Schritt für Schritt für Schritt für …

Oder anders ausgedrückt, mein allererster Roman ist fertig.

Nun gut, der ist seit Februar fertig, aber hei, ich habe mein erstes Baby fertig und bin mächtig stolz auf mich. Er hat ca. 250 Normseiten und was soll ich sagen … der Ende ist furchtbar. Den, das muss ich gestehen, habe ich nur noch hingekliert, weil ich erschöpft war und nur noch fertig werden wollte. Anders ausgedrückt, es ist die erste Version meines Romans und der darf alles andere als perfekt sein.

Aktuell befinde ich mich in der ersten Überarbeitungsphase. Ich hatte eine völlig andere Idee was meine Hauptfigur betrifft und dadurch ist die erste Version, die ich getippert habe, hinfällig geworden. Wenn ich das auf die Reihe bekommen habe (und das ganze mit einem besseren Ende garniert habe), werde ich mich dran machen, die zweite Überarbeitung vorzunehmen. Da geht es mehr um die Art des Schreibens, Ausschmückungen, Charakterisierungen und so weiter. Jetzt erst muss ich aber die Geschichte selber noch mal hinbekommen.

Nebenbei arbeite ich an der Hintergrundgeschichte meiner Fantasywelt und ich finde es immer und immer wieder erstaunlich, wie sich die Idee meiner Welt in die bestehende Geschichte einbettet oder wie die Ideen meiner Welt mir neue Ideen bescheren, die sich harmonisch in die bestehende Geschichte einbetten (hat den Satz wer verstanden? ^^). Für mich ist das immer ein Zeichen, dass die Geschichte so erzählt werden will, wie ich sie verfasst habe. So und nicht anders.

Daher wende ich im Moment all meine Kraft auf die Überarbeitung und Neuschreibung meines Romans (trotz allem schaffe ich es aktuell sogar noch zu lernen und gelegentlich zu lesen). Ergo, ich sitze mindestens jedes Wochenende an meinem Roman und arbeite daran und wenn ich es schaffe dann auch unter der Woche.

Daher schreibe ich nicht zu lange an diesem Beitrag, Kapitel 10 wartet auf mich.

Ansonsten, ja, ich lebe noch :o)

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Raubkopieren verhindern – Geht das überhaupt?

Wer in der kreativem Zweig des Lebens arbeitet kennt das – die eigenen Werke werden über kurz oder lang gestohlen und irgendwo kostenfrei online gestellt, damit andere es sich, nun sagen wir es mal so, heruntergeladen und kopiert wird. Und am Ende verbreitet sich das eigene Werk im Internet und man kennt den Namen und das dazugehörige Werk, aber einen finanziellen Nutzen davon haben die wenigsten, bis auf die, die sich gute AnwältInnen leisten können.

Und entgegen weitläufiger Meinung sind nicht nur die musikalischen oder filmischen KünstlerInnen davon betroffen. Bücher werden als e-books verbreitet und Hörbücher sind auch ganz groß im kommen. Und von Bildern will ich erst gar nicht reden. Die verbreiten sich wie die Lepra im Internet ;o)

Gibt es denn überhaupt eine Möglichkeit das illegale kopieren und das veröffentlichen im Internet zu verhindern? Vermutlich in der Tat über einen guten Anwalt oder eine gute Anwältin. Aber nicht alle AutorInnen oder Verlage können sich solch rechtskräftige Hilfe leisten.

Daher kann man in erster Linie nur an die Vernunft der Personen appelieren (manche haben den sogar, auch wenn sie den Blödsinn machen). Gerade kleine Verlage oder AutorInnen schwimmen alles andere als in Geld (vermutlich eher in Wasser das sie genauso bezahlen wie Nicht-KünstlerInnen und manchmal überlegen auch sie, wie sie die nächste Wasserrechnung bezahlen können, weil Ebbe im Geldbeutel herrscht).

Die Verlage übernehmen das finanzielle Risiko bei der Veröffentlichung der Bücher und versuchen natürlich alles, um das Geld, was sie für ein Werk zur Verfügung gestellt haben (Lektorat, Werbung, Cover, etc.) erst einmal hereinzubekommen um dann damit noch den einen oder anderen Euro zu verdienen. Immerhin möchte am Ende die Autorin oder der Autor auch noch den einen oder anderen Euro verdienen. Wenn die Werke aber kostenfrei im Internet verteilt werden, verdient niemand daran.

Warum das so schlimm ist?

