Kreatives Schreiben mit dem Tarot

Die folgende Idee habe ich aus dem Blog der esoterischen Schrifstellerin Nerthus von Norderney bekommen (http://nerthus.blog.de/ das ist der Link, ich habe aber die letzten zehn Minuten nach dem Beitrag gesucht, ihn leider nicht gefunden, somit kann ich nur die Hauptquelle anbieten, ihren Text dazu aktuell leider nicht, ich werde es nachholen, sollte ich ihn per Zufall wieder finden).

Wer diese Übung machen möchte, benötigt mindestens ein Tarotdeck und einen gewissen Zugang dazu. Denn wer keine Lust hat sich mit dem Tarot bis zu einem gewissen Grad auseinanderzusetzen, ich weiß nicht, ob das dann was für euch wäre (will es aber auch nicht absprechen).

Das Tarotdeck sollte komplett bebildert sein. Es gibt das Marseiller Tarot (damit bezeichne ich die Decks, wo die kleine Arkana nur aus dem Zahlenwert besteht, z.B. bei der Karte zwei Schwerter sind eben nur die beiden Schwerter zu sehen, bei der Karte vier Kelche, die vier Kelche und so weiter) und das Tarot im Sinne des Waite/Smit (ursprünglich Raider Waite Tarot, ich beziehe die Zeichnerin Pamela Cole Smith in der Bezeichnung ein und bin damit nicht mehr so ganz alleine).

Der Grund ist ganz einfach, wir brauchen für diese Form des Schreibens Bilder, mit denen wir arbeiten können. Und wenn ich eine Karte ziehe und dort sehe ich nur zwei Schwerter, nun gut, wenn ich die Bedeutung der Karten kenne wäre das vielleicht kein Problem, aber das kennenlernen der Bedeutung ist nur ein netter Nebeneffekt dieser Übung.

Diese Möglichkeit kannst du benutzen, wenn du noch keine Ahnung hast, worüber du schreiben möchtest oder wenn du schlichtweg keine Ahnung hast, wie es in deiner Geschichte weitergehen soll.

Du hast keine Ahnung wie du anfangen könntest

Ziehe eine Karte aus dem gesamten Deck und schaue sie dir in aller Ruhe an. Siehst du dort eine Frau oder einen Mann, gar ein Kind. Vielleicht siehst du ja auch Gegenstände (auch damit kann man anfangen, es kommt auf das Tarotdeck an, was du benutzen möchtest).

Erinnert dich die Person an eine Figur, über die du schon mal schreiben wolltest oder fällt dir gar spontan eine Geschichte zu dieser Person ein?

Ziehe ruhig mehrere Karten, wenn du möchtest. Entweder so viele, bis du das Gefühl hast, jetzt reicht es oder eine bestimmte Anzahl (du könntest dich an die Zahl auf deiner Karte orientieren, sofern da eine zu finden ist oder nach deiner Lieblingszahl).

Wenn du eine bestimmte Anzahl von Karten hast, kannst du sie nun in einer Beziehung zueinander legen. Du bist hierbei, nicht wie bei einer Tarotlegung, gezwungen dich an eine bestimmte Vorlage zu halten, sondern kannst die Karten genau dahinlegen wo du sie gerne hättest, bzw. wo du sie brauchst.

Versuche nun aus dem Bild, was du siehst deine Geschichte zu schreiben. Wenn du nicht weiterkommst, dann ziehe ruhig mehrere Karten.

Ein Beispiel:

Ich benutze jetzt das Universal Waite/Smit Tarot, dass im Grunde genommen die gleichen Bilder wie das WaiteSmith Tarot hat, aber neu coloriert wurde.

Ich habe als erstes die Karte 13 Der Tod gezogen. Ich sehe darauf den Tod auf eine Gruppe von Menschen zureiten. Einige von denen sind gestorben, die anderen beten, sind voller Angst aber auch voller Hoffnung.

Wie könnte ich die Geschichte aufbauen? Ich sehe einen Mann, der hat im Moment schwere Probleme, denn ihm wurde eine Krankheit diagnostiziert, welche sein Leben grundlegend verändert (kleiner Hinweis von der Tarotlegerin in mir, diese Karte bedeutet nicht per se das ein Mensch sterben muss, sondern eher, dass eine aktuelle Situation stirbt und sich dadurch wandelt).

Nun ziehe ich die nächste Karte, wobei der Tod auf meinem Tisch bleibt. Es sind die zwei Pentakel. Ein junger Mann jongliert mit zwei Münzen und sieht dabei alles andere als glücklich aus.

Der Mann in meiner Geschichte hat also ein Problem, bzw. zwei, mit denen er jonglieren muss, was ihn ziemliche Kopfschmerzen bereitet. Einerseits sollte er sich eigentlich sofort in Behandlung begegeben, weil ihm sonst die Krankheit umbringt, andererseits hat er seinem Bruder versprochen, dass er ihm bei einer bestimmten Angelegenheit hilft, die ihm sonst in extreme Schwierigkeiten bringt.

Nun kommen wir zur nächsten Karte. Hier habe ich die Königin der Kelche gezogen. Eine Frau hat also etwas, was unserem Helden helfen könnte, aus dieser Misere herasuzukommen und das Problem mit einem Schlag lösen könnte.

Ich erlaube mir hier die Beispiele abzubrechen, denn ich denke mal, dass das ausreicht um zu zeigen, was ich damit meine. Mit Hilfe dieser drei Karten habe ich die Grundlage für eine mögliche Idee aufgebaut, die ich nun weiterspinnen könnte (und es vielleicht auch tue). Theoretisch könnte ich jetzt noch weitere Karten ziehen (aus diesem Deck oder andere, die ich hier habe, es ist ab und an doch gut eine Sammlerin zu sein). Dadurch könnte ich unter anderem erfahren, was das ist, was die Königin der Kelche hat, um unseren Helden zu helfen. Möglich wäre es natürlich auch, dass sie eine Widersacherin ist. Natürlich ist es nicht verboten die eigene Fantasie und Vorstellungskraft und Ideenwelt mit einzubringen. Es könnte ja sein, dass wir es hier mit einer Fantasystorie zu tun haben und die Königin der Kelche hat einen magischen Gegenstand, welche entweder unserem Helden hilft (wenn sie gütig ist) oder ihm bei seiner Aufgabe hindern soll (wenn sie grausam ist).

Wie kann ich die Karten nutzen, wenn ich nicht weiter weiß

Als ich Kapitel 7 meines Romanes schrieb, wusste ich auf einmal nicht weiter. Ich gestehe, dass mit dem Plotten habe ich nicht sooo genau genommen und wusste daher am Ende doch nicht so schön weiter, wie ich es mir gewünscht hätte. Interessanterweise erfuhr ich gerade zu diesem Zeitpunkt von dieser Methode (das war bestimmt kein Zufall ).

Ich zog einige Karten, in dem mir gesagt wurde, wie es nun weitergehen könnte. Natürlich sagen wir mir nicht die Karten, jetzt schreibst du das und das.

So hatte ich die eine Karte aus dem HexenkultTarot gezogen und da war die eine Frau, welche gefesselt zwischen den Schwerter stand und zwei Hände hielten sich im Vordergrund (entweder es waren die sieben oder acht Schwerter). Damit konnte ich etwas anfangen, weil ich gesehen habe, wie mein Charakter nun reagieren kann.

Aber auch als ich aus dem Afro-Brasilianischen Tarot die sieben und die acht Pentakel zog, welche einen Mann bei der Legung einer Wahrsagemethode zeigt, sowie das Ergebnis dieser Legung, hatte ich eine genaue Vorstellung, wie meine männliche Hauptperson meiner weiblichen Hauptperson nun helfen kann.

Das sind zwei mögliche Methoden, wie man mit den Tarotkarten arbeiten könnte. Ob das auch mit Orakelmethoden klappt, dass habe ich noch nicht ausprobiert, werde ich aber mal machen und euch natürlich davon berichten.

Und auch so, wenn ich weitere Ideen zu diesem Thema habe. Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß beim ausprobieren.

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Runde Tarotdecks

Sheerie hat mal geschrieben, dass sie das Motherpeace Tarot süß findet, weil es mal ein Deck mit runden Karten ist. Ich gebe zu, ein wenig verwirrt war ich schon, ist es nicht bekannt, dass es immerhin zwei Decks mit runden Karten gibt? Wir mir scheint nicht, nun gut, frau und man muss ja nicht alles wissen. Daher schreibe ich mal nach und nach ein wenig über die Tarotdecks, die ich hier habe, wie sie mir gefallen, für wem sie sind und so weiter. Veilleicht kann ich ja die eine oder den anderen für das eine oder andere Tarotdeck begeistern. Also viel Spaß bei diesen Texten.

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Das Motherpeace Tarot

Das Motherpeace Tarot ist das älteste und erste runde Tarotdeck, was das Licht der Welt erblickte. Es wurde ursprünglich 1981 erfunden und fand dann nach und nach den Weg in die Läden, während es am Anfang in der Selbstproduktion verkauft wurde. Es ist ein feministisches Tarotdeck, hat aber alle klassichen Bezeichnungen der Karten beibehalten, bis auf den Narr, der hier zur Närrin wurde und die sogenannten Hofkarten, die im klassichen Tarot ja Ritter, Page, Königin und König sind, heißen sie ihr, Tochter, Sohn, Schamanin und Priesterin. Jedoch findet hier ein Ausgleich zwischen den weiblichen und männlichen Energien.

