Göttinnentarots und Göttinnenorakel

So, ich möchte nun einige Göttinnentarotdecks beziehungsweise Göttinenorakeldecks auf Herz und Nieren überprüfen und hoffe, euch gefällt mein kleiner Bericht.

The Goddess Tarot by Kriss Waldherr

The Goddess Tarot ist ein klassisches Tarotdeck mit 78 Karten, welche sich an das sogenannte Rider Waite Tarot orienitert. Die große Arkana wird von einer bestimmten Göttin repräsentiert, welche aus allen Kulturkreisen stammt. Zum ersten Mal finden wir hier ein göttliches Schwesternpaar aus Australien. Bisher das einzige Deck mit australischen Göttinnen, welche hier vorgestellt wird.

Die kleinen Arkana werden je Farbe von einer Göttin, welche aus der großen stammt, repräsentiert. So steht Isis für die Schwerter, Lakshmi für die Münzen, die Kelche durch Venus und die Stäbe Freya.

Die große Arkana besteht vollständig aus Göttinnen, kein Gott hat sich hierher verirrt, wie es zum Beispiel bei dem Tarotdeck „Daughters of the Moon Tarot“ von Ffiona Morgan geschah, wo immerhin der Pan als männliches Element eine Karte bekam. Die Hofkarten, also der Prinz und der Königin der Elemente hingegen sind männlich. Zwar haben sie eine leicht femininie Gestalt, aber wer genau hinschaut kann erkennen, dass es sich hierbei um Männer handelt, welche das männliche Prinzip des Elements repräsentiert.

Die Bezeichnung der Karten setzt sich aus dem Namen der Göttin und der traditionellen Bezeichnung der Karte zusammen. Dann gibt es im unteren Teil ein Stichwort zu dieser Karte. Alles ist jedoch in englisch.

Das Deutungsbüchlein ist kurz aber prägnant und in englisch. Jedoch kommt man mit einem guten Wörterbuch sicherlich weiter, wenn man ein gutes Schulenglisch spricht. Im Buch wird kurz die Göttin vorgestellt und dann die Bedeutung wenn die Karte gerade herum steht und dann auch eine, wenn sie verkehrt herum erscheint.

Am Ende gibt es, wie immer, einige Legemethoden.

Fazit:
Wer mit dem Raider Waite Tarot arbeiten kann, aber mit den Karten nicht klar kommt, weil der weibliche Teil fehlt, kann mit diesen Karten sicherlich sehr viel Weiblichkeit in ihr Leben holen. Viele Kartendeutungen können sich an entsprechende Bücher orientieren.
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Orakel der Göttinnen von Doreen Virtue

Dieses Deck besteht aus 44 Karten, welche diverse Göttinnen von verschiedenen Künstlerinnen zeigt. Die Bilder wurden nicht extra für das Deck gezeichnet, sondern die Autorin hat diese zusammengesucht, welche für sie in besondererweise die Göttin darstellt und dann gewählt.

Ob die Auswahl gelungen ist, muss jedeR selber entscheiden. Jedoch fand zum Beispiel Tahira die Wahl des Bildes für die Göttin Athene alles andere als geschickt. Denn anstatt griechisch, wirkte diese Göttin eher keltisch.

Und das ist das Deck auch, ein recht keltisches Deck. Man könnte fast sagen, dass es eigentlich das Orakel der keltischen Göttinnen hätte heißen können. Denn über 30 der 44 Karten, würde ich jetzt spontan sagen, sind mit keltischen Göttinnen verziert. Wer es zusagt, wird es sicherlich nicht stören.

Zwei Karten sind dann auch der Jungfrau Maria und Maria Magdalena gewidmet. Viele finden es noch in Ordnung die Jungfrau Maria als Göttin zu sehen, während es anderen aber mit Maria Magdalena zu weit geht.

Das dazugehörige Büchlein beschreibt erst die Botschaft der Göttin, dann ein Deutungsspektrum (welche in Stichpunkten daher kommt) und dann ein sehr kurzer Text, wer diese Göttin ist. Nicht unbedingt der Rede wert.

Fazit:
Dieses Deck kann die Gemüter spalten, trotzdem muss ich sagen, es sind schöne Bilder. Vielleicht nicht immer passend, aber dafür wunderschön. Wer es sich aber holen möchte, sollte sich vielleicht die folgende KünsterInnenlinks anschauen, damit sie oder er weiß, welche Bilder verwendet wurden.

