Raus aus meiner Privatssphäre

Es gibt Phänomene in der esoterischen Welt, die mir regelrecht die Haare zu Berge stehen lassen, aber teilweise als normal gelten oder unter dem Deckmantel „Ich übe mal ein wenig“ verborgen werden: Eindringen in die Privatssphäre.

Ich weiß nicht, was euch so passiert ist, aber bei mir hat man schon die Energie angezapft, meine Aura gelesen, meine vergangenen Leben analysiert und mein aktuelles Leben auseinandergenommen. Und ich sitze dann da und denke mir, was will die Person jetzt von mir und dann dämmert es mir, die Person analysiert mich und nimmt mich auseinander, als sei ich ein Frosch im Biologieunterricht, dass seziert werden darf.

Und ich muss zugeben, dass macht mich sehr ärgerlich.

In matriarchalischen Gesellschaften gibt es keine Privatssphäre und dementsprechend muss da auch nichts beschützt werden, bzw. alle haben einen verbindlichen Verhaltenscodex, den alle kennen und an die sich alle halten. Morgens werden die Träume erzählt, Mittags mag es dann sein, dass man berichtet, was man für den Rest des Tages plant und all diese Dinge.

Aber wenn sich diese Menschen zurückziehen, dann wird es respektiert. Person X will Ruhe? Dann bekommt Person X auch die gewünschte Ruhe.

In der westlichen Welt hat man einen anderen Codex, was mein ist, ist mein und da hat niemand etwas zu suchen. So schlimm bin ich in dieser Hinsicht nicht. Da wir nun einmal in einer Welt leben, in der es ein paar Milliarden Menschen leben, kann man sich beim besten Willen nicht allen Milliarden Menschen auch öffnen. Das geht nicht. In meinem kleinen Kreis, mein Dorf wenn ich das mal so sagen darf, habe ich kaum Geheimnisse vor den anderen. Wenn man mich etwas fragt, erzähle ich es. Wenn nicht, ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich aufdrängen muss um den Leuten auch wirklich alles zu offenbahren. Das ist mir persönlich dann doch sehr unangenehm.

In der Reikiecke wird ab und an gesagt, sende den Leuten Energie, auch wenn sie nichts davon wissen, es ist egal, Hauptsache es hilft ihnen (so oder zumindest so ähnlich). Das grenzt inzwischen in meinen Ohren schon ganz schön nah an Arroganz. Ich entscheide wer Energie bekommt und wer nicht.

Gut, natürlich bin ich diesbezüglich kein Unschuldsengel, ich habe das auch mal gemacht. Einmal um genau zu sein. Ich habe aus dem Telefonbuch eine x-beliebige Person herausgesucht und im Rahmen einer Übung dieser Person Energie geschickt. Die wurde übrigens nicht angenommen, weil die Person dafür nicht bereit war und dementsprechend hat das nichts gebracht.

Das ist eine Sache, aus der ich inzwischen meine Schlüsse gezogen habe und vor allem, die ich selber nie wieder machen werde.

Denn in meinen Augen gibt es drei verschiedene Arten von eindringen in die Privatssphäre. Einmal die unverschämte, die nicht zweckmäßige, die arrogante Art des eindringens.  Dann gibt es die erlaubte Art des Eindringens. Mein Dorf (also die Gruppe von Menschen, die ich um mich habe) darf jederzeit zu mir kommen und ich zu ihnen und wir teilen alles. Und dann das notwendige eindringen. Wenn etwas in der Privatssphäre geschieht, was niemand sehen darf aber alle sehen sollen, weil Leben in irgendeiner Gefahr ist, dann muss man eben eindringen, egal ob man es eigentlich darf oder gesellschaftlich geächtet wird (wobei das mit der Gesellschaft eh so eine Sache ist, immerhin ändern sich regelmäßig ihre Ansichten, spätestens mit der nächsten Generation).