Die Bilder wurden von den beiden Schöpferinnen Vicky Noble und Karin Vogel erschaffen. Daher merkt man hier sehr wohl zwei verschiedene Stile. Einige der Karten wirken teilweise banal, kindlich. Andere hingegen sind schön gezeichnet, aber nicht so perfekt, wie die teilweise abgehobenen Werke anderer TarotautorInnen. Dieses Deck, so empfinde ich es, verbindet mich direkt mit der Erde. Bei den anderen Decks schmachte ich den Bildern nach und frage mich, wieso können die nur so gut zeichnen, ich bin total neidisch (ehrlich). Hier jedoch sehe ich die Bodenständigkeit. Die Autorinnen haben sich keine professionelle Zeichnerin gesucht und waren der Meinung, hier muss das perfekte Deck her. Nein, sie haben sich die Mühe gemacht und zeichneten alle Karten selber. Heutzutage, bei dem Tarotangebot, mögen manche mit den Kopf schütteln, wie sie es wagen konnten, mit solch einem Deck überhaupt an die Öffentlichkeit zu gehen. Jedoch denke ich, gerade zwischen den ganzen abgehobenen Decks, tut dieses so richtig gut.

Zum Motherpeace Tarot gibt es mehrere Werke:

Motherpeace Tarot

Unter dem Link findet ihr die normalen Motherpeace Tarotkarten und die Miniversion davon.
Die normale Version besitze ich (noch) nicht. Die Miniversion hingegen hat mir schon einmal einen Eindruck gegeben, was mich bei ihrer größeren Schwester erwartet.
In dieser Besprechung , die nun wirklich nicht sonderlich positiv ist (meiner Meinung nach, aber zum Glück dürfen wie alle unsere Meinung offen sagen und somit hat die Autorin auch das Recht dieses Deck nicht zu mögen), habe ich mich erschrocken und dachte mir, dass Minideck wird alles andere als ansehnlich sein. Zum Glück kann und muss ich ihr widersprechen. Denn die Bilder sind zwar klein auf diesen Karten, logischerweise, aber trotzdem kann man die Bilder sehr gut erkennen. Natürlich muss man diese nicht mögen, wie ich oben geschrieben haben, jedoch sind sie zumindest gut erkennbar und ich finde sie halt sehr schön. Zum Minitarotdeck gibt es noch eine kurze Beshreibung, die bei mir auf englisch ist und einige Tipps zum deuten neben der Geschichte des Decks und die klassichen kurzen Deutungen gibt.

Motherpeace – Das Buch

Das Buch ist dick und zeigt zu allen Karten, mindestens das s/w Bild, sehr oft gibt es in der Mitte auch die farbige Version. Nur hat der Verlag einen kleinen Fehler gemacht. Eine Karte taucht zweimal auf, während die andere beim ersten Auftauchen somit vergessen wurde. Leider weiß ich nicht mehr, welche es war. Aber das ist der einzige Fehler des Buches.
Das Buch beschreibt erst den Hintergrund der Karten (neben der Geschichte, warum diese überhaupt erschaffen wurden), dann die Deutung dieser. Diese sind ungewöhnlich ausführlich. Daher ist es auch ungewöhnlich dick. Leider stammt aus den frühen achtzigern und einiges davon ist schlichtweg überholt. Denn immerhin ist der Kalte Krieg offiziell ein Relikt der Vergangenheit. In diesem Buch ist er bittere Realität, weil es halt in dieser Zeit geschrieben wurde und bisher in diesem Sinne und zumindest für die deutsche Version keine neue Auflage geschrieben wurde (und ich möchte an dieser Stelle betonen, ich habe mir das Buch neu und nicht gebraucht gekauft, denn sonst würde ich diesen Zustand verstehen).
Sonst gibt es bei diesem Buch nichts zu meckern. Es ist wunderschön und hilft sehr bei der Deutung der Karten, aber auch bei der Deutung des Lebens und bei der Schaffung einer neuen Mythologie.

Weiter Bücher, zu denen ich bis jetzt noch nichts sagen kann, da ich sie noch nicht besitze:
Rituals and Practices with the Motherpeace Tarot

Motherpeace Tarot Deck with Book(s)

Motherpeace Tarot Playbook

Motherpeace: A Way to the Goddess Through Myth, Art, and Tarot

Motherpeace Tarot Guidebook

Making Ritual With Motherpeace Cards: Multicultural, Woman-Centered Practices for Spiritual Growth

Fazit:
Das Deck ist sicherlich nicht für alle geeignet. Gerade für die, die der Meinung sind, Matriarchate, eine stärkere Rolle der Frau oder Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann sei Blödsinn sollten sich von diesem Deck fern halten. Aber auch die, die auf überirdische Bilder stehen, sollten sich dieses Deck nicht anschaffen, denn das Motherpeace Tarot ist nun einmal feministisch . Und das ist manchmal auch gut so. Wer also mal ein etwas anderes Deck im Hause haben möchte, und damit meine ich nicht nur die runde Form, sollte sich dieses Deck holen. Es ist einmalig und schön. Alle anderen mögen weitersuchen ^^

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The Daughters of the Moon Tarot

Dieses Deck stammt von der Autorin Ffiona Morgan und ist weitaus bekannter als ihre ältere Schwester, das Motherpeace Tarot (siehe oben). Es wurde um 1998 veröffentlicht. Aber erschaffen wurde es sicherlich schon einige Jahre früher. Vermutlich ist das Motherpeace Tarot hier eine Inspirationsquelle gewesen.
Auch hier sind die Karten rund, jedoch wurde im Buch erklärt warum. Es ist eine Anlehnung an das weibliche, an die Mondin. Jedoch hat sich die Autorin in einigen Bereichen weitaus weniger an die klassichen Namen des Tarot gehalten, als ihre große Schwester. So gibt es nur eine männliche Karte, und zwar Pan, welche alle männlichen Energien entspricht. Es ist also durch und durch ein Deck von Frauen für Frauen. Auch die Hofkarten sind hier anders gestaltet. So gibt es nur drei Karten, anstatt vier und die heißen Jungfrau, Mutter und weiße Alte. Und alle entsprechen sie einer der zwölf Tierkreiszeichen , die hier jedoch weiblich sind. Also anstatt Löwe, heißt die Karte in diesem Deck Löwin und so weiter.
Die größe der Karte ist das einzige, was hier negativ gewertet werden kann, da sie nur schwer bis gar nicht in der Hand gemischt werden kann. Man braucht auf dem Tisch oder auf den Boden viel Platz um sie dort zu mischen, also wild durcheinander mischen ist hier angesagt. Und aufgrund ihrer Form gibt es auch die Deutungen für schräg liegenden Karten, bzw. man kann sie sich auch selber ausdenken.
Die Bilder sind hier um einiges schöner gezeichnet, dass muss auch ich zugeben, wobei ich bei der Karte unten links (siehe bitte Link) zugeben muss, die scheint direkt aus dem Motherpeace inspiriert worden zu sein. Denn auch dort gibt es eine Frau mit mehreren Armen (fällt mir gerade so auf). In meinem Deck ist es auch so, dass die Liebenden zweimal auftauchen. Einmal in einer sehr engen Liebesstellung (jedoch sieht man hier zwei Frauen und nicht eine Frau und einen Mann ) und einmal schwimmen zwei Frauen unter Wasser zueinander.
Die Kurzbeschreibung von Nicole gibt noch ein paar Hinweise zum Deck.

Hier gibt es Links zu den Werken von Ffiona Morgen:

Daughters of the Moon. Tarot. Buch mit 75 Karten. Set

Es lohnt sich das Set zu holen, also das Buch und die Karten. Denn manchmal finde ich es doch schwierig die Karten ohne das Buch zu deuten und da kann mir das Buch das eine oder andere Hinweis dazu geben. Es ist auch nicht sonderlich dick, vielleicht etwas mehr als Hundert Seiten, jedoch sind die Buchstaben sehr klein geschrieben (nicht zu klein wohlgemerkt) und daher ist es richtig mit Infos vollgepackt.

Daughters of the Moon. Tarot

Das ist der Link nur zum Buch. Es hat die Vorgeschichte zum Deck, eine Legemethode und die Beschreibungen der ganzen Karten mit der s/w Version. Einige Kapitel fangen auch mit schönen Zitaten an. Ich persönlich empfehle, dass Buch auf alle Fälle zu holen, wer sich das Deck kaufen möchte, denn hier werden auch Infos gegeben, die man sonst nicht erfahren würde.

Tarotkarten, Daughters of the Moon Tarot, dtsch. Ausgabe

Hier gibt es die Karten auf deutsch mit deutscher Anleitung und auf englisch mit deutscher Anleitung (dieses jedoch nur noch gebraucht). Die Anleitung ist ein dünnes Büchlein, welche die Deutungen jedoch komplett enthält, die Geschichte der Karte jedoch nicht. Deswegen sage ich immer, das Buch dazu ist besser. Jedoch ist es nicht zwingend notwendig. Wer sich nicht für die Geschichte dahinter interessiert, braucht sich diese nicht zu holen. Man spart ein paar Euros. Aber einzeln gekauft, bezahlt man 1,50 Euro mehr (was vielleicht nicht die Welt ist, jedoch wollte ich es mal erwähnt haben ^^).

Fazit:
Dieses Deck ist ganz klar feministisch und das möchte ich hier gerne noch einmal betonen. Männer könnten hier vielleicht die eine oder andere Schwierigkeit haben, jedoch können sie hiermit auch ihre weibliche Seite entdecken. Oder sie lassen es liegen und greifen zu jedem anderen Tarotdeck, die klar männlicher geprägter sind. Auch Frauen, die mit dem Feminismus oder mit dem weiblich Sein ihre Probleme haben, sollten hierrum wieder einmal einen großen Bogen machen. Denn das Deck ist für die Frau in jedem Menschen erschaffen. Meiner Meinung nach ist es schwer hiermit zukünftige Ereignisse vorauszusagen. Daher benutze ich es nur, um mein Seelenleben auf die Spur zu kommen. Für mich ist es eher ein Seelendeck.

