[Roman schreiben] – Zwischendurch einige Ratschläge

Mir wurden bei einem meiner älteren Artikel einige Fragen gestellt und ich werde versuchen diese so gut wie nur möglich zu beantworten, sofern ich sie in ihrer Art und Weise richtig verstehe. Die Fragen werde ich entsprechend aus dem Kommentar direkt kopieren, damit die Person und alle anderen die Frage kennen (und nicht immer hin und her hüpfen müssen) und wer will, kann gerne weitere Ergänzungen hier einstellen 🙂

Hy Leute könn ihr hir mal ein paar Tipps Reinschreiben ???

Ich möchte kurz betonen, diesen Blog für nur eine einzige Person (eben ich) und niemand sonst. Daher bitte in der Einzahl ansprechen. Danke schon einmal 🙂 Und Tipps werden immer wieder hier hereingeschrieben. Man kann einen Blog nun einmal nicht an einem einzigen Beitrag messen, sondern ruhig immer wieder umschauen und sehen was es so zu lesen gibt. Danke die Zweite.

z.B. wie groß die Schrifftart sein muss,

Bei diesem Satz handelt es sich um eine Teilfrage. Und ich weiß, es ist unhöflich eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten, aber ich muss trotzdem eine Runde unhöflich sein. Hier wird gefragt, wie groß die Schriftart sein muss. Ja, für was? Geht es um das Schreiben des reinen Textes? Da ist es egal welche Größe du verwendest. Wenn du es schaffst, kannst du gerne in Größe 8 schreiben oder von mir aus auch in Größe 72. Ich bevorzuge Größe 11 oder 12, weil ich so besser schreiben kann und meine Augen sich nicht so extrem anstrengen müssen.

Oder reden wir hier von dem Text, der eingesendet wird? Das muss mit den sogenannten Normseiten geschehen. Es mag sein, dass einige Verlage da sehr human sind und einen Text ohne Normseiten akzeptieren und sich ihn trotzdem durchlesen. Aber ich würde nicht darauf wetten.

Da ich nicht weiß, worauf sich nun genau die Frage bezieht, kann ich hierfür leider keine abschließende Antwort geben und bitte dies zu entschuldigen.

oder wie man am bessten wenn man ein Vorwort schreibt damit anfänkt !!!!

So, wieder muss ich eine Frage (sofern es eine ist, da sind ja ziemliche viele Ausrufezeichen und normalerweise wird eine Frage mit einem Fragezeichen beendet) mit einer Gegenfrage begegnen. Und zwar von was genau reden wir hier? Reden wir von einem Vorwort den wir häufiger in Sachbüchern finden? Reden wir hier von einem Prolog, der meistens seinen Weg in Romanen findet? Oder von einem Vorwort für einen Roman, warum habe ich das Ding überhaupt geschrieben (was ich so, meines Wissens nach nie gefunden habe).

Da fängt es schon an und ich kann leider diese Frage so nicht beantwoten.

Meine Empfehlung jedoch für alle drei Dinge (sofern wie das dritte Beispiel irgendwann wirklich aufnehmen würden) ist folgender: Schreibe sie zuletzt!

Ein Vorwort in einem Sachbuch soll zum einen Interesse für das Buch wecken, aber auch erklären, worum es sich in diesem Buch dreht. Und das geht am besten, wenn man eben genau dieses Buch schon geschrieben hat. Natürlich kann man es zum Anfang schreiben, damit man eine Orientierung hat. Aber für mich wäre es in dem Sinne Zeitverschwendung, weil es immer passieren kann, dass ich das gesamte Konzept auf den Kopf stelle und über etwas völlig anderes schreibe, als ursprünglich geplant. Dann muss ich das Vorwort so oder so umschreiben.

Reden wir aber von einem Prolog, halte ich mich persönlich an eine ungeschriebene Regel, die ich mal gelesen und für mich persönlich für gut befunden habe. Ich schreibe nur dann einen Prolog, wenn sie zwar als ein Teil der Geschichte aufgefasst werden kann, aber sie jederzeit überlesen werden kann. In einem Prolog also können wichtige Informationen stehen, aber wenn man diesen, warum auch immer, überliest, dann sollte man niemals etwas verpasst haben.

