Ein neues Semester und schon die ersten Probleme

Am Donnerstag kamen endlich die Unterlagen für das neue Semester (Hinweis, in Zukunft werde ich zum ‚Thema Fernstudium bei der ReWi Katze bloggen) und am Montag werden mir die Gebühren abgezogen (da ich eine Einzugsermächtigung gegeben habe, ist es im Grunde genommen egal, dass ich als erstes die Unterlagen bekommen habe und dann das Geld abgezogen wird, kann mich ja eh nicht dagegen wehren ^^). Gerade habe ich mich für die Mentoriate angemeldet (ziemlich WiWilastig dieses Semester) und da kommt schon das erste Problem.

Einer der Kurse ist für die Einführung Betriebswirtschaftslehre, dass andere für die Volkswirtschaftslehre und das dritte ist für den Brückenkurs Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler, den ich letztes Jahr belegt und somit noch die Unterlagen habe (dieses Semster habe ich es völlig vergessen, ehrlich gesagt, aber mir geht es in erster Linie um das verstehen, weniger um einen Schein, andererseits wäre es sicherlich nicht schlecht noch so etwas bekommen). Und zwei der Kurse, also Mathe und der BWL Kurs, schneiden sich bei drei Terminen, grummel.

Das lustige hierbei ist, die Kurse finden an Samstage statt und ich dachte mir, hei, ist ja nicht so schlimm, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich da was beißt. Tja, falsch gedacht ;O). Und das noch gleich bei drei Terminen, lol.

In den Heften, die mitgeschickt wurden, stehen ja auch schon die Klausurtermine, damit man sich daran orientieren kann (und um auch den Urlaub entsprechend zu legen, zumindest orientiere ich mich daran). Ich werde im März dann drei Klausuren schreiben: Einmal Propädeutikum (was ich eigentlich jetzt im September hätte schreiben sollen), dann der Einführungskurs in Wirtschaftswissenschaften und wohl auch im Einführungskurs für JuristInnen. Das habe ich gewählt, weil ich mir denke, dass das nicht schlecht sein kann.

Klar habe ich ja den ersten Kurs für Bürgerliches Recht gewählt. Aber wenn nach einem halben Jahr der Mentor fragt, ob es noch eine Rechtsgrundlage gibt und ich nicht weiß, was der von mir will (in diesem Fall war die Rechtsgrundlage der Vertrag), dann denke ich mal, schadet es nicht, wenn ich gaaaaanz von Anfang an anfange. Das tut mir sicherlich gut. Und auch wenn es letztendlich immerhin drei Klausuren sind, mein Abtiur sah damals auch nicht viel anders aus. Und wenn ich es richtig anfange, dann werde ich es sicherlich packen. Das bedeutet eben, dass ich rechtzeitig mit dem lernen anfangen und vor allem konsequent dabei sein muss.

Heute habe ich auch leere Karteikarten zum beschriften gekauft, Ordner zum schicken einordnen und so weiter. Für WiWi brauche ich noch ein wenig Literatur (na wer hätte das jetzt gedacht ^^) und dann denke ich, werde ich das Semster schon erfolgreich schaffen. Wobei Kurs 1 da noch einige Büchertipps bereithält. Also ganz blind muss ich da nicht unbedingt was kaufen. Ich befürchtet nur fast, dass ich seeeehr tief in die Tasche greifen werde. Nun ja, so kann man auch die Wirtschaft ankurbeln ^^

Was gibt es sonst noch zu erzählen?

Zurzeit arbeite ich an einem anderen Krimi. Ich muss zugeben, dass ich mich mit meinem letzten Projekt irgendwie so dermaßen verzettelt habe, dass ich gar nicht weitergekommen bin. Und aktuell kann ich mich mit meinem neuen Projekt (übrigens ebenfalls ein Krimi) so dermaßen identifizieren, dass ich damit recht gut zurande komme.

Kapitel 1 habe ich in der Rohfassung fertig (es muss noch sehr stark überarbeitet werden) und den Mörder, sowie die Opfer fertig. Dieses WE werde ich mich um den männlichen Hauptcharakter kümmern. Im November, beim diesjährigen NaNoWriMo möchte ich dann versuchen die ersten 50.000 Wörter für den Roman zu schreiben. Den Plot habe ich auch schon in den ersten groben Zügen geschrieben (es fehlt aktuell das Ende, aber ich bewege mich darauf hin) und dann sehen wir mal weiter. Ich haber bei diesem Werk aber ein besseres Gefühl. Zwar hat das nichts zu bedeuten, aber sehen wir einfach mal weiter :o)

Ansonsten geht es eher ruhig zu. Mein Wohnraum sieht zwar aus, wie der lebendgewordene Chaos, aber ich denke mal, jetzt wo ich wieder was zum lernen habe, werde ich auch das irgendwann mal in den Griff bekommen. Wird auch langsam Zeit.

Na dann, ich gehe mal mein Stundenplan machen (und natürlich schreiben).

