte und so weiter.

In diesem Verlauf schreibe ich eben alles rein, wie ich mir vorstellen könnte, dass am Ende der Roman in meinen Dateien steht. Dabei schreibe ich aber nicht nur den Hauptverlauf, sondern auch die Nebenstränge. Gibt es einen Liebesplot, dann wird dieser erwähnt und auch als solcher bezeichnet. Gibt es einen Arbeitsplot, einen Streitplot oder was auch immer, alles wird erwähnt und alles wird dokumentiert. Wie man letztendlich dabei vorgeht, muss man selber überlegen. Ich werde ihn heute als Fließtext schreiben und entsprechende Hinweise farbig markieren.

Diese ganzen Plots, kann man auch auf einer eigenen Seite schreiben und dann notieren, was für eine Art Plot ist es, wen betrifft dies und welchen Ausgang haben diese Plots.

Wichtig bei dieser Phase ist auf alle Fälle, es gibt keine Geheimnisse. Wenn ich ihn als Anreiz für andere veröffentliche, dann darf ich natürlich nicht das Beste verraten. Aber ich schreibe diese Texte nur für mich. Und ich muss wissen ob die dritte Nebenfigur von links nach der Hälfte des Plots vom Dach auf die Autobahn springt und sich dabei die Nase bricht oder sich kurz vorher in die Hose macht und sich den Knöchel verstaucht. Vor mir selber habe ich in diesen Texten keine Geheimnisse. Es kann sein, dass ich keine Ahnung habe, wie es an einer bestimmten Stelle weiter geht, dass notiere ich mir dann. Aber ich muss wissen, wie es weitergeht und ich muss wissen, wie es ausgeht. Vor mir selber habe ich eben kein einziges Geheimnis.

Habe ich das erledigt, habe ich dann zwei Dinge, den Plot des Romans und die möglichen Figuren, die in meiner Geschichte auftauchen werden.

Ich gehöre eben zu den Leuten, die erst einmal die Ideen, den Plot und all die Nebenplots braucht um zu wissen, welche Figuren durch mein kleines Reich wandern und dann erst kann ich mir diese erarbeiten. Vorher schaffe ich es selber nicht.

Von englischsprachigen Chats über das Lesen von Geschichten und Romanen

Ich gehöre nicht unbedingt zu der Sorte Mensch die immer und überall fröhliches Fest wünscht, daher überlasse ich der Sailor Truppe diese Aufgabe 😉 (Trotzdem noch schöne Feier- und vor allem Freie Tage euch).

In den letzten beiden Tagen habe ich drei Kurzgeschichten für Ausschreibungen geschrieben und eine davon gefällt mir so gut, dass ich schon kurz davor stehe, diese am Sonntag loszuschicken. Aber ich denke, ich werde damit bis Ende des Jahres warten (wie sich das anhört). Denn das Ende der Ausschreibung wird am 06. Januar 2010 eingeläutet. Auch die zweite Geschichte, die ich gestern geschrieben hat, liest sich für meine Augen nicht unbedingt schlecht. Aber ein Überflieger ist diese noch nicht. Die dritte Geschichte hingegen ist eher bescheidener Natur. Ich hatte um Mitternacht keine große Muse mehr, an ihr ernsthaft zu arbeiten, dabei hatte ich gestern richtige Lust und Energie gehabt zu schreiben was die Tastatur hergiebt.

Dann ist mir gestern aufgefallen, dass ich etwas lesen kann, was mich seit mehr als fünf Jahren nicht mehr interessiert hat: Romane und Kurzgeschichten (Anthologien). Das ist ja das lustige an der ganzen Geschichte, ich möchte letztendlich Romane und Kurzgeschichten schreiben, mache dies auch und konnte es einfach nicht lesen, weil es mich nicht so sehr reizte wie ein gutes Sachbuch. Doch gestern Abend beim Zähne putzen hat es mir zum ersten Mal seit langem richtig Spaß gemacht eine Kurzgeschichte zu lesen. Ich glaube so langsam ist der Fluch diesbezüglich endlich gebrochen.

Wurde auch langsam Zeit.