Ansonsten behandelt man solche Teilkapitel wie alle anderen.

Oder wie man überhaupt ein Buch anfänkt !!!

Die Frage liest sich doch eigentlich supereinfach und doch kann ich auch diese so nicht beantworten (weil ich inzwischen vieles einfach hinterfrage ^^). Und zwar, was wird hier mit „wie man ein Buch anfängt“ genau gemeint? Reden wir hier von dem ersten Satz, von den ersten vier Seiten (für das man ein Halleluja geschenkt bekommt ^^) oder reden wir von dem wirklich Anfang? Von der Charakterrecherche, von der Plotplanung, von der Überlegung, was kann ich denn überhaupt schreiben?

Ich will ehrlich sein, ich kann auch diese Frage pauschal nicht beantworten, weil ich nicht weiß, worauf sie genau hinaus will.

DAs währe nett wenn hir mähr Tipps für sowas drinn sehen !!!

Es währe auch nett, wenn in Zukunft der Blog einfach durchforstet wird. Denn genau solche Tipps veröffentliche ich immer wieder in unregelmäßigen Abständen (je nachdem wie weit ich selber mit meiner Romanplanung bin) und eben nicht nur einen einzigen Beitrag zu lesen. Und weiterhin, die Büchertipps, die ich in dem entsprechenden Beitrag vorgestellt habe, sind sehr wohl ihr Geld wert 🙂

Ansonsten bitte ich in Zukunft um genau Fragen, sonst heißt es dann eben 42.

[Romanprojekt] Zwischenbericht – Tarotkarten

Ich habe jetzt die Grundlagen für meine drei Hauptcharaktere für den Krimi fertig (und was soll ich sagen *hüstel*, damit habe ich mehr getan *hüstel* als für meinen letzten Krimi *hustenkrampf*).

Dabei habe ich für die Charaktereigenschaften, für die Ziele und Hoffnungen und so weiter natürlich zum Tarot gegriffen (wundert das noch jemanden? na ja, egal ^^).

Daher hier noch ein Tipp von mir 🙂

Wenn die erste Karte, die man gezogen hat nicht sofort zusagt oder eine Eingebung oder Deutung oder was auch immer gibt, ruhig einige Minuten länger darüber nachdenken und nicht sofort die Karte zurücklegen um eine neue zu ziehen. Ich habe das gemacht und mir sind dabei einige interessante Aspekte aufgefallen, die besonders meinen dritten Hauptcharakter betreffen.

In dem Sinne, gutes schreiben 🙂

[Romanprojekt] Der Charakter (Teil 2) – Das Bild

Die erste Person habe ich nun fertig (dank des Vanessas Tarot ging das sogar sehr leicht und ich erkenne meine Idee in der Figur definitiv wieder, daher bin ich mit meiner bisherigen Arbeit zufriden) und auch gerade ausgedruckt (fühlt sich fast wie eine Bewerbung an die ganze Sache 🙂 ).

Da ich zu der Sorte visueller Mensch gehöre, sprich, ich kann mit dem optischen besser arbeiten als mit anderen Dingen, habe ich mir im Internet ein Bild gesucht, welcher meiner Vorstellung meiner Hauptfigur am nähesten kommt. Somit fällt es mir leichter, mit ihr/ihm besser zu arbeiten. Das füge ich auf der ersten Seite ein und dann habe ich eben meine visuelle Hilfe.

Dabei ist es mir egal, dass die Person auf dem Bild jemand anderes ist. Meistens kenne ich die Person nicht einmal (außer es handelt sich hierbei um ein Sternchen). Und natürlich ist das Bildmaterial Urheberrechtlich geschützt. Da ich es aber nur privat benutze und kein Interesse habe, es öffentlich zu machen, ist es mir persönlich egal 🙂

[Romanprojekt] Der Charakter (Teil 1) – Die Grundlagen

Ich habe nun den Grundlagenplot geschrieben (habe ich übrigens wirklich und erzähle das nicht nur herum 🙂 ). Nun weiß ich auch im groben, mit wem ich es im Roman zu tun haben werde (inzwischen habe ich mich gedanklich mit meinem Krimi beschäftigt und welch eine Überraschung, es hat sich schon wieder einiges geändert, ich denke aber auch zum positiven).

