Vom NaNoWriMo, November, Dezember und keine Ahnung was noch :)

Wie einige von euch mitbekommen haben, ich habe mich im November ganz schön rar gemacht. Und das hatte einen guten Grund:

Das Bild sagt es letztendlich schon🙂 Ich habe den ganzen Monat mehr oder weniger nur am NaNoWriMo geschrieben und diesen auch gewonnen. 50.034 Wörter habe ich geschrieben. Wobei ich nebenbei noch ganz kurz folgendes erwähnen möchte: Ich habe noch drei Kurzgeschichten geschrieben (der Superclown war einer davon), wobei ich glaube, dass es noch einmal 9000 Wörter mehr geworden wäre, hätte ich diese mitgezählt. Und außerdem habe ich die Bewertung drei Tage vor Schluss vorgenommen (am 27. November). Hätte ich den Samstag, Sonntag und auch Montag noch geschrieben, da wären aller Wahrscheinlichkeit mindestens 6000, wenn nicht sogar 10.000 Wörter noch einmal dazu gekommen.

Aber am Sonntag hatte ich ein Spieleabend gehabt und ich wollte mich nicht weiter unter Druck setzen. Ich habe gemerkt, wie meine Schreiblaune immer weiter Richtung Keller sackte und ich war, ehrlich gesagt, einfach nur noch erleichtert, dass ich mein Ziel geschafft habe und wollte für mich nur noch abschließen.

Was hat mir das NaNoWriMo aber eigentlich gebracht?

Erst einmal gute 65 Seiten (Times New Roman, Schriftgröße 11) eines möglichen neuen Romans. Den werde ich nun nach und nach überarbeiten und dann weiterschreiben. Mir gefällt die Idee und ich kann mir auch gut vorstzellen, damit mal bei einer Literaturagentur vorstellig zu werden. Natürlich habe ich wieder einige neue Ideen, wie ich die Geschichte umschreiben kann (und ich denke, von den 50.000 Wörter, die ich geschrieben habe, fliegen mindestens die Hälfte wieder heraus). Aber ich denke, dass ist eben typisch beim NaNo, man achtet eben nicht darauf, was man schreibt, sondern letztendlich nur wie viel.

Weiter hat mir das NaNo gezeigt, ich bin sehr wohl in der Lage jeden Tag zu schreiben. Früher habe ich immer wieder gerne Ausreden gesucht um nicht zu schreiben, nun habe ich sie nicht. Immerhin habe ich mich jeden Tag hingesetzt und habe auch regelmäßig unter der Woche zweitausend Wörter und mehr geschrieben (einige Male sogar dreitausend). Jetzt kann ich mich also nicht mehr herausreden, dass ich zu müde zum schreiben bin. Immerhin habe ich es beim NaNo geschafft mich trotzdem hinzusetzen und mein Tagesziel zu erreichen.

Daher habe ich beschlossen, jeden Tag zumindest 1000 Wörter zu schreiben. Es ist egal zu welchem Thema (also Roman oder Kurzgeschichte), Hauptsache es sind am Ende mindestens 1000 Wörter. Nach oben hin ist natürlich keine Grenze offen (eher ein Zeitlimit).

Die Geschichte selber ist an sich schon interessant. Mein störrischer Charakter hat sich um einiges störrischer erwiesen, als gedacht. Aber an anderer Stelle konnte ich sie bändigen und nun tut sie, was ich schreibe und nicht andersherum. Aber wie schon oben geschrieben, da gehört noch einge Menge Änderungen. Denn viele mögliche Konfliktszenen habe ich viel zu harmlos beschrieben, die Klippen umschifft oder mich erst gar nicht herangewagt. Da muss noch einiges geschehen, damit ich wirklich zufrieden bin. Aber die Idee selber gefällt mir irgendwie (die ich aber nicht weiter erläutern werde).

Sonst habe ich im November noch an einer Ausschreibung teilgenommen und warte nun auf das Ergebnis. Für diese Ausschreibung konnte ich drei Geschichten einsenden, aber seien wir mal ehrlich, Superclown (das ist die dritte Geschichte die ich geschrieben habe), ist nicht unbedingt der Reißer. Die Idee finde ich lustig, aber ich habe dazu irgendwie nicht DEN Bezug, als das ich sagen könnte, hei, dass ist es, da macht es Spaß noch mehr zu schreiben. Aus diesem Grund habe ich dafür gesorgt, dass er nie an einer weiteren Ausschreibung teilnehmen kann. Dazu muss man solche Sachen einfach nur im Internet veröffentlichen und damit hat es sich schon🙂

Ich habe mir auch noch ein Buch gegönnt (okay, wen überrascht diese Aussage? zumal es insgesamt vier waren), welche sich direkt um das Schreiben von Kurzgeschichten dreht:

Shaping the Story: A Step-By-Step Guide to Writing Short Fiction: Workbook von Mark Baechtel

Das Buch beschreibt pro Kapitel einen Schritt  zu einer Kurzgeschichte. Im ersten Kapitel erklärt er, wie man an Ideen kommt und sie ausbaut (mit Hilfe einer Clustermethode). Kapitel 2 erzählt vom Anfang, also der erste Satz, der erste Absatz und so weiter. Und ich bin gerade bei Kapitel 3, welche den „Point of View“ beschreibt (okay, das Buch ist auf englisch und ich denke gerade ein wenig zu sehr im englischen und kann einfach mal ganz spontan „Point of View“ nicht ins deutsche übersetzen, ist doch verrückt).

