Tarotvergleiche auf Ähnlichkeiten

Da mir beim schreiben dieses Beitrages gewisse Ähnlichkeiten zwischen dem Motherpeace Tarot und den Daughters of the Moon Tarot vorkam, habe ich das eine oder andere Tarotdeck hervorgekramt und mal gesucht, ob es nicht doch gewisse Ähnlichkeiten zwischen den Decks gibt. Und die gibt es. Daher erzähle ich hier mal, was mir da halt so aufgefallen ist ^^

Viel Spaß beim lesen

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Rider Waite Tarot versus The Goddess Tarot

Das Rider Waite Tarot von Arthur Edward Waite gehört wohl zu den bekanntesten Tarotdecks der Welt. Es wäre und ist vermutlich daher nicht verwunderlich, wenn es das eine oder andere Deck gibt, welche sich an diesem anlehnt.
Das Gegenstück stammt von Kris Waldherr und heißt The Goddess Tarot . Die große Arkana wimmelt nur so von weiblichen Göttinnen von allen fünf Kontinenten . Australien ist hier endlich mal vertreten, da dieser Kontinent sonst gerne schlichtweg übergangen wird. Vermutlich liegt es daran, dass über die Göttinnen hier nicht viel bekannt ist, was ich persönlich schade finde.

Zum Vergleich:
Während bei der großen Arkana noch viel Fantasie angebracht ist, da gewisse Ähnlichkeiten zu finden, sind die kleinen Arkana sich so ähnlich, dass der berühmte Blinde mit dem Krückstock das sehen könnte. Hier kannst du die Goddess Version der Königin der Schwerter sehen und hier Rider Waite Version der Königin der Schwerter . Das sind nur zwei Beispiele, die davon zeugen, dass zumindest die kleinen Arkanas sich sehr ähnlich sehen.

Fazit:
Für mich ist die Rider Waite Version irgendwie unnahbar. Ich kam bisher nie klar damit und ich denke mal, dass wird auch so bleiben. Jedoch komme ich mit seiner Schwester, dem Goddess Tarot so dermaßen gut klar, dass es mich trotz allem sehr überrascht. Ich weiß nicht, ob es wirklich nur daran liegt, dass da überall Göttinnen zu sehen sind, oder vielmehr die Farben , die hier um einiges lebendiger Wirken und das die Figuren nicht so unnahbar wirken. Denn bei meinem Vergleich konnte ich ja beide Decks nebeneinander mir betrachten und sehen, wie die Karten aussehen. Beim Raider Waite Tarot sind sie sehr entfernt die Figuren, als wollten sie nicht berührt werden. Beim Goddess Tarot hingegen haben sie keine Probleme, wenn man ihnen näher kommt. Sie lassen sich, ja ich sage mal berühren. Daher gefällt es mir vermutlich besser als der Bruder.
Es ist halt eine reine Entscheidungssache, wer sich für welches Tarotdeck entscheidet und vor allem, so denke ich, ist die große Arkana am ehesten an der Entscheidung maßgeblich. Jedoch möchte ich dieser Kurzbesprechung widersprechen. Hier heißt es, dass Prinz und König der Farbe ebenfalls weibliche Wesen sind. Ah ja, mit Bart? Im Deck des Goddess Tarot dominieren zwar die Göttinnen, jedoch sind Prinz und König ganz klar Männer. Ich bin sogar der Meinung, dass bei den drei Kelchen ein Mann dabei ist, was vielleicht nur Einbildung ist, ich weiß es nicht. Aber dieses Deck ist nicht zu Hundert Prozent von Frauen beherrscht.

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Das Crowley ~ Harris Tarot versus Das Vision Quest Tarot

Kurze Anmerkung von mir:
Das Crowley ~ Harris Tarot ist keine unbekannte Tarotart, die ich gefunden habe, sondern es handelt sich hierbei um das klassiche Thoth Tarot von Aleister Crowley und Lady Frieda Harris. Ich nenne es für mich das Crowley ~ Harris Tarot aus folgenden Grund: Crowley hat die Symbolik entworfen und nach seinen Vorstellungen wurde dieses Tarotdeck erschaffen. Jedoch hätte es niemals entstehen können, wenn Lady Frieda Harris es nicht gezeichnet hätte? Und sie hätte es niemals zeichnen können (so wie wir es heute kennen), wenn sie die Vorstellungen von Aleister Crowley hätte. Es ist eine reine Gemeinschaftsarbeit zwischen den beiden und somit ehre ich diese Arbeit, indem ich beide Namen nenne und nicht wie alle Welt, den Kerl (sorry).

Das Tarotdeck von Crowley könnte man als moderne Kunst bezeichnen. Oben in der Überschrift hast du den Link zu sechs Bilder. Es ist sehr abstrakt und ich gebe zu, so richtig viel erkennen, tue ich dabei nicht unbedingt. Manchmal frage ich mich schon, wie schafft eigentlich wer, damit eine Deutung für eine Frage. Aber ich denke mal, wenn ich mich damit ausgiebig beschäftige, werde ich sicherlich schon dahinter kommen.
Das Vision Quest von Sylvie Winter und Jo Dosé ist stark indianisch geprägt. So wird aus der Herrscherin die Großmutter, der Turm ist Chaos und so weiter. Die Bilder sind schön gezeichnet und haben eine eigene Besonderheit.

