Von englischsprachigen Chats über das Lesen von Geschichten und Romanen

Ich gehöre nicht unbedingt zu der Sorte Mensch die immer und überall fröhliches Fest wünscht, daher überlasse ich der Sailor Truppe diese Aufgabe 😉 (Trotzdem noch schöne Feier- und vor allem Freie Tage euch).

In den letzten beiden Tagen habe ich drei Kurzgeschichten für Ausschreibungen geschrieben und eine davon gefällt mir so gut, dass ich schon kurz davor stehe, diese am Sonntag loszuschicken. Aber ich denke, ich werde damit bis Ende des Jahres warten (wie sich das anhört). Denn das Ende der Ausschreibung wird am 06. Januar 2010 eingeläutet. Auch die zweite Geschichte, die ich gestern geschrieben hat, liest sich für meine Augen nicht unbedingt schlecht. Aber ein Überflieger ist diese noch nicht. Die dritte Geschichte hingegen ist eher bescheidener Natur. Ich hatte um Mitternacht keine große Muse mehr, an ihr ernsthaft zu arbeiten, dabei hatte ich gestern richtige Lust und Energie gehabt zu schreiben was die Tastatur hergiebt.

Dann ist mir gestern aufgefallen, dass ich etwas lesen kann, was mich seit mehr als fünf Jahren nicht mehr interessiert hat: Romane und Kurzgeschichten (Anthologien). Das ist ja das lustige an der ganzen Geschichte, ich möchte letztendlich Romane und Kurzgeschichten schreiben, mache dies auch und konnte es einfach nicht lesen, weil es mich nicht so sehr reizte wie ein gutes Sachbuch. Doch gestern Abend beim Zähne putzen hat es mir zum ersten Mal seit langem richtig Spaß gemacht eine Kurzgeschichte zu lesen. Ich glaube so langsam ist der Fluch diesbezüglich endlich gebrochen.

Wurde auch langsam Zeit.

Zur Zeit lese ich eine Anthologie von Pam Keesey „Daughters of Darkness“ (ins deutsche wurde es als „Draculas Töchter“ übersetzt). Die ersten beiden Geschichten selber sind nicht überragend, dass muss man leider so sagen. Sie sind nett, teilweise sogar lustig und nette Unterhaltung für zwischendurch. Aber mir persönlich bleiben sie nicht im Kopf hängen, so dass ich noch stunden- und tagelang später darüber nachdenke und philosophiere oder etwas in der Richtung. Da gibt es andere Geschichten, die sind mir alleine vom ersten überfliegen im Gehirn hängen geblieben. Und auf die freue ich mich auch schon, wenn ich dorthin gelange, entweder zu der Geschichte oder zu der entsprechenden Anthologie.

Weiterhin bin ich ein wenig stolz auf mich. Und zwar auf die Tatsache, dass ich keine Angst vor englischsprachigen Chats habe. Damit meine ich nicht, dass ich mich in entsprechenden Räumen reinstürze, sondern wenn mich jemand auf englisch anschreibt, dass ich keine Panik bekomme und aus dem Fenster springe. Es gibt genügend Leute, die kein englisch können, warum auch immer. Das finde ich in Ordnung, denn trotzdem setzen sie sich mit entsprechenden Anwendungen auseinander und sind nicht völlig hilflos oder hysterisch ablehnend. Doch auch solche gibt es.

Es gibt halt Menschen, wenn man denen mit einer Sache kommt, von denen sie gar keine Ahnung haben, wirklich beinahe hysterisch werden und so ablehnend reagieren, dass man sich fragen könnte, fällst du tot um, wenn du dich damit wenigstens im Ansatz auseinandersetzt. Klar, ich mag es auch nicht, wenn ich mich mit Dingen beschäftigen soll, von denen ich gar keine Ahnung habe. Ab und an bin ich in dieser Hinsicht schon faul. Aber wenn es eben so ist, dass ich das machen soll oder ich die Möglichkeit habe mal etwas neues zu machen, warum nicht? Schaden wird mir das bestimmt nicht.

Aber bei manchen scheint es wirklich so zu sein, dass sie es als Bestrafung ansehen, wenn sie sich mit etwas neuem beschäftigen dürfen/müssen/sollen/können. Dabei bin ich froh, dass ich noch in der Lage bin, eben etwas neues zu erlernen. Nicht das mein Gehirn oder meine Fähigkeiten so dermaßen eingeschränkt sind, dass ich auf einem bestimmten Stand meines Wissens und meiner Fähigkeiten stehen bleiben muss, weil es einfach nicht weitergehen kann.

Man stelle sich das mal kurz vor, all das, was wir in diesem Moment wissen, ist alles, was wir für den Rest unseres Lebens wissen werden, weil wir nicht mehr in der Lage sind neues aufzunehmen. Für mich wäre das eine regelrechte Bestrafung. In die Welt hinausgehen und nichts von ihr mitnehmen oder bei jemanden anderen etwas lassen. Dann kann ich mich doch gleich erschießen (tschuldigung für die drastische Wortwahl, aber für mich wäre dies das Ende meines Lebens).

Aber natürlich heißt es, Leben und leben lassen. Wenn diese Menschen nur ein Buch in ihrem Leben lesen möchten, nur eine Art von Film sehen und nur eine Form der Kommunikation und/oder Arbeit möchten und was auch immer, dann ist das ihr gutes Recht. Sie sollen nur damit rechnen das ich Bücher lese und mich mit fremden Sprachen beschäftige und mich auch fortbilden möchte. Und wer damit ein Problem hat … wird aller Wahrscheinlichkeit auch nicht diesen Blog geschweige diesen Beitrag lesen. Vermutlich ist er manchen auch noch zu lang.

