Die kleine Arkana ~ Eine Reise und Unterschätzung

Wir kennen alle die Reise des Helden oder der Heldin durch die große Arkana. Der Narr oder die Närrin fangen bei der Karte mit der I an und hören erst auf, wenn sie bei der XXI sind, nur um dann wieder von vorne anzufangen.

Im Grunde genommen gibt  es auch so etwas bei der kleinen Arkana. Doch habe ich selber dies nur in zwei Tarotdecks berücksichtigt gefunden (es kann natürlich mehr geben, nur habe ich bisher diese noch nicht gefunden). Und zwar einmal im Tarot der Medizinfrau und Elfen und Feen Tarot. Mehr erst einmal nicht.

Häufig ist es pro Farbe (also die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft) eine Person, gelegentlich auch zwei, die dich auf die Reise mitnehmen. Diese Reise geht vom Ass (in manchen Decks auch die Karte 1) bis zur zehnten Karte. Die Personenkarten sind dann etwas anderes.

Ich finde es schade, dass bisher so wenig auf die Reise der kleinen Arkana eingegangen wird und jede Karte in vielen Decks mehr oder weniger für sich alleine steht (da fällt mir gerade ein das Goddess Tarot hat für jede Farbe eine Göttin, also gibt es doch noch ein paar Decks, die sich darum bemühen).

Aber auch sonst habe ich das Gefühl, dass die kleine Arkana häufig unterschätzt wird. Natürlich haben sie nicht die gleiche, ich sage das mal jetzt so banal, „Macht“ wie die große, aber deswegen sind sie nicht weniger wertvoll.

Schauen wir uns doch mal an, auf welcher Ebene wir die Karten deuten können. Und ich möchte betonen, ich habe noch nicht angefangen und mir fällt da schon einiges ein. Wer weiß was am Ende des Monats kommt (wie man merkt, habe ich heute ein Karte aus der kleinen Arkana gezogen, die ich diesen Monat auseinanderrupfe, die arme Karte).

  • Das Bild: Wenn man ein Deck hat, wo die kleine Arkana bebildert ist (ist nicht immer so), dann kann man schon alleine damit arbeiten. Es kann eine Alltagssituation sein, etwas mythisches und vieles mehr.  Aber hier fängt die Arbeit schon an.
  • Die aufrechte Bedeutung: Natürlich ist das auch bei der großen Arkana möglich, aber eben auch bei der kleinen.
  • Die umgedrehte Bedeutung: Auch hier gilt das gleiche wie bei der aufrechten Bedeutung.
  • Numerologie: Klar, kann man auch das bei der großen Arkana benutzen. Aber in der kleinen bekommt es eine andere Bedeutung. Denn während bei der großen Arkana die Numerologie eher dafür benutzt wird die Karte in sich zu deuten, empfinde ich es bei der kleinen Arkana als Reise. Die Zahl Ass/1 wird als Anfang gesehen und mit jeder Karte steigert sich die Reise, die Erfahrung die Bedeutung. Die Zehn makiert das Ende der Reise.
  • Element: Wird meiner Meinung nach in der großen Arkana eher vernachlässigt (auch von mir übrigens, bisher). Aber in der kleinen Arkana bekommen sie eine besondere Bedeutung. Denn wenn ich z.B. die 8 der Scheiben deute, dann hat sie aufgrund der Zugehörigkeit zur Erdfarbe eine andere Bedeutung als wenn ich die Karte 8 der Kelche deute, die zum Wasser gehören. Daher ist es auch gut, wenn man das Element hinter der Karte betrachtet.
  • Numerologie/große Arkana: Wer sich mit der kleinen Arkana auseinandersetzt, kann dies auch im Zusammenhang mit der großen. Denn wenn ich die 8 der Scheiben wähle, kann ich gleichzeitig den Erdaspekt der Karte 8 der großen Arkana (entweder die Gerechtigkeit oder die Kraft, je nachdem mit welchem System zu arbeitest) betrachten und einarbeiten.
  • weitere Punkte …

Es gibt natürlich noch viel mehr Punkte, unter die man die Karten deuten kann. Ich kenne sie nur noch nicht alle. Aber dafür habe ich ja jetzt den Februar Zeit.

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2009 ~ Das Jahr der Hand

Kann es sein, dass das Jahr 2009 das Jahr der Kreativität ist? Zwar hatte ich letztes Jahr schon das Bedüfnis einiges selber zu machen, aber nun gut, da hatte ich größere Gedanken als Taten. Doch ich habe nie irgendwie gelesen, ich habe dieses vor oder jenes oder überhaupt etwas.

