Schritt für Schritt für Schritt für …

Oder anders ausgedrückt, mein allererster Roman ist fertig.

Nun gut, der ist seit Februar fertig, aber hei, ich habe mein erstes Baby fertig und bin mächtig stolz auf mich. Er hat ca. 250 Normseiten und was soll ich sagen … der Ende ist furchtbar. Den, das muss ich gestehen, habe ich nur noch hingekliert, weil ich erschöpft war und nur noch fertig werden wollte. Anders ausgedrückt, es ist die erste Version meines Romans und der darf alles andere als perfekt sein.

Aktuell befinde ich mich in der ersten Überarbeitungsphase. Ich hatte eine völlig andere Idee was meine Hauptfigur betrifft und dadurch ist die erste Version, die ich getippert habe, hinfällig geworden. Wenn ich das auf die Reihe bekommen habe (und das ganze mit einem besseren Ende garniert habe), werde ich mich dran machen, die zweite Überarbeitung vorzunehmen. Da geht es mehr um die Art des Schreibens, Ausschmückungen, Charakterisierungen und so weiter. Jetzt erst muss ich aber die Geschichte selber noch mal hinbekommen.

Nebenbei arbeite ich an der Hintergrundgeschichte meiner Fantasywelt und ich finde es immer und immer wieder erstaunlich, wie sich die Idee meiner Welt in die bestehende Geschichte einbettet oder wie die Ideen meiner Welt mir neue Ideen bescheren, die sich harmonisch in die bestehende Geschichte einbetten (hat den Satz wer verstanden? ^^). Für mich ist das immer ein Zeichen, dass die Geschichte so erzählt werden will, wie ich sie verfasst habe. So und nicht anders.

Daher wende ich im Moment all meine Kraft auf die Überarbeitung und Neuschreibung meines Romans (trotz allem schaffe ich es aktuell sogar noch zu lernen und gelegentlich zu lesen). Ergo, ich sitze mindestens jedes Wochenende an meinem Roman und arbeite daran und wenn ich es schaffe dann auch unter der Woche.

Daher schreibe ich nicht zu lange an diesem Beitrag, Kapitel 10 wartet auf mich.

Ansonsten, ja, ich lebe noch :o)

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Literarische Gefühlsschwankungen: Hoch und Tiefs

So ganz verstehe ich das nie, egal wie lange ich schreibe. In der einen Sekunde habe ich das Gefühl, dass ich einen ordentlichen, passablen oder gar guten Text geschrieben habe. Und dann in der nächsten Sekunde frage ich mich, wie ich auch nur darauf kommen kann, dass auch nur als akzeptabel anzusehen, von mehr will ich gar nicht reden.

Gerade eben hatte ich solch einen Gefühlsausbruch. Auf einer Verlagsseite stand so etwas wie, wenn ihr Text uns anspricht, dann nehmen wir ihn gerne (im übertragenen Sinn habe ich die Aussage zusammengefasst). Da habe ich mir natürlich gedacht, joah klar, ich und einen guten Text verfassen, wovon träume ich denn Nachts. Von guten Texten klar, aber spätestens wenn ich wach bin, ist das schon wieder vorbei. Zum Glück lasse ich mich nicht davon abhalten es doch zu probieren und weiter zu schreiben. Dann habe ich mich gerade wieder aufgerafft und finde das, was ich gerade geschrieben habe, doch nicht mehr so schlecht. Also wieder im Bereich des akzeptablen.

Ich vermute mal, dass ich mit diesen Gefühlen nicht ganz alleine bin. Und ich vermute mal weiter, dass das eine Form der Schreibblockade ist. Wenn ich kein Vertrauen in mein Schreiben habe, warum sollte ich dann weiterschreiben und werfe alles an die Wand und lösche am Ende die Datei. Auch wenn ich hinter diesem Mechanismus komme und weiß, woher es kommen könnte, es nervt trotzdem

[Roman schreiben] – Zwischendurch einige Ratschläge

Mir wurden bei einem meiner älteren Artikel einige Fragen gestellt und ich werde versuchen diese so gut wie nur möglich zu beantworten, sofern ich sie in ihrer Art und Weise richtig verstehe. Die Fragen werde ich entsprechend aus dem Kommentar direkt kopieren, damit die Person und alle anderen die Frage kennen (und nicht immer hin und her hüpfen müssen) und wer will, kann gerne weitere Ergänzungen hier einstellen 🙂

Hy Leute könn ihr hir mal ein paar Tipps Reinschreiben ???