Ansonsten plane ich schon für das nächste Jahr ein wenig vor (ist ja nicht mehr lange hin). Aber dafür lohnt es sich schon ein neuer Beitrag. Und bevor ich an meiner neuen Geschichte schreibe (habe Ideen für zwei Geschichten), werde ich ein wenig bloggen.

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Er ist endlich daaaaaaaa….

Eigentlich ist er schon seit dem 22.Dezember 2009 da, aber ich habe ihn heute erst entdeckt und somit ist er erst seit heute da:

Der Vertrag für meine erste Veröffentlichung!!!

Ich habe ihn zweimal ausgedruckt und werde ihn mir morgen in aller Ruhe durchlesen (okay, reingelesen habe ich schon einmal) und dann wird er ausgefüllt, unterschrieben und fertig für den Versand gemacht. Die Dateien, die sie laut Vertrag haben möchte, habe ich ihr auch sofort zugesandt (ja, ich habe heute Abend nichts weiter vor).

Jetzt freue ich mich so richtig auf das neue Jahr. Denn somit komme ich meiner Veröffentlichung immer näher und näher und bald ist sie da 🙂

Heute Abend schreibe ich noch an einer Geschichte für eine neue Ausschreibung und mal sehen was sich 2010 noch in dieser Hinsicht ergiebt 🙂 Ich bin da schon ein wenig aufgeregt …

Und bis dahin, einen schönen Heilig Abend wünsche ich euch.

Gedanken über das Ende …

… damit meine ich das Ende meiner Kurzgeschichten *hüstel*.

Gestern ist mir eine spontane Idee gekommen, warum unter anderem meine Kurzgeschichten nicht so ankommen könnten, wie ich mir das persönlich denke (neben den vielen Rechtschreibfehlern und vielleicht dem mageren Inhalt, giggle). Und zwar könnte es schlichtweg am Ausgang der Geschichten liegen.

Die Geschichte, die veröffentlicht werden darf/soll hat ein Happy End. Aber die letzten drei Geschichten, die ich eingeschickt habe, enden allesamt auf tragische Art und Weise (Mord, Tod und Vernichtung). Und ich kann mir vorstellen, dass solche Geschichten bei vielen schlichtweg nicht gut ankommen. Gerade wenn die Anthologie für Kinder geplant ist *hüstel*. Deswegen vermutlich auch die letzte Absage.

Ich meine, seien wir doch mal ehrlich, wenn ein jugendlicher Mensch eine Anthologie zum Thema Clowns liest, ich glaube nicht, dass es besonders gut ankommt, wenn die Geschichten kein HappyEnd haben.

Aber auf diese Idee muss man auch erst einmal kommen. Sie ist zwar logisch, zumindest denke ich mir das jetzt so, aber ich bin beim besten Willen nicht darauf gekommen.

Ich bin jedoch nicht immer ein Fan von Fluffybuffybunny Enden. Es darf ruhig mal ein wenig heißer her gehen, es darf auch mal ein überraschendes Ende sein oder eben mal ein „negatives“. Eben mal etwas anderes. Aber dann muss mir auch bewusst sein, dass es bei vielen nicht so gut ankommt, wie ich mir das wünsche. Aber wenn man sich dessen bewusst ist, kann man damit weitaus besser leben, als wenn man sich andauernd fragt, was hab ich jetzt schon wieder falsch gemacht *heul*.

Vom NaNoWriMo, November, Dezember und keine Ahnung was noch :)

Wie einige von euch mitbekommen haben, ich habe mich im November ganz schön rar gemacht. Und das hatte einen guten Grund:

Das Bild sagt es letztendlich schon 🙂 Ich habe den ganzen Monat mehr oder weniger nur am NaNoWriMo geschrieben und diesen auch gewonnen. 50.034 Wörter habe ich geschrieben. Wobei ich nebenbei noch ganz kurz folgendes erwähnen möchte: Ich habe noch drei Kurzgeschichten geschrieben (der Superclown war einer davon), wobei ich glaube, dass es noch einmal 9000 Wörter mehr geworden wäre, hätte ich diese mitgezählt. Und außerdem habe ich die Bewertung drei Tage vor Schluss vorgenommen (am 27. November). Hätte ich den Samstag, Sonntag und auch Montag noch geschrieben, da wären aller Wahrscheinlichkeit mindestens 6000, wenn nicht sogar 10.000 Wörter noch einmal dazu gekommen.

Aber am Sonntag hatte ich ein Spieleabend gehabt und ich wollte mich nicht weiter unter Druck setzen. Ich habe gemerkt, wie meine Schreiblaune immer weiter Richtung Keller sackte und ich war, ehrlich gesagt, einfach nur noch erleichtert, dass ich mein Ziel geschafft habe und wollte für mich nur noch abschließen.

Was hat mir das NaNoWriMo aber eigentlich gebracht?

Erst einmal gute 65 Seiten (Times New Roman, Schriftgröße 11) eines möglichen neuen Romans. Den werde ich nun nach und nach überarbeiten und dann weiterschreiben. Mir gefällt die Idee und ich kann mir auch gut vorstzellen, damit mal bei einer Literaturagentur vorstellig zu werden. Natürlich habe ich wieder einige neue Ideen, wie ich die Geschichte umschreiben kann (und ich denke, von den 50.000 Wörter, die ich geschrieben habe, fliegen mindestens die Hälfte wieder heraus). Aber ich denke, dass ist eben typisch beim NaNo, man achtet eben nicht darauf, was man schreibt, sondern letztendlich nur wie viel.

