Schreibtherapie

Kennt ihr das auch? Da passiert irgendetwas und ihr seit dann einfach nur noch stinksauer. Und zwar nicht stinksauer, dass man vielleicht den Kühlschrank plündern möchte (was ich schon als sehr sauer bezeichne), sondern so dermaßen sauer, dass ihr regelrecht Leute kaputt hauen möchtet.

Früher hatte ich solche Situationen zu oft, dass muss ich zugeben und ich wusste nie, wie ich damit umgehen soll. Meine Hände zittern vor lauter Wut, ich kann nicht mehr richtig reden und das Denken ist dann meistens auch völlig ausgeschaltet (den Tipp die Muskeln einfach locker zu lassen, den mir Alruna mal gegeben hat, versuche ich immer anzuwenden, aber den kenne ich erst seit einigen Wochen, diese Probleme sind aber schon einige Jahre alt, dass nur mal so nebenbei erwähnt).

Vir einiger Zeit ist mir wieder was passiert, wo ich einfach nur wütend wurde und Leute kaputt hauen könnte. Denn es wurde behauptet, dass ich Dinge gesagt haben soll, die ich garantiert niemals gesagt habe. Zumal ich genau weiß, wenn ich das getan hätte, dass eine Anzeige garantiert wäre. Na danke schön.

Und normalerweise ist ein weiteres Problem, dass ich dann habe, dass ich zu sehr darüber nachgrüble. Was hätte ich sagen können, wieso ist das geschehen und so weiter und so fort. Aber gestern ist mir noch was eingefallen, was ich mal bei Julia Cameron gelesen habe (das ist die Autorin, welche die drei Morgenseiten in ihren Kreativitätsbücher empfiehlt). Und zwar hat sie mal geschrieben, dass sie über die dreckige Scheidung ein Drehbuch schrieb und es erfolgreich verkaufte.

Also dachte ich mir gestern, wieso nicht ebenfalls die Möglichkeit des Schreibens nutzen und meinen Frust wegtippen. Zum einen ist es gesünder als den Kühlschrank zu plündern und außerdem kann ich kreativ werden.

Also habe ich gestern ein Märchen geschrieben, welche eine Seite lang ist. Natürlich ist sie auch aus einer gewissen Frustration und Wut heraus getippt worden. Daher ist sie literarisch definitiv nicht hochwertig. Aber danach ging es mir eindeutig besser. Das muss ich gestehen. Und mir persönlich kommt es darauf an.

Daher mein Tipp: Wenn du wütend, traurig oder sonstwas bist, dann schnapp dir ein leeres Stück Papier (es kann natürlich auch im Schreibprogramm ein leeres Stück Papier sein) und schreibe. Es ist dabei egal, was du schreibst und wie es sich anhört. Die Wahrscheinlichkeit, dass es jemand anders sehen wird, tendiert gegen Null (ich werde es bestimmt niemanden zeigen). Da solche Geschichten wie ein Tagebucheintrag sein können, kann man diese genauso behandeln. In meinem Fall bedeutet es, ich werde sie aller Wahrscheinlichkeit nie wieder lesen, sie aber trotzdem behalten. Denn ich habe alle meine Tagebücher immer noch, auch wenn nur drei Seiten gefüllt sind.

In dem Sinne werde ich die Geschichte, wo ich mir noch überlegt habe, sie doch zu verwenden, erst einmal einmotten. Mal sehen was aus ihr wird. Aber sie hat mir doch sehr geholfen 🙂

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Wie kann man ein Buch schreiben ~ Literaturtipps *Update*

Ich habe schon mal eine Liste zum Thema Literaturtipps geschrieben. Inzwischen hat sich in meinem Regal ja einiges getan und ich möchte diese Liste nun aktualisieren, in der Hoffnung, dass es euch weiterhilft (ja, ich habe gerade viel zu viel Energie ^^).

Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität von Julia Cameron

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (11. Februar 2000)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426870231
ISBN-13: 978-3426870235

Wer eine Künstlerin oder ein Künstlerin sein will (und wir AutorInnen gehören dazu) können mit diesem Buch anfangen und  den/die innereN KünstlerIn wachrufen. Denn häufig ist das wichtiger als alles andere. Denn wer sich wie ein Niemand fühlt, kann auch nur das erreichen.

Den Weg des Künstlers weitergehen: Neugierig, wach und kreativ sein von Julia Cameron

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur (1. April 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426872773
ISBN-13: 978-3426872772

Der Titel sagt alles, wenn man den Weg gefunden hat, muss man ihn weitergehen. Und man kann sagen, alle Bücher von Julia Cameron sind ihr Geld wert. Man muss nur mit ihnen arbeiten. Und da hackt es ja bei vielen.

Von der Kunst des Schreibens: Und der spielerischen Freude, die Worte fließen zu lassen von Julia Cameron

Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (1. Oktober 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426871955
ISBN-13: 978-3426871959

In diesem Buch geht es nicht, wie schreibe ich einen guten Roman, sondern eher darum, wie bleibe ich schön kreativ. Es gibt Beiträge der Autorin zu diversen Themen und dann Übungen die man machen kann (und ich persönlich empfehle sie). Man kann dieses Buch am Anfang lesen, sprich, vor den beiden oben genannten Büchern oder eben auch als Drittes. Aber jeder Person die schreibt, lege ich wirklich dieses Buch ans Herz. Denn es ist in meinen Augen sehr wertvoll.

Sun Sign for Writers:: The First Book to Harness the Power of the Zodiac to Improve Writing von Bev Walton-Porter

Taschenbuch: 170 Seiten
Verlag: Writer’s Digest Books (27. Oktober 2006)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1582974039
ISBN-13: 978-1582974033

Das Buch ist weniger fürs schreiben gedacht, sondern für den Menschen dahinter, für die Schreibenden also. Denn anhand des Sternzeichens weiß die Autorin, welche Probleme die AutorInnen haben können und gibt Tipps und Ratschläge, wie man das verhindern kann und wie man weiterkommt.

Wer will kann auch noch die anderen Sternzeichen lesen um noch mehr Tipps zu bekommen um es noch weiter zu bringen.  Und zu guter Schluss gibt es auch Tipps, wie man mit Hilfe der Sonnenzeichen Charaktere erschaffen kann.

Was wäre, wenn… (What if?): Kreative Schreibübungen für Schriftsteller von Anne Bernays, Pamela Painter

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Alexander Verlag Berlin; Auflage: 1. Aufl. (Oktober 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3895810827
ISBN-13: 978-3895810824

Hier beschreiben die Autorinnen viele Übungen, die man machen kann, um quasi fit zu bleiben im Bezug aufs schreiben und im Bezug auf die eigene Kreativität. Auch Beispiele der SchülerInnen der beiden gibt es, damit man sehen kann, wie es gehen könnte und auch Berichte zu dem Thema, warum man es machen sollte.

Der Grund, warum ich solche Übungsbücher empfehle ist einfach: Viele Menschen schreiben einfach drauf los, sind sich aber nicht bewusst, welche Macht Worte haben können. Oder wie sie eine Szene besser schreiben und mehr aus ihr herausholen können. Wenn sie aber solche Übungen machen und idealerweise noch mit anderen Menschen darüber reden können, wird ihr Talent gefördert und sie schaffen mehr, als in der Vergangenheit. Davon bin ich überzeugt. Man kann nicht nur mit Farben oder Formen spielen, sondern auch mit Worten.

Kleiner Autoren-Workshop von Ursula K. Le Guin

Broschiert: 208 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (30. August 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866710070
ISBN-13: 978-3866710078

Wer “Erdsee” kennt, kennt die Autorin. Hier geht es aber nicht um die klassichen Übungen, wie man einen Roman schreibt, sondern eher darum, wie man die Worte besser verwendet, die man irgendwann mal gelernt hat. Adjektive, Verben und all diese Dinge. Hier gibt es Übungen für Leute, die gerne alleine schreiben und Gruppen.

