0 – Der Narr/Die Närrin, die Reise durchs Tarot – Tarotprojekt endlich gestartet

Das Projekt hatte ich vor einigen Monaten eigentlich schon mal angefangen (mit dem Turm damals) und dann aus irgendwelchen Gründen abgebrochen, nur um immer wieder zu überlegen, es neu zu beginnen. Gestern Abend, bzw. heute morgen, habe ich es endlich begonnen, mein Tarotnotizjorunalbuch (was für ein Wort, gerade eben aber erfunden, lachZ).

Ich habe mir ein dickes Notizbuch gekauft (was bei mir so ungefähr einmal im Monat geschieht, ich liebe Notizbücher, je dicker desto besser) und auf der ersten Schreibseite eine gelbe Null gemalt (für die erste Karte) und auf der Nachbarseite die Foolkarte vom Transparenttarot. Und ich meine wirklich dieses Bild hier. Wobei ich zugeben muss, vom zeichnerischen Talent her, bin ich nicht so sehr gesegnet, wie ich es mir wünsche. Aber für meine Bedürfnisse reicht es völlig aus.

Auf der ersten Seite schreibe ich mir alle Notizen zu Thema Assoziationen zu der entsprechenden Karte, auf der zweiten Seite hingegen sind freie Gedanken erlaubt: Was verbinde ich mit der entsprechenden Karte. Dann habe ich mir aus einem englischen Buch die Bedeutungen herausgeschrieben und das dann auf die nächste Seite eingefügt. Und die nächsten Seiten sind für den Narren oder die Närrin in allen Facetten reserviert. Immer wenn ich etwas zum Thema finde, werde ich mir Notizen machen und es in meinem Buch schreiben. Und wenn ich damit fertig bin, werde ich es auf dem PC übernehmen. Nach und nach eben.

Das wird ein Projekt sein, was ich vermutlich die nächsten Jahre durchführen werde. Letztendlich lernt man beim Tarot ein Lebenlang dazu und man erlebt permanent etwas neues. Dabei habe ich mir überlegt, was wäre wenn, sicherlich kennt ihr diese Überlegungen. Und ich dachte mir so, was wäre wenn ich wirklich ein Buch vollkriegen würde, mit Narrensachen. Dann hätte ich theoretisch 78 Notizbücher in meinen Regalen, brrr, ich habe schon kein Platz mehr für meine Bücher, die ich mal aussortieren müsste, dann brauche ich wirklich nicht so viele Notizbücher. Letztendlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich gut 300 Seiten zu einen Thema vollkriege aber doch zu gering, in dem Sinne brauche ich mir da keine Sorgen zu machen.

Wenn ich dann mal wieder was zum veröffentlichen habe, werde ich mich hier kund tun ^^

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Kopfkartenfrage Signifikatorkarte

Im Moment verschlinge ich ein Tarotbuch nach dem anderen (im Moment habe ich drei Bücher auf meinem Nachtisch, wenn auch im symbolischen Sinne und eines davon konnte ich gestern auslesen) und dabei kommt immer wieder ein Thema zur Wortsprache, welche mich immer wieder fasziniert und welche mich immer wieder zu diversen Fragen führt.

Das Thema ist die sogenannten Signifikatorkarte.

Mit dieser Karte wird die Person beschrieben, wer die Legung bekommt. Also entweder ich, wenn ich für mich lege oder die Person, welche mir gegenüber sitzt. Man kann unter anderem die Karte aussuchen, welche die Signifikatorkarte sein soll oder einfach ziehen.

Und bei dem auswählen der Karte fangen bei mir die Bauchschmerzen an. Daher konzentriere ich mich in erster Linie darauf.

Man hat zwei Möglichkeiten die Karte auszuwählen. Entweder man entscheidet sich zwischen den Magier (I) für einen männlichen Klienten oder die Hohepriesterin (II) für eine weibliche Klientin. Wobei ich mal eine Zwischenfrage dazwischen werfe. Warum eigentlich der Magier und nicht der Hohepriester?

Und hier fängt schon mal ein ordentliches Problem an (und das erkennen auch die AutorInnen, welche diese Art von Karten empfehlen). Wenn ich eine Karte aus der großen Arkana wähle, dann ist diese für die restliche Legung schlichtweg verloren. Winkewinke … 😦

Also schon mal eine doofe Sache.

Aber die Rettung naht. Denn man muss nicht die beiden Karten (oder auch eine andere, wenn man möchte) wählen. Man kann die Hofkarten dafür nutzen. Und zwar entscheidet man dort nach Alter, Aussehen, Horoskop oder Persönlichkeitsbild dieser Karten.

Und auch hier habe ich wieder ein Problem. Wenn ich eine der Hofkarten nutze, dann ist auch diese Karte für die restliche Legung verloren. Das wird aber von den meisten irgendwie toleriert.

Ich persönlich habe mich daher für die Methode entschieden, dass ich die Karte einfach aus dem Kartenhaufen ziehe. Und zwar aus den kompletten Kartenhaufen. So kann es natürlich kommen, dass ich eine Zahlenkarte, aber auch eine Karte aus der großen Arkana ziehe (und natürlich auch eine Hofkarte). Aber das ist eben so gewollt. Alternativ kann man hier auch ein zweites Deck verwenden. Nur gefällt mir dieser Gedanke besser, als eine Karte bewusst zu ziehen und diese damit zu blockieren.

Sensual Wicca Tarot oder auch Sexy Wicca Tarot ~ Nada Mesar & Artwork by Elisa Poggese

Wichtige Grunddaten:

Spielkarten: 64 Seiten
Verlag: Lo Scarabeo; Auflage: De Luxe edition (31. Mai 2007)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 888395727X
ISBN-13: 978-8883957277

Lo Scarabeo hat das sogenannte Sensual Wicca Tarot herausgebracht, was gelegentlich das Sexy Wicca Tarot genannt wird. Da ich zur Zeit (auch aufgrund einiger erotischer Darstellung, ich gestehe) mit diesem Deck (und einem zweiten) meine Geschichte schreibe, bleiben mir die Bilder besonders im Kopf hängen. Teilweise, so muss ich gestehen, verstehe ich nicht sonderlich gut die Aufteilung der Bilder.