In dem Sinne, ich kann nicht allen Menschen erlauben in meine Privatssphäre einzudringen. Dafür gibt es einfach zu viele Menschen in meiner Umwelt. Mein Dorf hingegen lasse ich hinein, wenn sie es wünschen (es gibt in dieser Gesellschaft auch Menschen, die sich von selber zurückhalten). Aber um in meine Privatssphäre eindringen zu dürfen, muss man ein Teil meines Dorfes sein. Das kann schnell gehen, man fliegt aber in dieser Gesellschaft auch schnell raus, wenn man sich wie einE IdiotIn benimmt.

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8. Mai ~ Tag der Aphrodite


Goddess Comments & Graphics

~Magickal Graphics~

Im Grunde genommen muss man zu Aphrodite fast gar nichts sagen. Sie taucht in so vielen Geschichten, Märchen und Sagen auf, aber auch in moderner Literatur und Filmen wie Serien, dass es sehr wahrscheinlich, dass man die Griechin kennt.

Ich sehe in Aphrodite aber keine reine „Ich hab dich so lieb“ Göttin. Wer das kann und vor allem möchte, soll es natürlich tun. Aber sie ist um einiges älter, als die Sagen, Märchen, Legenden und Geschichten, die wir aktuell kennen. Und früher soll ein Teil von der einer Kriegerin gewesen sein. Während man heute alles trennt und auf keinen Fall irgendwelche Zusammenhänge sehen will, war früher alles eher natürlich (nun gut, ganz viel früher waren KriegerInnen nicht notwendig).

Aphrodite ist für mich auch eher eine bisexuelle Göttin. Denn wenn sie für Liebe steht, steht sie gleichermaßen für Männer aber auch für Frauen. Warum sollte sie sich nur um Männer kümmern? Frauen können genauso auf ihre Hilfe bauen.

Übrigens, ich habe mal gelesen, dass Aphrodite ebenfalls eine dreifaltige Göttin sein könnte. Sie ist in einer Triade mit Artemis – Aphrodite – Athene. Ehrlich gesagt, mich würde es nicht wundern, denn ich habe mich schon immer gefragt, warum diese drei bekannten Göttinnen alle mit A anfangen.

Ansonsten, einen schönen 8. Mai. Und wer hat, ein wunderschönes Wochenende. Und wer weiß, vielleicht möchte ja jemand von euch heute Abend noch mit Aphrodite arbeiten 🙂


Days of the Week Comments

~Magickal Graphics~

Von Irene Fleiss und Michael Turner

Ich habe gerade bemerkt, dass mein doch recht kurzer Beitrag zum frühen Tod des Autors Hajo Banzhaf viele Menschen anlockte (immerhin 100 Hits innerhalb des kurzen Zeitraumes). Und der Beitrag wurde sogar ins portugiesische übersetzt.

Dabei muss ich zugeben, dass ich bisher nur ein einziges Buch von dem Mann in meinen Regalen zu stehen hab. Nicht desto trotz tut es mir sehr leid, dass er schon so früh gehen musste.

Noch früher sind letztes Jahr zwei Menschen gegangen, die mir persönlich doch sehr wichtig waren. Und ich gebe zu, ich persönlich war da doch geschockt (und ja, letztens musste ich mir ein paar Tränen verkneifen, keine Ahnung letztendlich warum).

Im April 2008 verstarb die Matriarchatsforscherin und Autorin Irene Fleiss. Ich mag sehr ihre Bücher „Als alle Menschen Schwester waren“ (besteht auf zwei Bänden). Irene Fleiss verstarb an Krebs. Als ich das mitbekam, dachte ich mir, wie denn jetzt? Ist das jetzt wirklich wahr? Leider ja. Da ich immer wieder den Satz im Kopf habe, dass sie versucht ein matriarchalischeres Leben zu führen und wenn sie ihren Weg mit einem Marathon verglichen zwischen der Startlinie und dem ersten Posten des Wasserstrinken ist, mir kommt das ein wenig komisch vor.

Mit gerade mal 37 jungen Jahren verstarb dann im Juni 2008 der Comiczeichner Michael Turner. Er ist unter anderem für seine Serie Wichtblade und auch für Fathom. Turner litt unter Knochenkrebs. Nicht gerade toll.