Ich möchte kurz betonen, diesen Blog für nur eine einzige Person (eben ich) und niemand sonst. Daher bitte in der Einzahl ansprechen. Danke schon einmal 🙂 Und Tipps werden immer wieder hier hereingeschrieben. Man kann einen Blog nun einmal nicht an einem einzigen Beitrag messen, sondern ruhig immer wieder umschauen und sehen was es so zu lesen gibt. Danke die Zweite.

z.B. wie groß die Schrifftart sein muss,

Bei diesem Satz handelt es sich um eine Teilfrage. Und ich weiß, es ist unhöflich eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten, aber ich muss trotzdem eine Runde unhöflich sein. Hier wird gefragt, wie groß die Schriftart sein muss. Ja, für was? Geht es um das Schreiben des reinen Textes? Da ist es egal welche Größe du verwendest. Wenn du es schaffst, kannst du gerne in Größe 8 schreiben oder von mir aus auch in Größe 72. Ich bevorzuge Größe 11 oder 12, weil ich so besser schreiben kann und meine Augen sich nicht so extrem anstrengen müssen.

Oder reden wir hier von dem Text, der eingesendet wird? Das muss mit den sogenannten Normseiten geschehen. Es mag sein, dass einige Verlage da sehr human sind und einen Text ohne Normseiten akzeptieren und sich ihn trotzdem durchlesen. Aber ich würde nicht darauf wetten.

Da ich nicht weiß, worauf sich nun genau die Frage bezieht, kann ich hierfür leider keine abschließende Antwort geben und bitte dies zu entschuldigen.

oder wie man am bessten wenn man ein Vorwort schreibt damit anfänkt !!!!

So, wieder muss ich eine Frage (sofern es eine ist, da sind ja ziemliche viele Ausrufezeichen und normalerweise wird eine Frage mit einem Fragezeichen beendet) mit einer Gegenfrage begegnen. Und zwar von was genau reden wir hier? Reden wir von einem Vorwort den wir häufiger in Sachbüchern finden? Reden wir hier von einem Prolog, der meistens seinen Weg in Romanen findet? Oder von einem Vorwort für einen Roman, warum habe ich das Ding überhaupt geschrieben (was ich so, meines Wissens nach nie gefunden habe).

Da fängt es schon an und ich kann leider diese Frage so nicht beantwoten.

Meine Empfehlung jedoch für alle drei Dinge (sofern wie das dritte Beispiel irgendwann wirklich aufnehmen würden) ist folgender: Schreibe sie zuletzt!

Ein Vorwort in einem Sachbuch soll zum einen Interesse für das Buch wecken, aber auch erklären, worum es sich in diesem Buch dreht. Und das geht am besten, wenn man eben genau dieses Buch schon geschrieben hat. Natürlich kann man es zum Anfang schreiben, damit man eine Orientierung hat. Aber für mich wäre es in dem Sinne Zeitverschwendung, weil es immer passieren kann, dass ich das gesamte Konzept auf den Kopf stelle und über etwas völlig anderes schreibe, als ursprünglich geplant. Dann muss ich das Vorwort so oder so umschreiben.

Reden wir aber von einem Prolog, halte ich mich persönlich an eine ungeschriebene Regel, die ich mal gelesen und für mich persönlich für gut befunden habe. Ich schreibe nur dann einen Prolog, wenn sie zwar als ein Teil der Geschichte aufgefasst werden kann, aber sie jederzeit überlesen werden kann. In einem Prolog also können wichtige Informationen stehen, aber wenn man diesen, warum auch immer, überliest, dann sollte man niemals etwas verpasst haben.

