Guck auf die Uhr und stell fest …

… es ist ganz schön viel Zeit ins Land gezogen.

Und habe ich mich in irgendeinerweise kreativ betätigt? Noach, die letzten Tage schon. Aber nicht unbedingt die letzten Monaten.

Habe ich fleißig gelernt? So fleißig, dass ich das Semester wiederholen werden?

Und wie sieht es sonst mit irgendeiner besonderen Tat aus? Nöch, ich doch nicht.

Aber alles ganz kurz in einer hoffentlich halbwegs vernünftigen Zusammenfassung. Im Grunde genommen war ich fleißig in Puncto lernen. Immerhin habe ich zwei von vier Einsendeaufgaben bei der Uni abgegeben (jaja, ich hätte noch zwei abgeben müssen, auch wegen Übungszwecken) und man lese und staune, ich habe beide bestanden.

Die erste eingesendete Aufgabe mit der Mindestpunkteanzahl von 50 Punkten. Ein wenig enttäuscht war ich, weil ich mir da wirklich so viel Mühe gegeben habe und ich halt dachte, dass ich besser abschneiden werde. Bei der zweiten Aufgabe, ich gestehe zum zweiten Mal, habe ich mir nicht sooo viel Mühe gegeben. Einfach drauf losgeschrieben und mal sehen, was daraus wird. Immerhin habe ich damit gerechnet, dass ich durchrasseln werden. Denkste: Ich habe die Aufgabe sogar mit 51 Punkten bestanden. So ganz nachvollziehen kann ich nicht, wie das sein kann, aber ich bin trotzdem glücklich.

Da ich aber für mich entdeckt habe, dass ich das mit dem lernen völlig falsch angegangen bin und vor allem, weil ich das mit dem Gutachtenstil noch nicht so gut drauf habe, entschloss ich mich, dass erste Semester zu wiederholen. Einfach noch einmal die Zeit nehmen und alles von der Pike auf an lernen. Dazu habe ich hier ja zwei Bücher liegen und mal sehen, was sich daraus entwickelt.

An meinem Roman habe ich erst vor kurzem wieder angefangen zu schreiben. Da ich jeden Tag zwei Stunden gelernt habe und irgendwann hat man natürlich keine Lust mehr, noch was anderes zu machen, bin ich diesbezüglich ziemlich ins Hintertreffen geraten. Aber ratet mal, joah, Ideen habe ich mehr als genug. Und eine finde ich gerade so faszinierend, dass ich sie über kurz oder lang auf alle Fälle verfolgen werde. Aber mehr, wenn es mehr zu berichten gibt. Wenn ich diesen Beitrag fertig habe, werde ich mich bezüglich meines Hauptprojektes dran machen und einen wichtigen Charakter erst einmal plotten.

Wobei ich faszinierend finde, als ich mit dem fiktiven Geburtsdatum den Mondzeichnen errechnete, stimmten die dargestellten Charakterzüge so sehr mit der Figur überein, wie ich sie sehe, dass ich mir nur dachte, hä? wie kann das denn sein? Ist das jetzt ein Zeichen oder ist das ein Pups?

Ansonsten habe ich beschlossen japanisch zu lernen. Ich hatte mal einen Traum gehabt, in der ich bei einer Konferenz war und zuerst tat ich nur so als ob ich die Sprache beherrschte und auf einmal konnte ich es. Ich glaube, dass hat schon etwas zu bedeuten. Und zumindest probieren kann man es ja mal :o)

Ich lebe, bin gerade in einem gewissen Robert Downey Jr. Fieber (hört euch mal seine Musik an, dann wisst ihr wieso) und werde mich langsam mal wieder aktiver überall einbringen. Bis die Tage dann ^^

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[Romanprojekt] Zwischenbericht – Tarotkarten

Ich habe jetzt die Grundlagen für meine drei Hauptcharaktere für den Krimi fertig (und was soll ich sagen *hüstel*, damit habe ich mehr getan *hüstel* als für meinen letzten Krimi *hustenkrampf*).

Dabei habe ich für die Charaktereigenschaften, für die Ziele und Hoffnungen und so weiter natürlich zum Tarot gegriffen (wundert das noch jemanden? na ja, egal ^^).

Daher hier noch ein Tipp von mir 🙂

Wenn die erste Karte, die man gezogen hat nicht sofort zusagt oder eine Eingebung oder Deutung oder was auch immer gibt, ruhig einige Minuten länger darüber nachdenken und nicht sofort die Karte zurücklegen um eine neue zu ziehen. Ich habe das gemacht und mir sind dabei einige interessante Aspekte aufgefallen, die besonders meinen dritten Hauptcharakter betreffen.

In dem Sinne, gutes schreiben 🙂

[Romanprojekt] Der Charakter (Teil 1) – Die Grundlagen

Ich habe nun den Grundlagenplot geschrieben (habe ich übrigens wirklich und erzähle das nicht nur herum 🙂 ). Nun weiß ich auch im groben, mit wem ich es im Roman zu tun haben werde (inzwischen habe ich mich gedanklich mit meinem Krimi beschäftigt und welch eine Überraschung, es hat sich schon wieder einiges geändert, ich denke aber auch zum positiven).

