Endlich, die Entscheidung ist getroffen :)

Ich hatte euch ja in der letzten Zeit ein wenig, wegen der Ausschreibung vom Hierreth Verlag genervt. Es war dann sogar so, dass ich persönlich mich geistig davon verabschiedet habe, in dem Sinn, entweder es kommt oder es kommt nicht, als die Antwort.

Tja, gestern kam per Mail endlich die Antwort.

Mein Text wurde zur Veröffentlichung ausgewählt.

Mein zweiter Text, den ich eingeschickt habe und der wird wirklich veröffentlicht. Das war gestern wie eine Erlösung für mich, nachdem ich mich ja noch am Wochenende so unter Druck gesetzt habe.

Einfach toll !!!

Übrigens, die Anthologie wird Januar 2010 erscheinen. Leider noch etwas hin, aber das kann ich jetzt aushalten ^^ ich freue mich schon wahnsinnig.

lllg

erdchen

Sensual Wicca Tarot oder auch Sexy Wicca Tarot ~ Nada Mesar & Artwork by Elisa Poggese

Wichtige Grunddaten:

Spielkarten: 64 Seiten
Verlag: Lo Scarabeo; Auflage: De Luxe edition (31. Mai 2007)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 888395727X
ISBN-13: 978-8883957277

Lo Scarabeo hat das sogenannte Sensual Wicca Tarot herausgebracht, was gelegentlich das Sexy Wicca Tarot genannt wird. Da ich zur Zeit (auch aufgrund einiger erotischer Darstellung, ich gestehe) mit diesem Deck (und einem zweiten) meine Geschichte schreibe, bleiben mir die Bilder besonders im Kopf hängen. Teilweise, so muss ich gestehen, verstehe ich nicht sonderlich gut die Aufteilung der Bilder.

Die große Arkana:

Das sind die Karten der großen Arkana. Wer genau hinsieht, wird bemerken, dass immer wieder erotische Darstellungen zum tragen kommen. Manchmal passend, manchmal denke ich mir, musste das jetzt sein (ich bin bestimmt nicht prüde, aber es gibt Erotikdarstellungen, die eben nicht sinnig sind). Da die große Arkana jedoch mit Archetypen und derartiges arbeitet, kann man hier eindeutig sagen, es funktioniert. Man findet die mögliche Bedeutung der Karten in diesen Bildern und man kann damit arbeiten.

Eine Besonderheit ist auch, dass hier nicht nur Weiße vorkommen, sondern auch Menschen anderer ethnischen Gruppen. Und das beste kommt noch. In der kleinen Arkana treffen wir sie wieder.

Die kleine Arkana:

Die kleine Arkana hat die oben genannte interessante Idee, dass viele der Figuren der großen Arkana auch in der kleinen zu finden ist. Man kann quasi eine Art Verbindung/Freundschaft aufbauen und sie somit besser kenennlernen. Und ich denke, viele können auch mit den Karten gut arbeiten. Zumal viele Karten sich miteinander verbinden lassen. Jedoch hätte ich mich gefreut, wenn es nicht so wild durcheinander ginge 🙂

Ich stelle am besten die Farben in einem Fließtext vor, ist mir so heute morgen ebenfalls im Halbschlaf eingefallen, lachZ.

Die Stäbe:

Die Stäbe fangen ganz klassisch mit einem Salamander auf einem Stab an (As der Stäbe). Blauer Hintergrund und sonst keine Besonderheiten wie ich finde. An den Asen selber störe ich mich übrigens in keinster Weise (okay, ein Hintergrund bei dieser Karte wäre vielleicht noch wünschenswert gewesen, aber gut, man kann nicht alles haben ^^). Mit den 2 der Stäbe reisen wir in die Wüste, vermutlich Ägypten, wegen den Pyramide. Wir sehen zwei nackte Männer, die sich scheinbar nahe stehen und uns den Rücken zudrehen. 3 der Stäbe zeigt ebenfalls die beiden Herren, wobei wir sie nun sehen können und gleichzeitig eine nackte Frau (mit einem doch etwas seltsam geformten Gesäß ^^). Bei 4 der Stäbe dürfen die beiden Herren im Kreise der Familie, des Dorfes oder des Clans, heiraten. Immer noch nackt, warum auch immer ^^. Ob sie sich jetzt daneben benommen haben oder nicht, weiß ich nicht, aber auf 5 der Stäbe werden sie alles andere als freundlich behandelt. Sie sind übrigens immer noch nackt. 6 der Stäbe zeigt das Paar von der Karte Der Wagen. Vermutlich hat es etwas mit dem Thema des Decks zu tun, dass die Frau eines ihrer Brüste zeigt. Sieht nicht sonderlich bequem aus. Bei 7 der Stäbe sehen wir unseren Stern wieder. Und auch bei 8 der Stäbe. Jetzt kommt wieder ein Quantensprung und wir landen im Kerker (9 der Stäbe) und auf dem Scheiterhaufen (10 der Stäbe. Das Mädchen der Stäbe reitet mit einem Stab über ein Feld, der Gefolgsmann der Stäbe sieht aus wie ein Ritter aus dem Mittelalter, die Mutter der Stäbe wie die bekannte Schlangenpriesterin (nur darf sie hier sitzen und muss keine Schlangen halten) und der Weiser der Stäbe scheint aus Afrika zu kommen.

