Eine (mögliche) Schreibübung

Mein Dank, an alle Autoren die so wundervolle Geschichten zu den Grafiken geschrieben haben!! [Zitat: gabyhylla-3d.de]

Dieser Satz hat mich auf eine (mögliche) Schreibübung gebracht. Ich habe das jetzt so verstanden, dass der Fabylon Verlag zu einigen Bildern eine Ausschreibung veranstaltet hat und am Ende sind die beiden Anthologien entstanden.

Es gibt im Internet unzählige Seiten, welche man mit dem Stichwort Fantasiebilder findet, wenn man zu dieser Thematik etwas schreiben möchte. Natürlich sind auch andere Richtungen möglich.

Meine Idee ist, man nehme sich ein X-beliebiges Bild, welche einem gefällt oder auch nicht, was einem zusagt oder total eklig vorkommt oder was auch immer. Natürlich kann man dem Bild gegenüber auch gleichgültig sein. Und zu diesem Bild schreibt man eine Kurzgeschichte, eine Szene, ein One-Shot oder was auch immer. Bedingung, die Person und die Szene auf dem Bild muss in der Geschichte oder Szene auftauchen.

Man nehme zum Beispiel dieses Bild des spanischen Künstlers Luis Royo und überlege sich, was die Frau und der Kuttenmann erleben haben könnten oder noch erleben werden, dass es zu dieser Szene gekommen ist. Natürlich ist es empfehlenswert die Idee hinter einer guten Geschichte nie aus dem Auge zu verlieren (Opening, Middle and End, Conflict and so on). Aber das Hauptthema ist eben das entsprechende Bild.

Besonders lustig wird es dann, wenn zwei oder mehr Personen über das gleiche Bild schreiben. Ich wette mit euch, unterschiedlicher können Geschichten nicht sein. Und man lernt einander besser kennen. Denn was ich in etwas hineininterpretiere, lässt auch auf etwas auf meine Persönlichkeit blicken. Man kann diese Übung auch benutzen um einander einfach etwas besser kennenzulernen (natürlich dementsprechend für schreibendkreative Menschen geeignet).

Natürlich kann man dies auch mit dem Tarot verbinden (Stichwort Corinne Kenner „Tarot for Writers“) oder mehrere Bilder miteinander kombinieren. Aber ich denke mal, für diese Übung reicht es aus, wenn man sich mit einem Bild erst einmal beschäftigt und sieht, was dabei herauskommt. Erweiterungen, Variationen und derartiges dieser Idee kann es immer wieder geben.

Ich gehe dann mal auf Bildersuche. Vielleicht finde ich ja was für eine entsprechende Ausschreibung, etwas erotisches und etwas saturnisches ^^

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Kreative Impulse von außen

Ich habe gestern noch eine Kurzgeschichte geschrieben und muss gestehen (oder auch anders ausgedrückt, ich mag/kann/möchte gestehen), dass ich den kreativen Impuls von außen bekam. Ich habe schon vor einigen Jahren, mehr schlecht als recht versucht Geschichten zu schreiben (von den Urheberrechtsverletzungen möchte ich mal an dieser Stelle nicht reden ^^) und schon da habe ich Impulse von außen bekommen.

Wenn ich mir zum Beispiel dieses Bild der Künstlerin Anne Stokes ansehe (ein Besuch der Seite lohnt auf alle Fälle), dann fangen vor meinem inneren Auge an Bilder zu entstehen. Vor Jahren hatte ich so eine Idee über eine Vampirjägerin ohne magische Kräfte aber mit Nachtblindheit gehabt. Tja, dass Problem ist, die Schriftstellerin Tanya Huff zuvor. Denn sie hat die Blutreihe geschrieben und die Hauptdarstellerin hat eine Augenkrankheit, Retinopathia pigmentosa und kann somit Nachts (wo der Vampir eben gut sehen kann) nichts sehen. Eben meine Idee, die hatte ich auch wirklich vor einigen Jahren (auch wenn die Gründe für das Nicht-Sehen in der Nacht unterschiedlich sind, die Grundidee ist die gleiche).

Daher ist es immer gut, wenn man die Augen offen hält, egal ob im Internet oder im realen Leben. Ich habe gestern per Zufall ein Filmchen gesehen und dachte mir, darüber kannst du eine Geschichte schreiben. Das ich wegen dem Urheberrecht das ganze noch mal umformulieren werde ist eine andere Sache 🙂 Oder eben das Bild von Luis Royo. Natürlich kann auch Musik inspirierend sein oder wie jemand sich auf der Straße gibt.

Ich habe mal das Buch Gynopolis angelesen. Eigentlich ein schlechtes Beispiel (zumal ich den Teil, den ich gelesen habe nicht überragend fand, und kleiner Hinweis, es ist nichts für zarte Gemüter). Aber letztendlich hat der Autor sich von anderen Kurzgeschichten dieses Bereiches sehr stark inspirieren lassen (ob man von indirekter Kopie sprechen kann, sei dahin gestellt, denn der Autor meinte am Ende, er hoffe, dass er die Grundidee so weit geändert hat, dass eben das Urheberrecht nicht mehr greift).

Also sind andere Geschichten, Romane, Filme ebenfalls geeignet sich inspirieren zu lassen (aber vorsicht vor einem Plagiat, sollte der Verlag oder wer auch immer das herausbekommen, kann das Ärger mit sich bringen).

Ich rede hier ja von Inspirationen, nicht davon, etwas direkt zu kopieren und dann als eine eigene Idee auszugeben. Den kleinen Unterschied möchte ich schon erwähnen.

Inspirationen sind etwas tolles. Solange man weiß, wie man mit ihnen umzugehen hat. Denn ich lasse mich für eine eigene Geschichte inspirieren, aber nicht eine andere Geschichte kopieren. Denn nur so schaffe ich etwas eigenes, selbstständiges und ewiges. Klar ist es erlaubt für sich selber eine Geschichte von anderen zu kopieren, sei es aus Übungszwecken, sei es, weil dir die Geschichte gefällt. Darüber urteile ich nicht. Gerade Fan Fiction leben davon. Und wieso nicht? Solange es in einem gewissen Rahmen bleibt und nicht verlagsmässig publiziert ist, ist erlaubt was gefällt (also die Sachen auf der Festplatte lassen und nicht gegen einen finanziellen Ausgleich weiterreichen 🙂 ).