[Romanprojekt] Der Charakter (Teil 1) – Die Grundlagen

Ich habe nun den Grundlagenplot geschrieben (habe ich übrigens wirklich und erzähle das nicht nur herum 🙂 ). Nun weiß ich auch im groben, mit wem ich es im Roman zu tun haben werde (inzwischen habe ich mich gedanklich mit meinem Krimi beschäftigt und welch eine Überraschung, es hat sich schon wieder einiges geändert, ich denke aber auch zum positiven).

Nun ist es an der Zeit die Figuren näher kennenzulernen. Dabei ist es wichtiger, dass man die Hauptfiguren besser kennen lernt als die Nebenfiguren. Immerhin nehmen sie den größten Teil des Romans ein. Das bedeutet für mich aber nicht, dass ich die Nebenfiguren vernachlässigen kann oder darf. Ich habe von einer Autorin gelesen, die 13 (!) Seiten für einen Nebencharakter geschrieben hat und immer noch nicht fertig war (jetzt wisst ihr, was in den nächsten Tagen und Wochen auf mich zukommt ^^).

Für mich ist es immer wieder wichtig zu schauen, welche wichtigen Eigenschaften die Figuren haben, also die Grundlagen. Manchmal passiert es mir, dass ich schlichtweg den Namen einer Figur vergesse (und das leider nicht selten). Daher ist es für mich wichtig, dass ich neben einem ausführlichen Charakterbogen auch die wichtigsten Informationen zur Hand habe. Vom Namen bis zur der Haarfarbe hin zum Mondzeichen (warum auch immer). Dann kann ich mir, wenn ich gerade über die Figur schreibe, mir den Zettel nehmen und schauen, aha, meine zweite Nebenfigur von Links war vom Standzeichen her eine tibetanische Sau *g*.

Daher habe ich für mich entschieden, eine Art Grundlagenbogen zu erstellen, wo die aller wichtigsten Informationen stehen. Dazu gehört natürlich Name, Vorname, Geburtstag, der Ort und so weiter. Eben Dinge, die man schnell braucht und man nicht vorhat bei einem Nebencharakter durch mehr als dreizehn Seiten zu wurschteln um es am Ende vielleicht doch nicht zu finden, weil man sich diese Information nicht aufgeschrieben hat.

Zudem schreibe ich in Notizen und einem Diagramm, wie die spezielle Person zu den anderen im Plot stehen. Also wie steht die Hauptfigur zum Mörder (im Krimi), zum Opfer und so weiter. Es kann ja sein, dass die Hauptfigur nie auf eine der Personen treffen soll. Aber wenn ich mein Käsegehirn sich das nicht merkt, treffen sie doch mal aufeinander und dann ist der Plot hin (okay, ich übertreibe es ^^). Oder wenn ich eine bestimmte Beziehung zwischen zwei Personen anstrebe und diese, warum auch immer, vergesse, dass da was geplant war, kann ich immer wieder darauf zurückgreifen.

Übrigens, wie für euren ersten Plot gilt auch bei den Charakteren, ihr wisst alles. Es gibt kein Unbekannt, kein ich weiß es nicht oder etwas derartiges. Natürlich weiß die Person selber nicht alles (wer ist der Mörder, wer sind meine Eltern, wo ist mein adoptiertes Kind), ihr hingegen wisst es. Da gibt es keine Ausreden 🙂

Hier eine mögliche erste Übersicht über den Grundlagencharakterbogen. Wer ihn benutzen will, aber keinen Krimi sondern einen Fantasyroman schreibt, muss ihn natürlich anpassen. Und diesen Bogen auszufüllen, für mich reicht das nicht, um den Charakter besser kennenzulernen. Da folgen noch einige Berichte 🙂

Vorname

Nachname

Mädchenname

Geburtstag

Geburtsort

Geburtszeit

Sonnenzeichen

Mondzeichen

Namen der Eltern

Namen der Geschwister

Namen der Kinder

Haarfarbe (Gefärbte Haare)

Augenfarbe (Kontaktlinsen)

Größe

Gewicht

Aktueller Beruf

Größter Traum

Größter Alptraum

Hoffnung

Angst

Übrigens, auch hier gilt, man kann sich mit Hilfe der Tarotkarten Unterstützung für die Charakterisierung suchen 🙂

Kurz erklärt: Klar unter Vorname, Nachname und Mädchenname (man kann auch noch Spitznamen aufnehmen) kann man sich wohl einiges vorstellen. Wobei es hier ganz wichtig ist, die richtigen Namen zu wählen. Es ist nun einmal so, Name ist Programm. Wenn ich einen Namen höre, dann habe ich bestimmte Vorstellungen an diese Person (lang lebe das Schubladendenken).

Auch zum Thema Geburtstag, den Ort und die Zeit muss man nicht ganz so viel sagen und damit auch zum Sternzeichen (man sollte immer alles, aber auch wirklich alles über den Charakter wissen). Mondzeichen ist nicht gaaanz so wichtig. Das ist eine individuelle Entscheidung.

