Feuertanz ~ Frauen schreiben Horror

Der Heyne Verlag hat Anfang der 1990er ein Buch herausgebracht „Feuertanz – Frauen schreiben Horror“. Nun gut, es handelt sich hierbei um eine Anthologie.

Die Herausgeberin Kathryn Ptacek hatte sich öfters Anthologien zum Thema Horror angesehen und sich gewundert, dass nur wenige bis gar keine Frauen vertreten waren. Sie vermutete, dass Frauen sehr wohl Geschichten eingeschickt haben, wenn es Ausschreibungen zum entsprechenden Thema gab, sie aber nicht berücksichtigt wurden. Sie meinte dabei, dass sie nicht glaubte, dass die Leute, welche die Geschichten auswählten, dies mit Vorsatz taten. Es also mit Absicht gemacht hatten.

Auch sonst ist gerade die Horrorecke von Frauen nicht gerade dicht besiedelt. Denkt man an Horror, denkt man eher an Stephen King oder an Dean Koontz. Frauen fallen mir persönlich (mal wieder) keine ein. (Das gilt eigentlich auch für Science Fiction. Marion Zimmer-Bradley ist bei mir aktuell die einzige Autorin die ich mit diesem Genre in Verbindung bringe. Werde mich aber in beiden Bereichen verbessern, versprochen.)

In diesem Buch findet man zwanzig Geschichten, die ausschließlich nur von Frauen geschrieben wurden. Denn die Herausgeberin wollte eine Anthologie veröffentlichen, welche zeigt, schaut her, Frauen könnes auch. Und ich denke, dass Frauen es in der Tat können.

Das Buch habe ich erst heute bekommen, somit kann ich keine inhaltliche Analyse geben, wie gut die einzelnen Geschichten sind und ob es sich lohnt, das Buch zu organisieren. Denn es ist zwischenzeitlich vergriffen (immerhin feiert es nächstes Jahr sein zwanzigstes Geburstag). Desweiteren hat die Herausgeberin empfohlen, dass Buch am besten in einem regnerischen Herbsttag (oder doch eher Abend) zu lesen, wenn man alleine ist, es regnet, der Baum am Fenster kratzt und man so richtig schön gruseln kann. Oder auch in einer dunklen, kalten Witnernacht.

Aber ich muss sagen, mit dem Herbst verbinde ich eher ein gutes Horrorbuch als mit dem Winter. Keine Ahnung wieso.

Kleiner Hinweis: Es gibt die Bending the Landscape Reihe (Fantasy, Science Fiction und auch Horror). Das besondere hierbei ist, dass nicht nur Frauen mitschreiben, sondern dass die Geschichten selber sich um Lesben und Schwule drehen. Egal welche sexuelle Ausrichtungen die AutorInnen haben, die Hauptfiguren müssen Homosexuell sein. Ich selber habe mir bisher Horror gegönnt und allein die erste Geschicht, woah, Hammer. Allein für diese Geschichte lohnt sich die Anschaffung (okay, dass ist jetzt natürlich übertrieben). Ich habe mir vorgenommen auch die Bending the Landscape Anthologie dann im Herbst zu lesen (da sollte ich mir eine Notiz machen), da ich denke, dass es die perfekte Jahreszeit für solche Geschichten sind. Ob ich es durchhalte und bis dahin warten kann, dass ist dann eine andere Geschichte.

Ansonsten, dass war eine Art Buchtipp 🙂

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Die Regenbogenflagge

Die Regenbogenflagge war schon immer ein Zeichen für mehr Toleranz und miteinander. Lange, bevor die Homosexuellenbewegung diese für sich entdeckt hatte.

Der amerikanische Künstler Gilbert Baker hat 1978 diese Flagge entworfen, jedoch mit anderen Farben, welche aber damals nicht gedruckt werden konnte. Denn z.B. Fuchsia war zu dieser Zeit schlichtweg nicht möglich sie als Flagge oder derartiges zu drucken.

Ursprünglich sollten folgende Farben verwendet werden:

(Fuchsia = „Sexualität“)
Rot = „Leben“
Orange = „Gesundheit“
Gelb = „Sonnenlicht“
Grün = „Natur“
(Türkis = „Kunst“)
Blau = „Harmonie“
Violett = „Geist“

Die in den Klammern scheinen damals verworfen worden zu sein. Man hatte sogar eine Zeitlang die Violette Farbe oben gehabt, um zu zeigen, dass Lesben und Schwule „andersherum“ sind. Das Problem war aber, dass die Feministinnen das violet für sich entdeckt haben, und da man sich scheinbar von ihnen abgrenzen wollte, wurde die Fahne wieder „richtig“ herum gedreht, rot also nach oben.

