Mein Fernstudium hat schon begonnen obwohl …

… das Semestern noch nicht angefangen hat.

Ich habe mich nämlich noch für einen Mathematik Brückenkurs für Wirtschaftswissenschaftler angemeldet, weil ich, zugegebenermaßen nicht mehr so fit in Mathematik bin. Mein Abi habe ich 2001 gemacht und in der Ausbildung bin ich, ehrlich gesagt, immer wieder an diesen verdammten Rechenaufgaben gescheitert. Aber irgendwie habe ich mich doch bisher erfolgreich mit Mathe so weit herumgeschlagen, dass es irgendwie geklappt hat und ich meine Abschlüsse bekommen habe. Da ich aber demnächst mich mit der Buchhaltung (nicht dieses Semester) herumschlagen werde, da dachte ich mir, nun gut, dann werde ich eben mein bisschen Mathematikwissen auffrischen und vielleicht kapiere ich dieses Mal etwas.

Vorhin habe ich 2 1/2 Stunden an dem ersten Studienbrief (von insgesamt zehn übrigens) gesessen und sechs Seiten durchgearbeitet. Okay, ich habe keine Ahnung was ich da eigentlich mache, aber hei, ist doch egal solange ich am Ende sagen kann, ich habe es verstanden. Und zu meiner eigenen Überraschung habe ich wirklich etwas verstanden.

Für die kommende Woche, so ist es zumindest geplant, werde ich versuchen täglich fünf Seiten durchzuarbeiten (ohne mich zwischendurch durch irgendetwas ablenken zu lassen). Immerhin habe ich zwischendurch noch einiges erledigt, was schlichtweg Zeit gekostet hat. Das kann ich morgen getrost vergessen 🙂

Zur Zeit überarbeite ich eine Geschichte für ein Schreibprojekt, wo ich ein Großteil einfach mal verloren habe, danke lieber Computer. Aber der Wutanfall ist inzwischen verraucht. Jetzt habe ich versucht alles, mehr oder weniger, wieder so zu schreiben, wie ich es bei der ersten Version getippt habe und nun geht es um die Ergänzungen, die hoffentlich die Geschichten besser machen 😉

An meinen eigenen Geschichten habe ich, dass muss ich zu meiner eigenen Schande gestehen, in der letzten Woche gar nicht gearbeitet. Das werde ich versuchen nächste Woche, trotz des Mathekurses nachzuholen. Aber erst einmal das Projekt und dann kommt alles andere.

Übrigens, ich habe ja vor kurzem berichtet, dass der Größenwahn mich gepackt hat. Im Moment bin ich mir sehr sicher, dass ich diesen Größenwahn auch ausleben werde. Dazu benötige ich zwar noch einige Unterstützung, aber ansonsten, ich sehe es kommen, dass ich noch wirklich meine eigenen Anthologien planen werde. Ich habe auch schon mehr Ideen im Kopf, als alles andere. Und das Thema für die erste Anthologie hätte ich sogar schon (es gibt Dinge, da sollte man mich bloss nicht reizen, hehe).

Ich hatte zwar vorgehabt heute die ersten Briefe zu schreiben, kam aber nicht dazu. Dann werde ich das immer Abends beim Fernsehen machen (@ Schriftrolle, wenn du magst, meine Adresse ist im Impressum ^^).

So, ich mache mich dann mal auf und werde die fünf Seiten noch überarbeiten, wobei ich am Ende noch die Geschichten schreiben muss.

Warum tue ich mir das Ganze noch einmal an?

Keine Ahnung …

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Von englischsprachigen Chats über das Lesen von Geschichten und Romanen

Ich gehöre nicht unbedingt zu der Sorte Mensch die immer und überall fröhliches Fest wünscht, daher überlasse ich der Sailor Truppe diese Aufgabe 😉 (Trotzdem noch schöne Feier- und vor allem Freie Tage euch).