Name der Eltern, Geschwister und eventuell Kinder kann wichtig sein, wenn sie eine Rolle spielen oder man ein Gesprächsthema gesucht wird 🙂

Natürlich ganz wichtig, dass Aussehen der Person. Auch wenn man sich dagegen entscheidet die Figur zu beschreiben, ich möchte wissen, mit wem ich es auch äußerlich zu tun habe (wichtiger ist natürlich das Innenleben). Daher kann man noch hinzufügen, welche Charaktereigenschaft die Stärkste und die Schwächste ist 🙂

Ganz wichtig sind die Punkte Hoffnung, Angst, Traum und Alptraum (neben den Charaktereigenschaften), denn letztendlich ist es das, was die Figur antreibt zu handeln und was die Leute dazu animiert das Buch überhaupt zu lesen. Wenn die Figur keinen Grund hat zum Handeln, ein Ziel zu verfolgen, eine Hoffnung hat, welche wie ein Stern in der dunklen Zelle erstrahlt, warum sollte ich mich damit beschäftigen? Davon habe ich im realen Leben genug. Irgendwelche Ziele muss eure Figur schon verfolgen, welche sie dazu antreibt gute 200 bis 300 Seiten zu überleben (und vielleicht noch so etwas wie ein Happy End zu bekommen ^^).

In dem Sinne, ich mache mich mal an die Arbeit.

Wie ich ein Kapitel plotte :)

Ich hatte schon mal in einem früheren Beitrag es angedroht (leider weiß ich nicht mehr welchen), aber heute mache ich es mal wahr 🙂 Meine einfachen Geheimnisse, wie ich ein Kapitel plotte.

Die ganze Zeit habe ich am Roman gearbeitet, die Karten gezogen und wusste wie das geht, aber wie ich ein Kapitel plotte, dass bereitete mir schon die eine oder andere Sorgen. Ich gebe es zu, ich hatte sogar ein wenig Angst vor den Kapitel (das muss man sich reinziehen, vor einem ganzen Roman habe ich keine Angst, aber vor einem kleinen Kapitel kriege ich die Panik).

Und in dem Buch von Corinne Kenner, also „Tarot for Writers“ stand darüber auch nichts.

Nun gut, was machen? Aufgeben natürlich nicht, eher verzweifeln wäre da angesagt.

In einem Schreibforum habe ich dann mal gefragt, wie andere ihre Kapitel plotten und da wurde mir der Hinweis gegeben, dass innerhalb eines Kapitels ein gewisser Konflikt oder eine bestimmte Handlung eine Rolle spielt, welche die Geschichte weiterbringen soll. Ich habe öfters in Büchern auch ein Kapitel gelesen, welche nur die Menschen erklärt und nicht die Handlung weiterbringt. Aber ich denke, auch solche Teile kann und muss es geben. Denn was ist ein Roman, wenn nicht der Mensch darin vorkommt 🙂

Als ich das für mich begriffen habe, habe ich mir folgende Möglichkeit überlegt:

Ich habe mir einige meiner Tarotdecks ausgesucht, die meiner Geschichte am ehesten entsprechen. Und aus jedem Deck ziehe ich mindestens eine Karte, wenn ich nicht das Bedürfnis habe, mehrere zu ziehen (das passiert ab und an). Hierbei sehe ich es als sehr wichtig an, dass die Karten auch Bilder haben, mit denen man arbeiten kann und nicht nach dem Marseiller Muster aufgebaut sind.

Dann baue ich aus den Kartenbildern eine kleine Teilgeschichte, welche sich mit der Grundidee meines Romans deckt.

Und ihr werdet vielleicht lachen, aber es klappt. Ich habe in den letzten drei oder vier Kapitel (seit ich diese Methode verwende) immer wieder Teile geschrieben, die später dann kompletiert werden. Es geht alles irgendwie Hand in Hand. Für mich ein eindeutiges Zeichen, dass der Roman genauso geschrieben werden soll und mein Unterbewusstsein genau das richtige in die Karten deutet.

Aber ein Unterbewusstsein kann auch nur dann arbeiten, wenn man es richtig füttert. Zur Zeit lese ich das Buch „Handbuch der Kriminalistik für Praxis und Ausbildung “ von Rolf Ackermann, Horst Clages und Holger Roll. Dabei habe ich erfahren, was es für Datenbanken gibt, mit denen die Polizei arbeiten kann. Ich wusste, dass diese mit diversen Datenbanken arbeitet, aber nicht mit was für einer Fülle. Und vor allem, wie die alle heißen. Und die eine Datenbank hilft mir nun, eine Lücke im Plot zu schließen, welche mir vorher so dermaßen nicht aufgefallen ist, aber jetzt das ganze erheblich bessert.

In dem Sinne kann ich nur empfehlen, wer keine Ahnung von der Materie hat (wie denn auch, wir haben das Wissen nun wirklich nicht in der Schule gelernt), sollte sich in der Materie einlesen. Es gibt glücklicherweise genügend Bücher in Deutschland, die darüber geschrieben wurden. Und wer eben keinen Krimi schreibt, sondern zum Beispiel Fantasy oder derartiges, sollte sich entsprechende Literatur lesen um zu sehen, wie es andere gemacht haben (aber bitte nicht kopieren, ihr seit ja Individuen).