Ich habe mir heute mal das Das Hexen-Einmaleins von Gillian Kemp herausgekramt. Es enthält 52 Karten und auf jeder ist eine Hexe zu sehen, die eine unterschiedliche Rolle spielt. Wunderbar, wieder eine neue Inspirationsquelle. Dafür ist das Tarot eh prädestiniert. Und Orakelsets ebenfalls. Also, lasst euch inspirieren 🙂

Meine Rezis zum Thema Tarot und Orakel Teil 1

Das große Buch der Legemethoden: 130 Orakel-Legemethoden für Kartendecks aller Art  von Jeanne Ruland

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Schirner; Auflage: 1 (1. Oktober 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 389767131X
ISBN-13: 978-3897671317

Meine Rezension:

Es gibt Bücher, die liest man einmal und legt sie dann zur Seite, um sie dann nie wieder in die Hand zu nehmen. Bei diesem ist es zumindest bei mir definitiv nicht so.

Jeanne Ruland hat 130 Legemethoden zusammengesucht, selber geschrieben und hier veröffentlicht, mit denen man fast alle Bereiche des Lebens abdeckt. Dazu gehören allgemeine Themen, Beruf und Finanzen, Liebe und Partnerschaft, Gesundheit, Feng Shui, Natur und so weiter und so fort.

Eingeleitet wird das Buch mit einer kurzen Erklärung, wie man die Karten legen kann und welche Decks man benutzen könnte. Das Buch ist in diesem Sinn natürlich überholt, weil es schon wieder so viele Decks gibt, dass man diese Liste beim besten Willen nie aktuell halten kann. Frau Ruland hat die Legemethoden auch in diverse Bereiche eingeteilt. Damit meine ich, dass es allgemeine Karten gibt, Jokerkarten und ähnliches. In der Einleitung kann man dann sehen, welche Karten man dafür nehmen kann.

Dann gibt es noch Pendelkarten, mit enen man herausfinden kann, welche Karten man nehmen könnte und wie viele Decks. Da ich noch nicht zur Pendelfraktion gehöre, weiß ich nicht, ob runde Pendelkarten wirklich etwas bringen. Denn ein Pendel kreist meines Wissens nach entweder im Kreis oder hin und her. Und bei einer runden Pendelkarte gibt es automatisch zwei Antworten, wenn der Pendel hin und her schwenkt. Aber ich denke mal, Leute die mehr Ahnung davon haben, können auch mehr damit anfangen.

Meistens ist die Legemethode auf zwei Seiten abgehandelt, bei einer Feng Shui Methode werden vier Seiten gebraucht.
Zuerst gibt es eine kurze Erklärung, für welche Frage die Legemethode geeignet ist. Hat man sich für eine entschieden, gibt es eine Einstimmung, wie man sich emotional und mit welcher Frage auf die nun folgende Legung einstimmen kann. Dann die Positionen. Auf der rechten Seite findet man dann das Legebild, wie man die Karten auslegen kann (nicht muss). Die Kartenbilder können verschiedene Zeichen haben. Denn, wie oben geschrieben, hat Frau Ruland diverse Karten ausgewählt, wie Allgemein, Jokerkarten, Meisterkarten und so weiter. Die werden auf den Bildern mit einem individuellen Zeichen abgebildet, welche man auf der linken Seite nachvollziehen kann, was war das denn noch einmal.

Manche der Kartenbilder sind extrems kompliziert. Nicht von dem Bild her, sondern auch von der Anzahl an Karten die ausgelegt werden können. Das kann bis zu zwanzig Karten und mehr sein. Daher sollte man schon Erfahrung mit einfachen Legebildern haben, bevor man sich an sie heranwagt. Ich zumindest habe Respekt vor diesen Bildern.

Das Buch enthält nur Legemethoden und keine Erklärung von Tarotkarten oder derartiges. Nicht einmal eine Übersicht gibt es, was welche Karte bedeutet. Das sollte man im Hinterkopf haben.
Wer aber verschiedene Legemethoden sucht, ist hier goldrichtig. Auf die meisten Fragen hat Jeanne Ruland hier eine Legemethode bereit. Und mit ein bisschen Übung bekommt man das legen und deuten der Karten ohne weiteres hin.

Das einzige, was ich schade finde ist, dass bei einigen Bereichen zu viele Legemethoden gibt, aber bei anderen wenig bis gar keine. Die Auswahl liegt natürlich bei der Autorin, aber das empfand ich schon schade. Zumal sie die erste Ansätze bei Beziehung oder ähnlichen machte.
Schön hätte ich auch gefunden, wenn sie erklärt hätte, wie man eigene Legemehtoden erfinden kann, wenn man in diesem Buch nicht genau das findet. Aber dafür gibt es andere Bücher, meistens im englischsprachigen Raum wie z.B.von Mary K. Greer.
Sonst finde ich das Buch topp und kann es nur empfehlen.

Frauen-Tarot, Tarotkarten von Peter Engelhardt

Verlag: Agmüller Urania; Auflage: 1 (1. Juli 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3038190322
ISBN-13: 978-3038190325

Ich habe das Tarot schon einmal in einem Laden entdeckt und fand damals das Deck jetzt nicht so interessant, hatte mich jetzt aber nicht direkt damit beschäftigt. Als ich es mir dann doch kaufte, da musste ich mich schon fragen, was wird denn noch alles als „Frauen“ Tarotdecks verkauft und vor allem, warum gerade dieses?

Das Büchlein: Es handelt sich hierbei um ein kleines Handbüchlein, welche in der Größe der Tarotkarten gehalten wurde (damit es in die Verpackung passt) und in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch gehalten ist. Zuerst gibt es eine kurze Einleitung was „der“ Tarot ist (das steht wirklich da), dann die Bedeutung der Karten in Stichpunkten (bei der großen Arkana finden wir noch die spirituelle Bedeutung der Karten), eine Legemethode und wie man diese verwendet.
An sich ist das Buch nicht überragend und wer ein Lo Scarabeo Deck hat, kann sich vorstellen was sie/ihn hier erwartet. Man kann mit dem Büchlein arbeiten, dass ist nicht die Sache, aber etwas neues, spannendes bietet es trotzdem nicht.