Ansonsten behandelt man solche Teilkapitel wie alle anderen.

Oder wie man überhaupt ein Buch anfänkt !!!

Die Frage liest sich doch eigentlich supereinfach und doch kann ich auch diese so nicht beantworten (weil ich inzwischen vieles einfach hinterfrage ^^). Und zwar, was wird hier mit „wie man ein Buch anfängt“ genau gemeint? Reden wir hier von dem ersten Satz, von den ersten vier Seiten (für das man ein Halleluja geschenkt bekommt ^^) oder reden wir von dem wirklich Anfang? Von der Charakterrecherche, von der Plotplanung, von der Überlegung, was kann ich denn überhaupt schreiben?

Ich will ehrlich sein, ich kann auch diese Frage pauschal nicht beantworten, weil ich nicht weiß, worauf sie genau hinaus will.

DAs währe nett wenn hir mähr Tipps für sowas drinn sehen !!!

Es währe auch nett, wenn in Zukunft der Blog einfach durchforstet wird. Denn genau solche Tipps veröffentliche ich immer wieder in unregelmäßigen Abständen (je nachdem wie weit ich selber mit meiner Romanplanung bin) und eben nicht nur einen einzigen Beitrag zu lesen. Und weiterhin, die Büchertipps, die ich in dem entsprechenden Beitrag vorgestellt habe, sind sehr wohl ihr Geld wert 🙂

Ansonsten bitte ich in Zukunft um genau Fragen, sonst heißt es dann eben 42.

[Romanprojekt] Zwischenbericht – Tarotkarten

Ich habe jetzt die Grundlagen für meine drei Hauptcharaktere für den Krimi fertig (und was soll ich sagen *hüstel*, damit habe ich mehr getan *hüstel* als für meinen letzten Krimi *hustenkrampf*).

Dabei habe ich für die Charaktereigenschaften, für die Ziele und Hoffnungen und so weiter natürlich zum Tarot gegriffen (wundert das noch jemanden? na ja, egal ^^).

Daher hier noch ein Tipp von mir 🙂

Wenn die erste Karte, die man gezogen hat nicht sofort zusagt oder eine Eingebung oder Deutung oder was auch immer gibt, ruhig einige Minuten länger darüber nachdenken und nicht sofort die Karte zurücklegen um eine neue zu ziehen. Ich habe das gemacht und mir sind dabei einige interessante Aspekte aufgefallen, die besonders meinen dritten Hauptcharakter betreffen.

In dem Sinne, gutes schreiben 🙂

[Romanprojekt] Der Charakter (Teil 1) – Die Grundlagen

Ich habe nun den Grundlagenplot geschrieben (habe ich übrigens wirklich und erzähle das nicht nur herum 🙂 ). Nun weiß ich auch im groben, mit wem ich es im Roman zu tun haben werde (inzwischen habe ich mich gedanklich mit meinem Krimi beschäftigt und welch eine Überraschung, es hat sich schon wieder einiges geändert, ich denke aber auch zum positiven).

Nun ist es an der Zeit die Figuren näher kennenzulernen. Dabei ist es wichtiger, dass man die Hauptfiguren besser kennen lernt als die Nebenfiguren. Immerhin nehmen sie den größten Teil des Romans ein. Das bedeutet für mich aber nicht, dass ich die Nebenfiguren vernachlässigen kann oder darf. Ich habe von einer Autorin gelesen, die 13 (!) Seiten für einen Nebencharakter geschrieben hat und immer noch nicht fertig war (jetzt wisst ihr, was in den nächsten Tagen und Wochen auf mich zukommt ^^).

Für mich ist es immer wieder wichtig zu schauen, welche wichtigen Eigenschaften die Figuren haben, also die Grundlagen. Manchmal passiert es mir, dass ich schlichtweg den Namen einer Figur vergesse (und das leider nicht selten). Daher ist es für mich wichtig, dass ich neben einem ausführlichen Charakterbogen auch die wichtigsten Informationen zur Hand habe. Vom Namen bis zur der Haarfarbe hin zum Mondzeichen (warum auch immer). Dann kann ich mir, wenn ich gerade über die Figur schreibe, mir den Zettel nehmen und schauen, aha, meine zweite Nebenfigur von Links war vom Standzeichen her eine tibetanische Sau *g*.