Nun ist es an der Zeit die Figuren näher kennenzulernen. Dabei ist es wichtiger, dass man die Hauptfiguren besser kennen lernt als die Nebenfiguren. Immerhin nehmen sie den größten Teil des Romans ein. Das bedeutet für mich aber nicht, dass ich die Nebenfiguren vernachlässigen kann oder darf. Ich habe von einer Autorin gelesen, die 13 (!) Seiten für einen Nebencharakter geschrieben hat und immer noch nicht fertig war (jetzt wisst ihr, was in den nächsten Tagen und Wochen auf mich zukommt ^^).

Für mich ist es immer wieder wichtig zu schauen, welche wichtigen Eigenschaften die Figuren haben, also die Grundlagen. Manchmal passiert es mir, dass ich schlichtweg den Namen einer Figur vergesse (und das leider nicht selten). Daher ist es für mich wichtig, dass ich neben einem ausführlichen Charakterbogen auch die wichtigsten Informationen zur Hand habe. Vom Namen bis zur der Haarfarbe hin zum Mondzeichen (warum auch immer). Dann kann ich mir, wenn ich gerade über die Figur schreibe, mir den Zettel nehmen und schauen, aha, meine zweite Nebenfigur von Links war vom Standzeichen her eine tibetanische Sau *g*.

Daher habe ich für mich entschieden, eine Art Grundlagenbogen zu erstellen, wo die aller wichtigsten Informationen stehen. Dazu gehört natürlich Name, Vorname, Geburtstag, der Ort und so weiter. Eben Dinge, die man schnell braucht und man nicht vorhat bei einem Nebencharakter durch mehr als dreizehn Seiten zu wurschteln um es am Ende vielleicht doch nicht zu finden, weil man sich diese Information nicht aufgeschrieben hat.

Zudem schreibe ich in Notizen und einem Diagramm, wie die spezielle Person zu den anderen im Plot stehen. Also wie steht die Hauptfigur zum Mörder (im Krimi), zum Opfer und so weiter. Es kann ja sein, dass die Hauptfigur nie auf eine der Personen treffen soll. Aber wenn ich mein Käsegehirn sich das nicht merkt, treffen sie doch mal aufeinander und dann ist der Plot hin (okay, ich übertreibe es ^^). Oder wenn ich eine bestimmte Beziehung zwischen zwei Personen anstrebe und diese, warum auch immer, vergesse, dass da was geplant war, kann ich immer wieder darauf zurückgreifen.

Übrigens, wie für euren ersten Plot gilt auch bei den Charakteren, ihr wisst alles. Es gibt kein Unbekannt, kein ich weiß es nicht oder etwas derartiges. Natürlich weiß die Person selber nicht alles (wer ist der Mörder, wer sind meine Eltern, wo ist mein adoptiertes Kind), ihr hingegen wisst es. Da gibt es keine Ausreden 🙂

Hier eine mögliche erste Übersicht über den Grundlagencharakterbogen. Wer ihn benutzen will, aber keinen Krimi sondern einen Fantasyroman schreibt, muss ihn natürlich anpassen. Und diesen Bogen auszufüllen, für mich reicht das nicht, um den Charakter besser kennenzulernen. Da folgen noch einige Berichte 🙂

Vorname

Nachname

Mädchenname

Geburtstag

Geburtsort

Geburtszeit

Sonnenzeichen

Mondzeichen

Namen der Eltern

Namen der Geschwister

Namen der Kinder

Haarfarbe (Gefärbte Haare)

Augenfarbe (Kontaktlinsen)

Größe

Gewicht

Aktueller Beruf

Größter Traum

Größter Alptraum

Hoffnung

Angst

Übrigens, auch hier gilt, man kann sich mit Hilfe der Tarotkarten Unterstützung für die Charakterisierung suchen 🙂

Kurz erklärt: Klar unter Vorname, Nachname und Mädchenname (man kann auch noch Spitznamen aufnehmen) kann man sich wohl einiges vorstellen. Wobei es hier ganz wichtig ist, die richtigen Namen zu wählen. Es ist nun einmal so, Name ist Programm. Wenn ich einen Namen höre, dann habe ich bestimmte Vorstellungen an diese Person (lang lebe das Schubladendenken).