Zwar wird bei den Stäben das Thema Feuer immer wieder behandelt (und sei es nur in der Wüste), aber man sieht hier schon deutlich, es wird hin und her gehüpft. Weiter stelle ich mir die Frage, was hat denn bitte schön Johanna von Orleon (die Karte 9 und 10 der Stäbe) in einem Wiccadeck zu tun? Es reicht ja schon, dass Menschen mit afrikanischen Hintergrund für das Deck ihren Kopf (bzw. sogar den ganzen Körper) herhalten müssen. Aber gleich eine historische Figur?

Die Kelche:

Der As der Kelche zeigt einen Fisch im Kelch, wie er herumspringt. Ebenfalls ein langweiliger Hintergrund ohne Besonderheiten. Da hat mich persönlich 2 der Kelche eher gefreut. Zwei küssende Frauen, die sogar ein wenig aktiver werden. Komischerweise tragen sie Kleider, während unsere Stabkerlchen nackt herumlaufen. 3 der Kelche zeigt die beiden Frauen von 2 der Kelche und eine Dritte im allbekannten Kreistanz der Kelche (ich nenne das mal so). Und bei 4 der Kelche ist die neue im Kelchtanz ein wenig deprimiert. Bei 5 der Kelche haben wir wieder einen Bruch. Zwei küssende Männer (mal wieder nackt) auf der einen Seite und auf der anderen Seite eine nackte Frau, die ziemlich wütend ist. Da könnte man sich fragen, warum sind hier zwei küssende Männer zu finden und die Frau regt sich auf und nicht andersherum ;). Mit 6 der Kelche haben wir sofort wieder einen Bruch. Denn nun sind unsere beiden Sonnenkinder wieder da. 7 der Kelche ist wieder ein Bruch zu finden. Ein Fisch im Wasser. 8 der Kelche zeigt unsere Kartenmutter, während 9 der Kelche uns den Kartengemahl zeigt. Und am Ende, 10 der Kelche kehren wir wieder zum Fisch zurück. Das Mädchen der Kelche ist hier mit dem Wassersymbol Muschel zu finden, während der Gefolgsmann der Kelche auf einem Delphin aktiv reiten darf. Die Mutter der Kelche sitze passiv auf einem Thron und der Weiser der Kelche ist wieder aktiv und diesmal sogar mit einem Orca.

Während bei den Stäbe der Wechsel zwischen den verschiedenen Gruppen nicht so schnell vonstatten geht, ist es bei den Kelchen um einiges schlimmer. Mich persönlich freut es sehr, dass der lesbischen Liebe wenigstens einer Karte geschenkt wurde (eben 2 der Kelche), aber ich frage mich schon, warum mussten die beiden Frauen jetzt direkt Kleider tragen, während die Männer die ganze Zeit nackt herum laufen dürfen. Wobei man sagen muss, hetereosexuelle Frauen sind auch nackt.

Die Schwerter:

As der Schwerter zeigt einen Adler mit dem Luftsymbol Schwert. Interessanterweise haben wir hier einen Hintergrund (ein sehr düsterer Himmel). Die 2 der Schwerter zeigt wieder unser Wagenpaar (jedoch kann man nicht erkennen, ob sie wieder ihre Brust so unbequem präsentiert). 3 der Schwerter, 4 der Schwerter, 5 der Schwerter und 6 der Schwerter zeigen (bis auf 5 der Schwerter als Bild) keine Personen, sondern eher Gegenstände. Erst 7 der Schwerter zeigt wieder eine Person. Ob sie jedoch die Transformation ist, sei einfach dahingestellt. Mit 8 der Schwerter beginnen wieder die Johannakarten. Wir finden sie noch auf 9 der Schwerter und 10 der Schwerter. Das Mädchen der Schwerter ist hier um einiges aktiver als einige andere Figuren. Dabei ist aber der Gefolgsmann der Schwerter wilder und beherzter. Die Mutter der Schwerter erinnert mich ein wenig an die eine Bibelgestalt, die unbedingt den Kopf eines Helden haben wollte (jaja, ich weiß nicht mehr den Namen) und hat in meinen Augen nicht viel mit einer Schwertkönigin gemein (man sieht auf der Karte nicht einmal ein Schwert und den Kopf schlägt man besser mit einer Guilotine ab). Der Weiser der Schwerter hingegen darf ein Schwert als Schmied herstellen.