In den letzten beiden Tagen habe ich drei Kurzgeschichten für Ausschreibungen geschrieben und eine davon gefällt mir so gut, dass ich schon kurz davor stehe, diese am Sonntag loszuschicken. Aber ich denke, ich werde damit bis Ende des Jahres warten (wie sich das anhört). Denn das Ende der Ausschreibung wird am 06. Januar 2010 eingeläutet. Auch die zweite Geschichte, die ich gestern geschrieben hat, liest sich für meine Augen nicht unbedingt schlecht. Aber ein Überflieger ist diese noch nicht. Die dritte Geschichte hingegen ist eher bescheidener Natur. Ich hatte um Mitternacht keine große Muse mehr, an ihr ernsthaft zu arbeiten, dabei hatte ich gestern richtige Lust und Energie gehabt zu schreiben was die Tastatur hergiebt.

Dann ist mir gestern aufgefallen, dass ich etwas lesen kann, was mich seit mehr als fünf Jahren nicht mehr interessiert hat: Romane und Kurzgeschichten (Anthologien). Das ist ja das lustige an der ganzen Geschichte, ich möchte letztendlich Romane und Kurzgeschichten schreiben, mache dies auch und konnte es einfach nicht lesen, weil es mich nicht so sehr reizte wie ein gutes Sachbuch. Doch gestern Abend beim Zähne putzen hat es mir zum ersten Mal seit langem richtig Spaß gemacht eine Kurzgeschichte zu lesen. Ich glaube so langsam ist der Fluch diesbezüglich endlich gebrochen.

Wurde auch langsam Zeit.

Zur Zeit lese ich eine Anthologie von Pam Keesey „Daughters of Darkness“ (ins deutsche wurde es als „Draculas Töchter“ übersetzt). Die ersten beiden Geschichten selber sind nicht überragend, dass muss man leider so sagen. Sie sind nett, teilweise sogar lustig und nette Unterhaltung für zwischendurch. Aber mir persönlich bleiben sie nicht im Kopf hängen, so dass ich noch stunden- und tagelang später darüber nachdenke und philosophiere oder etwas in der Richtung. Da gibt es andere Geschichten, die sind mir alleine vom ersten überfliegen im Gehirn hängen geblieben. Und auf die freue ich mich auch schon, wenn ich dorthin gelange, entweder zu der Geschichte oder zu der entsprechenden Anthologie.

Weiterhin bin ich ein wenig stolz auf mich. Und zwar auf die Tatsache, dass ich keine Angst vor englischsprachigen Chats habe. Damit meine ich nicht, dass ich mich in entsprechenden Räumen reinstürze, sondern wenn mich jemand auf englisch anschreibt, dass ich keine Panik bekomme und aus dem Fenster springe. Es gibt genügend Leute, die kein englisch können, warum auch immer. Das finde ich in Ordnung, denn trotzdem setzen sie sich mit entsprechenden Anwendungen auseinander und sind nicht völlig hilflos oder hysterisch ablehnend. Doch auch solche gibt es.

Es gibt halt Menschen, wenn man denen mit einer Sache kommt, von denen sie gar keine Ahnung haben, wirklich beinahe hysterisch werden und so ablehnend reagieren, dass man sich fragen könnte, fällst du tot um, wenn du dich damit wenigstens im Ansatz auseinandersetzt. Klar, ich mag es auch nicht, wenn ich mich mit Dingen beschäftigen soll, von denen ich gar keine Ahnung habe. Ab und an bin ich in dieser Hinsicht schon faul. Aber wenn es eben so ist, dass ich das machen soll oder ich die Möglichkeit habe mal etwas neues zu machen, warum nicht? Schaden wird mir das bestimmt nicht.

Aber bei manchen scheint es wirklich so zu sein, dass sie es als Bestrafung ansehen, wenn sie sich mit etwas neuem beschäftigen dürfen/müssen/sollen/können. Dabei bin ich froh, dass ich noch in der Lage bin, eben etwas neues zu erlernen. Nicht das mein Gehirn oder meine Fähigkeiten so dermaßen eingeschränkt sind, dass ich auf einem bestimmten Stand meines Wissens und meiner Fähigkeiten stehen bleiben muss, weil es einfach nicht weitergehen kann.

Man stelle sich das mal kurz vor, all das, was wir in diesem Moment wissen, ist alles, was wir für den Rest unseres Lebens wissen werden, weil wir nicht mehr in der Lage sind neues aufzunehmen. Für mich wäre das eine regelrechte Bestrafung. In die Welt hinausgehen und nichts von ihr mitnehmen oder bei jemanden anderen etwas lassen. Dann kann ich mich doch gleich erschießen (tschuldigung für die drastische Wortwahl, aber für mich wäre dies das Ende meines Lebens).