Auch zum Thema Geburtstag, den Ort und die Zeit muss man nicht ganz so viel sagen und damit auch zum Sternzeichen (man sollte immer alles, aber auch wirklich alles über den Charakter wissen). Mondzeichen ist nicht gaaanz so wichtig. Das ist eine individuelle Entscheidung.

Name der Eltern, Geschwister und eventuell Kinder kann wichtig sein, wenn sie eine Rolle spielen oder man ein Gesprächsthema gesucht wird 🙂

Natürlich ganz wichtig, dass Aussehen der Person. Auch wenn man sich dagegen entscheidet die Figur zu beschreiben, ich möchte wissen, mit wem ich es auch äußerlich zu tun habe (wichtiger ist natürlich das Innenleben). Daher kann man noch hinzufügen, welche Charaktereigenschaft die Stärkste und die Schwächste ist 🙂

Ganz wichtig sind die Punkte Hoffnung, Angst, Traum und Alptraum (neben den Charaktereigenschaften), denn letztendlich ist es das, was die Figur antreibt zu handeln und was die Leute dazu animiert das Buch überhaupt zu lesen. Wenn die Figur keinen Grund hat zum Handeln, ein Ziel zu verfolgen, eine Hoffnung hat, welche wie ein Stern in der dunklen Zelle erstrahlt, warum sollte ich mich damit beschäftigen? Davon habe ich im realen Leben genug. Irgendwelche Ziele muss eure Figur schon verfolgen, welche sie dazu antreibt gute 200 bis 300 Seiten zu überleben (und vielleicht noch so etwas wie ein Happy End zu bekommen ^^).

In dem Sinne, ich mache mich mal an die Arbeit.

[Romanprojekt] Die Idee

Habe ich mir überlegt, über welche grobe Idee ich denn meine nächste Geschichte oder meinen Roman schreiben möchte, gehe ich tiefer in die Idee. Es bleibt nicht mehr nur bei der möglichen Überlegung, ich könnte ja einen Fantasyroman mit einem Drachen schreiben. Jetzt wird mit dieser Idee gespielt.

In Gedanken plane ich grob den Plot, überlege welche Figuren mitspielen, wie sie zueinander stehen und welche Eigenschaften sie haben, was sie erleben, welche Vergangenheit sie haben und all diese Dinge, die nachher wichtig sein könnten. Wichtige Ideen schreibe ich mir hier schon auf. Vor allem geht es mir dabei auch um die Frage, lohnt es sich, ein halbes Jahr bis Jahr sich mit diesem Projekt zu beschäftigen. Oder könnte es sein, dass ich am Ende in einer Sackgasse lande.

Wenn ich in meinem Kopf den Verlauf des Romans kenne, dann kann ich mir zumindest gut vorstellen, dass ich ihn dann auch zu Ende schreiben kann. Stocke ich aber, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht, wie meine Figuren handeln könnte (wobei ich anmerken möchte, ich rede nur vom groben Verlauf und nicht in jeglichen Details), dann könnte es sein, dass ich diesen Fehler schwerlich ausbügeln kann und es genau dort zu Schwierigkeiten kommt.

Um diese Ideen und Notizen irgendwo festzuhalten, nutze ich nicht eine lose Blattsammlung die dann am Ende wohlmöglich noch in alle Winde zerstreut wird (bei meiner Ordnung wäre das sogar denkbar), sondern kaufe mir dafür extra ein dickes Notizbuch, idealerweise kariert. Dort landet jede Idee und jeder Schrott hinein, solange das Buch Seiten hergibt.

Einiges von dem, was ich in diesem Buch reinschreibe, werde ich nie verwenden. Aber immerhin habe ich es mir irgendwo notiert und weiß daher, dass es auch irgendwo steht. Es könnte sein, dass ich diese Ideen, Sätze, Anregungen, Szenen, Figuren und so weiter irgendwann später brauche oder in einem anderen Roman oder einer anderen Kurzgeschichte. Wichtig ist mir nur, dass ich die Sachen irgendwo zu stehen habe.

Vorsicht Falle!