In meinen Augen wurde bei den Schwertern viel Potential nicht genutzt. Immerhin waren vier Karten nur kalte Gebäude, die auf Anhieb nicht unbedingt viel zu sagen haben. Da hätte man bessere Bilder malen/wählen können. Ich persönlich bin von der Schwerterreihe doch eher enttäuscht.

Die Münzen:

As der Münzen zeigt einen Bär und einen waldigen Hintergrund. Auch hier wurde nicht an dem Hintergrund gesparrt. Warum dann beim As der Stäbe und Kelche? 2 der Münzen zeigt die klassische Jonglierfunktion mit dem Sonnenmädchen (ob sie die Närrin ist, sei dahingestellt). 3 der Münzen ist eigentlich völlig aus dem Rahmen gestellt, da man die Figur nicht kennt. Dagegen aber den Jungen auf 4 der Kelche, wobei man fragen kann, was ein „Indianer“junge auf einer Burg zu suchen hat (ob der Junge wirklich von den UreinwohnerInnen Amerikas abstammt, weiß ich nicht, sieht doch aber sehr danach aus). 5 der Münzen zeigt wieder unser Sonnenpärchen und 6 der Münzen spricht in meinen Augen eine sehr eindeutige Sprache über die Herkunft des Jungen. 7 der Scheiben (oder Münzen oder wie auch immer ^^) zeigt unsere schwangere Kartenmama und 8 der Scheiben unseren Sternenmann. Bei 9 der Scheiben hat unsere Kartenmama ihr Kindchen endlich bekommen (hatte ja auch eine lange Reise durch die kleinen Arkanas) und bei den 10 der Scheiben wissen wir auch, wer der Papa ist. Nur irgendwie sehen allein die Kinder auf diesem Bild glücklich aus. Das Mädchen der Scheiben wirkt eher wie eine Eremitin als wie eine junge Frau, welche die Erde in sich vereint. Der Gefolgsmann der Scheiben wirkt wie ein Jüngling, fast wie eine Frau, die Männerkleidung trägt. Die Mutter der Scheiben ist vermutlich unsere Hohepriesterin und der Weiser der Scheiben ist in den Wald zurückgekehrt.

Ehrlich gesagt, bei den Scheiben habe ich ein wenig mehr nackte Haut erwartet als bei den anderen Kartenfarben. Denn immerhin steht diese Reihe für Reichtum und Nahrung und ähnliches. Und wieso nicht gerade hier ein wenig Erotik, gar Sex einbauen? Kelche und Scheiben wären für entsprechende Kartendarstellungen am besten gewählt, dann die Stäbe und am Ende die Schwerter.

Desweiteren (das Deck schreit jetzt nach dieser Aufteilung förmlich, also rupfe ich es auch so auseinander) ist die Aufteilung der entsprechenden Pärchen nach sexueller Ausrichtung auch sehr interessant:

Hetenpärchen: Der Initiand, Die Liebenden, Der Wagen (auch wenn sie nur Händchen halten mögen, es ist weibchen/männchen Aufteilung), Obsession (wobei man noch den Unterpunkt Bondage und Dreier einbauen könnte), Ausbruch, Die Sonne, Einheit, 6 der Stäbe, 5 Kelche (immerhin war der Mann scheinbar mit der Frau zusammen), 6 der Kelche, 2 Schwerter, 5 der Scheiben, 6 der Scheiben und 10 der Scheiben.

Bipärchen (geht schneller ^^): 3 der Stäbe (könnte man zumindest behaupten, ich tue es einfach mal) und 5 der Kelche (früher Frau, heute Mann).

Schwulenpärchen: 2 der Stäbe, 3 der Stäbe (denke, dass ist eher der Hintergedanke), 4 der Stäbe, 5 der Stäbe und 5 der Kelche (früher Frau, dann Mann).

Lesbenpärchen: 2 der Kelche (hier scheint es ja sehr klar zu sein) und 3 der Kelche (okay, hier interpretiere ich eindeutig mal was hinein, es ist nicht klar, ob die alle drei was miteinander haben, aber immerhin zwei der drei).

Okay, jetzt könnte man noch weitere Bildanalysen machen, aebr ich finde die Pärchenkarten sehr interessant. Und ich persönlich werde mir so meine Gedanken dazu machen.

