Runde Tarotdecks

Sheerie hat mal geschrieben, dass sie das Motherpeace Tarot süß findet, weil es mal ein Deck mit runden Karten ist. Ich gebe zu, ein wenig verwirrt war ich schon, ist es nicht bekannt, dass es immerhin zwei Decks mit runden Karten gibt? Wir mir scheint nicht, nun gut, frau und man muss ja nicht alles wissen. Daher schreibe ich mal nach und nach ein wenig über die Tarotdecks, die ich hier habe, wie sie mir gefallen, für wem sie sind und so weiter. Veilleicht kann ich ja die eine oder den anderen für das eine oder andere Tarotdeck begeistern. Also viel Spaß bei diesen Texten.

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Das Motherpeace Tarot

Das Motherpeace Tarot ist das älteste und erste runde Tarotdeck, was das Licht der Welt erblickte. Es wurde ursprünglich 1981 erfunden und fand dann nach und nach den Weg in die Läden, während es am Anfang in der Selbstproduktion verkauft wurde. Es ist ein feministisches Tarotdeck, hat aber alle klassichen Bezeichnungen der Karten beibehalten, bis auf den Narr, der hier zur Närrin wurde und die sogenannten Hofkarten, die im klassichen Tarot ja Ritter, Page, Königin und König sind, heißen sie ihr, Tochter, Sohn, Schamanin und Priesterin. Jedoch findet hier ein Ausgleich zwischen den weiblichen und männlichen Energien.

Die Bilder wurden von den beiden Schöpferinnen Vicky Noble und Karin Vogel erschaffen. Daher merkt man hier sehr wohl zwei verschiedene Stile. Einige der Karten wirken teilweise banal, kindlich. Andere hingegen sind schön gezeichnet, aber nicht so perfekt, wie die teilweise abgehobenen Werke anderer TarotautorInnen. Dieses Deck, so empfinde ich es, verbindet mich direkt mit der Erde. Bei den anderen Decks schmachte ich den Bildern nach und frage mich, wieso können die nur so gut zeichnen, ich bin total neidisch (ehrlich). Hier jedoch sehe ich die Bodenständigkeit. Die Autorinnen haben sich keine professionelle Zeichnerin gesucht und waren der Meinung, hier muss das perfekte Deck her. Nein, sie haben sich die Mühe gemacht und zeichneten alle Karten selber. Heutzutage, bei dem Tarotangebot, mögen manche mit den Kopf schütteln, wie sie es wagen konnten, mit solch einem Deck überhaupt an die Öffentlichkeit zu gehen. Jedoch denke ich, gerade zwischen den ganzen abgehobenen Decks, tut dieses so richtig gut.

Zum Motherpeace Tarot gibt es mehrere Werke:

Motherpeace Tarot

Unter dem Link findet ihr die normalen Motherpeace Tarotkarten und die Miniversion davon.
Die normale Version besitze ich (noch) nicht. Die Miniversion hingegen hat mir schon einmal einen Eindruck gegeben, was mich bei ihrer größeren Schwester erwartet.
In dieser Besprechung , die nun wirklich nicht sonderlich positiv ist (meiner Meinung nach, aber zum Glück dürfen wie alle unsere Meinung offen sagen und somit hat die Autorin auch das Recht dieses Deck nicht zu mögen), habe ich mich erschrocken und dachte mir, dass Minideck wird alles andere als ansehnlich sein. Zum Glück kann und muss ich ihr widersprechen. Denn die Bilder sind zwar klein auf diesen Karten, logischerweise, aber trotzdem kann man die Bilder sehr gut erkennen. Natürlich muss man diese nicht mögen, wie ich oben geschrieben haben, jedoch sind sie zumindest gut erkennbar und ich finde sie halt sehr schön. Zum Minitarotdeck gibt es noch eine kurze Beshreibung, die bei mir auf englisch ist und einige Tipps zum deuten neben der Geschichte des Decks und die klassichen kurzen Deutungen gibt.

Motherpeace – Das Buch

Das Buch ist dick und zeigt zu allen Karten, mindestens das s/w Bild, sehr oft gibt es in der Mitte auch die farbige Version. Nur hat der Verlag einen kleinen Fehler gemacht. Eine Karte taucht zweimal auf, während die andere beim ersten Auftauchen somit vergessen wurde. Leider weiß ich nicht mehr, welche es war. Aber das ist der einzige Fehler des Buches.
Das Buch beschreibt erst den Hintergrund der Karten (neben der Geschichte, warum diese überhaupt erschaffen wurden), dann die Deutung dieser. Diese sind ungewöhnlich ausführlich. Daher ist es auch ungewöhnlich dick. Leider stammt aus den frühen achtzigern und einiges davon ist schlichtweg überholt. Denn immerhin ist der Kalte Krieg offiziell ein Relikt der Vergangenheit. In diesem Buch ist er bittere Realität, weil es halt in dieser Zeit geschrieben wurde und bisher in diesem Sinne und zumindest für die deutsche Version keine neue Auflage geschrieben wurde (und ich möchte an dieser Stelle betonen, ich habe mir das Buch neu und nicht gebraucht gekauft, denn sonst würde ich diesen Zustand verstehen).
Sonst gibt es bei diesem Buch nichts zu meckern. Es ist wunderschön und hilft sehr bei der Deutung der Karten, aber auch bei der Deutung des Lebens und bei der Schaffung einer neuen Mythologie.

Weiter Bücher, zu denen ich bis jetzt noch nichts sagen kann, da ich sie noch nicht besitze:
Rituals and Practices with the Motherpeace Tarot

Motherpeace Tarot Deck with Book(s)

Motherpeace Tarot Playbook

Motherpeace: A Way to the Goddess Through Myth, Art, and Tarot

Motherpeace Tarot Guidebook

Making Ritual With Motherpeace Cards: Multicultural, Woman-Centered Practices for Spiritual Growth

Fazit:
Das Deck ist sicherlich nicht für alle geeignet. Gerade für die, die der Meinung sind, Matriarchate, eine stärkere Rolle der Frau oder Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann sei Blödsinn sollten sich von diesem Deck fern halten. Aber auch die, die auf überirdische Bilder stehen, sollten sich dieses Deck nicht anschaffen, denn das Motherpeace Tarot ist nun einmal feministisch . Und das ist manchmal auch gut so. Wer also mal ein etwas anderes Deck im Hause haben möchte, und damit meine ich nicht nur die runde Form, sollte sich dieses Deck holen. Es ist einmalig und schön. Alle anderen mögen weitersuchen ^^