In dem Sinne, ich werde auf diesen Weg weitermachen und sehen, wohin es mich bringt 🙂

CSI-Forensik für Dummies von Douglas P. Lyle

Die wichtigen Grunddaten:

Taschenbuch: 410 Seiten
Verlag: Wiley-Vch Dummies; Auflage: 1., Auflage (12. November 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3527704698
ISBN-13: 978-3527704699

Ich war gestern bei meiner Augenärztin um schauen zu lassen, warum ich mal wieder Probleme mit dem Auge habe. Sie konnte nichts finden, vermutet aber, dass ich vielleicht Mikroverletzungen haben könnte und schrieb mir eine Creme auf, die ich eine Woche lang fünf Mal am Tag nehmen soll. Mache ich, versprochen. Hoffe mal, dass es danach besser wird.

Eine U-Bahnstation weiter von meiner Ärztin ist ein extrem großer Buchladen (nein, Namen werde nicht genannt ^^) und natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, bin dorthin gegangen und habe mich ein wenig umgeschaut. Eine Bücherfanatikerin sollte man nicht in die Nähe einer Buchhandlung lassen. Es kann zu einem Spontaneinkauf kommen, seeeeehr gefährlich ^^

Und wie der Titel schon verlautbaren lässt, ich habe mir das Buch „CSI-Forensik für Dummies“ gekauft. Ich hatte das Buch schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste und nun ist es hier zu Hause und wartet darauf, dass ich es durcharbeite.

Kapitel 1 habe ich mir schon durchgelesen und natürlich das Buch ein wenig durchgeblättert und ich muss gestehen, ich bin bisher sehr begeistert. DEnn das Buch ist genau das, was ich gesucht habe und was ich auch brauche. Denn zur Zeit beschreibe ich die Autopsie einer Leiche in meinem Roman. Nun werde ich bald wissen, wie es geht, denn das Buch beschreibt auch diese Aufgaben.

Und vor allem räumt es mit einigen Fernsehmythen auf, die sich dank CSI und Co. ein wenig in unseren Köpfen breit gemacht hat. So zum Beispiel, dass eine Autopsie nie ohne Mundschutz durchgeführt wird.

Natürlich stehe ich mit Kapitel 2 noch sehr am Anfang des Buches (hei, ich habe es mir erst gestern geholt ^^), aber ich denke schon jetzt wird es eine Fundgrube sein und genauso wie „Tarot for Writers“ von Corinne Kenner ergehen. Es wird am Ende so dermaßen zerlesen sein, dass ich mir ernsthaft überlegen werde, mir ein neues Exemplar zu kaufen.

Mein bisheriges Fazit: Wer sich für diese ganzen Krimiserien interessiert oder selber ein Krimi schreiben möchte, kommt wohl früher oder später nicht mehr um dieses Buch herum. Denn es ist einfach geschrieben, erklärt viel und ist absolut toll.

Einziges Manko (okay, zwei eigentlich): Wenn ich Rechtschreibfehler entdecke, dann hätte man ruhig noch einmal drüber lesen und diese Ausmerzen können. Und eine Literaturliste für Weiterempfehlungen fehlt. Sonst habe ich bisher noch nichts zu meckern gefunden.

Kapitel 3 … oder wie werfe ich Ideen übers Bord

Zur Zeit schreibe ich recht erfolgreich an Kapitel 3. Gestern habe ich einen wichtigen Teil zu Ende geschrieben und ich könnte mir sogar fast vorstellen, dass ich es heute schaffe, den ganzen Kapitel zu beenden. Im Moment bin ich wieder im Schreibfieber. Und das liegt unter anderem daran, dass ich das eine oder andere über Bord geworfen habe.

Gerade die schlimmste Bedrängnis für mich, 13 Kapitel zu schreiben. Ich wollte nämlich das ganze Buch in dreizehn Kapitel hineinquetschen und habe mich damit so richtig schön unter Druck gesetzt. Und wenn ich mich so richtig schön unter Druck setze, reiße ich so richtig schön aus. Somit weiß ich für die Zukunft, nie wieder Einschränkungen, wenn es darum geht, wie viele Seiten geschrieben werden sollen oder wie viele Kapitel oder was auch immer.

Oder auch die Charaktere. Ich muss zugeben, ich habe bisher meine Charaktere noch nicht so gut kennen gelernt, wie man es eigentlich sollte. Das hole ich so gut wie jeden Tag nach. Jeden Tag lerne ich einen Charakter kennen. Zumindest in ihren wichtigen Grundzügen. Wie soll man aber eine halbwegs gute Geschichte schreiben, wenn man nicht einmal richtig weiß, mit wem man die Reise antritt?

Und erst recht der Plot. Ich hatte immer Grundzüge im Kopf, warum, wieso und weshalb das geschehen ist, was eben geschehen ist. Heute morgen so im Halbschlaf dachte ich über mein Mordopfer nach (in Krimis gibt es halt doch den einen oder anderen Toten) und dann dachte ich mir, plöd, plöd, plöd, ich weiß jetzt alles (was natürlich nicht verraten wird). Ja, dass Leben einer Schriftstellerin ist manchmal konfuser als ich dachte. Aber da ich jetzt endlich die Geschichte kenne, weiß ich auch was ich nun schreiben werde. Mehr oder weniger (die Feinheiten gibt es dann nach und nach). Aber hei, ich arbeite schon seit drei Jahren an diesem Roman. Also kann ich die paar Tage noch arbeiten.