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Fazit zu den runden Decks:

Sie sind eine angenehme Abwechslung in der eckigen Tarotwelt. Das macht natürlich ihre Form schon aus, aber auch ihre Bilder. Denn die sind einmalig und sehr Abwechslungsreich. Auch die Bücher dahinter sind ein wenig anders als die meisten anderen Bücher, die zu ihren Tarotdecks geschrieben wurden. Interessanterweise gibt es ja nur zwei runde Tarotdecks und beide sind feministisch geprägt. Sie versuchen für sich, ein wenig die Welt zu verbessern und einen anderen Weg in der Deutung einzuschlagen.
Es sind solche Karten, die mich dazu inspiriert haben, ein eigenes Deck zu erschaffen. Daher gehören sie auf meiner Liste der liebsten Tarotdecks, gaaaanz weit oben. Sogar auf dem ersten Platz, neben einem anderen Deck. Doch dazu in einer anderen Rezension über Tarotdecks mehr.

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Tarotvergleiche auf Ähnlichkeiten

Da mir beim schreiben dieses Beitrages gewisse Ähnlichkeiten zwischen dem Motherpeace Tarot und den Daughters of the Moon Tarot vorkam, habe ich das eine oder andere Tarotdeck hervorgekramt und mal gesucht, ob es nicht doch gewisse Ähnlichkeiten zwischen den Decks gibt. Und die gibt es. Daher erzähle ich hier mal, was mir da halt so aufgefallen ist ^^

Viel Spaß beim lesen

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Rider Waite Tarot versus The Goddess Tarot

Das Rider Waite Tarot von Arthur Edward Waite gehört wohl zu den bekanntesten Tarotdecks der Welt. Es wäre und ist vermutlich daher nicht verwunderlich, wenn es das eine oder andere Deck gibt, welche sich an diesem anlehnt.
Das Gegenstück stammt von Kris Waldherr und heißt The Goddess Tarot . Die große Arkana wimmelt nur so von weiblichen Göttinnen von allen fünf Kontinenten . Australien ist hier endlich mal vertreten, da dieser Kontinent sonst gerne schlichtweg übergangen wird. Vermutlich liegt es daran, dass über die Göttinnen hier nicht viel bekannt ist, was ich persönlich schade finde.

Zum Vergleich:
Während bei der großen Arkana noch viel Fantasie angebracht ist, da gewisse Ähnlichkeiten zu finden, sind die kleinen Arkana sich so ähnlich, dass der berühmte Blinde mit dem Krückstock das sehen könnte. Hier kannst du die Goddess Version der Königin der Schwerter sehen und hier Rider Waite Version der Königin der Schwerter . Das sind nur zwei Beispiele, die davon zeugen, dass zumindest die kleinen Arkanas sich sehr ähnlich sehen.

Fazit:
Für mich ist die Rider Waite Version irgendwie unnahbar. Ich kam bisher nie klar damit und ich denke mal, dass wird auch so bleiben. Jedoch komme ich mit seiner Schwester, dem Goddess Tarot so dermaßen gut klar, dass es mich trotz allem sehr überrascht. Ich weiß nicht, ob es wirklich nur daran liegt, dass da überall Göttinnen zu sehen sind, oder vielmehr die Farben , die hier um einiges lebendiger Wirken und das die Figuren nicht so unnahbar wirken. Denn bei meinem Vergleich konnte ich ja beide Decks nebeneinander mir betrachten und sehen, wie die Karten aussehen. Beim Raider Waite Tarot sind sie sehr entfernt die Figuren, als wollten sie nicht berührt werden. Beim Goddess Tarot hingegen haben sie keine Probleme, wenn man ihnen näher kommt. Sie lassen sich, ja ich sage mal berühren. Daher gefällt es mir vermutlich besser als der Bruder.
Es ist halt eine reine Entscheidungssache, wer sich für welches Tarotdeck entscheidet und vor allem, so denke ich, ist die große Arkana am ehesten an der Entscheidung maßgeblich. Jedoch möchte ich dieser Kurzbesprechung widersprechen. Hier heißt es, dass Prinz und König der Farbe ebenfalls weibliche Wesen sind. Ah ja, mit Bart? Im Deck des Goddess Tarot dominieren zwar die Göttinnen, jedoch sind Prinz und König ganz klar Männer. Ich bin sogar der Meinung, dass bei den drei Kelchen ein Mann dabei ist, was vielleicht nur Einbildung ist, ich weiß es nicht. Aber dieses Deck ist nicht zu Hundert Prozent von Frauen beherrscht.

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Das Crowley ~ Harris Tarot versus Das Vision Quest Tarot

Kurze Anmerkung von mir:
Das Crowley ~ Harris Tarot ist keine unbekannte Tarotart, die ich gefunden habe, sondern es handelt sich hierbei um das klassiche Thoth Tarot von Aleister Crowley und Lady Frieda Harris. Ich nenne es für mich das Crowley ~ Harris Tarot aus folgenden Grund: Crowley hat die Symbolik entworfen und nach seinen Vorstellungen wurde dieses Tarotdeck erschaffen. Jedoch hätte es niemals entstehen können, wenn Lady Frieda Harris es nicht gezeichnet hätte? Und sie hätte es niemals zeichnen können (so wie wir es heute kennen), wenn sie die Vorstellungen von Aleister Crowley hätte. Es ist eine reine Gemeinschaftsarbeit zwischen den beiden und somit ehre ich diese Arbeit, indem ich beide Namen nenne und nicht wie alle Welt, den Kerl (sorry).

Das Tarotdeck von Crowley könnte man als moderne Kunst bezeichnen. Oben in der Überschrift hast du den Link zu sechs Bilder. Es ist sehr abstrakt und ich gebe zu, so richtig viel erkennen, tue ich dabei nicht unbedingt. Manchmal frage ich mich schon, wie schafft eigentlich wer, damit eine Deutung für eine Frage. Aber ich denke mal, wenn ich mich damit ausgiebig beschäftige, werde ich sicherlich schon dahinter kommen.
Das Vision Quest von Sylvie Winter und Jo Dosé ist stark indianisch geprägt. So wird aus der Herrscherin die Großmutter, der Turm ist Chaos und so weiter. Die Bilder sind schön gezeichnet und haben eine eigene Besonderheit.

Der Vergleich:
Es fängt schon bei der großen Arkana an, dass man mit einiger Fantasie schon gewisse Ähnlichkeiten sieht. Die Welt (XXI) hat sehr starke Ähnlichkeiten mit dem Medizinrad aus dem Vision Quest. Und auch hier sind besonders starke Ähnlichkeiten in den kleinen Arkanas zu sehen. Denn teilweise sehen sie sich sehr ähnlich (bis auf die Zeichen, statt z.B. Schwert sieht man im Vision Quest Federn und so weiter). Teilweise sind auch die Bezeichnungen auf den Karten, wofür dieses Deck ja bekannt ist, gleich oder ähnlich. Selten haben die Karten unterschiedliche Bezeichnungen.
Hier zwei Beispiele:
Vision Quest ~ The Sun und Crowley ~ Harris Tarot – The Sun
Mit ein bißchen Fantasie erkennt man schon die Ähnlichkeiten.

Fazit:
Wer mit moderner Kunst nichts anfangen kann, wird es schwer haben, mit dem Crowley ~ Harris Tarot zu arbeiten. Das gleiche gilt aber auch, wer nicht unbedingt ein Deck mit Indianern , bezüglich der Ausbeutung und ähnlichem. Solltest du aber den Wunsch verspüren mit einem Deck zu arbeiten, kannst du hier klar wählen. Magst du eher ein Symbolträgchtiges Deck haben, wäre das Crowley~Harris Deck sicherlich nicht schlecht. Ein ruhigeres Deck wäre auf alle Fälle das Vision Quest Tarot.

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Das Motherpeace Tarot versus Die Daughters of the Moon Tarot

Mit diesen Decks fing es eigentlich alles an und war auch das erste, was ich miteinander verglichen habe.
Es war ein wenig schwieriger hier ein Vergleich anzuführen, weil beim Daughters of the Moon Tarot ja einige Karten fehlten und auch die Zahlen fehlen. Weiterhin habe ich nur die kleine Version des Motherpeace Tarot, was nicht immer alles gut erkennbar macht. Jedoch konnte ich schon einen gewissen Vergleich sehen.

Der Vergleich:
Hier ist es nicht immer offensichtlich, dass die Moondaughters vom Motherpeace inspiriert wurde. Manche Karten aus der kleinen Arkana, sind überhaupt nicht ähnlich und haben meiner Meinung nach auch eine völlig andere Bedeutung. Andere hingegen sehen sich so dermaßen ähnlich, dass es schwer zu leugnen ist, dass Ffiona Morgan sicherlich ein Deck der großen Schwester zu Hause hatte und ihn als Inspirationsquelle nutzte.
Beide Decks sprechen entweder direkt die Göttinnen an (indem sie die Karten, beim Daughter of the Moon Tarot auch in der kleinen Arkana) oder indirekt (beim Motherpeace drückt es sich dadurch aus, dass man die Göttin erkennt, aber diese nicht namentlich auf der Karte benannt ist).
Jedoch kann man zwischen dem Deck von Ffiona Morgan und Vicky Noble sehr wohl deutliche Unterschiede und Eigenheiten entdecken, was bei den anderen Decks nicht immer der Fall ist. Diese Frauen haben sich da wenigstens Mühe gegeben und nicht alles voneinander abgekupfert. Schön, kann ich da nur sagen.

Hier zwei Beispiele:
Die Amazone aus dem Daughters of the Moon Tarot und der Wagen aus dem Motherpeace Tarot . Ähnlichkeiten sind sehr wohl vorhanden, aber nicht sehr deutlich.

Fazit:
Wer das eine Tarotdeck hat, hat noch lange nicht das andere Deck. Das ist hier wenigstens eindeutig klar, was oben nicht immer so war. Sprich, es lohnt sich sehr wohl, sich die Karten genau anzusehen und Sammlerinnen (wie ich) können sich getrost beide Decks kaufen ohne zu stöhnen, mei, die sieht doch genauso aus, wie das andere. Das gleiche gilt übrigens auch für die Internetpräsenzen der beiden Frauen (oben, versteckt hinter deren Namen ^^). Die sind ebenfalls völlig unterschiedlich und einmalig, genauso wie ihre Decks.

