Ich bezahle nicht für eine Teilnahme an Ausschreibungen oder ähnliches …

Wer gedacht hat, dass es in der Welt der Schreibenden sauber zugeht, hat falsch gedacht. Auch hier gilt ganz klar, Geld regiert die Veröffentlichung. Und trotzdem muss das hier nicht sein, gerade bei Anthologien.

Eine Anthologie, die aufgrund einer Ausschreibung zusammengestellt wird, beteiligen sich nicht gerade wenige Menschen. Bei kleineren Ausschreibungen in höheren zweistelligen Zahlenbereich, bei größeren Verlagen oder wenn die Thematik Krimi ist, kann man schon im dreistelligen Zahlenbereich rechnen. Füge noch irgendwo das Wort Erotik oder erotisch hinzu und du kannst schon mit vierstelligen TeilnehmerInnenzahlen rechnen (habe ich wirklich mal mitbekommen).

Und das Beste ist, du als AnthologieleiterIn musst noch nicht einmal einen einzigen Finger krumm machen, außer dir eine Ausschreibung ausdenken und sie veröffentlichen (und natürlich den Rattenschwanz an Arbeit danach erledigen). Ich meine damit, dass du nicht verzweifelnd nach Leute suchen musst, die vielleicht und gnädigerweise dir eine Geschichte schreiben. Diese Leute rennen dir die Bude ein und hoffen, dass ihre Geschichte in deiner Anthologie erscheinen.

In dem Sinne ist das ja eine feine Sache. Mach ein wenig Werbung für deine Ausschreibung (einige sehr wohl plazierte reichen aus, denn Ausschreibungen führen sehr häufig sehr schnell ein gewisses Eigenleben und du wirst deine Information an Orte entdecken, an die du noch nicht einmal gedacht hast 🙂 ) und dann musst du nur noch abwarten.

Und trotzdem gibt es Verlage und Anthologiegruppen, die für eine Veröffentlichung finanzielle Mittel verlangen. Per se kann man solch ein Verhalten nicht verurteilen, man sollte nur hinterfragen warum das verlangt wird.

Geld bezahlten für eine Veröffentlichung:

Wenn man nicht selber und selber freiwillig in einem BoD Verlag (lulu oder BoD) veröffentlicht, sollte man niemals selber für eine Veröffentlichung bezahlen. Wenn man das jemals einem Verlag erzählt, ich habe für diese und jene Veröffentlichung Geld hingeblättert, wird sich dein möglicherweise nicht mehr so zukünftiger Verlag schon mal fragen, inwiefern du überhaupt selber an deine Texte glaubst, wenn du noch nicht einmal versuchst sie auf den freien Markt anzubieten. Und wenn du schon nicht an deine eigene Texte glaubst, warum sollte dann der Verlag das für dich tun? Sehr häufig kann eine bezahlte Veröffentlichung leider ziemlich in die Hose gehen. Und du wirst nicht gerade deswegen, sondern trotz diesen Zwischenfalls vielleicht von deinem Verlag genommen. Wenn du für eine Veröffentlichung bezahlst, dann bitte nur bei einer Buch auf Bestellung Aktion, die du selber unter Kontrolle hast. Alles andere würde ich persönlich nicht machen. Auch wenn man hunderte von Absagen bekommt, die 1 Zusage danach kommt auch. Übe fleißig und alles wird sich schon richten 🙂

Geld für eine wohltätige Aktion:

Da würde ich schon eher sagen, klar, warum nicht. Wohltätige Aktionen können und sollten ruhig unterstützt werden. Aber da stellt sich schon die Frage, kommt das Geld auch wirklich da an, wo es ankommen soll, oder landet es nicht vorher in die eigene Brieftasche. Natürlich kann man die Leute nicht von vornherein verurteilen und sagen, klar, du sammelst für eine Wohltätige Aktion, erzähl mal vom Pferd welcher vor der Apotheke kotzt (das ist übrigens physiologisch nicht möglich, da Pferde wohl ein Schließmuskel im Hals haben, welche es ihnen absolut unmöglich macht, sich wirklich zu übergeben, wenn man als Pferde kotzen sieht, dann hat man wirklich etwas absolut unglaubliches gesehen). Mein Tipp in solchen Fällen: Überlegen ob es dir wirklich wert ist, für eine Veröffentlichung eine Spende zu bezahlen für die Wohltätige Aktion oder ob du nicht gleich das Geld direkt spendest.

