Personalakten für Charaktere

Gerade arbeite ich an meinen Charakteren für meinen Roman. Ohne Charaktere eben kein Roman. Ist ja logisch. Aber bisher habe ich das doch sträflich vernachlässigt. Da habe ich an den Kapitel geschrieben und gefeilt und geschrieben und so weiter und dabei wusste ich gar nicht, wie die Figuren eigentlich handeln? Und letztendlich kommt ein sinniger Plot nur dann zustande, wenn die Figuren sinnig gebastelt sind und sinnig werkeln.

Daher fange ich wieder mit den Personalakten an. Die Idee habe ich von einer ehemaligen Brieffreundin und ich muss sagen, sie ist so gut, dass ich diese Idee auch bei Elizabeth George gefunden habe. Und die Autorin schreibt seit einigen Jahren erfolgreich ihre Werke 🙂

In diesen Personalakten steht alles, aber auch wirklich alles über die Charaktere drinnen. Manchmal lese ich bei bestimmten Punkten das Wörtchen Unbekannt. Zum Beispiel, die Herkunft ist unbekannt, es ist unbekannt, was man gerne isst oder wo die Schwächen sind. Oder, oder oder …

In den Personalakten, die für mich selber bestimmt sind ist NICHTS unbekannt.  Denn wenn ich mein Charakter nicht kenne, wie soll ich dann mit dieser Figur arbeiten? Daher darf in den Personalakten, die für mich persönlich sind, niemals dieses Wort stehen.

Natürlich dürfen und sollen und können nicht alle Informationen die in den Akten auftauchen auch im Roman erscheinen. Das ist klar. Die Akten sollen immer ausführlicher sein, als man es am Ende vielleicht benötigt. Denn wieso sollte es wichtig sein, ob die Figur mit fünf Jahren was geklaut hat oder nicht. Doch auch so etwas gehört in den Akten hinein, bzw. ins Persönlichkeitsfigur der Figur. Denn so wird sie Dreidimensionaler als wenn man nicht solche feinen, aber kleinen Einzelheiten wüsste.

Man kann sich natürlich eine Notiz machen, was der Person selber unbekannt ist. Denn wenn die Figur eine Amnesie hat oder derartiges, dann kann sie sich ja nicht an das vergangene Leben erinnern. Das ist völlig in Ordnung. Im Gegenteil, so etwas macht ja letztendlich die Geschichte interessant.

Natürlich kannst du das Wort Unbekannt auch benutzen, wenn du öffentlich deine Figur vorstellst (zum Beispiel auf der dazugehörigen Internetseite). Denn die Leute sollen ja noch nicht das Beste zu früh erfahren, sprich, es soll nicht „ge-spoilert“ werden. Da sind Streichungen völlig in Ordnung.

Ich werde jetzt mal an einer Grundlagendatei arbeiten für meine Personalakten. Durch den Absturz meiner alten Festplatte ist ja alles futsch gegangen. Auch solche tollen Sachen. Also alles von vorne 😦

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