Aber natürlich heißt es, Leben und leben lassen. Wenn diese Menschen nur ein Buch in ihrem Leben lesen möchten, nur eine Art von Film sehen und nur eine Form der Kommunikation und/oder Arbeit möchten und was auch immer, dann ist das ihr gutes Recht. Sie sollen nur damit rechnen das ich Bücher lese und mich mit fremden Sprachen beschäftige und mich auch fortbilden möchte. Und wer damit ein Problem hat … wird aller Wahrscheinlichkeit auch nicht diesen Blog geschweige diesen Beitrag lesen. Vermutlich ist er manchen auch noch zu lang.

Ansonsten plane ich schon für das nächste Jahr ein wenig vor (ist ja nicht mehr lange hin). Aber dafür lohnt es sich schon ein neuer Beitrag. Und bevor ich an meiner neuen Geschichte schreibe (habe Ideen für zwei Geschichten), werde ich ein wenig bloggen.

Er ist endlich daaaaaaaa….

Eigentlich ist er schon seit dem 22.Dezember 2009 da, aber ich habe ihn heute erst entdeckt und somit ist er erst seit heute da:

Der Vertrag für meine erste Veröffentlichung!!!

Ich habe ihn zweimal ausgedruckt und werde ihn mir morgen in aller Ruhe durchlesen (okay, reingelesen habe ich schon einmal) und dann wird er ausgefüllt, unterschrieben und fertig für den Versand gemacht. Die Dateien, die sie laut Vertrag haben möchte, habe ich ihr auch sofort zugesandt (ja, ich habe heute Abend nichts weiter vor).

Jetzt freue ich mich so richtig auf das neue Jahr. Denn somit komme ich meiner Veröffentlichung immer näher und näher und bald ist sie da 🙂

Heute Abend schreibe ich noch an einer Geschichte für eine neue Ausschreibung und mal sehen was sich 2010 noch in dieser Hinsicht ergiebt 🙂 Ich bin da schon ein wenig aufgeregt …

Und bis dahin, einen schönen Heilig Abend wünsche ich euch.

Gedanken über das Ende …

… damit meine ich das Ende meiner Kurzgeschichten *hüstel*.

Gestern ist mir eine spontane Idee gekommen, warum unter anderem meine Kurzgeschichten nicht so ankommen könnten, wie ich mir das persönlich denke (neben den vielen Rechtschreibfehlern und vielleicht dem mageren Inhalt, giggle). Und zwar könnte es schlichtweg am Ausgang der Geschichten liegen.

Die Geschichte, die veröffentlicht werden darf/soll hat ein Happy End. Aber die letzten drei Geschichten, die ich eingeschickt habe, enden allesamt auf tragische Art und Weise (Mord, Tod und Vernichtung). Und ich kann mir vorstellen, dass solche Geschichten bei vielen schlichtweg nicht gut ankommen. Gerade wenn die Anthologie für Kinder geplant ist *hüstel*. Deswegen vermutlich auch die letzte Absage.

Ich meine, seien wir doch mal ehrlich, wenn ein jugendlicher Mensch eine Anthologie zum Thema Clowns liest, ich glaube nicht, dass es besonders gut ankommt, wenn die Geschichten kein HappyEnd haben.

Aber auf diese Idee muss man auch erst einmal kommen. Sie ist zwar logisch, zumindest denke ich mir das jetzt so, aber ich bin beim besten Willen nicht darauf gekommen.

Ich bin jedoch nicht immer ein Fan von Fluffybuffybunny Enden. Es darf ruhig mal ein wenig heißer her gehen, es darf auch mal ein überraschendes Ende sein oder eben mal ein „negatives“. Eben mal etwas anderes. Aber dann muss mir auch bewusst sein, dass es bei vielen nicht so gut ankommt, wie ich mir das wünsche. Aber wenn man sich dessen bewusst ist, kann man damit weitaus besser leben, als wenn man sich andauernd fragt, was hab ich jetzt schon wieder falsch gemacht *heul*.