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The Daughters of the Moon Tarot

Dieses Deck stammt von der Autorin Ffiona Morgan und ist weitaus bekannter als ihre ältere Schwester, das Motherpeace Tarot (siehe oben). Es wurde um 1998 veröffentlicht. Aber erschaffen wurde es sicherlich schon einige Jahre früher. Vermutlich ist das Motherpeace Tarot hier eine Inspirationsquelle gewesen.
Auch hier sind die Karten rund, jedoch wurde im Buch erklärt warum. Es ist eine Anlehnung an das weibliche, an die Mondin. Jedoch hat sich die Autorin in einigen Bereichen weitaus weniger an die klassichen Namen des Tarot gehalten, als ihre große Schwester. So gibt es nur eine männliche Karte, und zwar Pan, welche alle männlichen Energien entspricht. Es ist also durch und durch ein Deck von Frauen für Frauen. Auch die Hofkarten sind hier anders gestaltet. So gibt es nur drei Karten, anstatt vier und die heißen Jungfrau, Mutter und weiße Alte. Und alle entsprechen sie einer der zwölf Tierkreiszeichen , die hier jedoch weiblich sind. Also anstatt Löwe, heißt die Karte in diesem Deck Löwin und so weiter.
Die größe der Karte ist das einzige, was hier negativ gewertet werden kann, da sie nur schwer bis gar nicht in der Hand gemischt werden kann. Man braucht auf dem Tisch oder auf den Boden viel Platz um sie dort zu mischen, also wild durcheinander mischen ist hier angesagt. Und aufgrund ihrer Form gibt es auch die Deutungen für schräg liegenden Karten, bzw. man kann sie sich auch selber ausdenken.
Die Bilder sind hier um einiges schöner gezeichnet, dass muss auch ich zugeben, wobei ich bei der Karte unten links (siehe bitte Link) zugeben muss, die scheint direkt aus dem Motherpeace inspiriert worden zu sein. Denn auch dort gibt es eine Frau mit mehreren Armen (fällt mir gerade so auf). In meinem Deck ist es auch so, dass die Liebenden zweimal auftauchen. Einmal in einer sehr engen Liebesstellung (jedoch sieht man hier zwei Frauen und nicht eine Frau und einen Mann ) und einmal schwimmen zwei Frauen unter Wasser zueinander.
Die Kurzbeschreibung von Nicole gibt noch ein paar Hinweise zum Deck.

Hier gibt es Links zu den Werken von Ffiona Morgen:

Daughters of the Moon. Tarot. Buch mit 75 Karten. Set

Es lohnt sich das Set zu holen, also das Buch und die Karten. Denn manchmal finde ich es doch schwierig die Karten ohne das Buch zu deuten und da kann mir das Buch das eine oder andere Hinweis dazu geben. Es ist auch nicht sonderlich dick, vielleicht etwas mehr als Hundert Seiten, jedoch sind die Buchstaben sehr klein geschrieben (nicht zu klein wohlgemerkt) und daher ist es richtig mit Infos vollgepackt.

Daughters of the Moon. Tarot

Das ist der Link nur zum Buch. Es hat die Vorgeschichte zum Deck, eine Legemethode und die Beschreibungen der ganzen Karten mit der s/w Version. Einige Kapitel fangen auch mit schönen Zitaten an. Ich persönlich empfehle, dass Buch auf alle Fälle zu holen, wer sich das Deck kaufen möchte, denn hier werden auch Infos gegeben, die man sonst nicht erfahren würde.

Tarotkarten, Daughters of the Moon Tarot, dtsch. Ausgabe

Hier gibt es die Karten auf deutsch mit deutscher Anleitung und auf englisch mit deutscher Anleitung (dieses jedoch nur noch gebraucht). Die Anleitung ist ein dünnes Büchlein, welche die Deutungen jedoch komplett enthält, die Geschichte der Karte jedoch nicht. Deswegen sage ich immer, das Buch dazu ist besser. Jedoch ist es nicht zwingend notwendig. Wer sich nicht für die Geschichte dahinter interessiert, braucht sich diese nicht zu holen. Man spart ein paar Euros. Aber einzeln gekauft, bezahlt man 1,50 Euro mehr (was vielleicht nicht die Welt ist, jedoch wollte ich es mal erwähnt haben ^^).

Fazit:
Dieses Deck ist ganz klar feministisch und das möchte ich hier gerne noch einmal betonen. Männer könnten hier vielleicht die eine oder andere Schwierigkeit haben, jedoch können sie hiermit auch ihre weibliche Seite entdecken. Oder sie lassen es liegen und greifen zu jedem anderen Tarotdeck, die klar männlicher geprägter sind. Auch Frauen, die mit dem Feminismus oder mit dem weiblich Sein ihre Probleme haben, sollten hierrum wieder einmal einen großen Bogen machen. Denn das Deck ist für die Frau in jedem Menschen erschaffen. Meiner Meinung nach ist es schwer hiermit zukünftige Ereignisse vorauszusagen. Daher benutze ich es nur, um mein Seelenleben auf die Spur zu kommen. Für mich ist es eher ein Seelendeck.

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Fazit zu den runden Decks:

Sie sind eine angenehme Abwechslung in der eckigen Tarotwelt. Das macht natürlich ihre Form schon aus, aber auch ihre Bilder. Denn die sind einmalig und sehr Abwechslungsreich. Auch die Bücher dahinter sind ein wenig anders als die meisten anderen Bücher, die zu ihren Tarotdecks geschrieben wurden. Interessanterweise gibt es ja nur zwei runde Tarotdecks und beide sind feministisch geprägt. Sie versuchen für sich, ein wenig die Welt zu verbessern und einen anderen Weg in der Deutung einzuschlagen.
Es sind solche Karten, die mich dazu inspiriert haben, ein eigenes Deck zu erschaffen. Daher gehören sie auf meiner Liste der liebsten Tarotdecks, gaaaanz weit oben. Sogar auf dem ersten Platz, neben einem anderen Deck. Doch dazu in einer anderen Rezension über Tarotdecks mehr.