Weiter hat mir das NaNo gezeigt, ich bin sehr wohl in der Lage jeden Tag zu schreiben. Früher habe ich immer wieder gerne Ausreden gesucht um nicht zu schreiben, nun habe ich sie nicht. Immerhin habe ich mich jeden Tag hingesetzt und habe auch regelmäßig unter der Woche zweitausend Wörter und mehr geschrieben (einige Male sogar dreitausend). Jetzt kann ich mich also nicht mehr herausreden, dass ich zu müde zum schreiben bin. Immerhin habe ich es beim NaNo geschafft mich trotzdem hinzusetzen und mein Tagesziel zu erreichen.

Daher habe ich beschlossen, jeden Tag zumindest 1000 Wörter zu schreiben. Es ist egal zu welchem Thema (also Roman oder Kurzgeschichte), Hauptsache es sind am Ende mindestens 1000 Wörter. Nach oben hin ist natürlich keine Grenze offen (eher ein Zeitlimit).

Die Geschichte selber ist an sich schon interessant. Mein störrischer Charakter hat sich um einiges störrischer erwiesen, als gedacht. Aber an anderer Stelle konnte ich sie bändigen und nun tut sie, was ich schreibe und nicht andersherum. Aber wie schon oben geschrieben, da gehört noch einge Menge Änderungen. Denn viele mögliche Konfliktszenen habe ich viel zu harmlos beschrieben, die Klippen umschifft oder mich erst gar nicht herangewagt. Da muss noch einiges geschehen, damit ich wirklich zufrieden bin. Aber die Idee selber gefällt mir irgendwie (die ich aber nicht weiter erläutern werde).

Sonst habe ich im November noch an einer Ausschreibung teilgenommen und warte nun auf das Ergebnis. Für diese Ausschreibung konnte ich drei Geschichten einsenden, aber seien wir mal ehrlich, Superclown (das ist die dritte Geschichte die ich geschrieben habe), ist nicht unbedingt der Reißer. Die Idee finde ich lustig, aber ich habe dazu irgendwie nicht DEN Bezug, als das ich sagen könnte, hei, dass ist es, da macht es Spaß noch mehr zu schreiben. Aus diesem Grund habe ich dafür gesorgt, dass er nie an einer weiteren Ausschreibung teilnehmen kann. Dazu muss man solche Sachen einfach nur im Internet veröffentlichen und damit hat es sich schon 🙂

Ich habe mir auch noch ein Buch gegönnt (okay, wen überrascht diese Aussage? zumal es insgesamt vier waren), welche sich direkt um das Schreiben von Kurzgeschichten dreht:

Shaping the Story: A Step-By-Step Guide to Writing Short Fiction: Workbook von Mark Baechtel

Das Buch beschreibt pro Kapitel einen Schritt  zu einer Kurzgeschichte. Im ersten Kapitel erklärt er, wie man an Ideen kommt und sie ausbaut (mit Hilfe einer Clustermethode). Kapitel 2 erzählt vom Anfang, also der erste Satz, der erste Absatz und so weiter. Und ich bin gerade bei Kapitel 3, welche den „Point of View“ beschreibt (okay, das Buch ist auf englisch und ich denke gerade ein wenig zu sehr im englischen und kann einfach mal ganz spontan „Point of View“ nicht ins deutsche übersetzen, ist doch verrückt).

Es gibt eine Hauptübung zu jedem Kapitel, welche von einer Studentin und einem Studenten aus seinem Schreibkurs umgesetzt und im Buch gezeigt wird. Wer damit nichts anfangen kann oder weitere Übungen haben möchte, kann sich auf die darauffolgenden Fragen bzw. Aufgaben stürzen und weiter schreiben. Dann gibt es noch Fragen zu den Kurzgeschichten am Ende des Buches. Ja, der Autor hat diverse Kurzgeschichten veröffenlticht und im Rahmen jeden Kapitels völlig unterschiedliche Fragen zu jeweils eine der Kurzgeschichten gestellt. Somit ist man quasi gezwungen sich mit den Geschichten auseinanderzusetzen und zu lernen, warum es manche AutorInnen zu einer besonderen MeisterInschaft auf bestimmten Gebieten geschafft haben.

Ich mag gerne gestehen, ich freue mich jeden Tag darauf in diesem Buch zu lesen und habe auch schon einige Ideen, wie ich die Anregungen des Autors umsetzen kann. Noch während ich auf das Buch wartete (die Lieferzeit dauerte ein wenig länger, was ich aber schon gewohnt bin), hatte ich mir schon manches Mal gedacht, ob es eine gute Idee war es zu kaufen. Im nachhinein kann ich es nur empfehlen 🙂

Ich habe mir noch ein zweites Buch zum Thema Schreiben gegönnt. Eigentlich wollte ich das als erstes haben und dann habe ich beim weitersuchen eben das oben beschriebene Buch entdeckt:

Elements of Writing Fiction – Beginnings, Middles & Ends (Elements of Fiction Writing) von Nancy Kress

Ich habe hier erst den ersten Teil des Vorworts richtig gelesen und leider hat Ms. Kress recht. Während der Roman für eine Autorin oder ein Autor das größte Werk ist (neben den anderen Romanen und Novellen die man geschrieben hat), ist einE LektorIn leider nicht in der Lage jedes Werk gebührend zu überprüfen. Es geht einfach aus technischen Gründen nicht (zu viele Manuskripte, zu wenig Personal und noch viel weniger Zeit). In einer idealen Welt würde es genügend LektorInnen geben und jedes Werk würde eben die gebührende Zeit erhalten um geprüft zu werden.

Schade nur, dass wir nicht in einer idealen Welt leben.