Viele der AutorInnen sitzen nicht mal drei Wochen an ein Werk und tippen einen Roman oder die Kurzgeschichte einfach mal so herunter. Zuerst braucht man eine halbwegs vernünftige Idee. Diese muss ausgebaut werden. Dann braucht man lebendige Charaktere, einen Plot, Konflikte, die Geschichte will geschrieben werden und am Ende kommt das Selbstlektorat und freundschaftliche Fremdlektorat. Bei einigen kann das ohne weiteres ein Jahr dauern. Denn neben dem Schreiben haben viele noch eine Vollzeitstelle (gerade wenn es sich hierbei um ihr Erstlingswerk handelt) und auch eine Familie und andere Verpflichtungen.

Menschen wie Stephen King, der angeblich einen Roman in drei Monaten schreiben soll, oder andere AutorInnen, die es innerhalb einer solch kurzen Zeit schaffen, leben von ihrer Arbeit und dementsprechend können sie sich morgens an ihrem Computer hinsetzen und am Abend erst aufstehen. Das ist eine völlig andere Welt. Was aber natürlich nicht bedeutet, dass man auch sie bestehlen kann oder sollte.

Wenn dann das Buch bei einer Agentur oder Verlag untergekommen ist, geht die Arbeit erst weiter. Es kommt ein professionelles Lektorat (was Kosten verursacht). Es muss in den Satz, ins Layout, es muss gedruckt, beworben und ausgeliefert werden (welche Aufgaben ein Verlag hat, kann ein Verlag viel besser erklären, ich gestehe, ich habe da überhaupt keine Ahnung). Es ist ein unglaublicher Rattenschwanz, der bei einer Veröffentlichung mit sich gezogen wird. Und das alles kostet Geld.

Damit sich das veröffentlichen lohnt und ein Kleinverlag nicht gleich wieder untergeht, brauchen sie Käuferinnen und Käufer, die ihre Bücher kaufen, direkt beim Verlag, über Buchläden oder wo auch sonst (idealerweise natürlich neu und direkt und nicht gebraucht über entsprechende Internetseiten, aber das ist ein anderes Lied ^^).

Kann man nun verhindern, dass überhaupt Raubkopien im Internet herumgeistern? Natürlich nicht! Es wird immer Personen geben, die geistiges Eigentum von Fremden als ein Allgemeingut ansehen und es munter verteilen. Seien wir ehrlich, solche Leute gab es in der Vergangenheit, gibt es in der Gegenwart und wird es in der Zukunft geben. Punkt.

Aber ich kann mir vorstellen, dass man es zumindest eindämmen kann.

Hier einige Vorschläge, wie man einerseits Werbung für das eigene Produkt macht und zugleich bei vielen das Bedürfnis für illegale Downloads eindämmen könnte. Ich rede bewusst von einer Kann-Situation, denn meine Tips können auch für die Katz sein. Ich sehe in erster Linie mich als mögliche Konsumentin und weiß, mit welchen Mitteln man mich zufrieden stellen kann.

Werbung

Ich rede jetzt hier nicht unbedingt von Flyern, Plakaten oder Werbebannern auf diversen Internetseiten, die man bezahlen muss. Ich rede ganz klar von gut plazierter und häufig auch mit geringen Kosten verbundener Werbung.

Wie wäre es denn mit einem Werbefilm auf YouTube? Natürlich kostet das erstellen des Videos einiges. Gerade dann wenn man es professionell machen lässt? Muss man das aber? Es reicht häufig ein liebevoll gestaltetes Video mit Cover, vielleicht einer kleinen Leseprobe oder einer Zusammenfassung der Geschichte bzw. des Buches. Und das kann man dann zum Beispiel in Bücherblogs verlinken, wenn man einen Beitrag dazu schreibt. Ich würde es gerne machen.

Genauere Beschreibungen

Letztens habe ich ein Klappentext zu einem Roman gelesen (und das auf der Internetseite des Autors) und dachte mir nur …. laaaaangweilig. Warum bitte schön sollte ich den Roman lesen? Der Klappentext war nichtsagend und die Internetseite gab nichts her. Wäre nicht auf einer Drittseite mehr Informationen zur Verfügung gestellt worden, ich hätte mich nicht weiter damit beschäftigt. In dem Sinne, stellt mehr Informationen zur Verfügung. Schreibt worum es geht. Klappentexte sollen heiß auf die Geschichte machen. Wenn sie dazu nicht in der Lage sind (und das war in diesem Fall so), dann muss man schon ein wenig tiefer gehen.

Probekapitel/Hörproben/etc.