Zur Zeit lese ich eine Anthologie von Pam Keesey „Daughters of Darkness“ (ins deutsche wurde es als „Draculas Töchter“ übersetzt). Die ersten beiden Geschichten selber sind nicht überragend, dass muss man leider so sagen. Sie sind nett, teilweise sogar lustig und nette Unterhaltung für zwischendurch. Aber mir persönlich bleiben sie nicht im Kopf hängen, so dass ich noch stunden- und tagelang später darüber nachdenke und philosophiere oder etwas in der Richtung. Da gibt es andere Geschichten, die sind mir alleine vom ersten überfliegen im Gehirn hängen geblieben. Und auf die freue ich mich auch schon, wenn ich dorthin gelange, entweder zu der Geschichte oder zu der entsprechenden Anthologie.

Weiterhin bin ich ein wenig stolz auf mich. Und zwar auf die Tatsache, dass ich keine Angst vor englischsprachigen Chats habe. Damit meine ich nicht, dass ich mich in entsprechenden Räumen reinstürze, sondern wenn mich jemand auf englisch anschreibt, dass ich keine Panik bekomme und aus dem Fenster springe. Es gibt genügend Leute, die kein englisch können, warum auch immer. Das finde ich in Ordnung, denn trotzdem setzen sie sich mit entsprechenden Anwendungen auseinander und sind nicht völlig hilflos oder hysterisch ablehnend. Doch auch solche gibt es.

Es gibt halt Menschen, wenn man denen mit einer Sache kommt, von denen sie gar keine Ahnung haben, wirklich beinahe hysterisch werden und so ablehnend reagieren, dass man sich fragen könnte, fällst du tot um, wenn du dich damit wenigstens im Ansatz auseinandersetzt. Klar, ich mag es auch nicht, wenn ich mich mit Dingen beschäftigen soll, von denen ich gar keine Ahnung habe. Ab und an bin ich in dieser Hinsicht schon faul. Aber wenn es eben so ist, dass ich das machen soll oder ich die Möglichkeit habe mal etwas neues zu machen, warum nicht? Schaden wird mir das bestimmt nicht.

Aber bei manchen scheint es wirklich so zu sein, dass sie es als Bestrafung ansehen, wenn sie sich mit etwas neuem beschäftigen dürfen/müssen/sollen/können. Dabei bin ich froh, dass ich noch in der Lage bin, eben etwas neues zu erlernen. Nicht das mein Gehirn oder meine Fähigkeiten so dermaßen eingeschränkt sind, dass ich auf einem bestimmten Stand meines Wissens und meiner Fähigkeiten stehen bleiben muss, weil es einfach nicht weitergehen kann.

Man stelle sich das mal kurz vor, all das, was wir in diesem Moment wissen, ist alles, was wir für den Rest unseres Lebens wissen werden, weil wir nicht mehr in der Lage sind neues aufzunehmen. Für mich wäre das eine regelrechte Bestrafung. In die Welt hinausgehen und nichts von ihr mitnehmen oder bei jemanden anderen etwas lassen. Dann kann ich mich doch gleich erschießen (tschuldigung für die drastische Wortwahl, aber für mich wäre dies das Ende meines Lebens).

Aber natürlich heißt es, Leben und leben lassen. Wenn diese Menschen nur ein Buch in ihrem Leben lesen möchten, nur eine Art von Film sehen und nur eine Form der Kommunikation und/oder Arbeit möchten und was auch immer, dann ist das ihr gutes Recht. Sie sollen nur damit rechnen das ich Bücher lese und mich mit fremden Sprachen beschäftige und mich auch fortbilden möchte. Und wer damit ein Problem hat … wird aller Wahrscheinlichkeit auch nicht diesen Blog geschweige diesen Beitrag lesen. Vermutlich ist er manchen auch noch zu lang.

Ansonsten plane ich schon für das nächste Jahr ein wenig vor (ist ja nicht mehr lange hin). Aber dafür lohnt es sich schon ein neuer Beitrag. Und bevor ich an meiner neuen Geschichte schreibe (habe Ideen für zwei Geschichten), werde ich ein wenig bloggen.

Vom NaNoWriMo, November, Dezember und keine Ahnung was noch :)

Wie einige von euch mitbekommen haben, ich habe mich im November ganz schön rar gemacht. Und das hatte einen guten Grund:

Das Bild sagt es letztendlich schon 🙂 Ich habe den ganzen Monat mehr oder weniger nur am NaNoWriMo geschrieben und diesen auch gewonnen. 50.034 Wörter habe ich geschrieben. Wobei ich nebenbei noch ganz kurz folgendes erwähnen möchte: Ich habe noch drei Kurzgeschichten geschrieben (der Superclown war einer davon), wobei ich glaube, dass es noch einmal 9000 Wörter mehr geworden wäre, hätte ich diese mitgezählt. Und außerdem habe ich die Bewertung drei Tage vor Schluss vorgenommen (am 27. November). Hätte ich den Samstag, Sonntag und auch Montag noch geschrieben, da wären aller Wahrscheinlichkeit mindestens 6000, wenn nicht sogar 10.000 Wörter noch einmal dazu gekommen.