Daher habe ich für mich entschieden, eine Art Grundlagenbogen zu erstellen, wo die aller wichtigsten Informationen stehen. Dazu gehört natürlich Name, Vorname, Geburtstag, der Ort und so weiter. Eben Dinge, die man schnell braucht und man nicht vorhat bei einem Nebencharakter durch mehr als dreizehn Seiten zu wurschteln um es am Ende vielleicht doch nicht zu finden, weil man sich diese Information nicht aufgeschrieben hat.

Zudem schreibe ich in Notizen und einem Diagramm, wie die spezielle Person zu den anderen im Plot stehen. Also wie steht die Hauptfigur zum Mörder (im Krimi), zum Opfer und so weiter. Es kann ja sein, dass die Hauptfigur nie auf eine der Personen treffen soll. Aber wenn ich mein Käsegehirn sich das nicht merkt, treffen sie doch mal aufeinander und dann ist der Plot hin (okay, ich übertreibe es ^^). Oder wenn ich eine bestimmte Beziehung zwischen zwei Personen anstrebe und diese, warum auch immer, vergesse, dass da was geplant war, kann ich immer wieder darauf zurückgreifen.

Übrigens, wie für euren ersten Plot gilt auch bei den Charakteren, ihr wisst alles. Es gibt kein Unbekannt, kein ich weiß es nicht oder etwas derartiges. Natürlich weiß die Person selber nicht alles (wer ist der Mörder, wer sind meine Eltern, wo ist mein adoptiertes Kind), ihr hingegen wisst es. Da gibt es keine Ausreden 🙂

Hier eine mögliche erste Übersicht über den Grundlagencharakterbogen. Wer ihn benutzen will, aber keinen Krimi sondern einen Fantasyroman schreibt, muss ihn natürlich anpassen. Und diesen Bogen auszufüllen, für mich reicht das nicht, um den Charakter besser kennenzulernen. Da folgen noch einige Berichte 🙂

Vorname

Nachname

Mädchenname

Geburtstag

Geburtsort

Geburtszeit

Sonnenzeichen

Mondzeichen

Namen der Eltern

Namen der Geschwister

Namen der Kinder

Haarfarbe (Gefärbte Haare)

Augenfarbe (Kontaktlinsen)

Größe

Gewicht

Aktueller Beruf

Größter Traum

Größter Alptraum

Hoffnung

Angst

Übrigens, auch hier gilt, man kann sich mit Hilfe der Tarotkarten Unterstützung für die Charakterisierung suchen 🙂

Kurz erklärt: Klar unter Vorname, Nachname und Mädchenname (man kann auch noch Spitznamen aufnehmen) kann man sich wohl einiges vorstellen. Wobei es hier ganz wichtig ist, die richtigen Namen zu wählen. Es ist nun einmal so, Name ist Programm. Wenn ich einen Namen höre, dann habe ich bestimmte Vorstellungen an diese Person (lang lebe das Schubladendenken).

Auch zum Thema Geburtstag, den Ort und die Zeit muss man nicht ganz so viel sagen und damit auch zum Sternzeichen (man sollte immer alles, aber auch wirklich alles über den Charakter wissen). Mondzeichen ist nicht gaaanz so wichtig. Das ist eine individuelle Entscheidung.