Bezahlen Sie doch bitte eine Startgebühr:

Es gibt Ausschreibungen, die gerne Texte einnehmen und dann noch eine Startgebühr. Also, ich sende meine Geschichte zu dem Verlag hin und bezahle dann, zum Beispiel zehn Euro (mit der Summe rechnet es sich gleich leichter), damit meine Geschichte überhaupt überprüft und in die Bewertung eingeht. Damit wird entweder die Veröffentlichung, Lesungen oder sonstige Aktionen finanziert. Eine Garantie für eine Veröffentlichung hierbei gibt es jedoch nicht. Jetzt frage ich mich, warum bitte schön soll ich den Verlag finanzieren, damit er seine tollen Aktionen vornehmen kann und habe am Ende vielleicht noch nicht einmal etwas davon (hei, wir leben im Kapitalismus und ich will schon was für meine Arbeit und finanziellen Aufwendungen was sehen ^^). Und gehen wir mal davon aus, dass bei einer tollen Ausschreibung 10 Leute teilnehmen die alle die zehn Euro Startgebühr bezahlen. Hei, dass macht schon einmal einhundert Euro. Aber Moment, wir machen einfach mal eine Krimiausschreibung daraus (ob da jetzt wirklich mehr kommen, weiß ich nicht, ich behaupte es mal fresch), da kommen dann 100 Leute. 100 mal zehn Euro Startgebühr macht nach Adam Riese und Eva Zwerg immerhin 1000 Euro. Und wir packen nun das Wort Erotik dazu, dann kommen 1000 Leute mit der Startgebühr von zehn Euro. Logischerweise bekommt der Verlag am Ende 10.000 Euro. Für eine Veröffentlichung, die aller Wahrscheinlichkeit noch nach dem Book on Demand Prinzip vorgenommen wird, sind die Kosten schon einige Male wieder drinnen. Denn weiter unten werde ich noch mal meine Rechnung mit den bestellenden Exemplaren aufzählen, was da alles zusammen kommen kann. Und jetzt nehmen wir mal wirklich an, es kommen wahrhaftig 1000 Leute und nehmen an dieser Ausschreibung teil, wer will mir jetzt erzählen, dass die alle in einer oder mehrere Anthologien aufgenommen werden. Ich sage dazu nur o.W. (ohne Worte).

Mindestabnahme von Exemplaren:

Häufig heißt es auch, man habe eine bestimmte Anzahl von Exemplaren zu bestellen, wenn man bei der Ausschreibung teilnehmen möchte. Zum Beispiel fünf, zehn oder auch einhundert Stück (ich komme jetzt gleich zu der Rechnung von mir). Im Grunde genommen ist das auch eine Bezahlung für eine Veröffentlichung. Denn mit diesem Kauf erwerbe ich auch gleichzeitig mein Belegexemplar und die (ich glaube da gibt es sogar ein Gesetz, aber da dürft ihr jetzt bitte nicht nachfragen ^^) steht mir kostenfrei zur Verfügung. Machen nicht alle, gerade Klein- und Kleinstverlage haben damit gewisse Schwierigkeiten, kann ich nachvollziehen, aber viele von denen machen es trotzdem, dass sie dir zumindest ein Belegexemplar zusenden, damit du jederzeit beweisen kannst, ich habe in dieser Anthologie veröffentlicht.

Und außerdem möchte ich an dieser Stelle eine grob vereinfachte Rechnung vorstellen, die zumindest mir klar macht, dass diese Bestimmung eher schwachsinnig ist. Denn ich würde aller Wahrscheinlichkeit bei jeder Veröffentlichung folgende Anzahl von Exemplaren meiner eigenen Veröffentlichung bestellen:

(Ich gehe übrigens davon aus, dass ich ein Belegexemplar geschenkt bekomme, daher sind alle Exemplare die ich in der folgenden Rechnung bestelle auch Exemplare für die ich auch bezahle.)

Zumeist bestelle ich für meine Eltern mindestens ein Exemplar wenn sie in einem Haushalt leben, zwei Exemplare, wenn sie geschieden sind und vor allem, wenn ich nicht mehr zu Hause lebe. Immerhin sind meine Eltern stolz wie Bolle und immer wenn Besuch kommt ist aller Wahrscheinlichkeit die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass allen gezeigt wird, was Kindchen veröffentlicht hat. Ich bin mal so frei und bestelle für meine Eltern jeweils ein Exemplar.

Dann kommen noch die Geschwister hinzu. Egal ob ein Geschwister (klingt komisch ist grammatikalisch aber richtig) oder mehrere, alle bekommen ein Exemplar. In meinem Fall sind es zwei, also haben wir vier (auch wenn ich nicht weiß ob sie es wirklich lesen bzw. überhaupt haben wollen).

Ich gehe weiterhin davon aus, dass meine beiden besten Kumpels/Freunde und meine beiden besten Freundinnen jeweils mindestens ein Exemplar haben möchten (ja, ihr seht, ich führe ein trauriges reales Leben ^^). Das macht noch einmal vier Exemplare. Vier plus vier macht inzwischen acht Bücher, die ich bestellt habe.

Dann möchte ich meinen besten, virtuellen Freundinnen und meinen Brieffreundinnen ein Exemplar schenken. Tun wir einfach mal so, dass es weitere vier sind und ich habe ein Dutzend Bücher gekauft ohne auch nur einen einzigen Finger wirklich krumm zu machen.

Gehen wir davon aus, dass jedes Buch zehn Euro kostet, dann hat der Verlag an mir alleine für Geschenkexemplare 120 Euro abzüglich des Autorinnenrabatts verdient (beträgt 25 Prozent). Das wären ca. 30 Euro, macht also ein Verdienst für den Verlag von 90 Euro (Verdienst ist ungleich Gewinn natürlich).