Aber am Sonntag hatte ich ein Spieleabend gehabt und ich wollte mich nicht weiter unter Druck setzen. Ich habe gemerkt, wie meine Schreiblaune immer weiter Richtung Keller sackte und ich war, ehrlich gesagt, einfach nur noch erleichtert, dass ich mein Ziel geschafft habe und wollte für mich nur noch abschließen.

Was hat mir das NaNoWriMo aber eigentlich gebracht?

Erst einmal gute 65 Seiten (Times New Roman, Schriftgröße 11) eines möglichen neuen Romans. Den werde ich nun nach und nach überarbeiten und dann weiterschreiben. Mir gefällt die Idee und ich kann mir auch gut vorstzellen, damit mal bei einer Literaturagentur vorstellig zu werden. Natürlich habe ich wieder einige neue Ideen, wie ich die Geschichte umschreiben kann (und ich denke, von den 50.000 Wörter, die ich geschrieben habe, fliegen mindestens die Hälfte wieder heraus). Aber ich denke, dass ist eben typisch beim NaNo, man achtet eben nicht darauf, was man schreibt, sondern letztendlich nur wie viel.

Weiter hat mir das NaNo gezeigt, ich bin sehr wohl in der Lage jeden Tag zu schreiben. Früher habe ich immer wieder gerne Ausreden gesucht um nicht zu schreiben, nun habe ich sie nicht. Immerhin habe ich mich jeden Tag hingesetzt und habe auch regelmäßig unter der Woche zweitausend Wörter und mehr geschrieben (einige Male sogar dreitausend). Jetzt kann ich mich also nicht mehr herausreden, dass ich zu müde zum schreiben bin. Immerhin habe ich es beim NaNo geschafft mich trotzdem hinzusetzen und mein Tagesziel zu erreichen.

Daher habe ich beschlossen, jeden Tag zumindest 1000 Wörter zu schreiben. Es ist egal zu welchem Thema (also Roman oder Kurzgeschichte), Hauptsache es sind am Ende mindestens 1000 Wörter. Nach oben hin ist natürlich keine Grenze offen (eher ein Zeitlimit).

Die Geschichte selber ist an sich schon interessant. Mein störrischer Charakter hat sich um einiges störrischer erwiesen, als gedacht. Aber an anderer Stelle konnte ich sie bändigen und nun tut sie, was ich schreibe und nicht andersherum. Aber wie schon oben geschrieben, da gehört noch einge Menge Änderungen. Denn viele mögliche Konfliktszenen habe ich viel zu harmlos beschrieben, die Klippen umschifft oder mich erst gar nicht herangewagt. Da muss noch einiges geschehen, damit ich wirklich zufrieden bin. Aber die Idee selber gefällt mir irgendwie (die ich aber nicht weiter erläutern werde).

Sonst habe ich im November noch an einer Ausschreibung teilgenommen und warte nun auf das Ergebnis. Für diese Ausschreibung konnte ich drei Geschichten einsenden, aber seien wir mal ehrlich, Superclown (das ist die dritte Geschichte die ich geschrieben habe), ist nicht unbedingt der Reißer. Die Idee finde ich lustig, aber ich habe dazu irgendwie nicht DEN Bezug, als das ich sagen könnte, hei, dass ist es, da macht es Spaß noch mehr zu schreiben. Aus diesem Grund habe ich dafür gesorgt, dass er nie an einer weiteren Ausschreibung teilnehmen kann. Dazu muss man solche Sachen einfach nur im Internet veröffentlichen und damit hat es sich schon 🙂

Ich habe mir auch noch ein Buch gegönnt (okay, wen überrascht diese Aussage? zumal es insgesamt vier waren), welche sich direkt um das Schreiben von Kurzgeschichten dreht:

Shaping the Story: A Step-By-Step Guide to Writing Short Fiction: Workbook von Mark Baechtel

Das Buch beschreibt pro Kapitel einen Schritt  zu einer Kurzgeschichte. Im ersten Kapitel erklärt er, wie man an Ideen kommt und sie ausbaut (mit Hilfe einer Clustermethode). Kapitel 2 erzählt vom Anfang, also der erste Satz, der erste Absatz und so weiter. Und ich bin gerade bei Kapitel 3, welche den „Point of View“ beschreibt (okay, das Buch ist auf englisch und ich denke gerade ein wenig zu sehr im englischen und kann einfach mal ganz spontan „Point of View“ nicht ins deutsche übersetzen, ist doch verrückt).