Und auch hier gilt, wer die Worte unter „Kontrolle“ hat und nicht von ihnen kontrolliert wird, kann mehr mit ihnen machen 🙂

Wer die Grundlagen beherrscht, kann sich ran machen ans schreiben. Hier kommen nun Bücher zum Thema, wie schreibe ich jetzt einen ganzen Roman. Hinweis, die meisten „How to …“ Bücher drehen sich um Krimis. Meistens kann man deren Ratschläge auch auf die anderen Bücher (Liebesroman, Schience Fiction und Co.) umsetzen.

Crime, Krimi und Thriller schreiben von Larry Beinhart

Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (1. Oktober 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 393290950X
ISBN-13: 978-3932909504

Diesen Herren hatte ich schon mal in einem Beitrag erwähnt Er geht hier recht locker an die ganze Angelegenheit heran und macht aus dem ganzen Schreiben keine komplexe Wissenschaft sondern zu einem Erlebnis das alle von uns erleben können. Für ihn gilt: Übung macht den Meister (und natürlich auch die Meisterin) und vor allem hat er sich selber auf Autodidaktische Art und Weise das Schreiben beigebracht. Man muss eben nicht für alles einen Kurs belegen. Sehr sympathisch 🙂

Bird by Bird – Wort für Wort. Anleitungen zum Schreiben und Leben als Schriftsteller von Anne Lamott

Taschenbuch: 250 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (10. Januar 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909445
ISBN-13: 978-3932909443

Auch hier geht es noch nicht darum, wie man den Roman schreibt, sondern alles drum herum. Wann man am besten anfängt, was man dabei beachten sollte und vieles mehr. Es geht eher um das Leben einer Autorin als um das direkte schreiben. Aber trotzdem schön. Auch hier kann man eine Menge mitnehmen.

Creative Writing. Romane und Kurzgeschichten schreiben von Raymond Carver

Taschenbuch: 326 Seiten
Verlag: Autorenhaus Verlag; Auflage: 1 (Mai 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909488
ISBN-13: 978-3932909481

Hier geht es dann endlich los. Wie schreibe ich einen Roman. Es gibt Berichte aus der Schule wo die verschiedenen AutorInnen arbeiten und dann auch Übungen, Anregungen und vieles mehr. Eines der besseren Bücher wie ich finde.

In diesem Buch wird das Schreiben einer Geschichte oder auch eines Romans mit Hilfe einer Kurzgeschichte, welche man am Ende des Buches findet erklärt. Da verschieden AutorInnen die Beiträge geschrieben haben, kommen natürlich auch verschieden Ansichten zu tragen. Nicht immer vom Vorteil, aber auch nicht immer ein Nachteil.

Über das Schreiben von Sol Stein

Gebundene Ausgabe: 429 Seiten
Verlag: ZWEITAUSENDEINS; Auflage: 10., Aufl. (2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3861502267
ISBN-13: 978-3861502265

Sol Stein kennt beide Seiten, die eines Verlegers und die eines Autors und von beiden Seiten kann man hier profitieren. Der Autor gibt keine Übungen vor, sondern erklärt, wie man etwas machen kann. So erschafft man einen Charakter, dass sollte man beachten, wenn man etwas schreibt und so weiter und so fort. Sol Stein schreibt in meinen Augen auf einem höheren Niveau als es viele andere wohl jemals schaffen werden und trotzdem kann man ihm folgen.

Ein entscheidener Vorteil dieses Buches ist es, wenn man dieses hat, spart man sich ein zweites Band zum Thema, wie schreibe ich ein Sachbuch (oder Zeitungsartikel). Denn Herrn Stein ist auch dieses Thema sehr wichtig und hat dementsprechend Kapitel eingefügt um auch solchen InteressentInnen zu helfen. Zwei Bücher in einem also 🙂

Fiktionales Schreiben: Kreativität steigern, Schreiben verbessern, Geschichten entwickeln von Ron Kellermann

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Emons (31. Oktober 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897054612
ISBN-13: 978-3897054615

Dieses Buch hat genauso viele Stärken wie Schwächen. Einerseits gibt es wertvolle Tipps, wie man die Grundlagen einer Geschichte aufbaut, welche Fragen man stellen und beantworten soll und wie man Charaktere erfindet und so weiter und so fort. Sogar ein Expose wird endlich mal geliefert, weil viele Leute Texte schreiben können, aber mit dem Expose ihre Schwierigkeiten haben (und ich gebe zu, ich verstehe nicht, wieso Menschen sagen, wer es nicht schafft ein Expose zu schreiben, die Finger von einem Roman lassen sollen, was hat das eine mit dem anderen zu tun?).