Der Grund, warum Gibert Baker diese Fahne kreiert hatte, könnte an Judy Garland liegen. Sie hat das wohl berühmteste Lied der Welt gesungen hat, Somewhere over the Rainbow, welche aus dem Film Der Zauberer von Oz stammt. Denn Judy Garland lebte versteckt lesbisch. Und da das Lied besagt, dass es hinter dem Regenbogen eine bessere Welt wartet, war es teilweise schon logisch, dass sie den Künstler inspiriert haben könnte, aufgrund des Liedes die Flagge so zu gestalten.

Inzwischen wird darüber nachgedacht, da man z.B. die Farbe Fuchsie nun drucken kann, die Originalfarben zu benutzen.

Solltet ihr eine Regenbogenflagge mit einem schwarzen Streifen sehen, dann steht diese Farbe von die Opfer des HIV.

So, ich hoffe ich konnte Nachtrabe und Co, einen kleinen Einblick gewähren, was es denn bedeutet, diese komische Flagge.

Der Spruch „Womyn Spirit – Lesbian Spriti“ habe ich, ich gebe zu, mich von Distelfliege inspirieren lassen. Denn sie hat ja die Aktion wiederbelebt, welche sich gegen den Heterosexismus in der Hexenwelt richtet. Und der Spruch passt auf meine Person doch gut zu (nicht wundern wegen dem Wort Womyn, dass ist ein Zeichen, dass die Frau (engl. woMAN) nicht vom Mann (engl. MAN) abstammt, zumindest habe ich das mal in einem Tarotbuch gelesen. Ob Distel es auch daher hat, weiß ich jedoch nicht).

Copyright:
Der Text oben wurde von mir selber verfasst und sollte in dieser Form noch nicht veröffentlicht worden sein. Die Informationen habe ich zwar von Wikipedia , jedoch habe ich diese hier in eigenen Worten zusammengefasst und veröffentlicht.

Hinweis: Eigentlich gehört hier noch ein Bild dazu, vielleicht trage ich es noch nach ^^

Von Sprache und so weiter

Ich interessiere mich seit einiger Zeit für Sprachen (daher auch die Idee, vielleicht mal Linguisitik zu studieren, aber das mal so nebenbei). Und da bin ich mehr zufällig als gewollt auf die Werke einer gewissen Autorin gekommen: Luise F. Pusch . Über ihre Werke bin ich dann auch zu anderen AutorInnen gekommen.

Doch was will ich denn jetzt damit sagen?

Ich interessiere mich für Sprachen, lach. Ne, Spaß beiseite. Durch Pusch bin ich auf etwas hingewiesen worden, dass mir zwar schon früher aufgefallen war, aber dennoch nicht DEN Stellenwert in meinem Denken hatte, wie heute.

Denn früher ist mir schon oft aufgefallen, dass Frauen mit „er“ oder „jeder“ bezeichnet werden. Und ich meine direkt nur Frauen bzw. auch Frauengruppen, wo kein Kerlchen vorhanden ist. Das ist ja dann noch ein Sonderthema für sich.

Das war letztens auch wieder im Fernsehen. Denn – ich gebe zu meiner Schande mal zu, ja ich schaue Popstars *wörgs* – letztens bei der Popstarssendung meinte dieser Detlef dauernd, jeder von euch beiden und ähnliches. Dabei redete er mit zwei Frauen (oder von mir aus, mit zwei Mädchen, jungen Frauen, jungen Damen, sucht es euch aus).

Auch in einen der letzten Sportstunden, die ich hatte, meinte ein Mädchen, jeder soll dieses oder jenes machen. Die Betonung liegt hier wieder auf „jeder“ und dabei waren wir eine reine Frauengruppe. Die Herren machten in einer anderen Gruppe Sport und waren somit nicht angesprochen.

Woher kommt das eigentlich?