Ich habe sogar einen groben Versionsplan entworfen *g*

  1. Version: Die Rohfassung (bekommt niemand zu lesen … außer Mama ^^).
  2. Version: Rechtschreibkorrektur (bekommt niemand zu lesen … außer Mama ^^).
  3. Version: Textliche Überarbeitung (bekommt niemand zu lesen … außer Mama ^^).
  4. Version: Inhaltliche Überarbeitung wie zum Beispiel Recherche, Inforamtionsmaterial etc. (bekommt niemand zu lesen … muss ich noch weiter schreiben? … okay, außer Mama *g*).
  5. Version: Vernünftige Grundfassung – Freigabe zur Korrektur (bekommt eine ausgewählte Gruppe  zu lesen … und Mama ^^).
  6. Verlagsversion: Bei Bedarf bekommen das noch einige Leute zu lesen (und Mama ^^) und dann geht es eben raus, an die Verlage (bzw. AgentInnen).

Na denn, ich mache mich dann heute noch an die 1. Version ^^

Respekt und Gegenrespekt

Ich habe gerade diesen interessanten Beitrag gefunden und gelesen. Die Krähe schreibt erst einmal über egoistische Menschen und kommt dann zum Thema Hass und Liebe in extremer Form.

Wir leben leider aktuell in einer Welt, in der es scheinbar eher legitim ist, jemanden den Hals umzudrehen als jemanden einen Kuss zu geben. Immer wieder gibt es Berichte von amerikanischen SchauspielerInnen, dass sie bemängeln, in Filmen keine direkte Nackt- oder Liebesszene zeigen zu dürfen. Aber in Filmen jemanden zu ermorden, gar Selbstjustiz zu üben, dass ist völlig in Ordnung. Während sogenannte Anstandswauwaus gegen Filme mit Erotik und Liebe vorgehen.

Auch bei den Büchern kann man es sehen. Während es noch legitim ist Krimis, Thriller oder Horrorbücher zu lesen, wird man schräg von der Seite angeschaut, liest man gerne Liebesromane (gar die Nackenbeißer). Unabhängig mit was für einen Inhalt wir es zu tun haben, Liebesromane ist weibisch und hat man nicht zu lesen (das ist übrigens nicht meine Meinung, was vielleicht so rüber kommen könnte, sondern es denken zu viele andere Menschen entsprechend darüber).  Und über Erotikromane brauchen wir uns erst gar nicht zu unterhalten (wobei der Grad zwischen einem Erotikroman und einem Porno in schriftlicher Form doch sehr fließend ist).

Hass, Gewalt und Mord wird akzeptiert, aber Liebe, Sex und Erotik hingegen nicht. Dabei sind gerade die drei letztgenannten wichtig um ein Kind zur Welt zu bringen (was dann von vielen auch als legitim angesehen wird, eben das Kindchen zur Welt zu bringen, aber bitte ohne den Zwischenweg Sex zu erwähnen oder gar Spaß daran zu haben, da sind auch einige ganz komisch). Eigentlich schade.

Was aber in dem Bericht noch vor kam, war ein Zitat ihres Sohnes. Im Grunde genommen brauche ich hier kein direktes Zitat aufführen, denn wir alle haben davon schon einmal in irgendeiner Form gehört, gelesen, vielleicht gar selber gesagt.

Respektiere mich und ich respektiere dich.

Oder

Wenn du mich nicht respektierst, dann respektiere ich dichnicht.

Oder

Ich respektiere den, der mich respektiert.

oder, oder, oder …

Man kann diese Sätze in jeglicher Form schreiben, sie beinhalten alle das gleiche. Entweder du bringst Respekt mir gegenüber auf oder du kannst es vergessen, dass ich dir Respekt entgegen bringe. An sich ist das eine logische Idee, doch ich sehe darin ein verdammt großes Problem.

Jetzt nehmen wir mal folgendes an: Du als LeserIn dieses Beitrages und ich (erdwurzelchen Wolfskatze) treffen aufeinander. Da wir beide ein wenig komisch im Kopf sind (sonst würde der folgende Vergleich keinen Sinn machen), können wir ahnen, dass Streit vorprogrammiert ist. Wir treffen aufeinander und wir beiden haben diese Regel im Kopf. Entweder du bringst mir Respekt entgegen oder ich respektiere nicht. Nur das Problem ist jetzt, wenn von uns beide niemand bereit ist den ersten Schritt zu machen, weil wir beide diese fixe Idee im Kopf haben, dass die andere Person mit dem Respektgeben gefälligst anzufangen hat, wer bitte schon soll dann den ersten Schritt machen? Das hier ein hausgemachtes Probelm vorliegt, dürfte wohl auf der Hand liegen.

Marshall B. Rosenberg hat diverse Bücher zum Thema Gewaltfreie Kommunikation geschrieben. Damit meint er, dass wir, wenn wir reden, den anderen Menschen Gewalt antun. Und wenn wir aufhören Gewalt in der Sprache zu übertragen ist es auch eines Tages möglich, die Gewalt über kurz oder lang aus unserem Leben zu verbannen.

