Wie ich ein Kapitel plotte :)

Ich hatte schon mal in einem früheren Beitrag es angedroht (leider weiß ich nicht mehr welchen), aber heute mache ich es mal wahr 🙂 Meine einfachen Geheimnisse, wie ich ein Kapitel plotte.

Die ganze Zeit habe ich am Roman gearbeitet, die Karten gezogen und wusste wie das geht, aber wie ich ein Kapitel plotte, dass bereitete mir schon die eine oder andere Sorgen. Ich gebe es zu, ich hatte sogar ein wenig Angst vor den Kapitel (das muss man sich reinziehen, vor einem ganzen Roman habe ich keine Angst, aber vor einem kleinen Kapitel kriege ich die Panik).

Und in dem Buch von Corinne Kenner, also „Tarot for Writers“ stand darüber auch nichts.

Nun gut, was machen? Aufgeben natürlich nicht, eher verzweifeln wäre da angesagt.

In einem Schreibforum habe ich dann mal gefragt, wie andere ihre Kapitel plotten und da wurde mir der Hinweis gegeben, dass innerhalb eines Kapitels ein gewisser Konflikt oder eine bestimmte Handlung eine Rolle spielt, welche die Geschichte weiterbringen soll. Ich habe öfters in Büchern auch ein Kapitel gelesen, welche nur die Menschen erklärt und nicht die Handlung weiterbringt. Aber ich denke, auch solche Teile kann und muss es geben. Denn was ist ein Roman, wenn nicht der Mensch darin vorkommt 🙂

Als ich das für mich begriffen habe, habe ich mir folgende Möglichkeit überlegt:

Ich habe mir einige meiner Tarotdecks ausgesucht, die meiner Geschichte am ehesten entsprechen. Und aus jedem Deck ziehe ich mindestens eine Karte, wenn ich nicht das Bedürfnis habe, mehrere zu ziehen (das passiert ab und an). Hierbei sehe ich es als sehr wichtig an, dass die Karten auch Bilder haben, mit denen man arbeiten kann und nicht nach dem Marseiller Muster aufgebaut sind.

Dann baue ich aus den Kartenbildern eine kleine Teilgeschichte, welche sich mit der Grundidee meines Romans deckt.

Und ihr werdet vielleicht lachen, aber es klappt. Ich habe in den letzten drei oder vier Kapitel (seit ich diese Methode verwende) immer wieder Teile geschrieben, die später dann kompletiert werden. Es geht alles irgendwie Hand in Hand. Für mich ein eindeutiges Zeichen, dass der Roman genauso geschrieben werden soll und mein Unterbewusstsein genau das richtige in die Karten deutet.

Aber ein Unterbewusstsein kann auch nur dann arbeiten, wenn man es richtig füttert. Zur Zeit lese ich das Buch „Handbuch der Kriminalistik für Praxis und Ausbildung “ von Rolf Ackermann, Horst Clages und Holger Roll. Dabei habe ich erfahren, was es für Datenbanken gibt, mit denen die Polizei arbeiten kann. Ich wusste, dass diese mit diversen Datenbanken arbeitet, aber nicht mit was für einer Fülle. Und vor allem, wie die alle heißen. Und die eine Datenbank hilft mir nun, eine Lücke im Plot zu schließen, welche mir vorher so dermaßen nicht aufgefallen ist, aber jetzt das ganze erheblich bessert.

In dem Sinne kann ich nur empfehlen, wer keine Ahnung von der Materie hat (wie denn auch, wir haben das Wissen nun wirklich nicht in der Schule gelernt), sollte sich in der Materie einlesen. Es gibt glücklicherweise genügend Bücher in Deutschland, die darüber geschrieben wurden. Und wer eben keinen Krimi schreibt, sondern zum Beispiel Fantasy oder derartiges, sollte sich entsprechende Literatur lesen um zu sehen, wie es andere gemacht haben (aber bitte nicht kopieren, ihr seit ja Individuen).

In dem Sinne, ich werde auf diesen Weg weitermachen und sehen, wohin es mich bringt 🙂

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