Von Sibylle Berg über Franz Kafka zu Max Frisch und einigen mehr

Ich habe gerade diesen Link ausprobiert, weil er über Twitter gepostet wurde um zu sehen, wen mein Schreibstil ähnelt. Zuerst kam Frau Sibylle Berg heraus. Danach einige andere, zumeist männliche Autoren. Am Ende hat er sich auf Alfred Döblin eingeschossen.

Natürlich hat das nichts zu sagen, ich schreibe wie ich schreiben, eben wie ich. Aber es gibt zwei Sachen, die ich interessant finde.

  1. Für mich sagt das Ergebnis, dass mein Schreiben scheinbar mit einigen der größeren AutorInnen mithalten kann. Immerhin hat er einige interessante Namen ausgespuckt.
  2. Aber andererseits ändert der mit jeden neuen Test seine Meinung, inwiefern hat das ein Aussagewert? Ich weiß es gerade nicht :o)

Aber ansonsten, mir hat der Test doch ein wenig gebracht und ich fühle mich wieder fit fürs schreiben :o)

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Kann man glücklich schreiben?

Es gibt ja die wildesten Geschichten über das Thema Schreiben, AutorInnen und derartiges. Und dazu gehört auch die Geschichte, dass man nie richtig glücklich sein soll, um wahrhaftig gut zu sein. Man muss quasi immer wieder ein wenig leiden, damit man einen Anreiz hat zu schreiben um weiter zu kommen.

Jetzt bin ich in der Situation, dass ich mit meiner Arbeit verdammt zufrieden bin (so zufrieden, dass ich mir schon überlege eine psychologische Beratung aufzusuchen, denn wer ist denn schon so verrückt und freut sich auf die Arbeit). Immerhin freue ich mich sogar auf die Arbeit, unabhängig der Tatsache, dass ich noch nicht soweit bin, dass ich selbstständig arbeiten kann, aber das ist eine andere Geschichte (und außerdem eile mit weile oder so heißt doch der Spruch).

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wenn das so stimmt, dann dürfte ich ja im Moment nicht schreiben können, weil ich ja mit meiner momentanen Situation doch mehr oder weniger zufrieden bin (was auch meine Wage anzeigt). Mir geht es gut, einem Kumpel geht es gut (ja, auch so etwas kann mich beeinflussen), meiner Familie geht es gut (mehr oder weniger). Im Moment könnte es fast nicht besser laufen.

Aber dann stelle ich mir die Frage, wie es dann die erfolgreichen AutorInnen, die es eben geschafft haben ihren Traum zu erfüllen, noch weiter schreiben können? Wenn ich eine bekannte Autorin wäre, die von ihrer Arbeit leben könnte, ich würde ja zum einen den ganzen Tag schreiben, ich gestehe (was auch wirklich schlimm wäre) und zum andere, dass wäre dann der Moment wo alles stimmen würde. Meine Arbeit, meine Arbeitszeiten, dass Geld, mein Traum, eben einfach alles.

Dann müsste ja sofort die Gefahr bestehen, nicht mehr schreiben zu können. Zumal viele Menschen genau diesen Mythos leben, dass man schriftstellerisch nur wertvolle Sachen schreiben kann, wenn man richtig leidet und es der Person so richtig dreckig geht.

Woher kommt eigentlich der Mythos der traurigen SchrifstellerInnen?

Ich kann nur vermuten, dass aus der Vergangenheit kommt, wo die Biographien einiger bekannter SchristellerInnen zeigt, dass ihr Leben alles andere als rosig war, sie unter wirklich schwerlichen Bedingungen lebten und trotzdem großartige Werke der Literaturgeschichte schrieben. Und dieses Bild könnte sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben, so dass sie der Meinung sind, wer schreibt der leidet, oder so ähnlich.

Da ich vorgehabt habe, bis Ende des Jahres meinen Roman zu Ende zu schreiben (eben die erste Version), werde ich sehen, ob meine momentane Lage dazu führt, ob ich überhaupt schreiben kann und wenn ja ob es besser oder schlechter sein wird, als vorher.

Wolverine auf Anime

Wer im www herumsurft, findet das eine oder andere mehr oder weniger interessante. Ich habe das oben gelinkte Video entdeckt und muss zugeben (wenn man von der einen Minute absieht, welche sie mir an Lebenszeit klauen, weil ich den ganzen Vorspann abwarten muss), ich weiß nicht was ich davon halten soll.