Alles in allem, es kann uns alle treffen, dass wir eben einen Schlag bekommen (sei es körperlich oder eben nicht körperlich) und einfach tot umfallen. Daher sollte man das Leben genießen und alle Möglichkeiten nutzen, die man nutzen kann. Egal wie schwer es einem fallen mag.

Geschützt: Der Turm ~ Wolfskatzes Erarbeitung

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Als Tochter der Göttin von Zwängen befreit von Lucie Stapenhorst

Broschiert: 160 Seiten
Verlag: Walter
ISBN-10: 3530842532
ISBN-13: 978-3530842531

Seit gestern lese ich dieses Buch und auch wenn es aus dem Jahre 1992 stammt, ich befürchte, dass hier viel zu viel noch aktuell ist. Leider.

Es handelt sich hierbei in erster Linie um die Beziehung zwischen der Autorin Frau Lucie Stapenhorst und der christlichen Kirche (in erster Linie der katholischen Kirche), aber auch eine kritische Auseinandersetzung zwischen ihr und der Rolle der Frau in der Kirche und der Bibel.

Dabei analysiert sie zum Beispiel Bibelstellen (wobei sie erst einmal das Ganze eins zu eins übersetzt ohne etwas hinzuzufügen oder wegzulassen) wie man es eben verstehen kann, wenn man genau liest. Und auch Aussagen von sogenannten Würdenträgern innerhalb der Kirche.

So hat sie einen Brief, ich glaube es war ein Erzbischof ihrer Gegend geschrieben (man muss bedenken, zu dieser Zeit war der erste Golfkrieg), wie er denn die Abtreibung ablehnen, den Mord innerhalb eines Krieges aber zustimmen kann.  Denn immerhin treiben Frauen, wenn es schief läuft ein oder zwei Babys im Leben ab (über die Hintergründe möchte ich hier nicht diskutieren, dass ist eine andere Sache und hat eben nichts mit dem Buch zu tun 🙂 ). Aber wenn ein Mensch (egal ob Mann oder Frau) im Krieg eine Granate wirft, können gleichzeitig mehrere Menschen sterben. Von Bomben oder Maschinengewehre wollen wir erst einmal gar nicht anfangen. Die Autorin hat dann übersetzt, dass abtreibende Frauen mit Diktatoren wie Hussein von dem Herren gleichgesetzt werden (eine Aussage die ich übrigens nicht zum ersten Mal lese).

So nach und nach beschreibt die Autorin wie sie sich selber von der Kirche befreit hat und welchen Weg sie nun gehen möchte (immerhin ist sie laut Kurzbio in dem Buch aus der Kirche ausgetreten).

Wer sich kritisch mit der Kirche auseinandersetzen möchte, kann hier eine persönliche Geschichte zu diesem Thema lesen. Es ist nicht unbedingt das Beste, behaupte ich mal, aber es ist ein Weg sich mit den Ansichten der Kirche zu beschäftigen.

Ich habe es noch nicht ganz durch, aber wenn, dann reiche ich es gerne weiter. Melde dich einfach bei mir 🙂

Runde Tarotdecks

Sheerie hat mal geschrieben, dass sie das Motherpeace Tarot süß findet, weil es mal ein Deck mit runden Karten ist. Ich gebe zu, ein wenig verwirrt war ich schon, ist es nicht bekannt, dass es immerhin zwei Decks mit runden Karten gibt? Wir mir scheint nicht, nun gut, frau und man muss ja nicht alles wissen. Daher schreibe ich mal nach und nach ein wenig über die Tarotdecks, die ich hier habe, wie sie mir gefallen, für wem sie sind und so weiter. Veilleicht kann ich ja die eine oder den anderen für das eine oder andere Tarotdeck begeistern. Also viel Spaß bei diesen Texten.