Die Karten:
Die Bilder stammen von den Gemälden des Künstlers Peter Engelhardt. Es handelt sich hierbei um ein Künstlerdeck wie das von Royo (Black Tarot) Gustav Klimt (Klimt Tarot) und so weiter. Ein Vorteil ist hier definitiv, dass auch die Zahlenkarten aussagekräftige Bilder haben.
Die Bilder sind mit sanften Farben gemalt (jedoch um ein Tick dunkler und mit kräftigeren Farben, als das Cover vermuten lässt). Jedoch tauchen Teile von Bildern auf mehreren Karten auf. Als Beispiel: Die Karte 6 (Die Liebenden) zeigt ein Paar (Mann und Frau) die im Herzen miteinander verbunden sind. Der Mann taucht auch auf den 5 Kelchen, das Paar auf den zehn Münzen sowie auf den 6 Schwertern auf. An sich interessant, da man jetzt daran denken kann, dass die Karten miteinander verbunden sind. Aber auch so tauchen viele Motive auf verschiedenen Karten auf. Entweder als ganzes (also wie z.B. bei dem Paar der Liebenden) oder in Teilen (wie der Mann der Liebenden auf den 5 Kelchen).

Ich muss zugeben, ich verstehe nicht so ganz, warum das Deck Frauen Tarot genannt wurde. Vielleicht wegen den Farben? Vielleicht weil die männlichen Figuren leicht feminine Züge besitzen? Vielleicht weil es sich dann besser verkauft?
Ich weiß es nicht.
Wer sich für ein alternatives Künstlerdeck interessiert könnte hier finden was sie/er sucht. Wer sich aber nicht sicher ist, ob sich das wirklich lohnt, sollte sich vorher die Bilder irgendwo anschauen, im Laden, im Internet oder direkt auf der Verlagsseite, die haben einige Bilder ausgestellt (ich glaube auf der englischen war das, wo ich die Bilder gefunden habe).

Mein Fazit: Ich weiß gar nicht wo ich das Deck einordnen kann, irgendwie entzieht es sich mir. Es ist interessant zum ansehen, ob man damit arbeiten kann, dass habe ich ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert und ob ich es werde, weiß ich nicht. Dafür ist meine Sammlung um ein Stück reicher geworden 😉

Edit: Ich habe mal die Internetseite des Autors gefunden und muss sagen, die Bilder sind so atemberaubend, kommen aber im Tarot nicht so schön rüber.

Das Hexen-Einmaleins der Liebe von Gillian Kemp

Das Set besteht aus einem Handbüchlein und 52 Karten (für jede Woche des Jahres eine Hexe).

Das Handbüchlein:
Zuerst wird kurz das Set vorgestellt und einige Deutungsmethoden, mit denen man direkt arbeiten kann. Dann gibt es noch Hinweise zu bestimmten Hexen, die man bei ihrem erscheinen beachten sollte.
Danach kommen die Deutungen und jede Hexe präsentiert ein kleines Ritual.
Alles ist hier recht kurz gehalten. Die Deutungen richten sich direkt auf die Hexe und schränkt sich meistens auf die halbe Seite ein, manchmal etwas mehr, gelegentlich auch weniger. Für den Anfang reicht es, aber wer sich mit der Symbolik auf den Karten (die existieren) kann sicherlich noch mehr aus den Karten herausholen. Sonst wird es, meiner Meinung nach, doch etwas schwierig, hier die großen Deutungen zu geben. Es stellt sich hier aber auch die Frage, ob die Autorin das überhaupt vorhatte.

Die Rituale, die jede Hexe mitbringt, sind kurz und man braucht meistens nur eine Kerze, etwas zum schreiben und Bänder. Das alles kriegt man meistens im Supermarkt, bis auf die farbige Tinte und das Papier (und sogar hier kann man sich sicherlich was einfallen lassen). Die Sprüche lassen sich schnell durchführen, das Buch bietet aber keinerlei Wissen darüber, ob man Kreise ziehen soll und wenn ja wie, wie es mit den Himmelsrichtungen aussieht und derartige Sachen, die in vielen Hexenbüchern beschrieben werden. In diesem Fall sollte frau (und auch mann) sich von der eigenen Intuition leiten lassen: Brauche ich das wirklich (sonst einfach mal Luisa Francia: Hexenbesen Zauberkraut – Eine Grundlage der Magie lesen).

Ich muss zugeben, bei einem Spruch (ich weiß jetzt aber nicht mehr zu welcher Hexe es war, ich glaube bei einem der Mondhexen) verstand ich nicht den Sinn des Rituals. Da hätte die Autorin ruhig noch ein Wort verlieren können. Und bei zwei oder drei der anderen Ritualen stand mir der Mund offen, weil sie offen Verwünschungen darstellen. Daher passt im Grunde genommen der englische Titel „Gute Hexen – Böse Hexen“ eigentlich besser, als die deutsche Version. Wer also eine reine Licht und Liebe Hexe ist, sollte diesen Teil ruhig überspringen.

Die Karten:
Diese sind etwa so groß wie die Handinnenfläche und aus einem widerstandsfähigen Material. Jedoch unterschieden sie sich deutlich von sämtlichen Karten, die ich besitze.

Die ersten 26 Hexen sind die sogenannten guten Hexen. Sie vereinen alles Lichte, Gute und so weiter in sich. Dementsprechend sind auch die Farben, die Beschreibungen im Buch (dort erkennt man sie an den Katzen, die neben dem Bild der Hexe abgebildet sind) und am Ritual.

Danach kommen die 26 Hexen der Dunkelheit, des Schmerzes aber auch der Hoffnung. Bei einigen Karten frage ich mich eigentlich, warum sie im zweiten Teil (im Büchlein erkennt man diese an die Kröten neben dem Bild) auftauchen, denn eine Hexe des Vollmondes ist in meinen Augen nicht unbedingt schlecht, eher des Dunkelmondes (wenn man es so möchte).
Die Karten kann man anhand der Zahlen, die bei den ersten 26 Bildern auf der rechten sind, bei der zweiten Reihe auf der linken Seite sind.
Die Bilder wirken 2D haft, was aber nicht unbedingt negativ zu bewerten ist. Ich finde diese Form der Darstellung sehr interessant und spricht mich an, auch wenn sie nicht mit anderen Tarotdecks auf dem Markt mithalten könnten. Auch die Tatsache, dass nicht alle Hexen weiß sind, gefällt mir persönlich sehr gut und hat daher einen besonderen Platz in meinem Herzen gewonnen.

Fazit: Das Deck mag vielleicht nicht DAS Deck sein, welche auf dem Markt gibt. Trotzdem ist es sehr liebevoll gestaltet und zaubert sich sicherlich in so manch ein Herz, wenn man es nur zulässt 😉 Das Büchlein ist klein aber fein und mit ein wenig Übung kann man die Karten deuten und sie auch anderen Leuten legen. Oder eben nur für sich, wenn frau/mann möchte. Die Karten sind stabil und klein genug um sie in einer kleinen Handtasche/Rucksack oder derartiges mitzunehmen. Und mit Hilfe einer Orakelmethode weiß man am Ende auch, welche Rituale man anwenden kann und vielleicht auch mal sollte.