Für die meisten ist Wolverine durch die drei X-Men Filme und gerade durch Hugh Jackmann geprägt. Ich muss zugeben, ich kenne noch die X-Men in der doch etwas peinlichen achtziger Version mit ihren quietschbunten Outfits.

In dieser Formation hat mir übrigens Rogue unter anderem am besten gefallen, aber das nur gaaaanz nebenbei.

Auf alle  zum Trailer von oben. Auf mich wirkt Wolverine eher wie eine Katze und nicht wie der einsame Wolf (wobei erwähnt sei, aufgrund des Rudelverhaltens dieser Tiere ist die Bezeichnung „einsamer Wolf“ natürlich kompletter Blödsinn), den er eigentlich spielen soll. Gerade die eine Handbewegung, wo die Krallen ausgefahren sind, draußen im Garten, das erinnert mich so sehr an eine Katze.

Aber warum bitte schön schreibe ich darüber?

Weil mich das an einen Beitrag von der amerikanischen Autorin Yasmine Galenorn erinnert (kleiner Hinweis, wenn ihr sie mal direkt anschreiben solltet, schreibt bitte ihren Namen richtig, ich werde jetzt nicht den Tweet heraussuchen, aber sie hatte sich bei Twitter aufgeregt, dass man ihren Namen falsch schreibt, und ich denke, über kurz oder lang, auch zurecht).

Und zwar geht es um die letzte Frage im oben verlinkten Beitrag. Sie wurde gefragt, ob sie erlaubt, dass FanFiction zu ihren Geschichten geschrieben wird. Und sie reagiert auf dieses Thema doch sehr empfindlich. Denn sie mag diese Dinger nicht (und ich glaube, wenn sie könnte würde sie jede FanFiction zu ihren Figuren sofort zerreissen). Und ich kann es nachempfinden.

In meinen größenwahnsinnigen Sekunden habe ich mir vorgestellt, mein Roman wird veröffentlicht und ich gehe sogar ein Schritt weiter, sie werden sogar verfilmt (die Wahrscheinlichkeit das über Filme FanFicition geschrieben werden ist größer als über alleinige Bücher, aber auch über Bücher wird fleißig geschrieben). Nun kommen eben irgendwann die Fans und schreiben ihre Geschichten. Und wer sich ein wenig in sogenannten FanFiction Portale umgesehen hat, weiß, wie grottig manche Geschichten wirklich sein können.

Was ich so angelesen habe (weil ich es nicht geschafft habe weiterzulesen, weil schon alleine der Anfang zum wegrennen war), das tat einfach weh. Man könnte schon fast sagen, man sollte die Leute auf schwere Körperverletzung (auch wenn alles seelisch ist) verklagen und den Hosenboden lang ziehen. Mindestens!

Denn wenn eine Geschichte mit einem Satz wie „Zum Glück hatten sie keinen Sex gehabt“ anfängt, dann frage ich mich, wieso zum Glück? Sex ist zum einen nichts schlimmes. Und zum anderen, da erwarte ich eine Vorgeschichte (die übrigens nicht existierte) und  der ganze Anfang war ziemlich platt. Hingeworfen. Respektlos. Nicht der Autorin gegenüber, sondern auch mir. Immerhin sollte ich ja die Geschichte lesen und natürlich auch kommentieren (in der FF-Szene gibt es Leute, die regelrecht danach süchteln, dass man ihre Geschichten kommentiert, also Kommis abgibt, aber bitte nur tolle und positive, alles andere wird natürlich gelöscht).

Wobei ich im nachhinein gestehen muss, das war noch die harmloseste. Es gab schlimmere (von einfallslosen, ich habe eine Geschichte geschrieben und weil die Originalversion mehrere Figuren hat, schreibe ich sie nur an vereinzelten Stellen um und veröffentliche alle *gähn* bis hin zu, ich erzähle einfach mal den größten Blödsinn) und einige davon habe ich mir wirklich angetan. Meine arme Lebenszeit.

Da kann ich verstehen, dass viele angenervt sind, wenn sich die halbe Bevölkerung hinsetzt und irgendetwas hintippt, Hauptsache es ist so etwas wie eine FanFiction. Viele gehen einfach nicht mit den nötigen Respekt ran und schreiben einfach nur. Und dann werden Pärchen (sogenannte Pairings) erdacht, die nicht einmal annähernd realistisch sind. Gerade dann, wenn sich die Geschichten über die SchauspielerInnen drehen (ja auch solche Sachen gibt es).

Ich denke mal, wenn man schon eine FanFiction schreibt, dann sollte man sich sehr viel Mühe geben und entweder eine gute Geschichten mit fast den realen Figuren schreiben (man wird nie an das Original herankommen, weil man eben nicht alle Geheimnisse kennt) oder es sein lassen.