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Das Barbara G. Walker Tarot

So, da man mir sagte, dass dieser Blog hilfreich für die Entscheidung für das richtige Tarotdeck sehr hilfreich sein kann, möchte ich hier meiner Verpflichtung nachkommen und nach und nach alle meine Tarotdecks euch vorstellen.

Und wem es gefällt kann auch gleich die Decks bestellen ^^ Ich hoffe, ich kann euch ein wenig helfen.

<center>Barbara G. Walker</center>

Barbara G. Walker ist unter anderem mit ihren beiden Lexikas

„Das geheime Wissen der Frauen“ und „Die geheimen Symbole der Frauen“

bekannt geworden. Jedoch schrieb sie noch mehr Bücher.

Ihre Bücher drehen sich unter anderem um folgende Themen: Matriarchat, aktuelle Situation der Frauen, Göttin und Frau, Geschichte und ähnliche Themen. Sie hat nicht nur bewundernde Fans, sondern auch viele KritikerInnen.

Man möge sich aber selber ein Bild von ihr machen.

http://www.tarotwelten.de/walker.htm

Ihr Tarotdeck besteht aus 78 Karten und tragen meist die klassiche Bezeichnung aller Tarotkarten. Jedoch tragen manche auch Namen wie die Päpstin anstatt der Herrscherin oder das Haus Gottes anstelle des Titel Turmes.

Die Bilder sehen manchmal ein wenig unbeholfen aus und verzichten auch auf viel Beiwerk. So findet man auf jeder Karte meistens die Hauptperson und dann gelegentlich andere Personen oder Wesenheiten. Auf sehr viel Schmuck im Hintergrund (Wolken, Gebirge und so weiter) wird jedoch verzichtet.

Bei den kleinen Arkanas wurde in dieser Richtung mehr Mühe gegeben, so tragen etwas mehr als die Hälfte ausführlich gezeichnete Hintergründe. Aber auch hier gibt es oft minimalistische Karten.

Nicht nur bei den großen Arkanas wurden einige Karten unbenannt, sondern auch bei den Personenkarten (auch als Hofkarten bezeichnet). So finden wir hier diverse Göttinnen und Götter, welche die Königinnen und Könige, wie Prinzessinenn und Prinzen bezeichnen. Das geht von keltischen Personen Elaine und Galahad bis hinüber nach Indien zur mächtigen Kali-Ma.

Barbara Walker macht keinen Bogen um das Alter und „Hässlichkeit“. Ihre Karten sprechen jedes Geschlecht aber auch jedes Alter an. Jedoch nicht jede Hautfarbe. So sind alle Personen auf den Karten (bis auf die eingefärbten Göttinnen und Götter bei den Personenkarten) aus dem europäischen Raum zu finden.

Die Karten haben eine handliche Größe und einen schlichten Rücken.

Das dazugehörige Büchlein ist auf englisch und da die Namen auf den Karten in verschiedenen Sprachen zu finden sind, denke ich mal wird es auch keine Chance geben dies in einer deutschen Version zu finden.

Meiner Meinung nach ist das Büchlein ein wenig schwerer zu verstehen und man sollte schon gut im Englischen sein um da mit zu kommen. Notfalls ein guten Englischduden kaufen und übersetzen. So dick ist es nicht.

Meine Meinung:
Als ich mir die Karten das erste Mal angesehen habe, habe ich mich schon gefragt, was wollen sie mir sagen. Mich persönlich sprechen sie nicht unbedingt an und habe daher gewisse Probleme mit ihnen. Das änderte sich teilweise, als ich das dazugehörige Buch las.

Die Geheimnisse des Tarot

Wer mit dem Deck nicht klar kommt, kann das dazugehörige Buch gebraucht erwerben. Und ich kann es nur empfehlen.

Frau Walker fängt erst einmal mit einigen langen Einführungstexten an, welche unter anderem die Geschichte des Tarots näher erläutern, dann die Elemente beschreiben und so weiter. Das ist an manchen Stellen doch ein wenig langwierig, aber doch sehr interessant.

Dann werden alle Karten einzeln besprochen.

Zuerst die große Arkana. Da werden die Karten sehr genau beschrieben und betrachtet. Die Autorin beschreibt die Geschichte hinter der Symbolik und was die im einzelnen bedeuten.

Jedoch sollte gesagt werden, eine richtige Deutung gibt sie für die große Arkana nicht. Sie sagt nicht spezifisch, die Päpstin hat diese und jene Bedeutung. Jedoch beschreibt sie die Karten so genau, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass viele Leute damit arbeiten können, die ein wenig Erfahrung mit Kartendeutungen haben.

Danach werden alle Bilder aus dem Tarotdeck farbig abgebildet. Das ist insofern wichtig, weil sie nicht bei den entsprechenden Teilen eingefügt wurden und daher einige die Beschreibungen verwirren könnte. Denn man hat ja das Deck nicht immer griffbereit um zu sehen, was beschreibt sie denn nun? Daher kann man die Bilder betrachten und versteht, was sie beschreibt.

Danach werden die kleinen Arkanas kürzer als die großen beschrieben. Und hier findet man oft auch eine Legedeutung, also wofür die Karten bei einer Legemethode stehen könnte (im Buch wird auch das Silberkreuz vorgestellt). Auch hier geht sie auf die einzelnen Elemente der Karten ein, aber nicht so ausführlich wie bei den großen Geschwistern, jedoch reicht dies auf alle Fälle.

Meine Meinung:
Wer ihren Schreibstil kennt, weiß, dass sie sich manchmal in Einzelheiten verliren kann. Jedoch verstand ich nach dem Buch die Karten um einiges besser als vorher und könnte mit ihnen nun besser arbeiten. Das Buch ist wohl oder übel schon wichtig um mit den Karten zu arbeiten.

Fazit:
Die Karten sind nett gezeichnet und das Buch stark ausführlich. Man muss schon eine Zuneigung zu diesen Themen haben um damit arbeiten zu können und vor allem auch viel Geduld, damit sich die Botschaft einer/einem öffnet. Aber ich bin mir sicher, dass viele hier ihr Deck finden. Ich finde es interessant auf alle Fälle.

Von Sprache und so weiter

Ich interessiere mich seit einiger Zeit für Sprachen (daher auch die Idee, vielleicht mal Linguisitik zu studieren, aber das mal so nebenbei). Und da bin ich mehr zufällig als gewollt auf die Werke einer gewissen Autorin gekommen: Luise F. Pusch . Über ihre Werke bin ich dann auch zu anderen AutorInnen gekommen.

