Kraft- und Totemtier

Kurzer Hinweis zu diesen Texten: Ich werde immer wieder Auszüge aus einem Buch veröffentlichen, an dem ich die nächsten paar Jahre arbeiten werde. Diese Texte werden von mir privat aktualisiert und eines Tages vielleicht sogar veröffentlicht. Wer also die Texte klaut, hat einen doppelten Schaden: Erst einmal gibt es etwas auf die Pfoten und  zweitens wird es nie die aktuelle Version sein.

Sonst wünsche ich viel Spaß beim lesen.

Kraft- und Totemtiere

Immer mehr Hexen interessieren sich für die Arbeit mit den Krafttieren. Also eine Arbeit, welche sich meditativ mit Tieren beschäftigt die uns helfen oder unterrichten können. Es gehört im Grunde nicht viel dazu, sich mit den Krafttieren zu beschäftigen und von ihnen zu lernen. In erster Linie ist es hilfreich, wenn du gelernt hast zu meditieren und auch zu visualisieren. Sonst brauchst du nur noch ein Notizbuch und ein Stift und zumin-dest theoretisch könntest du sofort loslegen. Sofern du den Mut hast. Denn viele trauen sich jahrelang nicht einmal eine Krafttierreise zu unternehmen, weil sie Angst haben, dass nichts geschehen könnte (oder sie haben unbewusst Angst, dass etwas geschehen könnte).
Doch bevor wir uns auf die Reise machen, sollten wir uns erst einmal theoretisch mit diesem Gebiet auseinandersetzen, damit du weißt, worauf du dich hier einlässt. Und wenn du dann möchtest, kannst du dich auf die Reise machen und deine tierischen Begleiterinnen kennenzulernen.
Die Arbeit mit den Krafttieren kommt aus der schamanischen Arbeit. Ihre Hilfe wird als eine Form von „Medizin“ angesehen (wobei wir hier eine Unterscheidung zwischen der spirituellen und der westlichen Medizin machen müssen, hat gesetzliche Gründe). So konnten Krafttiere helfen Krankheiten zu heilen oder schwerwie-gende Probleme zu lösen. Sie halfen aber auch auf dem spirituellen Weg eines jeden Menschen, wer sich ihnen anvertraute. Es kann auch sein, wer ihre Ratschläge dauernd in den Wind schlägt von ihnen auf schmerzhafte Art und Weise auf den richtigen Weg gebracht wird. Dabei besitzt jedes Tier seine eigene Medizin. Man kann also eine Katze schwerlich mit einem Hund vergleichen. Und nicht einmal mit einer Großkatze. Zwar sind sie sich in vielen Dingen ähnlich, aber nicht gleich.
Aber ein Krafttier ist nicht gleich ein Krafttier und nicht einmal unbedingt ein Tier.
Es kann unterschiedliche Begleiterinnen in deinem Leben geben. Die bekannteste Bezeichnung ist eben das Krafttier. Viele verstehen darunter ein Tier, welche dich ein Leben lang begleitet und dich unterstützt. Das ist nicht ganz so. Aber eins nach dem anderen.
Krafttiere sind Wesen, welche sich irgendwann bei dir melden. Das kann bei einer Reise sein, aber auch in der Realität. Denn gerade bei Menschen die Probleme mit dem meditieren und/oder visualisieren haben, kön-nen Probleme haben, mit ihrem Krafttier in Kontakt zu treten. Daher kann es ohne weiteres passieren, dass du regelmäßig auf der Straße mit einem bestimmten Tier in Kontakt trittst. Oder in Zeitschriften, Büchern oder im Fernsehen permanent Sachen zu diesem Tier findest. Spätestens dann solltest du dir überlegen, ob dieses Wesen dir nicht etwas zu sagen hat.
Wenn du möchtest, schaue erst einmal nach, was die Biologie über das Tier aussagt. Also ist es eher eine Einzel-gängerin, ein Herdentier oder ein Tier, welche gerne in Partnerschaften lebt. Schon darüber kannst du eine Menge lernen. Denn darüber kannst du auch die Medizin dieses Tieres kennenlernen.