Kurzgeschichte geschrieben

Da es November ist, wird dieser Blog nur so von NaNoWriMo Einträgen blühen (und alles andere wird über kurz oder lang ein wenig vernachlässigt). Das bedeutet aber nicht, dass ich den ganzen lieben langen Tag nur NaNos zähle (also Wörter).

Seit Montag habe ich ein Notizbuch dabei, wo ich Kurzgeschichten für Ausschreibungen verfasse. Gut, sie sind alles andere als der Renner schlechthin. Zumal die Schönschrift ein wenig leidet, weil ich das während der U-Bahnfahrt tue. Aber ich verfasse die grobe Fassung der Geschichte, damit ich sie, wie gerade eben, abschreibe und dann entsprechend überarbeiten kann (wobei ich die Geschichte von eben so ganz gut finde). Sonst, ich muss schon gestehen, würde es mir zumindest im Moment doch eher schwer fallen, an weiteren Kurzgeschichten zu schreiben.

Aber zwei habe ich geschrieben, gerade habe ich eine abgetippt und die andere werde ich dann nächstes Wochenende abschreiben und überarbeiten (bis ich die abschicken muss, habe ich noch etwas Zeit). Ich denke, so werde ich den November ohne weiteres herumkriegen mit den Sachen 🙂

Ich habe mir ja einige Notizen zu diversen Ausschreibungen ausgedruckt, an denen ich zumindest versuchen möchte teilzunehmen. Denn die Vorlagen dazu hören sich sehr interessant an. Natürlich werde ich nun immer mein Bestes geben um die beste Geschichte, die mir in diesem Moment vergönnt ist, zu schreiben. Etwas anderes kommt mir nicht mehr in die Tüte. Von nun an, keine halben Sachen mehr. Wenn ich nicht zu einer Geschichte stehen kann, wird sie nicht losgeschickt. Denn wieso sollten andere meine Geschichten mögen, wenn ich das nicht tue?

In dem Sinne, ich werde mal sehen an welchen Ausschreibungen ich letztendlich wirklich mitmachen. Und bis dahin schreibe ich weiter (immerhin habe ich ca. 20.000 Wörter beim NaNoWriMo geschafft 🙂 ).

Hexenliebe ~ Meine erste Reaktion und die Konsequenzen darauf

Klar war ich am Anfang enttäuscht, als ich die Absage in meiner Mailbox gelesen habe. Das kann und will ich nicht abstreiten, denn es wäre schlichtweg nicht ehrlich. Aber wenn ich im nachhinein so darüber nachdenke, dann wundert es mich nicht, dass es so gekommen ist. Denn ich muss gestehen, sie war doch nicht die beste Geschichte. (Und nebenbei erwähnt, ich habe die Sache schon am nächsten Tag überstanden.)

Klar stehe ich mit dem Schreiben noch am Anfang und dementsprechend kann ich nicht bewerten, was wirklich gut und was nicht so gut ist. Aber im nachhinein bin ich ja nicht einmal mehr selber von meiner eigenen Geschichte überzeugt gewesen, bevor die Absage kam. Und wenn nicht einmal ich selber davon überzeugt bin, wie kann jemand anders sie gut finden? (Ich denke ihr wisst was ich meine 🙂 ).

Also habe ich beschlossen, neben meinem Roman, an dem ich weiterhin schreiben werde, komme was wolle, mich weitaus stärker auf die Kurzgeschichten zu konzentrieren. Damit meine ich, dass ich jede Woche eine Kurzgeschichte schreiben werden. Nicht nur für Ausschreibungen, sondern auch einfach so. Wenn mich ein Thema interessiert, dann schreibe ich eben darüber. Vielleicht werde ich auf diese Art und Weise auch eigene Projekte in Angriff nehmen, die mich schon länger interessiert haben (da gibt es einige).

Das bedeutet auch, dass ich meine Idee der Notizbox doch schneller umsetzen werde als gedacht. Denn neben den Geschichten für die Ausschreibung, sammle ich dann so Ideen für mich und meine Privatgeschichten. Im nachhinein glaube ich halt, dass es das Beste war, was mir passieren konnte. Wenn ich da glatt eine Zusage bekommen hätte, dann würde ich mich nicht mit meinem Schreiben auseinandersetzen und sehen, wie ich das besser machen kann. Ich denke mal, dass wäre auf Dauer schlimmer geworden, als alles andere.