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Fazit dieses Blogeintrages:
Es gibt Decks, die sich sehr ähnlich sehen, es gibt Decks, wo nur einige Karten sich ähnlich sehen und einige können nun ausrufen, warum nur, warum tut ihr mir das an (lach). Für mich ist das eine Möglichkeit, wenn ich mit einem Deck nicht klar komme (das sind hier zum Beispiel das Crowley ~ Harris und das Rider Waite Tarot), dann kann ich auf das andere zurückgreifen und mit denen arbeiten. Wenn ich es will. Jedoch unter all dem Gleichnissen, gibt es doch auch Unterschiede, was jedes dieser Tarotdecks total einzigartig macht. Und ich glaube, darauf kommt es ja letztendlich an (mmh, und warum mache ich mir die Mühe, zwanzig Minuten an diesem Text zu arbeiten? ^^).

Also, viel Spaß beim aussuchen, beim legen und deuten der Karten.

P.S. Durch diesen Text und vor allem durch den Vergleich, sind mir die runden Tarotdecks wieder viel näher gekommen. Ich glaube, ich werde mich mal wieder mit den Daughters of the Moon beschäftigen

Ein sehr magisches Wochenende

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, hatte die Hexengemeinde, ein Treffen organisiert, an der ich ja auch teilnehmen durfte. Und ich will ehrlich sein, auch wenn das Wochenende nicht immer angenehm war, ich bin dankbar dafür, dass ich es gemacht habe.

Aber erst einmal mein Bericht:

Freitag dem 04. August 2006
Irgendwann in der früh wurde ich wach, bevor mein Wecker klingelte, ich musste ja zum Bahnhof. Meine Mutter und ich haben uns fertig gemacht und sie hat mich hingebracht. Ich mag es eigentlich, wenn mich wer irgendwo hinbringt, gebe ich zu.
Im Zug dann wurde ich doch ein wenig aufgeregt, aber nicht so sehr wie ich gedacht habe. Die meiste Zeit habe ich rausgesehen und Musik gehört.

Wozu habe ich eigentlich zwei Bücher mitgenommen?

Naja, das gemein war dann die Ankunft, ich telefoniere gerade mit SmilingBandit, der mir gerade von einer unangenehmen Sache der letzten Tage berichtete (ich werde hier NICHT erzählen, was sich ereignet hat, da ich mir denke, dass ist seine Angelegenheit) und dann sehe ich den Kölner Dom.

Toll!

Sollte ich jetzt beeindruckt sein (nicht von der Kirche Kölner Dom, sondern vom Gebäude Kölner Dom) oder sollte ich traurig sein.

Naja, irgendwie haben wir beide uns dann gefunden und sind dann nach Gummersbach gefahren. Ich fand die Strecke total schön. Dort trafen wir dann scarabee, die total quirlig war. Gut, ich habe sie im Forum nicht sooo wahrgenommen, weil wir uns für unterschiedliche Bereiche interessieren, aber so quirlig, ich finde dich total süß (zu der Personenanalyse komme ich im nächsten Beitrag, daher gehe ich jetzt hier nicht so sehr darauf ein).

Und dann, nach einer langen Verirrfahrt, sind wir endlich angekommen, in Epschheide. Da waren auch schon einige, unter anderem Mondfeuer und Saphiro (man möge bitte mal meinen Namensgedächtnis hauen, ich habe mir jetzt nicht gemerkt, wer da alles schon da war und wer nicht).

Mondfeuer und ich scheinen auf einer ähnlichen, wenn nicht sogar auf der gleichen Wellenlänge zu schwingen, denn wir haben uns irgendwie sofort verstanden.

Nach und nach trudelten die anderen ein und wir haben halt geredet und geschwatzt und so, ich fands schön.

Dann, als alle mehr oder weniger da waren, gab es das Begrüßungsritual. Ich muss sagen, solch ein schönes Ritual habe ich bisher noch nie gesehen oder davon gelesen. Es war einfach, aber einfach wunderbar.

Dann ging es Richtung Abend und ich war da schnell weg, ich gestehe, weil ich schlichtweg müde war.

Samstag den 05. August 2006

Der Morgen fing viel zu früh an. Ich dachte schon, Mist, es ist spät, alle sind wach und du pennst noch.

Pustekuchen!

Es war sechs als ich wach wurde und es waren nur einige wach. Naja gut, dann hieß es also warten bis zum Morgenyoga und bis zum Frühstück. Da wir alle eh ein wenig früher wach waren als geplant, wurde das Morgenyoga mit Samhain ein wenig früher gestartet. Ich fand es total schön und ich werde mich mal nach einem Yogakurs hier in Berlin umsehen, denn ich finde es total toll. Könnte auch mein Ding sein, eher als Kampfsportarten.

Dann gab es Frühstück und wir gingen dann über, das Seminar zum Reiki zu geben. Zuerst haben wir geredet und dann haben wir, die Reikieinweihungen haben, den anderen ein wenig Reiki gegeben. Ich fand es toll, da ich hier bisher nie die Möglichkeit hatte, jemanden von Person zu Person Reiki zu geben (außer bei den Zen-Reiki Treffen, wobei es hier aber selten eine Einzelbehandlung gab). Das war für mich eine tolle Erfahrung.

Dann ging es zur schamanischen Reise. Dabei habe ich mein Krafttier, den Otter, verabschiedet, weil er der Meinung war, es wäre in Ordnung wenn er geht (danke dir) und ich habe meinen neuen kennengelernt, den Wolf (Überraschung!). Er hat mir auch gesagt, dass es zwei Aufgaben gibt, die ich nun angehen soll (ich bin nicht sooo exhibitionistisch (oder wie man das schreibt) veranlagt, dass ich das euch jetzt näher erzähle ^^ winke @ Invisigoth). Die Flugsalbe von Mondfeuer hatte es aber wirklich in sich gehabt. Ich hatte nur wenig genommen, aber die wirkte.

Am Abend dann ging es Richtung Ritual, was immer weiter nach hinten verschoben wurde, weil die Leute es mit dem Feuer hinbekommen haben, giggle.

Naja, dann klappte es doch irgendwann und das Ritual wurde abgehalten. Als wir dann eine Kornähre mit einem Dankegruss ins Feuer werfen sollte, musste irgendetwas passiert sein, weil ab da das Geheule losging. Irgendetwas musste da passiert sein, dass bei mir Emotionen hochlkamen, die mich so richtig aus der Bahn geworfen haben. Denn so oft wie ich dann da geweint habe, bei jedem Danke schön oder so, habe ich noch nie, gerade nicht in der Öffentlichkeit.

Der Feuerlauf war dann irgendwie toll und irgendwie eine kleine Katastrophe.

Ich kopiere mal den Bericht aus der Hexengemeinde heraus, den ich da geschrieben habe:

Tja, dann will ich auch mal.

Leider war es bei mir nur teilweise ein schönes Erlebnis, oder wie soll ich es ausdrücken, denn teilweise fehlen mir schon die Worte was an diesem Samstag passiert ist (nur zur Info, ich könnte jetzt schon wieder heulen, argh).

Beim Ritual muss irgendetwas in mir gerade gerückt worden sein, was mich da total aus der Bahn geworfen hat (bzw. das müsste schon den ganzen Tag so gewesen sein, dass da in mir etwas gearbeitet hat) und eigentlich war ich überhaupt nicht konzentriert.

Dann habe ich gesehen wie die anderen da rüber gelaufen sind, sogar die, die erst meinten, ne ich laufe nicht darüber. Ohne dann richtig nachzudenken habe ich dann die Schuhe ausgezogen, die Socken, hab mich dahingestellt und bin gelaufen.

Normalerweise denke ich vor solchen Aktionen zu lange nach und dann ist der Zweifel in mir so groß geworden, dass ich dann abbreche und mir sage, gut, danke und tschüss. Doch hier bin ich einfach drauf losgelaufen (leider unzentriert) und der Boden war kalt. Ich meine, ich hätte auch über kalte Kohle laufen können, da wäre kein Unterschied gewesen.

Leider bin ich dann auf ein Kohlstück ausgerutscht und dadurch habe ich mir besonders die rechte Fußsohle verbruzelt. Aber inzwischen tut der Fuß nicht mehr so doll weh wie an diesem Abend. Da dachte ich schon, toll, wie sollst du denn nach Hause kommen. Und als Luzifer erzählt, dass in zwei Wochen die Hornhaut da unten nachwächst, dachte ich mir irgendwo im Hinterkopf: Zwei Wochen? Schmerz! Ich dachte da echt, toll, zwei Wochen herumgehumple ^^

Aber nein, ich kann fast wieder normal laufen.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich das jemals wieder machen kann (das gebrannt Kind scheut ja leider doch das Feuer, obwohl ich es machen sollte um mir selber zu zeigen, dass nicht immer so etwas passiert), aber es war schon eine irre Erfahrung.

Danke Luzifer, dass du das gemacht hast für uns.

Ende des Berichtes.

Naja, der Abend war dann halt von Fußschmerzen geprägt die aber ab Mitternacht so nach und nach nachließen.

Sonntag den 06. August 2006

Der Tag der Abreise wenn man so will.

Diesmal habe ich beim Morgenyoga nicht mitgemacht, weil mir halt die Füße weh taten und wenn ich da herumstehe und so, naja, da war ich noch nicht fit genug dafür.

Beim Abschiedsritual aber dann ging es wieder los, als ich danke sagen wollte, musste ich wieder heulen, dass fand ich zu dem Zeitpunkt doch sehr nervig, weil ich doch einiges zu sagen hatte.

Na gut, dann tue ich es halt hier.

