Offen die Karten ziehen

Okay, wieder ein Gedanke von Luisa Francia aus “Dunkle Spiegel: Orakel als Weg in andere Wirklichkeitsebenen ” (ISBN-10: 3881043799 oder ISBN-13: 978-3881043793).

Man sollte ihre Bücher meiden, denn sie inspiriert unglaublich.

Und wieder ein Gedanke zum Tarot. Heute ist anscheinend mein großer Tarotgedankentag.

Sie hat in ihrem Buch geschrieben, warum man nicht die Karten offen zieht. Also nicht mit der Rückseite oben die Karten blind nehmen, sondern sich die Bilder ansehen und dann entsprechend diese wählen. Viele lehnen sicherlich schon den Gedanken ab, wieso sollte man überhaupt die Karten auf diese Art und Weise ziehen. Zumal es ja doch ein wenig Schumelei sei, weil man sich die Karte auswählt, die man gerne mag.

Jetzt stelle ich mir die Frage, wieso bzw. wieso nicht?

  • Nehmen wir mal an, ich habe eine bestimmte Frage zu einem bestimmten Problem (die habe ich übrigens drei Mal täglich, aber so genau wollen wir es bestimmt nicht wissen ^^).
  • Nun breite ich die Karten vor mir aus und zwar so, dass ich die Bilder sehe.
  • Und dann greife ich zu den Karten.

Jetzt kann ich natürlich Karten wählen, die mich am besten, tollsten und genialsten darstellen und alles so machen, damit ich am Ende gut dastehe. Oder genau andersherum, dass ich mich schlechter interpretiere als ich es wirklich verdient habe.

Aber seien wir mal ehrlich, was ist daran eigentlich so schlecht, negativ, schlimm?

Denn so können wir unser eigenes Schicksal in die Hand nehmen und herausfinden, wie wir unseren Weg gehen sollen.

Nehmen wir mal an, ich suche eine neue Arbeit, weil ich seit längerem Arbeitslos bin. Normalerweise würde ich ja die Karten blind legen und herausfinden, was das Schicksal für mich bereit hält. Wenn ich aber offen die Karten ziehe, bestimme ich mein Schicksal und kann so herausfinden, wie ich es positiv beeinflussen kann.

So kann man die Eigenverantwortung in die Hand nehmen und selber entscheiden wohin man geht und sich nicht komplett blind auf bunte Bildchen verlassen, die man teilweise nicht immer versteht.

Wie sieht es aber mit der Wahl aus?

Es gibt Karten die uns sehr zusagen und andere lehnen wir ab. So gab es eine Zeit, da habe ich die Hohepriesterin so sehr geliebt. Dann bin ich zur Herrscherin gewechselt und bin immer noch bei ihr. Die warmen Farben gefallen mir und ich möchte sie im Moment nicht missen. Das wird mir sicherlich auch mit den anderen Karten so ergehen. Also es wird Karten geben, die sprechen mich an und andere hingegen lehne ich innerlich ab. Und das kann sich jederzeit ändern, je nachdem wie meine innere Verfassung ist.

Heute ziehen mich die Stäbe an und morgen vielleicht die Kelche. Und dann gibt es, wie im Moment der Turm, der zu einem Teil meines Lebens wird und morgen ist es eben der Teufel. Ich glaube, dass unser Unterbewusstsein schon weiß, welche Karten wir ziehen müssen und damit unser Bewusstsein lernt, die Botschaften in die Tat umzusetzen.

Denn wir sind ja manchmal wirklich blind, ich insbesondere 🙂 Da kommt das Schicksal bei mir vorbei, haut mir ein Baseballschläger um die Ohren und schreit mich an, was ich machen soll, glaubt jemand das ich das mitbekomme? Ich doch nicht, nö, wie kommt wer darauf *grinZ*

So denke ich, dass es gut wäre, wenn man dem Schicksal bewusst mal ins Gesicht schaut und dann sieht, was sie/er/es eigentlich von dir bzw. mir will. So hilft man sich selber auf die Sprünge.

Das nächste Ziel wird dann auch noch sein, dass ich mich mal mit den offenen Karten beschäftige. Jetzt brauche ich wirklich ein Beutel für meine runden Karten.

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9 Kommentare

  1. Alruna Apaika said,

    11. Januar 2009 um 18:29

    Na klar funktioniert das. Bei der Wahl der Bachblüten macht man es ja auch nicht anders. Da schaut man auch, welche Karte einen besonders anspricht oder auch total abstößt.
    Ich mache das offene Kartenziehen immer wenn ich ein neues Deck bekommen habe. Da schaue ich sowieso die Karten erst mal ganz genau durch und lege dann immer eine oder zwei zur Seite, die mich irgendwie anspricht. Das macht richtig Spaß und ist zudem hochinteressant.
    Viel Spaß bei deinen Experimenten!

  2. erdwurzelchen Wolfskatze said,

    11. Januar 2009 um 18:32

    Danke schön und danke für deine Inspirationen 🙂

  3. Luiza said,

    12. Januar 2009 um 10:44

    Habe auch schon mal darüber gelesen und eine Freundin von mir macht das sogar öfter so. Man soll die Karten ja nach Gefühl ziehen, quasi immer die, die Dir in dem Moment am geeignetesten erscheint. Bei Tarots ist es ja oft so, dass man den tieferen Grund an sich selbst erfährt und dann weiss man auch, dass das die richtige Karte war.
    Oh Gott. Ich hoffe, ich habe mich jetzt klar ausgedrückt. Gar nicht so einfach manchmal…

    Guten Start in die neue Woche!

    Viele Grüsse

    Luiza

  4. 13. Januar 2009 um 21:01

    Weist Du was,…Du hast mich überzeugt,……sobald ich Geld habe, kaufe auch ich mir das Motherpeace-Tarot. (Ich meine das wirklich ernst! Das ist KEIN Scherz.)
    Liebe Grüße
    Grey Owl

    • erdwurzelchen Wolfskatze said,

      15. Januar 2009 um 10:43

      Warum sollte ich das als Scherz sehen 🙂 Ich finde es schön das du es dir holen möchtest.
      Viel Spaß damit.

  5. Sylke said,

    16. Januar 2009 um 17:41

    Ich mische das manchmal, seit ich entsprechende Legesysteme bei Lilo Schwarz entdeckt hatte..
    Z.B-eine Karte offen auswählen, die dein „Ich“ momentan darstellt. Dazu, ebenfalls offen gewählt, eine Karte, die dein Ziel symbolisiert.
    Und nun drei, vier Karten als Weg von A nach B verdeckt ziehen und interpretieren.
    Macht auch viel Spaß!

    LG, Sylke

  6. erdwurzelchen Wolfskatze said,

    17. Januar 2009 um 14:54

    @ Sylke, dass hört sich auch interessant an, danke für die Inspiration 🙂

  7. 6. Juni 2009 um 16:18

    […] oberste Pflicht, die Augen ganz fest zu zu haben. Man kann natürlich die Chance nutzen und die Karten mit offenen Augen ziehen. Da kann man üben, auf die eigene Intuition zu hören und sehen, welche Karte(n) man im Moment […]

  8. 23. August 2009 um 15:24

    […] oberste Pflicht, die Augen ganz fest zu zu haben. Man kann natürlich die Chance nutzen und die Karten mit offenen Augen ziehen. Da kann man üben, auf die eigene Intuition zu hören und sehen, welche Karte(n) man im Moment […]


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