Ich habe vor ein oder zwei Jahren den ersten Kapitel zu einer neuen Reihe aus Amerika gelesen. Die Titel hörten sich klasse an, der Probekapitel hingegen nicht. Also habe ich Geld gesparrt. Sehr häufig aber haben mich die Probekapitel, die ich bei einigen Onlineshops einsehen kann, aber zum Kauf eines Buches animiert. Daher sollten sich die Verlage ruhig überlegen, ob sie nicht den ersten Kapitel als Probekapitel online zum lesen stellen. Oder die ersten Minuten ihres Hörbuches und so weiter. Gerade Hörbücher können da gefährlich sein, weil man es hier mit einer fremden Stimme zu tun hat, mit der man sich einige Stunden auseinandersetzen muss, eben solange das Hörbuch dauert. Und wenn die fürchterlich ist, möchte man nichts mehr mit dem Hörbuch zu tun haben. Ihr habt die Rechte an dem Werk, nutzt diese Rechte.

Werbung in eigener Sache

Viele haben keine Ahnung was hinter der Bühne abgeht. Warum kostet ein Buch mit 300 Seiten bei einem großen Verlag nur ca. 10 Euro, während ein kleiner Verlag ca. 20 Euro verlangt? Dafür hat doch niemand objektiv Verständnis? Weil die Leute keine Ahnung haben, was hinter der Bühne vor sich geht.

Daher mein Vorschlag, wie wäre es, wenn sich gerade die kleinen Verlage zusammensetzen und eine reine Informationsseite aufbauen, wo eben solche Fragen geklärt werden. Warum verlangt ihr für ein e-book die gleichen Preise wie für ein Printbuch bzw. warum nicht? Welche Kosten fallen an? Wie lange brauchte die Autorin oder der Autor um Werk X zu schreiben und so weiter und so fort.

Auch die AutorInnen sollten vielmehr Informationswerbung betreiben. Blogs können kostenfrei im Internet registriert werden. Dann nutzt es und bindet die LeserInnen an euch. Ich denke, in dieser Hinsicht hapert es in erster Linie an der Kommunikation. Und gerade das Internet ist doch regelrecht dafür prädestiniert, dass zu nutzen, über die ebenen der Kommunikation.

Und wer sich ein Werk illegal herunterlädt (ist an sich ja nicht schlimm, wenn ihr weiterlest, wisst ihr wieso ^^) und euch das Werk gefällt, dann seid doch so fair und kauft euch das Original. Das beruhigt das Gewissen und ihr tut den AutorInnen noch etwas gutes. In dem Sinne, gehen wir wieder ein wenig fairer miteinander um :o)

Kritik oder doch nur purer Neid?

Letztens wurden ich und einige Leute gebeten, zu einem Thema eine Kritik abzugeben (die genauen Umstände, wie es dazu kam, lasse ich einfach mal unter dem Tisch fallen, da sie letztendlich nicht interessant sind, die Thematik hingegen ist universell). Die ersten Kritiken fielen nicht positiv aus und ich muss zugeben, dass Objekt der Kritik, nein, es hat mir schlichtweg nicht gefallen. Wobei ich zumindest versuche zu begründen, warum mir etwas nicht gefällt.

Ich mag es nicht nur zu schreiben, dass ist schlecht. Zwar sind solche Aussagen eindeutig, aber andererseits nicht eindeutig genug. Denn nicht alles ist schlecht. Es mag sein, dass das Thema gut und die Umsetzung schlecht ist. Oder genau andersherum. Oder das ein Satz aus einer kompletten Kurzgeschichte wunderbar ist und der Rest eben in die Hose ging. Oder, oder und noch einiges mehr.

Es mag mir nicht immer gelingen, gerade im Eifer des Gefechtes kann es mal in die Hose gehen, aber ich denke, im groben und ganzen kann ich mich an meine selbst aufgestellten Regeln zum Thema Kritik bzw. Rezensionen halten.

aber was ich nicht mag, auch wenn ein Text durchgehend negativ bewertet wird, dann sofort von Neid zu sprechen.

Ähm, hallo?

Klar, ich kann diesen Vorwurf sehr wohl nachvollziehen. Immerhin gibt es Menschen, die andere Personen, Objekte und Kunstwerke nur deswegen zerreissen, weil sie in der Tat neidisch sind. Und das finde ich sehr wohl mies. Wenn ich ein Werk nicht mag, weil ich die Person dahinter nicht mag, meide ich das Werk, die Person oder was auch immer. Erst recht rezensiere oder kritisiere ich es nicht. Eben weil ich nicht neutral genug dafür bin. Dazu stehe ich aber dann auch. Alles andere wäre unfair.