Dafür habe ich mir heute auch ein Hosentaschenkalender gegönnt (ein Taschenkalender, der bei Bedarf und mit viel Mühe auch in eine Hosentasche passen könnte, flöt). Da werde ich alle wichtigen Termine reinschreiben, was Ausschreibungen betrifft. Denn ich muss gestehen, heute gehen ja einige Ausschreibungen zu Ende und ich habe sie schlichtweg vergessen. Weil ich nicht organisiert genug bin. Daher habe ich diesen Kalender, der sich nur um das Thema Schreiben dreht. Wann geht welche Ausschreibung zu Ende (was natürlich bedeutet, dass ich mindestens drei Mal täglich reingucken werde, um es mal übertrieben darzustellen), wann werde ich welche Kurzgeschichten zu welchem Thema schreiben und wann kümmere ich mich um meinem Roman.

Nebenbei werde ich auch weiterhin entsprechende Fachliteratur nicht nur lesen, sondern auch die Übungen, die in manchen von denen erwähnt werden, auch bearbeiten. Denn ich denke mal, die wurden nicht umsonst erwähnt bzw. in diesen Büchern aufgenommen, nur weil sie nett zu lesen sind. Sondern sie werden auch ihren höheren, oder auch weniger höheren Sinn haben.

Nun gut, ich fange dann einfach mal an 🙂 (Und nebenbei zittere ich wegen Earth Rocks, denn theoertisch fällt in ein paar Stunden die Entscheidung).

Gesichtenerzählerin

Fix und Fertig.

Mit diesen drei Worten kann ich meinen momentanen geistigen/kreativen Zustand beschreiben. Denn in den letzten Stunden habe ich zwei von drei möglichen Geschichten geschrieben, die ich heute als Tagesziel angegeben habe. Ich möchte halt drei Geschichten für eine Ausschreibung schreiben und immerhin, bisher habe ich zwei geschafft. Aber ich muss zugeben, der Rotstift wird noch aus der Federtasche geholt. Denn der letzte Rundschliff muss da definitiv noch ran.

Denn den Anfang finde ich doch sehr gelungen. Aber Richtung Ende werden beide Geschichten in der Tat etwas komisch. Keine Ahnung wieso. Auch wenn es Märchen sind, ich denke mal, dass sie trotzdem nicht so extrem schwer sind. Klar, jedes Genre hat seine Besonderheiten. Aber sie sind nicht unmöglich zu schreiben. Nach der Hälfte der Geschichte, als wenn es zum Thema, sie lebten glücklich und so weiter, wird das ganze doch schon sehr komisch. Nun gut, ich habe ja noch eine Geschichte zum üben und außerdem ist jede Kurzgeschichte überarbeitbar.

Letzten Sonntag und Montag habe ich noch eine andere Geschichte geschrieben und ich muss sagen, die finde ich besser gelungen (und die werde ich auch, nach der Rotstiftaktion, auch einreichen, mal sehen was die anderen davon halten). Und ich denke der alte George (1984) hätte schon gewisse Freuden daran (okay, ich bin mal eine Runde arrogant und glaube, dass es so sein könnte).

Aber eins ist sicher, ich werde nicht mehr so auf Zeitdruck schreiben (damit meine ich nicht die Tageszielaktionen). Wenn ich weiß, dass ich noch zwei oder drei Monate zum schreiben habe, werde ich diese Zeit in Zukunft auch ausnutzen. Aber ich habe die letzten eineinhalb Monate wirklich geschafft, mich andauernd vor dem Schreiben zu drücken (ja ich weiß, eine Runde Schande über mich und mein Haupt kriegt noch eine Extraportion ab). Dabei hatte ich mir vorgenommen unter der Woche die Kurzgeschichten zu schreiben und am Wochenende mein Roman.

Ich werde einfach mit der kommenden Woche versuchen mich daran zu halten, sprich dieses Ziel umzusetzen. Immerhin will ich ja schreiben und nicht andauernd Ausreden finden es nicht zu tun. Aber dieses Wochenende werde ich mich erst einmal um die Kurzgeschichten kümmern. Und ab Montag werde ich dann versuchen den Plan umzusetzen.