Was mich persönlich doch ein wenig stört, ist die Tatsache, dass frau hier nur nach Männern für eine potentielle Beziehung ausschau halten kann (was ist mit den Lesben, funktionieren hier die Rituale auch? Ein oder zwei Worte in dieser Richtung hätten gut getan). Doch beim besten Willen, dass Deck ist so liebenswürdig, dass kann man ihm einfach nicht übel nehmen ;)=

Daher kann ich es nur weiterempfehlen. Es ist kein Standarddeck, aber herzallerliebst.

Ich bin die Göttin: Set mit Karten und Buch von Amy Sophia Marashinsky (Autor), Melissa Harris (Illustrator)

Sondereinband: 55 Seiten
Verlag: Königsfurt Urania; Auflage: 1 (1. März 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3038193046
ISBN-13: 978-3038193043

Als ich endlich mein Buchpaket in den Händen hielt, dachte ich mir, wow, ich habe endlich das Deck. Dann packte ich es auch und dachte mir, wow, sieht das schick aus. Ich öffnete den Deckel und dachte mir, cool, ein längliches Büchlein, da wird sicherlich alles komprimiert beschrieben. Dann holte ich das Büchlein heraus und dachte mir …

Das Büchlein.
Es ist, wie geschrieben, im Längsformat und enthält einige Bilder aus dem Werk, damit das ganze ein wenig aufgelockert ist. Zuerst bedanken sich Autorin und Künstlerin bei denen, die ihnen bei dem Werk geholfen haben. Dann wird erzählt, wie sie zu der Idee kamen. Danach wie die Autorin durch ein Unfall zu den Affirmationen kam, bzw. wie sie den Sinn dahinter verstand. Dann, wie Affirmationen im Leben nützen, einen offenen Brief an die Frauen (eine Seite lang) und dann endlich kommen wir dazu, wie man die Karten nutzt. Jedoch macht dieser Teil nur ein Bruchteil des Buches auf. Der Rest geht für die Beschreibung drauf, wer Autorin und Künstlerin sind.

Ich muss zugeben, es war schwer, die schleichende Enttäuschung zurückzuhalten, ist man doch vom Göttinnen Geflüster etwas anderes gewohnt. Alleine das Buch füllt einige Abende, während dieses kleine Werklein gerade mal in einer guten halben Stunde durch hat (sofern man eben langsam liest).
Mir gefällt, dass die Autorin nicht erwartet, dass man etwas tun muss, sondern etwas tun kann. Denn dieser Zwang geht mir bei vielen anderen gehörig auf die Nerven. Dass ist definitv ein Pluspunkt. Aber sonst finde ich, dass dem drumherum doch zu viel Platz gewidmet wurde.

Die Kärtchen:
Auf der Rückseite der Kartenbox habe ich gelesen, dass die Karten in einer Extraverpackung sind, damit man sie jederzeit mitnehmen kann. Ehrlich gesagt, so viele Gedanken habe ich mir nicht darum gemacht. Aber als ich das Büchlein aus der Box genommen habe, ich muss zugeben, ich war im ersten Augenblick maßlos enttäuscht. In dieser großen Box, ist eine Box enthalten, die gerade mal in meine Handfläche passt (okay, sie ist ein wenig größer, aber von der Theorie her stimmt es ungefähr). Ich gebe zu, ich habe mich auf ein Deck, dass so ähnlich ist, wie Göttinnen Geflüster. Ich meine damit auch die Kartengröße. Wer das erwartet, wird definitiv enttäuscht sein.
Doch dann habe ich die Karten rausgenommen und ich muss zugeben, die Bilder sind absolut wunderschön. Die Sprüche passen und an sich bilden sie eine tolle Symbiose. Und die Autorin hat recht, man kann es sich in die Hosentasche (oder in die Handtasche) stecken und jederzeit mitnehmen oder auch mal auf der Toilette sie herauskramen und die Karten legen oder sich eine Affirmation heraussuchen und mit ihnen schnell arbeiten (wenn es eben sein muss).

Fazit:
Wenn die anfängliche Enttäuschung verflogen ist (zumindest bei mir), dann gewinnt man dem Deck doch gewisse Punkte ab, die toll sind.
Ich habe dem Deck trotzdem zwei Punkte abgezogen. Einmal für das Büchlein, dass mehr aus persönlichen Biographien besteht, als auf die Karten eingeht. Ich hätte mir in dieser Hinsicht mehr gewünscht.
Andererseits aber auch für die Karten: Denn wie geschrieben, sie hätten trotz allem ruhig ein Tick größer sein, damit die wunderschönen Bilder mehr zur Geltung kommen können. (Dann wäre die erste Enttäuschung sicherlich kleiner geblieben). Die Idee, ein Deck für die Handtasche zu schaffen, wäre trotzdem kein Abbruch getan.

Sonst finde ich, dass es ein wunderschönes Deck ist, dass man sich ruhig kaufen soll. Man sollte aber nicht erwarten, dass man hier ein zweites Göttinnen Geflüster erhält. Es ist von der Idee und von den Bildern definitv anders.

Das Orakel der Großen Göttin: Set aus 28 farb. Spielkarten (89x 127 mm), 64 Seiten Booklet, 1 Stülpdeckelschachtel von Pamela Matthews

Geschenkartikel
Verlag: Schirner; Auflage: 1 (1. April 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 389767307X
ISBN-13: 978-3897673076

Ich habe das Deck vor über einem Jahr per Zufall auf diversen amerikanischen Seiten entdeckt und mich sofort in die Bilder verliebt. Hätte ich eine Kreditkarte gehabt, ich hätte sie mir sogar aus Amerika einschiffen lassen, nur um die Karten zu haben. Inzwischen gibt es sie auch in Deutschland (ohne hohe Zollgebühren und im nachhinein bin ich froh, dass ich gewartet habe).