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Das Motherpeace Tarot

Das Motherpeace Tarot ist das älteste und erste runde Tarotdeck, was das Licht der Welt erblickte. Es wurde ursprünglich 1981 erfunden und fand dann nach und nach den Weg in die Läden, während es am Anfang in der Selbstproduktion verkauft wurde. Es ist ein feministisches Tarotdeck, hat aber alle klassichen Bezeichnungen der Karten beibehalten, bis auf den Narr, der hier zur Närrin wurde und die sogenannten Hofkarten, die im klassichen Tarot ja Ritter, Page, Königin und König sind, heißen sie ihr, Tochter, Sohn, Schamanin und Priesterin. Jedoch findet hier ein Ausgleich zwischen den weiblichen und männlichen Energien.

Die Bilder wurden von den beiden Schöpferinnen Vicky Noble und Karin Vogel erschaffen. Daher merkt man hier sehr wohl zwei verschiedene Stile. Einige der Karten wirken teilweise banal, kindlich. Andere hingegen sind schön gezeichnet, aber nicht so perfekt, wie die teilweise abgehobenen Werke anderer TarotautorInnen. Dieses Deck, so empfinde ich es, verbindet mich direkt mit der Erde. Bei den anderen Decks schmachte ich den Bildern nach und frage mich, wieso können die nur so gut zeichnen, ich bin total neidisch (ehrlich). Hier jedoch sehe ich die Bodenständigkeit. Die Autorinnen haben sich keine professionelle Zeichnerin gesucht und waren der Meinung, hier muss das perfekte Deck her. Nein, sie haben sich die Mühe gemacht und zeichneten alle Karten selber. Heutzutage, bei dem Tarotangebot, mögen manche mit den Kopf schütteln, wie sie es wagen konnten, mit solch einem Deck überhaupt an die Öffentlichkeit zu gehen. Jedoch denke ich, gerade zwischen den ganzen abgehobenen Decks, tut dieses so richtig gut.

Zum Motherpeace Tarot gibt es mehrere Werke:

Motherpeace Tarot

Unter dem Link findet ihr die normalen Motherpeace Tarotkarten und die Miniversion davon.
Die normale Version besitze ich (noch) nicht. Die Miniversion hingegen hat mir schon einmal einen Eindruck gegeben, was mich bei ihrer größeren Schwester erwartet.
In dieser Besprechung , die nun wirklich nicht sonderlich positiv ist (meiner Meinung nach, aber zum Glück dürfen wie alle unsere Meinung offen sagen und somit hat die Autorin auch das Recht dieses Deck nicht zu mögen), habe ich mich erschrocken und dachte mir, dass Minideck wird alles andere als ansehnlich sein. Zum Glück kann und muss ich ihr widersprechen. Denn die Bilder sind zwar klein auf diesen Karten, logischerweise, aber trotzdem kann man die Bilder sehr gut erkennen. Natürlich muss man diese nicht mögen, wie ich oben geschrieben haben, jedoch sind sie zumindest gut erkennbar und ich finde sie halt sehr schön. Zum Minitarotdeck gibt es noch eine kurze Beshreibung, die bei mir auf englisch ist und einige Tipps zum deuten neben der Geschichte des Decks und die klassichen kurzen Deutungen gibt.

Motherpeace – Das Buch

Das Buch ist dick und zeigt zu allen Karten, mindestens das s/w Bild, sehr oft gibt es in der Mitte auch die farbige Version. Nur hat der Verlag einen kleinen Fehler gemacht. Eine Karte taucht zweimal auf, während die andere beim ersten Auftauchen somit vergessen wurde. Leider weiß ich nicht mehr, welche es war. Aber das ist der einzige Fehler des Buches.
Das Buch beschreibt erst den Hintergrund der Karten (neben der Geschichte, warum diese überhaupt erschaffen wurden), dann die Deutung dieser. Diese sind ungewöhnlich ausführlich. Daher ist es auch ungewöhnlich dick. Leider stammt aus den frühen achtzigern und einiges davon ist schlichtweg überholt. Denn immerhin ist der Kalte Krieg offiziell ein Relikt der Vergangenheit. In diesem Buch ist er bittere Realität, weil es halt in dieser Zeit geschrieben wurde und bisher in diesem Sinne und zumindest für die deutsche Version keine neue Auflage geschrieben wurde (und ich möchte an dieser Stelle betonen, ich habe mir das Buch neu und nicht gebraucht gekauft, denn sonst würde ich diesen Zustand verstehen).
Sonst gibt es bei diesem Buch nichts zu meckern. Es ist wunderschön und hilft sehr bei der Deutung der Karten, aber auch bei der Deutung des Lebens und bei der Schaffung einer neuen Mythologie.

