Feuertanz ~ Frauen schreiben Horror

Der Heyne Verlag hat Anfang der 1990er ein Buch herausgebracht „Feuertanz – Frauen schreiben Horror“. Nun gut, es handelt sich hierbei um eine Anthologie.

Die Herausgeberin Kathryn Ptacek hatte sich öfters Anthologien zum Thema Horror angesehen und sich gewundert, dass nur wenige bis gar keine Frauen vertreten waren. Sie vermutete, dass Frauen sehr wohl Geschichten eingeschickt haben, wenn es Ausschreibungen zum entsprechenden Thema gab, sie aber nicht berücksichtigt wurden. Sie meinte dabei, dass sie nicht glaubte, dass die Leute, welche die Geschichten auswählten, dies mit Vorsatz taten. Es also mit Absicht gemacht hatten.

Auch sonst ist gerade die Horrorecke von Frauen nicht gerade dicht besiedelt. Denkt man an Horror, denkt man eher an Stephen King oder an Dean Koontz. Frauen fallen mir persönlich (mal wieder) keine ein. (Das gilt eigentlich auch für Science Fiction. Marion Zimmer-Bradley ist bei mir aktuell die einzige Autorin die ich mit diesem Genre in Verbindung bringe. Werde mich aber in beiden Bereichen verbessern, versprochen.)

In diesem Buch findet man zwanzig Geschichten, die ausschließlich nur von Frauen geschrieben wurden. Denn die Herausgeberin wollte eine Anthologie veröffentlichen, welche zeigt, schaut her, Frauen könnes auch. Und ich denke, dass Frauen es in der Tat können.

Das Buch habe ich erst heute bekommen, somit kann ich keine inhaltliche Analyse geben, wie gut die einzelnen Geschichten sind und ob es sich lohnt, das Buch zu organisieren. Denn es ist zwischenzeitlich vergriffen (immerhin feiert es nächstes Jahr sein zwanzigstes Geburstag). Desweiteren hat die Herausgeberin empfohlen, dass Buch am besten in einem regnerischen Herbsttag (oder doch eher Abend) zu lesen, wenn man alleine ist, es regnet, der Baum am Fenster kratzt und man so richtig schön gruseln kann. Oder auch in einer dunklen, kalten Witnernacht.

Aber ich muss sagen, mit dem Herbst verbinde ich eher ein gutes Horrorbuch als mit dem Winter. Keine Ahnung wieso.

Kleiner Hinweis: Es gibt die Bending the Landscape Reihe (Fantasy, Science Fiction und auch Horror). Das besondere hierbei ist, dass nicht nur Frauen mitschreiben, sondern dass die Geschichten selber sich um Lesben und Schwule drehen. Egal welche sexuelle Ausrichtungen die AutorInnen haben, die Hauptfiguren müssen Homosexuell sein. Ich selber habe mir bisher Horror gegönnt und allein die erste Geschicht, woah, Hammer. Allein für diese Geschichte lohnt sich die Anschaffung (okay, dass ist jetzt natürlich übertrieben). Ich habe mir vorgenommen auch die Bending the Landscape Anthologie dann im Herbst zu lesen (da sollte ich mir eine Notiz machen), da ich denke, dass es die perfekte Jahreszeit für solche Geschichten sind. Ob ich es durchhalte und bis dahin warten kann, dass ist dann eine andere Geschichte.

Ansonsten, dass war eine Art Buchtipp 🙂

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