Nun ist es an der Zeit die Figuren näher kennenzulernen. Dabei ist es wichtiger, dass man die Hauptfiguren besser kennen lernt als die Nebenfiguren. Immerhin nehmen sie den größten Teil des Romans ein. Das bedeutet für mich aber nicht, dass ich die Nebenfiguren vernachlässigen kann oder darf. Ich habe von einer Autorin gelesen, die 13 (!) Seiten für einen Nebencharakter geschrieben hat und immer noch nicht fertig war (jetzt wisst ihr, was in den nächsten Tagen und Wochen auf mich zukommt ^^).

Für mich ist es immer wieder wichtig zu schauen, welche wichtigen Eigenschaften die Figuren haben, also die Grundlagen. Manchmal passiert es mir, dass ich schlichtweg den Namen einer Figur vergesse (und das leider nicht selten). Daher ist es für mich wichtig, dass ich neben einem ausführlichen Charakterbogen auch die wichtigsten Informationen zur Hand habe. Vom Namen bis zur der Haarfarbe hin zum Mondzeichen (warum auch immer). Dann kann ich mir, wenn ich gerade über die Figur schreibe, mir den Zettel nehmen und schauen, aha, meine zweite Nebenfigur von Links war vom Standzeichen her eine tibetanische Sau *g*.

Daher habe ich für mich entschieden, eine Art Grundlagenbogen zu erstellen, wo die aller wichtigsten Informationen stehen. Dazu gehört natürlich Name, Vorname, Geburtstag, der Ort und so weiter. Eben Dinge, die man schnell braucht und man nicht vorhat bei einem Nebencharakter durch mehr als dreizehn Seiten zu wurschteln um es am Ende vielleicht doch nicht zu finden, weil man sich diese Information nicht aufgeschrieben hat.

Zudem schreibe ich in Notizen und einem Diagramm, wie die spezielle Person zu den anderen im Plot stehen. Also wie steht die Hauptfigur zum Mörder (im Krimi), zum Opfer und so weiter. Es kann ja sein, dass die Hauptfigur nie auf eine der Personen treffen soll. Aber wenn ich mein Käsegehirn sich das nicht merkt, treffen sie doch mal aufeinander und dann ist der Plot hin (okay, ich übertreibe es ^^). Oder wenn ich eine bestimmte Beziehung zwischen zwei Personen anstrebe und diese, warum auch immer, vergesse, dass da was geplant war, kann ich immer wieder darauf zurückgreifen.

Übrigens, wie für euren ersten Plot gilt auch bei den Charakteren, ihr wisst alles. Es gibt kein Unbekannt, kein ich weiß es nicht oder etwas derartiges. Natürlich weiß die Person selber nicht alles (wer ist der Mörder, wer sind meine Eltern, wo ist mein adoptiertes Kind), ihr hingegen wisst es. Da gibt es keine Ausreden 🙂

Hier eine mögliche erste Übersicht über den Grundlagencharakterbogen. Wer ihn benutzen will, aber keinen Krimi sondern einen Fantasyroman schreibt, muss ihn natürlich anpassen. Und diesen Bogen auszufüllen, für mich reicht das nicht, um den Charakter besser kennenzulernen. Da folgen noch einige Berichte 🙂

Vorname

Nachname

Mädchenname

Geburtstag

Geburtsort

Geburtszeit

Sonnenzeichen

Mondzeichen

Namen der Eltern

Namen der Geschwister

Namen der Kinder

Haarfarbe (Gefärbte Haare)

Augenfarbe (Kontaktlinsen)

Größe

Gewicht

Aktueller Beruf

Größter Traum

Größter Alptraum

Hoffnung

Angst

Übrigens, auch hier gilt, man kann sich mit Hilfe der Tarotkarten Unterstützung für die Charakterisierung suchen 🙂

Kurz erklärt: Klar unter Vorname, Nachname und Mädchenname (man kann auch noch Spitznamen aufnehmen) kann man sich wohl einiges vorstellen. Wobei es hier ganz wichtig ist, die richtigen Namen zu wählen. Es ist nun einmal so, Name ist Programm. Wenn ich einen Namen höre, dann habe ich bestimmte Vorstellungen an diese Person (lang lebe das Schubladendenken).

Auch zum Thema Geburtstag, den Ort und die Zeit muss man nicht ganz so viel sagen und damit auch zum Sternzeichen (man sollte immer alles, aber auch wirklich alles über den Charakter wissen). Mondzeichen ist nicht gaaanz so wichtig. Das ist eine individuelle Entscheidung.