Weiter Bücher, zu denen ich bis jetzt noch nichts sagen kann, da ich sie noch nicht besitze:
Rituals and Practices with the Motherpeace Tarot

Motherpeace Tarot Deck with Book(s)

Motherpeace Tarot Playbook

Motherpeace: A Way to the Goddess Through Myth, Art, and Tarot

Motherpeace Tarot Guidebook

Making Ritual With Motherpeace Cards: Multicultural, Woman-Centered Practices for Spiritual Growth

Fazit:
Das Deck ist sicherlich nicht für alle geeignet. Gerade für die, die der Meinung sind, Matriarchate, eine stärkere Rolle der Frau oder Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann sei Blödsinn sollten sich von diesem Deck fern halten. Aber auch die, die auf überirdische Bilder stehen, sollten sich dieses Deck nicht anschaffen, denn das Motherpeace Tarot ist nun einmal feministisch . Und das ist manchmal auch gut so. Wer also mal ein etwas anderes Deck im Hause haben möchte, und damit meine ich nicht nur die runde Form, sollte sich dieses Deck holen. Es ist einmalig und schön. Alle anderen mögen weitersuchen ^^

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The Daughters of the Moon Tarot

Dieses Deck stammt von der Autorin Ffiona Morgan und ist weitaus bekannter als ihre ältere Schwester, das Motherpeace Tarot (siehe oben). Es wurde um 1998 veröffentlicht. Aber erschaffen wurde es sicherlich schon einige Jahre früher. Vermutlich ist das Motherpeace Tarot hier eine Inspirationsquelle gewesen.
Auch hier sind die Karten rund, jedoch wurde im Buch erklärt warum. Es ist eine Anlehnung an das weibliche, an die Mondin. Jedoch hat sich die Autorin in einigen Bereichen weitaus weniger an die klassichen Namen des Tarot gehalten, als ihre große Schwester. So gibt es nur eine männliche Karte, und zwar Pan, welche alle männlichen Energien entspricht. Es ist also durch und durch ein Deck von Frauen für Frauen. Auch die Hofkarten sind hier anders gestaltet. So gibt es nur drei Karten, anstatt vier und die heißen Jungfrau, Mutter und weiße Alte. Und alle entsprechen sie einer der zwölf Tierkreiszeichen , die hier jedoch weiblich sind. Also anstatt Löwe, heißt die Karte in diesem Deck Löwin und so weiter.
Die größe der Karte ist das einzige, was hier negativ gewertet werden kann, da sie nur schwer bis gar nicht in der Hand gemischt werden kann. Man braucht auf dem Tisch oder auf den Boden viel Platz um sie dort zu mischen, also wild durcheinander mischen ist hier angesagt. Und aufgrund ihrer Form gibt es auch die Deutungen für schräg liegenden Karten, bzw. man kann sie sich auch selber ausdenken.
Die Bilder sind hier um einiges schöner gezeichnet, dass muss auch ich zugeben, wobei ich bei der Karte unten links (siehe bitte Link) zugeben muss, die scheint direkt aus dem Motherpeace inspiriert worden zu sein. Denn auch dort gibt es eine Frau mit mehreren Armen (fällt mir gerade so auf). In meinem Deck ist es auch so, dass die Liebenden zweimal auftauchen. Einmal in einer sehr engen Liebesstellung (jedoch sieht man hier zwei Frauen und nicht eine Frau und einen Mann ) und einmal schwimmen zwei Frauen unter Wasser zueinander.
Die Kurzbeschreibung von Nicole gibt noch ein paar Hinweise zum Deck.