Name der Eltern, Geschwister und eventuell Kinder kann wichtig sein, wenn sie eine Rolle spielen oder man ein Gesprächsthema gesucht wird 🙂

Natürlich ganz wichtig, dass Aussehen der Person. Auch wenn man sich dagegen entscheidet die Figur zu beschreiben, ich möchte wissen, mit wem ich es auch äußerlich zu tun habe (wichtiger ist natürlich das Innenleben). Daher kann man noch hinzufügen, welche Charaktereigenschaft die Stärkste und die Schwächste ist 🙂

Ganz wichtig sind die Punkte Hoffnung, Angst, Traum und Alptraum (neben den Charaktereigenschaften), denn letztendlich ist es das, was die Figur antreibt zu handeln und was die Leute dazu animiert das Buch überhaupt zu lesen. Wenn die Figur keinen Grund hat zum Handeln, ein Ziel zu verfolgen, eine Hoffnung hat, welche wie ein Stern in der dunklen Zelle erstrahlt, warum sollte ich mich damit beschäftigen? Davon habe ich im realen Leben genug. Irgendwelche Ziele muss eure Figur schon verfolgen, welche sie dazu antreibt gute 200 bis 300 Seiten zu überleben (und vielleicht noch so etwas wie ein Happy End zu bekommen ^^).

In dem Sinne, ich mache mich mal an die Arbeit.

[Romanprojekt] Das erste Exposé

Wer sich ein wenig mit Verlagen und Einsendungen beschäftigt hat, weiß was ein Exposé ist. Es handelt sich hierbei um eine kurze Zusammenfassung des Romans, der Geschichte oder des Projektes (auch Sachbücher brauchen ein Exposé). Damit kann sich die Literaturagentur oder der Verlag ein Bild von der Geschichte machen und überlegen ob sie ihre Zeit damit verbringen, die ersten Seiten zu lesen oder nicht doch gleich eine Absage schicken.

Ich habe auch gelesen, dass es für ein Exposé gilt, dass ein Satz circa zehn Seiten der Geschichte zusammenfassen soll. Aber das interessiert uns letztendlich erst, wenn wir den Roman geschrieben haben (zumal nicht alle Verlage eines haben wollen, ich kenne Fälle, da haben die Leute ihr Manuskript einfach eingesendet und auch ohne ein Exposé ihr Werk veröffentlicht, dass kann auch klappen).

Aber um ein Exposé mit einem Satz für zehn Seiten schreiben zu können, brauchen wir erst einmal den Roman. Und das möchte ich ja mit der folgenden Idee umsetzen.

Und zwar ein vorläufiges Exposé oder eben das Erste. In diesem schreibe ich alles rein, was ich im vorherigen Schritt grob überlegt habe. Wer spielt mit, wie alt sind die Figuren, wie stehen die zueinander, was erleben sie in der Geschichte und so weiter.

In diesem Verlauf schreibe ich eben alles rein, wie ich mir vorstellen könnte, dass am Ende der Roman in meinen Dateien steht. Dabei schreibe ich aber nicht nur den Hauptverlauf, sondern auch die Nebenstränge. Gibt es einen Liebesplot, dann wird dieser erwähnt und auch als solcher bezeichnet. Gibt es einen Arbeitsplot, einen Streitplot oder was auch immer, alles wird erwähnt und alles wird dokumentiert. Wie man letztendlich dabei vorgeht, muss man selber überlegen. Ich werde ihn heute als Fließtext schreiben und entsprechende Hinweise farbig markieren.

Diese ganzen Plots, kann man auch auf einer eigenen Seite schreiben und dann notieren, was für eine Art Plot ist es, wen betrifft dies und welchen Ausgang haben diese Plots.

Wichtig bei dieser Phase ist auf alle Fälle, es gibt keine Geheimnisse. Wenn ich ihn als Anreiz für andere veröffentliche, dann darf ich natürlich nicht das Beste verraten. Aber ich schreibe diese Texte nur für mich. Und ich muss wissen ob die dritte Nebenfigur von links nach der Hälfte des Plots vom Dach auf die Autobahn springt und sich dabei die Nase bricht oder sich kurz vorher in die Hose macht und sich den Knöchel verstaucht. Vor mir selber habe ich in diesen Texten keine Geheimnisse. Es kann sein, dass ich keine Ahnung habe, wie es an einer bestimmten Stelle weiter geht, dass notiere ich mir dann. Aber ich muss wissen, wie es weitergeht und ich muss wissen, wie es ausgeht. Vor mir selber habe ich eben kein einziges Geheimnis.