Aber ich habe das Gefühl, dass gerade in letzter Zeit das Wort „Neid“ im Zusammenhang von Kritik gerne als Totschlagargument benutzt wird. Ich mag dieses oder jenes Werk nicht , weil … Du bist ja nur neidisch. WAS soll man bitte da noch erwidern? Man wird in eine bestimmte Ecke gedrängt und hängt da erst einmal fest, weil man sich ja erst einmal gegen den Vorwurf des Neides erwehren muss. Nein, ich bin nicht neidisch, weil … Dann würdest du so etwas nicht schreiben, sagen … was auch immer.

Auf diese Art und Weise ist natürlich eine vernünftige Diskussion nicht möglich. Wenn ich in einer Ecke stehe, dann kann ich mich natürlich nicht argumentativ bewegen. Wohin auch? Und ich glaube, einige (nicht alle) versuchen dies auch. Bewusst oder unbewusst sei mal dahin gestellt. Denn sie fürchten, dass ihr Liebling (Werk, Band, Buch, was auch immer) ZU schlecht davon kommen könnte und das wäre für einige unerträglich. In dem Sinne versuchen sie eben KritikerInnen mundtot zu machen. Wer nicht reden bzw. schreiben kann, macht auch ihre „Liebe“ nicht kaputt. Logisch, gelle?

Ich finde dieses Verhalten eher anstrengend.

Es gibt auch eine argumentative Art und Weise, die ähnlich funktioniert. Das lustig über Dinge machen bzw. aufregen und zwar über Dinge, die mit der Kritik selber nicht zu tun hat oder sich auf Punkte bezieht wo ich mich immer frage, was soll das?

Vor einiger Zeit habe ich eine Kritik gelesen, ja, sie strotzte nur so von Rechtschreibfehlern. Auch bei Wörtern von denen man meinen könnte, dass man sie sehr wohl richtig schreiben könnte. Aber es gibt nun einmal Menschen, die unter einer gewissen Lese-Rechtschreibschwäche haben, Legastheniker oder was auch immer sind. Und anstatt auf seine Rezension einzugehen und zu zeigen, wo er sich vielleicht irren könnte (wobei, kann man bei einer Meinung wirklich irren?, ich lasse das jetzt einfach mal im Raum stehen), wurde über seine Rechtschreibung übelst hergezogen. Mir als potentielle Käuferin des entsprechenden Werkes hat das natürlich nicht im geringsten geholfen, denn ich hatte von den Meinungen zu der Kritik überhaupt nichts. Im Gegenteil, ich wurde eher darin bestärkt, dass Werk NICHT zu kaufen. Glückwunsch an dieser Stelle ^^ Ob das so gewollt war? Ich glaube eher weniger.

Leute, die andere versuchen mundtot zu machen, sollten vielleicht überlegen, warum sie das wollen und ob es wirklich gerechtfertig ist. Häufig ist Kritik nicht als Angriff zu werten sondern als Hinweis, dass man etwas besser machen kann. Und wenn Kritik als Angriff missbraucht wird, dann hilft es nicht mit der Neidformel um sich zu werfen, wie ein störrisches kleines Kind. Am besten helfen immer noch gute Argumente oder das klassische und konsequente und immer wieder beliebte … ignorieren!!!

In dem Sinne … :o)

Von Sibylle Berg über Franz Kafka zu Max Frisch und einigen mehr

Ich habe gerade diesen Link ausprobiert, weil er über Twitter gepostet wurde um zu sehen, wen mein Schreibstil ähnelt. Zuerst kam Frau Sibylle Berg heraus. Danach einige andere, zumeist männliche Autoren. Am Ende hat er sich auf Alfred Döblin eingeschossen.

Natürlich hat das nichts zu sagen, ich schreibe wie ich schreiben, eben wie ich. Aber es gibt zwei Sachen, die ich interessant finde.

  1. Für mich sagt das Ergebnis, dass mein Schreiben scheinbar mit einigen der größeren AutorInnen mithalten kann. Immerhin hat er einige interessante Namen ausgespuckt.
  2. Aber andererseits ändert der mit jeden neuen Test seine Meinung, inwiefern hat das ein Aussagewert? Ich weiß es gerade nicht :o)

Aber ansonsten, mir hat der Test doch ein wenig gebracht und ich fühle mich wieder fit fürs schreiben :o)

Literarische Gefühlsschwankungen: Hoch und Tiefs

So ganz verstehe ich das nie, egal wie lange ich schreibe. In der einen Sekunde habe ich das Gefühl, dass ich einen ordentlichen, passablen oder gar guten Text geschrieben habe. Und dann in der nächsten Sekunde frage ich mich, wie ich auch nur darauf kommen kann, dass auch nur als akzeptabel anzusehen, von mehr will ich gar nicht reden.