Und ich bin ja immer noch nicht fertig. Immerhin möchte ich mindestens ein oder zwei Exemplare haben, die ich dann herumzeigen kann, wenn jemand nicht glauben möchte, dass ich wirklich etwas veröffentlicht habe oder damit ich diese sofort verschenken kann. Weiterhin werde ich aller Wahrscheinlichkeit für meine Anthologien Werbung machen und da können auch noch einige Exemplare über die Ladentheke gehen. Man kann also sagen, ich kann für den Verkauf von zwanzig Exemplaren sorgen. Also 200 Euro abzüglich der 25 Prozent macht das ein Umsatz von 150 Euro.

Weiterhin werde ich ja Werbung machen, damit noch mehr Exemplare über die Bühne gehen um auch einfach mein Bekanntheitsgrad ein wenig zu steigern (hättet ihr jetzt etwas anderes gedacht?).

Aber Moment, wir sind immer noch nicht fertig. Wenn ich also mit den zwanzig Exemplaren einen Umsatz von ca. 150 Euro verursache, bedeutet das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Ich bin ja nicht alleine in der Anthologie vertreten.

Gehen wir einfach mal davon aus, wir sind zehn Leute, die mit jeweils einer Geschichte vertreten sind. Und wir alle Sorgen dafür, dass zwanzig Anthologien ohne größere Anstrengungen verkauft werden. Was macht zehn Personen mal zwanzig Exemplare? Richtig: 200 Exemplare. Und pro zwanzig Exemplare habe ich ja ein Umsatz von 150 Euro generiert. Also, was machen 150 Euro mal zehn Personen, die dafür Sorgen, dass die 200 Exemplare verkauft werden? Genau 1500 Euro.

Und wir sind immer noch nicht fertig. Immerhin wird der Verlag auch Werbung machen (und wenn man an der Tantiemenausschüttung nicht beteiligt ist, behält er nicht nur den Umsatz sondern auch den Gewinn) und indem ich stolz zeige, was ich veröffentlicht habe, mache ich auch weiter Werbung und am Ende werden sich immer wieder mal Exemplare verkaufen.

Jetzt mutet es natürlich komisch an, warum ich gegen die Bedingung bin Exemplare als Veröffentlichungsgrund zu kaufen, wenn ich doch eh circa zwanzig Exemplare kaufen werde (voraussichtlich, immerhin ist das hier eine Beispielrechnung und es könnten mehr aber auch weniger sein). Ganz einfach, ich bezahle damit meine eigene Veröffentlichung. Wenn ich schon von vornherein eine gewisse Anzahl von Exemplaren kaufen werde (und damit rechnen die Verlage natürlich), dann muss ich das nicht als Bedingung einsetzen. Ich bin eben nicht bereit für eine Veröffentlichung in jeglicher Art und Weise zu bezahlen, wenn es von vornherein aller Wahrscheinlichkeit klar ist, dass ich Exemplare kaufen werde.

Immerhin ist bei Veröffentlichungen nicht immer gegeben, dass ich neben einem Belegexemplar überhaupt irgendwelche weitere Vergünstigungen erhalten werde (also Tantiemen, Autorinnenrabatt oder sonstiges). Meistens heißt es auch, sie kriegen ihr Exemplar und danke das sie an unserer Ausschreibung teilgenommen haben, besuchen sie uns doch bald wieder.

Natürlich muss jedeR selber entscheiden unter welchen Bedingungen man die eigene Geschichte veröffentlichen möchte. Ich habe meine Entscheidung getroffen und werde Ausschreibungen meiden, die von mir ein Startgeld oder eine Mindestabnahme oder eine Beteiligung an der Veröffentlichung verlangen. Wenn ich ein Verlag gründe und der Meinung bin Ausschreibungen durchzuführen (was natürlich auch für eine gewisse Form der Werbung steht), dann muss ich auch von der Idee bis zur Werbung nach der Veröffentlichung entsprechend meine Arbeit leisten. Alles andere wäre für mich persönlich nicht tragbar, weil ich mich dann schon fragen müsste, bin ich wirklich ein Verlag?

In dem Sinne Augen auf bei der Suche nach Ausschreibungen.

Warum überhaupt an Ausschreibungen teilnehmen?

Am Anfang war ich, ehrlich gesagt, nicht einmal annähernd bereit auch nur eine Sekunde für eine Ausschreibung zu „verschwenden“. Inzwischen bin ich beinahe süchtig danach (was man sicherlich an meinen Facebook und Twitternachrichten gut nachvollziehen kann).

Doch letztendlich kann man sich schon fragen, warum bitte schön soll man überhaupt an Ausschreibungen teilnehmen?

Für mich ist es in erster Linie wichtig Schreiberfahrungen zu sammeln. Immerhin raffen sich viele ja nicht einmal für ihren großen Bestseller auf, daher möchte ich eben an so vielen Ausschreibungen wie nur möglich teilnehmen, um einfach regelmäßig zu schreiben. Dadurch gewinne ich Schreiberfahrungen und werde mich allein dadurch schon stetig verbessern.