Denn es gibt auch Beispiele wo die Leute anhand von FanFiction einfach ihr Handwerk üben. Man muss sich nicht um die Charaktere oder den Rahmen kümmern, sondern kann einfach plotten und die Konflikte üben. Es gibt eben Menschen, die ja genau damit Probleme haben und sich auch nur darauf konzentrieren wollen. Wieso also nicht Figuren nehmen, die schon eine ordentliche Biographie hinter sich haben und die man jederzeit nutzen kann.

Und ich habe auch Geschichten gelesen, die sind manchmal besser als das Original. Lustiger, ironischer, gut geschrieben, herrlich geplottet und was weiß ich. Es können also auch Glanzleistungen entstehen.

Was hat das jetzt bitte mit Wolverine zu tun?

Ich empfinde den Trailer als eine Art FanFiction. Jemand anderes, welche diese Geschichte um die X-Men und letztendlich auch Wolverine nicht von grundauf erfunden hat, hat eine Serie darüber produziert (so wie ich das jetzt verstanden habe) und natürlich einen eigenen Touch dazu gegeben. Es wird natürlich Leute geben, welche diese Serie besser gefällt als das Original (was auch immer das Original letztendlich ist). Eingefleischte Fans hingegen werden vielleicht diese Serie zur Hölle schicken wollen.

FanFiction sind also sehr grenzwertige Bereiche (inwiefern sie das Urheberrecht verletzen, darüber möchte ich zu dieser Stunde nicht nachdenken). Die einen lieben sie und die anderen hassen sie (hatte mal untergürtelerfahrungen damit gemacht).

In erster Linie sollte man den Wunsch der AutorInnen berücksichtigen. Wünsche sie keine FanFicition zu ihren Werken, dann schreibt man eben keine. Punktum. Denn Frau Galenorn hat recht. Man arbeitet mehrere Jahre hart an einer Geschichte, den Figuren, an allem (bei mir geht es demnächst ins vierte Jahr) und dann werden die Geschichten so übelst verschandelt. Das macht dann kein Spaß. Daher sollte man eben keine Geschichten schreiben, wenn sie darum bitten (oder dies fordern, sie haben immerhin das Recht, es sind ihre Babys).

Wenn man Geschichten schreiben darf, weil es die AutorInnen erlaubt haben, dann bitte, gebt euch Mühe. Schmiert nicht irgendetwas hin, nur um ein paar Kommis abzugreifen (es wird immer wieder Leute geben, die euch zerreissen und früher oder später kommt ihr nicht da herum, sorry). Schreibt die bestmöglichste Geschichte, zu der ihr in der Lage seit. Immerhin habt ihr von den OriginalautorInnen eines Werkes genau das bekommen. Die bestmöglichste Version einer Serie, eines Films oder eines Buches. Also arbeitet dementsprechend genauso hart.

Und ob ich möchte, dass über mein Roman FanFiction geschrieben wird?

Nach diesem Bericht wohl weniger …

Wer berühmt sein will …

… muss heutzutage nicht mehr leiden sondern braucht Web 2.0. Während man früher vielleicht leiden musste (okay, dass galt eigentlich immer im Zusammenhang mit der Schönheit), muss heute eben arbeiten. In der Welt des Web 2.0 eben. Denn heutzutage ist im Internet eine kleine eigene Bevölkerung entstanden. Und mit Hilfe von Blogs, Twitter und Internetseiten kann man diese kleine Bevölkerung zu sich einladen um sich einfach mal vorzustellen.

Web 2.0 ist zu einem Synonym eines Zusammenschlusses verschiedenster Menschen zu einem Netzwerk geworden. Ein Blog kann ein Teil eines Web 2.0 Netzwerkes sein, denn in so gut wie allen Blogs findet man Links zu diversen Internetseiten und weiteren Blogs. Man sehe links in meiner Linkliste und man wisse was ich damit meine 🙂 Auch Twitter ist ein Teil davon geworden, weil viele Menschen daran teilnehmen und zu einer Art Gemeinschaft geworden ist (ob man jetzt hier von einer Gemeinschaft, einem Netzwerk oder gar einer neuen Bevölkerung sprechen kann, will ich nicht erörtern ^^).

