Warum ich mein Tagebuch so sehr liebe … seit gestern

Gestern war ich draußen und hab mir im Schreibwarenladen was gekauft, unter anderem ein dickes kariertes Notizbuch. Dieses dicke Notizbuch habe ich dann als Tagebuch entwendet, obwohl ich eigentlich eines habe, aber das war liniert und das mag ich irgendwie nicht, bin eher der karierte Typ, oder so ähnlich. An sich eigentlich nichts besonderes.

Ich ziehe aus meinem Transparent Tarot jeden Tag eine Karte und da die Bilder doch recht einfach abzuzeichnen sind, zeichne ich sie auf der ersten Seite meines Eintrages. Und auch die folgenden Seite, so ist mein dauerhaftes Ziel, möchte ich immer irgendwie bunt gestalten.

Dabei habe ich gemerkt, wie sehr ich meine Gedanken zusammenziehen kann. Und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes. Denn vorher Vorher waren die immer und überall hin verstreut und ich wusste nie was ich als erstes machen sollte bzw. was ich überhaupt machen konnte. Und gestern habe ich einfach drei Seiten geschrieben (nachdem ich die Seiten entsprechend bemalt hatte) und heute noch mal vier und auf einmal habe ich einige doch sehr nette Ideen, wie ich die nächsten Projekte angehen werde.

Eine dieser Ideen möchte ich auch mit euch teilen, es geht dabei um Kurzgeschichten (wer hätte das gedacht):

Und zwar schreibt auf einen Zettel Ideen über die man schreiben könnte als Stichpunkt. Damit meine ich Punkte wie Mond, Zombie, Hexe, Krimi oder was auch immer euch interessiert. Ihr könnte so viele oder so wenige Zettelchen benutzen, wie ihr möchtet. Dann, an einem X-beliebigen Stichtag zieht ihr einen Zettel und schreibt über den Punkt eine Kurzgeschichte. Am Anfang schlage ich für euch und mich vor, dass die Geschichte erst einmal keine Beschränkungen hat. Wenn sie eben zehn Seiten lang wird, ist sie eben zehn Seiten lang und wenn dreitausend Wörter, dann ist es eben so.

Habt ihr die Geschichte fertig geschrieben, kommt der nächste Zettel dran und so weiter und so fort. Nach und nach kann man sich überlegen auch gewisse Einschränkungen vorzugeben. Also eine gewisse Wort-, Zeichen- oder Seitenanzahl. Man kann dann auch mehrere Zettel gemeinsam ziehen, erst zwei, dann drei und so weiter.

Diese und auch weitere Gedanken (und das nicht nur kreativer Natur) sind mir gestern und heute gekommen, indem ich stundenlang (das bitte wörtlich nehmen) in meinem Tagebuch gekritzelt habe (anders kann man meine Schrift und die Zeichnungen nicht bezeichnen). Das erinnert mich an die drei Morgenseiten von Julia Cameron, auch wenn ich gestern erst am Abend schreiben konnte. Und heute morgen habe ich dann auch noch vier Seiten geschrieben. Für mich eine sehr wertvolle Bereicherung, dass ich versuchen werde, jeden Tag mindestens eine Seite zu schreiben. Und wenn ich mir auch nur Gedanken darüber mache, was die Tageskarte für mich im Zusammenhang der Tageserlebnisse zu bedeuten hat (aber ich kenne mich, dass wird nicht so lange bleiben).

Na dann, ich werde noch eine Kurzgeschichte schreiben und mich dann wieder mit meinem Tagebuch beschäftigen (eine neue Sucht von mir, mal sehen wie lange die anhält 🙂 ).

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4 Kommentare

  1. Tahira said,

    12. Oktober 2009 um 10:43

    Hi Wolfi,

    auch wenns jetzt böse klingt, aber ist nur gut gemeint:

    MACH VERDAMMT NOCH MAL ENDLICH EINE SACHE ZU ERST und fang
    nicht wieder an tausend neue Ideen zu machen.

    Sprich, wenn du dir jetzt diese Zettel wieder vornimmst, weils dir gerade am meisten Spaß macht, was ich dann mit deinen Romanen? die bleiben wieder liegen und du wirst sie wieder tausendmal ändern….

    Soa, da du ja momentan nicht so on bist, muss ich dir das leider auf diese Art und weise eben etwas krasser sagen.

    Cu Tahira

    • 12. Oktober 2009 um 17:01

      Sagen wir mal so, dank des Tagebuches komme ich erst wieder zum Roman schreiben, weil der vorher so oder so einfach vor sich hin gammelte. In dem Sinne hat er mir sogar geholfen 🙂

      Aber sonst danke dir, ich weiß wie du es meinst 🙂

  2. Tahira said,

    12. Oktober 2009 um 19:28

    Hihi,

    dann ist ja gut, dass das Tagebuch dir hilft.

    Weiß ja, dass du mich verstehst, bei jedem anderen würd ich anders schreiben *g*

    *knuddel*

    Cu Tahira

  3. Luiza said,

    13. Oktober 2009 um 12:19

    …eine sehr kreative Idee:-) Die Kaufleute nennen es Brainstorming und es besteht aus zugeschnittenen Papierwolken und erheitert das gelangweilte Meeting – Publikum:-)
    OK, auf Deine Art und Weise gewinnt es natürlich an Farbe:-)

    Übrigens: habe eine Mitteilung von amazon.de bekommen, dass das Golden Tarot unterwegs ist:-)


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