Ich möchte mich bei Adeline bedanken, dafür das sie das Treffen organisiert hat. Bei Tahira und harlequin für ihren Beitrag.
Ich freue mich halt, dass meine Wünsche von Freitag sich erfüllt haben und ich zumindest einige Kreative Ideen und einige neue FreundInnen ins Herz schließen konnte.
Besonders bedanke ich mir für das Ritual des Wochenendes, weil es mir scheinbar mehr gebracht hat, als ich es mir je hätte erträumen lassen können.
Aber auch bei denjenigen, die mir diese Reise ermöglicht haben (leider kenne ich immer noch nicht alle Namen), möchte ich mich bedanken, denn ohne euch, wäre ich nicht hier gewesen.

Nun ja, so ungefähr wollte ich das sagen.

Die Abreise fing dann um etwa vierzehn Uhr an und scarbee fuhr uns wieder zurück nach Gummersbach wo wir dann den Zug nach Köln nahmen. Recht spontan waren dann SmilingBandit und ich im Kölner Dom und haben dort die katholische Messe mitgemacht (nicht mein Ding, aber in einem anderen Beitrag mehr davon).

Die Ruhe in der Messe (auch wenn die da vorne geredet haben), tat mir so gut, dass ich diese Ruhe ausdehnen wollte. Daher habe ich mich, verrückterweise von SmilingBandit verabschiedet und habe die nächsten neun Stunden! (ich wiederhole 9 Stunden, lach) auf dem Bahnhof verbracht. Das tat richtig gut und es war eine interessante Erfahrung so lange mich sich zu beschäftigen, ohne Fernsehen und so weiter.

Warum habe ich eigentlich zwei Bücher mitgeschleppt?

Um drei Uhr nachts fing die Langeweile erst an, da verging auch kaum die Zeit, aber kaum war es vier, war es auch schon fünf, lach. Da ging die Zeit Ruck Zuck von statten. War schon überraschend.

Im Zug bin ich dann beinahe eingepennt und habe dauernd vor mich herumgedöst. Und zu Hause bin ich dann mit der S-Bahn nach Hause gefahren.

Naja, zu Hause habe ich mir erst einmal die Haare gewaschen, die waren so fettig, weil ich mich wegen meinem Fuß nicht getraut habe zu duschen, wer weiß wie die Wunde auf Chemie reagiert. Dann bin ich ins Bett gegangen und kaum lag ich da, war ich auch schon weg.

Nun, dass war das Treffen aus meiner Sicht. Die Tage kommen sicherlich noch einige Sachen, die damit zusammenhängen ^^

Wir lesen uns also.

Licht in Liebe

Göttinnentarots und Göttinnenorakel

So, ich möchte nun einige Göttinnentarotdecks beziehungsweise Göttinenorakeldecks auf Herz und Nieren überprüfen und hoffe, euch gefällt mein kleiner Bericht.

The Goddess Tarot by Kriss Waldherr

The Goddess Tarot ist ein klassisches Tarotdeck mit 78 Karten, welche sich an das sogenannte Rider Waite Tarot orienitert. Die große Arkana wird von einer bestimmten Göttin repräsentiert, welche aus allen Kulturkreisen stammt. Zum ersten Mal finden wir hier ein göttliches Schwesternpaar aus Australien. Bisher das einzige Deck mit australischen Göttinnen, welche hier vorgestellt wird.

Die kleinen Arkana werden je Farbe von einer Göttin, welche aus der großen stammt, repräsentiert. So steht Isis für die Schwerter, Lakshmi für die Münzen, die Kelche durch Venus und die Stäbe Freya.

Die große Arkana besteht vollständig aus Göttinnen, kein Gott hat sich hierher verirrt, wie es zum Beispiel bei dem Tarotdeck „Daughters of the Moon Tarot“ von Ffiona Morgan geschah, wo immerhin der Pan als männliches Element eine Karte bekam. Die Hofkarten, also der Prinz und der Königin der Elemente hingegen sind männlich. Zwar haben sie eine leicht femininie Gestalt, aber wer genau hinschaut kann erkennen, dass es sich hierbei um Männer handelt, welche das männliche Prinzip des Elements repräsentiert.

Die Bezeichnung der Karten setzt sich aus dem Namen der Göttin und der traditionellen Bezeichnung der Karte zusammen. Dann gibt es im unteren Teil ein Stichwort zu dieser Karte. Alles ist jedoch in englisch.

Das Deutungsbüchlein ist kurz aber prägnant und in englisch. Jedoch kommt man mit einem guten Wörterbuch sicherlich weiter, wenn man ein gutes Schulenglisch spricht. Im Buch wird kurz die Göttin vorgestellt und dann die Bedeutung wenn die Karte gerade herum steht und dann auch eine, wenn sie verkehrt herum erscheint.

Am Ende gibt es, wie immer, einige Legemethoden.

Fazit:
Wer mit dem Raider Waite Tarot arbeiten kann, aber mit den Karten nicht klar kommt, weil der weibliche Teil fehlt, kann mit diesen Karten sicherlich sehr viel Weiblichkeit in ihr Leben holen. Viele Kartendeutungen können sich an entsprechende Bücher orientieren.
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Orakel der Göttinnen von Doreen Virtue

Dieses Deck besteht aus 44 Karten, welche diverse Göttinnen von verschiedenen Künstlerinnen zeigt. Die Bilder wurden nicht extra für das Deck gezeichnet, sondern die Autorin hat diese zusammengesucht, welche für sie in besondererweise die Göttin darstellt und dann gewählt.

Ob die Auswahl gelungen ist, muss jedeR selber entscheiden. Jedoch fand zum Beispiel Tahira die Wahl des Bildes für die Göttin Athene alles andere als geschickt. Denn anstatt griechisch, wirkte diese Göttin eher keltisch.

Und das ist das Deck auch, ein recht keltisches Deck. Man könnte fast sagen, dass es eigentlich das Orakel der keltischen Göttinnen hätte heißen können. Denn über 30 der 44 Karten, würde ich jetzt spontan sagen, sind mit keltischen Göttinnen verziert. Wer es zusagt, wird es sicherlich nicht stören.

Zwei Karten sind dann auch der Jungfrau Maria und Maria Magdalena gewidmet. Viele finden es noch in Ordnung die Jungfrau Maria als Göttin zu sehen, während es anderen aber mit Maria Magdalena zu weit geht.

Das dazugehörige Büchlein beschreibt erst die Botschaft der Göttin, dann ein Deutungsspektrum (welche in Stichpunkten daher kommt) und dann ein sehr kurzer Text, wer diese Göttin ist. Nicht unbedingt der Rede wert.

Fazit:
Dieses Deck kann die Gemüter spalten, trotzdem muss ich sagen, es sind schöne Bilder. Vielleicht nicht immer passend, aber dafür wunderschön. Wer es sich aber holen möchte, sollte sich vielleicht die folgende KünsterInnenlinks anschauen, damit sie oder er weiß, welche Bilder verwendet wurden.

KünsterlerInnenlinks:
http://www.paintingdreams.co.uk: Wendy Andrew
http://www.jonathanart.com: Jonathan Earl Bowser
http://www.fantasy-goddess-art.com: Sharon George
http://www.suehalstenberg.com: Sue Halstenberg
http://www.richardhescox.com: Richard Hescox
http://www.3phw.com/lisairis/index.htm: Lisa Iris
Elizabeth Kyle (Homepage scheint down zu sein, daher kann ich an dieser Stelle kein Link anbieten, entschuldigt)
http://www.cherylrose.com: Cheryl Rose
http://www.ruthsanderson.com: Ruth Sanderson
http://www.neilgeddesward.com: Neil Geddes-Ward
http://www.coreywolfe.com: Corey Wolfe
http://www.jamesyale.com: James Yale

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Das Göttinnengeflüster von Amy S. Marashinsky und Hrana Janto

Die Klassikerin unter den Orakeldecks ist aller Wahrscheinlichkeit das „Göttinnen Geflüster“. Viele haben es, die meisten haben zumindest davon gehört.

Auf 52 Karten, werden 52 verschiedene Göttinnen vorgestellt, welche von Marashinsky in dem dazugehörigen Buch kurz (aber auch wirklich kurz) vorgestellt werden, welche Botschaft sie der Leserin mitteilen möchte und welches Ritual man mit ihnen machen kann.

Kleiner Hinweis: Wer Ritual hört, denkt sicherlich gleich an Kreis ziehen, Kerzen anzünden und so weiter. Hier sind aber geführte Meditationen mit der entsprechenden Göttin gemeint.

Die Bilder sind einfach wunderschön und zeigen die Göttinnen so wie sie sind, nicht so wischiwaschi, wie es bei Doreen Virtue geschieht. Hier darf Kali (http://www.hranajanto.com/goddessgallery/GGF-home.html )mal Kali sein.

Mein Fazit:
Das Deck gehört nicht nur zu den Klassikerinnen unter den Göttinnendecks, sondern es sind auch wunderschöne Karten und eine tolle Meditation zu jeder Göttin zu finden. Ich kann es fast uneingeschränkt empfehlen. Nur die Göttinnenbeschreibungen sollte man als der Sophias letzten Schluss ansehen, da hätte man sonst Trauer.

Mein Tipp:
Wer die Meditationen ausführt, mag sich vielleicht überlegen, ein Tagebuch darüber zu führen, wie es war, was dabei abweichend von der geschriebenen Meditation erlebt wurde und was danach im Leben geschah. Ich werde es auf alle Fälle machen. Und nebenbei kann man sich vielleicht auch überlegen, eine schöne Meditationsecke einzurichten.

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Orakel der Göttin von Gayan Sylvie Winter und Jo Dosé

Das „Orakel der Göttin“ besteht aus 33 Karten, welche in wundervollen Art und Weise die Göttinnen darstellt. Wer das (http://www.tarotwelten.de/vquest.htm“) Vision Quest Tarot der beiden kennt, weiß was sie oder ihn hier erwartet.