Es kann passieren und es passiert sehr häufig, dass man von Ideen regelrecht überrannt wird. Da setzt man sich an den PC oder vor dem Notizbuch und auf einmal hat man mindestens eine Millionen Einfälle, die man entweder verwenden oder über die man schreiben könnte, seien es Kurzgeschichten oder Romane.

Und das Schlimmste ist, die Ideen sind noch nicht einmal schlecht. Im Gegenteil, einige von denen eignen sich sogar für eine genauere Betrachtung.

Das Problem, und deswegen Vorsicht Falle, ist eben die Tatsache, dass diese Fülle an Ideen nichts weiteres ist, als eine Schreibblockade.

Das ist übrigens kein Witz von mir. Ich habe das selber erlebt. Da ich die ganze Zeit über die neuen Ideen gegrübelt habe und einige in meinem damaligen Roman hineingesteckt habe, kam ich nie weiter. Ein Schritt nach vorne war vielleicht drinnen, aber bestimmt nicht zwei zurück, reden wir mal von mindestens zwanzig (um es mal zu übertreiben). Gerade dann, wenn ich erfolgreich bin und viel schreibe, schleichen sich die Ideen ein und wollen mich letztendlich boykottieren. So von wegen, du bist erfolgreich? Das wollen wir doch mal sehen. Und dann zweifelt man an den eigenen Fähigkeiten, bzw. Schreibqualitäten.

Daher habe ich mir ein zweites Notizbuch gekauft (Achtung Tipp) und jedes Mal, wenn ich eine neue Idee habe, lasse ich mich nicht davon beirren, sondern schreibe diese in das Büchlein hinein.

Dabei nutze ich immer eine Doppelseite. Auf der linken Seite schreibe ich die Grundidee in kurzen Worten so nieder, dass ich auch in einem Jahr noch verstehe, was ich da eigentlich von mir selber will. Die rechte Seite wird entweder für die restliche Idee verwendet, wenn also die Beschreibung sehr lange ist, oder für Sätze, die ich in diesem Zusammenhang verwenden kann, Charaktere oder sonstiges.

Somit ist es nicht mehr möglich, dass sich die Idee verflüchtigt und ich eines Tages denke, da war doch noch was. Und da ich diese niedergeschrieben habe, ist sie auch in ihrer agressiven Art und Weise aus meinem Kopf verschwunden. Immerhin ignoriere ich sie ja nicht, ich habe sie nur an einem bestimmten Ort verfrachtet, wo sie mich nicht weiter stürzt.

Und was soll ich sagen, seitdem schreibe ich um einiges erfolgreicher. Daher eben mein Tipp, wer zu viele Ideen hat, sollte immer etwas zum schreiben in der Nähe haben und die Idee niederschreiben. Sie geht nicht verloren, nervt aber auch nicht.

Kurze Zusammenfassung der Idee:

Hier noch eine Geschichte aus einem Buch: Ein Autor wurde gebeten seinen Roman in einem Satz auf die Visitenkarte des Lektors zu schreiben, damit er sich an diese im Verlag erinnern könne. Er schrieb ein Wort und am Ende wurde seine Geschichte zu einem Bestseller.

Ob das jetzt wirklich stimmt, weiß ich nicht, aber ich habe öfters gelesen, dass empfohlen wird, eine Geschichte in einem Satz zusammenzufassen um die Idee dahinter zu erklären. Daher kann man sich schon am Anfang überlegen ob man die Idee des Romans in einem Satz oder gar in einem Wort zusammenfassen kann.

Ich habe es heute morgen geschafft, meinen Krimi mit einem Wort in doppelter Bedeutung zu beschreiben. Und das reicht mir erst einmal 🙂

Überlebt der Charakter auch außerhalb der Geschichte?

Durch den Beitrag Welche Hobbies haben deine Charaktere habe ich mich gefragt (und das kommt in der dazugehörigen Diskussion im Forum auch auf), ob meine Figuren auch ohne den dazugehörigen Roman überleben würden. Viele Charaktere haben solch ein Profil, dass sie glatt tot umfallen würden, wenn man die Geschichte rund um sie streichen würden (und ich stelle mir das gerade bildlich vor 😉 ).

Daher sehe ich es persönlich als sehr wichtig an, eine Figur zu schaffen, die ich zumindest theoretisch überall einbauen könnte (also so vielschichtig ist, dass sie überall ein Nährboden findet).