Und wer in einem Verlag veröffentlichen will, muss eben lernen wie ein Verlag zu denken. Und daher wird bei Kurzgeschichten meistens auf die ersten drei Absätze und bei Novellen/Romane auf die ersten drei Seiten besonders viel Wert gelegt. Eben weil viele der Meinung sind, wer es schafft die Leute auf diesen Seiten (oder Bereiche) zu fesseln, kann am Ende das Buch auch verkaufen. Denn es soll mal nach Sol Stein eine Umfrage gegeben haben, nach welchen Kriterien die Leute ein Buch kaufen. Neben den Klappentext auf der Buchrückseite sind es eben die ersten Seiten. Man kann dazu stehen, wie man möchte. Fakt ist es, die Leute haben immer weniger Zeit und die ersten Seiten entscheiden immer häufiger darüber ob man ein Buch kaufen möchte oder nicht (wenn man es im Buchhandel kauft, der Onlinemarkt hingegen hat da ja ganz andere Möglichkeiten ein Buch bekannt zu machen und es kaufenswert erscheinen zu lassen 🙂 ).

Und das oben genannte Buch erklärt genau wie man eben die ersten Seiten interessant macht (wer mit dem Anfang Probleme hat), wie man nach einem tollen Anfang einen guten Mittelteil hinbekommt (für Leute wie mich, die es als schwer empfinden einen guten Anfang weiterhin am Leben zu erhalten) und die LeserInnen am Ende aus der Geschichte gekonnt zu werfen (ebenfalls für mich sehr interessant).

Und ich habe mir zwei Anthologien von Pam Keesey gegönnt (nicht nur zu Übungszwecken um zu sehen, wie man für eine Anthologie schreiben kann, sondern auch aus reinem Lesespaß).

Wobei alle vier Bücher nur auf englisch sind. Ich habe es zur Zeit überhaupt mit der englischen Sprache 🙂

Zur Zeit arbeite ich an einer Kurzgeschichte zum Thema „Welten neben der Unseren“.  Zudem habe ich noch mindestens zwei weitere Ausschreibungen, an denen ich diesen Monat teilnehmen möchte. Und da Anfang Januar 2010 eine weitere Ausschreibung ausläuft, muss ich mich da ebenfalls ranhalten. Da ich aber bewiesen habe, dass ich schreiben kann (ich meine damit tagtäglich), wird es nicht daran liegen, dass ich die Sachen nicht schaffe 🙂

Also in dem Sinne, ich schreibe noch etwas.

An dieser Stelle noch danke schön an Alruna, weil du dir Sorgen meinetwegen gemacht hast *rotwerd*. Zwar habe ich ab und an noch ein wenig Druck auf den Augen, aber sonst ist mit denen alles in Ordnung. Ich pflege sie mit Augentropfen, in Abwechslung mit Gel und Creme. Und vermutlich sind sie deswegen noch in Ordnung. Die Überweisung zu meiner Augenärztin kann ich hoffentlich diesen Quartal einfach in die Tonne kloppen, weil es mir in dem Sinne gut geht 🙂

Danke dir noch einmal *knuffZ*

Der Superclown

Da ich mich in November kaum gemeldet habe, gibt es hier erst einmal eine kleine Entschädigung dafür. Eine Kurzgeschichte, die ich für eine Ausschreibung geschrieben habe, aber sie nicht einreichen möchte. Mehr zu dieser Ausschreibung, zum NaNoWriMo und so weiter, werde ich dann nächste Woche schreiben (ich habe morgen ein Spieletag vor mir, den ich genießen möchte 🙂 ).

Also viel Spaß mit der Geschichte.

„Ich werde Sie retten“, rief ein Mann vom Himmel herab, wo eine schreiende Frau an Dach eines Hochhauses hing und um ihr Leben rang. Nicht Angst, regelrechte hysterische Panik war ihr im Gesicht geschrieben. Es war kreidebleich, die Augen weit aufgerissen und die Hände konnten sich an nichts klammern, um den Absturz zu verzögern, und wenn es sich nur um wenige Sekunden handelte. Innerlich schloss die Frau schon mit ihrem Leben ab und hoffte nur noch, dass das Ende kurz und schmerzlos sein würde. Dann rutschten die Hände endgültig ab und sie betete nur noch und sah vor ihrem inneren Auge ihr Leben abspielen, wie in einem Film.

Doch dann umschlossen zwei starke Arme sie und sie fühlte sich auf einmal so leicht. Als ob sie fliegen würde. Das musste ein Engel sein, der sie rechtzeitig abgeholt hatte. Anders konnte sie es sich nicht erklären.

„Alles in Ordnung mit Ihnen Lady“, fragte eine männliche Stimme, die nicht sonderlich engelhaft klang. Erschrocken machte die Frau ihre Augen auf und sah in das Gesicht eines Clowns. Sie überlegte sich, ob sie schreien oder doch einfach nur in Ohnmacht fallen sollte. Irgendetwas war an diesem Bild absolut falsch. Ein Clown! Ein Clown hatte ihr das Leben gerettet! Ein Clown konnte fliegen! Da alles passte einfach nicht zusammen. Das ging einfach nicht!

„Ist alles in Ordnung mit Ihnen“, fragte er noch einmal, wobei seine Stimme ein wenig eindringlicher wurde.

„Ich weiß nicht“, stammelte sie zusammen. Sie war sich wirklich nicht sicher, ob es ihr gut ging oder nicht. Ein Clown!

Der Clown setzte sie auf dem Boden ab, wo gleich ein halbes Dutzend Polizisten auf sie zukamen um sich um sie zu kümmern. Aber genauso wie sie, hatten die Uniformierten scheinbar ihre Probleme mit der Tatsache, dass ein Clown fliegen konnte und vor allem sie retten konnte. Scheinbar fühlte er sich in seiner momentanen Situation nicht sonderlich wohl, daher winkte er ihnen kurz und kurz angebunden zu und flog davon.

„Ein Clown“, sagte sie und war völlig aufgelöst. Endlich gaben ihre Knie nach und ihre Beine klappten unter ihr zusammen. Das war einfach zu viel für sie.