Doch was will ich denn jetzt damit sagen?

Ich interessiere mich für Sprachen, lach. Ne, Spaß beiseite. Durch Pusch bin ich auf etwas hingewiesen worden, dass mir zwar schon früher aufgefallen war, aber dennoch nicht DEN Stellenwert in meinem Denken hatte, wie heute.

Denn früher ist mir schon oft aufgefallen, dass Frauen mit „er“ oder „jeder“ bezeichnet werden. Und ich meine direkt nur Frauen bzw. auch Frauengruppen, wo kein Kerlchen vorhanden ist. Das ist ja dann noch ein Sonderthema für sich.

Das war letztens auch wieder im Fernsehen. Denn – ich gebe zu meiner Schande mal zu, ja ich schaue Popstars *wörgs* – letztens bei der Popstarssendung meinte dieser Detlef dauernd, jeder von euch beiden und ähnliches. Dabei redete er mit zwei Frauen (oder von mir aus, mit zwei Mädchen, jungen Frauen, jungen Damen, sucht es euch aus).

Auch in einen der letzten Sportstunden, die ich hatte, meinte ein Mädchen, jeder soll dieses oder jenes machen. Die Betonung liegt hier wieder auf „jeder“ und dabei waren wir eine reine Frauengruppe. Die Herren machten in einer anderen Gruppe Sport und waren somit nicht angesprochen.

Woher kommt das eigentlich?

Aber das ist nicht nur im mündlichen Sprachgebrauch zu finden, sondern auch im schriftlichen. So habe ich mal ein Buch gelesen, welche sich scheinbar nur an die Männer richtete. „Der Weg des wahren Reiki Meisters“. Nun gut, ein Männerbuch also, scheinbar nur für ReikianerInnen geschrieben, die dem männlichen Geschlecht angehören. Tja, falsch gedacht. Es ist, wenn wir es mal genau nehmen möchten, ein Buch für männliche Reikianer geschrieben, die schwul sind.

Wie komme ich auf diese bescheuerte Idee?

Naja, wenn dauernd von Männern geredet wird und der soll dann mit Hilfe von Reiki ein Partner finden, auf was für Gedanken kämmt ihr denn eigentlich?
Ganz ehrlich!

Tja, dass die Männersprache scheinbar gang und gebe ist, daran sollte ich mich doch langsam gewöhnen. Etwas verstört reagiere ich dann doch, wenn in Kapiteln oder gar Büchern, die sich eigentlich direkt an Frauen richten, nur bestimmte Teile (wenn überhaupt) in weiblicher Form geschrieben werden, aber sonst immer schön von „er“ oder „ihn“ gesprochen wird. Habe ich da was verpasst? Das liegt aller Wahrscheinlichkeit an der Übersetzung, auch wenn das englisch eher das „he“ kennt und weniger das „she“. Eine sehr geniale Erfindung ist das „s/he“ übrigens.

Nur wenige AutorInnen bzw. die ÜbersetzerInnen machen sich die Mühe, eine neutrale Sprache zu schaffen. Regelrecht aus den Socken hat es mich gehauen, dass in dem neuesten Cunny der Versuch einer neutralen Sprache zu verwenden unternommen wird. So übersetzt Eluan Ghanzal den Originaltext in einer neutralen Form (Hohepriesterin und Hohepriesterin) oder nimmt die weibliche Form (Mitgliederinnen). Über die männliche Anrede kommt sie aber nicht hinweg.

Es scheint aber bei vielen so normal zu sein, dass die Kritik der reinen Männersprache und das mögliche andeuten, mal ein Buch in reiner Frauensprache zu schreiben, bei (zu) vielen, mit einem Aufschrei quittiert wird. Von wegen man würde ja dann die Männer diskrimminieren. So erwähnte ich in einem Forum, dass ich halt die gewählte Sprache in dem Buch von Dahlberg (das Reiki Buch scheinbar nur für schwule Männer) nicht gut fand. Und da kam sofort der Protest, von wegen reine Frauensprache = Diskrimminierung der Männer. Das es andersherum aber schon seit unzähligen Jahren ist und das sich was ändern sollte, da verliert eigentlich so gut wie niemand ein Wort.

Das folgenden Buch bedient sich, so die Aussagen der RezensentInnen (oder sollte ich eher Rezensenten schreiben, dass scheint denen sicherlich besser zu gefallen), der reinen Feminisierung aller Wörter. Und das gefällt vielen nicht. Da wird sogar das Buch an sich schlecht gemacht, weil sie der Meinung sind, so etwas kann doch nicht sein, nur von Autorinnen und Verlegerinnen zu sprechen. Das aber Autoren und Verleger bitterer Alltag sind, daran denken die meisten nicht.

In diesem Beitrag schreibt Luise F. Pusch, dass eine Autorin der genannten Biographie eine Kollegin schlichtweg zum Kollegen machte. Da fragt sich frau (und man vielleicht auch), hat die Autorin, die dort genannt, vielleicht eine Geschlechtsumwandlung hinter sich, dass aus ihr ein Mann wird? Vermutlich weniger, der Name „Mary“ (ein doch recht weiblicher Name, auch wenn einige deutsche den Namen Maria für sich entdeckt haben, äh ich meine natürlich männliche deutsche ^^) ist ja doch eindeutig. Da dürfte bei der Übersetzung etwas schief gelaufen sein.

Ein auch sehr faszinierendes Phänomen ist die Vermännlichung, auch wenn die Frau in der Überzahl ist. So erklärte mir meine Französischlehrerin, dass das Französische ja eigentlich eine so richtig schöne sexistische Sprache sei. Warum, fragen sich vielleicht die eine oder der andere? Sie klingt doch schön und edel? Das tut sie gewiss, und doch belegte sie dies an einem einfachen Beispiel. Wenn man eine Millionen Frauen an einem Ort bringt und dort dann ein Mann verweilt (ich glaube jedoch, dass sie einen männlichen Hund als Beispiel erwähnte), verändert sich die Form zum männlichen hin. Nun, es sei erwähnt, dass das französische eine der Sprachen ist, welche die weibliche, die männliche und die sächliche Form kennt. Und eine reine Frauengruppe, wie die Frau alleine, wird mit der weiblichen Wort angesprochen, eine reine Männergruppe und der Mann mit dem männlichen, logischerweise. Eine gemischte Gruppe aus Frauen und Männer, wird mit dem männlichen angesprochen. Dabei ist es egal, ob es eine Million Frauen und der erwähnte Mann (oder doch Hund?) ist.