Aber das ist nicht nur im mündlichen Sprachgebrauch zu finden, sondern auch im schriftlichen. So habe ich mal ein Buch gelesen, welche sich scheinbar nur an die Männer richtete. „Der Weg des wahren Reiki Meisters“. Nun gut, ein Männerbuch also, scheinbar nur für ReikianerInnen geschrieben, die dem männlichen Geschlecht angehören. Tja, falsch gedacht. Es ist, wenn wir es mal genau nehmen möchten, ein Buch für männliche Reikianer geschrieben, die schwul sind.

Wie komme ich auf diese bescheuerte Idee?

Naja, wenn dauernd von Männern geredet wird und der soll dann mit Hilfe von Reiki ein Partner finden, auf was für Gedanken kämmt ihr denn eigentlich?
Ganz ehrlich!

Tja, dass die Männersprache scheinbar gang und gebe ist, daran sollte ich mich doch langsam gewöhnen. Etwas verstört reagiere ich dann doch, wenn in Kapiteln oder gar Büchern, die sich eigentlich direkt an Frauen richten, nur bestimmte Teile (wenn überhaupt) in weiblicher Form geschrieben werden, aber sonst immer schön von „er“ oder „ihn“ gesprochen wird. Habe ich da was verpasst? Das liegt aller Wahrscheinlichkeit an der Übersetzung, auch wenn das englisch eher das „he“ kennt und weniger das „she“. Eine sehr geniale Erfindung ist das „s/he“ übrigens.

Nur wenige AutorInnen bzw. die ÜbersetzerInnen machen sich die Mühe, eine neutrale Sprache zu schaffen. Regelrecht aus den Socken hat es mich gehauen, dass in dem neuesten Cunny der Versuch einer neutralen Sprache zu verwenden unternommen wird. So übersetzt Eluan Ghanzal den Originaltext in einer neutralen Form (Hohepriesterin und Hohepriesterin) oder nimmt die weibliche Form (Mitgliederinnen). Über die männliche Anrede kommt sie aber nicht hinweg.

Es scheint aber bei vielen so normal zu sein, dass die Kritik der reinen Männersprache und das mögliche andeuten, mal ein Buch in reiner Frauensprache zu schreiben, bei (zu) vielen, mit einem Aufschrei quittiert wird. Von wegen man würde ja dann die Männer diskrimminieren. So erwähnte ich in einem Forum, dass ich halt die gewählte Sprache in dem Buch von Dahlberg (das Reiki Buch scheinbar nur für schwule Männer) nicht gut fand. Und da kam sofort der Protest, von wegen reine Frauensprache = Diskrimminierung der Männer. Das es andersherum aber schon seit unzähligen Jahren ist und das sich was ändern sollte, da verliert eigentlich so gut wie niemand ein Wort.

Das folgenden Buch bedient sich, so die Aussagen der RezensentInnen (oder sollte ich eher Rezensenten schreiben, dass scheint denen sicherlich besser zu gefallen), der reinen Feminisierung aller Wörter. Und das gefällt vielen nicht. Da wird sogar das Buch an sich schlecht gemacht, weil sie der Meinung sind, so etwas kann doch nicht sein, nur von Autorinnen und Verlegerinnen zu sprechen. Das aber Autoren und Verleger bitterer Alltag sind, daran denken die meisten nicht.

In diesem Beitrag schreibt Luise F. Pusch, dass eine Autorin der genannten Biographie eine Kollegin schlichtweg zum Kollegen machte. Da fragt sich frau (und man vielleicht auch), hat die Autorin, die dort genannt, vielleicht eine Geschlechtsumwandlung hinter sich, dass aus ihr ein Mann wird? Vermutlich weniger, der Name „Mary“ (ein doch recht weiblicher Name, auch wenn einige deutsche den Namen Maria für sich entdeckt haben, äh ich meine natürlich männliche deutsche ^^) ist ja doch eindeutig. Da dürfte bei der Übersetzung etwas schief gelaufen sein.