So findet man bekannte AutorInnen aber auch Stars aus Funk und Fernsehen immer öfters im Internet. Entweder sie lassen schreiben oder machen sich die Mühe und schreiben selber. So habe ich Neil Gailman in meiner Twitterliste. Corrine Kenner, Lisa Hunt und einige andere sind auch dort zu finden. Und wer sucht, findet sicherlich auch noch andere Persönlichkeiten. (Kleiner Suchtipp, hat man eine Persönlichkeit im Netz gefunden, ist es häufig der Fall, dass die in ihren Listen weitere Persönlichkeiten haben, aber den Tipp habt ihr nicht von mir, lachZ.)

Während man früher vielleicht noch auf Mundpropaganda hoffen und bauen konnte, ist es im Zeiten des www schwieriger geworden. Denn es gibt so viele Publikationsmöglichkeiten, z.B. für AutorInnen (ich bleibe auch mal bei dieser Gruppe als Beispiel), dass es schwer geworden ist, sich von den anderen abzuheben.

Damit will ich sagen, es ist nicht mehr ausreichend ein Buch zu schreiben und alles andere laufen zu lassen. Jetzt heißt es sehr aktiv zu werden. Eben ein Mitglied vom Web 2.0 zu werden. Da muss man eben Werbung für sich machen, nicht aufdringlich, aber konsequent.

Wenn ich eine Autorin mit einem veröffentlichten Werk bin, dann wäre es keine schlechte Idee, wenn ich zu meinem Buch ein Blog eröffne und idealerweise schreibe ich sämtliche Neuerungen dazu. Also wenn eine Zeitung darüber berichtet oder ich eine Rezi gefunden habe oder oder oder.

Nebenbei sollte ich natürlich auch schreiben, wie es mit möglichen weiteren Werken voran geht. Letztendlich ist es besser, wenn ich mögliche LeserInnen, sagen wir mal so, hungrig auf mein neuestes Werk mache. Also sollte ich schreiben was ich so mache, wie es dabei voran geht oder auch nicht und die eine oder andere kurze Leseprobe fallen lassen. Natürlich immer die spannenste, damit es überhaupt Spaß macht, auf das Buch zu warten.

Nebenbei hält man sich mit Twitter in Erinnerung. Schnelle Nachrichten kostenfrei in die Welt geschickt. Und alle, die mich geaddet haben, können lesen was ich gerade mache. Das geht schneller als einen kurzen Blogbeitrag zu schreiben. Man muss sich nur einloggen (oder das eine oder andere Programm herunterladen) und schon kann es losgehen.

Nur die ganz großen können es sich vielleicht noch leisten, nicht im Web 2.0 nicht aktiv zu sein. Je kleiner man aber ist, desto eher ist es empfehlenswert. Und mir persönlich macht es außerdem auch noch Spaß.

Anthologie ~ Coming Out ~ Hierreth Verlag

Der noch eher junge Hierreth Verlag hat eine Ausschreibung zum Thema „Coming Out“ ins Leben gerufen. Da dürfen sich einmal lesbische und dann schwule AutorInnen Ihre Geschichten einreichen und sollen in je einem Band veröffentlicht werden.

Und da ich selber lesbisch bin, werde ich mich an einer Geschichte versuchen und sie einreichen. Leider habe ich keine Hinweise darauf gefunden, wie lang eine Kurzgeschichte sein darf, daher habe ich die Damen und Herren mit dieser Frage angeschrieben. Wenn ich etwas weiß, werde ich euch darüber informieren.

Denn vielleicht möchte ja jemand von euch mitmachen und dann landen wir in der gleichen Anthologie 🙂 Aber ja nicht mir meinen Platz wegnehmen *rofl*

Edit: So, ich habe eine Antwort bekommen. In erster Linie kommt es auf den Inhalt an. Es wird zwar sechs bis sieben Normseiten angegeben, aber wenn man eine längere, dafür gute Geschichte schreibt, ist es nicht so wild. Es kommt eben auf den Inhalt an 🙂 Das gefällt mir.

Schreibprogramme (und Buchgedanken)

Früher habe ich immer geglaubt, wer schreiben will, wird es schon irgendwie schaffen. Und wer Programme nutzt schummelt. Ich habe über den Blog Schriftsteller werden jetzt den Link zu dem Schreibprogramm yWriter gefunden (der Link führt direkt zur Downloadseite) und experementiere gerade ein wenig damit herum. Nun gut, ich arbeite gerade mal zehn Minuten damit und so ganz den Dreh habe ich noch nicht raus. Aber immerhin habe ich jetzt ein Projekt gestartet und arbeite schon an der ersten Szene. Mal sehen wohin es mich bringt.

