Earth Rocks: Mond ~ Ausschreibung

Eigentlich wollte ich ja gestern Märchen für die Ausschreibung der eROTischen Märschen schreiben. Aber ich kam gestern einfach nicht zurande. Es klappte nicht und es wollte einfach nicht. Zwei Anfänge hatte ich, dass wars aber auch schon.

Den ganzen Tag saß ich gestern am PC und habe noch mit Mühe und Not zwei Seiten von Kapitel 1 von meinem Roman noch abgeschrieben.

Heute habe ich dann erfahren, dass Earth Rocks eine Ausschreibung bis nächsten Sonntag zum Thema Mond hat. Gut, ich habe erst einmal nur gelesen, dass sie eine Ausschreibung veranstalten. Als ich dann den Text ausgedruckt und mir durchgelesen habe, entdeckte ich, huch, bis nächsten Sonntag. Und dann wollen sie auch noch 16.000 Zeichen (mit Leerzeichen, wie bei den meisten Ausschreibungen).

Okay, fangen wir einfach mal an zu schreiben. Und was soll ich sagen, ich hatte wieder so eine spontane Idee, wie damals bei der Coming Out Geschichte und habe innerhalb von circa drei Stunden eine zweiseitige Geschichte geschrieben. Klar, die muss noch überarbeitet werden. Denn so ist sie noch ein wenig platt. Aber sonst muss ich sagen, mir gefällt sie.

Ich habe mir den Text jetzt ausgedruckt und werde diese die Woche überarbeiten und ergänzen (habe noch einige Zeichen frei um zu löschen und platt zu machen und so weiter). Dann werde ich die Geschichte einsenden und einfach mal sehen was daraus wird. Ich habe hier ein gutes Gefühl, was natürlich nichts zu bedeuten hat. Aber ich denke mal, wenn man bei einer Geschichte ein gutes Gefühl hat, ist es mehr Wert, als diese mit Bauchschmerzen los zu schicken (wie bei meiner ersten Geschichte, die ich mal eingesendet habe und bis heute auf die Absage warte 🙂 ).

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Anthologieausschreibung: eROTische Märchen vom Wortkussverlag

Na klar, nach meinem ersten Erfolg mache ich mich nun auf, eine neue Geschichte zu schreiben. Der Wortkuss Verlag hat nämlich eine Ausschreibung zum Thema eROTische Märchen ausgeschrieben.

Und zur Zeit bin ich dabei, mein erstes Märchen zu schreiben.

Wer daran teilnehmen will, findet unter dem zweiten Link alle wichtigen Bedinungen.

Wichtig:

Es können drei Geschichten/Märchen eingesendet werden.

Jedes Märchen sollte maximal 12.000 Zeichen haben (mit Leerzeichen).

Die Farbe Rot (deswegen ist dieser Teil besonders hervorgehoben) muss eine wichtige Rolle spielen.

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2009

Weitere wichtige Punkte wie, dass die Geschichte nicht öffentlich zugänglich sein darf oder gar veröffentlicht ist, ist bei den meisten Ausschreibungen schon ein Muss. Weiterhin wird auf dem Blog (erster Link) Fragen zu allen wichtigen Themen beantwortet, wie zum Beispiel, dürfen es auch Homoerotische Märchen sein und so weiter.

Wer mitmachen will, der/dem drücke ich die Daumen. Ich werde auf alle Fälle was einschicken. Aber nicht sofort, weil ich mir noch die Zeit gönnen will, die Märchen zu überarbeiten.

Sensual Wicca Tarot oder auch Sexy Wicca Tarot ~ Nada Mesar & Artwork by Elisa Poggese

Wichtige Grunddaten:

Spielkarten: 64 Seiten
Verlag: Lo Scarabeo; Auflage: De Luxe edition (31. Mai 2007)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 888395727X
ISBN-13: 978-8883957277

Lo Scarabeo hat das sogenannte Sensual Wicca Tarot herausgebracht, was gelegentlich das Sexy Wicca Tarot genannt wird. Da ich zur Zeit (auch aufgrund einiger erotischer Darstellung, ich gestehe) mit diesem Deck (und einem zweiten) meine Geschichte schreibe, bleiben mir die Bilder besonders im Kopf hängen. Teilweise, so muss ich gestehen, verstehe ich nicht sonderlich gut die Aufteilung der Bilder.