In seinem Buch „Gewaltfreie Kommunikation – Eine Sprache des Lebens“ geht Rosenberg auch auf den Respektgedanken ein. Um es sinngemäß zu zitieren, er hat folgendes gesagt:

Bring den anderen Menschen Respekt entgegen und hoffe dann, dass du Respekt erhältst. Alles andere ist unrealistisch.

Damit sagt er eindeutig, und ich stimme ihm voll und ganz zu, wenn ich nicht in der Lage bin als erste Respekt zu bringen, wie kann ich dann bitte schön erwarten, dass man mir Respekt entgegenbringt?

Um auf mein oben konstruiertes Beispiel zurückzukommen: Wenn du (als LeserIn) und ich zusammenstoßen und wir beide uns automatisch Respekt entgegenbringen, dann ist doch unsere Beziehung automatisch anders, als wenn wir erwarten, dass die/der andere anfängt. Unser Umgang wird automatisch anders sein, vermutlich freundlicher und auch höfflicher, vielleicht sogar liebevoller (damit meine ich keine romantische Liebe).

Seit ich diesen Satz damals gelesen habe, habe ich für mich beschlossen, allen Menschen automatisch Respekt entgegenzubringen. Unabhängig der Tatsache ob sie es angeblich verdient hätten oder nicht. Wer bitte schön entscheidet schon, wer Respekt verdient hat oder nicht? Von mir kriegen alle gleichermaßen Respekt. Man muss dafür bei mir nichts tun. Aber man sollte nicht vergessen, Respekt kann man auch verlieren. Und dann kann es bei einigen sehr schwer sein, diesen wieder zu erlangen.

Vielleicht sollte man die eigene Haltung diesbezüglich ein wenig überdenken. Denn ich denke, viele Probleme beruhen eben auf dieses Problem. Entweder ich kriege Respekt oder gebe keinen. Eine Lösung, wer aber beginnen soll, wenn doch alle eben Respekt für sich einfordern, die sehe ich nicht.

Kapitel 3 meines Romans

Ich habe am Wochenende endlich Kapitel 2 meines Romans beendet und nun arbeite ich an Kapitel 3. Zum Glück hatte ich schon mal acht Seiten geschrieben und nun kann ich daran anknüpfen. So kann ich es schneller abschließen.

Gerade habe ich eine Szene geschrieben, die mich einfach mal zu einer neuen Geschichte inspiriert hat. So schnell kann das gehen. Wer seine Charaktere und die Geschichte kennt, die und der lässt sich nicht überraschen. Ich gestehe, da bin ich noch ein wenig schlampig und so lasse ich mich regelmässig überraschen.

Machts also besser als ich (und ich arbeite mich dann weiter zu Seite 10 vor ^^).

Roman oder Geschichten schreiben ~ Die Geschichte

Die folgende Überlegung ist ein tick schwierig. Denn es gibt ja das Problem, fängt man mit der groben Geschichte an oder doch eher mit den Charakteren oder wie sieht es denn mit den Konflikten aus?

Ich selber fange mit dem groben Verlauf der Geschichte an, damit ich überhaupt weiß, welche Charaktere auftauchen könnten und ich diese brauch und die Konflikte kann man immer noch einbauen (dafür wird es dann Extrabeiträge geben).

Wer eine Idee hat, hat meistens auch eine grobe Geschichte im Kopf. Und die schreibe ich dann nieder. Wie eine Art Aufsatz oder Zusammenfassung für ein Buch. Also schnappe ich mir was zu schreiben. Wenn ich einen ganzen Roman dazu schreibe organisiere ich mir auch schon mal einen dicken Blog oder gar eine Art Tagebuch und schreibe alles da rein. Und wenn ich alles schreibe, dann meine ich es auch so 🙂

Das kann von Sätzen sein, die ich gut finde und daher gerne verwenden möchte, bis hin zu Ideen für Szenen, Ausarbeitung der Kapitel, Charakterisierungen und so weiter. Daher benötige ich dafür einen dicken Buch, damit ich genügend Platz dafür habe. Denn je dünner das Notizbuch, desto eingeschränkter fühle ich mich.

Also setze ich mich hin und schreibe einfach drauf los. Man kann nicht von Anfang an planen und ich habe auch mal gelesen, dass es AutorInnen gibt, die es für kreativen Mord an sich selber halten, wenn man alles bis zum letzten Augenblick plant. Dann wirkt eben alles so „planlich“ (ja, ich weiß das es dieses Wort nicht im Duden gibt ^^).

Aber damit man erst einmal grob den Weg kennt, sollte man sich schon überlegen, wie die Geschichte verlaufen könnte. Denn ich finde, so ganz planlos sollte man nicht in die Angelegenheit gehen. Am Ende kann man immer noch alles abändern (was ich in den letzten drei Jahren mindestens vier oder fünfmal geschafft habe).

Nun gut, da ja gewisse Personen (nein, ich schaue niemanden direkt an, lachZ) wissen möchte wie die Geschichte mit Thomas und Michael laufen könnte, schreibe ich hier eine Möglichkeit auf.

Zusammenfassung der Geschichte:

Thomas ist ein guter aber eher erfolgloser Tarotleger aus Berlin. Er hält sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser und legt eher nebenbei die Karten, wobei seine Legungen immer zutreffen bzw. seine Ratschläge. Freunde hat er kaum, daher ist er meistens alleine und ein Stubenhocker.