Die Karten wurden alle von Jo Dosé gezeichnet und Gayan Sylvie Winter in dem dazugehörigen Buch beschrieben.

Die Karten sind teilweise unglaublich. Jedoch wirken die Frauen ein bisschen zu starr, als würden sich richtig für die Zeichnerin posieren (zum Glück ist das nicht bei allen so), was die Bilder ein wenig tot wirken lässt. Wer die Bilder von Hrana Janto kennt, weiß was ich meine. Jedoch lassen sie sehr viel Freude und Spaß an der Arbeit erkennen.

Das Buch hat alle Göttinnen nach ihrer Herkunft sortiert. Jedoch ist eine alpahetische Ordnung hier nicht zu erkennen. Sogar eine türkische Göttin hat ihren Weg ins Orakel gefunden (bevor ihr rätselt wer das sein könnte, löse ich es auf, es ist (http://www.lunaea.com/goddess/magic/hecate.jpg) Hecate> . Zuerst wird die Göttin auf ca. zwei Seiten vorgestellt und dann gibt es auf einer Seite ein Orakel dazu.

Mein Fazit:
Im Grunde genommen erfindet das „Orakel der Göttin“ das Göttinennorakel nicht neu, aber es ist trotzdem anders. Die Bilder sind schön, die Texte nett, aber theoretisch nichts neues. Trotzdem freue ich mich auf die Arbeit damit.

Tarottipp:
Die beiden haben auch das Vision Quest Tarot geschaffen. Es könnte man vielleicht als Ergänzung zum Orakel benutzen.

Von Sprache und so weiter

Ich interessiere mich seit einiger Zeit für Sprachen (daher auch die Idee, vielleicht mal Linguisitik zu studieren, aber das mal so nebenbei). Und da bin ich mehr zufällig als gewollt auf die Werke einer gewissen Autorin gekommen: Luise F. Pusch . Über ihre Werke bin ich dann auch zu anderen AutorInnen gekommen.

Doch was will ich denn jetzt damit sagen?

Ich interessiere mich für Sprachen, lach. Ne, Spaß beiseite. Durch Pusch bin ich auf etwas hingewiesen worden, dass mir zwar schon früher aufgefallen war, aber dennoch nicht DEN Stellenwert in meinem Denken hatte, wie heute.

Denn früher ist mir schon oft aufgefallen, dass Frauen mit „er“ oder „jeder“ bezeichnet werden. Und ich meine direkt nur Frauen bzw. auch Frauengruppen, wo kein Kerlchen vorhanden ist. Das ist ja dann noch ein Sonderthema für sich.

Das war letztens auch wieder im Fernsehen. Denn – ich gebe zu meiner Schande mal zu, ja ich schaue Popstars *wörgs* – letztens bei der Popstarssendung meinte dieser Detlef dauernd, jeder von euch beiden und ähnliches. Dabei redete er mit zwei Frauen (oder von mir aus, mit zwei Mädchen, jungen Frauen, jungen Damen, sucht es euch aus).

Auch in einen der letzten Sportstunden, die ich hatte, meinte ein Mädchen, jeder soll dieses oder jenes machen. Die Betonung liegt hier wieder auf „jeder“ und dabei waren wir eine reine Frauengruppe. Die Herren machten in einer anderen Gruppe Sport und waren somit nicht angesprochen.

Woher kommt das eigentlich?

Aber das ist nicht nur im mündlichen Sprachgebrauch zu finden, sondern auch im schriftlichen. So habe ich mal ein Buch gelesen, welche sich scheinbar nur an die Männer richtete. „Der Weg des wahren Reiki Meisters“. Nun gut, ein Männerbuch also, scheinbar nur für ReikianerInnen geschrieben, die dem männlichen Geschlecht angehören. Tja, falsch gedacht. Es ist, wenn wir es mal genau nehmen möchten, ein Buch für männliche Reikianer geschrieben, die schwul sind.

Wie komme ich auf diese bescheuerte Idee?

Naja, wenn dauernd von Männern geredet wird und der soll dann mit Hilfe von Reiki ein Partner finden, auf was für Gedanken kämmt ihr denn eigentlich?
Ganz ehrlich!

Tja, dass die Männersprache scheinbar gang und gebe ist, daran sollte ich mich doch langsam gewöhnen. Etwas verstört reagiere ich dann doch, wenn in Kapiteln oder gar Büchern, die sich eigentlich direkt an Frauen richten, nur bestimmte Teile (wenn überhaupt) in weiblicher Form geschrieben werden, aber sonst immer schön von „er“ oder „ihn“ gesprochen wird. Habe ich da was verpasst? Das liegt aller Wahrscheinlichkeit an der Übersetzung, auch wenn das englisch eher das „he“ kennt und weniger das „she“. Eine sehr geniale Erfindung ist das „s/he“ übrigens.

Nur wenige AutorInnen bzw. die ÜbersetzerInnen machen sich die Mühe, eine neutrale Sprache zu schaffen. Regelrecht aus den Socken hat es mich gehauen, dass in dem neuesten Cunny der Versuch einer neutralen Sprache zu verwenden unternommen wird. So übersetzt Eluan Ghanzal den Originaltext in einer neutralen Form (Hohepriesterin und Hohepriesterin) oder nimmt die weibliche Form (Mitgliederinnen). Über die männliche Anrede kommt sie aber nicht hinweg.

Es scheint aber bei vielen so normal zu sein, dass die Kritik der reinen Männersprache und das mögliche andeuten, mal ein Buch in reiner Frauensprache zu schreiben, bei (zu) vielen, mit einem Aufschrei quittiert wird. Von wegen man würde ja dann die Männer diskrimminieren. So erwähnte ich in einem Forum, dass ich halt die gewählte Sprache in dem Buch von Dahlberg (das Reiki Buch scheinbar nur für schwule Männer) nicht gut fand. Und da kam sofort der Protest, von wegen reine Frauensprache = Diskrimminierung der Männer. Das es andersherum aber schon seit unzähligen Jahren ist und das sich was ändern sollte, da verliert eigentlich so gut wie niemand ein Wort.

Das folgenden Buch bedient sich, so die Aussagen der RezensentInnen (oder sollte ich eher Rezensenten schreiben, dass scheint denen sicherlich besser zu gefallen), der reinen Feminisierung aller Wörter. Und das gefällt vielen nicht. Da wird sogar das Buch an sich schlecht gemacht, weil sie der Meinung sind, so etwas kann doch nicht sein, nur von Autorinnen und Verlegerinnen zu sprechen. Das aber Autoren und Verleger bitterer Alltag sind, daran denken die meisten nicht.

In diesem Beitrag schreibt Luise F. Pusch, dass eine Autorin der genannten Biographie eine Kollegin schlichtweg zum Kollegen machte. Da fragt sich frau (und man vielleicht auch), hat die Autorin, die dort genannt, vielleicht eine Geschlechtsumwandlung hinter sich, dass aus ihr ein Mann wird? Vermutlich weniger, der Name „Mary“ (ein doch recht weiblicher Name, auch wenn einige deutsche den Namen Maria für sich entdeckt haben, äh ich meine natürlich männliche deutsche ^^) ist ja doch eindeutig. Da dürfte bei der Übersetzung etwas schief gelaufen sein.

Ein auch sehr faszinierendes Phänomen ist die Vermännlichung, auch wenn die Frau in der Überzahl ist. So erklärte mir meine Französischlehrerin, dass das Französische ja eigentlich eine so richtig schöne sexistische Sprache sei. Warum, fragen sich vielleicht die eine oder der andere? Sie klingt doch schön und edel? Das tut sie gewiss, und doch belegte sie dies an einem einfachen Beispiel. Wenn man eine Millionen Frauen an einem Ort bringt und dort dann ein Mann verweilt (ich glaube jedoch, dass sie einen männlichen Hund als Beispiel erwähnte), verändert sich die Form zum männlichen hin. Nun, es sei erwähnt, dass das französische eine der Sprachen ist, welche die weibliche, die männliche und die sächliche Form kennt. Und eine reine Frauengruppe, wie die Frau alleine, wird mit der weiblichen Wort angesprochen, eine reine Männergruppe und der Mann mit dem männlichen, logischerweise. Eine gemischte Gruppe aus Frauen und Männer, wird mit dem männlichen angesprochen. Dabei ist es egal, ob es eine Million Frauen und der erwähnte Mann (oder doch Hund?) ist.

Da hat aber meine liebe Französischlehrerin aber eines übersehen? Nicht nur französisch ist in diesem Sinne sexistisch, sondern das deutsche ja auch. So sah ich am Freitag eine Liste in dem Betrieb wo ich mein Vorstellungsgespräch hatte. Es zeigte wohl an, welche der MitarbeiterInnen am erfolgreichsten waren. Es waren sieben Personen aufgelistet. Fünf Frauen und zwei Männer. Einer der Männer war auf dem sechsten Platz und der andere auf dem Ersten. War das der Grund, trotz der Tatsache, dass sie in der Unterzahl waren (immerhin, in Mathe wurde mir folgendes beigebracht 2 < 5, also zwei ist kleiner als fünf), die Liste mit den „erfolgreichsten Mitarbeiter“ betitelt wurde? Denn die beste Frau war ja immerhin mit einigen Punkten schlechter als der beste Mann (sie auf Platz zwei und er auf Platz eins).

Aber auch sonst kommt man nicht immer dahinter, wer mit einem Satz gemeint sein könnte, wenn man liest, 25 Studenten wurden gesichtet, (davon waren 24 Frauen). Ohne solche Zusätze würde man nicht herausfinden, wie viele davon Frauen und Männer sind.

Was ist denn eigentlich der Feminismus und welche Strömungen gehören dazu?

Da ich beschlossen habe, ab und an Texte hier zu veröffentlichen, welche sich redaktionell um ein Thema drehen, fange ich einfach mal an ^^

Und zwar, was ist der Feminismus und welche Strömungen gehören dazu?