Die große Arkana:

Das sind die Karten der großen Arkana. Wer genau hinsieht, wird bemerken, dass immer wieder erotische Darstellungen zum tragen kommen. Manchmal passend, manchmal denke ich mir, musste das jetzt sein (ich bin bestimmt nicht prüde, aber es gibt Erotikdarstellungen, die eben nicht sinnig sind). Da die große Arkana jedoch mit Archetypen und derartiges arbeitet, kann man hier eindeutig sagen, es funktioniert. Man findet die mögliche Bedeutung der Karten in diesen Bildern und man kann damit arbeiten.

Eine Besonderheit ist auch, dass hier nicht nur Weiße vorkommen, sondern auch Menschen anderer ethnischen Gruppen. Und das beste kommt noch. In der kleinen Arkana treffen wir sie wieder.

Die kleine Arkana:

Die kleine Arkana hat die oben genannte interessante Idee, dass viele der Figuren der großen Arkana auch in der kleinen zu finden ist. Man kann quasi eine Art Verbindung/Freundschaft aufbauen und sie somit besser kenennlernen. Und ich denke, viele können auch mit den Karten gut arbeiten. Zumal viele Karten sich miteinander verbinden lassen. Jedoch hätte ich mich gefreut, wenn es nicht so wild durcheinander ginge 🙂

Ich stelle am besten die Farben in einem Fließtext vor, ist mir so heute morgen ebenfalls im Halbschlaf eingefallen, lachZ.

Die Stäbe:

Die Stäbe fangen ganz klassisch mit einem Salamander auf einem Stab an (As der Stäbe). Blauer Hintergrund und sonst keine Besonderheiten wie ich finde. An den Asen selber störe ich mich übrigens in keinster Weise (okay, ein Hintergrund bei dieser Karte wäre vielleicht noch wünschenswert gewesen, aber gut, man kann nicht alles haben ^^). Mit den 2 der Stäbe reisen wir in die Wüste, vermutlich Ägypten, wegen den Pyramide. Wir sehen zwei nackte Männer, die sich scheinbar nahe stehen und uns den Rücken zudrehen. 3 der Stäbe zeigt ebenfalls die beiden Herren, wobei wir sie nun sehen können und gleichzeitig eine nackte Frau (mit einem doch etwas seltsam geformten Gesäß ^^). Bei 4 der Stäbe dürfen die beiden Herren im Kreise der Familie, des Dorfes oder des Clans, heiraten. Immer noch nackt, warum auch immer ^^. Ob sie sich jetzt daneben benommen haben oder nicht, weiß ich nicht, aber auf 5 der Stäbe werden sie alles andere als freundlich behandelt. Sie sind übrigens immer noch nackt. 6 der Stäbe zeigt das Paar von der Karte Der Wagen. Vermutlich hat es etwas mit dem Thema des Decks zu tun, dass die Frau eines ihrer Brüste zeigt. Sieht nicht sonderlich bequem aus. Bei 7 der Stäbe sehen wir unseren Stern wieder. Und auch bei 8 der Stäbe. Jetzt kommt wieder ein Quantensprung und wir landen im Kerker (9 der Stäbe) und auf dem Scheiterhaufen (10 der Stäbe. Das Mädchen der Stäbe reitet mit einem Stab über ein Feld, der Gefolgsmann der Stäbe sieht aus wie ein Ritter aus dem Mittelalter, die Mutter der Stäbe wie die bekannte Schlangenpriesterin (nur darf sie hier sitzen und muss keine Schlangen halten) und der Weiser der Stäbe scheint aus Afrika zu kommen.

Zwar wird bei den Stäben das Thema Feuer immer wieder behandelt (und sei es nur in der Wüste), aber man sieht hier schon deutlich, es wird hin und her gehüpft. Weiter stelle ich mir die Frage, was hat denn bitte schön Johanna von Orleon (die Karte 9 und 10 der Stäbe) in einem Wiccadeck zu tun? Es reicht ja schon, dass Menschen mit afrikanischen Hintergrund für das Deck ihren Kopf (bzw. sogar den ganzen Körper) herhalten müssen. Aber gleich eine historische Figur?

Die Kelche:

Der As der Kelche zeigt einen Fisch im Kelch, wie er herumspringt. Ebenfalls ein langweiliger Hintergrund ohne Besonderheiten. Da hat mich persönlich 2 der Kelche eher gefreut. Zwei küssende Frauen, die sogar ein wenig aktiver werden. Komischerweise tragen sie Kleider, während unsere Stabkerlchen nackt herumlaufen. 3 der Kelche zeigt die beiden Frauen von 2 der Kelche und eine Dritte im allbekannten Kreistanz der Kelche (ich nenne das mal so). Und bei 4 der Kelche ist die neue im Kelchtanz ein wenig deprimiert. Bei 5 der Kelche haben wir wieder einen Bruch. Zwei küssende Männer (mal wieder nackt) auf der einen Seite und auf der anderen Seite eine nackte Frau, die ziemlich wütend ist. Da könnte man sich fragen, warum sind hier zwei küssende Männer zu finden und die Frau regt sich auf und nicht andersherum ;). Mit 6 der Kelche haben wir sofort wieder einen Bruch. Denn nun sind unsere beiden Sonnenkinder wieder da. 7 der Kelche ist wieder ein Bruch zu finden. Ein Fisch im Wasser. 8 der Kelche zeigt unsere Kartenmutter, während 9 der Kelche uns den Kartengemahl zeigt. Und am Ende, 10 der Kelche kehren wir wieder zum Fisch zurück. Das Mädchen der Kelche ist hier mit dem Wassersymbol Muschel zu finden, während der Gefolgsmann der Kelche auf einem Delphin aktiv reiten darf. Die Mutter der Kelche sitze passiv auf einem Thron und der Weiser der Kelche ist wieder aktiv und diesmal sogar mit einem Orca.

Während bei den Stäbe der Wechsel zwischen den verschiedenen Gruppen nicht so schnell vonstatten geht, ist es bei den Kelchen um einiges schlimmer. Mich persönlich freut es sehr, dass der lesbischen Liebe wenigstens einer Karte geschenkt wurde (eben 2 der Kelche), aber ich frage mich schon, warum mussten die beiden Frauen jetzt direkt Kleider tragen, während die Männer die ganze Zeit nackt herum laufen dürfen. Wobei man sagen muss, hetereosexuelle Frauen sind auch nackt.