Die große Arkana:

Das sind die Karten der großen Arkana. Wer genau hinsieht, wird bemerken, dass immer wieder erotische Darstellungen zum tragen kommen. Manchmal passend, manchmal denke ich mir, musste das jetzt sein (ich bin bestimmt nicht prüde, aber es gibt Erotikdarstellungen, die eben nicht sinnig sind). Da die große Arkana jedoch mit Archetypen und derartiges arbeitet, kann man hier eindeutig sagen, es funktioniert. Man findet die mögliche Bedeutung der Karten in diesen Bildern und man kann damit arbeiten.

Eine Besonderheit ist auch, dass hier nicht nur Weiße vorkommen, sondern auch Menschen anderer ethnischen Gruppen. Und das beste kommt noch. In der kleinen Arkana treffen wir sie wieder.

Die kleine Arkana:

Die kleine Arkana hat die oben genannte interessante Idee, dass viele der Figuren der großen Arkana auch in der kleinen zu finden ist. Man kann quasi eine Art Verbindung/Freundschaft aufbauen und sie somit besser kenennlernen. Und ich denke, viele können auch mit den Karten gut arbeiten. Zumal viele Karten sich miteinander verbinden lassen. Jedoch hätte ich mich gefreut, wenn es nicht so wild durcheinander ginge 🙂

Ich stelle am besten die Farben in einem Fließtext vor, ist mir so heute morgen ebenfalls im Halbschlaf eingefallen, lachZ.

Die Stäbe:

Die Stäbe fangen ganz klassisch mit einem Salamander auf einem Stab an (As der Stäbe). Blauer Hintergrund und sonst keine Besonderheiten wie ich finde. An den Asen selber störe ich mich übrigens in keinster Weise (okay, ein Hintergrund bei dieser Karte wäre vielleicht noch wünschenswert gewesen, aber gut, man kann nicht alles haben ^^). Mit den 2 der Stäbe reisen wir in die Wüste, vermutlich Ägypten, wegen den Pyramide. Wir sehen zwei nackte Männer, die sich scheinbar nahe stehen und uns den Rücken zudrehen. 3 der Stäbe zeigt ebenfalls die beiden Herren, wobei wir sie nun sehen können und gleichzeitig eine nackte Frau (mit einem doch etwas seltsam geformten Gesäß ^^). Bei 4 der Stäbe dürfen die beiden Herren im Kreise der Familie, des Dorfes oder des Clans, heiraten. Immer noch nackt, warum auch immer ^^. Ob sie sich jetzt daneben benommen haben oder nicht, weiß ich nicht, aber auf 5 der Stäbe werden sie alles andere als freundlich behandelt. Sie sind übrigens immer noch nackt. 6 der Stäbe zeigt das Paar von der Karte Der Wagen. Vermutlich hat es etwas mit dem Thema des Decks zu tun, dass die Frau eines ihrer Brüste zeigt. Sieht nicht sonderlich bequem aus. Bei 7 der Stäbe sehen wir unseren Stern wieder. Und auch bei 8 der Stäbe. Jetzt kommt wieder ein Quantensprung und wir landen im Kerker (9 der Stäbe) und auf dem Scheiterhaufen (10 der Stäbe. Das Mädchen der Stäbe reitet mit einem Stab über ein Feld, der Gefolgsmann der Stäbe sieht aus wie ein Ritter aus dem Mittelalter, die Mutter der Stäbe wie die bekannte Schlangenpriesterin (nur darf sie hier sitzen und muss keine Schlangen halten) und der Weiser der Stäbe scheint aus Afrika zu kommen.

Zwar wird bei den Stäben das Thema Feuer immer wieder behandelt (und sei es nur in der Wüste), aber man sieht hier schon deutlich, es wird hin und her gehüpft. Weiter stelle ich mir die Frage, was hat denn bitte schön Johanna von Orleon (die Karte 9 und 10 der Stäbe) in einem Wiccadeck zu tun? Es reicht ja schon, dass Menschen mit afrikanischen Hintergrund für das Deck ihren Kopf (bzw. sogar den ganzen Körper) herhalten müssen. Aber gleich eine historische Figur?