Man kann auch schon einige Charakterisierungen vornehmen, wenn man da schon etwas weiß.

Einer seiner besten Freunde ist Michael, der bei der Mordkommision arbeitet, verheiratet ist und drei Kinder hat (zwei Mädchen und ein Junge). Er selber denkt sich sein Teil über Thomas und das Karten legen (er hält es für Blödsinn und meidet diesen Teil seiner Persönlichkeit).

In der Geschichte selber werden solche Sachen meistens nach und nach eröffnet, in den Zusammenfassungen, Notizen zu den Kapiteln oder Charakteranalysen solltest du nichts vor dir selber verheimlichen, denn du musst ja wissen, wer oder was deine Charakter sind.

Michael wird dann an einem Freitagabend, als er eigentlich mit seiner Frau Andrea ins Kino wollte (möglicher Stoff für Konflikte) zu einem Tatort gerufen. Das Mordopfer ist ein Kind und es wurde grausam zugerichtet. Sein Partner Andreas (hier haben wir einen Charakter der in der ursprünglichen Idee natürlich nicht aufgetaucht ist und nun haben wir die Möglichkeit mit ihm zu arbeiten) hat schon die ersten Anweisungen gegeben (kann irgendwann präzisiert werden, Kleiner Tipp, wer Krimis schreibt, sollte sich auf alle Fälle entsprechende Literatur besorgen) und zusammen untersuchen die beiden den Mord.

Andreas ist das komplette Gegenteil von Michael, denn er glaubt an das Übersinnliche und auch an das Tarot (wie man sieht, ich entferne mich schon von meiner Grundidee, denn da habe ich geschrieben, dass Michael Thomas ins Boot holt, es geht aber nun Richtung Andreas). Er interessiert sich auch noch für das FBI und weiß daher, dass sie öfters Medien holen um ihnen bei der Arbeit zu helfen (ein guter Vorwand um zu recherchieren und entsprechende Informationen einzubauen).

Per Zufall trifft er Thomas (wie der Zufall aussehen kann, kann man bei Bedarf noch ausbauen) und merkt, dass seine Vorhersagen immer zutreffen (oder seine Ratschläge, wie man ein schlimmes Schicksal abwenden kann). Daher überredet er seinen Vorgesetzten (Polizeiränge in Deutschland ist das nächste, was man recherchieren kann) Thomas um seine Mithilfe zu bitten, was dieser dann zustimmt.

Michael ist darüber nicht sonderlich begeistert, denn er weiß, dass Thomas schwul ist (wie geschrieben, keine Geheimnisse) und Michael selber ist ein wenig Homophob (natürlich muss man sich hier überlegen, wieso er überhaupt mit Thomas befreundet ist, hat er doch etwas gegen seine Homosexualität). Zumal er befürchtet, dass Thomas mal was von Michael wollen könnte (Klischees dürfen ab und an mal verwendet werden, aber man sollte es nicht übertreiben).

Zusammen arbeiten sie mit Thomas, auch wenn Michael ihm gerne fernbleibt, und es stellen sich die ersten Erfolge ein (natürlich muss man sich hier ein wenig mit dem Tarot auskennen und sich genau überlegen, welche Karte die Erfolge zeigen). Weitere Leichen können so gefunden werden, aber nicht der Mörder (das muss man nun auch erklären, warum denn nicht?). Darüber ist Michael so gereizt, dass es mit Andreas deswegen zu einem Streit kommt. Denn er ist der offiziellen Meinung, dass Thomas eher die Leute an der Nase herumführt. Es kommt sogar so weit, dass er Thomas als den Mörder ansieht und daher weiß wo die Leichen sind aber nicht verrät wer der Mörder ist (gutes Konfliktpotential). So kommt es auch zum Bruch zwischen Thomas und Michael und die beiden Freunde trennen ihre Wege.

Doch Andreas glaubt an die Fähigkeiten von Thomas und bittet ihn weiter um Rat und Hilfe. Da Michael inzwischen dem Vorgesetzten (im Moment weniger interessant ihm eine Persönlichkeit zu geben, zumindest für mich nicht) überzeugt hat, dass alles Blödsinn ist, kommt alles zu einem Selbstläufer. Denn auf einmal steht Thomas im Zentrum der Ermittlungen. Und das war etwas, was Andreas nicht wollte, nicht einmal Michael.

Thomas wird verhaftet und eingesperrt (auch hier sind Recherchen notwendig, wie das mit einem einhaftieren in Deutschland verläuft). Weiter wird er als potentieller Mörder verhört und niemand glaubt ihm, dass er nicht die Morde begangen hat. Es gibt sogar zu viele Zufälle, also das Thomas immer wieder in der Nähe der Fundorte war, dass sogar Andreas ein wenig an Thomas zu zweifeln beginnt (das muss man natürlich überzeugend rüberbringen, warum gerade Andreas, der doch so lange an ihn geglaubt hat, auf einmal an ihm zweifelt).