Und dieses Jahr scheint es mir so zu sein, dass jede zweite Person (mindestens) ein kreatives Projekt hat (mindestens eines). Die Tatsache, dass ich schon einige Projekte habe, ist für mich schon verwunderlich (und mit den Bildern aus dem vorherigen Beitrag habe ich sogar den ersten Schritt gemacht). Aber mir scheint es eben, dass um mich herum der kreative Wahn ausgebrochen ist.

Und ich möchte betonen, ich finde es wunderbar.

Zur Zeit suche ich nach Wolle, weil ich jetzt schon mit etwas anfangen will, was ich dann zu Jul verschenken mag. Da es mehrere Personen betreffen soll (im positiven Sinne möchte ich meinen), erzähle ich auch nichts weiter. Um genau zu sein, sind es in dieser Hinsicht zwei mögliche Projekte.

Dann werde ich die Tage ein Engelsbild malen um das für meine Urkunden für die Engelssysteme zu nutzen. Da muss ich mir kein Kopf machen, dass ich irgendein Urheberrecht verletze, niemanden um Erlaubnis fragen und so weiter.

Ich habe mir auch überlegt Runenschals zu stricken, dass wäre dann die Steigerung zu den verschiedenfarbigen Schals, die ich sonst mache.

Aber auch nähen ist dieses Jahr hoffentlich ein Thema. Denn ich will mir meinen eigenen Adventskalender (also die Säkchen dazu) selber nähen und mir dann selber etwas gutes tun. Außerdem möchte ich so eine Flickendecke nähen. Das war mal bei den Simpsons ein Thema. Also jetzt nicht aus Flicken, sondern jedes Mitglied der Familie von Marge hat ein Rechteck für eine Decke genäht. Das Knecht Ruprecht diese Decke zerstört hat, erwähne ich mal nicht 🙂 Und so etwas möchte ich auch machen. Da die Sache mit den Kinderchen erst einmal nichts wird, werde ich das anders machen (kann ich ja immer noch ändern): Und zwar jedes Jahr solch ein Rechteck. Und zwar zu den Themen, die mich in dem Jahr bewegt haben.

Natürlich möchte ich dieses Jahr endlich wieder aktiv schreiben. Immerhin habe ich bis nächstes WS Zeit (da fangen die meisten Fächer an der Uni für die Erstis an, außer Theologie, dass könnte ich auch zum SS studieren). Natürlich mein Roman und dann auch magische Sachen, die ich dann in einigen Jahren veröffentlichen möchte. Irgendwie bin ich genügsam geworden. Vor ein oder zwei Jahre hätte ich gerne alles gestern veröffentlicht und jetzt rede ich von Zeiträumen, die Jahre umspannen.

Naja, dann kommen natürlich noch weitere elf Tarotkarten samt Bilder und weitere elf Runen mit ausführlicher Beschreibung dran. Aber dazu muss ich ja fast nichts mehr sagen.

Und magisch möchte ich mich demnächst mehr mit den Elementen beschäftigen. Also Erde, Feuer, Wasser und Luft (eine Erdliste mit verschiedenen Göttinnen habe ich schon mal veröffentlicht). Und da kriege ich demnächst drei Bücher von Ulrike Ascher (danke an Herzkammerkuss). Da kann ich schon mal damit anfangen.  Und zusätzlich möchte ich mich mehr mit meinen eigenen Wurzeln beschäftigen (daher passt der Nick erdwurzelchen sehr gut, nur was mache ich, wenn der mal nicht mehr passen sollte?). Und damit meine ich die germanischen und slawischen Wurzeln, die ich mitvererbt bekommen habe. Leider gibt es zum slawischen Thema kaum gute Literatur. Zumindest habe ich kaum etwas gefunden. Und wenn, dann werden die Bücher nicht mehr aufgelegt und gebraucht werden die auch nicht verkauft.

Auch sonst habe ich vor sehr viel mehr magisch zu arbeiten. Tarotkarten legen, Runen werfen, Kerzenmagie, Sigillenmagie, Knotenzauber und all diese Dinge. Aber auch die Grundlagen möchte ich dieses Jahr wieder aufarbeiten (habe ich schon einige Zeit nicht mehr praktiziert). Damit meine ich ganz banal visualisieren, meditieren und so weiter. Damit werde ich zu Imbolg anfangen und bis dahin einen Plan aufschreiben, was ich die nächsten dreizehn Monde machen werde 🙂