Hier gibt es Links zu den Werken von Ffiona Morgen:

Daughters of the Moon. Tarot. Buch mit 75 Karten. Set

Es lohnt sich das Set zu holen, also das Buch und die Karten. Denn manchmal finde ich es doch schwierig die Karten ohne das Buch zu deuten und da kann mir das Buch das eine oder andere Hinweis dazu geben. Es ist auch nicht sonderlich dick, vielleicht etwas mehr als Hundert Seiten, jedoch sind die Buchstaben sehr klein geschrieben (nicht zu klein wohlgemerkt) und daher ist es richtig mit Infos vollgepackt.

Daughters of the Moon. Tarot

Das ist der Link nur zum Buch. Es hat die Vorgeschichte zum Deck, eine Legemethode und die Beschreibungen der ganzen Karten mit der s/w Version. Einige Kapitel fangen auch mit schönen Zitaten an. Ich persönlich empfehle, dass Buch auf alle Fälle zu holen, wer sich das Deck kaufen möchte, denn hier werden auch Infos gegeben, die man sonst nicht erfahren würde.

Tarotkarten, Daughters of the Moon Tarot, dtsch. Ausgabe

Hier gibt es die Karten auf deutsch mit deutscher Anleitung und auf englisch mit deutscher Anleitung (dieses jedoch nur noch gebraucht). Die Anleitung ist ein dünnes Büchlein, welche die Deutungen jedoch komplett enthält, die Geschichte der Karte jedoch nicht. Deswegen sage ich immer, das Buch dazu ist besser. Jedoch ist es nicht zwingend notwendig. Wer sich nicht für die Geschichte dahinter interessiert, braucht sich diese nicht zu holen. Man spart ein paar Euros. Aber einzeln gekauft, bezahlt man 1,50 Euro mehr (was vielleicht nicht die Welt ist, jedoch wollte ich es mal erwähnt haben ^^).

Fazit:
Dieses Deck ist ganz klar feministisch und das möchte ich hier gerne noch einmal betonen. Männer könnten hier vielleicht die eine oder andere Schwierigkeit haben, jedoch können sie hiermit auch ihre weibliche Seite entdecken. Oder sie lassen es liegen und greifen zu jedem anderen Tarotdeck, die klar männlicher geprägter sind. Auch Frauen, die mit dem Feminismus oder mit dem weiblich Sein ihre Probleme haben, sollten hierrum wieder einmal einen großen Bogen machen. Denn das Deck ist für die Frau in jedem Menschen erschaffen. Meiner Meinung nach ist es schwer hiermit zukünftige Ereignisse vorauszusagen. Daher benutze ich es nur, um mein Seelenleben auf die Spur zu kommen. Für mich ist es eher ein Seelendeck.

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Fazit zu den runden Decks:

Sie sind eine angenehme Abwechslung in der eckigen Tarotwelt. Das macht natürlich ihre Form schon aus, aber auch ihre Bilder. Denn die sind einmalig und sehr Abwechslungsreich. Auch die Bücher dahinter sind ein wenig anders als die meisten anderen Bücher, die zu ihren Tarotdecks geschrieben wurden. Interessanterweise gibt es ja nur zwei runde Tarotdecks und beide sind feministisch geprägt. Sie versuchen für sich, ein wenig die Welt zu verbessern und einen anderen Weg in der Deutung einzuschlagen.
Es sind solche Karten, die mich dazu inspiriert haben, ein eigenes Deck zu erschaffen. Daher gehören sie auf meiner Liste der liebsten Tarotdecks, gaaaanz weit oben. Sogar auf dem ersten Platz, neben einem anderen Deck. Doch dazu in einer anderen Rezension über Tarotdecks mehr.

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15 Tipps um das Patriarchat zu unterlaufen

Hannlore hat in diesem Beitrag einige sehr interessante Gebote aufgestellt, die man auch entführen darf ^^

Sie hat diesen Beitrag unter dem Titel „15 Tipps das Patriarchat zu unterlaufen“ veröffentlicht.