Was ich aber nicht verstehe, warum gibt der Autor Tipps, wie man eine Idee umschreiben um eine Geschichte daraus zu machen und am Ende sagt er, man solle das nicht tun, weil man sich so Ärger ersparen kann? In meinen Augen empfinde ich das umschreiben einer fremden Idee eher als Zeitverschwendung. Gerade dann, wenn man es nicht machen soll, um sich unnötigen Ärger zu ersparen. In dem Sinne, wers machen will, solls machen. Ich finde es wichtiger, eigene kreative Gedanken zu Blatt Papier zu bringen. Aber das ist wohl Ansichtssache.

Wort für Wort oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben von Elizabeth George

Taschenbuch: 350 Seiten
Verlag: Goldmann (9. April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442416647
ISBN-13: 978-3442416646

Laut der LeserInnenkritik hat die Qualität ihrer Lynley/Havers Romane abgenommen, aber dieses Buch erklärt bodenständig, wie man einen ordentlichen Roman schreibt. Nur ein wenig Ordnung hätte die gute da rein bringen können. Nach Kapitelaufbau sollte man nicht arbeiten, denn das ist alles chaotisch.

Ich muss zugeben, dass Buch ist es gewesen, welche meinen Sinn für gute Romane so richtig versaut hat. Was meine ich damit? Frau George steht für gute, dreidiemensionale Figuren. Und in diesem Buch reitet sie besonders auf diesem Thema herum, als ob es kein morgen gäbe. Auch die innere Stimme spielt hier eine Rolle. Und ich muss zugeben, nach diesem Buch kann ich keine Bücher mehr lesen, die oberflächliche Charaktere haben. Außerdem versuche ich es bei meinen Figuren zu vermeiden, dass sie sich in diese Richtung entwickeln. Ich hoffe, dass es mir gelingt.

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.1 von James N. Frey

Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
Verlag: Emons; Auflage: 1 (Juni 1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3924491321
ISBN-13: 978-3924491321

Wie man liest, es gibt ein zweites Band noch dazu für die Fortgeschrittenen unter uns (zu denen ich mich noch nicht zähle). Aber sonst erklärt der Autor auf nette weise, wie man ein komerziell erfolgreiches (aber nicht unbedingt individuelles) Werk schreiben kann, was man dann auch verkaufen (also wofür man einen Verlag bekommen) kann. Mich hat es nicht überzeugt und flog inzwischen raus.

Denn ich sehe das ganze so, man kann natürlich kommerziell erfolgreiche Romane schreiben, wenn man davon überzeugt ist. Aber ich glaube, dass die individuellen Romane die Zeit überleben werden. Meine Empfehlung daher, schreibt individuelle Romane die ihr selber lesen wollt. Das macht auf Dauer mehr Sinn, auch wenn man für diese Babys mehr kämpfen muss 🙂

Literarisches Schreiben: Starke Charaktere – Originelle Ideen – Überzeugende Handlung von Lajos Egri

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Autorenhaus (Januar 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909682
ISBN-13: 978-3932909689

Ganz ehrlich? Worum dreht es sich bei diesem Buch? Ich habe es nicht verstanden und mir ging es so sehr auf die Nerven, dass es gleich nach dem lesen, rausflog (zum ersten Mal übrigens, dass es so schnell ging). Tut mir Leid ich kann es nicht empfehlen.