Die Schwerter:

As der Schwerter zeigt einen Adler mit dem Luftsymbol Schwert. Interessanterweise haben wir hier einen Hintergrund (ein sehr düsterer Himmel). Die 2 der Schwerter zeigt wieder unser Wagenpaar (jedoch kann man nicht erkennen, ob sie wieder ihre Brust so unbequem präsentiert). 3 der Schwerter, 4 der Schwerter, 5 der Schwerter und 6 der Schwerter zeigen (bis auf 5 der Schwerter als Bild) keine Personen, sondern eher Gegenstände. Erst 7 der Schwerter zeigt wieder eine Person. Ob sie jedoch die Transformation ist, sei einfach dahingestellt. Mit 8 der Schwerter beginnen wieder die Johannakarten. Wir finden sie noch auf 9 der Schwerter und 10 der Schwerter. Das Mädchen der Schwerter ist hier um einiges aktiver als einige andere Figuren. Dabei ist aber der Gefolgsmann der Schwerter wilder und beherzter. Die Mutter der Schwerter erinnert mich ein wenig an die eine Bibelgestalt, die unbedingt den Kopf eines Helden haben wollte (jaja, ich weiß nicht mehr den Namen) und hat in meinen Augen nicht viel mit einer Schwertkönigin gemein (man sieht auf der Karte nicht einmal ein Schwert und den Kopf schlägt man besser mit einer Guilotine ab). Der Weiser der Schwerter hingegen darf ein Schwert als Schmied herstellen.

In meinen Augen wurde bei den Schwertern viel Potential nicht genutzt. Immerhin waren vier Karten nur kalte Gebäude, die auf Anhieb nicht unbedingt viel zu sagen haben. Da hätte man bessere Bilder malen/wählen können. Ich persönlich bin von der Schwerterreihe doch eher enttäuscht.

Die Münzen:

As der Münzen zeigt einen Bär und einen waldigen Hintergrund. Auch hier wurde nicht an dem Hintergrund gesparrt. Warum dann beim As der Stäbe und Kelche? 2 der Münzen zeigt die klassische Jonglierfunktion mit dem Sonnenmädchen (ob sie die Närrin ist, sei dahingestellt). 3 der Münzen ist eigentlich völlig aus dem Rahmen gestellt, da man die Figur nicht kennt. Dagegen aber den Jungen auf 4 der Kelche, wobei man fragen kann, was ein „Indianer“junge auf einer Burg zu suchen hat (ob der Junge wirklich von den UreinwohnerInnen Amerikas abstammt, weiß ich nicht, sieht doch aber sehr danach aus). 5 der Münzen zeigt wieder unser Sonnenpärchen und 6 der Münzen spricht in meinen Augen eine sehr eindeutige Sprache über die Herkunft des Jungen. 7 der Scheiben (oder Münzen oder wie auch immer ^^) zeigt unsere schwangere Kartenmama und 8 der Scheiben unseren Sternenmann. Bei 9 der Scheiben hat unsere Kartenmama ihr Kindchen endlich bekommen (hatte ja auch eine lange Reise durch die kleinen Arkanas) und bei den 10 der Scheiben wissen wir auch, wer der Papa ist. Nur irgendwie sehen allein die Kinder auf diesem Bild glücklich aus. Das Mädchen der Scheiben wirkt eher wie eine Eremitin als wie eine junge Frau, welche die Erde in sich vereint. Der Gefolgsmann der Scheiben wirkt wie ein Jüngling, fast wie eine Frau, die Männerkleidung trägt. Die Mutter der Scheiben ist vermutlich unsere Hohepriesterin und der Weiser der Scheiben ist in den Wald zurückgekehrt.

Ehrlich gesagt, bei den Scheiben habe ich ein wenig mehr nackte Haut erwartet als bei den anderen Kartenfarben. Denn immerhin steht diese Reihe für Reichtum und Nahrung und ähnliches. Und wieso nicht gerade hier ein wenig Erotik, gar Sex einbauen? Kelche und Scheiben wären für entsprechende Kartendarstellungen am besten gewählt, dann die Stäbe und am Ende die Schwerter.

Desweiteren (das Deck schreit jetzt nach dieser Aufteilung förmlich, also rupfe ich es auch so auseinander) ist die Aufteilung der entsprechenden Pärchen nach sexueller Ausrichtung auch sehr interessant:

Hetenpärchen: Der Initiand, Die Liebenden, Der Wagen (auch wenn sie nur Händchen halten mögen, es ist weibchen/männchen Aufteilung), Obsession (wobei man noch den Unterpunkt Bondage und Dreier einbauen könnte), Ausbruch, Die Sonne, Einheit, 6 der Stäbe, 5 Kelche (immerhin war der Mann scheinbar mit der Frau zusammen), 6 der Kelche, 2 Schwerter, 5 der Scheiben, 6 der Scheiben und 10 der Scheiben.

Bipärchen (geht schneller ^^): 3 der Stäbe (könnte man zumindest behaupten, ich tue es einfach mal) und 5 der Kelche (früher Frau, heute Mann).

Schwulenpärchen: 2 der Stäbe, 3 der Stäbe (denke, dass ist eher der Hintergedanke), 4 der Stäbe, 5 der Stäbe und 5 der Kelche (früher Frau, dann Mann).

Lesbenpärchen: 2 der Kelche (hier scheint es ja sehr klar zu sein) und 3 der Kelche (okay, hier interpretiere ich eindeutig mal was hinein, es ist nicht klar, ob die alle drei was miteinander haben, aber immerhin zwei der drei).

Okay, jetzt könnte man noch weitere Bildanalysen machen, aebr ich finde die Pärchenkarten sehr interessant. Und ich persönlich werde mir so meine Gedanken dazu machen.

Das Büchlein, ich gestehe, habe ich bisher nicht durchgelesen. Nur die eine Bedeutung und die kann ich mit dem Bild nicht in Verbindung bringen. Das einzig gute an dem Deck ist, dass überhaupt Pärchen zu den sexuellen Ausrichtungen rankommen. Sonst hätte ich schon längst ein anderes genommen 🙂 Mal sehen, vielleicht finde ich da noch was ^^

Schattenbücher ~ Der Tarotweg

Amala hat vor kurzem ihr Projekt der Schattenbücher vorgestellt. Da kam mir schon von Anfang die Idee, dass ganze ein wenig zu übernehmen (hab auch gefragt ob ich darf und ich darf 🙂 ) und hier ist jetzt meine Idee zum Thema Tarot.