Das Büchlein, ich gestehe, habe ich bisher nicht durchgelesen. Nur die eine Bedeutung und die kann ich mit dem Bild nicht in Verbindung bringen. Das einzig gute an dem Deck ist, dass überhaupt Pärchen zu den sexuellen Ausrichtungen rankommen. Sonst hätte ich schon längst ein anderes genommen 🙂 Mal sehen, vielleicht finde ich da noch was ^^

Der vorletzte Beitrag zum Thema Hierreth Verlag ~ Coming Out

Ich habe auf der Internetseite des Hierreth Verlages gelesen, dass die Auswertung der Ausschreibung zum Thema Coming Out abgeschlossen ist. Die Leute werden in der kommenden Woche (da eigentlich kein Datum da steht, was unter der kommenden Woche gemeint ist, kann man des zweideutig verstehen) benachrichtigt.

Bisher habe ich noch keine Mail in meinem Briefkasten gehabt, also denke ich mal, dass wirklich jetzt die Woche  vom 18 Mai bis zum 24 Mai 2009 gemeint ist. Da ja in diesem Fall keine Namen auf der Internetseite genannt werden, müssen wohl oder übel alle angeschrieben werden. Sonst bekommen die Damen eine kleine Mailflut mit der Frage, was ist mit mir?

Tja, was ist mir mir?

Ich hoffe ja, dass meine Geschichte genommen wird und habe ehrlich gesagt, ein wenig Angst vor dem Ergebnis. Komischerweise liegt mir an dieser Geschichte besonders viel und ich fände es wunderbar, wenn diese einen positiven Bescheid bekäme. Es ist übrigens nicht meine erste, die ich eingeschickt habe. Auf eine andere Bestätigung warte ich theoretisch immer noch. Aber da war und ist es mir immer noch egal, ob sie im nachhinein noch genommen wird. Aber bei dieser ist es anders. Daher bin ich richtig nervös jetzt 🙂 (Und schaue ab morgen mindestens drei Mal täglich in mein Briefkasten, was wegen der Arbeit aber nicht möglich ist).

Wenn ich Bescheid weiß, gibt es natürlich hier das Ergebnis 🙂

Feuertanz ~ Frauen schreiben Horror

Der Heyne Verlag hat Anfang der 1990er ein Buch herausgebracht „Feuertanz – Frauen schreiben Horror“. Nun gut, es handelt sich hierbei um eine Anthologie.

Die Herausgeberin Kathryn Ptacek hatte sich öfters Anthologien zum Thema Horror angesehen und sich gewundert, dass nur wenige bis gar keine Frauen vertreten waren. Sie vermutete, dass Frauen sehr wohl Geschichten eingeschickt haben, wenn es Ausschreibungen zum entsprechenden Thema gab, sie aber nicht berücksichtigt wurden. Sie meinte dabei, dass sie nicht glaubte, dass die Leute, welche die Geschichten auswählten, dies mit Vorsatz taten. Es also mit Absicht gemacht hatten.

Auch sonst ist gerade die Horrorecke von Frauen nicht gerade dicht besiedelt. Denkt man an Horror, denkt man eher an Stephen King oder an Dean Koontz. Frauen fallen mir persönlich (mal wieder) keine ein. (Das gilt eigentlich auch für Science Fiction. Marion Zimmer-Bradley ist bei mir aktuell die einzige Autorin die ich mit diesem Genre in Verbindung bringe. Werde mich aber in beiden Bereichen verbessern, versprochen.)

In diesem Buch findet man zwanzig Geschichten, die ausschließlich nur von Frauen geschrieben wurden. Denn die Herausgeberin wollte eine Anthologie veröffentlichen, welche zeigt, schaut her, Frauen könnes auch. Und ich denke, dass Frauen es in der Tat können.

Das Buch habe ich erst heute bekommen, somit kann ich keine inhaltliche Analyse geben, wie gut die einzelnen Geschichten sind und ob es sich lohnt, das Buch zu organisieren. Denn es ist zwischenzeitlich vergriffen (immerhin feiert es nächstes Jahr sein zwanzigstes Geburstag). Desweiteren hat die Herausgeberin empfohlen, dass Buch am besten in einem regnerischen Herbsttag (oder doch eher Abend) zu lesen, wenn man alleine ist, es regnet, der Baum am Fenster kratzt und man so richtig schön gruseln kann. Oder auch in einer dunklen, kalten Witnernacht.

Aber ich muss sagen, mit dem Herbst verbinde ich eher ein gutes Horrorbuch als mit dem Winter. Keine Ahnung wieso.