Doch gerade als sie glauben den Mörder geschnappt zu haben, schlägt der wahre Mörder zu. Und aufgrund des sogenannten Modus Operandi (wer nicht weiß was das ist, weiß was jetzt zu tun ist ^^ Recherchen) müssen sie sich eingestehen, es konnte Thomas nicht gewesen sein, also wird er entlassen.

Andreas entschuldigt sich bei ihm offen und Thomas aktzeptiert es und bietet weiter seine Hilfe an. Aber auf Michael ist er extrem wütend (man kann noch darauf eingehen, wie Michael ihn während der Haftzeit behandelt hat). Und als dieser sich ebenfalls bei ihm entschuldigen wollte, lehnt er er ab.

Dann kommt das Problem, denn nun ist Thomas auch noch im Visier des Mörders (natürlich darf man die Begründung nicht vergessen). Und als Thomas vom Revier nach Hause fahren will, schnappt sich der Mörder ihn und entführt ihn. Auf den Weg in ein Wald sieht per Zufall Michael Thomas in dem Wagen und schlägt aus einem Bauchgefühl heraus Alarm.

Nun kann man überlegen, geht man im Wald, wo der Mörder immer seine Opfer zerstümmelt und ermordet ins Detail, also das er Thomas anfängt zu foltern oder kommt man diesen noch zuvor. Auf alle Fälle kann man dann hier Richtung Schluss kommen.

Andreas und Michael retten Thomas das Leben und können endlich den Mörder festnehmen.

Nun gut, dass Ende wirkt schon ein wenig platt, aber theoretisch kann das gehen. Weitere Einzelheiten können dann noch ausgearbeitet werden. Und wenn du möchtest, kannst du das in einer Liste machen und bei der Überarbeitung berücksichtigen.

  • Wie wird sich die Freundschaft zwischen Michael und Thomas nun entwickeln?
  • Können wir davon ausgehen, dass Andreas schwul ist und sich in Thomas verliebt hat?
  • Woher kommt Michales Abneigung gegen Homosexuelle und wird sich das ändern (egal ob positiv oder negativ)?
  • Ist Michael villeicht selber schwul und will das unterdrücken, weil er eben eine Frau und drei Kinder hat?

Das sind mögliche Fragen die man stellen kann. Weiter kann man dann eine mögliche Liste mit Konfliketen aufbauen:

  • Wie geht es in der Ehe mit Andrea und Michael weiter? Häufig werden PolizistInnenehen geschieden, haben wir es hier mit einem solchen Fall zu tun?
  • Der Streit zwischen Thomas und Michael kann sehr gut als Konflikt benutzt werden.
  • Aber auch ein Streit zwischen Thomas und Andreas, immerhin sind sie direkte Partner.
  • Weiterhin kann man ein Konflikt zwischen Andreas Haltung gegenüber Thomas nach dessen Entfernung aus der Untersuchung und dem Vorgesetzten sehen (so von wegen, machst du nicht das was ich will, gibt es Ärger).

Und so weiter und so fort.

So oder so ähnlich können die ersten Schritte sein, wenn du eine eigene Geschichte schreiben möchtest. Sie muss keine Ähnlichkeiten mit der Ursprungsidee haben, denn es kann immer passieren, dass man eine Idee hat und beim genauen hinsehen merkt man, dass sie sich verselbstständigt hat und sich das ganze dann in eine andere Richtung entwickelt.

Und wie du gemerkt hast, ich bin kaum auf die Persönlichkeiten der Charaktere und Zwischenbeziehungen eingegangen. Da muss auch noch mal nachgebessert werden, genauso wie die Motive des Mörders. Weiterhin kann man noch einige Morde einbauen, damit die Geschichte sich entwickeln kann (wenn du über einen Serienmörder schreiben möchtest). Auch die Gründe, warum Thomas auf einmal ins Visier des Mörders geraten ist, muss ausgearbeitet werden. Außer die ganze Geschichte soll oberflächlich sein.

Aber fürs erste sind solche möglichen Zusammenfassungen völlig in Ordnung. Hauptsache du hast erst einmal ein grobes Skript, mit das du arbeiten kannst. Alles andere kommt Stück für Stück.

Und ich gehe mal meine Finger ausruhen, die tun nämlich weh 🙂

    Mein Krimi ~ Kapitel 2

    Eigentlich war ich ja schon bei Kapitel 10, oder war es elf? Egal, auf alle Fälle war ich um einige Ecken weiter und hatte dabei einige gute Sachen geschrieben, aber auch einige schlechte. Das Problem ist, ich komme nicht mehr an meinem alten Computer heran und somit nicht an meine alten Daten.

    Bei Kapitel 2 war das jetzt nicht so wichtig, den wollte ich sowieso dazwischen schieben. Jetzt habe ich dafür drei Seiten noch einmal geschrieben, damit man den Teil, den ich schon lange fertig gehabt habe, überhaupt verstehen kann. Denn auf einmal taucht eine Person auf und ich habe mich gefragt, mmh, wer ist denn die eigentlich (okay, es ist eine Frau).

    Doch jetzt gefällt mir der Anfang um einiges besser. Jetzt muss ich den restlichen Murks nur noch so hinkriegen, das man den lesen kann 🙂 Im Moment habe ich wieder Spaß beim schreiben, definitiv ein gutes Zeichen.

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