KünsterlerInnenlinks:
http://www.paintingdreams.co.uk: Wendy Andrew
http://www.jonathanart.com: Jonathan Earl Bowser
http://www.fantasy-goddess-art.com: Sharon George
http://www.suehalstenberg.com: Sue Halstenberg
http://www.richardhescox.com: Richard Hescox
http://www.3phw.com/lisairis/index.htm: Lisa Iris
Elizabeth Kyle (Homepage scheint down zu sein, daher kann ich an dieser Stelle kein Link anbieten, entschuldigt)
http://www.cherylrose.com: Cheryl Rose
http://www.ruthsanderson.com: Ruth Sanderson
http://www.neilgeddesward.com: Neil Geddes-Ward
http://www.coreywolfe.com: Corey Wolfe
http://www.jamesyale.com: James Yale

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Das Göttinnengeflüster von Amy S. Marashinsky und Hrana Janto

Die Klassikerin unter den Orakeldecks ist aller Wahrscheinlichkeit das „Göttinnen Geflüster“. Viele haben es, die meisten haben zumindest davon gehört.

Auf 52 Karten, werden 52 verschiedene Göttinnen vorgestellt, welche von Marashinsky in dem dazugehörigen Buch kurz (aber auch wirklich kurz) vorgestellt werden, welche Botschaft sie der Leserin mitteilen möchte und welches Ritual man mit ihnen machen kann.

Kleiner Hinweis: Wer Ritual hört, denkt sicherlich gleich an Kreis ziehen, Kerzen anzünden und so weiter. Hier sind aber geführte Meditationen mit der entsprechenden Göttin gemeint.

Die Bilder sind einfach wunderschön und zeigen die Göttinnen so wie sie sind, nicht so wischiwaschi, wie es bei Doreen Virtue geschieht. Hier darf Kali (http://www.hranajanto.com/goddessgallery/GGF-home.html )mal Kali sein.

Mein Fazit:
Das Deck gehört nicht nur zu den Klassikerinnen unter den Göttinnendecks, sondern es sind auch wunderschöne Karten und eine tolle Meditation zu jeder Göttin zu finden. Ich kann es fast uneingeschränkt empfehlen. Nur die Göttinnenbeschreibungen sollte man als der Sophias letzten Schluss ansehen, da hätte man sonst Trauer.

Mein Tipp:
Wer die Meditationen ausführt, mag sich vielleicht überlegen, ein Tagebuch darüber zu führen, wie es war, was dabei abweichend von der geschriebenen Meditation erlebt wurde und was danach im Leben geschah. Ich werde es auf alle Fälle machen. Und nebenbei kann man sich vielleicht auch überlegen, eine schöne Meditationsecke einzurichten.

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Orakel der Göttin von Gayan Sylvie Winter und Jo Dosé

Das „Orakel der Göttin“ besteht aus 33 Karten, welche in wundervollen Art und Weise die Göttinnen darstellt. Wer das (http://www.tarotwelten.de/vquest.htm“) Vision Quest Tarot der beiden kennt, weiß was sie oder ihn hier erwartet.

Die Karten wurden alle von Jo Dosé gezeichnet und Gayan Sylvie Winter in dem dazugehörigen Buch beschrieben.

Die Karten sind teilweise unglaublich. Jedoch wirken die Frauen ein bisschen zu starr, als würden sich richtig für die Zeichnerin posieren (zum Glück ist das nicht bei allen so), was die Bilder ein wenig tot wirken lässt. Wer die Bilder von Hrana Janto kennt, weiß was ich meine. Jedoch lassen sie sehr viel Freude und Spaß an der Arbeit erkennen.

Das Buch hat alle Göttinnen nach ihrer Herkunft sortiert. Jedoch ist eine alpahetische Ordnung hier nicht zu erkennen. Sogar eine türkische Göttin hat ihren Weg ins Orakel gefunden (bevor ihr rätselt wer das sein könnte, löse ich es auf, es ist (http://www.lunaea.com/goddess/magic/hecate.jpg) Hecate> . Zuerst wird die Göttin auf ca. zwei Seiten vorgestellt und dann gibt es auf einer Seite ein Orakel dazu.

Mein Fazit:
Im Grunde genommen erfindet das „Orakel der Göttin“ das Göttinennorakel nicht neu, aber es ist trotzdem anders. Die Bilder sind schön, die Texte nett, aber theoretisch nichts neues. Trotzdem freue ich mich auf die Arbeit damit.

Tarottipp:
Die beiden haben auch das Vision Quest Tarot geschaffen. Es könnte man vielleicht als Ergänzung zum Orakel benutzen.

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