Und eines der banalen Dinge um dies zu schaffen ist, gib ihnen ein Hobbie 🙂

Als ich den Bericht (der oben verlinkte Beitrag) gelesen habe, habe ich mich ernsthaft gefragt, was hat meine männliche Hauptfigur für ein Hobbie? Ich kann bei ihm noch etwas finden. Aber bei meiner weiblichen Hauptfigur wird das schon schwieriger.

Natürlich kann auch das interessant werden. Ein Mensch, der nicht in der Lage ist, für sich ein Hobbie zu finden. Was ist das für eine Person? Wie kam das und wohin bringt sie/ihn das? Denn häufig kann es interessant sein, etwas nicht zu haben, was die meisten Menschen als normal sein (die meisten, nicht alle, denn ich behaupte mal, es gibt wirklich einige wenige Menschen, die keine Hobbies haben).

Aber auch die Frage, welche Musik eine Figur mag oder welche Bücher sie liest, macht ihren Charakter aus. Dabei ist es egal, in welcher Epoche oder Welt oder was auch immer die Figur spielt. Man kann sich ja dann überlegen, wenn die Welt in meiner Zeit, in meiner Welt lebt, was würde sie mögen. Das ist eine der vielen Möglichkeiten sie besser kennen zu lernen. So kann man sagen, hei, meine Figur würde am liebsten Enya hören, oder SlipKnot oder was auch immer und Pippi Langstrumpf oder Den Herrn der Ringe lesen. Das unterscheidet sie von Figuren, die sich weigern auch nur ein Buch in die Hand zu nehmen (und ja, auch solche Menschen gibt es zu genüge).

Oder auch die Frage, was eine Person macht, wenn sie ganz alleine ist und nicht beobachtet wird und sich auch nicht beobachtet fühlt, kann interessante Antworten über ihren Charakter liefern. Während die eine Figur sich langweilt, wird die andere sich beschäftigen und über die dritte werde ich hier nichts schreiben *g*.

Ich denke, je mehr Tiefe eine Figur hat, desto interessanter wird sie und desto eher mag man ihr auch folgen. Dabei reicht es nicht nur aus, irgendwelche Fragebogen auszufüllen um zu wissen, was sie gerne isst und was für ein Auto sie fährt. Man muss sich am Ende selber mit ihr beschäftigen um ihr Leben zu erfahren. Wenn man weiß, was die Figur macht, wenn ein Autounfall geschehen ist, dann weiß man mehr über sie, als wenn man schreibt, sie ist gerne Spaghetti.

Deswegen schreibe ich Spontankurzgeschichten über meine Figuren.

Das bedeutet, dass ich mich einfach hinsetze und losschreibe. Ich plane die Geschichten über die Figuren meines Romans nicht, sondern überlege, wie könnte er oder sie in dieser oder jenen Situation gehandelt haben. Quasi, ich versuche anhand der Kurzgeschichten die Biographie der Personen nachzuforschen. Bisher habe ich nur den Anfang einer Kurzgeschichte für eine Person. Aber diese Figur reagiert genauso im Moment, wie ich ihn kenne 🙂

In dem Sinne, kann auch dein Charakter ohne die dazugehörige Geschichte überleben?

Roman oder Geschichten schreiben ~ Die Idee

Da ich ja zur Zeit einen Krimi schreibe (okay, dass schon etwas länger und immer wieder unterbrochen durch andere Projekte) möchte ich einfach mal (auch für mich) aufschreiben, wie man eigentlich zu einer Geschichte oder einem Roman, ein Krimi, Novelle oder was auch immer, kommt.

Wobei ich kein Rundumschlag mit einem Beitrag verfassen werde, sondern es immer Stück für Stück mache. Und ich möchte gleich von Anfang an betonen, so gehe ich an diese Angelegenheit und ist kein Allheitsmittel. Wenn du es anders angehst, ist das völlig okay. Solange du dich eben dabei wohl fühlst.