Habe ich das erledigt, habe ich dann zwei Dinge, den Plot des Romans und die möglichen Figuren, die in meiner Geschichte auftauchen werden.

Ich gehöre eben zu den Leuten, die erst einmal die Ideen, den Plot und all die Nebenplots braucht um zu wissen, welche Figuren durch mein kleines Reich wandern und dann erst kann ich mir diese erarbeiten. Vorher schaffe ich es selber nicht.

[Romanprojekt] Die Idee

Habe ich mir überlegt, über welche grobe Idee ich denn meine nächste Geschichte oder meinen Roman schreiben möchte, gehe ich tiefer in die Idee. Es bleibt nicht mehr nur bei der möglichen Überlegung, ich könnte ja einen Fantasyroman mit einem Drachen schreiben. Jetzt wird mit dieser Idee gespielt.

In Gedanken plane ich grob den Plot, überlege welche Figuren mitspielen, wie sie zueinander stehen und welche Eigenschaften sie haben, was sie erleben, welche Vergangenheit sie haben und all diese Dinge, die nachher wichtig sein könnten. Wichtige Ideen schreibe ich mir hier schon auf. Vor allem geht es mir dabei auch um die Frage, lohnt es sich, ein halbes Jahr bis Jahr sich mit diesem Projekt zu beschäftigen. Oder könnte es sein, dass ich am Ende in einer Sackgasse lande.

Wenn ich in meinem Kopf den Verlauf des Romans kenne, dann kann ich mir zumindest gut vorstellen, dass ich ihn dann auch zu Ende schreiben kann. Stocke ich aber, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht, wie meine Figuren handeln könnte (wobei ich anmerken möchte, ich rede nur vom groben Verlauf und nicht in jeglichen Details), dann könnte es sein, dass ich diesen Fehler schwerlich ausbügeln kann und es genau dort zu Schwierigkeiten kommt.

Um diese Ideen und Notizen irgendwo festzuhalten, nutze ich nicht eine lose Blattsammlung die dann am Ende wohlmöglich noch in alle Winde zerstreut wird (bei meiner Ordnung wäre das sogar denkbar), sondern kaufe mir dafür extra ein dickes Notizbuch, idealerweise kariert. Dort landet jede Idee und jeder Schrott hinein, solange das Buch Seiten hergibt.

Einiges von dem, was ich in diesem Buch reinschreibe, werde ich nie verwenden. Aber immerhin habe ich es mir irgendwo notiert und weiß daher, dass es auch irgendwo steht. Es könnte sein, dass ich diese Ideen, Sätze, Anregungen, Szenen, Figuren und so weiter irgendwann später brauche oder in einem anderen Roman oder einer anderen Kurzgeschichte. Wichtig ist mir nur, dass ich die Sachen irgendwo zu stehen habe.

Vorsicht Falle!

Es kann passieren und es passiert sehr häufig, dass man von Ideen regelrecht überrannt wird. Da setzt man sich an den PC oder vor dem Notizbuch und auf einmal hat man mindestens eine Millionen Einfälle, die man entweder verwenden oder über die man schreiben könnte, seien es Kurzgeschichten oder Romane.

Und das Schlimmste ist, die Ideen sind noch nicht einmal schlecht. Im Gegenteil, einige von denen eignen sich sogar für eine genauere Betrachtung.

Das Problem, und deswegen Vorsicht Falle, ist eben die Tatsache, dass diese Fülle an Ideen nichts weiteres ist, als eine Schreibblockade.

Das ist übrigens kein Witz von mir. Ich habe das selber erlebt. Da ich die ganze Zeit über die neuen Ideen gegrübelt habe und einige in meinem damaligen Roman hineingesteckt habe, kam ich nie weiter. Ein Schritt nach vorne war vielleicht drinnen, aber bestimmt nicht zwei zurück, reden wir mal von mindestens zwanzig (um es mal zu übertreiben). Gerade dann, wenn ich erfolgreich bin und viel schreibe, schleichen sich die Ideen ein und wollen mich letztendlich boykottieren. So von wegen, du bist erfolgreich? Das wollen wir doch mal sehen. Und dann zweifelt man an den eigenen Fähigkeiten, bzw. Schreibqualitäten.