Die Bilder:
Traumhaft, mehr kann man im Grunde genommen nicht sagen. Von dem Aussehen, von der Farbe und so weiter, sehen sie absolut unbeschreiblich aus. Zwar können sie schwerlich mit dem Göttinnengeflüster mithalten (also an realen Vorbildern), aber ich muss sagen, einfach Hammer. Die Zeichnerin hat die Bilder extra für dieses Deck geschaffen, daher sind einheitlicher, als zum Beispiel die Decks von Doreen Virtue.
Etwas irritiert war ich aber dann doch, dass hier der Gral (oder dann doch eher „die“ Gral, weil es weiblich ist?) und auch Heilige Einzug in das Deck der Göttin fanden. Zwar ist Maria ein Überbleibsel der Großen Göttin, aber ich frage mich doch, warum dauernd Maria Magdalena in solchen Decks dann auftaucht? Sie war eine Priesterin (die Magdalenen waren eine Gruppe Priesterinnen, die reiche jüdische Mädchen im Sinne des Göttinnenglaubens erzogen), aber eine Göttin? Da kriegt man doch das Gefühl, dass die Schöpferinnen solcher Decks, sich zwar zum Göttinnenglauben bekennen möchten, aber sich nicht trauen, den letzten Schritt zu gehen.
Die Auswahl der Göttinnen ist auch jetzt nicht absolut überraschend, denn letztendlich sind es fast wieder einmal die üblichen Verdächtigen: Isis, Athene und so weiter. Hera bildet hier zwar eine kleine Überraschung, aber inzwischen findt (für mich zum Glück) aber immer öfters Einlass in Orakel- oder auch Tarotdecks.

Das Büchlein:
Man hätte sich ja fast das Büchlein eigentlich schenken können. Denn zum einen finde ich die Beschreibungen der Göttin ein wenig Gewöhnungsbedürfig, andererseits geben die Deutungen auch nicht viel her. Die Affirmationen sind nett, sowie die Symbole, aber man hätte sich hier ruhig mehr Mühe geben können. Denn auch die Bindung war bei meiner Ausgabe schlampig, so wurden die Seiten so nah am Text geheftet, dass ich das Büchlein auseinanderziehen musste um alles einigermaßen gut lesen zu können.

Der Preis:
Das Orakel besteht gerade mal aus 28 Karten (wobei eine auch noch falsch numeriert war bei mir)und einem dünnen Büchlein, da muss ich leider sagen, da finde ich den Preis nicht unbedingt gerechtfertigt. Denn die Decks von Doreen Virtue (man mag zu ihr stehen wie man will), haben etwa doppelt so viele Karten wie diese hier und kosten nur zwei bis drei Euro mehr. Da frage ich mich schon, wie wurde denn da kalkuliert?

Fazit:
Ich bin im nachhinein froh, dass ich das Deck nicht aus Amerika gekauft habe. Die Bilder sind der Hammer, da kann man nicht klein reden. Aber das drum herum zieht das ganze doch herunter. Also damit meine ich das Büchlein aber auch den Preis.
Für Sammlerinnen ist es sicherlich ein Muss, wer aber damit arbeiten will, sollte sich die Karten erst einmal ansehen (empfehle ich dann doch) und sich die Deutungen selber erarbeiten. Das ist meine persönliche Empfehlung dazu.

Der Haindl Tarot, m. Tarotkarten von Rachel Pollack

Verlag: Econ Tb. (2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548740278
ISBN-13: 978-3548740270

Das Buch:
Es gehört sicherlich zu den besseren Tarotbücher die ich gelesen habe. Jede Karte wird zuerst beschrieben und auch in ihrer Symbolik erläutert. Dabei bleibt die Autorin nicht nur an gängige Beschreibungen, sondern geht weiter und tiefer in die Vergangenheit. Aber auch die Gegenwart und die Patriarchatskritik wird hier nicht ausgelassen. Jedoch wird die Symbolik auch in der Deutungsrichtung beschrieben. Und am Ende findet man eine Divinatorische Bedeutung, welche mit Hilfe der Kartenbeschreibung sehr ausführlich geschehen kann. So gut, wie nach der Lektüre dieses Buches, habe ich die Karten noch nie kennen gelernt.
Am Ende wird dann noch beschrieben, was ich so zum ersten Mal lese, wie das mit den Legemethoden funktioniert und was man dabei beachten sollte. Sonst bekommt man ja nur die Legemethoden beschrieben und das war’s. Hier geht es ausführlicher. Auch die Tarotmeditation finde ich toll.

Die Karten:
Sie sind zwar sehr düster (für meinen Geschmack), aber trotzdem sehr ausdrucksstark. Sogar die Karten, die nur wenige Elemente haben, sagen hier mehr aus, als bei manch anderen Decks, die ich kenne und habe. Mich persönlich sprechen sie nicht an, was aber nicht heißen soll, dass sie deswegen schlecht sind. Wer sehr symbolhafte Karten mag und nichts gegen ein Tick Dunkelheit hat, dann wird sie/er Freude mit diesen Karten haben.

Der Sternabzug:
Obwohl ich am Deck nichts auszusetzen habe, musste ich doch einen Stern abziehen, weil der Verlag beim Druck einige Fehler verursacht hat. So wurden einige Runensymbole vergessen, der Platz dafür war jedoch vorhanden. Und bei einigen Sätzen habe ich schlichtweg nicht den Sinn verstanden, was man hätte ausradieren können. Aber was mich am meisten erschreckt hat, war das ein Absatz scheinbar fehlte. Zwar vermutete ich, dass der auf der nächsten Seite weitergeht, inhaltlich passt das Ende des einen Absatzes nicht zum Anfang des anderen Absatzes. Daher auch der Punktabzug.

Mein Fazit:
Das Tarot ist vermutlich nicht für alle geschaffen, ich kann es jedoch ohne bedenken weiterempfehlen, wer damit arbeiten kann. Und bis auf die Fehler vom Verlag, kann ich auch nichts kritisieren. Ich finde es toll, auch wenn ich damit nichts anfangen kann.

Göttinnen Tarot: 78 Tarot-Karten im Standardformat von Antonella Platano

Verlag: Königsfurt Urania (1. Juli 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898758079
ISBN-13: 978-3898758079

Als ich gesehen habe, dass es dieses Deck gibt, dachte ich mir nur geilgeilgeil. Daher war ich schon ganz scharf darauf es mir zu holen und bereue es auch nicht, wie so manchmal bei einigen Decks.