Plot (Elements of Fiction Writing) von Ansen Dibell

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Writers Digest (August 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799465
ISBN-13: 978-0898799460

Die Autorin erklärthier, wie man einen vernünftigen Plot schreibt. Und das besondere an dieser Reihe, es geht nur um dieses eine Thema. Wer damit Probs hat oder Anregungen sucht, kann sich nur dieses Buch holen und wird mit allen anderen Sachen (wie Charadesign und so weiter) in Ruhe gelassen. Perfekt

Elements of Writing Fiction – Scene & Structure (Elements of Fiction Writing) von Jack Bickham

Taschenbuch: 168 Seiten
Verlag: Writers Digest; Auflage: Pbk. (Oktober 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799066
ISBN-13: 978-0898799064

Hier geht es zwar um die einzelne Szene, aber es ist leicht, die ganzen Übungen auch auf das ganze Buch anzuwenden. Sehr gut geschrieben. Da sieht man was Können ist

Description (Elements of Fiction Writing) von Monica Wood

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Writers Digest; Auflage: New Ed (25. Mai 2000)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799082
ISBN-13: 978-0898799088

Ihr werde öfters mit dem Spruch konfrontiert, nicht beschreiben zeigen, dass ist wohl das Buch dazu (auch noch nicht gelesen).

Elements of Writing Fiction – Characters & Viewpoint (Elements of Fiction Writing) von Orson Scott Card

Taschenbuch: 182 Seiten
Verlag: Writers Digest; Auflage: New edition (1. Oktober 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799279
ISBN-13: 978-0898799279

Auch wenn das bei vielen BestsellerautorInnen scheinbar noch nicht richtig angekommen ist, aber ein Charakter ist nicht nur Aussehen. Sie oder er ist auch Innenleben, Netzwerk, Gefühle, Hoffnungen, Ängste, etc. Das Buch geht nicht nur darauf ein, wie man einen Charakter leben einhaucht, sondern auch, aus welcher Perspektive man schreiben kann (mit Hilfe von Zeichnungen wird es noch genauer erklärt). Topp, wie alle Bücher aus dieser Reihe (nun gut, so gut wie ^^).

Tarot for Writers von Corrine Kenner

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Llewellyn Pub (1. März 2009)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0738714577
ISBN-13: 978-0738714578

Hat jetzt jemand erwartet, dass ich dieses Buch etwa nicht empfehle? Es enthält alles wichtige, was man braucht um eine Geschichte zu schreiben. Und das mit Hilfe der Tarotkarten. Dadurch hat sich mein Roman und die dazugehörigen Charaktere um Lichtjahre verbessert. Wer eine Affinität zu den Tarotkarten hat und englisch kann, sollte dieses Buch nicht verpassen.

Bullies, Bastards & Bitches: How to Write the Bad Guys of Fiction von Jessica Page Morrell

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Writers Digest (29. August 2008)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1582974845
ISBN-13: 978-1582974842

Die netten Charakter, die HeldInnen kriegt man ja noch hin. Sie müssen einfach positiv sein. Aber was mache ich mit den GegnerInnen. Wie kriegt man das hin, dass die nicht einfach platt mies drauf sind, sondern echte EndgegnerInnen werden? Das Buch erklärt nicht nur, wie man fiese GegnerInnen schafft, sondern auch AntiheldInnen, die auf der „guten“ Seite sind. Der Aufbau des Buches ist sehr sympathisch.

Liebesromane schreiben von Angeline Bauer

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (1. Januar 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909666
ISBN-13: 978-3932909665

Der Titel sagt doch schon alles, oder? Es war ein Zufallskauf und sooo schlecht finde ich den nicht, immerhin haben wir Deutschen noch keine Erfahrung im Bezug auf gelerntes Schreiben. Aber es geht hier eher um das entsprechende Fachthema und nicht um die Grundlagen.