Es gibt eine Hauptübung zu jedem Kapitel, welche von einer Studentin und einem Studenten aus seinem Schreibkurs umgesetzt und im Buch gezeigt wird. Wer damit nichts anfangen kann oder weitere Übungen haben möchte, kann sich auf die darauffolgenden Fragen bzw. Aufgaben stürzen und weiter schreiben. Dann gibt es noch Fragen zu den Kurzgeschichten am Ende des Buches. Ja, der Autor hat diverse Kurzgeschichten veröffenlticht und im Rahmen jeden Kapitels völlig unterschiedliche Fragen zu jeweils eine der Kurzgeschichten gestellt. Somit ist man quasi gezwungen sich mit den Geschichten auseinanderzusetzen und zu lernen, warum es manche AutorInnen zu einer besonderen MeisterInschaft auf bestimmten Gebieten geschafft haben.

Ich mag gerne gestehen, ich freue mich jeden Tag darauf in diesem Buch zu lesen und habe auch schon einige Ideen, wie ich die Anregungen des Autors umsetzen kann. Noch während ich auf das Buch wartete (die Lieferzeit dauerte ein wenig länger, was ich aber schon gewohnt bin), hatte ich mir schon manches Mal gedacht, ob es eine gute Idee war es zu kaufen. Im nachhinein kann ich es nur empfehlen🙂

Ich habe mir noch ein zweites Buch zum Thema Schreiben gegönnt. Eigentlich wollte ich das als erstes haben und dann habe ich beim weitersuchen eben das oben beschriebene Buch entdeckt:

Elements of Writing Fiction – Beginnings, Middles & Ends (Elements of Fiction Writing) von Nancy Kress

Ich habe hier erst den ersten Teil des Vorworts richtig gelesen und leider hat Ms. Kress recht. Während der Roman für eine Autorin oder ein Autor das größte Werk ist (neben den anderen Romanen und Novellen die man geschrieben hat), ist einE LektorIn leider nicht in der Lage jedes Werk gebührend zu überprüfen. Es geht einfach aus technischen Gründen nicht (zu viele Manuskripte, zu wenig Personal und noch viel weniger Zeit). In einer idealen Welt würde es genügend LektorInnen geben und jedes Werk würde eben die gebührende Zeit erhalten um geprüft zu werden.

Schade nur, dass wir nicht in einer idealen Welt leben.

Und wer in einem Verlag veröffentlichen will, muss eben lernen wie ein Verlag zu denken. Und daher wird bei Kurzgeschichten meistens auf die ersten drei Absätze und bei Novellen/Romane auf die ersten drei Seiten besonders viel Wert gelegt. Eben weil viele der Meinung sind, wer es schafft die Leute auf diesen Seiten (oder Bereiche) zu fesseln, kann am Ende das Buch auch verkaufen. Denn es soll mal nach Sol Stein eine Umfrage gegeben haben, nach welchen Kriterien die Leute ein Buch kaufen. Neben den Klappentext auf der Buchrückseite sind es eben die ersten Seiten. Man kann dazu stehen, wie man möchte. Fakt ist es, die Leute haben immer weniger Zeit und die ersten Seiten entscheiden immer häufiger darüber ob man ein Buch kaufen möchte oder nicht (wenn man es im Buchhandel kauft, der Onlinemarkt hingegen hat da ja ganz andere Möglichkeiten ein Buch bekannt zu machen und es kaufenswert erscheinen zu lassen🙂 ).

Und das oben genannte Buch erklärt genau wie man eben die ersten Seiten interessant macht (wer mit dem Anfang Probleme hat), wie man nach einem tollen Anfang einen guten Mittelteil hinbekommt (für Leute wie mich, die es als schwer empfinden einen guten Anfang weiterhin am Leben zu erhalten) und die LeserInnen am Ende aus der Geschichte gekonnt zu werfen (ebenfalls für mich sehr interessant).

Und ich habe mir zwei Anthologien von Pam Keesey gegönnt (nicht nur zu Übungszwecken um zu sehen, wie man für eine Anthologie schreiben kann, sondern auch aus reinem Lesespaß).

Wobei alle vier Bücher nur auf englisch sind. Ich habe es zur Zeit überhaupt mit der englischen Sprache🙂

Zur Zeit arbeite ich an einer Kurzgeschichte zum Thema „Welten neben der Unseren“.  Zudem habe ich noch mindestens zwei weitere Ausschreibungen, an denen ich diesen Monat teilnehmen möchte. Und da Anfang Januar 2010 eine weitere Ausschreibung ausläuft, muss ich mich da ebenfalls ranhalten. Da ich aber bewiesen habe, dass ich schreiben kann (ich meine damit tagtäglich), wird es nicht daran liegen, dass ich die Sachen nicht schaffe🙂

Also in dem Sinne, ich schreibe noch etwas.

An dieser Stelle noch danke schön an Alruna, weil du dir Sorgen meinetwegen gemacht hast *rotwerd*. Zwar habe ich ab und an noch ein wenig Druck auf den Augen, aber sonst ist mit denen alles in Ordnung. Ich pflege sie mit Augentropfen, in Abwechslung mit Gel und Creme. Und vermutlich sind sie deswegen noch in Ordnung. Die Überweisung zu meiner Augenärztin kann ich hoffentlich diesen Quartal einfach in die Tonne kloppen, weil es mir in dem Sinne gut geht🙂

Danke dir noch einmal *knuffZ*

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