Das Büchlein:
Lo Scarabeo ist ja dafür bekannt, sein Deutungsbüchlein in diversen Sprachen zu übersetzen. Auch hier ist es der Fall. Und wer die Decks aus diesem Verlag kennt, weiß schon, dass die Deutungen alles andere als ausführlich sind. In diesem Fall muss man aber sagen, sind sie mehr als mager. Man bekommt den Namen der Göttin auf der Karte gesagt und aus welchem Pantheon sie stammen und gelegentlich wofür sie stehen oder was sie bedeuten könnten. Mehr als zwei bis drei Sätze bekommt man hier nicht geboten. Und sogar die finde ich mager. Denn was darf ich denn unter dem Satz „spiele mit meiner Unschuld“ denn verstehen? Oder seit wann ist Lilith die Göttin der Perversion?
Meiner Meinung nach sollte man sich ausführlich mit den Göttinnen beschäftigen um zu verstehen, mit wem man es da eigentlich zu tun hat und wofür sie stehen. Denn das ist hier zum einen sehr mager ausgeprägt und meiner Meinung nach auch nicht unbedingt so richtig. Ein Buchtipp wäre Barbara G. Walker „Das geheime Wissen der Frauen“. Die meisten Göttinnen sind dort aufgeführt. Aber auch die Tarotbedeutungen sind halt sehr mager beschrieben und man sollte sich daher auch damit beschäftigen, wenn man nur wenig oder gar keine Ahnung davon hat.
Positiv finde ich, dass die Namen der Göttinnen bei jeder Beschreibung aufgeführt wurde (und nicht aus versehen eine vergessen wurde) und auch das Herkunftsland genannt wird, woher sie kommen. So hat man einen Anfang wo man suchen kann, will man sich informieren.

Die Karten:
Der Rahmen ist altbekannt, rund herum steht der Name der Karte in den verschiedenen Sprachen und die Zahl der Karte. Die Hofkarten sind auch altbekannt, die Autorinnen haben sich da leider nicht getraut, etwas neues einzuführen, wie z.B. Ritterin oder etwas ähnliches (was bei einem reinen Göttinnendeck möglich gewesen wäre).
Sonst sind die Bilder wunderschön. Junge wie alte Göttinnen tauchen aus verschiedenen Kulturkreisen auf (sogar eine Maorigöttin hat ihren Weg in das Deck gefunden, was sonst selten der Fall ist). Auch teilweise unbekanntere Göttinnen wurden aufgenommen, die man sonst nie in einem Deck findet. Die Zeichnungen sind zwar teilweise bei den jüngeren Göttinnen doch sehr eindeutig (wenig Kleidung, viel Haut), dafür sind die Bedeutungen leichter ablesbar. Ich habe gleich nachdem ich die Karten ausgepackt habe, die vorgestellte Legung ausprobiert und es war mir leichter die Karten zu deuten, als bei einigen anderen Decks die ich bisher ausprobiert habe.

Fazit:
Natürlich könnte ich jetzt sagen, für AnfängerInnen ist es nicht geeignet, weil halt die Deutungen mehr als mager ist. Aber vielleicht machen sich einige gerade deswegen auf um die Göttinnen näher kennenzulernen und auch die Deutungen der Karten entsprechend zu bearbeiten.
Die Beschreibungen der Göttinnen schießen manchmal am Ziel vorbei, die Zeichnungen ebenfalls, aber ich liebe dieses Deck und kann es daher Frauen und Männer, die sich für Göttinnen interessieren trotz allem nur empfehlen. Einzig finde ich traurig, dass auf den Karten nicht der Name der Göttin steht. Fände ich doch schöner.

Astro Orakel: 22 Orakelspielkarten von Lo Scarabeo (Autor), Antonella Castelli (Illustrator)

Verlag: Königsfurt Urania (1. Juli 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898758214
ISBN-13: 978-3898758215

Das Deck besteht aus zwei Kartenbereichen. Zum einen aus den Karten die für die astrologischen Zeichen stehen (Löwe, Jungfrau etc.) und dann für die Planeten unseres Sonnensystems (samt Sonne und Mond).

Die Karten sind im Jugendstil gezeichnet wobei bei den astologischen Karten noch das Zeichen hinzugefügt wurde, wenn dies nicht aus dem Bild klar wurde (wie z.B. bei der Jungfrau). Aber irgendwelche Bedeutungen aus den Karten kann ich persönlich nicht erkennen. Dafür braucht man doch das Buch.

Das Büchlein ist (wie immer bei Lo Scarabeo) in verschiedenen Sprachen unterteilt. Die Bedeutungen für eine Legung sind nur auf vier Positionen reduziert worden. Für mehr reichte scheinbar der Platz nicht. Und das finde ich traurig. Die Planetenkarten wurden hingegen alle beschrieben, jedoch mit einem Wort, gelegentlich wurde mal ein Satz verwendet.

Das Deck an sich ist wunderschön gezeichnet, das Buch dazu ist enttäuschend. Wer sich nicht für Astrologie interessiert oder gar darin eine Ausbildung hat, kann mit diesem Deck doch einige „Verständigungsprobleme“ haben. Daher ist meine Empfehlung, wer sich für diesen Bereich interessiert, kann es sich besorgen, alle anderen möchten es sich vielleicht doch lieber überlegen.

Labyrinth Tarot: 78 Tarotkarten von Luis Royo

Verlag: Königsfurt Urania (1. Februar 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898757730
ISBN-13: 978-3898757737

Ich bin schon seit Jahren eine begeisterte Fanin der Bilder von Royo, auch wenn sie vielleicht nicht politisch korrekt sind und sie sehr ähnliche Handlungen haben. Daher bin ich auch so lange hinter dem Black Tarot her, aber wenn ich mir dieses Deck anschaue, dann denke ich mal, kann jedes andere Deck einfach nur ade sagen, denn es ist einfach nur traumhaft. Seit meinen GöttinnenTarot habe ich mich nicht mehr so sehr in ein Deck verliebt.

Die Karten:
Sie sind in einem leichten Ton gezeichnet und einfach nur bezaubernd, anders kann man sie nicht beschreiben. Die Figuren sind gut getroffen und klar, wer Royos Stil kennt weiß, dass bei den Frauen meist die Brüste zu sehen sind (aber nicht immer). Aber zum Trost, hier gibt es mal einen nackigen Kerlchen. Die Karten sprechen in einer starken Symbolik und haben auch die astroligischen Zeichen unter der sie stehen im Bild integriert.
Die kleine Arkana ist je in eine andere Farbe gehalten und die Zahlenkarten haben einfach nur die Münzen oder Kelche in der jeweiligen Anzahl. Jedoch zeigt sich hier auch eine gewisse Abwechslung, also es sind nicht immer die gleichen Münzen zu sehen oder sonstiges. Die Hofkarten zeigen dann wieder Figuren, die im entsprechenden Stil gezeichnet sind.
Also die Karten sind einfach Top und ich kann sie nur empfehlen, wer nichts gegen einen schönen Touch Erotik hat.