Weiterhin sehe ich das alles auch als Experiment an. Wenn ich an einen Roman schreibe, dann bin ich auf eine gewisse Zeit an diesem Projekt, ich sage es mal so, gefesselt. Ich kann ja nicht ohne weiteres innerhalb eines Jahres zwischen zehn verschiedenen Projekten hin- und herhüpfen. Am Ende kriege ich ja gar keinen Roman zusammen, sondern habe nur zehn Anfänge für zehn Romane. Bei Kurzgeschichten hingegen ist das anders. Man kann innerhalb einer Woche eine Kurzgeschichte schreiben (sogar innerhalb eines Tages) und somit wäre es möglich, wenn wir die Woche nehmen, dass man 52 verschiedene Kurzgeschichten schreibt (jede Woche des Jahres eine) und man könnte diese aus 52 verschiedenen Genres und Themen heraus schreiben (sofern es so viele Genres gibt, aber ich denke ihr versteht was ich meine).

Somit habe ich die Möglichkeit eine Liebesgeschichte, eine Western, eine Urban Fantasy, eine Science Ficiton und einen Krimi Kurzgeschichte zu schreiben. Und das alles innerhalb eines Monats. Somit kann ich auch sehen was mir mehr liegt. Ich gehöre ja zu der Sorte Mensch die mit Liebesromanen weniger anfangen kann (ich habe nichts gegen Liebesromane oder gegen Leute welche diese lesen, gelegentlich tue ich das auch, nur ich kann jetzt nicht sooo viel damit anfangen), dann kann ich mich auf der Ebene der Kurzgeschichte damit befassen und vielleicht am Ende sehen, dass es doch nicht so schlecht ist, wie ich vorher meinte (und hiermit verspreche ich, ich werde es auch bald machen, nächstes Jahr sogar schon ^^).

Aber man kann auf diese Art und Weise auch herausfinden, dass eben ein Genre nicht zu mir oder zu der schreibenden Person passt. Ich, zum Beispiel, möchte ja Krimis schreiben. Dann werde ich mich eben mit Ausschreibungen zu Krimianthologien beschäftigen und gucken, ist das wirklich was für mich oder tue ich nur so (bisher läuft es besser als gedacht 🙂 ).

Natürlich wertet es auch eine Vita auf, wenn man einige Veröffentlichungen hat, sollte man sich eines Tages eine Agentur oder einen Verlag für den ersten Roman suchen. Es sieht sicherlich für viele besser aus, wenn man drei Seiten von Veröffentlichungen einreicht, als wenn man noch gar keine Erfahrungen mit Verlagsarbeiten hat. Außerdem kann man darüber auch überprüfen, wie die vorherigen Texte waren, die man schon veröffentlicht hat und ob es da eine gewisse Kontinuität gibt (wenn ein Verlag oder eine Agentur wirklich dafür Zeit findet).

Weiterhin können Talentscouts über Buchmessen oder durch das Internet auf potentielle AutorInnen dank der Ausschreibung aufmerksam werden. Dafür sind sie letztendlich da, neue Talente aufzuspüren und warum nicht die neuen Talente über bestehende Ausschreibungen finden (ich muss zugeben, darüber habe ich selber nie nachgedacht, dass es so etwas überhaupt geben kann, daher finde ich die Idee ganz interessant, würde mich aber darauf nicht verlassen).

Man schreibt unter einem gewissen Termindruck. Eines Tages, wenn wir wirklich den großen Roman schreiben, dann kann es passieren, schreiben Sie bitte bis zu diesem Datum folgende Teile, den ganzen Roman oder was auch immer. Mit den Ausschreibungen kann man schon einmal vorab üben sich an gewisse Termine zu halten. Immerhin enden sie zu einem bestimmten Zeitpunkt (bis auf einige vereinzelte Ausnahmen). Tue ich das eben nicht, auch wenn mir die Ausschreibung sehr gefällt, muss ich eben damit rechnen, dass meine Geschichte für die Schublade geschrieben wurde. So hart es vielleicht klingen mag, aber man muss sich eben da an gewisse Spielregeln halten. Und mit den Ausschreibungen kann man es üben.

Und natürlich ein gewisses Erfolgserlebnis. Der große Roman, der Bestseller, die Geschichte für den Literaturnobelpreis, daran werden wir vermutlich einige Jahre arbeiten und es kann dementsprechend lange dauern, bis sich der große Erfolg einstellt. Bis dahin haben wir die Möglichkeit, die kleinen Erfolge zu genießen, dass unsere Geschichten gefallen und das sie veröffentlicht werden. Zumal wir dann unseren Kindern und EnkelInnen erzählen können, guck ma, ich hab da was veröffentlicht 😉

Ich denke, wie bei allem, sollte immer der Spaß im Vordergrund stehen. Wenn ich keine Lust habe, an einer Ausschreibung teilzunehmen, sollte ich es auch lassen. Denn das Ergebnis kann eher bescheiden als toll werden (ist irgendwie eben so, danke Unterbewusstsein).