Der Vergleich:
Es fängt schon bei der großen Arkana an, dass man mit einiger Fantasie schon gewisse Ähnlichkeiten sieht. Die Welt (XXI) hat sehr starke Ähnlichkeiten mit dem Medizinrad aus dem Vision Quest. Und auch hier sind besonders starke Ähnlichkeiten in den kleinen Arkanas zu sehen. Denn teilweise sehen sie sich sehr ähnlich (bis auf die Zeichen, statt z.B. Schwert sieht man im Vision Quest Federn und so weiter). Teilweise sind auch die Bezeichnungen auf den Karten, wofür dieses Deck ja bekannt ist, gleich oder ähnlich. Selten haben die Karten unterschiedliche Bezeichnungen.
Hier zwei Beispiele:
Vision Quest ~ The Sun und Crowley ~ Harris Tarot – The Sun
Mit ein bißchen Fantasie erkennt man schon die Ähnlichkeiten.

Fazit:
Wer mit moderner Kunst nichts anfangen kann, wird es schwer haben, mit dem Crowley ~ Harris Tarot zu arbeiten. Das gleiche gilt aber auch, wer nicht unbedingt ein Deck mit Indianern , bezüglich der Ausbeutung und ähnlichem. Solltest du aber den Wunsch verspüren mit einem Deck zu arbeiten, kannst du hier klar wählen. Magst du eher ein Symbolträgchtiges Deck haben, wäre das Crowley~Harris Deck sicherlich nicht schlecht. Ein ruhigeres Deck wäre auf alle Fälle das Vision Quest Tarot.

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Das Motherpeace Tarot versus Die Daughters of the Moon Tarot

Mit diesen Decks fing es eigentlich alles an und war auch das erste, was ich miteinander verglichen habe.
Es war ein wenig schwieriger hier ein Vergleich anzuführen, weil beim Daughters of the Moon Tarot ja einige Karten fehlten und auch die Zahlen fehlen. Weiterhin habe ich nur die kleine Version des Motherpeace Tarot, was nicht immer alles gut erkennbar macht. Jedoch konnte ich schon einen gewissen Vergleich sehen.

Der Vergleich:
Hier ist es nicht immer offensichtlich, dass die Moondaughters vom Motherpeace inspiriert wurde. Manche Karten aus der kleinen Arkana, sind überhaupt nicht ähnlich und haben meiner Meinung nach auch eine völlig andere Bedeutung. Andere hingegen sehen sich so dermaßen ähnlich, dass es schwer zu leugnen ist, dass Ffiona Morgan sicherlich ein Deck der großen Schwester zu Hause hatte und ihn als Inspirationsquelle nutzte.
Beide Decks sprechen entweder direkt die Göttinnen an (indem sie die Karten, beim Daughter of the Moon Tarot auch in der kleinen Arkana) oder indirekt (beim Motherpeace drückt es sich dadurch aus, dass man die Göttin erkennt, aber diese nicht namentlich auf der Karte benannt ist).
Jedoch kann man zwischen dem Deck von Ffiona Morgan und Vicky Noble sehr wohl deutliche Unterschiede und Eigenheiten entdecken, was bei den anderen Decks nicht immer der Fall ist. Diese Frauen haben sich da wenigstens Mühe gegeben und nicht alles voneinander abgekupfert. Schön, kann ich da nur sagen.

Hier zwei Beispiele:
Die Amazone aus dem Daughters of the Moon Tarot und der Wagen aus dem Motherpeace Tarot . Ähnlichkeiten sind sehr wohl vorhanden, aber nicht sehr deutlich.

Fazit:
Wer das eine Tarotdeck hat, hat noch lange nicht das andere Deck. Das ist hier wenigstens eindeutig klar, was oben nicht immer so war. Sprich, es lohnt sich sehr wohl, sich die Karten genau anzusehen und Sammlerinnen (wie ich) können sich getrost beide Decks kaufen ohne zu stöhnen, mei, die sieht doch genauso aus, wie das andere. Das gleiche gilt übrigens auch für die Internetpräsenzen der beiden Frauen (oben, versteckt hinter deren Namen ^^). Die sind ebenfalls völlig unterschiedlich und einmalig, genauso wie ihre Decks.

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Fazit dieses Blogeintrages:
Es gibt Decks, die sich sehr ähnlich sehen, es gibt Decks, wo nur einige Karten sich ähnlich sehen und einige können nun ausrufen, warum nur, warum tut ihr mir das an (lach). Für mich ist das eine Möglichkeit, wenn ich mit einem Deck nicht klar komme (das sind hier zum Beispiel das Crowley ~ Harris und das Rider Waite Tarot), dann kann ich auf das andere zurückgreifen und mit denen arbeiten. Wenn ich es will. Jedoch unter all dem Gleichnissen, gibt es doch auch Unterschiede, was jedes dieser Tarotdecks total einzigartig macht. Und ich glaube, darauf kommt es ja letztendlich an (mmh, und warum mache ich mir die Mühe, zwanzig Minuten an diesem Text zu arbeiten? ^^).

Also, viel Spaß beim aussuchen, beim legen und deuten der Karten.

P.S. Durch diesen Text und vor allem durch den Vergleich, sind mir die runden Tarotdecks wieder viel näher gekommen. Ich glaube, ich werde mich mal wieder mit den Daughters of the Moon beschäftigen

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