Am nächsten Tag verließ sie das Krankenhaus und war erleichtert, dass sie nur einige Kratzer davon getragen hatte. Immerhin, sie hätte tot sein können. So richtig Mausetot. Und doch hat ihr ein Clown das Leben gerettet. Das ganze konnte sie immer noch nicht einordnen.

„Hast du das gehört, ein fliegender Clown“, hörte sie auf einmal einen Jungen auf der Straße sagen.

„Ja, irgendwie so richtig lustig“, meinte ein anderer und auf einmal brachen sie in heiteres Gelächter aus. Natürlich, es war ein ungewöhnlicher Gedanke, dass es ein Superheld im Clownskostüm gab. Normalerweise waren sie Spaßmacher im Zirkus oder übertrieben es mit ihren Späßen und wurden zu einer Gefahr für die Menschen. Aber das sich wirklich ein Clown hinstellte und anderen das Leben rettete, dass einer von ihnen zu einem Helden wurde, dass konnte sie sich ebenso wenig vorstellen, wie alle anderen. Und doch war ihr gestern genau das geschehen.

Sie ging nach Hause und versuchte sich im Klaren zu werden, was ihr gestern geschehen war. Es ging ihr weniger um die Tatsache, dass sie von einem Clown gerettet worden war. Damit konnte sie noch leben. Es ging ihr eher um die Sache, dass sie beinahe gestorben wäre. Ein paar Sekunden später und sie wäre mit voller Wucht auf den Boden aufgekommen. Und niemand hätte sie sonst retten können. Alle anderen kamen viel zu spät. Die Feuerwehr mit ihrem aufblasbaren Kissen, oder wie immer sie auch das riesige Ding nannten. Die Polizei, die versuchte auf das Dach zu kommen. Einfach alle. Sie wäre beinahe gestorben. Es war einfach unglaublich. So knapp dem Tod entronnen.

Als ihr das immer bewusster wurde, erinnerte sie sich auch, dass sie sich überhaupt nicht bei ihrem Retter bedankt hatte. Dazu war sie gestern gar nicht in der Lage gewesen. Und ob sie es heute war, das wusste sie nicht.

Sie verließ ihre Wohnung, kaum dass sie diese betreten hatte und ging auf die Straße. Und schon steckte sie fest. Wie sollte sie ihn finden? Immerhin war er eine Art Superheld. Schnell korrigierte sie sich. Egal wie er aussah und allgemein genannt wurde, er konnte fliegen und somit war er offiziell ein Superheld. Glaubte sie zumindest.

„Wieso gibt es kein Superheldenhandbuch“, fluchte sie leise vor sich hin. Jeder zweite Vollidiot nannte sich heute Held oder gar Superheld. Aber wie sie definiert wurden, dass konnte niemand nachvollziehen. Mal war der fliegende Typ lediglich ein Held. Und der mit dem Waffenarsenal ein Superheld. Was war der Clown dann?

Über ihr flog eine Frau in einem sehr aufwendigen Kostüm und sofort schauten alle nach oben um einen Blick auf sie zu erhaschen. Auch wenn die Stadt voller Helden und Superhelden war, es war immer wieder ein Erlebnis sie zu sehen. Vor allem, wenn sie ihre besonderen Kräfte einsetzten.

Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er zu dem edlen Kreis der Helden gehörte. Zumal er neu war. Und auch die Helden hatten gewisse Vorurteile gegenüber Menschen, die anders waren. Das hatte sie genügend aus der Presse erfahren. Und das reichte ihr völlig aus um sich diesbezüglich ein Bild zu machen. Und sie war sich sicher, dass sie gegenüber einem Clownhelden nicht viel anders sein würden.

Sie atmete tief durch als sie ein Bild im Fernsehen des Clowns sah. Zum ersten Mal erblickte sie ihn in voller Montur und wieder wurden ihre Knie weich. Ihr Herz schlug schneller und nur mit Mühe konnte sie einen grellen Schrei unterdrücken. Er war wirklich ein Clown in voller Montur und einer roten Nase. Und sie litt unter Coulrophobie, also die Angst vor Clowns. An Clowns denken konnte sie, aber nicht sehen. Und erst jetzt wurde ihr bewusst, dass er so richtig wie ein Clown aussah. Mit allem drum und dran. Das war zu viel für sie. Sie drehte sich um und wollte schon nach Hause gehen. Aber dann dachte sie daran, was sie diesem Typen zu verdanken hatte. Der Kerl hatte ihr das Leben gerettet. Er hat sich auch keine Gedanken gemacht, ob er ihr als Steuerberaterin helfen sollte oder nicht. Immerhin könnte sie ihm das finanzielle Leben schwer machen. Und er hatte sich auch nicht darum gekümmert. Es war also Zeit, dass sie ihre Ängste überwand und ihn dankte. Nun, vielleicht nicht überwinden, das wäre dann doch ein wenig zu viel verlangt. Wenigstens für einige Minuten unter Kontrolle bringen um ihm Danke zu sagen. Das müsste ausreichen. Und wenn er wirklich ein Held war, würde er es schlichtweg akzeptieren.

Also suchte sie ihn weiter und hoffte, ihn bald zu finden. Immerhin wollte sie etwas von ihm, also hatte er sich wie ein Held zu benehmen und in einer Seitengasse auf sie zu warten, so zu tun, als wäre es das selbstverständlichste von der Welt gewesen sie zu retten und damit hatte sich die Geschichte. Und immerhin war er ein Held, also würde er sicherlich auch so tun, als wäre es normal gewesen. Egal wie er sich selber definierte.