Da hat aber meine liebe Französischlehrerin aber eines übersehen? Nicht nur französisch ist in diesem Sinne sexistisch, sondern das deutsche ja auch. So sah ich am Freitag eine Liste in dem Betrieb wo ich mein Vorstellungsgespräch hatte. Es zeigte wohl an, welche der MitarbeiterInnen am erfolgreichsten waren. Es waren sieben Personen aufgelistet. Fünf Frauen und zwei Männer. Einer der Männer war auf dem sechsten Platz und der andere auf dem Ersten. War das der Grund, trotz der Tatsache, dass sie in der Unterzahl waren (immerhin, in Mathe wurde mir folgendes beigebracht 2 < 5, also zwei ist kleiner als fünf), die Liste mit den „erfolgreichsten Mitarbeiter“ betitelt wurde? Denn die beste Frau war ja immerhin mit einigen Punkten schlechter als der beste Mann (sie auf Platz zwei und er auf Platz eins).

Aber auch sonst kommt man nicht immer dahinter, wer mit einem Satz gemeint sein könnte, wenn man liest, 25 Studenten wurden gesichtet, (davon waren 24 Frauen). Ohne solche Zusätze würde man nicht herausfinden, wie viele davon Frauen und Männer sind.

Was ist denn eigentlich der Feminismus und welche Strömungen gehören dazu?

Da ich beschlossen habe, ab und an Texte hier zu veröffentlichen, welche sich redaktionell um ein Thema drehen, fange ich einfach mal an ^^

Und zwar, was ist der Feminismus und welche Strömungen gehören dazu?

Die Definition des Wortes Feminismus:

Der Feminismus ist eine Richtung der Frauenbewegung, welche sich mit dem Dualismus der Geschlechter beschäftigt und die bisherige Herrschaft durch das männlich geprägte als solche erkannt hat und diese nun beseitigen will (allgemein auch als Patriarchat bezeichnet). Viele Feministinnen (ich gehe schlichtweg nicht davon aus, dass alle die folgenden Meinungen vertreten, ich bin mal so dreist) sagen, dass Frauen und Männer in erster Linie gleichwertig sind und es gibt sogar einige, die behaupten, dass die typisch weiblichen Eigenschaften (Führsorge und so weiter) sie sogar zu bessere Menschen machen (und das Patriarchat sie demnach wohl versaut). Einige radikale Feministinnen sprechen davon, dass es sogar eine Ablösung des Mannes erfolgen soll um ein sogenanntes Matriarchat zu erschaffen, damit beide Geschlechter sich wieder ergänzen können, wie es einst war (zum Thema Matriarchat mag ich mal an dieser Stelle nichts erzählen, einfach mal die Literatur von Heide Göttner-Abendroth lesen ^^).
Den meisten Feminstinnen geht es darum die Vernachlässung und Benachteiligung der weiblichen Eigenschaften, Denkweisen und Leistungen in allen Lebensbereichen zu würdigen, bzw. abzubauen, wenn diese sich gegen die Frau richtet.
Es gibt inzwischen feministische Literaturwissenschaft, aber auch feministische Theologie (wobei, sollte es nicht schon fast Thealogie heißen?), welche sich mit der Rolle der Frau auseinandersetzt, ihre verdrängte Geschichte, ihre unterdrückte Rolle und die jahrhundertlange Defizite zu überwinden.
Aber es gibt auch Feministinnen, die nicht nur die Rechte der Frauen innerhalb ihres eigenen Landes zu verbessern, sondern die Menschenrechte eingesetzt sehen wollen (also absolute Gleichheit zwischen ALLEN Menschen, egal welchen Geschlecht, Hautfarbe, Religion etc. sie angehören) und sich dafür einsetzen.

Es gibt mehrere Hauptströme im Feminismus, welche sich in mehreren Unterströmen teilt.

Der Universalismus wäre eine der Hauptströmungen

Sie gehen davon aus, dass es im Grunde keinen Unterschied zwischen Frauen und Männer gibt. Seit etwa 1970 versuchen besonders radikale Richtungen des Feminismus diese Idee beseitigt werden soll.

Unterströmungen des Universalismus

Radikalfeminismus (Gleichheitsfeminismus)

Sie gehen von einer absoluten Gleichheit der Geschlchter aus. Die entstehende Ungleichheit, die wir in der Gesellschaft kennen, also das angeblich Frauen nicht so intelligent sein, blablabla, entstehen nicht durch die Geburt, sondern durch die Sozialisation. Erst dadurch entstehen solche Eigenschaften von „typsich männlich“ oder „typisch weiblich“. So könnten Männer sehr wohl Führsorge empfinden, wenn sie entsprechend erzogen werden und Frauen könnten Kämpferinnen werden, mit einer entsprechenden Erziehung. Daher streben sie eine Aufhebung solcher geschlechtsspezifischer gesellschaftlicher Unterschiede, damit Mensch sich entscheiden kann, welche Fähigkeiten und Vorlieben es entwickeln möchte, anstatt nach irgendwelchen sogenannter Normane zu handeln.

Die bekanntesten Vertreterinnen dieser Richtung sind Mary Daly, Simone de Beauvoir und Alice Schwarzer.

Psychoanalytisch orientierter Feminismus

Diese Richtung sucht nach den Ursachen dafür, warum das weibliche Geschlecht unterdrückt wurde/wird (eigentlich ein faszinierender Gedanke, warum wird frau unterdrückt und nicht mann?).

Marxistischer Feminismus

Diese Feministinnen stehen dem Marxismus nahe. Sie setzen sich in erster Linie fürdie „gesamtgesellschaftlichen“ Rechte der Frau ein, denn hier findet man die Voraussetzung für die Überwindung des kapitalistischen Systems. Diese Richtung fühlt sich sehr der Arbeiterbewegung verbunden und politisch gesehen, stehen sie den traditionellen kommunisitschen Parteien bzw. dem linken Flügel der Sozialdemokraten nahe. In der BRD waren die DFI (Demokratische Fraueninitiative) eine wichtige Vertreterin der marxistisch orientierten Feministinnen. Der Übergang zwischen marxistischem Feminismus und sozialistischer Frauenbewegung ist fließend. Es wird jedoch innerhalb der feministischen Bewegung die traditionell marxistische Unterordnung der „Frauenfrage“ als Nebenwiderspruch unter den so genannten Hauptwiderspruch immer wieder in Frage gestellt, und zwar die zwischen Bourgeoisie und Protelariat.