Die Kelche:

Der As der Kelche zeigt einen Fisch im Kelch, wie er herumspringt. Ebenfalls ein langweiliger Hintergrund ohne Besonderheiten. Da hat mich persönlich 2 der Kelche eher gefreut. Zwei küssende Frauen, die sogar ein wenig aktiver werden. Komischerweise tragen sie Kleider, während unsere Stabkerlchen nackt herumlaufen. 3 der Kelche zeigt die beiden Frauen von 2 der Kelche und eine Dritte im allbekannten Kreistanz der Kelche (ich nenne das mal so). Und bei 4 der Kelche ist die neue im Kelchtanz ein wenig deprimiert. Bei 5 der Kelche haben wir wieder einen Bruch. Zwei küssende Männer (mal wieder nackt) auf der einen Seite und auf der anderen Seite eine nackte Frau, die ziemlich wütend ist. Da könnte man sich fragen, warum sind hier zwei küssende Männer zu finden und die Frau regt sich auf und nicht andersherum ;). Mit 6 der Kelche haben wir sofort wieder einen Bruch. Denn nun sind unsere beiden Sonnenkinder wieder da. 7 der Kelche ist wieder ein Bruch zu finden. Ein Fisch im Wasser. 8 der Kelche zeigt unsere Kartenmutter, während 9 der Kelche uns den Kartengemahl zeigt. Und am Ende, 10 der Kelche kehren wir wieder zum Fisch zurück. Das Mädchen der Kelche ist hier mit dem Wassersymbol Muschel zu finden, während der Gefolgsmann der Kelche auf einem Delphin aktiv reiten darf. Die Mutter der Kelche sitze passiv auf einem Thron und der Weiser der Kelche ist wieder aktiv und diesmal sogar mit einem Orca.

Während bei den Stäbe der Wechsel zwischen den verschiedenen Gruppen nicht so schnell vonstatten geht, ist es bei den Kelchen um einiges schlimmer. Mich persönlich freut es sehr, dass der lesbischen Liebe wenigstens einer Karte geschenkt wurde (eben 2 der Kelche), aber ich frage mich schon, warum mussten die beiden Frauen jetzt direkt Kleider tragen, während die Männer die ganze Zeit nackt herum laufen dürfen. Wobei man sagen muss, hetereosexuelle Frauen sind auch nackt.

Die Schwerter:

As der Schwerter zeigt einen Adler mit dem Luftsymbol Schwert. Interessanterweise haben wir hier einen Hintergrund (ein sehr düsterer Himmel). Die 2 der Schwerter zeigt wieder unser Wagenpaar (jedoch kann man nicht erkennen, ob sie wieder ihre Brust so unbequem präsentiert). 3 der Schwerter, 4 der Schwerter, 5 der Schwerter und 6 der Schwerter zeigen (bis auf 5 der Schwerter als Bild) keine Personen, sondern eher Gegenstände. Erst 7 der Schwerter zeigt wieder eine Person. Ob sie jedoch die Transformation ist, sei einfach dahingestellt. Mit 8 der Schwerter beginnen wieder die Johannakarten. Wir finden sie noch auf 9 der Schwerter und 10 der Schwerter. Das Mädchen der Schwerter ist hier um einiges aktiver als einige andere Figuren. Dabei ist aber der Gefolgsmann der Schwerter wilder und beherzter. Die Mutter der Schwerter erinnert mich ein wenig an die eine Bibelgestalt, die unbedingt den Kopf eines Helden haben wollte (jaja, ich weiß nicht mehr den Namen) und hat in meinen Augen nicht viel mit einer Schwertkönigin gemein (man sieht auf der Karte nicht einmal ein Schwert und den Kopf schlägt man besser mit einer Guilotine ab). Der Weiser der Schwerter hingegen darf ein Schwert als Schmied herstellen.

In meinen Augen wurde bei den Schwertern viel Potential nicht genutzt. Immerhin waren vier Karten nur kalte Gebäude, die auf Anhieb nicht unbedingt viel zu sagen haben. Da hätte man bessere Bilder malen/wählen können. Ich persönlich bin von der Schwerterreihe doch eher enttäuscht.