Kurzgeschichte geschrieben

Da es November ist, wird dieser Blog nur so von NaNoWriMo Einträgen blühen (und alles andere wird über kurz oder lang ein wenig vernachlässigt). Das bedeutet aber nicht, dass ich den ganzen lieben langen Tag nur NaNos zähle (also Wörter).

Seit Montag habe ich ein Notizbuch dabei, wo ich Kurzgeschichten für Ausschreibungen verfasse. Gut, sie sind alles andere als der Renner schlechthin. Zumal die Schönschrift ein wenig leidet, weil ich das während der U-Bahnfahrt tue. Aber ich verfasse die grobe Fassung der Geschichte, damit ich sie, wie gerade eben, abschreibe und dann entsprechend überarbeiten kann (wobei ich die Geschichte von eben so ganz gut finde). Sonst, ich muss schon gestehen, würde es mir zumindest im Moment doch eher schwer fallen, an weiteren Kurzgeschichten zu schreiben.

Aber zwei habe ich geschrieben, gerade habe ich eine abgetippt und die andere werde ich dann nächstes Wochenende abschreiben und überarbeiten (bis ich die abschicken muss, habe ich noch etwas Zeit). Ich denke, so werde ich den November ohne weiteres herumkriegen mit den Sachen 🙂

Ich habe mir ja einige Notizen zu diversen Ausschreibungen ausgedruckt, an denen ich zumindest versuchen möchte teilzunehmen. Denn die Vorlagen dazu hören sich sehr interessant an. Natürlich werde ich nun immer mein Bestes geben um die beste Geschichte, die mir in diesem Moment vergönnt ist, zu schreiben. Etwas anderes kommt mir nicht mehr in die Tüte. Von nun an, keine halben Sachen mehr. Wenn ich nicht zu einer Geschichte stehen kann, wird sie nicht losgeschickt. Denn wieso sollten andere meine Geschichten mögen, wenn ich das nicht tue?

In dem Sinne, ich werde mal sehen an welchen Ausschreibungen ich letztendlich wirklich mitmachen. Und bis dahin schreibe ich weiter (immerhin habe ich ca. 20.000 Wörter beim NaNoWriMo geschafft 🙂 ).

Earth Rocks: Mond ~ Ausschreibung

Eigentlich wollte ich ja gestern Märchen für die Ausschreibung der eROTischen Märschen schreiben. Aber ich kam gestern einfach nicht zurande. Es klappte nicht und es wollte einfach nicht. Zwei Anfänge hatte ich, dass wars aber auch schon.

Den ganzen Tag saß ich gestern am PC und habe noch mit Mühe und Not zwei Seiten von Kapitel 1 von meinem Roman noch abgeschrieben.

Heute habe ich dann erfahren, dass Earth Rocks eine Ausschreibung bis nächsten Sonntag zum Thema Mond hat. Gut, ich habe erst einmal nur gelesen, dass sie eine Ausschreibung veranstalten. Als ich dann den Text ausgedruckt und mir durchgelesen habe, entdeckte ich, huch, bis nächsten Sonntag. Und dann wollen sie auch noch 16.000 Zeichen (mit Leerzeichen, wie bei den meisten Ausschreibungen).

Okay, fangen wir einfach mal an zu schreiben. Und was soll ich sagen, ich hatte wieder so eine spontane Idee, wie damals bei der Coming Out Geschichte und habe innerhalb von circa drei Stunden eine zweiseitige Geschichte geschrieben. Klar, die muss noch überarbeitet werden. Denn so ist sie noch ein wenig platt. Aber sonst muss ich sagen, mir gefällt sie.

Ich habe mir den Text jetzt ausgedruckt und werde diese die Woche überarbeiten und ergänzen (habe noch einige Zeichen frei um zu löschen und platt zu machen und so weiter). Dann werde ich die Geschichte einsenden und einfach mal sehen was daraus wird. Ich habe hier ein gutes Gefühl, was natürlich nichts zu bedeuten hat. Aber ich denke mal, wenn man bei einer Geschichte ein gutes Gefühl hat, ist es mehr Wert, als diese mit Bauchschmerzen los zu schicken (wie bei meiner ersten Geschichte, die ich mal eingesendet habe und bis heute auf die Absage warte 🙂 ).

Ausschreibungen

Ich gestehe, ich habe ein wenig Blut geleckt. Und zwar habe ich nun noch zwei Ausschreibungen gefunden, die mich persönlich sehr interessieren. Das tolle ist, dass der Einsendeschluss noch ein wenig weiter in der Zukunft liegt (einmal Juni und einmal September ist der Abgabeschluss), dass ich mir in aller Ruhe Zeit lassen kann.

