22 Charaktere

Ich habe manchmal das Gefühl, dass meine Geschichte drei Jahre lang gewartet hat, damit ich mir das Buch von Corrine Kenner kaufe und damit arbeite. Denn gestern und vorgestern habe ich eine Reise durch die große Arkana gemacht und nicht nur neue Charaktere gefunden, mit denen ich arbeiten kann. Die Charaktere die ich schon eingebaut hatte, haben dadurch eine völlig neue Rolle erhalten. Ich habe sie schlichtweg besser kennengelernt.

Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Man nimmt sich mindestens eine große Arkana (ich habe zwei gewählt) und überlegt, welche Figur im Roman die Karte repräsentiert. Dabei habe ich eben Figuren eingebaut, die ich schon längst hatte. Aber dabei entdeckte ich, hei, die Rolle, die ich dieser oder jener Figur zugewiesen habe, passt einfach nicht. Und auf einmal haben sie eine völlig andere Rolle verlangt. Und ich habe sie ihnen gegeben. Dabei bin ich in erster Linie nach meinem Bauchgefühl gegangen. Ich habe mir die Karte angesehen und da meldete sich schon der Name der Person, die ich dorthin einsetzen soll. Und das tat ich dann entsprechend.

Das bedeutet für mich, dass ich mich die Tage hinsetzen werde um diese Charaktere zu analysieren und entsprechend auseinander zu rupfen. Ohne das man dann davon etwas im Buch bemerkt. Im Moment kann ich gar nicht meine Finger von meinen Notizbüchern lassen, weil es so richtig Spaß macht. Vielleicht liegt es auch an den Notizbüchern selber, dass es nun mehr Spaß macht, dass will ich nicht abstreiten (sie fühlen sich gut in den Händen an). Aber auch sonst blühe ich regelrecht auf, vor lauter kreativen Ideen.

Die Gefahr bei zu viel Kreativität (ja, auch so etwas kann passieren) ist ja, dass man sich am Ende einfach verzettelt. Das man lieber sich Ideen ausdenkt und recherchiert, als einfach drauf los zu schreiben. Manchmal ist eine halbswegs gute und vor allem fertige Geschichte besser, als eine Geschichte, nur über 30 Jahre geschrieben wird. Da gibt es wohl wirklich eine, die solange an ihrer Geschichte feilt.

In dem Sinne werde ich mich aufs plotten konzentrieren und auf die Charaktere und mich dann wieder an die Arbeit machen. Das überarbeiten kann ich am Ende vornehmen. Denn aufgrund der neuen Ideen sind teilweise die ersten beiden Kapitel überholt, mal wieder.

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