Name der Eltern, Geschwister und eventuell Kinder kann wichtig sein, wenn sie eine Rolle spielen oder man ein Gesprächsthema gesucht wird 🙂

Natürlich ganz wichtig, dass Aussehen der Person. Auch wenn man sich dagegen entscheidet die Figur zu beschreiben, ich möchte wissen, mit wem ich es auch äußerlich zu tun habe (wichtiger ist natürlich das Innenleben). Daher kann man noch hinzufügen, welche Charaktereigenschaft die Stärkste und die Schwächste ist 🙂

Ganz wichtig sind die Punkte Hoffnung, Angst, Traum und Alptraum (neben den Charaktereigenschaften), denn letztendlich ist es das, was die Figur antreibt zu handeln und was die Leute dazu animiert das Buch überhaupt zu lesen. Wenn die Figur keinen Grund hat zum Handeln, ein Ziel zu verfolgen, eine Hoffnung hat, welche wie ein Stern in der dunklen Zelle erstrahlt, warum sollte ich mich damit beschäftigen? Davon habe ich im realen Leben genug. Irgendwelche Ziele muss eure Figur schon verfolgen, welche sie dazu antreibt gute 200 bis 300 Seiten zu überleben (und vielleicht noch so etwas wie ein Happy End zu bekommen ^^).

In dem Sinne, ich mache mich mal an die Arbeit.

Überlebt der Charakter auch außerhalb der Geschichte?

Durch den Beitrag Welche Hobbies haben deine Charaktere habe ich mich gefragt (und das kommt in der dazugehörigen Diskussion im Forum auch auf), ob meine Figuren auch ohne den dazugehörigen Roman überleben würden. Viele Charaktere haben solch ein Profil, dass sie glatt tot umfallen würden, wenn man die Geschichte rund um sie streichen würden (und ich stelle mir das gerade bildlich vor 😉 ).

Daher sehe ich es persönlich als sehr wichtig an, eine Figur zu schaffen, die ich zumindest theoretisch überall einbauen könnte (also so vielschichtig ist, dass sie überall ein Nährboden findet).

Und eines der banalen Dinge um dies zu schaffen ist, gib ihnen ein Hobbie 🙂

Als ich den Bericht (der oben verlinkte Beitrag) gelesen habe, habe ich mich ernsthaft gefragt, was hat meine männliche Hauptfigur für ein Hobbie? Ich kann bei ihm noch etwas finden. Aber bei meiner weiblichen Hauptfigur wird das schon schwieriger.

Natürlich kann auch das interessant werden. Ein Mensch, der nicht in der Lage ist, für sich ein Hobbie zu finden. Was ist das für eine Person? Wie kam das und wohin bringt sie/ihn das? Denn häufig kann es interessant sein, etwas nicht zu haben, was die meisten Menschen als normal sein (die meisten, nicht alle, denn ich behaupte mal, es gibt wirklich einige wenige Menschen, die keine Hobbies haben).

Aber auch die Frage, welche Musik eine Figur mag oder welche Bücher sie liest, macht ihren Charakter aus. Dabei ist es egal, in welcher Epoche oder Welt oder was auch immer die Figur spielt. Man kann sich ja dann überlegen, wenn die Welt in meiner Zeit, in meiner Welt lebt, was würde sie mögen. Das ist eine der vielen Möglichkeiten sie besser kennen zu lernen. So kann man sagen, hei, meine Figur würde am liebsten Enya hören, oder SlipKnot oder was auch immer und Pippi Langstrumpf oder Den Herrn der Ringe lesen. Das unterscheidet sie von Figuren, die sich weigern auch nur ein Buch in die Hand zu nehmen (und ja, auch solche Menschen gibt es zu genüge).

Oder auch die Frage, was eine Person macht, wenn sie ganz alleine ist und nicht beobachtet wird und sich auch nicht beobachtet fühlt, kann interessante Antworten über ihren Charakter liefern. Während die eine Figur sich langweilt, wird die andere sich beschäftigen und über die dritte werde ich hier nichts schreiben *g*.

Ich denke, je mehr Tiefe eine Figur hat, desto interessanter wird sie und desto eher mag man ihr auch folgen. Dabei reicht es nicht nur aus, irgendwelche Fragebogen auszufüllen um zu wissen, was sie gerne isst und was für ein Auto sie fährt. Man muss sich am Ende selber mit ihr beschäftigen um ihr Leben zu erfahren. Wenn man weiß, was die Figur macht, wenn ein Autounfall geschehen ist, dann weiß man mehr über sie, als wenn man schreibt, sie ist gerne Spaghetti.

Deswegen schreibe ich Spontankurzgeschichten über meine Figuren.

Das bedeutet, dass ich mich einfach hinsetze und losschreibe. Ich plane die Geschichten über die Figuren meines Romans nicht, sondern überlege, wie könnte er oder sie in dieser oder jenen Situation gehandelt haben. Quasi, ich versuche anhand der Kurzgeschichten die Biographie der Personen nachzuforschen. Bisher habe ich nur den Anfang einer Kurzgeschichte für eine Person. Aber diese Figur reagiert genauso im Moment, wie ich ihn kenne 🙂

In dem Sinne, kann auch dein Charakter ohne die dazugehörige Geschichte überleben?