Es gibt eine Hauptübung zu jedem Kapitel, welche von einer Studentin und einem Studenten aus seinem Schreibkurs umgesetzt und im Buch gezeigt wird. Wer damit nichts anfangen kann oder weitere Übungen haben möchte, kann sich auf die darauffolgenden Fragen bzw. Aufgaben stürzen und weiter schreiben. Dann gibt es noch Fragen zu den Kurzgeschichten am Ende des Buches. Ja, der Autor hat diverse Kurzgeschichten veröffenlticht und im Rahmen jeden Kapitels völlig unterschiedliche Fragen zu jeweils eine der Kurzgeschichten gestellt. Somit ist man quasi gezwungen sich mit den Geschichten auseinanderzusetzen und zu lernen, warum es manche AutorInnen zu einer besonderen MeisterInschaft auf bestimmten Gebieten geschafft haben.

Ich mag gerne gestehen, ich freue mich jeden Tag darauf in diesem Buch zu lesen und habe auch schon einige Ideen, wie ich die Anregungen des Autors umsetzen kann. Noch während ich auf das Buch wartete (die Lieferzeit dauerte ein wenig länger, was ich aber schon gewohnt bin), hatte ich mir schon manches Mal gedacht, ob es eine gute Idee war es zu kaufen. Im nachhinein kann ich es nur empfehlen 🙂

Ich habe mir noch ein zweites Buch zum Thema Schreiben gegönnt. Eigentlich wollte ich das als erstes haben und dann habe ich beim weitersuchen eben das oben beschriebene Buch entdeckt:

Elements of Writing Fiction – Beginnings, Middles & Ends (Elements of Fiction Writing) von Nancy Kress

Ich habe hier erst den ersten Teil des Vorworts richtig gelesen und leider hat Ms. Kress recht. Während der Roman für eine Autorin oder ein Autor das größte Werk ist (neben den anderen Romanen und Novellen die man geschrieben hat), ist einE LektorIn leider nicht in der Lage jedes Werk gebührend zu überprüfen. Es geht einfach aus technischen Gründen nicht (zu viele Manuskripte, zu wenig Personal und noch viel weniger Zeit). In einer idealen Welt würde es genügend LektorInnen geben und jedes Werk würde eben die gebührende Zeit erhalten um geprüft zu werden.

Schade nur, dass wir nicht in einer idealen Welt leben.

Und wer in einem Verlag veröffentlichen will, muss eben lernen wie ein Verlag zu denken. Und daher wird bei Kurzgeschichten meistens auf die ersten drei Absätze und bei Novellen/Romane auf die ersten drei Seiten besonders viel Wert gelegt. Eben weil viele der Meinung sind, wer es schafft die Leute auf diesen Seiten (oder Bereiche) zu fesseln, kann am Ende das Buch auch verkaufen. Denn es soll mal nach Sol Stein eine Umfrage gegeben haben, nach welchen Kriterien die Leute ein Buch kaufen. Neben den Klappentext auf der Buchrückseite sind es eben die ersten Seiten. Man kann dazu stehen, wie man möchte. Fakt ist es, die Leute haben immer weniger Zeit und die ersten Seiten entscheiden immer häufiger darüber ob man ein Buch kaufen möchte oder nicht (wenn man es im Buchhandel kauft, der Onlinemarkt hingegen hat da ja ganz andere Möglichkeiten ein Buch bekannt zu machen und es kaufenswert erscheinen zu lassen 🙂 ).

Und das oben genannte Buch erklärt genau wie man eben die ersten Seiten interessant macht (wer mit dem Anfang Probleme hat), wie man nach einem tollen Anfang einen guten Mittelteil hinbekommt (für Leute wie mich, die es als schwer empfinden einen guten Anfang weiterhin am Leben zu erhalten) und die LeserInnen am Ende aus der Geschichte gekonnt zu werfen (ebenfalls für mich sehr interessant).

Und ich habe mir zwei Anthologien von Pam Keesey gegönnt (nicht nur zu Übungszwecken um zu sehen, wie man für eine Anthologie schreiben kann, sondern auch aus reinem Lesespaß).