Und zwar habe ich mir das ganze so überlegt, dass es eine Reise der Heldin (bzw. des Helden, wenn ein Mann mitmacht) sein wird. ^^ Am Anfang geht es eben von der Karte 0 Dem Narren/Der Närrin los und dann reisen wir eben durch die ganze große Arkana zur Welt. Das bedeutet also, dass 22 Karten beschrieben werden.

Ich habe mir das so gedacht, dass nicht nur in Bücher gewälzt werden soll um herauszufinden, was bedeutet die Karte und welche Bedeutung hat sie auf dieser Position der Reise. Da die Reise mit dem Tarot sehr individuell ist, fällt mir es eher schwer, da knallharte Regeln aufzustellen. Andererseits, wenn das Projekt klappen soll, muss man es früher oder später dann doch.

Kurzer Hinweis, ich stelle folgendes zur Diskussion, wer also mitmachen mag, kann dann gerne mitdiskutieren.

  • Alle drei Monate werden die Notizbücher weitergereicht, so dass alle voneinander lernen können und alle ihre Erfahrungen im Buch eintragen können.
  • In den drei Monaten werden drei Karten bearbeitet, also pro Monat eine Karte. Dabei ist es in Ordnung, wenn man die wichtigen Grundlagen (was bedeutet die Karte, Korrespondenzen, etc.) heraussucht und aufschreibt. Es ist aber auch wichtig, die persönlichen Erfahrungen mit der Karte zu notieren. Dabei kann man auch sehr kreativ vorgehen und Bilder zeichnen, etwas hereinkleben und was weiß ich. Man muss nur bedenken, dass man das dann abgibt 🙂
  • Nach den drei Monaten wird das Notizbuch weitergereicht und zwar reiheum. Wenn dann die 22 Karten bearbeitet sind, gehen die Orginalbücher wieder an die OrignalbesitzerInnen. Dort bleiben sie am Ende auch. Und man kann aus dem Wissensschatz der anderen schöpfen.
  • Es sollen nur ca. drei bis vier Personen sein, welche daran teilnehmen, damit es persönlicher und individueller bleibt.

Es stellt sich aber jetzt die Frage, gibt es überhaupt InteressentInnen 🙂

The Transparent Tarot von Emily Carding

Vor einiger Zeit hatte Luiza über das Transparent Tarot geschrieben. Es handelt sich hierbei um ein sehr ungewöhnliches Tarotdeck.

Aber hier erst einmal die Grunddaten:

Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Schiffer Pub Co (28. Oktober 2008)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0764330039
ISBN-13: 978-0764330032

Der Preis beträgt im Original 59,99 $, in Deutschland kann man es um die 40 Euro bekommen. Ein Preisvergleich lohnt sich jedoch auf alle Fälle, denn ich habe Preisunterschiede von bis zu fünf Euro und mehr erlebt. In dem Sinne, habt bitte Augen auf beim Tarotkauf 🙂

Die Karten:

Die Bilder des Decks sind alles andere als extremst kompliziert oder aufwändig erstellt. Ganz im Gegenteil, Einfachheit ist hier das Stichpunkt. Auf den Bildern findet man ein wichtiges, wenn nicht sogar DAS wichtigste Element der entsprechenden Karten. So ist der Narr einfach ein Schmetterling und eine Rose. Der Turm sogar nur ein Blitz. Und das geht durch die große aber auch durch die kleine Arkana.

Da man die Karten im Internet nicht richtig darstellen kann (zumindest habe ich bisher keine entsprechende Darstellung gefunden), erkläre ich kurz, wie man sich das ganze vorstellen kann. Die Bilder sind allesamt farbig (bei den kleinen Arkana sind die Bilder nur in der entsprechenden Elementfarbe gezeichnet) und auf Folie gedruckt. Genau solche Folie, wie man sie bei einem OH-Projekter in der Schule/Uni/wo auch immer verwenden könnte. Auf diesen Karten befindet sich entsprechend das Bild. Und wenn man eine Karte darunter oder darüber legt (die Reihenfolge spielt keine Rolle), entsteht ein Bild mit mehreren Elementen. So wird aus einem einfachen Bild, dass nur wenige bis einzelne Elemente beinhaltet, eine komplexe Darstellung, die man auch deuten kann.

Ich habe heute drei Karten gezogen: die Gerechtigkeit, den Teufel und die 8 Stäbe. Einzeln würden die Karten nicht viel sagen, seien wir ehrlich. Wenn man sie aber übereinander legt, dann kommt eine richtige Geschichte dabei heraus. Denn ich habe die Tageskarte für mich heute gedeutet, dass die Gerechtigkeit in Ketten des Teufels liegt. Und ich versuche daraus mit Leidenschaft und Feuern unterm Allerwertesten daraus zu fliehen (die Figur auf den 8 Stäben sieht ja so aus, als würde sie auf einem Besen davon reiten und von vielen anderen Besen begleitet und beschützt werden.

Als ich die Karten nur gesehen habe, war ich super begeistert. Jetzt habe ich sie zwei mal gelegt und muss mich ein wenig zurückhalten, sonst nehme ich sie noch mit ins Bett. Naja, überall sonst werden sie dann mitkommen. Ich finde sie super genial. Und solch ein zufriedenes Gefühl, von solch einer Seeligkeit, dass habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Sprich, es könnte wirklich sein, dass ich mein Deck gefunden habe. Das wäre superschön 🙂

Das Buch:

Ich muss zugeben, ich bin ja immer total begeistert, wenn ich dicke Bücher lesen kann. Besonders dann, wenn es sich um Handbücher zum Thema Tarot handelt. Hier bin ich diesbezüglich nicht enttäuscht worden. Aber dicke Bücher heißen ja natürlich noch lange nicht gute Bücher. In diesem Fall bin ich persönlich sehr zufrieden.

Allein der Anfang enthält ein Satz, den ich so bisher noch nie gelesen habe.

Remember, this is your tool, for your work – enjoy! Emily Carding – The Transparent Tarot

Zwar hat Emily Carding das Tarotdeck erschaffen (und laut Buch wird es noch viel mehr von ihr geben), aber sie gibt es aus der Hand und entlässt es in die Welt. Das tut eigentlich jedeR AutorIn, welche ein Werk schreiben uns es veröffentlichen. Nur hatte ich bei so gut wie allen das Gefühl, dass sie es nicht möchten, dass man eigene Erfahrungen mit dem Deck macht. Klar, letztendlich macht man die. Aber eine direkt Erlaubnis habe ich so von niemanden bekommen. Und das ist etwas, wo ich mir denke, danke Ms. Carding, danke schön. Denn so habe ich das Gefühl eine besondere Erlaubnis erhalten zu haben, wirklich komplett eigene Erfahrungen machen zu dürfen.