Die Münzen:

As der Münzen zeigt einen Bär und einen waldigen Hintergrund. Auch hier wurde nicht an dem Hintergrund gesparrt. Warum dann beim As der Stäbe und Kelche? 2 der Münzen zeigt die klassische Jonglierfunktion mit dem Sonnenmädchen (ob sie die Närrin ist, sei dahingestellt). 3 der Münzen ist eigentlich völlig aus dem Rahmen gestellt, da man die Figur nicht kennt. Dagegen aber den Jungen auf 4 der Kelche, wobei man fragen kann, was ein „Indianer“junge auf einer Burg zu suchen hat (ob der Junge wirklich von den UreinwohnerInnen Amerikas abstammt, weiß ich nicht, sieht doch aber sehr danach aus). 5 der Münzen zeigt wieder unser Sonnenpärchen und 6 der Münzen spricht in meinen Augen eine sehr eindeutige Sprache über die Herkunft des Jungen. 7 der Scheiben (oder Münzen oder wie auch immer ^^) zeigt unsere schwangere Kartenmama und 8 der Scheiben unseren Sternenmann. Bei 9 der Scheiben hat unsere Kartenmama ihr Kindchen endlich bekommen (hatte ja auch eine lange Reise durch die kleinen Arkanas) und bei den 10 der Scheiben wissen wir auch, wer der Papa ist. Nur irgendwie sehen allein die Kinder auf diesem Bild glücklich aus. Das Mädchen der Scheiben wirkt eher wie eine Eremitin als wie eine junge Frau, welche die Erde in sich vereint. Der Gefolgsmann der Scheiben wirkt wie ein Jüngling, fast wie eine Frau, die Männerkleidung trägt. Die Mutter der Scheiben ist vermutlich unsere Hohepriesterin und der Weiser der Scheiben ist in den Wald zurückgekehrt.

Ehrlich gesagt, bei den Scheiben habe ich ein wenig mehr nackte Haut erwartet als bei den anderen Kartenfarben. Denn immerhin steht diese Reihe für Reichtum und Nahrung und ähnliches. Und wieso nicht gerade hier ein wenig Erotik, gar Sex einbauen? Kelche und Scheiben wären für entsprechende Kartendarstellungen am besten gewählt, dann die Stäbe und am Ende die Schwerter.

Desweiteren (das Deck schreit jetzt nach dieser Aufteilung förmlich, also rupfe ich es auch so auseinander) ist die Aufteilung der entsprechenden Pärchen nach sexueller Ausrichtung auch sehr interessant:

Hetenpärchen: Der Initiand, Die Liebenden, Der Wagen (auch wenn sie nur Händchen halten mögen, es ist weibchen/männchen Aufteilung), Obsession (wobei man noch den Unterpunkt Bondage und Dreier einbauen könnte), Ausbruch, Die Sonne, Einheit, 6 der Stäbe, 5 Kelche (immerhin war der Mann scheinbar mit der Frau zusammen), 6 der Kelche, 2 Schwerter, 5 der Scheiben, 6 der Scheiben und 10 der Scheiben.

Bipärchen (geht schneller ^^): 3 der Stäbe (könnte man zumindest behaupten, ich tue es einfach mal) und 5 der Kelche (früher Frau, heute Mann).

Schwulenpärchen: 2 der Stäbe, 3 der Stäbe (denke, dass ist eher der Hintergedanke), 4 der Stäbe, 5 der Stäbe und 5 der Kelche (früher Frau, dann Mann).

Lesbenpärchen: 2 der Kelche (hier scheint es ja sehr klar zu sein) und 3 der Kelche (okay, hier interpretiere ich eindeutig mal was hinein, es ist nicht klar, ob die alle drei was miteinander haben, aber immerhin zwei der drei).

Okay, jetzt könnte man noch weitere Bildanalysen machen, aebr ich finde die Pärchenkarten sehr interessant. Und ich persönlich werde mir so meine Gedanken dazu machen.

Das Büchlein, ich gestehe, habe ich bisher nicht durchgelesen. Nur die eine Bedeutung und die kann ich mit dem Bild nicht in Verbindung bringen. Das einzig gute an dem Deck ist, dass überhaupt Pärchen zu den sexuellen Ausrichtungen rankommen. Sonst hätte ich schon längst ein anderes genommen 🙂 Mal sehen, vielleicht finde ich da noch was ^^

Respekt und Gegenrespekt

Ich habe gerade diesen interessanten Beitrag gefunden und gelesen. Die Krähe schreibt erst einmal über egoistische Menschen und kommt dann zum Thema Hass und Liebe in extremer Form.

