[Romanprojekt] Die Idee

Habe ich mir überlegt, über welche grobe Idee ich denn meine nächste Geschichte oder meinen Roman schreiben möchte, gehe ich tiefer in die Idee. Es bleibt nicht mehr nur bei der möglichen Überlegung, ich könnte ja einen Fantasyroman mit einem Drachen schreiben. Jetzt wird mit dieser Idee gespielt.

In Gedanken plane ich grob den Plot, überlege welche Figuren mitspielen, wie sie zueinander stehen und welche Eigenschaften sie haben, was sie erleben, welche Vergangenheit sie haben und all diese Dinge, die nachher wichtig sein könnten. Wichtige Ideen schreibe ich mir hier schon auf. Vor allem geht es mir dabei auch um die Frage, lohnt es sich, ein halbes Jahr bis Jahr sich mit diesem Projekt zu beschäftigen. Oder könnte es sein, dass ich am Ende in einer Sackgasse lande.

Wenn ich in meinem Kopf den Verlauf des Romans kenne, dann kann ich mir zumindest gut vorstellen, dass ich ihn dann auch zu Ende schreiben kann. Stocke ich aber, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht, wie meine Figuren handeln könnte (wobei ich anmerken möchte, ich rede nur vom groben Verlauf und nicht in jeglichen Details), dann könnte es sein, dass ich diesen Fehler schwerlich ausbügeln kann und es genau dort zu Schwierigkeiten kommt.

Um diese Ideen und Notizen irgendwo festzuhalten, nutze ich nicht eine lose Blattsammlung die dann am Ende wohlmöglich noch in alle Winde zerstreut wird (bei meiner Ordnung wäre das sogar denkbar), sondern kaufe mir dafür extra ein dickes Notizbuch, idealerweise kariert. Dort landet jede Idee und jeder Schrott hinein, solange das Buch Seiten hergibt.

Einiges von dem, was ich in diesem Buch reinschreibe, werde ich nie verwenden. Aber immerhin habe ich es mir irgendwo notiert und weiß daher, dass es auch irgendwo steht. Es könnte sein, dass ich diese Ideen, Sätze, Anregungen, Szenen, Figuren und so weiter irgendwann später brauche oder in einem anderen Roman oder einer anderen Kurzgeschichte. Wichtig ist mir nur, dass ich die Sachen irgendwo zu stehen habe.

Vorsicht Falle!

Es kann passieren und es passiert sehr häufig, dass man von Ideen regelrecht überrannt wird. Da setzt man sich an den PC oder vor dem Notizbuch und auf einmal hat man mindestens eine Millionen Einfälle, die man entweder verwenden oder über die man schreiben könnte, seien es Kurzgeschichten oder Romane.

Und das Schlimmste ist, die Ideen sind noch nicht einmal schlecht. Im Gegenteil, einige von denen eignen sich sogar für eine genauere Betrachtung.

Das Problem, und deswegen Vorsicht Falle, ist eben die Tatsache, dass diese Fülle an Ideen nichts weiteres ist, als eine Schreibblockade.

Das ist übrigens kein Witz von mir. Ich habe das selber erlebt. Da ich die ganze Zeit über die neuen Ideen gegrübelt habe und einige in meinem damaligen Roman hineingesteckt habe, kam ich nie weiter. Ein Schritt nach vorne war vielleicht drinnen, aber bestimmt nicht zwei zurück, reden wir mal von mindestens zwanzig (um es mal zu übertreiben). Gerade dann, wenn ich erfolgreich bin und viel schreibe, schleichen sich die Ideen ein und wollen mich letztendlich boykottieren. So von wegen, du bist erfolgreich? Das wollen wir doch mal sehen. Und dann zweifelt man an den eigenen Fähigkeiten, bzw. Schreibqualitäten.

Daher habe ich mir ein zweites Notizbuch gekauft (Achtung Tipp) und jedes Mal, wenn ich eine neue Idee habe, lasse ich mich nicht davon beirren, sondern schreibe diese in das Büchlein hinein.

Dabei nutze ich immer eine Doppelseite. Auf der linken Seite schreibe ich die Grundidee in kurzen Worten so nieder, dass ich auch in einem Jahr noch verstehe, was ich da eigentlich von mir selber will. Die rechte Seite wird entweder für die restliche Idee verwendet, wenn also die Beschreibung sehr lange ist, oder für Sätze, die ich in diesem Zusammenhang verwenden kann, Charaktere oder sonstiges.

Somit ist es nicht mehr möglich, dass sich die Idee verflüchtigt und ich eines Tages denke, da war doch noch was. Und da ich diese niedergeschrieben habe, ist sie auch in ihrer agressiven Art und Weise aus meinem Kopf verschwunden. Immerhin ignoriere ich sie ja nicht, ich habe sie nur an einem bestimmten Ort verfrachtet, wo sie mich nicht weiter stürzt.

Und was soll ich sagen, seitdem schreibe ich um einiges erfolgreicher. Daher eben mein Tipp, wer zu viele Ideen hat, sollte immer etwas zum schreiben in der Nähe haben und die Idee niederschreiben. Sie geht nicht verloren, nervt aber auch nicht.

Kurze Zusammenfassung der Idee:

Hier noch eine Geschichte aus einem Buch: Ein Autor wurde gebeten seinen Roman in einem Satz auf die Visitenkarte des Lektors zu schreiben, damit er sich an diese im Verlag erinnern könne. Er schrieb ein Wort und am Ende wurde seine Geschichte zu einem Bestseller.

Ob das jetzt wirklich stimmt, weiß ich nicht, aber ich habe öfters gelesen, dass empfohlen wird, eine Geschichte in einem Satz zusammenzufassen um die Idee dahinter zu erklären. Daher kann man sich schon am Anfang überlegen ob man die Idee des Romans in einem Satz oder gar in einem Wort zusammenfassen kann.

Ich habe es heute morgen geschafft, meinen Krimi mit einem Wort in doppelter Bedeutung zu beschreiben. Und das reicht mir erst einmal🙂

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