Das Buch ist klassisch aufgebaut. Zuerst gibt es eine Einführung. Wobei Ms. Carding auch erklärt, warum sie nicht nur darauf schaut, woher das Tarot kommt, sondern wohin es gehen kann. Ebenfalls ein verdammt interessanter Ansatz wie ich finde.

Danach gibt es die große Arkana. Jeder Karte wird vier Seiten gewidmet. Auf der ersten Seite finden wir das Bild der entsprechenden Karte. Seite 2 (gelegentlich wird es auch auf Seite 3 fortgeführt), erzählt sie ein wenig über die Karte. Da sie die Bedeutung der traditionellen Karte auf ein entscheidenes Symbol reduziert hat, erklärt sie auch, warum gerade dieses und kein anderes Symbol. Auf der dritten (gelegentlich geht dies auch auf der 4 Seite weiter) kommt dann die Bedeutung der Karte, wobei auch öfters die umgedrehte Bedetung erwähnt wird. Aber nicht immer. Dann kommt eine Beispieldeutung mit drei Karten (wie man hier arbeiten kann, natürlich ist das kein Muss, das Deck gehört ja immerhin uns und wir können damit arbeiten wie wir es für richtig halten 🙂 ).

Dann kommen die kleinen Arkana (ich bin gerade noch bei den Assen, also kann ich nur einen groben Überblick bieten). Da gibt es auf der linken Seite das Bild und die Beschreibung der Karte, auf der rechten Seite die Bedeutung. Bei der kleinen Arkana wird nicht Farbenweise (also Kelche, Stäbe, Scheiben und Schwerter) beschrieben, sondern nach der Zahl der Karte (alle Dreier, alle Vierer und so weiter). Vor dem Kapitel gibt es ein Bild wo alle vier Karten übereinander gelegt wurden (nur bei den Hofkarten wurde ein wenig getrickst, wenn ich das mal so sagen darf) und dann gibt es noch eine kurze Beschreibung, was man allgemein zu dieser Zahlenreihe wissen muss.

Bei den Personenkarten findet man zum Beispiel als Page/Prinzessin vier Mädchen, welche das Symbol in der Händ hält. Jedoch rennen sie alle in die gleiche Richtung, somit ist es schwer, sie übereinander zu legen. Das betrifft alle anderen Karten ebenso. Daher wurden sie auf dem Gruppenbild Art Kreisförmig aufgestellt, so, dass man sie alle sehen kann.

Zum Abschluss erklärt die Autorin dann, wie man mit den Karten allgemein arbeitet und dann mit der Besonderheit des Transparent Tarot. Das sollte man sich sehr sorgfältig durchlesen (was ich noch machen werde) um zu wissen, worauf man sich da wirklich einlässt.

Und noch einmal die Karten:

Die Karten bestehen natürlich dementsprechend aus Plastik und haben keine Rückseite. Daher ist es möglich, dass die Karten mit der Vorderseite nach oben gemischt und ausgelegt werden. Daher ist es hier entweder oberste Pflicht, die Augen ganz fest zu zu haben. Man kann natürlich die Chance nutzen und die Karten mit offenen Augen ziehen. Da kann man üben, auf die eigene Intuition zu hören und sehen, welche Karte(n) man im Moment wirklich braucht.

Kritikpunkte:

Es gibt in meinen Augen nicht gerade viel zu kritisieren. Da sieht man, dass ich jetzt nicht so ganz objektiv bin. Oder es ist einfach so perfekt, dass man eben nichts daran zu kritisieren gibt. Aber mir fallen zwei Punkte ein, die jetzt nur indirekt mit dem Deck zu tun haben und ein Punkt lässt sich leicht beheben.

  1. Die Karten kleben aneinander, dass man sie gerade am Anfang schwer abbekommt. Ich habe mich da wirklich abmühen müssen, um die Karten auseinander zu bekommen. Aber nach einiger Zeit hat man das geschafft und auch wenn die Karten dann noch eine Zeitlang aneinander kleben, so reicht einige Male mischen völlig aus, um sie dauerhaft auseinader zu behalten.
  2. CSI lässt grüßen! Damit will ich sagen, wer mal mit einer Folie gearbeitet hat, weiß, wie schnell die Fingerabdrücke auf denen bleiben. Theoretisch müsste man mit Handschuhen arbeiten oder die Karten regelmäßig reinigen. Also für Leute, die darauf besonders allergisch reagieren, sind die Karten nur schwerlich etwas. Aber auch das kann man der Autorin und diesem Projekt nicht anhaften. Es ist eben das Material so.

Sonst frage ich mich nur, ob die Farbe der Bilder auch wirklich haltbar ist. Also in dem Sinne, dass nicht nach dem Tausendesten mischen die Farbe auf den Fingern kleben bleibt. Denn das Deck kostet nun einmal 60 Dollar und da würde mir das Herz bluten, wenn ich sehen müsste, dass die Farbe nicht für die Ewigkeit wäre (wenn jemand mehr weiß, ich habe nichts dagegen, wenn du mich beruhigen könntest 🙂 ).

AnfängerIn oder Profi?

Laut Autorin ist das Deck für AnfängerInnen, Profis, SammlerInnen und für alle geeignet, die sich für das Tarot interessieren. Und dem kann ich mich anschließen. Denn die Bilder sind zum einen sehr einfach gehalten, so dass man sich nicht zehn Jahre lang durch verschiedenste Symbole durchwusseln muss, um die halbe Karte zu verstehen. Denn als reine Anfängerin hat mich das schon ziemlich abgeschreckt. Hiermit ist das nicht mehr nötig.

Natürlich kann man jetzt sagen, hei, dass versaut doch die Leute. Denn es ist ja meistens nur ein oder zwei Symbole zu sehen, wie sollen sie sich denn damit auseinandersetzen? Ich denke, wenn die AnfängerInnen sehen, welche Resultate sie mit diesen Symbolen sie schon erzielen können, dass sie sich dann hinsetzen und denken, jetzt erst recht. Jetzt will ich mehr wissen, viel mehr. Viele könnte jetzt der Ehrgeiz packen und sich tiefer mit der Bedeutung auseinandersetzen.