Freudomarxistischer Feminismus

Gibt es, aber ich traue mich ehrlich gesagt gar nicht, die irgendwie zusammenzufassen, weil ihre Definition nicht sonderlich erhellend ist, sorry. Aber wenigstens wisst ihr den Namen dieser Strömung.

Materialistischer Feminismus

Hier wird die marxistische Analyse weitgehend geteilt, es gibt aber unterschiede. Und zwar wird als „Hauptwiderspruch“ der Geschlechterunterschied angenommen und in eine „materielle Geschichtsinterpretation“ einbezogen. Die daraus resultierenden Forderungen, dass der biologische Unterschied aufgehoben wird, wird als Kybernetische Feminismisu oder auch als Kybernetische Kommunismus bezeichnet. Es wird gefordert, dass die Fortpflanzung nicht mehr die Frau, sondern die Gen-Technologie übernommen wird, dadurch würde sie vom Zwang der Mutterrolle befreit werden.

Autonome Feministinnen

Sie sehen die Unterdrückung der Frauen in der Regel als ein von Klassenwidersprüchen unabhängiger „gesellschaftlicher Widerspruch“. Somit unterscheiden sich die Autonomen von den meisten anderen radikalen linken Gruppen. Daher geben sie feminisitischen Diskussionen einen großen Raum.

Anarchistischer Feminismus

Hierbei handelt es sich um eine Mixtur zwischen Feminismus und Anarchismus.

Differenzfeminismus ist eine weitere Hauptströmung des Feminismus

Diese Hauptströmung mit ihren Unterströmungen gehen von einer grundsätzlichen Verschiedenheit der Geschlechter aus. Das bedeutet, Frau und Mann können nicht gleich sein, da sie unabhängig von Kultur und Geschichte unterschiede aufweisen (zum Beispiel die Aggressivität des Mannes und die Passivität der Frau).

Gynozentrischer Feminismus

Hierbei geht es um die Anerkennung der Weiblichkeit, der Suche nach Wurzeln und Ursprüngen des Frauseins (Frauenrituale, Frauenspiri und so weiter). Ihr Ziel ist es nicht mehr die Aufgebung der Geschlechterungleichheit zu erreichen, sondern eine Rekonstruktion dieser Ungleichheit, welche die Männlichkeit ab- und die Weiblichkeit aufwertet. Sie implizieren die Anerkennung des femininen Charkters bei Frauen und Männer gleichzeitig.

Kultureller Feminismus

Sie gehen davon aus, dass es fundamentale Persönlichkeitsunterschiede zwischen Frauen und Männer gibt und die weiblichen Eigenschaften haben es verdient, besonders dargestellt und gefeiert zu werden. Diese Theorie sagt aus, dass Frauen friedfertiger sind und Männer kriegerischer, daher ist die logische Folgerung (von ihnen natürlich), dass, wenn Frauen die Welt regieren würden, es keine Kriege mehr gäbe, oder das Frauen die bessere Kindeserziehung gewährleisten würden. Sie versuchen den Sexismus zu überwinden, indem sie die besonderen Eigenschaften und Erfahrungen von Frauen hervorheben und glauben, dass der „weibliche Ansatz“ der bessere sei. Ihre Form des Feminismus kann man als „Gender Feminismus“ bezeichnen.

Magischer (esoterischer) Feminismus

Dies Richtung könnte man am besten als Dianic Richtung bezeichnen (auch wenn der gehörnte Gott nicht bei allen unter dem Tisch fällt ^^). Sie kritisieren die Hexenjagd und die Hexenverfolgung als besonders grausam dar und verurteilen diese, sowie den Verlust an Wissen (z.B. das Kräuterwissen etc.) und identifizieren sich mit den Hexen (Magie etc.).
Sie feiern die Walpurgisnacht unter dem Motto „Wir sind Frauen, wir sind viele“ oder auch „Wir erobern die Nacht zurück“ (welche den Hintergrund hat, dass Frauen theoretisch nicht mehr Nachts raussollen, weil das eine Vergewaltigung provozieren könnte, während Männern nicht verboten wird Nachts rauszugehen, weil sie ja vergewaltigen könnten, nur mal so angemerkt).
Zu den bekanntesten Vertreterinnen dieser Gruppe kann Luisa Francia genannt werden.

Individualfeminismus ist ebenfalls eine eigene Hauptströmung

Sie ist relativ jung und vertritt libertäre Theorien bis hin zum Objektivmus. Ihr Ziel ist es, die Individualrechte aller Menschen, besonders natürlich die Rechte der Frauen, aber auch die Rechte der Männer (zum Beispiel habe ich gelesen, dass in vielen Ländern der EU alleinerziehende Männer benachteiligt werden in puncto Finanzen) zu sichern und zu stärken. Hierbei ist die Verwriklichung und die Grenzsetzung für das Individuum und seine Verwirklichung das Wichtige. Es werden theoretische Ansätze, welche sie mit dem Anachrchismus im Zusammenhang bringt, herausgearbeitet. Ihre bekannteste Vertreterin ist Wendy McElroy (auch wenn ich ihren Namen noch nie gehört habe, ich gestehe).

Militanter Feminismus

1967 hat Valerie Solanas in ihrem Manifest „SCUM“ die Vernichtung der Männer gefordert. Es wird wie folgt aufgefasst:
Teils als Volksverhetzung, teils als Satire, teils als Werkt einer psychisch Kranken. Es dient aber als Diskussion innerhalb des Feminismus, wo die Grenzen sind und wie weit man gehen sollte bzw. darf (wobei ich mich frage, hätte ein Mann so etwas über Frauen geschrieben, hätte man ihn auch so beurteilt?).

Das wars erst einmal von hier.
Quelle: Wikipedia

Ich habe jedoch den Text in eigenen Worten wiedergebene und keine Zitate verwendet. Somit ist der Text mein Urheberrecht unterstellt.

