Eine (mögliche) Schreibübung

Mein Dank, an alle Autoren die so wundervolle Geschichten zu den Grafiken geschrieben haben!! [Zitat: gabyhylla-3d.de]

Dieser Satz hat mich auf eine (mögliche) Schreibübung gebracht. Ich habe das jetzt so verstanden, dass der Fabylon Verlag zu einigen Bildern eine Ausschreibung veranstaltet hat und am Ende sind die beiden Anthologien entstanden.

Es gibt im Internet unzählige Seiten, welche man mit dem Stichwort Fantasiebilder findet, wenn man zu dieser Thematik etwas schreiben möchte. Natürlich sind auch andere Richtungen möglich.

Meine Idee ist, man nehme sich ein X-beliebiges Bild, welche einem gefällt oder auch nicht, was einem zusagt oder total eklig vorkommt oder was auch immer. Natürlich kann man dem Bild gegenüber auch gleichgültig sein. Und zu diesem Bild schreibt man eine Kurzgeschichte, eine Szene, ein One-Shot oder was auch immer. Bedingung, die Person und die Szene auf dem Bild muss in der Geschichte oder Szene auftauchen.

Man nehme zum Beispiel dieses Bild des spanischen Künstlers Luis Royo und überlege sich, was die Frau und der Kuttenmann erleben haben könnten oder noch erleben werden, dass es zu dieser Szene gekommen ist. Natürlich ist es empfehlenswert die Idee hinter einer guten Geschichte nie aus dem Auge zu verlieren (Opening, Middle and End, Conflict and so on). Aber das Hauptthema ist eben das entsprechende Bild.

Besonders lustig wird es dann, wenn zwei oder mehr Personen über das gleiche Bild schreiben. Ich wette mit euch, unterschiedlicher können Geschichten nicht sein. Und man lernt einander besser kennen. Denn was ich in etwas hineininterpretiere, lässt auch auf etwas auf meine Persönlichkeit blicken. Man kann diese Übung auch benutzen um einander einfach etwas besser kennenzulernen (natürlich dementsprechend für schreibendkreative Menschen geeignet).

Natürlich kann man dies auch mit dem Tarot verbinden (Stichwort Corinne Kenner “Tarot for Writers”) oder mehrere Bilder miteinander kombinieren. Aber ich denke mal, für diese Übung reicht es aus, wenn man sich mit einem Bild erst einmal beschäftigt und sieht, was dabei herauskommt. Erweiterungen, Variationen und derartiges dieser Idee kann es immer wieder geben.

Ich gehe dann mal auf Bildersuche. Vielleicht finde ich ja was für eine entsprechende Ausschreibung, etwas erotisches und etwas saturnisches ^^

Von englischsprachigen Chats über das Lesen von Geschichten und Romanen

Ich gehöre nicht unbedingt zu der Sorte Mensch die immer und überall fröhliches Fest wünscht, daher überlasse ich der Sailor Truppe diese Aufgabe ;) (Trotzdem noch schöne Feier- und vor allem Freie Tage euch).

In den letzten beiden Tagen habe ich drei Kurzgeschichten für Ausschreibungen geschrieben und eine davon gefällt mir so gut, dass ich schon kurz davor stehe, diese am Sonntag loszuschicken. Aber ich denke, ich werde damit bis Ende des Jahres warten (wie sich das anhört). Denn das Ende der Ausschreibung wird am 06. Januar 2010 eingeläutet. Auch die zweite Geschichte, die ich gestern geschrieben hat, liest sich für meine Augen nicht unbedingt schlecht. Aber ein Überflieger ist diese noch nicht. Die dritte Geschichte hingegen ist eher bescheidener Natur. Ich hatte um Mitternacht keine große Muse mehr, an ihr ernsthaft zu arbeiten, dabei hatte ich gestern richtige Lust und Energie gehabt zu schreiben was die Tastatur hergiebt.

Dann ist mir gestern aufgefallen, dass ich etwas lesen kann, was mich seit mehr als fünf Jahren nicht mehr interessiert hat: Romane und Kurzgeschichten (Anthologien). Das ist ja das lustige an der ganzen Geschichte, ich möchte letztendlich Romane und Kurzgeschichten schreiben, mache dies auch und konnte es einfach nicht lesen, weil es mich nicht so sehr reizte wie ein gutes Sachbuch. Doch gestern Abend beim Zähne putzen hat es mir zum ersten Mal seit langem richtig Spaß gemacht eine Kurzgeschichte zu lesen. Ich glaube so langsam ist der Fluch diesbezüglich endlich gebrochen.