Gerade eben hatte ich solch einen Gefühlsausbruch. Auf einer Verlagsseite stand so etwas wie, wenn ihr Text uns anspricht, dann nehmen wir ihn gerne (im übertragenen Sinn habe ich die Aussage zusammengefasst). Da habe ich mir natürlich gedacht, joah klar, ich und einen guten Text verfassen, wovon träume ich denn Nachts. Von guten Texten klar, aber spätestens wenn ich wach bin, ist das schon wieder vorbei. Zum Glück lasse ich mich nicht davon abhalten es doch zu probieren und weiter zu schreiben. Dann habe ich mich gerade wieder aufgerafft und finde das, was ich gerade geschrieben habe, doch nicht mehr so schlecht. Also wieder im Bereich des akzeptablen.

Ich vermute mal, dass ich mit diesen Gefühlen nicht ganz alleine bin. Und ich vermute mal weiter, dass das eine Form der Schreibblockade ist. Wenn ich kein Vertrauen in mein Schreiben habe, warum sollte ich dann weiterschreiben und werfe alles an die Wand und lösche am Ende die Datei. Auch wenn ich hinter diesem Mechanismus komme und weiß, woher es kommen könnte, es nervt trotzdem

Guck auf die Uhr und stell fest …

… es ist ganz schön viel Zeit ins Land gezogen.

Und habe ich mich in irgendeinerweise kreativ betätigt? Noach, die letzten Tage schon. Aber nicht unbedingt die letzten Monaten.

Habe ich fleißig gelernt? So fleißig, dass ich das Semester wiederholen werden?

Und wie sieht es sonst mit irgendeiner besonderen Tat aus? Nöch, ich doch nicht.

Aber alles ganz kurz in einer hoffentlich halbwegs vernünftigen Zusammenfassung. Im Grunde genommen war ich fleißig in Puncto lernen. Immerhin habe ich zwei von vier Einsendeaufgaben bei der Uni abgegeben (jaja, ich hätte noch zwei abgeben müssen, auch wegen Übungszwecken) und man lese und staune, ich habe beide bestanden.

Die erste eingesendete Aufgabe mit der Mindestpunkteanzahl von 50 Punkten. Ein wenig enttäuscht war ich, weil ich mir da wirklich so viel Mühe gegeben habe und ich halt dachte, dass ich besser abschneiden werde. Bei der zweiten Aufgabe, ich gestehe zum zweiten Mal, habe ich mir nicht sooo viel Mühe gegeben. Einfach drauf losgeschrieben und mal sehen, was daraus wird. Immerhin habe ich damit gerechnet, dass ich durchrasseln werden. Denkste: Ich habe die Aufgabe sogar mit 51 Punkten bestanden. So ganz nachvollziehen kann ich nicht, wie das sein kann, aber ich bin trotzdem glücklich.

Da ich aber für mich entdeckt habe, dass ich das mit dem lernen völlig falsch angegangen bin und vor allem, weil ich das mit dem Gutachtenstil noch nicht so gut drauf habe, entschloss ich mich, dass erste Semester zu wiederholen. Einfach noch einmal die Zeit nehmen und alles von der Pike auf an lernen. Dazu habe ich hier ja zwei Bücher liegen und mal sehen, was sich daraus entwickelt.

An meinem Roman habe ich erst vor kurzem wieder angefangen zu schreiben. Da ich jeden Tag zwei Stunden gelernt habe und irgendwann hat man natürlich keine Lust mehr, noch was anderes zu machen, bin ich diesbezüglich ziemlich ins Hintertreffen geraten. Aber ratet mal, joah, Ideen habe ich mehr als genug. Und eine finde ich gerade so faszinierend, dass ich sie über kurz oder lang auf alle Fälle verfolgen werde. Aber mehr, wenn es mehr zu berichten gibt. Wenn ich diesen Beitrag fertig habe, werde ich mich bezüglich meines Hauptprojektes dran machen und einen wichtigen Charakter erst einmal plotten.

Wobei ich faszinierend finde, als ich mit dem fiktiven Geburtsdatum den Mondzeichnen errechnete, stimmten die dargestellten Charakterzüge so sehr mit der Figur überein, wie ich sie sehe, dass ich mir nur dachte, hä? wie kann das denn sein? Ist das jetzt ein Zeichen oder ist das ein Pups?