Brüste sind wohl nicht gleich Brüste

Edit: Da mir Leute mit dem Suchbegriff „Titten saugen“, „Saugende Titten“ und seit neuestem auch „Lilas Titten“ hier her kommen und ich nicht weiß, welche Hintergedanken da stecken, habe ich den Titel jetzt geändert, in der Hoffnung, dass gewisse Personen nicht mehr nach diesen Begriffen suchen.

Ihr kennt doch diese Kolummnen (spästens seit Sex and the City – eine Serie wo mich mich erfolgreich dagegen gewehrt habe und keine einzige Sendung gesehen habe – dürfte das ja bekannt sein). In diversen Zeitungen sind die ja zu finden und da dürfen sich die AutorInnen ja über alles und jeden auslassen ohne das immer ein Hinweis auf Neutralität oder Seriösität gegeben ist (so empfinde ich das zumindest). Denn meistens sind das persönliche Meinung der entsprechenden Personen.

Aber gut, darüber will ich ja nicht reden, dass verrät ja wohl auch die Überschrift.

Letztens hat sich einer diese KolummnistInnen (es war ein Mann, dass mal so als Hinweis) über diverse Befindlichkeiten in der Öffentlichkeit beschwert. Also den Dreck in gewissen Bereichen der Öffentlichkeit und wie sich eben die Leute benehmen. Was ich aber dann überraschend fand, war die Tatsache, dass sich diese Person über eine stillende Mutter aufregte. Er schrieb so in etwas: Sie holte ihre Brüste heraus (man stelle sich das jetzt auch mal ruhig bildlich vor, frau holt etwas heraus, so wie ein Kalender, hihi) und stillte ihr Kind.

Jetzt frage ich mich aber mal, wir sehen ja im Grunde genommen täglich die Brüste von jungen Mädchen, jungen Frauen, Frauen mittleren Alters, teilweise sogar schon alte Frauen. Gerade wenn es in Fernsehberichte um Brust-OP’s geht. Oder wenn sie zeigen wollen, wie toll oder wie blöde die BH’s sind. Auch wenn es um erotische Berichte geht, Frau ist meistens oben ohne. In den Zeitungen sollen Frauen ihre Brüste zeigen, wenn sie eben Männerfantasien anregen soll. Also in diversen Männerzeitschriften, aber teilweise in angeblich seriösen Zeitungen (komischerweise vermisse ich diese Seriösität in entsprechenden Zeitungen, wenn die solche Bilder bringen, sehr stark).

Im Grunde genommen werden wir von Frauenbrüsten, eingepackt wie ausgepackt ja nur so bombadiert. Auch in der Werbung, auch wenn die absolut nicht zum Produkt passen. Egal, Hauptsache ist es anscheinend, dass nackte Brüste zu sehen sind.

Aber warum dann bitte schön regen sich dann die Leute auf, wenn eine Mutter eben dieses Sexobjekt auspackt um damit ihr Kind zu nähren?

Ich meine, was gibt es göttlicheres und schöneres, als wenn eine Mutter ein Kind zur Welt bringt und es dann auch noch nähren kann (immerhin gibt es einen gewissen Prozentsatz von Frauen, die ja keine Milch in der Brust haben und eben von Anfang an mit der Flasche stillen müssen und natürlich andere, die das eben wollen).

Da muss man sich echt fragen, ob nicht der Mann (aber auch die Frau) eiversüchtig reagiert, wenn eine Mama ihre Titten nicht für männliche Welt (damit sind nicht unbedingt die Männer gemeint, sondern die männlich geprägten Menschen, womit auch Frauen gemeint sein können) bereit hält, sondern eben für das eigene Kind.
Tut mir Leid, aber wenn eine Mutter aus einem Laden verwiesen wird, weil sie ihr Kind närrt, aber der wohlmöglich mit nackten Titten wirbt, dann muss man sich echt fragen, ist die Frau nur solange akzeptiert, solange sie ihre Brüste frei für die männliche Fantasie hat? Scheinbar zumindest ja. Denn sonst würde man sich nicht aufregen, wenn eine Mutter ihr Kind stillt und sie vor die Tür schicken.

Das ist nicht nur ein Armutszeugnis für dieses Land, sondern auch für diese Menschen, die so denken und handeln.

An dieser Stelle ein scharfes: SCHÄMT EUCH!!!

Daughters of the Moon Tarot

Titel: Daughters of the Moon Tarot

Schöpferin: Ffiona Morgan

Buch mit 75 Karten

Hinweis: Buch und Deck können getrennt und bedingt zusammen gekauft werden.

Links:

Internetseiten mit Bildern:

Die offizielle Internetseite

Bilder von Tarotwelten.de
Bilder von der offiziellen Internetseite

Beschreibung:

Einer der wohl schönsten Decks, die es gibt, ist wohl mit Abstand das „Daughters of the Moon Tarot“ (Töchter des Mondes Tarot – oder auch Töchter der Mondin Tarot). Die Bilder haben sehr kraftvolle Farben und ausdrucksstarke Zeichnungen.  Die Farben sind teilweise sehr bunt, aber das Deck wirkt dadurch weder kitschig noch kindisch. Ganz im Gegenteil, es wirkt auf seine Art und Weise sehr edel.

Es sind Situationen von Göttinnen und starken Frauen aus der ganzen Welt abgebildet, aber auch Situationen aus dem Alltag. So findet man auch behinderte Frauen auf den Karten, welche ich noch nie irgendwo gesehen habe.

Das besondere bei diesem Deck ist die Tatsache, dass es ein sehr starkes frauenorientiertes Deck ist. Nur eine Karte ist männlich (Pan). Alle andere männliche Energien wurden entfernt. Man kann das als Kritik sehen. Aber man sollte bedenken, dass dieses Deck in den siebzigern geschaffen wurde und zu dieser Zeit haben sich die Frauen sehr stark auf sich besonnen. Und wie Nerthus von Norderney in ihrem Buch „Nerthus‘ Buch der Schatte“ schrieb, wir haben 2000 Jahre lang uns selber vergessen, nun wird es Zeit das wir uns selber kennenlernen (sinngemäß zitiert). Daher ist es wichtig, auch nur ein Deck für sich als Frau zu haben. Weiterhin gibt es genügend Decks, wo der Mann enthalten ist. Wem es nicht gefällt, muss es nicht holen.