Die eine Ausschreibung möchte Geschichten rund um den Weltenbaum und die andere stammt von der Sory Olympiade und möchte Geschichten rund um Rache. Natürlich ist nicht gesagt, dass man genügend Ideen hat um eine halbwegs vernünftige Geschichte zu schreiben. Aber andererseits, ich habe eben Blut geleckt und möchte es zumindest versuchen. Denn was kann schlimmeres passieren? Sie lehnen meine Geschichte ab und ich kann diese vielleicht überarbeiten und woanders einsenden. Oder ich veröffentliche sie hier im Blog.

Außerdem kann man auch so üben eine Geschichte zu planen und zu schreiben. Gut, bei Kurzgeschichten deren Länge sich um die fünf Seiten drehen, ist nicht unbedingt sooo viel zu planen wie bei einem Roman der fünfhundert Seiten lang sein kann (am Anfang doch eher kürzer). Aber immerhin muss man sich Gedanken machen was man schreiben will und in welcher Reihenfolge. Weiterhin sollte man darauf achten, zu welchem Thema man eine Geschichte schreibt und ob es überhaupt passt. Ich meine „Rache“ hat klarere Vorstellungen. Und wenn man da abweicht kann es eben passieren, dass man nicht zur geplanten Anthologie passt, fertig aus.

Was mir bei Ausschreibungen besonders wichtig ist/wäre (nun gut, ich habe noch keine Ausschreibung gewonnen will aber nun daran arbeiten) ein Belegexemplar. Das ist ein Buch welche man zur Verfügung gestellt bekommt (also als Beweis, ja ich habe wirklich etwas veröffentlicht) oder man günstiger erwerben kann (nicht alle Verlage können sich Belegexemplare leisten, aber man kann sie meistens zum Einkaufspreis dann kaufen und mit Gewinn verkaufen).

Nun, ich werde auf alle Fälle erst einmal meine Geschichte für den Hierreth Verlag zu Ende bearbeiten. Wobei ich noch ein Titel dafür brauche. Eine liebe Kollegin und gute Freundin wird mir morgen ihre Kritiken geben (ich arbeite erst morgen wieder und sehe sie daher erst dann) und sie meinte, dass ich aus versehen in den Zeiten hin und her gesprungen bin. Ach wirklich? Ich muss gestehen, ich habe die Geschichte doch schon dreimal überarbeitet, aber beim besten Willen, das ist mir nicht aufgefallen. Dafür bin ich meinen Beta-LeserInnen dankbar, dass ihnen so etwas auffällt und mir bescheid geben, bevor ich die Geschichte abschicke und die deswegen abgelehnt wird.

Wer also selber an der einen oder anderen Ausschreibung teilnehmen möchte (davon gibt es im Netz sehr viele und ich denke mal, ich werde sie hier mit veröffentlichen), sollte immer mehrere Personen bitten die Geschichten durchzulesen und kritisieren (wobei da auch ein Beitrag fällig wäre, denn viele können einfach nicht richtig kritisieren).

Was sind Ausschreibungen?

Wer sich mit dem Schreiben befasst, könnte (nicht müsste) früher oder später auf Ausschreibungen stoßen. Und bevor man sich an den Kopf fässt und nicht weiß, was man davon halten soll, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ist das überhaupt und tippe die meine Ergebnisse hier frei nach Schnauze.

Wobei ich eins anmerken möchte, dass sind meine Gedanken und müssen nicht in jedem Fall der Realität entsprechen.

So wie ich das jetzt mitbekommen habe, veranstalten eher kleinere Verlage Ausschreibungen, als die großen oder gar ganz großen. Vermutlich liegt das an dem Aufwand, der dabei entstehen kann und sie es sich nicht leisten können oder wollen (ich will nichts unterstellen, dass ist jetzt eine reine Vermutung).

Wenn ein Verlag eine Ausschreibung veranstaltet, dann gibt es dazu ein paar Spielregeln. Hier sind einige, mir bekannte Regeln:

Das Thema

Der Verlag bestimmt das Thema. Das bedeutet schlichtweg, dass sie sagen, schreibt uns Geschichten zum Thema Krimi, Dark Fantasy, Liebe und so weiter und so fort. Es bringt daher nichts, wenn du zu einem Krimithema eine Liebesgeschichte schreibst. Auch wenn du zu dem Thema Liebe (oder was auch immer) eine absolut geniale Geschichte hast, es bringt nichts, sie einzusenden. Die Geschichte würde dann postwendend zurückkommen.

Also schaue nach ob du überhaupt was zum Thema beitragen könntest. Am besten ist es, wenn du zu der Ausschreibung eine eigene Geschichte schreibst. Denn sehr oft gibt es feine Abweichungen wo es fraglich sein kann, ob du wirklich eine Geschichte für zehn verschiedene Ausschreibungen verwenden kannst. Wenn ja, dann gut, wenn nicht, versuch dich ruhig in was neuem.

Vorgaben

Sehr oft schränken die Verlage das Thema noch einmal mit gewissen Vorgaben ein. Das bedeutet, dass bei einer Anthologie noch bestimmte Bedingungen erfüllt werden müssten, damit man in die engere Auswahl kommt. Bei einem Krimi könnte es sein, dass es an einem bestimmten Ort geschieht, bei Dark Fantasy dürfen keine Vampire vorkommen oder bei Liebesromane muss es zum HappyEnd kommen.