Aber auch die Fortgeschrittenen und Profis können von diesem Deck profitieren. Denn hier ist es nicht notwendig, sich auf die zehn Millionen Details zu konzentrieren um die Karte zu deuten. Man hat eben die wenigen Symbole und kann damit trotzdem perfekt arbeiten. Gerade gut ist es für Leute, die sich zu sehr in die Symbolik verloren haben und sich ein wenig auf die Einfachheit konzentrieren möchten.

Aber auch die Fragenden können sich bei diesen Karten wohlfühlen. Wer keine Ahnung hat und plötzlich ein Deck vor sich sieht, dass nur von Bildern und Symbolen und Farben und Formen und so weiter und so fort strotzt, da würde ich als Nichtwissende vielleicht Angst bekommen. Klar, wenn die Leute nicht wissen sollen, was die Bilder zu bedeuten haben, dann ist dieses Deck natürlich nicht geeignet. Aber die Symbole sind sehr klar zu verstehen. Somit auch eben für Leute, die absolut keine Ahnung haben. Also AnfängerInnen (so schließt sich der Kreis ^^).

Das ganze ist auf englisch …

Da dieses Werk noch nicht ins deutsche übersetzt wurde (und ich muss zugeben, bei diesem ungewöhnlichen Werk ist es fraglich, ob es jemals geschehen wird), muss man es natürlich in der Originalsprache englisch lesen und dann auch noch verstehen.

Normalerweise verstehe ich so gut wie alles auf englisch, bis auf einige Vokabeln. Bei diesem Werk habe ich das Gefühl, weniger als normal zu verstehen.

Daher ganz klar meine Empfehlung: Man sollte sicher sein im englischen verstehen und sich das Buch in aller Ruhe durchlesen. Dann bleibt auch etwas hängen, garantiert 🙂

Meine Schreibader … *g* ...

Natürlich wäre meine Rezension für mich nicht komplett, wenn ich das Deck nicht auf Schreibprüfbarkeit überprüfen würde. Wer eine schreibende Ader hat, gerne da mit Tarotdecks arbeitet, wird nicht drum herum kommen, sich auch diesem Thema zu widmen ^^

Wenn man drei Bilder/Karten zusammenhat, entstehen automatisch Geschichten. Es ist also nicht nur Leute geeignet, die sich mit dem Tarot auseinandersetzen oder Leute, die gerne Geschichten schreiben. Sondern eben auch für Leute, die lernen wollen, wie man mit dem Tarot eine Geschichte erzählt. Denn es gibt den Tipp, dass man, wenn man eine Karte deutet, dies in eine Geschichte verpackt (ziemlich oft das Wort Geschichte gerade *g*).  Daher kann man die Karten nicht nur für Romane (mal ein anderes Wort) oder sonstige Texte verwenden. Sondern auch, wenn man lernen möchte, wie man mit den Tarotkarten ein Text erzählt und darin die Bedeutung einarbeitet.

Behaupte ich zumindest mal frech … 🙂

Mein Fazit … 🙂

Wie man aus dem doch recht positiven Bericht erkennen kann, bin ich entweder alles andere als objektiv oder es ist eines dieser Decks, wo man sagen kann, es ist schlichtweg perfekt. Ich empfinde es auf alle Fälle als sehr intelligent. Denn es reicht ja nicht aus einfach die Tarotdecks auf ein sinniges Symbol zu reduzieren und es auf Folien zu zeichnen. Nein, das Symbol auf jeder einzelnen Karte muss so angeordnet sein, dass sie mit allen anderen 77 Karten harmonieren. Denn wenn oben links eine Figur ist, dann ist es nicht sonderlich geschickt, wenn dort auf einer zweiten Karte ebenfalls eine Figur ist und schlichtweg das andere Bild überdeckt. Es muss eine Bedeutung haben, es muss harmonieren.

Und ich habe einige Legungen direkt ausprobiert und die wildesten Karten übereinander gelegt. Und es funktioniert immer. Sogar wenn man zwei Personenkarten der gleichen Art verschiedener Farben (also zum Beispiel die etwas weiter oben genannten Pages/Mädchen) übereinandergelegt, funktioniert 🙂

Daher kann ich nur sagen, wer Lust hat sich mit einem anderen Deck als mit dem üblichen auf dem Markt auseinanderzusetzen, kann sich mal mit diesem beschäftigen. Natürlich gibt es auch hier einige Seiten im Internet, welche sich mit diesem Deck beschäftigen (die Links in diesem Beitrag sind voll von möglichen Alternativen) und dementsprechend ist es möglich, sich erst einmale in Bild davon zu machen. Zwar ist der Preis von 59,99 $ (in Deutschland aktuell um die 40 Euro) sehr wohl gerechtfertigt. Aber seien wir mal ehrlich, so schnell so viel Geld einfach mal so locker zu machen geht bei einigen dann doch nicht. Und schlimm wäre es, wenn es sich für die eine oder den anderen das dann noch als Fehlkauf herausstellen würde.

Für mich war es definitv keiner und ich freue mich schon darauf, was mir die Zukunft mit diesem Deck bescheren wird …

Tagebuch schreiben mit Tarot Stichpunkten

Wer auf Arbeit nichts sinnvolles zu tun hat, kommt auf so manch schräge Idee, würde ich mal behaupten ^^ Zumindest war es bei mir so.

Gestern (vielleicht war es auch vorgestern, wenn man stupide Arbeit erledigt, vergisst man schon so etwas), kam mir eine Idee bezüglich des Tarot und dem schreiben von Blogs, Tagebüchern oder täglichen Notizen jeglicher Art. Man kann es also theoretisch universall anwenden.

Und zwar habe ich mir folgendes überlegt:

Jedes Mal, wenn man eine Noitz schreibt, ein Tagebucheintrag macht, ein Blog führt, kann man hinter gewissen Ereignissen die Tarotkarte schreiben, welche zu diesem Ereignis passt. Zum Beispiel kann man schreiben, wenn man eine Entscheidung trifft (Ich muss zwischen dem oder des entscheiden) VI die Liebenden. Oder, ich habe mich verknallt, verliebt was auch immer (2 Kelche). Und so weiter und so fort.