Dabei geht sie auch auf Kinder- und Jugendbücher ein, bietet Strichlisten, mit denen man arbeiten kann und einen kurzen Einstieg in, wie schreibe ich bessere Texte und wie lasse ich mich inspirieren. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Autorin sich komplett auf das Thema Liebesroman konzentriert hätte. Aber nun gut, wie können ja nicht alles haben 🙂

Erotik schreiben. Mit anregenden Beispielen aus der modernen Literatur von Elizabeth Benedict

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Autorenhaus (Juni 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909674
ISBN-13: 978-3932909672

Man sollte unterscheiden zwischen pornographische und erotische Texte und Benedict schreibt klar über erotische, schönen Texte. Aber auch hier geht es eher um ein Sonderbereich des Schreibens, nicht um die Kunst des Schreibens selber (was der Verlag wohl nicht ganz verstanden hat, denn sie schreiben, wie man einen erotischen Roman schreibt und dazu gehört doch mehr als nur eine Szene auszuarbeiten).

Ansonsten finde ich das Buch sehr gut, weil es hilft, dass man keine falschen Vorstellungen von erotischen Texten hat. Und vor allem ist es auch gut für Themen wie HIV und ähnlichem.

Hier ist also die neue Liste und wer diese mit der alten vergleicht sieht, die Texte wurden an einigen Stellen ergänzt und überarbeitet und einige Bücher sind neu hinzugekommen. In diesem Sinne, viel Spaß 🙂

Du findest keine Bücher – Die Bücher finden dich

Ist dir schon mal aufgefallen, dass du vielleicht dran denkst ein Buch zu einem bestimmten Thema zu kaufen und auf einmal findest du es wirklich? Oder du bist in einem Buchladen oder in der Buchabteilung oder im Internet unterwegs, bist ganz unbeteiligt und auf einmal grinst dich ein Buch an und du hast das Bedürfnis danach, es zu kaufen ohne zu wissen, ob du es jemals lesen wirst? Und dann einige Zeit später kommst du zufällig auf das Thema des Buches zurück und denkst dir, hei, zum Glück habe ich es mir damals gekauft.

So ergeht es mir immer und immer wieder. Vor etwa einem Jahr habe ich mir das Buch von Julia Cameron „Schreib dich schlank“ gekauft und angefangen zu lesen. Ehrlich gesagt, ich habe nicht ein Kapitel durchgehalten. Doch letztens habe ich im Fernsehen einen Beitrag zu diesem Buch gesehen und dachte mir, Moment mal, dass Buch hast du ja. Und habe es herausgekramt und fange es nun wieder an zu lesen.

Da ist mir aber aufgefallen, dass das nicht nur einmal passiert ist, dass mich ein Buch gefunden hat und nicht ich das Buch. Immer wieder kommen die Bücher zu mir, wenn ich sie gebraucht habe. Das war auch damals bei Corrine Kenners „Tarot for Writers“. Ich habe mich im Internet herumgetrieben und auf einmal entdeckte ich eine Unterseite der Autorin. Dann habe ich ein wenig weitergeklickt und dann stieß ich auf ihre Hauptseite. Und da erfuhr ich von ihrem Buch. Und dann habe ich es natürlich gekauft und arbeite damit sehr erfolgreich.

Aber auch schon viel früher habe ich gemerkt, wenn ich bereit für ein Buch war, dann habe ich es gefunden, bzw. es hat mich gefunden. Als ich vor einigen Jahren innerlich gesagt habe, dass das Christentum nichts für mich ist und mich friedlich und innerlich davon getrennt habe, fand ich die Bücher von Silver RavenWolf.

Und das ganze zieht sich im Grunde durch die letzten Jahre meines Lebens, wo ich das bewusst gemerkt habe. Es ist für mich schon eine recht faszinierende Sache.

Nun gut, es mag nicht das Buch sein, dass mich findet, sondern der Umstand, der mich zum Buch führt. Ich finde es aber auch faszinierend, wenn ich ein bestimmtes Buch suche und weiß, bei meinem letzten Besuch in einem Buchladen hatte ich es noch gesehen und möchte es mir dann holen, ist es nicht da. Als ob wer oder was sagen will, dass Buch ist zumindest zur Zeit nicht für dich. Zwar akzeptiere ich es zu diesem Zeitpunkt nicht, gebe ich ehrlich zu, aber nachher merke ich schon öfters, dass es besser ist, dass es nicht zu einem Kauf gekommen ist.