Sie ging in eine Seitengasse und suchte ihn dort. Wo würde sie sich verstecken, wenn sie ein Clown war, die sich für einen Superhelden hielt und nicht von den anderen bekannten und respektierten Superheldengruppe akzeptiert wurde? Vermutlich in einem Zirkus. Zumindest in diesem Fall. Alles andere wäre vermutlich doch zu auffällig geworden. Er war wie ein bunter Pudel, der durch die Stadt lief. Da musste er einfach auffallen. Also wäre es für ihn besser, wenn er sich irgendwo versteckte, wo er unter seinesgleichen war. Und das bereitete ihr wieder schwache Beine. Wohlmöglich waren da noch mehr Clowns. Noch mehr rote Nasen und übertriebene Haare und diese albernen Kostüme. Hoffentlich hielt er sich nicht in einem Zirkus auf. Alles, nur nicht noch mehr Clowns!

Daher blieb sie in der Seitengasse und überlegte ob es eine gute oder schlechte Idee wäre überfallen zu werden. Im Grunde genommen war es eine idiotische Idee. Aber vielleicht würde sie ihn auf sich aufmerksam machen und er sie dann retten. Immerhin konnte sie ihn so danken. Auch wenn es dann zweimal nötig wäre. Aber es könnte auch sein, dass jemand anders käme um sie zu retten und er dadurch in den Hintergrund geriet. Oder noch schlimmer, es käme niemand, weil man sie nicht hörte, aufspürte oder sonstiges geschah. Sie hatte keine Ahnung, wie man die Opfer von Gewaltverbrechen auf Heldenart fand. Irgendwie taten sie es aber und waren darin sehr gut. Aber auch ihnen entging immer wieder jemanden. Auch das hatte sie aus der Presse. Und sie wollte nicht riskieren, dass gerade ihr in diesem Moment so etwas geschah. Immerhin wollte sie nur eine gewisse Schuldigkeit einlösen. Nicht mehr und erst recht nicht weniger.

Sie ging weiter und bisher sah es gut aus, dass sie keinen Verbrecher antraf oder einen der Superhelden, den sie heute nicht sehen wollte. Sie waren alle zwar ganz nett, aber ihr gingen die Lobhudeleien, nach denen sie gierten, so richtig auf die Nerven. Ja, sie taten etwas für die Stadt. Das stimmte. Aber mussten sie sich andauernd in die Kamera stellen, als seien sie ein Geschenk des Himmels, welche alle gefälligst zu sehen hatten? Und nebenbei gleich noch die Füße küssen und in den Hintern kriechen? Jeder Mensch konnte ein Held sein. Oder auch eine Heldin. Irgendwann war auch mal genug! Und die Herren und Damen übertrieben es wirklich.

Auf einmal hörte sie das Quietschen einer Hupe. Soweit sie sich erinnern konnte, ein typisches Zeichen eines Clowns. Als Kind hatte sie gerne Clowns im Zirkus besucht. Aber irgendwann hatte einer mit seinen Späßen übertrieben und ihr so viel Angst eingejagt, dass sie diese nicht mehr ansehen konnte. Doch jetzt musste sie es wagen. Denn sie war sich sicher, der Clownheld war da irgendwo. Und sie wollte sich bei ihm bedanken, koste es, was es wolle. Und wenn es ihr Nervenkostüm war. Dann sei es ebenso.

Sie ging um die Ecke und beinahe wären ihr die Augen rausgefallen. Vor ihr stand ein junger, hübscher, verdammt gut aussehender, gut gebauter, herrlicher junger Mann. Es viel ihr schwer nicht noch mehr Vorzüge in ihren Gedanken aufzuzählen. Denn körperlich schien sie den perfekten Mann vor sich zu haben, er war einfach lecker. Sie schluckte die Spucke, die sich in ihrem Mund gesammelt hatten runter. Sabbern musste sie nun wirklich nicht. Das wäre in diesem Moment zu peinlich gewesen. Denn sie registrierte einen jungen Mann, der nur in einer Unterhose, in einer sexy Unterhose wie sie sah, in einer Seitengasse mit sehr vielen üblen Kerlen stand. Und dieses Bild war nicht unbedingt typisch. Auch nicht für diese verrückte Stadt.

Er war sich sicherlich ihrer gierigen Blicke bewusst und zog sich schnell etwas über, zumindest ein Hemd.

„Kann ich Ihnen helfen“, fragte er ein wenig nervös.

„Ich suche eigentlich diesen Clown, der scheinbar ein Superheld oder auch nur ein Held ist, ich weiß nicht was er ist, auf alle Fälle, ich suche ihn. Sie haben ihn nicht zufälligerweise gesehen?“ Doch bevor er antworten konnte, sah sie auf dem Boden ein Clownskostüm. Zwar war sie nicht unbedingt die intelligenteste Frau der Welt. Aber sie konnte immer noch eins und eins zusammenzählen.

„Das ist jetzt nur ein Scherz. Sie sind der Clown, der mir das Leben gerettet haben?“ Ihre Stimme musste einen Ton an sich haben, dass ihn verlegen machte.

„Ich habe mir das Ganze nicht ausgesucht“, verteidigte er sich.

„Was meinen Sie?“ Sie war froh nicht einen Lachkrampf bekommen zu haben. Scheinbar war ihm die Sache noch unangenehmer als ihr mit Clowns in Berührung zu kommen.

„Ich kann meine Kräfte nur dann einsetzen“, begann er und seine Stimme brach zusammen. Kurze Zeit später konnte er den Satz dann beenden. „Ich kann sie nur dann einsetzen, wenn ich ein Clownskostüm anhabe. Nicht gerade das, was man sich als Held vorstellt. Ich hätte lieber eine Maske und ein Umhang, und bestimmt nicht eine rote Nase und Schminke im Gesicht.“ Sie sah ihn ungläubig an.