Charaktere kennenlernen

Wer eine längere Geschichte schreibt, hat es mit mindestens einem Charakter zu tun (wer die Wand von Marlen Haushofer gelesen hat, weiß was ich meine mit einem Charakter). Bei einer Kurzgeschichte sollte man schon einen Charakter einigermaßen gut kennen. Denn immerhin möchte man mit dieser Figur einige Seiten füllen (meistens ist die Mindestanzahl zwei Seiten). Aber hier ist es nicht so schlimm, wenn man nicht genau weiß, wann sich die Figur das letzte Mal in den Finger geschnitten hat.

Schreibt man aber mindestens ein Geschichte von der Länge eines Romans, sollte man die Figuren besser kennen (eben wann sich dein Charakter das letzte Mal in den Finger geschnitten hat). Und wenn du dann noch eine Reihe schreibst, spätestens dann ist es von besonderer Wichtigkeit. Denn in einem Roman muss man schon vieles über die Figur preis geben, damit diese interessant wird. Aber in einer Reihe bleibt es nicht aus, ihr/ihm am Ende die Unterhose vom Leib zu reißen.

Hier führe ich mal die eine oder andere Idee auf, damit man die eigenen Charaktere besser kennen lernen kann. Davon sind nicht alle von mir. Wenn ich weiß, wer mit der Idee als erstes angekommen ist, schreibe ich hinzu. Und wenn ich es nicht weiß, dann stehe ich dazu ^^ (sollte aber jemand wissen, woher die entsprechende Idee stammt, ich freue mich aufgeklärt zu werden).

Der Steckbrief:

Ich denke mal fast, dass man zu den Steckbriefen nichts mehr sagen braucht. Denn so gut wie in fast allen Büchern zum Thema, wie schreibe ich eine Geschichte, wird empfohlen für die Figur ein Steckbrief zu erstellen. Gerade wer sich mit Rollenspielen beschäftigt, weiß wovon ich rede.

In einem Steckbrief werden die wichtigen Grunddaten einer Figur aufgenommen. Angefangen vom Alter, Aussehen, Vorzüge, Schwächen und so weiter. Wichtig hierbei ist aber, nicht nur irgendetwas auszufüllen, damit in einer entsprechenden Spalte etwas steht. Sondern man sollte etwas dahin schreiben, damit man den Charakter besser kennen lernen kann.

Wenn deine Figur nichts mit Nudeln anfangen kann, wird sie/er aller Wahrscheinlichkeit keine Spaghetthis als Leibgericht haben wollen. Und wenn doch, dann überlege dir hier, warum das so kommt.

Versuche in allem einen Grund zu erkennen. Denn man isst nicht umsonst Spaghetti allzu gerne. Hat deine Figur besondere Erinnerungen an dieses Essen oder warum mag deine Figur besonders dieses Essen (und ich sollte endlich mal aufhöre vom Essen zu reden).

Oder warum mag deine Figur das Buch, was du als Lieblingsbuch eingetragen hast?

Das ganze kann durch den ganzen Steckbrief gehen. Natürlich musst du nicht alles bis ins kleinste Detail analysieren. Aber besser wäre es.  Denn wenn du das nicht tust, wie willst du dann über die Figur schreiben?

Lebenslauf:

Auch eine Figur hat eine Lebensgeschichte, eine erfundene natürlich, aber sie ist vorhanden. Und je älter dein Charakter ist, desto länger ist auch der Lebenslauf. Die ganze Geschichte fängt mit der Geburt an und hört kurz vor dem Beginn deiner Geschichte auf.

Natürlich müssen dort alle Wendungen und wichtige Begegnunen aufgezeichnet werden. Wann hat deine Figur welchen Job angenommen, geheiratet, Kinder bekommen.

Je mehr du über das Leben deiner Figur weißt, desto eher kannst du auch sehen, was für ein Charakter diese ist.

Man kann den Lebenslauf auf zwei Arten schreiben (und ich persönlich empfehle, beide Arten zu nehmen). Und zwar einmal als fortschreitende Geschichte, welche eben auf die (fiktiven) Daten deiner Figur beruhen. Oder als Zeitlebenslauf.

1999 hat deine Figur dieses oder jenes getan

2912 dann welches und delches.

So weißt du dann genau, was deine Figur wann gemacht hat.