Wie kann man ein Buch schreiben ~ Literaturtipps

Ich habe einige Bücher zum Thema, wie kann man ein Buch lesen, gelesen und mir das eine oder andere dazu herausgezogen. Hier sind meine Literaturtipps (natürlich nicht vollständig, wird es auch nie geben).

Von der Kunst des Schreibens: Und der spielerischen Freude, die Worte fließen zu lassen von Julia Cameron

Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (1. Oktober 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426871955
ISBN-13: 978-3426871959

In diesem Buch geht es nicht, wie schreibe ich einen guten Roman, sondern eher darum, wie bleibe ich schön kreativ. Es gibt Beiträge der Autorin zu diversen Themen und dann Übungen die man machen kann (und ich persönlich empfehle sie).

Was wäre, wenn… (What if?): Kreative Schreibübungen für Schriftsteller von Anne Bernays, Pamela Painter

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Alexander Verlag Berlin; Auflage: 1. Aufl. (Oktober 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3895810827
ISBN-13: 978-3895810824

Hier beschreiben die Autorinnen viele Übungen, die man machen kann, um quasi fit zu bleiben im Bezug aufs schreiben und im Bezug auf die eigene Kreativität. Auch Beispiele der SchülerInnen der beiden gibt es, damit man sehen kann, wie es gehen könnte und auch Berichte zu dem Thema, warum man es machen sollte. Ich kann es nur empfehlen.

Kleiner Autoren-Workshop von Ursula K. Le Guin

Broschiert: 208 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (30. August 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866710070
ISBN-13: 978-3866710078

Wer „Erdsee“ kennt, kennt die Autorin. Hier geht es aber nicht um die klassichen Übungen, wie man einen Roman schreibt, sondern eher darum, wie man die Worte besser verwendet, die man irgendwann mal gelernt hat. Adjektive, Verben und all diese Dinge. Hier gibt es Übungen für Leute, die gerne alleine schreiben und Gruppen.

Crime, Krimi und Thriller schreiben von Larry Beinhart

Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (1. Oktober 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 393290950X
ISBN-13: 978-3932909504

Den Herren hatte ich schon mal in einem Beitrag erwähnt 🙂 Er geht hier recht locker an die ganze Angelegenheit heran und macht aus dem ganzen Schreiben keine komplexe Wissenschaft sondern zu einem Erlebnis das alle von uns erleben können. Sehr sympathisch.

Bird by Bird – Wort für Wort. Anleitungen zum Schreiben und Leben als Schriftsteller von Anne Lamott

Taschenbuch: 250 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (10. Januar 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909445
ISBN-13: 978-3932909443

Auch hier geht es noch nicht darum, wie man den Roman schreibt, sondern alles drum herum. Wann man am besten anfängt, was man dabei beachten sollte und vieles mehr. Es geht eher um das Leben einer Autorin als um das direkte schreiben. Aber trotzdem schön.

Creative Writing. Romane und Kurzgeschichten schreiben von Raymond Carver

Taschenbuch: 326 Seiten
Verlag: Autorenhaus Verlag; Auflage: 1 (Mai 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909488
ISBN-13: 978-3932909481

Hier geht es dann endlich los. Wie schreibe ich einen Roman. Es gibt Berichte aus der Schule wo die verschiedenen AutorInnen arbeiten und dann auch Übungen, Anregungen und vieles mehr. Eines der besseren Bücher wie ich finde.

Über das Schreiben von Sol Stein

Gebundene Ausgabe: 429 Seiten
Verlag: ZWEITAUSENDEINS; Auflage: 10., Aufl. (2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3861502267
ISBN-13: 978-3861502265

Sol Stein kennt beide Seiten, die eines Verlegers und die eines Autors und von beiden Seiten kann man hier profitieren. Ich gebe zu, ich habe das Buch noch nicht ganz gelesen, aber das bisherige fand ich sehr überzeugend.