Hält man sich nicht an diese Spielregeln, bzw. Vorgaben riskiert man eben auch hier, eine Absage zu bekommen.

Einerseits können die Vorgaben sehr einengend sein, weil man z.B. bei Dark Fantasy ohne Vampire (solche Ausschreibungen laufen übrigens aktuell) nicht weiß, was man schreiben könnte. Andererseits ist es auch eine Herausforderung, denn so kann man sehen, wie viel Fantasie man besitzt um eine Geschichte in diesem Genre zu schreiben und sich an die Vorgaben zu halten. Das kann also auch sehr interessant sein.

Länge

Die meisten Ausschreibungen die ich gesehen habe, erwarten, dass man eine bestimmte Länge nicht überschreitet. Das können Seitenzahlen sein, also das man nicht mehr als fünf oder zehn Din A4 Seiten im Schreibprogramm vollschreibt. Es kann aber auch sein, dass sie sich auf die Zeichenzahl konzentrieren. Also mindestens 10.000 Zeichen oder nicht mehr als 100.000 Zeichen.

Schau dir also bitte gut an, wie hierbei die Vorgaben sind und ob du bereit bist diese zu erfüllen. Denn manche haben das Talent, die können sich extrem kurz halten und schaffen daher die Mindestmenge nicht. Andere schaffen es überhaupt nicht sich kurz zu halten und sprengen die Maximalangaben um Längen.

Solltest du den Text fertig haben und diese Vorgaben nicht wie gewünscht erreicht haben (also zu viel oder zu wenig), überprüfe wo man sinnvoll kürzen oder ausbauen kann. Das Stichwort lautet hier übrigens sinnvoll. Es bringt überhaupt nichts, am wenigsten dir, wenn du anfängst zu schwafeln, nur um eine bestimmte Zeichenzahl zu erreichen. Die Wahrscheinlichkeit das der Verlag das erkennt ist sehr groß (meistens haben sie entsprechende Erfahrung mit Ausschreibungen, wenn sie nicht völlig neu auf dem Markt sind) und erkennen Schwafelgeschichten und schmeißen dich vielleicht am Ende heraus.

Meistens werden die Geschichten in sogenannten Anthologien veröffentlicht, also eine Sammlung von einzelnen Geschichten zu einem bestimmten Thema. Das bedeutet also, dass du neben einiger anderen Leuten in dem Buch stehst und mit ihnen veröffentlichst wird.

Was bringt mit eine Ausschreibung: Pro und Contra

Jetzt werden sich vielleicht einige Fragen, was bitte schön bringt mir eine Ausschreibung? Ruhm, Macht, Geld? Hier liste ich meine persönliche Pro und Contra Liste auf, warum man bei einer Ausschreibung mitmachen könnte und warum nicht. Garniert wird das mit meinen Kommentaren, wie ich die Sache sehe.

Hier ist die Pro Liste

Erfahrung (Wer noch nie oder eher wenige Veröffentlichungen im Leben vorzuweisen hat, kann auf diesem Weg Erfahrungen sammeln, wie schwer/leicht eine Veröffentlichung sein kann).
Experimente (Sehr oft entscheiden sich viele SchrifstellerInnen, sich nur auf einem bestimmten Gebiet zu spezialisieren. So gibt es eben Leute, die nur Krimis schreiben wollen, andere nur Liebesromane. Bei Ausschreibungen kann man sich in einem bestimmten Raum austoben und schauen, wie es ist, wenn man aus dem Gebiet Krimi in die Liebesecke entschwindet oder mal eine Science Fiction Geschichte schreibt.)
Veröffentlichungen (Im Exposé soll man schreiben, wenn man schon etwas veröffentlicht hat. So kann man sagen, ich habe bei einigen Anthologien mitgemacht und wurde auch aufgenommen. Kann besser wirken, wenn die Anthologien auch gut sind.)
Für dich/mich selbst. (Bei den meisten Ausschreibungen bekommt man ein Belegexemplar – mehr weiter unten – und da hat man schwarz auf weiß, dass die eigene Geschichte abgedruckt ist, na wenn das nicht ein geniales Gefühl sein – was mir hoffentlich bald bevorsteht-.)
Du bist einE SchristellerIn (Viele Leute weigern sich Menschen als SchristellerInnen anzuerkennen, die noch nichts veröffentlicht haben. Man ist erst wer, wenn man was veröffentlicht hat. Das man sich vorher aber schon als SchristellerIn fühlt, ist dabei im Grunde nebensächlich. Wenn du aber in einer Anthologie veröffentlichst, dann hast du etwas veröffentlicht und schwupps müssen dich die anderen anerkennen. Ob du darauf wert legst, dass ist was anderes).