Kleiner Tipp: Das ist besonders interessant für Leute, die eine Reihe schreiben. Notiert euch die Daten in euren Geschichten, wann was eure Figuren gemacht haben. Das würde ich auf eine Extraseite machen. Aber so kann es nicht passieren, dass du einen chronologischen Fehler einbaust und die Figur an einem bestimmten Tag einen Mord aufklärte und zwei Bücher später war der Charakter dort schwimmen.

Kurzgeschichten:

Meines Wissens nach habe ich die Idee nirgends gelesen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass viele diese Idee haben.

Und zwar passiert es immer wieder mal, dass man in einem Roman (als Beispiel) zu viele Nebensächlichkeiten schreibt. Da wird erzählt, wie die Figur den Tag verbringt (ja, genau das ist mir bei meinem Kapitel 1 passiert, war schon eine interessante Sache zu erfahren, dass ich damit nicht alleine bin) und wie sie/er die Zähne putzt, die Katze füttert und all diese Dinge.

So etwas kann passieren und so etwas passiert. Und so etwas kann genutzt werden. Anstatt über diese Alltäglichkeiten in deinem Roman zu schreiben, kannst du das Medium Kurzgeschichte nutzen um über den größten Blödsinn zu sinieren, welche für das kennenlernen deiner Figuren wichtig ist, aber in keinen guten Roman gehören.

Ich nenne das selber spontane Kurzgeschichten. Denn ich schreibe einfach drauf los ohne mir Gedanken über Plot und Spannung zu machen. Im Leben geschieht es nun öfters mal, dass man in den Tag hinein lebt ohne das es gleich suuuuperspannend wird. Aber man weiß ebend, wie lange die Figur braucht um sich die Zähne zu putzen und welche Rituale sie/er pflegt.

Daher habe ich mir ein Notizbuch gegönnt und schreibe nun alles rein, was mir zu den Figuren an Kurzgeschichten einfallen. Dabei achte ich nicht auf Rechtschreibung, Satzbau oder Logik. Wenn ich mir mal die Mühe mache und die Geschichten abschreibe, ist das etwas anderes. Aber in diesem Buch tobe ich mich aus.

Kurzgeschichten zu zweit:

Okay, der Titel mag ein wenig verwirrend klingen, aber lasst es mich kurz erklären. Diese Idee habe ich, wenn ich mich nicht irre, von Elizabeth George.

Und zwar überlegt man sich folgendes. Eine wichtige Figur, zum Beispiel euer Hauptcharakter und eine andere Figur, vielleicht der/die Hauptgegnerin müssen in einem Raum sein (die Begründung könnt ihr auch gleich in der Geschichte mitliefern). Und in der Geschichte geht es nun darum, was passiert zwischen den beiden Figuren. Mögen sie sich, streiten sie sich, gehen sie sich an die Gurgel und so weiter.

Und hier kommt etwas verschärftes von mir: Was ist, wenn beide Figuren (gerade interessant, wenn sie sich nicht leiden können) miteinander arbeiten müssen? Zum Beispiel sind sie auf einem sinkenden Schiff und um gerettet zu werden, müssen sie kooperieren. Wie geht das aus? Können sie das überhaupt und so weiter.

Solche Sachen können wichtig sein um zu klären, was passiert, wenn beide Figuren im Roman aufeinander treffen. So weiß man, wie sie reagieren und wie sie reagieren würden, wenn sie aufeinander angewiesen wären und so weiter.

Tagebuch schreiben:

Die Idee stammt von James N. Frey (das ist der Autor, der Bücher wie „Wie man ein verdammt guten Roman schreiben kann“ schrieb).

Es geht dabei darum, ein Tagebuch zu schreiben um zu lernen, mit welcher Stimme die Figuren sprechen. Es geht nicht darum, dass man über alltägliche Sachen schreibt sondern über aufregende, spannende, philosophische und ähnliche Dinge. Für die alltäglichen Sachen habt ihr die Spontankurzgeschichten.

Mir fällt dazu noch ein, dass ihr auch ein Romantagebuch schreiben könnt, wenn ihr wollt. Während ihr eure Geschichte/Roman schreibt, könnt ihr nebenbei noch ein Tagebuch für die wichtigen Hauptcharaktere schreiben (für alle anderen wäre das dann doch zu viel) und zeigen, was die Figur sich dabei gedacht hat (gerade wenn ihr aus einer anderen Perspektive schreibt). Ich muss zugeben, dass ist mir gerade eingefallen, daher kann ich da keine konkreten Erfahrungsberichte geben, ob das funktioniert.