Wort für Wort oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben von Elizabeth George

Taschenbuch: 350 Seiten
Verlag: Goldmann (9. April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442416647
ISBN-13: 978-3442416646

Laut der LeserInnenkritik hat die Qualität ihrer Lynley/Havers Romane abgenommen, aber dieses Buch erklärt bodenständig, wie man einen ordentlichen Roman schreibt. Nur ein wenig Ordnung hätte die gute da rein bringen können. Nach Kapitelaufbau sollte man nicht arbeiten, denn das ist alles chaotisch.

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.1 von James N. Frey

Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
Verlag: Emons; Auflage: 1 (Juni 1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3924491321
ISBN-13: 978-3924491321

Wie man liest, es gibt ein zweites Band noch dazu für die Fortgeschrittenen unter uns (zu denen ich mich noch nicht zähle). Aber sonst erklärt der Autor auf nette weise, wie man ein komerziell erfolgreiches (aber nicht unbedingt individuelles) Werk schreiben kann, was man dann auch verkaufen (also wofür man einen Verlag bekommen) kann. Mich hat es nicht überzeugt und flog inzwischen raus.

Literarisches Schreiben: Starke Charaktere – Originelle Ideen – Überzeugende Handlung von Lajos Egri

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Autorenhaus (Januar 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909682
ISBN-13: 978-3932909689

Ganz ehrlich? Worum dreht es sich bei diesem Buch? Ich habe es nicht verstanden und mir ging es so sehr auf die Nerven, dass es gleich nach dem lesen, rausflog (zum ersten Mal übrigens, dass es so schnell ging). Tut mir Leid ich kann es nicht empfehlen.

Liebesromane schreiben von Angeline Bauer

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (1. Januar 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909666
ISBN-13: 978-3932909665

Der Titel sagt doch schon alles, oder? Es war ein Zufallskauf und sooo schlecht finde ich den nicht, immerhin haben wir Deutschen noch keine Erfahrung im Bezug auf gelerntes Schreiben. Aber es geht hier eher um das entsprechende Fachthema und nicht um die Grundlagen.

Erotik schreiben. Mit anregenden Beispielen aus der modernen Literatur von Elizabeth Benedict

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Autorenhaus (Juni 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909674
ISBN-13: 978-3932909672

Man sollte unterscheiden zwischen pornographische und erotische Texte und Benedict schreibt klar über erotische, schöne Texte. Aber auch hier geht es eher um ein Sonderbereich des Schreibens, nicht um die Kunst des Schreibens selber (was der Verlag wohl nicht ganz verstanden hat, denn sie schreiben, wie man einen erotischen Roman schreibt und dazu gehört doch mehr als nur eine Szene auszuarbeiten).

So und noch drei englische Tipps:

Plot (Elements of Fiction Writing) von Ansen Dibell

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Writers Digest (August 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799465
ISBN-13: 978-0898799460

Die Autorin schreibt hier, wie man einen vernünftigen Plot schreibt. Und das besondere an dieser Reihe, es geht nur um dieses eine Thema. Wer damit Probs hat oder Anregungen sucht, kann sich nur dieses Buch holen und wird mit allen anderen Sachen (wie Charadesign und so weiter) in Ruhe gelassen. Perfekt 🙂

Elements of Writing Fiction – Scene & Structure (Elements of Fiction Writing) von Jack Bickham

Taschenbuch: 168 Seiten
Verlag: Writers Digest; Auflage: Pbk. (Oktober 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799066
ISBN-13: 978-0898799064

Hier geht es zwar um die einzelne Szene, aber es ist leicht, die ganzen Übungen auch auf das ganze Buch anzuwenden. Sehr gut geschrieben. Da sieht man was können ist 🙂

Description (Elements of Fiction Writing) von Monica Wood

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Writers Digest; Auflage: New Ed (25. Mai 2000)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799082
ISBN-13: 978-0898799088

Ihr werde öfters mit dem Spruch konfrontiert, nicht beschreiben zeigen, dass ist wohl das Buch dazu (auch noch nicht gelesen).

Das waren meine Tipps, aber keines dieser Bücher ersetzt nicht ein gesundes Sitzfleisch. Also hinsetzen und schreiben ist die Devise. Sonst bringt keines der Bücher irgendetwas.