Der Turm ist fertig ~ Und in ewiger Bearbeitung

Ich habe gerade die vorerst letzte Überarbeitung des Turmes hochgeladen und bin erst einmal zufrieden damit. Nun kenne ich die Karte und am Sonntag werde ich dann die zweite Karte zur Bearbeitung ziehen. Natürlich wird die Bearbeitung niemals komplett abgeschlossen sein, denn man lernt niemals aus. Man wird immer wieder Aspekte lesen, erfahren und erleben, wo man sich dann sagt, oh, dass habe ich bisher noch nicht berücksichtigt, dass kommt in meine Unterlagen.

Das wird hier ebenfalls der Fall sein.

Und damit müssen wir uns abgeben. Denn nichts ist ewig und wir verändern und tagtäglich (auch wenn uns das nicht immer bewusst ist). Somit werden sich auf Dauer auch die Deutungen der Karten Stück für Stück verändern.

Zur Zeit habe ich sechs Seiten, davon knapp eine dreiviertel Seite für die Deutung (mit der umgedrehten Bedeutung, wer damit arbeitet) und auch die Reise der Heldin bzw. des Helden.

Und wem wunderts, jetzt wo ich für mich beschlossen habe, dass erst einmal der Turm vorbei ist, also die Bearbeitung, fallen mir wieder zehntausend Sachen ein, die ich noch dazu schreiben könnte. Und das werde ich auch tun, nach und nach wird mein Text über die Jahre ergänzt. Immerhin habe ich mir selber sechseinhalb Jahre gegeben, wo ich alle Tarotkarten kennen lernen möchte. Das ist sicherlich eine gute Zeit. Und das sagt eine, die alles am liebsten jetzt sofort und das bitte gleich haben möchte.

Früher habe ich versucht alles gleichzeitig zu machen, wollte dabei supermegamässig in die Tiefe gehen und habe es mehr oder weniger halbherzig umgesetzt. Es gibt eben Dinge, die brauchen ihre Zeit. Und das betrifft besonders solch ein komplexes Werk wie das Tarot. Das kann man nicht mit der Husch-Husch Mentalität lernen. Schön wäre es vielleicht, aber ich glaube, auf Dauer möchte nicht einmal ich dann von mir die Karten gelegt bekommen.

Also in dem Sinne, ich bin fast versucht die nächste Karte schon heute zu ziehen. Mal sehen ob ich mich zusammenreißen kann.

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Geschützt: Der Turm ~ Wolfskatzes Erarbeitung

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Tarotbücher der Anderen

Ich habe ja in dem Beitrag von gerade eben, habe ich ja geschrieben, dass jede Autorin und jeder Autor nach Jahren herausgefunden hat, wie man die Karten deutet. Es war übrigens P. Scott Hollander die das geschrieben hat. Ist mir gerade eingefallen.

Damit meint die Autorin von Tarot für Anfänger, dass jeder Mensch sich irgendwann einmal einen eigenen Zugang zum Tarot findet. Das drückt sich dann in der Sprache aus, welche sie benutzen.

Ein Beispiel? Aber gerne doch.

Der Turm.

Ich habe jetzt nach und nach eine eigene Bedeutung für die Karte erarbeitet, die ich für mich entdeckt habe. Gucke ich mir jetzt die offiziellen Bedeutungen anderer Bücher oder Heftchen oder was auch immer an, dann merke ich dort eine sehr depressive, negative Haltung. Das kann ich selber nicht mehr so ganz nachvollziehen.

Das ist eben das Problem, wer sich einen eigenen Zugang zum Tarot aufbaut, kann über kurz oder lang nicht mehr mit den Bedeutungen der anderen Bücher arbeiten. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich die Bücher von Mary K. Greer so sehr mag. Zwar gibt sie schon einige Sachen vor, aber letztendlich lässt sie dir absolute Freiheiten, was du machen kannst und was nicht. Man kann ihren Stil als Freistiltarotdeutung bezeichnen, unabhängig der Tatsache, ob es das Wort gibt oder nicht (und nun genug von der Schwärmerei für diese Dame ^^).

Also zurück zum Thema.

Es ist über kurz oder lang schon wichtig, wenn wir als LegerInnen eine eigene Sprache im Zusammenhang mit dem Tarot erschaffen. Denn nur so kann man die wirklichen Geheimnisse des Tarots ergründen.