Kleiner Hinweis: Es gibt die Bending the Landscape Reihe (Fantasy, Science Fiction und auch Horror). Das besondere hierbei ist, dass nicht nur Frauen mitschreiben, sondern dass die Geschichten selber sich um Lesben und Schwule drehen. Egal welche sexuelle Ausrichtungen die AutorInnen haben, die Hauptfiguren müssen Homosexuell sein. Ich selber habe mir bisher Horror gegönnt und allein die erste Geschicht, woah, Hammer. Allein für diese Geschichte lohnt sich die Anschaffung (okay, dass ist jetzt natürlich übertrieben). Ich habe mir vorgenommen auch die Bending the Landscape Anthologie dann im Herbst zu lesen (da sollte ich mir eine Notiz machen), da ich denke, dass es die perfekte Jahreszeit für solche Geschichten sind. Ob ich es durchhalte und bis dahin warten kann, dass ist dann eine andere Geschichte.

Ansonsten, dass war eine Art Buchtipp 🙂

Jill Sobule – I Kissed A Girl (1995)

Jill Sobule küsst schon lange Mädchen hat L-Talk ihren neuesten Beitrag geannt. Lange bevor eine gewisse Katy Perry damit aufsehen erregte (schon 1995) In dem Beitrag findet ihr das offizielle Video, ich habe mich für die schöne Liveversion entschieden hier zu verlinken.

Ich muss sagen, es ist schon interessant zu sehen, dass vor 14 Jahren schon solch ein Lied gesungen wurde (und ich habe es öfters im Fernsehen gesehen und gehört) und es scheinbar nicht die Tragweite hatte, wie heute die andere Version des gleichnamigen Liedes. Wobei ich gestehen muss, die Version von Jill Sobule ist für mich angenehmer zu hören. Er wirkt auf mich freundlich, lieb und einfach herrlich anders. Nicht agressiv (was nicht schlecht ist, aber wenn ich deswegen an die Decke gehe, weil ich Lieder nicht mehr hören kann, ist es wiederherum doch schlecht, denn in letzter Zeit macht mich Pop Musik agressiver als andere Musik, der man entsprechende Tendenzen nachsagt).

Ich werde mir auf alle Fälle noch ihr Album holen, denn ich mag das Lied und ich finde die Sängerin toll, auch wenn ich sie ehrlich gesagt vergessen habe. Aus dem Augen aus den Sinn, aber dafür kann man sie um so schneller in Erinnerung rufen.

Hierreth Verlag – Coming Out

Aufgrund meiner langen Internetabstinenz hatte ich einiges ja nicht verfolgen können. Wie der Titel schon verrät, habe ich etwas über die Ausschreibung des Hierreth Verlages zu schreiben.

Eigentlich hätte diese Ende März abgeschlossen sein müssen, aber es haben sich scheinbar nicht genügend Leute gemeldet um damit ein Buch zu füllen. Daher wurde das Ganze noch einmal auf Ende April als Einsendeschluss verschoben.

Einerseits ist das natürlich doof, weil man schon gehofft hat, dass bald die Entscheidung mitgeteilt wird (sei es eine Zusage oder Absage, dass wäre in diesem Fall egal, Hauptsache eine Antwort). Andererseits entsteht dadurch die Hoffnung, dass, wenn nicht genügend Beiträge eingetroffen sind, dass die eigene Geschichte dann aufgenommen wird.

Und ich möchte zugeben, dass ist eine Geschichte, die mir persönlich sehr am Herzen liegt und daher würde ich mich schon freuen, wenn diese auf diese Art und Weise veröffentlicht werden kann.

Na dann mal sehen was noch kommt.

Lesbische Aktivistin bittet um Verzeihung

Dieses Video habe ich bei L-Talk gefunden. Und ich muss sagen, richtig so (wer den Beitrag aus sprachlichen Gründen nicht ganz versteht, in dem verlinkten Beitrag steht eine Zusammenfassung). Und an dieser Stelle möchte ich sagen, dass kann ich nur unterschreiben (und lasse mich auch zu einer Kurzgeschichte inspirieren).

Kurzgeschichte ~ Ohne Veröffentlichung?

Ich habe gerade eine Kurzgeschichte zu Ende geschrieben. Warum ich das erzähle? In diesem Fall weniger, weil ich mich damit brüsten will.

Na gut, eine Sekunde, okay? *brüst* Das reicht 🙂

Darum geht es mir aber nicht. Denn mein Problem wäre ja, ich würde vielleicht eines Tages versuchen diese und andere Kurzgeschichten in einer Anthologie zu veröffentlichen. Dazu müsste ich ja eigentlich diese Geschichten jemanden zum lesen geben. Denn gerade bekam ich wegen meiner Hierrath Geschichte einige Verbesserungsvorschläge, weil ich einfach seeehr komische Sätze geschrieben habe (Danke Dave). Aber wenn ich mir allein schon die Thematik ansehe, da kommt meine selbstgegründete FSK Einstufung hoch.