Was für ein Sinn könnte das haben? Zum einen, muss wirklich alles einen Sinn haben? ^^

Na gut, jetzt mal ernst. Wenn ich weiß, zu welcher Situation meines Lebens eine Tarotkarte passt, kann ich sie zumindest theoretisch besser deuten. Wenn ich mich verliebt habe und dazu 2 Kelche schreibe und dann kommt diese Karte in einer Legung vor, weiß ich im Grunde aus meinem Leben viel besser, was diese Karte bedeuten kann (die 2 Kelche stehen meines Wissens ja nicht nur für die Liebe, aber da sieht man wie gut ich mich mit der kleinen Arkana auskenne, da bin ich mir teilweise noch sehr unsicher).

Um die Bedeutungen der Tarotkarten besser kennen zu lernen, kann man sich die Stichpunkte, die häufig zu den Karten in Büchern geschrieben werden, notieren und jedes Mal wenn man über eine große Sache schreibt, in Klammern die Karte dazu notieren. Natürlich ist es auch möglich am Anfang den Stichpunkt dazu zu schreiben, weswegen man diese Karte gewählt hat. Klar kann man auch mehrere Karten notieren, wenn man das Bedürfnis dazu hat.

Ich selber werde mir die Tage die Stichpunkte herausschreiben und dann es in Zukunft erst einmal in mein Tagebuch und dann vielleicht auch hier im Blog umsetzen. Mal sehen ob es mir was bringt. Wer es ebenfalls macht, kann gerne als Kommentar die Erfahrungen berichten, dass würde mich schon interessieren 🙂

Zwischen den Stühlen ~ Zwei Romanprojekte und viel mehr

Ich habe jetzt meine drei Tarotdecks bekommen (das war wirklich Eiltempo, mehr kann man nicht sagen, am Donnerstag bestellt und am Samstag bekommen, dass gefällt mir 🙂 ).  Natürlich habe ich meine typischen Rituale durchgeführt. Also erst einmal gezählt ob alle da sind und dann mir die Bilder betrachtet. Ich bin glücklich über meinen Fang, denn alle drei Decks gefallen mir. Klar habe ich mal wieder was zu meckern, so im groben und ganzen, aber sonst bereue ich den Kauf nicht.

Eine entsprechende Rezension der Decks wird noch folgen, auch wenn ich gerade überlege dafür ein Extrablog zu verwenden.

Natürlich habe ich sofort die Decks für mein zweites Romanprojekt verwendet und muss sagen, diesmal arbeite ich um einiges strukturierter als bei meinem Krimi. Ich habe die Charaktere gesucht und die Grundstruktur des Romans erarbeitet (zu mehr habe ich es bisher noch nicht geschafft). Das freut mich, dass ich eben ein wenig Struktur in die Arbeit hineingebracht habe und nicht quer durch den Garten geschriebe habe. Vermutlich hat das Lesen diverser Schreibratgeber doch geholfen.

Zur Zeit arbeite ich an meinem Krimi (Romanprojekt 1) indem ich Kapitel 1 abschreibe. Denn meine alte Festplatte mit zehn Kapiteln (ja, ihr habt richtig gelesen, 10 Kapitel hatte ich und am elften hatte ich gearbeitet) schmierte ab und ich konnte die Daten bisher noch nicht retten. Gerade bei Kapitel 1 bereue ich es, denn bis auf einige Ausnahmen ist es die beste Version die ich geschrieben habe. Zwar werde ich es noch überarbeiten, aber dafür brauche ich diese Version wieder auf meiner neuen Festplatte. Daher werde ich die Tage wieder tippen müssen.

Das zweite Projekt ist eher ein Roman, welche Probleme der Gesellschaft ansprechen soll. Dabei verdrehe ich ein wenig die Realität. Wer die „Egalias Töchter“ von Gerd Brantenberg kennt, weiß was ich damit meinen kann. Das werde ich erst einmal in meinem Notizbuch ausarbeiten und wenn ich dann mit Projekt 1 fertig bin, werde ich das dann tippen. Ich denke, bis dahin habe ich eine vernünftige Grundlage geschaffen.

Es gibt noch Ideen, die ich aus anderen Foren und Blogs gefunden habe, wie man ein Roman schreiben kann, die ich hier ebenfalls anwenden werde. Mal sehen ob es so klappt, wie ich es mir vorstelle. Ich mache mir dazu auch meine Notizen, damit ich später davon weiter profitieren kann und vor allem, die Ideen die ich jetzt entwickle, später ausarbeiten kann. Denn nichts bleibt stehen, alles entwickelt sich.

Ein kleines Ritual habe ich beim schreiben schon entwickelt. Jedes neues Projekt bekommt ein dickes Notizbuch von mir und ein neues Tarotdeck (mindestens eines). Zwar muss das Tarot nicht zum arbeiten geeignet sein (kann es aber), aber ich liebe es, meine Gedanken und Recherchen in einem dicken Buch zu schreiben und dann damit zu arbeiten. So wie bei Projekt 1 (das Buch habe ich seit drei Jahren, was man ihn ansieht, leider gibt es diese nicht mehr, schnieff) und nun auch bei Projekt 2.

Tarotregeln

Ich wussele gerade durch das Internet und suche mal dieses und mal jenes. Dabei bin ich auf ein Forum gestoßen, wo eineR der UserInnen die Empfehlung gab (sehr eindringlich übrigens) das Tarot für sich niemals öfters als zweimal im Monat zu legen. Für alle anderen ist es in Ordnung, aber nicht für sich. Die Konsequenz, man verscherzt es sich sonst mit den göttlichen Mächten.

Ah ja, jetzt weiß ich Bescheid.

Ich habe das Gefühl, wenn ich mich so umlese, dass besonders rund um das Tarot Regeln gibt, an deren Sinn ich persönlich mehr als nur zweifle. Warum bitte schön darf ich nich öfters als zweimal im Monat die Karten legen? Warum sollten die Göttinnen und Götter auf mich sauer sein?

Klar ist es für Menschen die süchtig sind oder Tendenzen zeigen, dass sie es werden könnten, schon eine gewisse Relevanz, dass sie es nicht übertreiben. Da würde ich es auch sagen, dass sie nicht öfters die Karten legen. Und eben die Frage, warum sollte wer deswegen auf mich sauer sein?