Ansonsten habe ich beschlossen japanisch zu lernen. Ich hatte mal einen Traum gehabt, in der ich bei einer Konferenz war und zuerst tat ich nur so als ob ich die Sprache beherrschte und auf einmal konnte ich es. Ich glaube, dass hat schon etwas zu bedeuten. Und zumindest probieren kann man es ja mal :o)

Ich lebe, bin gerade in einem gewissen Robert Downey Jr. Fieber (hört euch mal seine Musik an, dann wisst ihr wieso) und werde mich langsam mal wieder aktiver überall einbringen. Bis die Tage dann ^^

Mein Fernstudium hat schon begonnen obwohl …

… das Semestern noch nicht angefangen hat.

Ich habe mich nämlich noch für einen Mathematik Brückenkurs für Wirtschaftswissenschaftler angemeldet, weil ich, zugegebenermaßen nicht mehr so fit in Mathematik bin. Mein Abi habe ich 2001 gemacht und in der Ausbildung bin ich, ehrlich gesagt, immer wieder an diesen verdammten Rechenaufgaben gescheitert. Aber irgendwie habe ich mich doch bisher erfolgreich mit Mathe so weit herumgeschlagen, dass es irgendwie geklappt hat und ich meine Abschlüsse bekommen habe. Da ich aber demnächst mich mit der Buchhaltung (nicht dieses Semester) herumschlagen werde, da dachte ich mir, nun gut, dann werde ich eben mein bisschen Mathematikwissen auffrischen und vielleicht kapiere ich dieses Mal etwas.

Vorhin habe ich 2 1/2 Stunden an dem ersten Studienbrief (von insgesamt zehn übrigens) gesessen und sechs Seiten durchgearbeitet. Okay, ich habe keine Ahnung was ich da eigentlich mache, aber hei, ist doch egal solange ich am Ende sagen kann, ich habe es verstanden. Und zu meiner eigenen Überraschung habe ich wirklich etwas verstanden.

Für die kommende Woche, so ist es zumindest geplant, werde ich versuchen täglich fünf Seiten durchzuarbeiten (ohne mich zwischendurch durch irgendetwas ablenken zu lassen). Immerhin habe ich zwischendurch noch einiges erledigt, was schlichtweg Zeit gekostet hat. Das kann ich morgen getrost vergessen 🙂

Zur Zeit überarbeite ich eine Geschichte für ein Schreibprojekt, wo ich ein Großteil einfach mal verloren habe, danke lieber Computer. Aber der Wutanfall ist inzwischen verraucht. Jetzt habe ich versucht alles, mehr oder weniger, wieder so zu schreiben, wie ich es bei der ersten Version getippt habe und nun geht es um die Ergänzungen, die hoffentlich die Geschichten besser machen 😉

An meinen eigenen Geschichten habe ich, dass muss ich zu meiner eigenen Schande gestehen, in der letzten Woche gar nicht gearbeitet. Das werde ich versuchen nächste Woche, trotz des Mathekurses nachzuholen. Aber erst einmal das Projekt und dann kommt alles andere.

Übrigens, ich habe ja vor kurzem berichtet, dass der Größenwahn mich gepackt hat. Im Moment bin ich mir sehr sicher, dass ich diesen Größenwahn auch ausleben werde. Dazu benötige ich zwar noch einige Unterstützung, aber ansonsten, ich sehe es kommen, dass ich noch wirklich meine eigenen Anthologien planen werde. Ich habe auch schon mehr Ideen im Kopf, als alles andere. Und das Thema für die erste Anthologie hätte ich sogar schon (es gibt Dinge, da sollte man mich bloss nicht reizen, hehe).

Ich hatte zwar vorgehabt heute die ersten Briefe zu schreiben, kam aber nicht dazu. Dann werde ich das immer Abends beim Fernsehen machen (@ Schriftrolle, wenn du magst, meine Adresse ist im Impressum ^^).

So, ich mache mich dann mal auf und werde die fünf Seiten noch überarbeiten, wobei ich am Ende noch die Geschichten schreiben muss.

Warum tue ich mir das Ganze noch einmal an?