„Sie müssen die Sachen anziehen um ihre Kräfte einsetzen zu können“, fragte sie ungläubig und er nickte. „Und ist es wichtig wie man aussieht wenn man gutes tut“, fragte sie weiter. Sie selber hatte immer geglaubt, dass Kleidung Leute machten und es wichtig war, dass man ein bestimmtes Kostüm anziehen musste, um etwas zu erreichen. Aber er hatte sie gerettet und das in einem Kostüm, dass die Menschen zum Lachen bringen sollte.

Er setzte sich hin und sah erschöpft aus.

„Ich weiß, es sollte mich nicht so mitnehmen, aber das tut es trotzdem“, meinte er. Sie setzte sich neben ihn hin und auf einmal begriff sie, dass auch Helden und Heldinnen nur Menschen waren. Und auch sie brauchten Liebe und Aufmunterung. Auch sie brauchten Zuspruch, Aufmunterung und vielleicht eine Schulter zum anlehnen.

Sie reichte ihm die Hand hin.

„Mein Name ist Angel.“

NaNoWri Mo ~ Tag 3 & Earth Rocks

Wie zu erwarten habe ich gestern kein Wort geschrieben, dafür heute 2000 Wörter geschrieben. Zum Glück habe ich erst danach erfahren, dass meine Geschichte, welche ich bei EarthRocks eingereicht habe, nicht zur Jury gekommen ist (obwohl 20 Geschichten weitergereicht wurde).

Warum das letztendlich nicht so war, weiß ich nicht. Vielleicht habe ich nicht soooo sehr das Thema Rituale herausgearbeitet (das Thema dieser Geschichte). Denn ich behaupte mal frech, dass sie besser war als Hexenrituale. Klar, dass kann man natürlich auch als Ehrenrettung ansehen. Doch bei dieser Geschichte habe ich ein rundes Gefühl. Deswegen trifft mich die Absage besonders. Schade, dass man keine Begründung bekommt, warum sie nicht genommen wurde. Dann wüsste man fürs nächste Mal Bescheid.

Aber dieses Mal werde ich sie nicht veröffentlichen. Mal sehen, vielleicht kriege ich sie woanders unter.

Noch ein, zwei Worte zu meinem Roman bei NaNoWriMo (immerhin geht es ja in erster Linie bei diesem Beitrag darum).

Sie ist ungewöhnlich, dass kann man definitiv sagen (und das nach neun Seiten). Denn die Figur handelt ganz schön eigensinnig. Anstatt vernünftig zu sein, rennt sie hirnrissigerweise in die Gefahr und scheint sich deswegen noch nicht einmal bewusst zu sein. Und das schlimme ist, sie ist es sich doch bewusst, verdrängt es aber.

Und sie hat ein ganz besonderes Merkmal (welche ich hier aber nicht erwähne, immerhin will ich am Ende auch versuchen das Buch zu veröffentlichen und ich mag nicht, dass mir jemand meine Idee klaut). Ja, in dieser Hinsicht kann ich ein Tick hysterisch werden.

Nach drei Tagen kann ich schon sagen, mir gefällt das NaNoWriMo und ich bereue jetzt ein wenig, die letzten beiden Jahren nicht mitgemacht zu haben. Andererseits denke ich mir, es ist jetzt die Zeit dafür, als ist es auch richtig, erst jetzt mitzumachen.

Und wer weiß, vielleicht wird auch meine Novelle fertig und am Ende kommt es sogar in die Läden (lol, jetzt werde ich eine Runde größenwahnsinnig).

Hexenliebe ~ Meine erste Reaktion und die Konsequenzen darauf

Klar war ich am Anfang enttäuscht, als ich die Absage in meiner Mailbox gelesen habe. Das kann und will ich nicht abstreiten, denn es wäre schlichtweg nicht ehrlich. Aber wenn ich im nachhinein so darüber nachdenke, dann wundert es mich nicht, dass es so gekommen ist. Denn ich muss gestehen, sie war doch nicht die beste Geschichte. (Und nebenbei erwähnt, ich habe die Sache schon am nächsten Tag überstanden.)

Klar stehe ich mit dem Schreiben noch am Anfang und dementsprechend kann ich nicht bewerten, was wirklich gut und was nicht so gut ist. Aber im nachhinein bin ich ja nicht einmal mehr selber von meiner eigenen Geschichte überzeugt gewesen, bevor die Absage kam. Und wenn nicht einmal ich selber davon überzeugt bin, wie kann jemand anders sie gut finden? (Ich denke ihr wisst was ich meine 🙂 ).

Also habe ich beschlossen, neben meinem Roman, an dem ich weiterhin schreiben werde, komme was wolle, mich weitaus stärker auf die Kurzgeschichten zu konzentrieren. Damit meine ich, dass ich jede Woche eine Kurzgeschichte schreiben werden. Nicht nur für Ausschreibungen, sondern auch einfach so. Wenn mich ein Thema interessiert, dann schreibe ich eben darüber. Vielleicht werde ich auf diese Art und Weise auch eigene Projekte in Angriff nehmen, die mich schon länger interessiert haben (da gibt es einige).

Das bedeutet auch, dass ich meine Idee der Notizbox doch schneller umsetzen werde als gedacht. Denn neben den Geschichten für die Ausschreibung, sammle ich dann so Ideen für mich und meine Privatgeschichten. Im nachhinein glaube ich halt, dass es das Beste war, was mir passieren konnte. Wenn ich da glatt eine Zusage bekommen hätte, dann würde ich mich nicht mit meinem Schreiben auseinandersetzen und sehen, wie ich das besser machen kann. Ich denke mal, dass wäre auf Dauer schlimmer geworden, als alles andere.