Die Definition des Wortes Feminismus:

Der Feminismus ist eine Richtung der Frauenbewegung, welche sich mit dem Dualismus der Geschlechter beschäftigt und die bisherige Herrschaft durch das männlich geprägte als solche erkannt hat und diese nun beseitigen will (allgemein auch als Patriarchat bezeichnet). Viele Feministinnen (ich gehe schlichtweg nicht davon aus, dass alle die folgenden Meinungen vertreten, ich bin mal so dreist) sagen, dass Frauen und Männer in erster Linie gleichwertig sind und es gibt sogar einige, die behaupten, dass die typisch weiblichen Eigenschaften (Führsorge und so weiter) sie sogar zu bessere Menschen machen (und das Patriarchat sie demnach wohl versaut). Einige radikale Feministinnen sprechen davon, dass es sogar eine Ablösung des Mannes erfolgen soll um ein sogenanntes Matriarchat zu erschaffen, damit beide Geschlechter sich wieder ergänzen können, wie es einst war (zum Thema Matriarchat mag ich mal an dieser Stelle nichts erzählen, einfach mal die Literatur von Heide Göttner-Abendroth lesen ^^).
Den meisten Feminstinnen geht es darum die Vernachlässung und Benachteiligung der weiblichen Eigenschaften, Denkweisen und Leistungen in allen Lebensbereichen zu würdigen, bzw. abzubauen, wenn diese sich gegen die Frau richtet.
Es gibt inzwischen feministische Literaturwissenschaft, aber auch feministische Theologie (wobei, sollte es nicht schon fast Thealogie heißen?), welche sich mit der Rolle der Frau auseinandersetzt, ihre verdrängte Geschichte, ihre unterdrückte Rolle und die jahrhundertlange Defizite zu überwinden.
Aber es gibt auch Feministinnen, die nicht nur die Rechte der Frauen innerhalb ihres eigenen Landes zu verbessern, sondern die Menschenrechte eingesetzt sehen wollen (also absolute Gleichheit zwischen ALLEN Menschen, egal welchen Geschlecht, Hautfarbe, Religion etc. sie angehören) und sich dafür einsetzen.

Es gibt mehrere Hauptströme im Feminismus, welche sich in mehreren Unterströmen teilt.

Der Universalismus wäre eine der Hauptströmungen

Sie gehen davon aus, dass es im Grunde keinen Unterschied zwischen Frauen und Männer gibt. Seit etwa 1970 versuchen besonders radikale Richtungen des Feminismus diese Idee beseitigt werden soll.

Unterströmungen des Universalismus

Radikalfeminismus (Gleichheitsfeminismus)

Sie gehen von einer absoluten Gleichheit der Geschlchter aus. Die entstehende Ungleichheit, die wir in der Gesellschaft kennen, also das angeblich Frauen nicht so intelligent sein, blablabla, entstehen nicht durch die Geburt, sondern durch die Sozialisation. Erst dadurch entstehen solche Eigenschaften von „typsich männlich“ oder „typisch weiblich“. So könnten Männer sehr wohl Führsorge empfinden, wenn sie entsprechend erzogen werden und Frauen könnten Kämpferinnen werden, mit einer entsprechenden Erziehung. Daher streben sie eine Aufhebung solcher geschlechtsspezifischer gesellschaftlicher Unterschiede, damit Mensch sich entscheiden kann, welche Fähigkeiten und Vorlieben es entwickeln möchte, anstatt nach irgendwelchen sogenannter Normane zu handeln.

Die bekanntesten Vertreterinnen dieser Richtung sind Mary Daly, Simone de Beauvoir und Alice Schwarzer.

Psychoanalytisch orientierter Feminismus

Diese Richtung sucht nach den Ursachen dafür, warum das weibliche Geschlecht unterdrückt wurde/wird (eigentlich ein faszinierender Gedanke, warum wird frau unterdrückt und nicht mann?).

Marxistischer Feminismus

Diese Feministinnen stehen dem Marxismus nahe. Sie setzen sich in erster Linie fürdie „gesamtgesellschaftlichen“ Rechte der Frau ein, denn hier findet man die Voraussetzung für die Überwindung des kapitalistischen Systems. Diese Richtung fühlt sich sehr der Arbeiterbewegung verbunden und politisch gesehen, stehen sie den traditionellen kommunisitschen Parteien bzw. dem linken Flügel der Sozialdemokraten nahe. In der BRD waren die DFI (Demokratische Fraueninitiative) eine wichtige Vertreterin der marxistisch orientierten Feministinnen. Der Übergang zwischen marxistischem Feminismus und sozialistischer Frauenbewegung ist fließend. Es wird jedoch innerhalb der feministischen Bewegung die traditionell marxistische Unterordnung der „Frauenfrage“ als Nebenwiderspruch unter den so genannten Hauptwiderspruch immer wieder in Frage gestellt, und zwar die zwischen Bourgeoisie und Protelariat.

Freudomarxistischer Feminismus

Gibt es, aber ich traue mich ehrlich gesagt gar nicht, die irgendwie zusammenzufassen, weil ihre Definition nicht sonderlich erhellend ist, sorry. Aber wenigstens wisst ihr den Namen dieser Strömung.

Materialistischer Feminismus

Hier wird die marxistische Analyse weitgehend geteilt, es gibt aber unterschiede. Und zwar wird als „Hauptwiderspruch“ der Geschlechterunterschied angenommen und in eine „materielle Geschichtsinterpretation“ einbezogen. Die daraus resultierenden Forderungen, dass der biologische Unterschied aufgehoben wird, wird als Kybernetische Feminismisu oder auch als Kybernetische Kommunismus bezeichnet. Es wird gefordert, dass die Fortpflanzung nicht mehr die Frau, sondern die Gen-Technologie übernommen wird, dadurch würde sie vom Zwang der Mutterrolle befreit werden.

Autonome Feministinnen

Sie sehen die Unterdrückung der Frauen in der Regel als ein von Klassenwidersprüchen unabhängiger „gesellschaftlicher Widerspruch“. Somit unterscheiden sich die Autonomen von den meisten anderen radikalen linken Gruppen. Daher geben sie feminisitischen Diskussionen einen großen Raum.

Anarchistischer Feminismus

Hierbei handelt es sich um eine Mixtur zwischen Feminismus und Anarchismus.

Differenzfeminismus ist eine weitere Hauptströmung des Feminismus

Diese Hauptströmung mit ihren Unterströmungen gehen von einer grundsätzlichen Verschiedenheit der Geschlechter aus. Das bedeutet, Frau und Mann können nicht gleich sein, da sie unabhängig von Kultur und Geschichte unterschiede aufweisen (zum Beispiel die Aggressivität des Mannes und die Passivität der Frau).

Gynozentrischer Feminismus

Hierbei geht es um die Anerkennung der Weiblichkeit, der Suche nach Wurzeln und Ursprüngen des Frauseins (Frauenrituale, Frauenspiri und so weiter). Ihr Ziel ist es nicht mehr die Aufgebung der Geschlechterungleichheit zu erreichen, sondern eine Rekonstruktion dieser Ungleichheit, welche die Männlichkeit ab- und die Weiblichkeit aufwertet. Sie implizieren die Anerkennung des femininen Charkters bei Frauen und Männer gleichzeitig.

Kultureller Feminismus

Sie gehen davon aus, dass es fundamentale Persönlichkeitsunterschiede zwischen Frauen und Männer gibt und die weiblichen Eigenschaften haben es verdient, besonders dargestellt und gefeiert zu werden. Diese Theorie sagt aus, dass Frauen friedfertiger sind und Männer kriegerischer, daher ist die logische Folgerung (von ihnen natürlich), dass, wenn Frauen die Welt regieren würden, es keine Kriege mehr gäbe, oder das Frauen die bessere Kindeserziehung gewährleisten würden. Sie versuchen den Sexismus zu überwinden, indem sie die besonderen Eigenschaften und Erfahrungen von Frauen hervorheben und glauben, dass der „weibliche Ansatz“ der bessere sei. Ihre Form des Feminismus kann man als „Gender Feminismus“ bezeichnen.

Magischer (esoterischer) Feminismus

Dies Richtung könnte man am besten als Dianic Richtung bezeichnen (auch wenn der gehörnte Gott nicht bei allen unter dem Tisch fällt ^^). Sie kritisieren die Hexenjagd und die Hexenverfolgung als besonders grausam dar und verurteilen diese, sowie den Verlust an Wissen (z.B. das Kräuterwissen etc.) und identifizieren sich mit den Hexen (Magie etc.).
Sie feiern die Walpurgisnacht unter dem Motto „Wir sind Frauen, wir sind viele“ oder auch „Wir erobern die Nacht zurück“ (welche den Hintergrund hat, dass Frauen theoretisch nicht mehr Nachts raussollen, weil das eine Vergewaltigung provozieren könnte, während Männern nicht verboten wird Nachts rauszugehen, weil sie ja vergewaltigen könnten, nur mal so angemerkt).
Zu den bekanntesten Vertreterinnen dieser Gruppe kann Luisa Francia genannt werden.

Individualfeminismus ist ebenfalls eine eigene Hauptströmung

Sie ist relativ jung und vertritt libertäre Theorien bis hin zum Objektivmus. Ihr Ziel ist es, die Individualrechte aller Menschen, besonders natürlich die Rechte der Frauen, aber auch die Rechte der Männer (zum Beispiel habe ich gelesen, dass in vielen Ländern der EU alleinerziehende Männer benachteiligt werden in puncto Finanzen) zu sichern und zu stärken. Hierbei ist die Verwriklichung und die Grenzsetzung für das Individuum und seine Verwirklichung das Wichtige. Es werden theoretische Ansätze, welche sie mit dem Anachrchismus im Zusammenhang bringt, herausgearbeitet. Ihre bekannteste Vertreterin ist Wendy McElroy (auch wenn ich ihren Namen noch nie gehört habe, ich gestehe).