Man kann diese Tipps nicht nur im realen Leben anwenden, sondern genauso im Internet, Vereine und so weiter.

Mir ist aufgefallen, als ich diese gelesen habe, dass ich mich schon länger an einige von ihnen gehalten habe.

Hier sind sie (mit einigen Kommis von mir):

15 Tipps nicht-patriarchal zu agieren

1. Ich bleibe in meiner Formulierung bei mir und drücke das auch klar so aus.
Beispiel: ICH sehe, ICH fühle, ICH nehme wahr, MIR geht es um…, nach MEINER Erfahrung…

Wolfi sagt: Mir ist aufgefallen, dass ich genau das immer mehr und mehr versuche. Klar ist es leicht zu sagen, etwas gilt ja für alle. Aber eben das stört mich ja bei anderen. Warum sollte ich also das, was mich bei anderen stört, anwenden und weitertragen. Also habe ich von selber angefangen, immer aus meiner Sicht zu sprechen.

2. Ich formuliere klar und präzise was ich meine. Ich stelle sicher, dass ich auch meine, was ich sage.

Wolfi sagt: Das muss ich noch üben, gestehe ich. Aber der Anspruch besteht.

3. Ich spreche nicht ÜBER Menschen, sondern Menschen direkt an.

Wolfi sagt: Auch das fällt mir manchmal noch schwer. Aber ich habe beschlossen, wenn ich es der Person nicht ins Gesicht sage, es mir so langsam egal wird was die Person von mir hält oder sonstiges, dann halte ich eben meine Klappe.

4. Ich unterlasse es, aus meiner persönlichen Sichtweise, Wahrnehmung oder Befindlichkeit eine allgemein gültige Aussage zu machen.
Beispiel: Ich bin sauer (wütend/ enttäuscht/ verletzt) anstatt „Du bist ein Rechthaber“ oder „Es ist sinnlos“.

Wolfi sagt: Das versuche ich auch immer mehr und mehr. Zwar denke ich entsprechend immer solche Aussagen. Aber ich versuche es nicht mehr zu sagen oder anders ausgedrückt, zu schreiben.

5. Ich achte darauf nicht bewertend zu formulieren.
Beispiel: „Ich bin enttäuscht“ oder „mich beeindruckt/ berührt…“ anstatt: „Das ist das Letzte/das ist toll!“

Wolfi sagt: Darüber habe ich noch nie so richtig nachgedacht. Aber in Zukunft werde ich darauf achten, auch entsprechend tolle oder plöde Texte (die ich eben toll oder plöd finde) auch aus meiner Sicht zu würdigen oder eben nicht).

6. Ich bin sehr achtsam mit „Grenzen“ in meinen Äußerungen.
Beispiel: Ich unterlasse Belehrungen, Ratschläge und „Psychologische Gutachten“ gegenüber anderen Teilnehmer/innen, es sei denn, ich bin deutlich dazu eingeladen oder aufgefordert.

Wolfi sagt: Mmh, ich glaube damit habe ich die wenigsten Probleme. Gut, es gibt natürlich Leute (gerade die Fluffy Bunnies), die fordern ja fast heraus. Aber in letzter Zeit habe ich mich diesbezüglich immer mehr zurückgehalten.

7. Ich bringe anderen der Community eine Haltung „auf Augenhöhe“ entgegen. Selbst wenn ich ihn/sie überhaupt nicht verstehe oder er/sie mir unsympathisch ist.

Wolfi sagt: Okay, ich bin oft zu sehr Löwin, als das ich im Moment wirklich sagen kann, es geht mir am allerwertesten vorbei, was andere sagen (auch wenn der Satz nicht so gemeint war). Denn wenn mich jemand kritisiert, dann habe ich halt oft das Gefühl, dass es ein persönlicher Angriff ist (was es nicht immer ist). Aber daran werde ich in Zukunft mehr arbeiten.