Daher habe ich mir ein zweites Notizbuch gekauft (Achtung Tipp) und jedes Mal, wenn ich eine neue Idee habe, lasse ich mich nicht davon beirren, sondern schreibe diese in das Büchlein hinein.

Dabei nutze ich immer eine Doppelseite. Auf der linken Seite schreibe ich die Grundidee in kurzen Worten so nieder, dass ich auch in einem Jahr noch verstehe, was ich da eigentlich von mir selber will. Die rechte Seite wird entweder für die restliche Idee verwendet, wenn also die Beschreibung sehr lange ist, oder für Sätze, die ich in diesem Zusammenhang verwenden kann, Charaktere oder sonstiges.

Somit ist es nicht mehr möglich, dass sich die Idee verflüchtigt und ich eines Tages denke, da war doch noch was. Und da ich diese niedergeschrieben habe, ist sie auch in ihrer agressiven Art und Weise aus meinem Kopf verschwunden. Immerhin ignoriere ich sie ja nicht, ich habe sie nur an einem bestimmten Ort verfrachtet, wo sie mich nicht weiter stürzt.

Und was soll ich sagen, seitdem schreibe ich um einiges erfolgreicher. Daher eben mein Tipp, wer zu viele Ideen hat, sollte immer etwas zum schreiben in der Nähe haben und die Idee niederschreiben. Sie geht nicht verloren, nervt aber auch nicht.

Kurze Zusammenfassung der Idee:

Hier noch eine Geschichte aus einem Buch: Ein Autor wurde gebeten seinen Roman in einem Satz auf die Visitenkarte des Lektors zu schreiben, damit er sich an diese im Verlag erinnern könne. Er schrieb ein Wort und am Ende wurde seine Geschichte zu einem Bestseller.

Ob das jetzt wirklich stimmt, weiß ich nicht, aber ich habe öfters gelesen, dass empfohlen wird, eine Geschichte in einem Satz zusammenzufassen um die Idee dahinter zu erklären. Daher kann man sich schon am Anfang überlegen ob man die Idee des Romans in einem Satz oder gar in einem Wort zusammenfassen kann.

Ich habe es heute morgen geschafft, meinen Krimi mit einem Wort in doppelter Bedeutung zu beschreiben. Und das reicht mir erst einmal 🙂

[Romanprojekt] Die Grundidee

Da ich dieses Jahr vorhabe endlich einen Roman zu schreiben und vor allem zu Ende zu schreiben, dachte ich mir, halte ich meine Ideen auf dieser Plattform fest und stelle meine Idee vor, wie ich einen Roman schreibe. Wobei ich betonen möchte: Es ist meine Idee für mich. Natürlich kann es sein, dass manche die eine oder andere Anregung übernehmen möchte und die andere sagt, nein danke, brauche ich nicht 🙂

Damit ich einen Roman oder auch eine Kurzgeschichte schreiben kann, brauche ich eine Grundidee. Über was will ich im allgemeinen überhaupt schreiben. Das Genre ist mir meistens klar. Entweder es ist ein Krimi, ein Fantasybuch oder eine Science Ficiton Saga. Aber wenn ich nicht weiß, wohin auf Dauer die Reise gehen soll, ich kann dann nicht weiterplanen.

Die Grundidee ist nicht zu verwechseln mit der Idee der Geschichte. Und jetzt wird es kompliziert.

Für mich ist die Grundidee eine Richtung über die man schreiben könnte, ein Lückenfüller. Zum Beispiel, ich möchte einen Chinaroman schreiben. Oder auch eine Kurzgeschichte über das Leben auf dem Jupiter. Oder über den letzten Drachen einer Fantasywelt.

Für mich ist die Grundidee eben etwas, worauf ich am Ende bauen möchte. Denn als nächstes (und das auch im nächsten Beitrag) kommt dann die Idee des Romans oder der Kurzgeschichte.