FSK Rot Werd Peinlich.

Da stelle ich mir die Frage, warum kann ich nicht einfach jemanden bitten, hei, ich habe hier eine erotische Geschichte, könntest du dir die mal durchlesen und kritisieren?

Und da ist das Wort schon gefallen: erotisch.  Gut, die Geschichte an sich ist jetzt nicht so erotisch, dass man wirklich rote Ohren kriegen könnte. Aber es geht schon in die Richtung (und theoretisch hätte ich da noch einiges im Ärmel). Warum kann ich das also nicht?

Oder auch anders ausgedrückt, warum scheint es überhaupt für manche Menschen ein Problem zu sein sich mit der Thematik Erotik und alles drum herum auseinanderzusetzen? Ich habe diesbezüglich schon die interessantesten Diskussionen in diversen Foren verfolgt, da musste ich zwar ein wenig schmunzeln. Besser bin ich aber, wie man an diesem Beitrag sehen kann, nicht unbedingt.

Andererseits, ich habe vorhin schon nach einem möglichen Verlag mal geguckt (ja, ich bin so eine, nicht mal etwas fertig und schon mal gucken, ob da nicht wer was veröffentlichen kann) und bisher gäbe es einen Verlag, der wäre interessant. Zur Zeit nehmen diese aber keine Manuskripte mehr an. Es gibt eben sehr viele AutorInnen allein in Deutschland.

Aber gut, die meisten suchen ja eher Romane, weniger Anthologien. Und an einer solchen schreibe ich nebenbei (ja, neben meiner Jugendnovelle und neben meinem Roman, ich brauche auch eine gewisse Abwechslung von den Sachen und Kurzgeschichten eignen sich eigentlich hervorragend dafür).

Nun gut, dann werde ich mal gucken, ob ich mich überwinden kann. Nerven tut es trotzdem.

Übrigens, wenn jemand einen Verlag kennt, der eine lesbische Anthologie veröffentlichen würde, über Sachdienliche Hinweise freue ich mich immer wieder gerne 🙂

Der durchschnittliche Charakter

Ich habe gestern angefangen das Buch Verknallt in Camille von Mirjam Müntefering zu lesen. Es ist ganz klar ein Buch für junge Menschen, vornehmlich wohl für Mädchen, obwohl ich es auch in Ordnung fände, wenn es Jungs lesen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Im ersten Kapitel wird Femke, die Ich-Erzählerin und somit Hauptperson dieser Geschichte, sowie Iris und Dunja, die beiden besten Freundinnen von Femke, vorgestellt. Klar, irgendwann muss das mal sein und warum nicht gleich im ersten Kapitel. Aber darum geht es ja nicht 🙂

Femke wird als durchschnittliches Mädchen beschrieben. Und da wurde ich persönlich schon ein wenig stutzig. Warum wird die Hauptperson (meistens ist es sogar egal ob weiblich oder männlich) meistens als durchschnittlich beschrieben, besonders was ihr Aussehen betrifft? Sie sind nicht überragend schön, also die Klassenschönheit. Eher sind sie das hässliche Entlein. Ausnahmen sind Personen, die in der sogenannten Hohen Gesellschaft zu Hause sind und am Ende zu neuen Menschen werden, nachdem man sie als arrogante Pute kennengelernt hat.

Und haben wir es hier mit einem hässlichen Entlein zu tun, wird aus ihr eines Tages ein wunderschöner Schwan.

Gestern habe ich mir überlegt, aus der Kurzgeschichte für den Hierrath Verlag einen kurzen Roman zu schreiben. Und einfach mal ins Blaue habe ich angefangen meinen Hauptcharkater zu formen. Das Ergebnis der ersten Überlegung war, sie ist durschnittlich. Nicht besonders hübsch, nicht besonders beliebt.

Da habe ich mich gefragt, warum eigentlich? Warum macht man aus der Hauptperson nicht ein hübsches, intelligentes Mädchen oder auch einen hübschen, intelligenten Jungen? Die Hauptperson darf scheinbar nicht gewisse Qualitäten verfügen. Ich vermute mal, dass es genügend AutorInnen gibt, die dann befürchten einen Mary Sue Charakter zu entwickeln.