Keine Ahnung …

[Roman schreiben] – Zwischendurch einige Ratschläge

Mir wurden bei einem meiner älteren Artikel einige Fragen gestellt und ich werde versuchen diese so gut wie nur möglich zu beantworten, sofern ich sie in ihrer Art und Weise richtig verstehe. Die Fragen werde ich entsprechend aus dem Kommentar direkt kopieren, damit die Person und alle anderen die Frage kennen (und nicht immer hin und her hüpfen müssen) und wer will, kann gerne weitere Ergänzungen hier einstellen 🙂

Hy Leute könn ihr hir mal ein paar Tipps Reinschreiben ???

Ich möchte kurz betonen, diesen Blog für nur eine einzige Person (eben ich) und niemand sonst. Daher bitte in der Einzahl ansprechen. Danke schon einmal 🙂 Und Tipps werden immer wieder hier hereingeschrieben. Man kann einen Blog nun einmal nicht an einem einzigen Beitrag messen, sondern ruhig immer wieder umschauen und sehen was es so zu lesen gibt. Danke die Zweite.

z.B. wie groß die Schrifftart sein muss,

Bei diesem Satz handelt es sich um eine Teilfrage. Und ich weiß, es ist unhöflich eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten, aber ich muss trotzdem eine Runde unhöflich sein. Hier wird gefragt, wie groß die Schriftart sein muss. Ja, für was? Geht es um das Schreiben des reinen Textes? Da ist es egal welche Größe du verwendest. Wenn du es schaffst, kannst du gerne in Größe 8 schreiben oder von mir aus auch in Größe 72. Ich bevorzuge Größe 11 oder 12, weil ich so besser schreiben kann und meine Augen sich nicht so extrem anstrengen müssen.

Oder reden wir hier von dem Text, der eingesendet wird? Das muss mit den sogenannten Normseiten geschehen. Es mag sein, dass einige Verlage da sehr human sind und einen Text ohne Normseiten akzeptieren und sich ihn trotzdem durchlesen. Aber ich würde nicht darauf wetten.

Da ich nicht weiß, worauf sich nun genau die Frage bezieht, kann ich hierfür leider keine abschließende Antwort geben und bitte dies zu entschuldigen.

oder wie man am bessten wenn man ein Vorwort schreibt damit anfänkt !!!!

So, wieder muss ich eine Frage (sofern es eine ist, da sind ja ziemliche viele Ausrufezeichen und normalerweise wird eine Frage mit einem Fragezeichen beendet) mit einer Gegenfrage begegnen. Und zwar von was genau reden wir hier? Reden wir von einem Vorwort den wir häufiger in Sachbüchern finden? Reden wir hier von einem Prolog, der meistens seinen Weg in Romanen findet? Oder von einem Vorwort für einen Roman, warum habe ich das Ding überhaupt geschrieben (was ich so, meines Wissens nach nie gefunden habe).

Da fängt es schon an und ich kann leider diese Frage so nicht beantwoten.

Meine Empfehlung jedoch für alle drei Dinge (sofern wie das dritte Beispiel irgendwann wirklich aufnehmen würden) ist folgender: Schreibe sie zuletzt!

Ein Vorwort in einem Sachbuch soll zum einen Interesse für das Buch wecken, aber auch erklären, worum es sich in diesem Buch dreht. Und das geht am besten, wenn man eben genau dieses Buch schon geschrieben hat. Natürlich kann man es zum Anfang schreiben, damit man eine Orientierung hat. Aber für mich wäre es in dem Sinne Zeitverschwendung, weil es immer passieren kann, dass ich das gesamte Konzept auf den Kopf stelle und über etwas völlig anderes schreibe, als ursprünglich geplant. Dann muss ich das Vorwort so oder so umschreiben.

Reden wir aber von einem Prolog, halte ich mich persönlich an eine ungeschriebene Regel, die ich mal gelesen und für mich persönlich für gut befunden habe. Ich schreibe nur dann einen Prolog, wenn sie zwar als ein Teil der Geschichte aufgefasst werden kann, aber sie jederzeit überlesen werden kann. In einem Prolog also können wichtige Informationen stehen, aber wenn man diesen, warum auch immer, überliest, dann sollte man niemals etwas verpasst haben.

Ansonsten behandelt man solche Teilkapitel wie alle anderen.

Oder wie man überhaupt ein Buch anfänkt !!!

Die Frage liest sich doch eigentlich supereinfach und doch kann ich auch diese so nicht beantworten (weil ich inzwischen vieles einfach hinterfrage ^^). Und zwar, was wird hier mit „wie man ein Buch anfängt“ genau gemeint? Reden wir hier von dem ersten Satz, von den ersten vier Seiten (für das man ein Halleluja geschenkt bekommt ^^) oder reden wir von dem wirklich Anfang? Von der Charakterrecherche, von der Plotplanung, von der Überlegung, was kann ich denn überhaupt schreiben?