Ein auch sehr faszinierendes Phänomen ist die Vermännlichung, auch wenn die Frau in der Überzahl ist. So erklärte mir meine Französischlehrerin, dass das Französische ja eigentlich eine so richtig schöne sexistische Sprache sei. Warum, fragen sich vielleicht die eine oder der andere? Sie klingt doch schön und edel? Das tut sie gewiss, und doch belegte sie dies an einem einfachen Beispiel. Wenn man eine Millionen Frauen an einem Ort bringt und dort dann ein Mann verweilt (ich glaube jedoch, dass sie einen männlichen Hund als Beispiel erwähnte), verändert sich die Form zum männlichen hin. Nun, es sei erwähnt, dass das französische eine der Sprachen ist, welche die weibliche, die männliche und die sächliche Form kennt. Und eine reine Frauengruppe, wie die Frau alleine, wird mit der weiblichen Wort angesprochen, eine reine Männergruppe und der Mann mit dem männlichen, logischerweise. Eine gemischte Gruppe aus Frauen und Männer, wird mit dem männlichen angesprochen. Dabei ist es egal, ob es eine Million Frauen und der erwähnte Mann (oder doch Hund?) ist.

Da hat aber meine liebe Französischlehrerin aber eines übersehen? Nicht nur französisch ist in diesem Sinne sexistisch, sondern das deutsche ja auch. So sah ich am Freitag eine Liste in dem Betrieb wo ich mein Vorstellungsgespräch hatte. Es zeigte wohl an, welche der MitarbeiterInnen am erfolgreichsten waren. Es waren sieben Personen aufgelistet. Fünf Frauen und zwei Männer. Einer der Männer war auf dem sechsten Platz und der andere auf dem Ersten. War das der Grund, trotz der Tatsache, dass sie in der Unterzahl waren (immerhin, in Mathe wurde mir folgendes beigebracht 2 < 5, also zwei ist kleiner als fünf), die Liste mit den „erfolgreichsten Mitarbeiter“ betitelt wurde? Denn die beste Frau war ja immerhin mit einigen Punkten schlechter als der beste Mann (sie auf Platz zwei und er auf Platz eins).

Aber auch sonst kommt man nicht immer dahinter, wer mit einem Satz gemeint sein könnte, wenn man liest, 25 Studenten wurden gesichtet, (davon waren 24 Frauen). Ohne solche Zusätze würde man nicht herausfinden, wie viele davon Frauen und Männer sind.

Was ist denn eigentlich der Feminismus und welche Strömungen gehören dazu?

Da ich beschlossen habe, ab und an Texte hier zu veröffentlichen, welche sich redaktionell um ein Thema drehen, fange ich einfach mal an ^^

Und zwar, was ist der Feminismus und welche Strömungen gehören dazu?

Die Definition des Wortes Feminismus:

Der Feminismus ist eine Richtung der Frauenbewegung, welche sich mit dem Dualismus der Geschlechter beschäftigt und die bisherige Herrschaft durch das männlich geprägte als solche erkannt hat und diese nun beseitigen will (allgemein auch als Patriarchat bezeichnet). Viele Feministinnen (ich gehe schlichtweg nicht davon aus, dass alle die folgenden Meinungen vertreten, ich bin mal so dreist) sagen, dass Frauen und Männer in erster Linie gleichwertig sind und es gibt sogar einige, die behaupten, dass die typisch weiblichen Eigenschaften (Führsorge und so weiter) sie sogar zu bessere Menschen machen (und das Patriarchat sie demnach wohl versaut). Einige radikale Feministinnen sprechen davon, dass es sogar eine Ablösung des Mannes erfolgen soll um ein sogenanntes Matriarchat zu erschaffen, damit beide Geschlechter sich wieder ergänzen können, wie es einst war (zum Thema Matriarchat mag ich mal an dieser Stelle nichts erzählen, einfach mal die Literatur von Heide Göttner-Abendroth lesen ^^).
Den meisten Feminstinnen geht es darum die Vernachlässung und Benachteiligung der weiblichen Eigenschaften, Denkweisen und Leistungen in allen Lebensbereichen zu würdigen, bzw. abzubauen, wenn diese sich gegen die Frau richtet.
Es gibt inzwischen feministische Literaturwissenschaft, aber auch feministische Theologie (wobei, sollte es nicht schon fast Thealogie heißen?), welche sich mit der Rolle der Frau auseinandersetzt, ihre verdrängte Geschichte, ihre unterdrückte Rolle und die jahrhundertlange Defizite zu überwinden.
Aber es gibt auch Feministinnen, die nicht nur die Rechte der Frauen innerhalb ihres eigenen Landes zu verbessern, sondern die Menschenrechte eingesetzt sehen wollen (also absolute Gleichheit zwischen ALLEN Menschen, egal welchen Geschlecht, Hautfarbe, Religion etc. sie angehören) und sich dafür einsetzen.