Als nächstes kannst du dann herausfinden, welche mythologische Bedeutung das Wesen hat und ob es mit einer Göttin und/oder Gott auftrat. Du wirst überrascht sein, was man dabei so herausfinden kann. Denn so kann man auch herausfinden, dass Schweine bzw. Säue vielen Göttinnen heilig waren. Wenn man bedenkt, dass Schwein oder Sau heutzutage eine Beleidigung ist, schon eine interessante Entwicklung.
Wenn du dich sehr intensiv mit der Krafttierarbeit auseinandersetzen möchtest, ist es auf Dauer empfehlenswert dir das eine oder andere Buch zu diesem Thema zu besorgen. Am Ende des Kapitels findest du einige Empfehlungen von mir.
Wenn du die Botschaft deines Krafttieres verstanden hast, kann es sein, dass es sich dann verabschieden wird um jemand anderen Platz zu machen. Aber eben erst dann, wenn du ihre Botschaft verstanden hast. In dieser Zeit ist es empfehlenswert, wenn du keine Teile dieses Tiers zu dir nimmst. Das bedeutet, wenn du als Krafttier ein Schwein hast, solltest du zumindest in der Zeit wo du mit ihm arbeitest auf Schweinefleisch verzichten. So zeigst du dem Tier Respekt gegenüber. Niemand verlangt dass du gleich eine Vegetarierin wirst, denn viele Menschen schaffen es eben nicht auf Fleisch zu verzichten. Das ist in Ordnung, wenn du ehrlich zu deiner Liebe zu Fleisch stehst. Aber zeige dein Respekt den Tieren gegenüber, indem du „sauberes“ Fleisch isst (also nicht unbedingt aus Massentierhaltung) und überlegst entsprechende Organisationen zu unterstützen (und wenn du zum Schluss gekommen bist, dass es gut ist, dann mache es auch ruhig). Bedanke dich auch bei den Tieren, dass sie für dich gestorben sind, zum Beispiel zusätzlich in entsprechenden Ritualen. Und eben, dass du während der Arbeit mit dem Tier dieses nicht isst. Ob du danach wieder Schweinefleisch isst, ist dann vom Ergebnis deiner Arbeit abhängig. Manche Menschen mögen danach wieder zu Schweinefleisch greifen, andere verzichten ein Leben lang darauf.
Und wo ist der Unterschied zwischen einem Krafttier und einem Totemtier? Ganz einfach, dass Totem-tier begleitet dich von Geburt bis zum Tod dich dein ganzes Leben. Es ist wie dein Zeichen im Sternzeichen, mit deiner Geburt trat es in dein Leben und man wird es nicht mehr so einfach los. So hast du auch deren bestimmte Eigenschaften, welche sich auf deinen Charakter abfärben. Du kennst sicherlich Sprüche wie, du bist ein typi-scher Fisch. Oder auch ausgeglichen wie eine Waage. So ähnlich läuft es auch bei deinem Totemtier. Wenn du also die Katze als dein Totemtier hast, dann kann es eben sein, dass du Probleme mit Partnerschaften oder Gruppenarbeit hast. Der Wolf hingegen ist ein Rudeltier und es kann sein, dass Wolfsmenschen Probleme mit der Einsamkeit haben (von wegen der einsame Wolf).
Das Tier begleitet uns seit unserer Geburt. Nur leider haben wir keine Stadtschamanin oder eine He-bamme, welche sich für uns auf die Reise machen und herausfinden, welches Totemtier uns denn begleitet. Daher müssen wir es im Nachhinein selber erledigen. Hierbei kann es aber passieren, dass manche Menschen sich gleich dem erstbesten Tier an den Hals werfen, besonders wenn es groß, stark und gut im Kurs ist.
Damit meine ich, dass es in der Hexenszene (wenn ich das Wort mal so verwenden darf) Phasen gibt, wo eben ein Tier kultig und alle es haben müssen. Und dann einige Wochen später ist es schlichtweg langweilig. Sei bei solchen Dingen ruhig ein wenig misstrauischer und frag zweimal nach, ob das Wesen was sich dir zeigt auch wirklich dein Totemtier ist. Sollte das Tier ein wenig verärgert sein, erkläre ihr oder ihm die Sache in der Menschenwelt. Es kann sein, dass es darüber Bescheid weiß. Aber viele mögen es, wenn man ihnen erklärt was denn Sache ist.

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