Also es wird ein Jahr der Hand. Beim We’Moon Kalender geht es ja auch um Gaias Rhythmus und um Scheidewege, wo wir unseren Weg finden sollen. Und ich denke das die Kreativität mit der Hand ein guter Anfang ist. Denn wenn wir mit den Händen arbeiten, kommen wir zu unseren Wurzeln. Denn wir erfahren die Welt mit der Hand, weniger mit den Augen oder gar mit unseren Gedanken. Ich kann einen Baum sehen, ich kann ihn aber noch viel besser fühlen und spüren, wenn ich seinen Stamm berühre, seine Blätter anfasse und all diese Dinge. Das bringt mit diesen Baum viel näher. Natürlich kommen auch die anderen Sinne zum Einsatz, aber spüren ist das erste und häufigst auch das wichtigste. Als Babys fassen wir alles an, um es zu erleben. Weniger riechen wir an der neuen Sache.

Daher lasst uns dieses Jahr viel anfassen und viel Kreativität mitnehmen. Strickt, näht, zeichnet, malt, stellt Schalen oder Figurinen her. Macht alles, was euch Spaß macht. Und wenn es nichts wird oder die anderen euch kritisieren, weil es ihnen nicht gefällt, denkt daran, sie haben es umsonst. Es geht in diesem Fall immer um euch. Und natürlich müsst ihr eure Werke nicht zeigen.

Ich wünsche euch viel Spaß dabei.

Element Erde – Eine Liste der Erdgöttinnen und -götter

In den meisten Büchern wird die Arbeit mit den Elementen sehr groß geschrieben. Bisher, muss ich gestehen, habe ich das ein wenig zu sehr vernachlässigt. Daher wird neben der Krafttierarbeit in der nächsten Zeit auch die Arbeit mit dem Element Erde an erster Stelle stehen.

Ich habe mal spontan ein wenig nach Göttinnen und Götter zum Thema Erde gesucht und dabei eine kleine Liste zusammengestellt. Diese Liste hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder derartiges 😉

  • Cipactli (Aztekische Göttin)
  • Gaia (Griechenland)
  • Kore (Griechenland)
  • Larentia (etruskische Göttin)
  • Papatuanuku (Göttin der Maori)
  • Sabine (habe ich gefunden aber natürlich keine Herkunft angegeben)
  • Tara (aus dem Hinduismus – hierbei besonders die Grüne Tara)
  • Geb (Ägypten)
  • Urash/Ki (Sumer)
  • Aruru (Akkadien)
  • Armaiti und Zam (Altiranisch)
  • Rheia (Griechenland)
  • Hera (Griechenland)
  • Danae (Griechenland)
  • Demeter (Griechenland)
  • Maia (Griechenland)
  • Pandora (Griechenland – hätte ich zwar nicht gedacht, aber irgendwie ahnte ich es, dass sie mehr ist)
  • Semla (Etruskien)
  • Tellus (Römisch)
  • Fjörgyn (Germanisch)
  • Gerdr (Germanisch)
  • Jörd (Germanisch)
  • Thrudr (Germanisch)
  • Holda (Germanisch)
  • Nerthus (Germansich)
  • albische Kornmutter (Germanisch)
  • Danu (Ana) (Keltisch-Irisch)
  • Dagda (Keltisch – Irisch)
  • Apia (Skythen)
  • Puschkaitis (Preußen – echt jetzt?)

Natürlich werden die Göttinnen und Götter der Erde mit dem Ackerbau gleichgesetzt, denn wo könnte man des denn sonst betreiben. Aber auch Fruchtbarkeit und, da war ich sogar ein wenig überrascht, Liebe. Gut, Fruchtbarkei kann auch mit Liebe zusammenhängen. Aber das ist ja kein Muss. Ich kann ja fruchtbar sein (zum Beispiel kreativ sein) ohne zu Lieben … wobei wenn ich jetzt mal so darüber philosophiere, eigentlich nicht. Irgendwie gehört beides doch zueinander.

Denn wenn ich Liebe, kann ich auch unglaublich kreativ sein. Und wenn ich kreativ bin, muss ich letztendlich lieben, was ich mache. Sonst komme ich ja nicht von der Stelle. Also doch ein logischer Zusammenhang.

Das tolle ist ja, in der Liste habe ich schon die eine oder andere Lieblingsgöttin gefunden, mit der ich mich in Zukunft näher beschäftigen kann. Denn ich möchte mich ja mit der Erde auseinandersetzen und nun habe ich eine Göttin dazu, die einen direkten Kontakt dazu aufbauen kann.

Edit: Ich hole den Beitrag nach oben, da aufgrund der alten Blogbeiträge dieser einfach mal untergegangen wäre.