Wurde auch langsam Zeit.

Zur Zeit lese ich eine Anthologie von Pam Keesey “Daughters of Darkness” (ins deutsche wurde es als “Draculas Töchter” übersetzt). Die ersten beiden Geschichten selber sind nicht überragend, dass muss man leider so sagen. Sie sind nett, teilweise sogar lustig und nette Unterhaltung für zwischendurch. Aber mir persönlich bleiben sie nicht im Kopf hängen, so dass ich noch stunden- und tagelang später darüber nachdenke und philosophiere oder etwas in der Richtung. Da gibt es andere Geschichten, die sind mir alleine vom ersten überfliegen im Gehirn hängen geblieben. Und auf die freue ich mich auch schon, wenn ich dorthin gelange, entweder zu der Geschichte oder zu der entsprechenden Anthologie.

Weiterhin bin ich ein wenig stolz auf mich. Und zwar auf die Tatsache, dass ich keine Angst vor englischsprachigen Chats habe. Damit meine ich nicht, dass ich mich in entsprechenden Räumen reinstürze, sondern wenn mich jemand auf englisch anschreibt, dass ich keine Panik bekomme und aus dem Fenster springe. Es gibt genügend Leute, die kein englisch können, warum auch immer. Das finde ich in Ordnung, denn trotzdem setzen sie sich mit entsprechenden Anwendungen auseinander und sind nicht völlig hilflos oder hysterisch ablehnend. Doch auch solche gibt es.

Es gibt halt Menschen, wenn man denen mit einer Sache kommt, von denen sie gar keine Ahnung haben, wirklich beinahe hysterisch werden und so ablehnend reagieren, dass man sich fragen könnte, fällst du tot um, wenn du dich damit wenigstens im Ansatz auseinandersetzt. Klar, ich mag es auch nicht, wenn ich mich mit Dingen beschäftigen soll, von denen ich gar keine Ahnung habe. Ab und an bin ich in dieser Hinsicht schon faul. Aber wenn es eben so ist, dass ich das machen soll oder ich die Möglichkeit habe mal etwas neues zu machen, warum nicht? Schaden wird mir das bestimmt nicht.

Aber bei manchen scheint es wirklich so zu sein, dass sie es als Bestrafung ansehen, wenn sie sich mit etwas neuem beschäftigen dürfen/müssen/sollen/können. Dabei bin ich froh, dass ich noch in der Lage bin, eben etwas neues zu erlernen. Nicht das mein Gehirn oder meine Fähigkeiten so dermaßen eingeschränkt sind, dass ich auf einem bestimmten Stand meines Wissens und meiner Fähigkeiten stehen bleiben muss, weil es einfach nicht weitergehen kann.

Man stelle sich das mal kurz vor, all das, was wir in diesem Moment wissen, ist alles, was wir für den Rest unseres Lebens wissen werden, weil wir nicht mehr in der Lage sind neues aufzunehmen. Für mich wäre das eine regelrechte Bestrafung. In die Welt hinausgehen und nichts von ihr mitnehmen oder bei jemanden anderen etwas lassen. Dann kann ich mich doch gleich erschießen (tschuldigung für die drastische Wortwahl, aber für mich wäre dies das Ende meines Lebens).

Aber natürlich heißt es, Leben und leben lassen. Wenn diese Menschen nur ein Buch in ihrem Leben lesen möchten, nur eine Art von Film sehen und nur eine Form der Kommunikation und/oder Arbeit möchten und was auch immer, dann ist das ihr gutes Recht. Sie sollen nur damit rechnen das ich Bücher lese und mich mit fremden Sprachen beschäftige und mich auch fortbilden möchte. Und wer damit ein Problem hat … wird aller Wahrscheinlichkeit auch nicht diesen Blog geschweige diesen Beitrag lesen. Vermutlich ist er manchen auch noch zu lang.

Ansonsten plane ich schon für das nächste Jahr ein wenig vor (ist ja nicht mehr lange hin). Aber dafür lohnt es sich schon ein neuer Beitrag. Und bevor ich an meiner neuen Geschichte schreibe (habe Ideen für zwei Geschichten), werde ich ein wenig bloggen.

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