Wir leben leider aktuell in einer Welt, in der es scheinbar eher legitim ist, jemanden den Hals umzudrehen als jemanden einen Kuss zu geben. Immer wieder gibt es Berichte von amerikanischen SchauspielerInnen, dass sie bemängeln, in Filmen keine direkte Nackt- oder Liebesszene zeigen zu dürfen. Aber in Filmen jemanden zu ermorden, gar Selbstjustiz zu üben, dass ist völlig in Ordnung. Während sogenannte Anstandswauwaus gegen Filme mit Erotik und Liebe vorgehen.

Auch bei den Büchern kann man es sehen. Während es noch legitim ist Krimis, Thriller oder Horrorbücher zu lesen, wird man schräg von der Seite angeschaut, liest man gerne Liebesromane (gar die Nackenbeißer). Unabhängig mit was für einen Inhalt wir es zu tun haben, Liebesromane ist weibisch und hat man nicht zu lesen (das ist übrigens nicht meine Meinung, was vielleicht so rüber kommen könnte, sondern es denken zu viele andere Menschen entsprechend darüber).  Und über Erotikromane brauchen wir uns erst gar nicht zu unterhalten (wobei der Grad zwischen einem Erotikroman und einem Porno in schriftlicher Form doch sehr fließend ist).

Hass, Gewalt und Mord wird akzeptiert, aber Liebe, Sex und Erotik hingegen nicht. Dabei sind gerade die drei letztgenannten wichtig um ein Kind zur Welt zu bringen (was dann von vielen auch als legitim angesehen wird, eben das Kindchen zur Welt zu bringen, aber bitte ohne den Zwischenweg Sex zu erwähnen oder gar Spaß daran zu haben, da sind auch einige ganz komisch). Eigentlich schade.

Was aber in dem Bericht noch vor kam, war ein Zitat ihres Sohnes. Im Grunde genommen brauche ich hier kein direktes Zitat aufführen, denn wir alle haben davon schon einmal in irgendeiner Form gehört, gelesen, vielleicht gar selber gesagt.

Respektiere mich und ich respektiere dich.

Oder

Wenn du mich nicht respektierst, dann respektiere ich dichnicht.

Oder

Ich respektiere den, der mich respektiert.

oder, oder, oder …

Man kann diese Sätze in jeglicher Form schreiben, sie beinhalten alle das gleiche. Entweder du bringst Respekt mir gegenüber auf oder du kannst es vergessen, dass ich dir Respekt entgegen bringe. An sich ist das eine logische Idee, doch ich sehe darin ein verdammt großes Problem.

Jetzt nehmen wir mal folgendes an: Du als LeserIn dieses Beitrages und ich (erdwurzelchen Wolfskatze) treffen aufeinander. Da wir beide ein wenig komisch im Kopf sind (sonst würde der folgende Vergleich keinen Sinn machen), können wir ahnen, dass Streit vorprogrammiert ist. Wir treffen aufeinander und wir beiden haben diese Regel im Kopf. Entweder du bringst mir Respekt entgegen oder ich respektiere nicht. Nur das Problem ist jetzt, wenn von uns beide niemand bereit ist den ersten Schritt zu machen, weil wir beide diese fixe Idee im Kopf haben, dass die andere Person mit dem Respektgeben gefälligst anzufangen hat, wer bitte schon soll dann den ersten Schritt machen? Das hier ein hausgemachtes Probelm vorliegt, dürfte wohl auf der Hand liegen.

Marshall B. Rosenberg hat diverse Bücher zum Thema Gewaltfreie Kommunikation geschrieben. Damit meint er, dass wir, wenn wir reden, den anderen Menschen Gewalt antun. Und wenn wir aufhören Gewalt in der Sprache zu übertragen ist es auch eines Tages möglich, die Gewalt über kurz oder lang aus unserem Leben zu verbannen.

In seinem Buch „Gewaltfreie Kommunikation – Eine Sprache des Lebens“ geht Rosenberg auch auf den Respektgedanken ein. Um es sinngemäß zu zitieren, er hat folgendes gesagt:

Bring den anderen Menschen Respekt entgegen und hoffe dann, dass du Respekt erhältst. Alles andere ist unrealistisch.

Damit sagt er eindeutig, und ich stimme ihm voll und ganz zu, wenn ich nicht in der Lage bin als erste Respekt zu bringen, wie kann ich dann bitte schön erwarten, dass man mir Respekt entgegenbringt?