Übrigens, bevor ihr an dem englischen verzweifelt, man kann das Programm auf diverse Sprachen umstellen, unter anderem auch auf Deutsch. Und ist kostenlos (auch wenn der Programmierer nichts dagegen hat, wenn man ihm etwas über PayPal zukommen lässt).

Solche Programm sind besonders gut für die Plots. Also sollten sich besonders die Leute, die mit dem plotten Probelem haben, sich überlegen es herunterzuladen. Natürlich nimmt kein Programm der Welt dir die Arbeit ab. Das wollen wir an dieser Stelle gleich mal klar stellen. Und ich muss zugeben, darüber bin ich auch erleichtert. Denn was wollen wir noch mit den Büchern, welche Programme geschrieben und wir nur noch gefüllt haben? Ich möchte die nicht lesen.

Da fällt mir ein Bericht ein, den ich vor ein oder zwei Jahren auf dem Kultursender arte gesehen habe. Eine Autorin, ich glaube es war Mary Higgins Clark, möchte es aber nicht beschwören. Auf alle Fälle war es eine ältere Dame, die ganz dick im AutorInnengeschäft ist. Auf alle Fälle erzählte sie mal von einem Experiment mit einem Computer. Man wollte mit seiner Hilfe den perfekten Roman schreiben. Also ein Roman, der die Bestsellerlisten über Jahre wohl blockieren sollte. Als Schlagworte kamen wohl Worte wie Raub, Mord, Krimi, Sex und keine Ahnhung was sie noch so erzählte. Ach ja, Königshaus kam wohl auch noch vor.

Auf alle Fälle war wohl der erste Satz zum schießen. Denn er ging sinngemäß wie folgt: Die Königin erzählte erschüttert, Herr Kommissar ich wurde vergewaltigt und sagte dies amüsiert.

Okay, ich kann mich nicht mehr genau an den ersten Satz erinnern, aber es ging wirklich darum, dass die Königin amüsiert erzählte, dass sie vergewaltigt worden war. Ich glaube, man hat danach das Projekt aufgegeben. Mich hätte es eher gewundert, wenn man es weiterverfolgt hätte.

Wer schreiben will, sollte sich nicht nach den gängien Themen richten, wenn ihr oder ihm als angehendeR AutorIn die Sachen einfach nicht gefallen. Ich arbeite auch an einem Thema, welche von der Öffentlichkeit aller Wahrscheinlichkeit nicht so angenommen wird, wie ich es mir dann vorstelle. Und trotz dieser Gedanken/Sorgen, schreibe ich seit drei Jahren an dem Roman (mit mindestens vier Änderungen des Inhalts). Es kann natürlich sein, dass dieser Roman niemals den Weg in ein komerziell erfolgreichen Verlag findet. Andererseits kann es auch genau das Gegenteil treffen.

Außerdem, der Buchmarkt verändert sich durch das Internet immer mehr. Zwar mag niemand das Wort hören oder lesen, aber BoD Verlage nehmen immer mehr zu und das zurecht. Denn viele gute Bücher schaffen es eben nicht in die normalen Verlage. Dafür aber viele teilweise grausige. Und die werden so sehr promoted, dass die es sogar in die Bestsellerlisten schaffen. Ich habe mir das eine oder andere Buch gekauft und ich habe mich gefragt, warum durfte das überhaupt gedruckt werden? Andere Werke hingegen werden fleissig ignoriert. Es mag sein, dass zurecht manche Bücher vom Markt fern gehalten werden. Es muss ja nicht wirklich alles gedruckt werden. Nur leider nehmen einige Verlage ihre Pflicht (ich sage das jetzt mal so) die schlechten Bücher vom Markt fern zu halten nicht zu ernst (okay, dass ist jetzt eine megasubjektive Meinung, denn die Bücher, die mir nicht gefallen, lieben andere dafür um so mehr).

Aber zum Thema BoD lohnt es sich fast einen eigenen Beitrag zu schreiben. Ich habe selber noch keine Erfahrung mit dieser Art der Vermarktung gemacht, aber ich überlege mir schon lange, wenn das mit der konventionellen Veröffentlichung nicht klappt diesen Weg zu gehen. Nur, um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, ob ich jetzt wirklich so fleissig bin, um mein Buch im Eigenverlag zu veröffentlichen. Denn da bist du bzw. bin ich als Marketingchefin gefragt, unabhängig der Tatsache, dass ich das gar nicht bin. Aber es gibt ja keine Werbeabteilung, welche die Arbeit für dich übernimmt. Du bist ja automatisch die Werbeabteilung.

Mmh, ich spiele noch mal kurz mit dem Programm weiter 🙂