Nun kommen wir zu meiner persönlichen Contra Liste (kleine Anmerkung, auch wenn es Contra Liste heißt, so sind die Punkte nicht zwangsläufig als Grund zu nehmen, nie an einer Ausschreibung teilzunehmen).
Fressen Zeit (Sehr oft muss man eine Kurzgeschichte bis zu einem bestimmten Termin eingesendet haben, weil der Verlag nun auch mal Ergebnisse in der Hand haben möchte, damit sie das Buch rausbringen können. Somit setzen sie einen Stichtag fest und entweder hat man bis dahin die Geschichte fertig oder nicht.)
Lenken ab (Man kann Ausschreibungen als Aussrede oder tatsächlichen Zustand benutzen, damit man nicht am Hauptroman schreiben muss. Somit kann man sie als perfekte Ablenkung bezeichnen. Denn in einem Jahr werden so einige Dutzend Ausschreibungen veröffentlicht, von Zeitschriften bis hin zu Verlagen und wollte man an einigen von denen teilnehmen – ich rede mit Absicht nicht von allen, dass wäre dann doch zu viel – dann kann es sein, dass der Roman, an dem man schreibt, nach hinten verschoben wird.)
Nicht die 1. Geige (Man spielt in einer Anthologie niemals die erste Geige, dass sollte man sich bewusst machen. Es kann sein, dass die Geschichte, die man selber geschrieben hat, am besten ankommt, aber man hat einige Mitschreibende, die ebenfalls in dem Buch auftauchen. Man ist also einER von vielen, die auftauchen.)
Es gibt selten bis gar kein Honorar (Erklärung siehe bitte unten)

So, dass sind erst einmal die wichtigsten Punkte für mich, warum man bei einer Ausschreibung mitmachen könnte oder sich entscheidet, das zu verweigern.

Auf zwei Punkte möchte ich noch einmal kurz näher eingehen, da sie für mich zur Erklärung wichtig sein könnten.

Belegexemplar und Rabatt und Honorar

Bei den meisten Ausschreibungen gibt es zumindest ein Belegexemplar. Das bedeutet, man erhält eine Ausgabe des Buches kostenlos. Man sollte eigentlich keine Mindestabnahme des Buches haben (also das man eine bestimmte Menge kaufen muss, aber auch solche Verlage gibt es, ob man sie gleich zu den schwarzen Schafen zählen möchte, weiß ich nicht).

Mit dem Belegexemplar kannst du dir selber sagen, ja, ich habe eine Geschichte geschrieben, die dem Verlag gefallen hat und ich habe sie nun veröffentlicht. Das kann eine einmalige Sache sein, es kann auch sein, dass du in Zukunft Glück hast und es dir immer wieder passiert.

Sehr häufig ist das Belegexemplar jedoch die einzige Bezahlung die du erhältst, denn an einer Anthologie verdient man selten bis gar nichts.

Ein Rechenbeispiel gefälligst? Aber gerne doch ^^

Jetzt nehmen wir mal an (Achtung, ist alles idealisiert), du bist in einer Anthologie mit neun weiteren Person, ihr seit also zu zehnt. Das Buch kostet genau zehn Euro. Normalerweise bekommt man meines Wissens nach zehn Prozent am Verkaufspreis. Bei zehn Euro wäre das also ein Euro Gewinn, den für die zehn AutorInnen abfallen würden. Mag sich vielleicht viel anhören, nur muss dieser Euro dann noch einmal durch zehn geteilt werden, alle wollen ja was vom Kuchen abhaben. Das macht also zehn Cent für dich.

Aber nehmen wir mal an, du bekommst den einen Prozent von den zehnen, die dir als AutorIn zustehen. Dann musst du zehn Bücher verkaufen (bzw. der Verlag) um einen Euro zu bekommen. Hundert Bücher bringen die zehn Euro ein. Und willst du 100 Euro verdienen, musst du immerhin 1000 Bücher verkaufen.

Da die Wahrscheinlichkeit nicht groß ist, dass eine Anthologie wirklich so viele Belege verkauft, kann es sein, dass du vielleicht ein einmaligen Betrag als Honorar für deine Geschichte bekommst und dafür einen AutorInrabatt. Das bedeutet, dass du die Bücher günstiger erwerben kannst und sie dann zum regulären Preis verkaufst.

So kann es sein, dass du dein Buch nur für acht Euro bekommst, dank des Rabattes aber für zehn Euro verkaufst, macht also zwei Euro reinen Gewinn für dich (über Steuern und so weiter müsstest du dich dann mit einem/einer JuristIn beraten, sicher wäre sicher). Dadurch würdest du eher an ein wenig Taschengeld kommen (wenn du das nicht groß aufziehst, ist es nicht gerade wahrscheinlich, dass du mehr als ein Taschengeld daraus bekommst, was aber nicht bedeutet, dass es definitiv unmöglich ist).

So, ich hoffe, ich habe euch eine kleine Übersicht zum Thema Ausschreibungen gegeben. Natürlich bringt es nichts, sich damit auseinanderzusetzen und zu hoffen, in einer zu erscheinen, wenn man sich nicht hinsetzt und an ihnen teilnimmt. Deswegen werde ich immer wieder Ausschreibungen hier direkt verlinken, wenn ich welche finden sollte. Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns in einer Anthologie wieder