Das Deutungsbüchlein:
Das Buch enthält die Sprachen Spanisch, Englisch, Deutsch und Portugiesisch. Und ich habe ja schon viele Büchlein zu solchen Decks gelesen, doch dieses topt irgendwie alles. Und das sage ich nicht nur, weil es Royo geschrieben hat (oder geschrieben haben soll 😉 ). Zuerst werden einige wenige Legemuster beschrieben (nicht mit einem Bild gezeigt) und auch, wie das Tarot sich in Laufe der Zeit gewandelt hat. Kurz aber prägnant diese Informationen.
Dann wird zu jeder Karte die Deutung gebeben, wobei nicht nur die positive oder negative Seite gezeigt wird, sondern halt auch die andere. Das finde ich sehr ansprechend, da es mich persönlich schon nervt, wenn den Karten nur eine Seite zugesagt wird. Die Deutungen sind zwar kurz gehalten, aber meiner Meinung nach doppelt so lang, als in anderen Büchlein. Und dann wird die Karte mit einem Satz beschrieben, was sie hauptsächlich aussagt.

Fazit:
Wer Royos Bilder mag und die Karten legt, wird hier sicherlich eine wunderbare Mischung finden. Mir gefällt dieses Deck einfach nur noch und ich kann es fast gar nicht mehr aus den Fingern legen. Und das Beste ist, die Karten sind nicht eine Mischung aus irgendwelchen Bilder, die man vielleicht mit der Figur der Karten identifizieren könnte, sondern wurden ja extra dafür gemalt. Somit haben sie auch eine Symbolik und man kann damit arbeiten.
Einfach nur empfehlenswert.

Das Germanische Götterorakel, 81 Karten von Voenix

Verlag: Arun-Verlag; Auflage: 3 (2000)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3927940593
ISBN-13: 978-3927940598

Hierbei handelt es sich um ein Kartendeck, welche aus 81 Karten und einem kleinen Handbüchlein besteht. Dazu gibt es noch das Buch „Weltenesche Eschenwelten. Das germanische Götterorakel und Nachschlagewerk“, welche man als das Hauptbuch zu diesem Deck sehen könnte, leider aber seperat gekauft werden muss.

Die Karten:
Auf 81 Karten werden unter anderem die verschiedenen Gottheiten der GermanInnen, die verschiedenen Gesichter Odins und vieles mehr, was mit dem Germanentum zu tun hat, vorgestellt. Die Bilder an sich sind sicherlich Geschmackssache. So sind die Frauen häufig Großbusig dargestellt und Männer strotzen fast immer nur von Muskeln. Wem das nicht zusagt, nun ja, wird vermutlich gewisse Probleme damit haben. Aber sonst sind die Karten interessant dargestellt und zeigen diese Welt auch mal aus einer anderen Sichtweise. Mir persönlich gefallen sie sehr gut und ich schaue sie mir sehr gerne öfters an.

Das Büchlein:
Es enthält eine kurze Vorinformation zum Deck, warum es 81 Karten sind und dann kurze Stichpunkte zur Deutung der Karten wie ein oder zwei Sätze zu der Geschichte der jeweiligen Karte. An sich ist das Buch ein netter Einstieg, nur leider nicht unbedingt sehr toll, wenn man mehr über die Karten erfahren will. Denn wie so oft, lassen sich viele Deutungen der Karten auch über die Geschichte der Göttinnen und Götter oder der dargestellten Figuren erfahren. Für die Meisten, denke ich zumindest, dürfte es sicherlich kein Problem sein die Karten zu deuten, zumal auch keine bestimmte Legemethode verlangt wird (die meisten Tarotlegemethoden sind dafür angebracht), aber die eine oder der andere könnte sich sicherlich freuen, wenn es mehr Infos gibt. Entweder besorgt man sich das oben genannte Buch oder die Edda. Beides dürfte sicherlich helfen. Und sonst, lang lebe die eigene Intuition.
Ein Punktabzug ist für den Einstieg des Buches gedacht, denn der Autor schreibt, es gibt viele Gründe warum beides getrennt ist und nennt dann keinen.

Fazit: Eine schöne Alternative zu den allhergebrachten Decks, man sollte sich aber schon die Edda zu Gemüte führen, damit man auch versteht, warum bei Freya die Tiere abgebildet sind, wie die Geschichte von Odin ist und so weiter.
Alternativ kann man auch „Die Göttin und ihr Heros“ von Heide Göttner-Abendroth lesen, die auch einiges zu den Wanen und Asen schreibt.
Sonst Topp.

Goddess Tarot. Karten von Kris Waldherr

Verlag: Königsfurt Urania (1. Februar 2005)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 3898757412
ISBN-13: 978-3898757416

Es handelt sich hierbei um ein normales Tarotset, wobei hier die Karten allesamt von Göttinnen aus den verschiedensten Kutlturkreisen bestimmt werden.

Die Karten:
Die Bilder sind einfach wundervoll. Die große Arkana zeigt 22 verschiedene Göttinnen (jede Karte eine andere Göttin) und die stammen nicht nur aus Europa (jedoch die meisten), sondern auch von den anderen vier Kontinenten (endlich auch mal aus Australien). Der Rahmen um die Bilder sind auch im Stile des Herkunftslandes gestaltet, also wenn die Göttin aus Ägypten kommt, gibt es einen ägyptisch anmutenden Hintergrund und so weiter.
Die kleinen Arkana sind je von einer Göttin dominiert: Isis, Venus, Lahshmi und Freya. Die Hofkarten bestehen dann aus Prinzessin und Prinz, wie Königin und König. Die männlichen Karten werden auch von männlichen Personen vertreten, die jedoch den Frauen ähneln.
Die Karten erinnern ein wenig an das berühmte Rider Waite Tarot. Damit ist es also auch möglich, wenn man das englische nicht so gut beherrscht und einem das Büchlein zu dünn ist, mit den ganzen Handbüchern zu arbeiten, welche zu dem Rider Waite Tarot jemals herausgebracht wurde (z.B. Sylvie Winter: Tarot für starke Frauen). Man kann aber auch, wie so oft, die eigenen Inspiration arbeiten lassen, denn die Bilder sind in diesem Punkt sehr auspruchsstark. Man könnte fast der Meinung sein, gar kein Buch zu brauchen (vielleicht für die Unsicheren).