Für alle, die nicht wissen wer Mary Sue ist: Es handelt sich hierbei um ein Phänomen, die in einer Stark Trek Fan-Fiction Geschichte ihren Anfang nahm. Mary Sue war eine Offizierin, die Krik, Spock und McCoy in allen Belangen überlegen war und am Ende eben den Tag, aber nicht sich rettete. Da die Offizierin eben Mary Sue hieß, heißen Charaktertypen einer bestimmten Richtung ebenfalls Mary Sue Charaktere, bzw. auch Mary Sue Geschichten. Denn die Hauptperson (meistens von Mädchen und Frauen geschrieben) ist besonders hübsch, hoch intelligent und in allen ist sie eben die Beste. Die ganzen Charaktere haben in irgendeiner Art und Weise einen Bezug zu ihr. Entweder sie ist eine geheimnisvolle Schwester, Cousine oder sonstige Verwandte des Hauptcharakters oder eines interessanten Nebencharakters (bei Harry Potter könnte es entweder Harry Potter selber sein oder zum Beispiel auch Draco Malfoy). Desweiteren verlieben sich auch die wichtigen Charaktere in die Hauptperson. Und neben ihren überragenden Können, hat sie ein dunkles, schreckliches Geheimnis.

Inzwischen ist dieses Phänomen nicht mehr allein auf die Mädels zu reduzieren. Denn es gibt nun auch Harry Stu Geschichte. Die gleichen Beschreibungen die ich gerade geliefert habe, treffen hier auf die Herren der Geschichte zu. Hierbei kann es aber passieren, dass man sogenannte Shonen Ai Geschichten hier findet. Das bedeutet, dass Harry Stu und der Hauptcharakter oder der besonders interessante Chrakter eine Beziehung haben (häufig kann man die Teile wo beide sich dann näher kommen unter FSK 18 einstufen. Denn es kann teilweise sehr ordentlich zur Sache gehen (aber nicht immer findet man das nötige Niveau einer sehr guten erotischen Geschichte. Häufig hat man es mit einer, nun ja, Pornogeschichte zu tun).

Aber zurück zu dem durschnittlichen Charakter. Also haben wir ein durschnittliches Mädchen oder einen durschnittlichen Jungen. Ist dann die Befürchung, dass man den AutorInnen vorwerfen kann, sich mit dem Charakter zu identifizieren? Denn das ist ja das Problem bei den Mary Sue Geschichten. Eben nicht nur, dass man den perfekten Charakter entworfen hat, sondern eben eine fiktive Person, mit der man sich als Autorin oder als Autor identifizieren möchte, so wäre ich auch gerne.

Und das kann in der Tat eine sehr große Gefahr sein, wenn ich einen Charakter entwickle. Nicht nur, dass ich einen zu perfekten Charakter kreiere (wer will das eigentlich schon?). Nein, es könnte auch jemand sein, der meine innersten Wünsche darstellt. Ich will intelligent sein? Gut, dann ist es eben mein Charakter, wenn ich es nicht bin. Ich will wunderschön sein? Aber wenn ich es nicht sein kann, dann eben mein Charakter. Man projiziert sich früher oder später selber in die Geschichte hinein und das mit einer Wunschvorstellung. Und für viele Leserinnen und Leser (gerade bei Fan Fiction kann man das nachvollziehen, denn die werden am laufenden Band geschrieben) handelt es sich hierbei um das schlimmste, was man sich leisten kann.

Es gibt Menschen, die lesen Mary Sue (oder auch Harry Stu, wobei es hierbei verschiedenste Varianten gibt, so auch Barry Stu etc.), wenn die Geschichte an sich gut sind. Auch gibt es Menschen, die nur solche Geschichten lesen, aber mehrheitlich wird dieses Genre bzw. Geschichten mit solchen Charaktere abgelehnt. Aber sonst muss man rechnen, schreibt man eine Mary Sue Geschichte, dass man bestenfalls auf reine Ablehnung trifft. Schlimmstenfalls kannst du dich in der Community, wo du die Geschichte veröffentlicht hast, nie mehr blicken lassen (zumindest nicht mehr unter dem Nick). Denn viele haben nur Spott, Hähme, arrogante Verachtung für solche Autorinnen (und auch Autoren) übrig. Dabei hat die Verwendung einer Mary Sue Person nichts über die Qualität der Geschichte auszusagen.

Aber für viele scheint sie doch eine Garantin für gute (oder in diesem Fall schlechte) Ausführung und Qualität der Geschichte zu sein. Wenn ich schon eine gute Geschichte schreibe, dann kann ich mir auch die Mühe geben und einen originellen Charakter erfinden. Aber wenn wir uns die Übertreibungen der Charakterisierung ansehen, dann ist schon die Frage gerechtfertigt, ist eine Mary Sue oder ein Harry Stu Charakter wirklich originell? Immerhin retten sie nebenbei die Welt während sie dafür Sorgen, dass die Welt, in der sie sich befinden, nur um sie dreht.