Dafür habe ich mir heute auch ein Hosentaschenkalender gegönnt (ein Taschenkalender, der bei Bedarf und mit viel Mühe auch in eine Hosentasche passen könnte, flöt). Da werde ich alle wichtigen Termine reinschreiben, was Ausschreibungen betrifft. Denn ich muss gestehen, heute gehen ja einige Ausschreibungen zu Ende und ich habe sie schlichtweg vergessen. Weil ich nicht organisiert genug bin. Daher habe ich diesen Kalender, der sich nur um das Thema Schreiben dreht. Wann geht welche Ausschreibung zu Ende (was natürlich bedeutet, dass ich mindestens drei Mal täglich reingucken werde, um es mal übertrieben darzustellen), wann werde ich welche Kurzgeschichten zu welchem Thema schreiben und wann kümmere ich mich um meinem Roman.

Nebenbei werde ich auch weiterhin entsprechende Fachliteratur nicht nur lesen, sondern auch die Übungen, die in manchen von denen erwähnt werden, auch bearbeiten. Denn ich denke mal, die wurden nicht umsonst erwähnt bzw. in diesen Büchern aufgenommen, nur weil sie nett zu lesen sind. Sondern sie werden auch ihren höheren, oder auch weniger höheren Sinn haben.

Nun gut, ich fange dann einfach mal an 🙂 (Und nebenbei zittere ich wegen Earth Rocks, denn theoertisch fällt in ein paar Stunden die Entscheidung).

Bevor ich mich in die Woche verabschiede …

… wollte ich noch kurz Bescheid geben. Die erste Geschichte (vier Seiten, TimesNewRoman, Schriftgröße 12) ist nun fertig.

Sie ist zu sechzig Prozent gut, aber da muss natürlich mal wieder einiges gemacht werden, wie so oft bei den Geschichten. Zumal ich noch möchte, dass sie ein tick grusseliger wird. Aber dieses Mal ändere ich nicht die Perspektive oder gar das Geschlecht (wie bei der Earth Rocks Ausschreibung). Die ist schon in Ordnung. Alles weitere werde ich sehen.

Ach übrigens, weiß jemand wie die Leute so im hohen Norden sind, so Richtung Schleswig Holstein??? (Ist für eine andere Ausschreibung.)

Warum ich mein Tagebuch so sehr liebe … seit gestern

Gestern war ich draußen und hab mir im Schreibwarenladen was gekauft, unter anderem ein dickes kariertes Notizbuch. Dieses dicke Notizbuch habe ich dann als Tagebuch entwendet, obwohl ich eigentlich eines habe, aber das war liniert und das mag ich irgendwie nicht, bin eher der karierte Typ, oder so ähnlich. An sich eigentlich nichts besonderes.

Ich ziehe aus meinem Transparent Tarot jeden Tag eine Karte und da die Bilder doch recht einfach abzuzeichnen sind, zeichne ich sie auf der ersten Seite meines Eintrages. Und auch die folgenden Seite, so ist mein dauerhaftes Ziel, möchte ich immer irgendwie bunt gestalten.

Dabei habe ich gemerkt, wie sehr ich meine Gedanken zusammenziehen kann. Und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes. Denn vorher Vorher waren die immer und überall hin verstreut und ich wusste nie was ich als erstes machen sollte bzw. was ich überhaupt machen konnte. Und gestern habe ich einfach drei Seiten geschrieben (nachdem ich die Seiten entsprechend bemalt hatte) und heute noch mal vier und auf einmal habe ich einige doch sehr nette Ideen, wie ich die nächsten Projekte angehen werde.

Eine dieser Ideen möchte ich auch mit euch teilen, es geht dabei um Kurzgeschichten (wer hätte das gedacht):

Und zwar schreibt auf einen Zettel Ideen über die man schreiben könnte als Stichpunkt. Damit meine ich Punkte wie Mond, Zombie, Hexe, Krimi oder was auch immer euch interessiert. Ihr könnte so viele oder so wenige Zettelchen benutzen, wie ihr möchtet. Dann, an einem X-beliebigen Stichtag zieht ihr einen Zettel und schreibt über den Punkt eine Kurzgeschichte. Am Anfang schlage ich für euch und mich vor, dass die Geschichte erst einmal keine Beschränkungen hat. Wenn sie eben zehn Seiten lang wird, ist sie eben zehn Seiten lang und wenn dreitausend Wörter, dann ist es eben so.

Habt ihr die Geschichte fertig geschrieben, kommt der nächste Zettel dran und so weiter und so fort. Nach und nach kann man sich überlegen auch gewisse Einschränkungen vorzugeben. Also eine gewisse Wort-, Zeichen- oder Seitenanzahl. Man kann dann auch mehrere Zettel gemeinsam ziehen, erst zwei, dann drei und so weiter.

Diese und auch weitere Gedanken (und das nicht nur kreativer Natur) sind mir gestern und heute gekommen, indem ich stundenlang (das bitte wörtlich nehmen) in meinem Tagebuch gekritzelt habe (anders kann man meine Schrift und die Zeichnungen nicht bezeichnen). Das erinnert mich an die drei Morgenseiten von Julia Cameron, auch wenn ich gestern erst am Abend schreiben konnte. Und heute morgen habe ich dann auch noch vier Seiten geschrieben. Für mich eine sehr wertvolle Bereicherung, dass ich versuchen werde, jeden Tag mindestens eine Seite zu schreiben. Und wenn ich mir auch nur Gedanken darüber mache, was die Tageskarte für mich im Zusammenhang der Tageserlebnisse zu bedeuten hat (aber ich kenne mich, dass wird nicht so lange bleiben).

Na dann, ich werde noch eine Kurzgeschichte schreiben und mich dann wieder mit meinem Tagebuch beschäftigen (eine neue Sucht von mir, mal sehen wie lange die anhält 🙂 ).

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