Ich möchte betonen, im folgenden schreibe ich nicht vom freien Schreiben, sondern vom Schreiben mit einem Ziel. Das freie Schreiben bedeutet, dass ich mich hinsetze und einfach drauf lostipp, um zu sehen was dabei heauskommt. Wer zum Beispiel gar keine Idee hat, worüber er schreiben kann, kann dieses frei Schreiben genau dafür nutzen. Denn die Ergebnisse sind häufig viel besser, als wenn die Muse dich abschlabbert 🙂

Ich selber mag es mit einer groben Grundidee in die Planung reinzugehen. Man kann erst einmal eine Richtung überlegen, worüber man überhaupt schreiben möchte. Aufgrund der Thematik meines Blogs überlege ich mal folgendes:

Ich möchte eine Kurzgeschichte zum Thema Tarot schreiben.

Da haben wir eine ganz grobe Idee, dass Tarot. Larry Beinhart (American Hero) hat in seinem Sachbuch „Crime, Krimi und Thriller schreiben“ (ISBN-10: 393290950X oder ISBN-13: 978-3932909504) mal geschrieben, es ist immer besser, sich ein Thema auszusuchen, was dich als zukünftige Autorin oder Autor wirklich interessiert.

Ich selber interessiere mich zum Beispiel nicht unbedingt für Pferde, warum sollte ich also eine Geschichte darüber schreiben. Also überlege es dir wirklich gut,  über ein Thema zu schreiben, was du beim besten Willen nicht leiden kannst. Willst du wirklich darüber schreiben? Wenn ja warum? (Okay, wenn man es muss, ist das eine andere Geschichte).

Aber seien wir mal ehrlich, dass Tarot ist vielleicht ein nettes Thema, aber nicht gerade aussagekräftig.  Denn an sich kann man es so weit ausfächern, dass man am Ende nichts zusammenbekommt. Will ich ein Sachbuch schreiben, einen Krimi, eine Liebgeschichte oder was?

Hier kommt es natürlich auf deine Bevorzugung an, denn die meisten wissen ja, ich möchte ein Krimi schreiben und nun müssen wir eben die Idee in diesem Zusammenhang unterbringen. Auch da gibt es wiederherum viele Möglichkeiten. Wir können es mit einem Tarotmörder zu tun haben oder eine Person welche mit Hilfe der Karten einen Mord aufklärt oder eine Tartolegerin gerät in Gefahr, weil ein Mörder hinter ihr her ist. Schreibe ruhig alle Möglichkeiten auf, welche dir einfallen ohne dich selber zu zensieren. Das ist immer gefährlich, wenn man eine Idee hat, aber diese von vornherein tötet. Schreiben soll letztendlich Spaß machen und daher wage dich ruhig daran und schreibe wirklich alles auf. Nimm dir dafür einige Minuten oder gar Stunden oder Tage Zeit. Und wenn du eine gewisse Anzahl von Ideen hast, dann kannst du dir überlegen, was dich wirklich fesseln kann. Ich rede hier von einer Fesselung die ausreicht, dass du einige Monate mit dieser Geschichte verbringen möchtest. Immerhin könnte es am Ende ein Roman werden. Je nachdem was dabei herauskomen soll (auch Kurzgeschichten verlangen ihre Zeit).

Also müssen wir die Idee nun konkretisieren. Mir gefällt die Idee zum Thema Mordaufklärung mit dem Tarot gerade sehr gut.  Verpacke jetzt die Sache in einem einfachen Satz.

Thomas ist ein bekannter Tarotleger und die Polizei bittet ihn aufgrund seiner hohen Trefferquote bei einem Mordfall zu helfen (okay, es mag sein, dass die Idee ein wenig holprig sein, aber es gibt immer wieder berichte, wo HellseherInnen gebeten werden, bei Ermittlungen zu helfen und sie können auch wirklich helfen).

Wenn du magst, kannst du es noch einmal konkreter machen: Thomas ist ein bekannter Tarotleger aus Berlin und sein bester Freund Michael arbeitet bei der Polizei. Dieser kommt in einem Fall nicht weiter und weil dieser viele Berichte aus Amerika (das FBI holt sich dort öfters entsprechende Hilfe) liest, weiß er, dass HellseherInnen ihnen öfters hilft. Daher bittet er Thomas um Hilfe.

Hast du die Idee konkretisiert, können wir dann im nächste Beitrag dazu kommen, die Idee auszuarbeiten und die Charaktere zu entwickeln.