Ich will ehrlich sein, schauen wir uns die Welt der Fan-Fiction an, dann ist es fast klar, warum eine Autorinnen und ein Autor unbedingt sich selber hineinbringen möchte (eine Selbsteinfügung und ein Mary Sue bzw. Harry Stu Charakter muss man trotzdem trennen). Beim Herr der Ringe hat man solch wunderschöne Bilder geliefert bekommen und durchgehend attraktive Figuren (auch ein Herr Elrond oder ein Herr Celeborn die eher durchschnittlich aussehen mögen, haben ihr heißen Verehrerinnen und Verehrer ^^). Und wenn man schon nicht im realen Leben mit ihnen zusammensein kann, dann will man wenigstens in der Fantasy, eben in den Fan Fiction ihnen näher sein.

Ein weiterer Grund, warum sich viele in der Welt der Fan-Fiction einfinden ist die Übung des Schreibens. Denn seien wir doch mal ehrlich, wer eine Geschichte schreibt wird sich früher oder später mit der Erfindung eines Charakters auseinandersetzen müssen. Bei einer Fan-Fiction Geschichte erübrigt sich die Arbeit teilweise von selbst. Warum sollte ich ein Charakter erfinden, die AutorInnen haben mir doch die Arbeit abgenommen. Und für AnfängerInnen des Schreibens bietet sich hier eine einmalige Möglichkeit das Schreiben zu üben ohne sich mit dem lästigen erfinden und auseinandersetzen der Charaktere.

Natürlich müssen die Figuren nicht automatisch eine Mary Sue oder einen Harry Stu Beigeschmack haben. So gibt es ein paar Grundregeln, welche die Schreiberlinge davor bewahren, dass sie eine solche Figur entwickeln. So sind die meisten Mary Sues unter zwanzig, kommen aus unserer Welt in die geliebte Welt (Mittelerde, nach Hogwarts) und sind eben die Stars. Alle reißen sich um sie ohne das die Figur gelernt hat, sich in der Umgebung vernünftig zurecht zu finden. Ein Herr Elrond, der seine paar Tausend Jahre auf dem Buckel trägt und mehr gesehen hat als wir uns vorstellen, wird mit Sicherheit von einem fünfzehnjähriges Menschemädchen beeindruckt sein (Achtung Ironie). Der hat bestimmt etwas besseres zu tun.

Man kann einen Charakter entwickeln, die auf sich selber beruht, man sollte es nicht übertreiben. Denn wenn man wirklich irgendwo landet, wird man nicht der Star der Gruppe, wahrscheinlicher ist es, dass man ein unliebsamer Anhängsel ist. Und damit muss man sich eben auch auseinandersetzen.

Aber was hat das ganze Mary Sue Gefassle jetzt mit dem durchschnittlichen Charakter zu tun? Eine Menge. Denn wenn ich einen Charakter entwickle, die eben perfekt ist, kann auch mir als Autorin vorgeworfen werden, dass ich mich selber in diese Figur wiedersehe. Und wenn zu viele dieser Meinung sind, dann kann es passieren, dass ein Buch negativ aufstößt und nicht gelesen wird.

„Ich habe von diesem Buch mit dem Titel XYZ gehört, wie ist das denn?“

„Lass die Finger davon, es ist eine Mary Sue Geschichte.“

„Okay.“

Das kann natürlich gefährlich werden. Aber andererseits, muss ich dann darauf verzichten einen besonderen Charakter zu entwickeln? Ich sehe darin auch eine Gefahr. Wenn der Hauptcharakter immer Durchschnitt ist, dann stöhnt man ja irgendwann mal auf, wenn man schon wieder solch eine Figur vor sich hat. Andererseits, die meisten Menschen, die einen solchen Roman lesen, also eher Jugendliche, sind nicht überragend schön oder derartiges. Daher ist es wichtig ihnen Vorbilder zu geben, an die man sich orientieren kann. Und ein Vorbild ist immer besser wenn diese sich an die Jugendlichen orientieren.

Das kann ich nachvollziehen. Andererseits möchte ich nicht immer die Figuren der Anderen kopieren. Daher werde ich mal wagen einen hübscheren Charakter zu entwickeln. Mal sehen wie sich die Sache entwickelt. Ich will damit niemanden auf die Füße treten, die eben durchschnittliche Charaktere entwickeln wollen. Macht es, haut in die Tasten. Ich gehe inzwischen meinen eigenen Weg. Ich hoffe du auch 🙂

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