Das Büchlein:
Bei der großen Arkana wird kurz etwas zu der Göttin gesagt, dann die normale Deutung und die, wenn die Karte umgedreht ist. Genauso wie bei der kleinen Arkana, wobei hier mehr auf die Bildbeschreibung eingegangen wird. Jedoch erklärte die Autrorin hier, welche Arkana zu welchem Tierkreiszeichen einen Bezug hat (habe ich hier zum ersten Mal gehört), wobei hier dann wieder die alte Diskussion anfängt, gehören die Schwerter wirklich zur Luft und die Stäbe zum Feuer oder andersherum.
Sonst ist der Deutungsteil hier genauso aufgebaut wie bei der großen Arkana und zum Schluss gibt es zwei Legemethoden. Ein einfaches für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sowie der berühmte keltische Kreuz.
Das Buch ist klein, aber fein. Man sollte hier nur gute englische Kenntnisse haben um es zu verstehen (ich habe zugegebenermaßen nicht alles verstanden), sonst kann man es notfalls übersetzen, so dick ist es nicht.

Fazit:
Die Karten lohnen sich auf alle Fälle die Anschaffung. Zwar sind ca. 98 Prozent der Karten von Göttinnen besiedelt (warum auch nicht), aber ich denke, auch Männer können mit diesem Set arbeiten, wenn sie sich mit den Göttinnen auseinandersetzen. Zwar haben sie nicht den Charme der „Göttinnen-Geflüster“, weil alle recht normal aussehen (modenormal könnte man fast sagen), trotzdem sind sie wunderschön. Und das tolle ist, im Gegensatz zu vielen anderen alternativen Kartensets, man kann hier so gut wie alle Bücher nutzen, die für das Rider Waite Tarot geschrieben wurden. Denn es gibt viele Karten wo ich mir dachte, moment, die kommt mir bekannt vor.
Göttinnen pur zum lernen (auch für nicht englische ExpertInnen wie mich).

Da der Beitrag jetzt schon so lang ist und ich noch gut einige Dutzend anderer Decks rezensiert habe (auf einer bestimmten Seite), unterbreche ich die kopiererei an dieser Stelle und mache dann ein anderes mal weiter 🙂

Die Tarotkarten von Luis Royo

Ich habe ja beide Tarotkartendecks von Luis Royo und nehme mir mal wieder Zeit einen kleinen Vergleich dazu anzustellen, lach. Viel Spaß also beim lesen.

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The Black Tarot

Das sogenannte The Black Tarot des Künstlers ist etwas älter und auch das bekanntere von ihm.

Es hat alle 78 Karten, jedoch sind nicht alle Karten bebildert. Aber erst einmal zu der großen Arkana. Alle Karten sind mit Bildern bestückt, die zumindest der Idee der Karte am nähesten kommen. Daher ist es klar, dass die Symbole hier nicht so ausgeprägt sind, wie auf Karten, die für das Tarotdeck selber gezeichnet wurden.

Weiter sollte man daran denken, Luis Royo ist Illustrator diverser Hefte und Büchercover, seine Lieblingsmotive sind halt Frauen (besonders unbekleidete Frauen) und Endzeitmotive. Und das sieht man auch auf den Bildern.

Jedoch muss auch ich ihm zugestehen, dass die Bilder wunderschön gezeichnet sind und die Erotik, die er hier verwendet, einfach nur fesselt (teilweise sogar im wahrsten Sinne des Wortes).

Die kleinen Arkanas hingegen enttäuschen ein wenig. Das Ass, wie die Personenkarten haben noch ein Bild, die restlichen hingegen, zeigen nur die Anzahl der entsprechenden Elemente an. Mehr nicht. Daher ist es besser, wenn man mit den Karten legen möchte, was ich nicht abstreite, dass das nicht geht, sollte zumindest die Bedeutungen der kleinen Arkanas kennen (hier teilweise auch die der großen, jedoch bin ich der Meinung, mit der noch arbeiten zu können, im Gegensatz zu den kleinen).

Fazit: Das Deck ist für SammlerInnen und FreundInnen von Royos Werke und Tarotdecks sicherlich eine interessante Ergänzung, jedoch so richtig damit arbeiten wird AnfängerInnen meiner Meinung nach schwer fallen.

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The Labyrinth Tarot

Das Labyrinth Tarot ist das zweite Tarotdeck des Künstlers. Jedoch wurden hierfür nicht irgendwelche Bilder benutzt, die er irgendwann mal gezeichnet hat, sondern, nach Werbeaussagen zu urteilen, hat er sich vier Jahre lang mit dem Tarot selber beschäftigt und nach und nach die Bilder dieses Decks gezeichnet. Daher zeugen sie eher von Symbolischem Reichtum, als die große Schwester (damit meine ich das Black Tarot).

Die große Arkana ist auch hier mit erotischen Bildern geschmückt und wer Royo kennt, weiß, dass die Frauen hier halt sehr offenherzig herumlaufen. Jedoch ist ausnahmnsweise der Gehängte in diesem Deck von einem nackten Mann symbolisiert ^^ Mal eine angenehme Abwechslung für die Damen (leider hat meine Suche über Google kein Bildergebnis ergeben, so kann ich euch die Karte hier nicht verlinken).

Die kleine Arkanas sind hier wie beim BlackTarot nur mit der Anzahl der entsprechenden Elemente abgebildet. Nicht einmal das As hat, anders als beim BlackTarot, ein Bild. Nur die Personenkarten wurden sehr treffend mit Personen dargestellt.

Das Büchlein hier ist jedoch auch um einiges besser beschrieben, jedoch recht kurz. Es gibt aber ein HC Buch zu diesem Deck, welche leider alles andere als billig ist.

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Fazit:

Wenn sich jemand für eines der beiden Tarotdecks als Mittel zur Wahrsage nutzen möchte, der oder dem kann ich nur das Labyrinth Tarot empfehlen. Denn es enthält alle Elemente, was ein Tarotdeck braucht. Die Symbolik ist vorhanden, es hält sich sehr an das Merseilles (oder wie das auch immer geschrieben wird ^^) Tarot und spricht teilweise auch mehr an. SammlerInnen wie ich es bin, werden sich vermutlich beide holen und ich kann dies nur bestätigen. Denn beide Decks sehen wunderschön aus.

AnfängerInnen kann ich jedoch weder das eine noch das andere Deck empfehlen, da gerade die kleine Arkana schon die Bedeutungen voraussetzt, da sie keine Bilder haben, mit denen man arbeiten könnte.