Aber ich kann mir vorstellen, dass man dann dadurch Feinheiten sieht oder inspiriert wird, zu denen man vorher noch keinen Kontakt hatte. In diesem Fall heißt es einfach mal ausprobieren.

So das waren meine Anregungen. Natürlich kann man das alles mit dem Tarot unterstützen (wer jetzt erwartet hätte, dass ich ein Schreibbericht ohne Tarot auskomme hat sich geschnitten, aua). Letztendlich heißt es aber, man muss sich eben hinsetzen und schreiben. Sonst bringen die besten Tips nichts.

In dem Sinne, ich schreibe mal ein wenig 😉

Ausschreibungen

Ich gestehe, ich habe ein wenig Blut geleckt. Und zwar habe ich nun noch zwei Ausschreibungen gefunden, die mich persönlich sehr interessieren. Das tolle ist, dass der Einsendeschluss noch ein wenig weiter in der Zukunft liegt (einmal Juni und einmal September ist der Abgabeschluss), dass ich mir in aller Ruhe Zeit lassen kann.

Die eine Ausschreibung möchte Geschichten rund um den Weltenbaum und die andere stammt von der Sory Olympiade und möchte Geschichten rund um Rache. Natürlich ist nicht gesagt, dass man genügend Ideen hat um eine halbwegs vernünftige Geschichte zu schreiben. Aber andererseits, ich habe eben Blut geleckt und möchte es zumindest versuchen. Denn was kann schlimmeres passieren? Sie lehnen meine Geschichte ab und ich kann diese vielleicht überarbeiten und woanders einsenden. Oder ich veröffentliche sie hier im Blog.

Außerdem kann man auch so üben eine Geschichte zu planen und zu schreiben. Gut, bei Kurzgeschichten deren Länge sich um die fünf Seiten drehen, ist nicht unbedingt sooo viel zu planen wie bei einem Roman der fünfhundert Seiten lang sein kann (am Anfang doch eher kürzer). Aber immerhin muss man sich Gedanken machen was man schreiben will und in welcher Reihenfolge. Weiterhin sollte man darauf achten, zu welchem Thema man eine Geschichte schreibt und ob es überhaupt passt. Ich meine „Rache“ hat klarere Vorstellungen. Und wenn man da abweicht kann es eben passieren, dass man nicht zur geplanten Anthologie passt, fertig aus.

Was mir bei Ausschreibungen besonders wichtig ist/wäre (nun gut, ich habe noch keine Ausschreibung gewonnen will aber nun daran arbeiten) ein Belegexemplar. Das ist ein Buch welche man zur Verfügung gestellt bekommt (also als Beweis, ja ich habe wirklich etwas veröffentlicht) oder man günstiger erwerben kann (nicht alle Verlage können sich Belegexemplare leisten, aber man kann sie meistens zum Einkaufspreis dann kaufen und mit Gewinn verkaufen).

Nun, ich werde auf alle Fälle erst einmal meine Geschichte für den Hierreth Verlag zu Ende bearbeiten. Wobei ich noch ein Titel dafür brauche. Eine liebe Kollegin und gute Freundin wird mir morgen ihre Kritiken geben (ich arbeite erst morgen wieder und sehe sie daher erst dann) und sie meinte, dass ich aus versehen in den Zeiten hin und her gesprungen bin. Ach wirklich? Ich muss gestehen, ich habe die Geschichte doch schon dreimal überarbeitet, aber beim besten Willen, das ist mir nicht aufgefallen. Dafür bin ich meinen Beta-LeserInnen dankbar, dass ihnen so etwas auffällt und mir bescheid geben, bevor ich die Geschichte abschicke und die deswegen abgelehnt wird.

Wer also selber an der einen oder anderen Ausschreibung teilnehmen möchte (davon gibt es im Netz sehr viele und ich denke mal, ich werde sie hier mit veröffentlichen), sollte immer mehrere Personen bitten die Geschichten durchzulesen und kritisieren (wobei da auch ein Beitrag fällig wäre, denn viele können einfach nicht richtig kritisieren).

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