Es gibt mehrere Hauptströme im Feminismus, welche sich in mehreren Unterströmen teilt.

Der Universalismus wäre eine der Hauptströmungen

Sie gehen davon aus, dass es im Grunde keinen Unterschied zwischen Frauen und Männer gibt. Seit etwa 1970 versuchen besonders radikale Richtungen des Feminismus diese Idee beseitigt werden soll.

Unterströmungen des Universalismus

Radikalfeminismus (Gleichheitsfeminismus)

Sie gehen von einer absoluten Gleichheit der Geschlchter aus. Die entstehende Ungleichheit, die wir in der Gesellschaft kennen, also das angeblich Frauen nicht so intelligent sein, blablabla, entstehen nicht durch die Geburt, sondern durch die Sozialisation. Erst dadurch entstehen solche Eigenschaften von „typsich männlich“ oder „typisch weiblich“. So könnten Männer sehr wohl Führsorge empfinden, wenn sie entsprechend erzogen werden und Frauen könnten Kämpferinnen werden, mit einer entsprechenden Erziehung. Daher streben sie eine Aufhebung solcher geschlechtsspezifischer gesellschaftlicher Unterschiede, damit Mensch sich entscheiden kann, welche Fähigkeiten und Vorlieben es entwickeln möchte, anstatt nach irgendwelchen sogenannter Normane zu handeln.

Die bekanntesten Vertreterinnen dieser Richtung sind Mary Daly, Simone de Beauvoir und Alice Schwarzer.

Psychoanalytisch orientierter Feminismus

Diese Richtung sucht nach den Ursachen dafür, warum das weibliche Geschlecht unterdrückt wurde/wird (eigentlich ein faszinierender Gedanke, warum wird frau unterdrückt und nicht mann?).

Marxistischer Feminismus

Diese Feministinnen stehen dem Marxismus nahe. Sie setzen sich in erster Linie fürdie „gesamtgesellschaftlichen“ Rechte der Frau ein, denn hier findet man die Voraussetzung für die Überwindung des kapitalistischen Systems. Diese Richtung fühlt sich sehr der Arbeiterbewegung verbunden und politisch gesehen, stehen sie den traditionellen kommunisitschen Parteien bzw. dem linken Flügel der Sozialdemokraten nahe. In der BRD waren die DFI (Demokratische Fraueninitiative) eine wichtige Vertreterin der marxistisch orientierten Feministinnen. Der Übergang zwischen marxistischem Feminismus und sozialistischer Frauenbewegung ist fließend. Es wird jedoch innerhalb der feministischen Bewegung die traditionell marxistische Unterordnung der „Frauenfrage“ als Nebenwiderspruch unter den so genannten Hauptwiderspruch immer wieder in Frage gestellt, und zwar die zwischen Bourgeoisie und Protelariat.

Freudomarxistischer Feminismus

Gibt es, aber ich traue mich ehrlich gesagt gar nicht, die irgendwie zusammenzufassen, weil ihre Definition nicht sonderlich erhellend ist, sorry. Aber wenigstens wisst ihr den Namen dieser Strömung.

Materialistischer Feminismus

Hier wird die marxistische Analyse weitgehend geteilt, es gibt aber unterschiede. Und zwar wird als „Hauptwiderspruch“ der Geschlechterunterschied angenommen und in eine „materielle Geschichtsinterpretation“ einbezogen. Die daraus resultierenden Forderungen, dass der biologische Unterschied aufgehoben wird, wird als Kybernetische Feminismisu oder auch als Kybernetische Kommunismus bezeichnet. Es wird gefordert, dass die Fortpflanzung nicht mehr die Frau, sondern die Gen-Technologie übernommen wird, dadurch würde sie vom Zwang der Mutterrolle befreit werden.

Autonome Feministinnen

Sie sehen die Unterdrückung der Frauen in der Regel als ein von Klassenwidersprüchen unabhängiger „gesellschaftlicher Widerspruch“. Somit unterscheiden sich die Autonomen von den meisten anderen radikalen linken Gruppen. Daher geben sie feminisitischen Diskussionen einen großen Raum.

Anarchistischer Feminismus

Hierbei handelt es sich um eine Mixtur zwischen Feminismus und Anarchismus.