Die Liebenden sind zweimal vertreten. Einmal schwimmen zwei Frauen aufeinander zu und auf der zweiten Karte sind beide vereinigt (um eine jugendfreundliche Sprache zu verwenden).

Die kleine Arkana hat auch eine kleine Besonderheit. Wo noch die Zahlenkarten wie immer abgebildet sind, finden wir nur drei „Hofkarten“. Hier sind sie als Jungfrau, Mutter und Greisin bezeichnet mit den entsprechenden Tierkreiszeichen.

Das Buch beschreibt in erster Linie die Karten, weniger die Bedeutung. Manchmal ist es sogar schwer diese aus der Beschreibung herauszufinden. Daher empfehle ich es den Leuten, die schon Ahnung haben vom Tarot (man sollte im groben die Deutungen also kennen), es sich zu holen.

Fazit: Das Deck lohnt meiner Meinung nach auf alle Fälle. Zwar war es bei mir in erster Linie ein kleiner Umfall, als ich es mir geholt habe, aber ich bin froh, dass es dazu gekommen ist. Negativ ist eigentlich nur eine Sache, und zwar die größe der runden Karten (ja, die Karten sind rund). Die Karten muss man auf dem Boden umherwirbeln und kann diese nicht in der Hand mischen.

Hier ist noch ein Bericht, den ich in meinem alten Blog verfasst habe. Mich selber darf ich kopieren 😉

The Daughters of the Moon Tarot

Dieses Deck stammt von der Autorin Ffiona Morgan und ist weitaus bekannter als ihre ältere Schwester, das Motherpeace Tarot. Es wurde um 1998 veröffentlicht. Aber erschaffen wurde es sicherlich schon einige Jahre früher. Vermutlich ist das Motherpeace Tarot hier eine Inspirationsquelle gewesen.
Auch hier sind die Karten rund, jedoch wurde im Buch erklärt warum. Es ist eine Anlehnung an das weibliche, an die Mondin. Jedoch hat sich die Autorin in einigen Bereichen weitaus weniger an die klassichen Namen des Tarot gehalten, als ihre große Schwester. So gibt es nur eine männliche Karte, und zwar Pan, welche alle männlichen Energien entspricht. Es ist also durch und durch ein Deck von Frauen für Frauen. Auch die Hofkarten sind hier anders gestaltet. So gibt es nur drei Karten, anstatt vier und die heißen Jungfrau, Mutter und weiße Alte. Und alle entsprechen sie einer der zwölf Tierkreiszeichen , die hier jedoch weiblich sind. Also anstatt Löwe, heißt die Karte in diesem Deck Löwin und so weiter.
Die größe der Karte ist das einzige, was hier negativ gewertet werden kann, da sie nur schwer bis gar nicht in der Hand gemischt werden kann. Man braucht auf dem Tisch oder auf den Boden viel Platz um sie dort zu mischen, also wild durcheinander mischen ist hier angesagt. Und aufgrund ihrer Form gibt es auch die Deutungen für schräg liegenden Karten, bzw. man kann sie sich auch selber ausdenken.
Die Bilder sind hier um einiges schöner gezeichnet, dass muss auch ich zugeben, wobei ich bei der Karte unten links (siehe bitte Link von Tarotwelten oben) zugeben muss, die scheint direkt aus dem Motherpeace inspiriert worden zu sein. Denn auch dort gibt es eine Frau mit mehreren Armen (fällt mir gerade so auf). In meinem Deck ist es auch so, dass die Liebenden zweimal auftauchen. Einmal in einer sehr engen Liebesstellung (jedoch sieht man hier zwei Frauen und nicht eine Frau und einen Mann ) und einmal schwimmen zwei Frauen unter Wasser zueinander.

Daughters of the Moon. Tarot. Buch mit 75 Karten. Set

Es lohnt sich das Set zu holen, also das Buch und die Karten. Denn manchmal finde ich es doch schwierig die Karten ohne das Buch zu deuten und da kann mir das Buch das eine oder andere Hinweis dazu geben. Es ist auch nicht sonderlich dick, vielleicht etwas mehr als Hundert Seiten, jedoch sind die Buchstaben sehr klein geschrieben (nicht zu klein wohlgemerkt) und daher ist es richtig mit Infos vollgepackt.

Daughters of the Moon. Tarot

Das ist der Link nur zum Buch. Es hat die Vorgeschichte zum Deck, eine Legemethode und die Beschreibungen der ganzen Karten mit der s/w Version. Einige Kapitel fangen auch mit schönen Zitaten an. Ich persönlich empfehle, dass Buch auf alle Fälle zu holen, wer sich das Deck kaufen möchte, denn hier werden auch Infos gegeben, die man sonst nicht erfahren würde.

Tarotkarten, Daughters of the Moon Tarot, dtsch. Ausgabe

Hier gibt es die Karten auf deutsch mit deutscher Anleitung und auf englisch mit deutscher Anleitung (dieses jedoch nur noch gebraucht). Die Anleitung ist ein dünnes Büchlein, welche die Deutungen jedoch komplett enthält, die Geschichte der Karte jedoch nicht. Deswegen sage ich immer, das Buch dazu ist besser. Jedoch ist es nicht zwingend notwendig. Wer sich nicht für die Geschichte dahinter interessiert, braucht sich diese nicht zu holen. Man spart ein paar Euros. Aber einzeln gekauft, bezahlt man 1,50 Euro mehr (was vielleicht nicht die Welt ist, jedoch wollte ich es mal erwähnt haben ^^).

Fazit:
Dieses Deck ist ganz klar feministisch und das möchte ich hier gerne noch einmal betonen. Männer könnten hier vielleicht die eine oder andere Schwierigkeit haben, jedoch können sie hiermit auch ihre weibliche Seite entdecken. Oder sie lassen es liegen und greifen zu jedem anderen Tarotdeck, die klar männlicher geprägter sind. Auch Frauen, die mit dem Feminismus oder mit dem weiblich Sein ihre Probleme haben, sollten hierrum wieder einmal einen großen Bogen machen. Denn das Deck ist für die Frau in jedem Menschen erschaffen. Meiner Meinung nach ist es schwer hiermit zukünftige Ereignisse vorauszusagen. Daher benutze ich es nur, um mein Seelenleben auf die Spur zu kommen. Für mich ist es eher ein Seelendeck.

Ich hoffe, ich konnte euch mit der Beschreibung ein wenig helfen 😉