Ich will ehrlich sein, ich kann auch diese Frage pauschal nicht beantworten, weil ich nicht weiß, worauf sie genau hinaus will.

DAs währe nett wenn hir mähr Tipps für sowas drinn sehen !!!

Es währe auch nett, wenn in Zukunft der Blog einfach durchforstet wird. Denn genau solche Tipps veröffentliche ich immer wieder in unregelmäßigen Abständen (je nachdem wie weit ich selber mit meiner Romanplanung bin) und eben nicht nur einen einzigen Beitrag zu lesen. Und weiterhin, die Büchertipps, die ich in dem entsprechenden Beitrag vorgestellt habe, sind sehr wohl ihr Geld wert 🙂

Ansonsten bitte ich in Zukunft um genau Fragen, sonst heißt es dann eben 42.

Wenn ich mehr Zeit hätte …

… dann würde ich auch schreiben!

Ich vermute mal, wer sich mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, Romanen jeglicher Art oder auch Sachtexte beschäftigt, dürfte diesen Satz mindestens einmal gehört beziehungsweise im Internet gelesen habe.

Ich würde auch gerne schreiben, habe aber dafür keine Zeit …

Bei diesen und ähnlich gearteten Worten geht mir ab und an schon die Hutschnur hoch. Klar, ich habe auch so viel Zeit, dass ich es mir leisten kann diese abzuzwacken um eben zu schreiben. Manchmal komme ich mir vor, als wäre ich der einzige Mensch mit Freizeit, während meine Umgebung hart schuftet. Wohlmöglich schuftet meine Umwelt sogar noch für mich sehr hart *hüstel*.

Das ich neben dem Schreiben auch noch ein vierzig Stunden Job habe, dass ich nicht im luftleeren Raum existiere und somit auch private Verpflichtungen habe und so weiter und so fort, dass scheinen manche gerne zu vergessen, wenn sie mitbekommen, dass ich schreibe. Ach ja, ich habe ja so viel Zeit.

An dieser Stelle möchte ich eins klar stellen: Nein, ich habe nicht viel Zeit, ich habe genauso viel Zeit wie ihr (demnächst sogar weniger, wenn mein Fernstudium anfängt), aber im Gegensatz zu vielen nehme ich mir schlichtweg die Zeit zum schreiben.

Andere, die mir das ab und an vorhalten arbeiten dafür an Internetseiten, gehen lieber chatten, haben ihre Browserspiele (was mich auch dazu verführt, noch einen Beitrag zu diesem Thema zu schreiben) oder sitzen gelangweilt vor der Glotze, schauen sich irgendwelche DVDs an oder machen gar nichts (gerade da finde ich es lustig, wenn es heißt, ich habe gar keine Zeit, dafür aber stundenlang im Chat verbringen, ja klar).

Ich habe aber das Gefühl, dass in erster Linie der schreibenden Bevölkerung einiges, ich sage es mal so plump, vorgeworfen wird. Das geht nicht nur darüber, dass sie ja so viel Zeit hätten, sondern auch besonders viel Talent, dass sie einsame Menschen wären, dass sie dieses und das sie jenes sind, tun, machen oder auch nicht machen.

Manche glauben ja auch, dass ein Roman genauso leicht zu schreiben sei, wie man ihn liest. Das sich hinter zweihundert Seiten durchaus ein Jahr arbeit befinden kann, daran denken die wenigsten (ich gebe zu, bevor ich richtig mit dem Schreiben anfing, habe ich mir auch keine Gedanken gemacht, was alles zum schreiben eines Romans gehört). Und ich kann mir nur vorstellen, dass viele das Bild der Schreibenden Bevölkerung vor Augen haben, wie sie am PC oder der Schreibmaschine sitzen und einfach drauf los tippen. Eine Seite nach der anderen und irgendwann sind sie fertig, dann geht es ab in die Druckerei. Das nebenbei viele von Selbstzweifel geplagt sind, sich permanent fragen, was sie bei allen Dämonen der Unterwelt da eigentlich tun (ich zumindest) und Angst haben, dass sie nur Mist schreiben (gnagna), daran denken nur die wenigsten. Und dann muss man sich auch noch Sprüche anhören: Schreiben ist ein Talent, dass kann man nicht lernen. Oder eben der Klassiker, man habe ja doch so viel Zeit.

In dem Sinne, ich gehe mal meine Zeit verschwenden.

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