Wobei alle vier Bücher nur auf englisch sind. Ich habe es zur Zeit überhaupt mit der englischen Sprache 🙂

Zur Zeit arbeite ich an einer Kurzgeschichte zum Thema „Welten neben der Unseren“.  Zudem habe ich noch mindestens zwei weitere Ausschreibungen, an denen ich diesen Monat teilnehmen möchte. Und da Anfang Januar 2010 eine weitere Ausschreibung ausläuft, muss ich mich da ebenfalls ranhalten. Da ich aber bewiesen habe, dass ich schreiben kann (ich meine damit tagtäglich), wird es nicht daran liegen, dass ich die Sachen nicht schaffe 🙂

Also in dem Sinne, ich schreibe noch etwas.

An dieser Stelle noch danke schön an Alruna, weil du dir Sorgen meinetwegen gemacht hast *rotwerd*. Zwar habe ich ab und an noch ein wenig Druck auf den Augen, aber sonst ist mit denen alles in Ordnung. Ich pflege sie mit Augentropfen, in Abwechslung mit Gel und Creme. Und vermutlich sind sie deswegen noch in Ordnung. Die Überweisung zu meiner Augenärztin kann ich hoffentlich diesen Quartal einfach in die Tonne kloppen, weil es mir in dem Sinne gut geht 🙂

Danke dir noch einmal *knuffZ*

Kann man glücklich schreiben?

Es gibt ja die wildesten Geschichten über das Thema Schreiben, AutorInnen und derartiges. Und dazu gehört auch die Geschichte, dass man nie richtig glücklich sein soll, um wahrhaftig gut zu sein. Man muss quasi immer wieder ein wenig leiden, damit man einen Anreiz hat zu schreiben um weiter zu kommen.

Jetzt bin ich in der Situation, dass ich mit meiner Arbeit verdammt zufrieden bin (so zufrieden, dass ich mir schon überlege eine psychologische Beratung aufzusuchen, denn wer ist denn schon so verrückt und freut sich auf die Arbeit). Immerhin freue ich mich sogar auf die Arbeit, unabhängig der Tatsache, dass ich noch nicht soweit bin, dass ich selbstständig arbeiten kann, aber das ist eine andere Geschichte (und außerdem eile mit weile oder so heißt doch der Spruch).

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wenn das so stimmt, dann dürfte ich ja im Moment nicht schreiben können, weil ich ja mit meiner momentanen Situation doch mehr oder weniger zufrieden bin (was auch meine Wage anzeigt). Mir geht es gut, einem Kumpel geht es gut (ja, auch so etwas kann mich beeinflussen), meiner Familie geht es gut (mehr oder weniger). Im Moment könnte es fast nicht besser laufen.

Aber dann stelle ich mir die Frage, wie es dann die erfolgreichen AutorInnen, die es eben geschafft haben ihren Traum zu erfüllen, noch weiter schreiben können? Wenn ich eine bekannte Autorin wäre, die von ihrer Arbeit leben könnte, ich würde ja zum einen den ganzen Tag schreiben, ich gestehe (was auch wirklich schlimm wäre) und zum andere, dass wäre dann der Moment wo alles stimmen würde. Meine Arbeit, meine Arbeitszeiten, dass Geld, mein Traum, eben einfach alles.

Dann müsste ja sofort die Gefahr bestehen, nicht mehr schreiben zu können. Zumal viele Menschen genau diesen Mythos leben, dass man schriftstellerisch nur wertvolle Sachen schreiben kann, wenn man richtig leidet und es der Person so richtig dreckig geht.

Woher kommt eigentlich der Mythos der traurigen SchrifstellerInnen?

Ich kann nur vermuten, dass aus der Vergangenheit kommt, wo die Biographien einiger bekannter SchristellerInnen zeigt, dass ihr Leben alles andere als rosig war, sie unter wirklich schwerlichen Bedingungen lebten und trotzdem großartige Werke der Literaturgeschichte schrieben. Und dieses Bild könnte sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben, so dass sie der Meinung sind, wer schreibt der leidet, oder so ähnlich.

Da ich vorgehabt habe, bis Ende des Jahres meinen Roman zu Ende zu schreiben (eben die erste Version), werde ich sehen, ob meine momentane Lage dazu führt, ob ich überhaupt schreiben kann und wenn ja ob es besser oder schlechter sein wird, als vorher.

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