8. Ich achte darauf, dass mein Beitrag inspirierend, schöpferisch, hilfreich, unterstützend, freudvoll, zugewandt ist.

Wolfi sagt: Ich denke mal, kein Mensch wird alle Beiträge in einem Forum, einem Chat oder sonstwo so ausdrücken können. Doch auch hier werde ich mir Mühe geben, mehr darauf zu achten, dass sie es werden.

9. Ich lege meine Betonung auf das, was uns hier verbindet, in jedem Fall ist es mindestens das Thema des Beitrags und übe mich darin, Unterschiede als Inspiration statt als Bedrohung zu erleben.

Wolfi sagt: Das ist eine Sache, da rutsche ich schon öfters ab. Aber da ich das jetzt weiß, werde ich versuchen in Zukunft mehr daran zu denken und vielleicht kommt ja so kein Streit mehr auf (was ich zwar nie so angefangen habe, aber gelegentlich, ja ich gestehe, habe ich den wohl unbewusst weitergetragen).

10. Ich übe die Haltung eines/einer Lernenden.
Denn: Ich bin mir bewusst, dass meine Gedanken, Worte und Handlungen Realität er-schaffen.

Wolfi sagt: Das bin ich mir nicht immer, aber letztendlich ist es so. Und da sollte ich schon aufpassen, was ich sage. Denn gerade im Internet ist es ja so, dass ein unbedachter Satz kleine Kriege anzetteln können.

11. Daher enthalte ich mich der Versuchung, „Munition“ zu sammeln, um meine eigene Position (Standpunkt/ Sichtweise) zu untermauern und/oder die Position (Standpunkt/Sichtweise) eines Gegenübers zu untergraben.

Wolfi sagt: Das habe ich zwar so nie gemacht, aber vorgestellt schon eher. Gebe ich zu. Aber bei Sturrköpfen ist man diesbezüglich immer wieder versucht, gestehe ich.

12. Ich bin stets bereit, mich von meiner gegenwärtigen Position (Standpunkt/ Sichtweise) zu lösen, wenn ich im Austausch mit anderen einen für mich besseren Wert oder lösungsorientierteren Ansatz gefunden habe.

Wolfi sagt: Das schaffe ich eigentlich, wenn ich ein paar Tage darüber nachgedacht habe. Am gleichen Tag ist mein stolz im Grunde genommen doch zu stark. Aber so ein oder zwei Tage später, manchmal auch eine Woche, selten länger übernehme ich andere Ansichten, wenn sie für mich richtig ist. Bei mir kommt es schon darauf an, wie die/der Andere etwas sagt.

13. Wenn ich einen Artikelbaum/Kommentar eröffne, betreue ich ihn verantwortlich mit.

Wolfi sagt: Versuche ich oft, aber manchmal vergesse ich eben, dass ich einen Beitrag neu eröffnet habe und manchmal entwickelt sich solch ein Eigenleben, dass es schwer ist. Aber in Zukunft werde ich daran denken.

14. Kritik und Persönliches frage/äussere ich per Email und direkt.

Wolfi sagt: Das habe ich schon öfters gemacht. Weil es zum einem nicht zum Thema gehörte, was ich zu sagen hatte. Außerdem fühlen sich die Meisten nicht angegriffen, wenn man ihnen per Mail mal die Meinung in einem ruhigen Ton sagt und eine Angelegenheit klärt. Da sind Lösungen öfters eher möglich als in einem Forum.

15. Ich gebe eine Email und meinen Namen an, damit ich für die anderen ansprechbar und erreichbar bin.

Wolfi sagt: Im Grunde genommen bin ich in jedem Forum oder Chat erreichbar, wenn die Leute mit mir reden wollen. Viele sind aber nicht bereit die Informationen aufzurufen oder wollen das nicht persönlich klären. Aber dafür bin ich offen und gebe immer an, wie man mich erreichen kann.

So, dass waren meine 2 Cent dazu. Das werde ich mir ausdrucken und an die Wand hängen (und das meine ich übrigens sehr ernst).