In erster Linie geht es mir beim legen darum zu wissen, ob der Weg den ich gehe oder die Entscheidung die ich treffe, gut für mich ist. Und theoretisch kann ich täglich irgendwelche Entscheidungen treffen. Klar, sich zu fragen ob man dieses kaufen oder jenes machen sollte, dafür die Karten zu legen ist mehr als übertrieben. Aber wenn ich große Fragen habe, soll ich den Job kündigen und mich selbstständig machen, soll ich die Reise antreten, soll ich diesen Menschen treffen, dann empfinde ich es als wichtig zu wissen, was auf mich zukommt. Und das sind Sachen, die doch sehr tiefgreifend sein können.

Es gibt auch noch andere Tarotregeln, wo ich persönlich nur den Kopf schütteln kann. So zum Beispiel, dass man überhaupt nicht die Karten für sich legen darf, außer am Neujahrstag oder Samhain (je nachdem zu welcher religiösen Gruppe man angehört). Dann gibt es auch noch die Regel, dass man sich gar nicht die Karten legen darf (ja, auch die gibt es). Oder es gibt die Regel, dass man nur dann die Karten legen darf, wenn man selber hellsichtige Fähigkeiten besitzt (dazu habe ich den einen oder anderen Beitrag geschrieben).

Wenn es ums Tarot geht, haben alle und niemand eine Meinung. Da werden Regeln aufgestellt, die für mich eher nach Willkür klingt und wenn man sich an die nicht hält, dann, ja was dann eigentlich? Fällt mir dann der Himmel auf den Kopf? Mögen mich die Göttinnen und Götter nicht mehr? Kann ich nie wieder die Karten legen?

So ungefähr wird bei einigen gedroht.

Nur stimmt das denn auch wirklich?

Ich selber hatte eine Zeitlang sehr häufig die Karten gelegt und mir ist nicht der Himmel auf den Kopf gefallen. Eindeutig nicht. Und ich habe auch nicht gespürt, dass mich meine Göttinnen, mit denen ich häufig arbeite, mich nicht mehr lieb haben. Ich glaube eher, dass einige Regeln aufstellen, um irgendwie in eine kleine Geschichte des Tarot einzugehen. XYZ hat folgende Regel aufgestellt, an die sich noch heute alle halten. Oder sie wollen auf ihre Art und Weise Macht ausüben.

Was es auch ist, was die Leute zu solchen Aussagen trifft, ich bin der Meinung, man selber kann die besten Regeln für sich aufstellen. Silver RavenWolf sagt zum Beispiel, wenn man ein Ritual durchführen möchte, sollte man vorher die Karten befragen, ob das Ritual überhaupt nötig ist. Auch das ist eine Regel, die man eher als Vorschlag umformulieren möchte. Denn seien wir mal ehrlich, wenn ich etwas machen will, dann mache ich es auch. Egal ob ich eine Regel im Hinterkopf habe oder nicht. Sonst wäre das Justizwesen ziemlich arbeitslos, dass nur am Rande bemerkt.

Tarotsammlungen

Ich bin ja einigermaßen fleissig, was das lesen anderer Blogs betrifft. Besonders wenn es sich um Tarotkarten dreht, bin ich gerne dabei. Dabei habe ich festgestellt, dass es einige Sammlerinnen in meiner Liste gibt (Sammler habe ich bisher noch nicht entdeckt). Dazu gehören unter anderem Alruna Apaika, Jolanda, Grey Owl Calluna und Luiza.

In einen meiner Tarotbücher (ich lese zu viel, denn ich weiß natürlich mal wieder nicht, welches es genau war), stand mal drin, warum sammeln, man könne ja mehr daraus machen, wie zum Beispiel Collagen und so weiter.

Da stellt sich mir persönlich die Frage, warum überhaupt ein Tarotvirus bekommen und die Decks sammeln? Ich meine, wir haben so viel Zeugs in unseren Wohnungen/Häuser, dass man damit sicherlich gut und gerne einen Trödelmarkt alleine führen kann. Und dann fangen wir an zu sammeln? (Dabei kann man sagen, dass es eigentlich egal ist, was man sammelt, ich beziehe mich hier aber aufs Tarot.)

Die Decks sind nicht immer günstig. Man kann sagen, der Durchschnittspreis dürfte schon um die zwanzig Euro betragen (es gibt weitaus günstigere Decks, wobei ich natürlich nicht von Gebraucht(ver)käufen sprechen, aber auch Decks die ordentlich teurer sind). Wenn ich also allein meine Sammlung von ca. 63 Decks betrachte (es sind mehr, ich habe nur die Tarotkarten gezählt, an die ich mich erinnerte, aber zum Beispiel liegt hier ein Tarotdeck, welche ich bisher erfolgreich ignoriert habe), dann kommt hierbei eine grob geschätzte Summe von ca. 1260 Euro zusammen (gut, ich habe auch vieles gebraucht gekauft und komme damit wohl unter die Summe).

Aber hallo, über ein tausend Euro für Tarotdecks? Damit kann ich gut und gerne ein bis zwei Monatsmieten bezahlen (wenn man eine entsprechende Wohnung hat), ein Auto kaufen (gebraucht natürlich) oder derartiges. Aber nein, sie liegen hier in meiner Schublade und eigentlich gebrauche ich nicht alle einmal.

Trotzdem setze ich mich hin und suche nach neuen, interessanten Tarotdecks die ich erwerben könne. Das mir der Platz dabei ausgehen könnte, dass ignoriere ich an dieser Stelle einfach mal. Und wie ich oben schon erwähnt habe, ich bin ja nicht alleine damit (zum Glück übrigens).

Also warum sammelt man eigentlich Tarotdecks?

Gut, schöne Bilder, gut, um herauszufinden welches Deck meines ist. Aber warum eigentlich wirklich? Hat das was mit dieser Jägerin/Sammlerin Natur zu tun (woran ich eigentlich zweifle, weil wir doch ein paar Tage älter geworden sind und ich glaube nicht, dass es da ein Gen dafür gibt)?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Und ich bringe es auch nicht übers Herz die Decks auseinanderzurupfen und mit den Bildern eine Collage zu basteln (ich rede nicht von ankleben oder so, dass wäre das Letzte für mich) oder etwas in dieser Richtung zu machen. Also warum überhaupt sammeln? Um in einer Schublade, Kiste oder derartiges verrotten zu lassen?

Nun ja, ich jage mal nach einer Antwort und dem nächsten Tarotdeck 🙂

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