Differenzfeminismus ist eine weitere Hauptströmung des Feminismus

Diese Hauptströmung mit ihren Unterströmungen gehen von einer grundsätzlichen Verschiedenheit der Geschlechter aus. Das bedeutet, Frau und Mann können nicht gleich sein, da sie unabhängig von Kultur und Geschichte unterschiede aufweisen (zum Beispiel die Aggressivität des Mannes und die Passivität der Frau).

Gynozentrischer Feminismus

Hierbei geht es um die Anerkennung der Weiblichkeit, der Suche nach Wurzeln und Ursprüngen des Frauseins (Frauenrituale, Frauenspiri und so weiter). Ihr Ziel ist es nicht mehr die Aufgebung der Geschlechterungleichheit zu erreichen, sondern eine Rekonstruktion dieser Ungleichheit, welche die Männlichkeit ab- und die Weiblichkeit aufwertet. Sie implizieren die Anerkennung des femininen Charkters bei Frauen und Männer gleichzeitig.

Kultureller Feminismus

Sie gehen davon aus, dass es fundamentale Persönlichkeitsunterschiede zwischen Frauen und Männer gibt und die weiblichen Eigenschaften haben es verdient, besonders dargestellt und gefeiert zu werden. Diese Theorie sagt aus, dass Frauen friedfertiger sind und Männer kriegerischer, daher ist die logische Folgerung (von ihnen natürlich), dass, wenn Frauen die Welt regieren würden, es keine Kriege mehr gäbe, oder das Frauen die bessere Kindeserziehung gewährleisten würden. Sie versuchen den Sexismus zu überwinden, indem sie die besonderen Eigenschaften und Erfahrungen von Frauen hervorheben und glauben, dass der „weibliche Ansatz“ der bessere sei. Ihre Form des Feminismus kann man als „Gender Feminismus“ bezeichnen.

Magischer (esoterischer) Feminismus

Dies Richtung könnte man am besten als Dianic Richtung bezeichnen (auch wenn der gehörnte Gott nicht bei allen unter dem Tisch fällt ^^). Sie kritisieren die Hexenjagd und die Hexenverfolgung als besonders grausam dar und verurteilen diese, sowie den Verlust an Wissen (z.B. das Kräuterwissen etc.) und identifizieren sich mit den Hexen (Magie etc.).
Sie feiern die Walpurgisnacht unter dem Motto „Wir sind Frauen, wir sind viele“ oder auch „Wir erobern die Nacht zurück“ (welche den Hintergrund hat, dass Frauen theoretisch nicht mehr Nachts raussollen, weil das eine Vergewaltigung provozieren könnte, während Männern nicht verboten wird Nachts rauszugehen, weil sie ja vergewaltigen könnten, nur mal so angemerkt).
Zu den bekanntesten Vertreterinnen dieser Gruppe kann Luisa Francia genannt werden.

Individualfeminismus ist ebenfalls eine eigene Hauptströmung

Sie ist relativ jung und vertritt libertäre Theorien bis hin zum Objektivmus. Ihr Ziel ist es, die Individualrechte aller Menschen, besonders natürlich die Rechte der Frauen, aber auch die Rechte der Männer (zum Beispiel habe ich gelesen, dass in vielen Ländern der EU alleinerziehende Männer benachteiligt werden in puncto Finanzen) zu sichern und zu stärken. Hierbei ist die Verwriklichung und die Grenzsetzung für das Individuum und seine Verwirklichung das Wichtige. Es werden theoretische Ansätze, welche sie mit dem Anachrchismus im Zusammenhang bringt, herausgearbeitet. Ihre bekannteste Vertreterin ist Wendy McElroy (auch wenn ich ihren Namen noch nie gehört habe, ich gestehe).

Militanter Feminismus

1967 hat Valerie Solanas in ihrem Manifest „SCUM“ die Vernichtung der Männer gefordert. Es wird wie folgt aufgefasst:
Teils als Volksverhetzung, teils als Satire, teils als Werkt einer psychisch Kranken. Es dient aber als Diskussion innerhalb des Feminismus, wo die Grenzen sind und wie weit man gehen sollte bzw. darf (wobei ich mich frage, hätte ein Mann so etwas über Frauen geschrieben, hätte man ihn auch so beurteilt?).

Das wars erst einmal von hier.
Quelle: Wikipedia

Ich habe jedoch den Text in eigenen Worten wiedergebene und keine Zitate verwendet. Somit ist der Text mein Urheberrecht unterstellt.