Um auf mein oben konstruiertes Beispiel zurückzukommen: Wenn du (als LeserIn) und ich zusammenstoßen und wir beide uns automatisch Respekt entgegenbringen, dann ist doch unsere Beziehung automatisch anders, als wenn wir erwarten, dass die/der andere anfängt. Unser Umgang wird automatisch anders sein, vermutlich freundlicher und auch höfflicher, vielleicht sogar liebevoller (damit meine ich keine romantische Liebe).

Seit ich diesen Satz damals gelesen habe, habe ich für mich beschlossen, allen Menschen automatisch Respekt entgegenzubringen. Unabhängig der Tatsache ob sie es angeblich verdient hätten oder nicht. Wer bitte schön entscheidet schon, wer Respekt verdient hat oder nicht? Von mir kriegen alle gleichermaßen Respekt. Man muss dafür bei mir nichts tun. Aber man sollte nicht vergessen, Respekt kann man auch verlieren. Und dann kann es bei einigen sehr schwer sein, diesen wieder zu erlangen.

Vielleicht sollte man die eigene Haltung diesbezüglich ein wenig überdenken. Denn ich denke, viele Probleme beruhen eben auf dieses Problem. Entweder ich kriege Respekt oder gebe keinen. Eine Lösung, wer aber beginnen soll, wenn doch alle eben Respekt für sich einfordern, die sehe ich nicht.

Kurzgeschichte ~ Ohne Veröffentlichung?

Ich habe gerade eine Kurzgeschichte zu Ende geschrieben. Warum ich das erzähle? In diesem Fall weniger, weil ich mich damit brüsten will.

Na gut, eine Sekunde, okay? *brüst* Das reicht 🙂

Darum geht es mir aber nicht. Denn mein Problem wäre ja, ich würde vielleicht eines Tages versuchen diese und andere Kurzgeschichten in einer Anthologie zu veröffentlichen. Dazu müsste ich ja eigentlich diese Geschichten jemanden zum lesen geben. Denn gerade bekam ich wegen meiner Hierrath Geschichte einige Verbesserungsvorschläge, weil ich einfach seeehr komische Sätze geschrieben habe (Danke Dave). Aber wenn ich mir allein schon die Thematik ansehe, da kommt meine selbstgegründete FSK Einstufung hoch.

FSK Rot Werd Peinlich.

Da stelle ich mir die Frage, warum kann ich nicht einfach jemanden bitten, hei, ich habe hier eine erotische Geschichte, könntest du dir die mal durchlesen und kritisieren?

Und da ist das Wort schon gefallen: erotisch.  Gut, die Geschichte an sich ist jetzt nicht so erotisch, dass man wirklich rote Ohren kriegen könnte. Aber es geht schon in die Richtung (und theoretisch hätte ich da noch einiges im Ärmel). Warum kann ich das also nicht?

Oder auch anders ausgedrückt, warum scheint es überhaupt für manche Menschen ein Problem zu sein sich mit der Thematik Erotik und alles drum herum auseinanderzusetzen? Ich habe diesbezüglich schon die interessantesten Diskussionen in diversen Foren verfolgt, da musste ich zwar ein wenig schmunzeln. Besser bin ich aber, wie man an diesem Beitrag sehen kann, nicht unbedingt.

Andererseits, ich habe vorhin schon nach einem möglichen Verlag mal geguckt (ja, ich bin so eine, nicht mal etwas fertig und schon mal gucken, ob da nicht wer was veröffentlichen kann) und bisher gäbe es einen Verlag, der wäre interessant. Zur Zeit nehmen diese aber keine Manuskripte mehr an. Es gibt eben sehr viele AutorInnen allein in Deutschland.

Aber gut, die meisten suchen ja eher Romane, weniger Anthologien. Und an einer solchen schreibe ich nebenbei (ja, neben meiner Jugendnovelle und neben meinem Roman, ich brauche auch eine gewisse Abwechslung von den Sachen und Kurzgeschichten eignen sich eigentlich hervorragend dafür).

Nun gut, dann werde ich mal gucken, ob ich mich überwinden kann. Nerven tut es trotzdem.

Übrigens, wenn jemand einen Verlag kennt, der eine lesbische Anthologie veröffentlichen würde, über Sachdienliche Hinweise freue ich mich immer wieder gerne 🙂