Letztens meinte ich zu einem Mitchatter einmal, als er mich fragte ob man mit einem Tarot arbeiten könne (als Sammlerin war es eben Zufall das ich genau dieses Deck besaß ^^), dass es nicht darauf ankommt, ob ein Deck sich für AnfängerInnen oder Fortgeschrittene eignet. Denn wer sich mit einem Tarotdeck versteht, lernt dann die Sprache des Deckes kennen und kann dann regelrecht die Geheimnisse des Universums ergründen. Wer aber partout nicht die Symbole eines Tarots versteht, findet nicht mal den Weg zum nächsten Klo.

Das ist eine Mischung aus dem Tarot, welche die anderen uns zur Verfügung stellen (nicht alle können oder möchten ein eigenes Tarotdeck zeichnen, malen oder zusammenstellen egal wie) und unserem persönlichen Zugang zum Tarot. Wer das für sich geschafft hat, wird auch gute, sehr gute Deutungen ermöglichen (und wer dann sich noch den einen oder anderen Trick von anderen AutorInnen, ja auch wie Mary K. Greer, folgt, kann dann noch bessere Ergebnisse erzielen).

Eihwaz und der Turm

Oder anders ausgedrückt, wie zeigt es sich, wie blind Wolfi eigentlich ist.

Gestern war ich mit meiner Freundin und zugleich Arbeitskollegin S. unterwegs. Unter anderem haben wir ein wenig geschoppt, Mittag gegessen und dann waren wir in einer Buchhandlung, natürlich 🙂

Dabei habe ich spontan ein Muschelorakel und das Buch „Germanische Magie“ von Gardenstone (ISBN-10: 3866630034 oder ISBN-13: 978-3866630031) gekauft. Und ich blätterte natürlich zu Eihwaz, weil ich sehen wollte, was er denn darüber schreibt. Einerseits aus Neugier, andererseits aber auch um zu sehen, inwiefern ich recht habe mit meinen Deutungen.

Einige Deutungen überschneiden sich, in anderen Dingen hat Gardenstone andere Worte benutzt oder neue Erkenntnisse eingebracht. Also da hat sich schon einmal der Kauf gelohnt.

Doch dann sehe ich, dass er diverse Zuordnungen für jede Rune vorgenommen hat. Da findet man auch die Zuordnung zu den Tarotkarten. Und da fallen mir die Schuppen von den Augen. Eigentlich fraglich, wie blind ich sein kann. Denn der Turm wir der Rune Eihwaz zugeordnet.

Hallo, hätte ich da nicht selber drauf kommen können?

Immerhin habe ich Rune und Karte für den gleichen Monat gezogen, da sollte es mir doch eigentlich klar sein, dass sie irgendeine Gemeinsamkeit haben.

Aber so habe ich neue Erkenntnisse für mich gewonnen und die werde ich weiterhin verfolgen.

Der Turm XVI – Meine Karte

Da ich ja zur Zeit den Turm auseinandernehme (da kommt die Tage noch ein ausführlicher Text), möchte ich ja noch dazu eine Karte malen (also zur jeder Tarotkarte ein Bild).

Also habe ich mich heute hingesetzt und das erste Bild gezeichnet. Leider habe ich es mit den Farben versaut und ich war so wütend, dass ich kurz davor stand es zu zerreißen (ja, dass kann ich auch). Aber zum Glück habe ich es nicht getan, denn jetzt gefällt es mir. Ich muss ihr nur noch ein Hintergrund gönnen.

Kali und der TurmKali und der Turm

Dann habe ich ein neues Blatt genommen und sofort das Bild noch einmal gemalt. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich keine vernünftigen Buntstifte habe. Daher habe ich meine Aquarellstifte genommen. Das tat mir ein wenig weh, weil ich kein Wasser benutzen wollte.

Kali und der Turm 2Kali und der Turm 2

Das ist mein zweiter Versuch und ich muss sagen, beide Bilder haben etwas.

Übrigens, der Turm ist mit silberfarbenen Lippenstift ausgemalt und die Erde (das da was da unten ist ^^ ist mit Maskara ausgemalt worden).

XIV Der Turm

Ich habe gestern meine Tarotkarte für diesen Monat gezogen. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich hierbei um die Karte sechzehn, also der Turm.