Militanter Feminismus

1967 hat Valerie Solanas in ihrem Manifest „SCUM“ die Vernichtung der Männer gefordert. Es wird wie folgt aufgefasst:
Teils als Volksverhetzung, teils als Satire, teils als Werkt einer psychisch Kranken. Es dient aber als Diskussion innerhalb des Feminismus, wo die Grenzen sind und wie weit man gehen sollte bzw. darf (wobei ich mich frage, hätte ein Mann so etwas über Frauen geschrieben, hätte man ihn auch so beurteilt?).

Das wars erst einmal von hier.
Quelle: Wikipedia

Ich habe jedoch den Text in eigenen Worten wiedergebene und keine Zitate verwendet. Somit ist der Text mein Urheberrecht unterstellt.

Brüste sind wohl nicht gleich Brüste

Edit: Da mir Leute mit dem Suchbegriff „Titten saugen“, „Saugende Titten“ und seit neuestem auch „Lilas Titten“ hier her kommen und ich nicht weiß, welche Hintergedanken da stecken, habe ich den Titel jetzt geändert, in der Hoffnung, dass gewisse Personen nicht mehr nach diesen Begriffen suchen.

Ihr kennt doch diese Kolummnen (spästens seit Sex and the City – eine Serie wo mich mich erfolgreich dagegen gewehrt habe und keine einzige Sendung gesehen habe – dürfte das ja bekannt sein). In diversen Zeitungen sind die ja zu finden und da dürfen sich die AutorInnen ja über alles und jeden auslassen ohne das immer ein Hinweis auf Neutralität oder Seriösität gegeben ist (so empfinde ich das zumindest). Denn meistens sind das persönliche Meinung der entsprechenden Personen.

Aber gut, darüber will ich ja nicht reden, dass verrät ja wohl auch die Überschrift.

Letztens hat sich einer diese KolummnistInnen (es war ein Mann, dass mal so als Hinweis) über diverse Befindlichkeiten in der Öffentlichkeit beschwert. Also den Dreck in gewissen Bereichen der Öffentlichkeit und wie sich eben die Leute benehmen. Was ich aber dann überraschend fand, war die Tatsache, dass sich diese Person über eine stillende Mutter aufregte. Er schrieb so in etwas: Sie holte ihre Brüste heraus (man stelle sich das jetzt auch mal ruhig bildlich vor, frau holt etwas heraus, so wie ein Kalender, hihi) und stillte ihr Kind.

Jetzt frage ich mich aber mal, wir sehen ja im Grunde genommen täglich die Brüste von jungen Mädchen, jungen Frauen, Frauen mittleren Alters, teilweise sogar schon alte Frauen. Gerade wenn es in Fernsehberichte um Brust-OP’s geht. Oder wenn sie zeigen wollen, wie toll oder wie blöde die BH’s sind. Auch wenn es um erotische Berichte geht, Frau ist meistens oben ohne. In den Zeitungen sollen Frauen ihre Brüste zeigen, wenn sie eben Männerfantasien anregen soll. Also in diversen Männerzeitschriften, aber teilweise in angeblich seriösen Zeitungen (komischerweise vermisse ich diese Seriösität in entsprechenden Zeitungen, wenn die solche Bilder bringen, sehr stark).

Im Grunde genommen werden wir von Frauenbrüsten, eingepackt wie ausgepackt ja nur so bombadiert. Auch in der Werbung, auch wenn die absolut nicht zum Produkt passen. Egal, Hauptsache ist es anscheinend, dass nackte Brüste zu sehen sind.

Aber warum dann bitte schön regen sich dann die Leute auf, wenn eine Mutter eben dieses Sexobjekt auspackt um damit ihr Kind zu nähren?

Ich meine, was gibt es göttlicheres und schöneres, als wenn eine Mutter ein Kind zur Welt bringt und es dann auch noch nähren kann (immerhin gibt es einen gewissen Prozentsatz von Frauen, die ja keine Milch in der Brust haben und eben von Anfang an mit der Flasche stillen müssen und natürlich andere, die das eben wollen).

Da muss man sich echt fragen, ob nicht der Mann (aber auch die Frau) eiversüchtig reagiert, wenn eine Mama ihre Titten nicht für männliche Welt (damit sind nicht unbedingt die Männer gemeint, sondern die männlich geprägten Menschen, womit auch Frauen gemeint sein können) bereit hält, sondern eben für das eigene Kind.
Tut mir Leid, aber wenn eine Mutter aus einem Laden verwiesen wird, weil sie ihr Kind närrt, aber der wohlmöglich mit nackten Titten wirbt, dann muss man sich echt fragen, ist die Frau nur solange akzeptiert, solange sie ihre Brüste frei für die männliche Fantasie hat? Scheinbar zumindest ja. Denn sonst würde man sich nicht aufregen, wenn eine Mutter ihr Kind stillt und sie vor die Tür schicken.

Das ist nicht nur ein Armutszeugnis für dieses Land, sondern auch für diese Menschen, die so denken und handeln.

An dieser Stelle ein scharfes: SCHÄMT EUCH!!!

Andere Meinungen, andere Ansichten – Unerwünscht? Aber echt jetzt

Wolfi ist gerade in Schreiblaune und nutzt es, um euch mal einiges zum lesen zu geben, bis ich mal wieder schaffe, ins Internet zu kommen oder wenn ich mal wieder einen Schreibtief habe.

Aber zum nächsten Beitrag.

Kennt ihr das? Ihr werdet dazu aufgefordert euch eine Meinung zu bilden, eine Ansicht, eine Lebensweise, eine Form der Existenz, die zu euch passt.

Ein Beispiel gefälligst was ich meine? Aber gerne doch. Sonst reden wir wohlmöglich aneinander vorbei.

In diversen Hexenforen wird ja geprädigt, dass man bitte den eigenen Weg gehen soll und das man sich nicht von anderen etwas reinreden lassen soll. Denn letztendlich, wir sind ja verschiedene Menschen und somit ist es fast unmöglich, dass zwei Menschen den gleichen Weg gehen. Von wollen, fangen wir erst einmal gar nicht an.

Vor längerer Zeit habe ich mich in einem entsprechenden Forum angemeldet, wo eben solche Sachen, ich sage es jetzt mal so, gepredigt wurden. Und ich machte einen riesigen Fehler. Ich öffnete mich und stellte mich als Individuum dar. Denn ich sagte ihnen, dass ich nicht den Weg der Göttin UND des Gottes gehen, sondern aktuell nur den Weg der Göttin.

Was am Ende herauskam war so ähnlich, als hätte ich denen gestanden, dass ich kleine Kinder fresse.

Die ersten Runterputzbeiträge habe ich noch gelesen, dann habe ich mich von diesem Forum zurückgezogen (und aus diversen technischen Problemen gibt es den wohl auch nicht mehr).

Ich hatte offen und ehrlich gesagt, dass ich einen anderen Weg gehe, wobei ich ja noch offen hielt, dass das nicht heißt, eines Tages den Weg der Göttin UND des Gottes zu gehen. Sondern das ich im Moment eben nur den Weg der Göttin gehe. Da ist ja ein gewaltiger Unterschied.

Und trotzdem haben mich die Meisten (oder waren es sogar alle?, weiß ich gar nicht mehr) niedergetrampelt, obwohl sie den indivduellen Weg predigen.

Okay, jetzt dürfte klar sein, was ich damit meine, oder?

Der Mensch ist ja immer noch ein eigenständiges denkendes, fühlendes und handelndes Wesen. Zumindest bin ich davon überzeugt, dass er/sie so ist. Das bedeutet, dass sie/er sich für oder gegen einen Weg entscheiden kann. Und das ist so lange in Ordnung, solange andere Menschen (egal welches Alter, welches Geschlecht, welche religiöse oder sexuelle Ausrichtung und so weiter und so fort) gefährdet. Damit meine ich körperlich aber auch geistig.

Ich vermute mal, da stimmen mir die Meisten zu, oder?

Jetzt frage ich mich aber, warum das aber so ein Tabuthema ist?

Ich wurde ja für meine Entscheidung hart kritisiert. Andere machen sich über diese individuellen Entscheidungen lustig, versuchen sie davon abzubringen, oder schneiden sie und so weiter und so fort.

In meinen Augen ist das erheben der eigenen Meinung über die der Anderen, das lächerlich machen der anderen Meinung, ihnen das ausreden und so weiter, nur ein Zeichen von Arroganz und Unreife. Tut mir Leid, aber ab und an müssen mal harte Worte gesprochen werden.

Ich selber bezeichne mich als Dogmatisch Undogmatisch und über viele Ansichten schüttele ich ja auch den Kopf. Aber ich versuche mich immer mehr und mehr in diese Schiene zu schieben, dass ich meine Meinung zu dem Thema sage und damit hat es sich.

Damit meine ich, dass ich in der Ich – Form rede, betone, dass ich das nur so sehe und nicht mehr davon ausgehe, dass andere meine Meinung teile. So von wegen „Alle Hexen …“ und so weiter. Diese Zeiten gab es mal, klar, wir alle machen Fehler. Aber man ändert sich eben auch und entwickelt sich weiter.

Aber selbst Alteingesessene scheinen nicht davor gefeilt zu sein, eben diese Fehler zu machen und davon überzeugt zu sein, dass ihre Meinung / Ansicht nur zählt. Und wer was anderes sagt ist ja eh bescheuert.

Vielleicht (aber wirklich nur vielleicht) überlegt ihr euch, wenn ihr das nächste Mal eure Ansicht kundtut, wie ihr es tut. Es geht nicht um den Inhalt, da gibt es kaum ein Richtig oder ein Falsch (wobei bestimmte Punkte sind von vornherein falsch, da kann man machen was man will) sondern um die Verpackung der Inhalte.

Danke schön ^^

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