Wenn wir uns die Karte in etwas traditionellere Decks anschauen (einfach zu der Karte runterscrollen bitte), dann sehen wir einen Turm, in dem ein Blitz aus dem Himmel einschlägt (wobei das mit dem Himmel logisch ist, denn woher sollen Blitze sonst kommen ^^) und zwei Menschen stürzen aus dem Turm. Ich habe mal gelesen, dass normalerweise es immer zwei Männer sind, einer ist ein religiöser Führer (wie zum Beispiel der Papst) und der andere ein König.

In modernern Tarotdecks stürzen meistens eine Frau und ein Mann zu Boden. Nicht immer kann man einen religiösen und/oder politisch/königlichen Bezug zu ihnen herstellen. Häufig werden sie im Kontext des Deckes gezeichnet. So findet man eben in Hexendecks zwei Hexen (jaja, eine Hexe und ein Hexer) die aus dem Turm stürzen.

Die Karte steht für einen Umbruch.  Wir haben uns abgesichert, unser Nest gebaut und fühlen uns ganz heimelig und schwupps, wird uns der Boden unter den Füßen weggerissen. Man glaubt sich sicher und dann bricht alles zusammen.

Ich habe mal gelesen, dass der Turm auch für den Turm von Babel steht. Wer sich ein wenig in der Bibel auskennt, weiß, dass die Menschen den Turm gebaut haben um Gott näher zu sein. Und zwar wollten sie ihm zeigen, wie toll und genial sie als Menschen sind und das sie ihm ebenbürtig seien (dir dürfte der Turmbau zu Babel sicherlich etwas sagen). Und weil Gott die Sache nicht so toll fand wie die Menschen, ließ er die Menschen mit anderen Sprachen sprechen und somit konnte sich keiner mehr verstehen und schwupps, stürzte das Ding ein. Im Grunde genommen kann man sagen, dass der Blitzschlag, der den Turm in den traditionellen Decks zum Einsturz bringt, Gott ist, der die Menschen für ihre Überheblichkeit straft.

Mal eine kurze Zwischenbemerkung, hat es dann eine Bedeutung, dass die herunterstürzende Menschen kirchlische und königliche Repräsentanten sind?

Ich sehe das so:

Der Turm geht in die Höhe. In den Himmel, weg von der Erde. Wir vergessen, wo unsere Wurzeln sind. Und der Turm stürzt dann ein, weil wir eben unsere Wurzeln, unsere Herkunft vergessen haben. Als Göttin für diese Karte sehe ich Kali, die Göttin aus dem Hinduismus (und ja, sie gehört zu meinen Lieblingsgöttinnen). Kali steht ja für den Tod und die Vernichtung. Doch gleichzeitig für Ordnung und Geburt. Denn ohne Tod gibt es kein Leben und ohne Leben kein Tod.

Kali, so sehe ich das, reist dich aus deinem Trott, zerstört alles, was du als sicher glaubst, um dir eine neue Möglichkeit zu geben, dein Leben in die Hände zu nehmen und es besser zu machen. Gerade dann, wenn man sich auf den falschen Pfad befindet aber fest daran glaubt, dass man das richtige tut.

Ich hatte zum Beispiel vor einigen Jahren ein Jobangebot und war der festen Überzeugung, dass alles so richtig war. Das war es eben nicht und dank des Turms wurde ich von diesen Weg losgerissen und geheilt, nicht das falsche zu tun.

Der Turm brach ein und zerstörte alles (ich war damals sehr geknickt). Aber letztendlich erwuchs daraus eine neue Hoffnung und eine neue Möglichkeit.

Normalerweise sagen wir in solchen Fällen, es hat nicht so sein sollen. Ich glaube eher, dass es genau so hat sein sollen. So und nicht anders. Natürlich können wir für eine Arbeit schuften, die uns nicht gut tut und uns einreden, dass sie das Beste ist, was uns passiert ist. Spätens beim nächsten Zusammenbruch werden wir dann merken, dass es aber nicht so ist. Und warum soll man nicht schon vorher gewarnt werden?

Aber auch wenn du deine Wurzeln vergisst, zerreißt sie dich und dein Leben und sorgt dafür, dass du wieder auf den Boden deiner Wurzeln kommst, damit du sie in die Erde wieder reinstecken kannst und sie wieder wachsen und Nahrung aufnehmen dürfen.

Also, runter auf die Erde.