Zwei neue Tarotdecks

Kein Monat ohne mindestens ein neues Tarotdeck, ich denke, diese Aussage trifft auf mich zu. Und gestern wurde ich zum Wochenendstart gleich mit zwei Tarotdecks beglückt. Was wünscht eine Tarotsüchtige sich mehr? Wochenende und Tarotliteratur? Ich würde mal sagen: Nichts.

Zum einen kam gestern eine gebrauchte Version des sogenannten H.R. Giger Tarots. Es handelt sich dabei um das kleine Geschwister (auch wenn es sich komisch liest und sich komisch anhört, wenn man es ausspricht, aber es ist grammatikalisch richtig, wenn man von einem Bruder oder einer Schwester in der Einzahl von ein Geschwister spricht) des Baphomet Tarots. Der Unterschied, so wie ich es aus dem Vorwort von dem Autor des Buches Akron gelesen habe, soll in erster Linie im Buch selber liegen. Während im H.R. Giger Tarot das Buch sich auf das wesentliche konzentrieren soll, ist das Baphomet Tarotbuch immerhin gute 500 Seiten stark. Also viel Platz um sich so richtig auszutoben. Die Bilder hingegen sollen gleich sein. Da ich das Baphomet Tarot (noch) nicht besitze, kann ich da kein genauen Vergleich anstellen. Aber wenn jemand von euch in dieser glücklichen Situation ist (immerhin werden beide nur noch gebraucht gehandelt und ich habe ja mal wieder Preise gesehen, da geht mir die Hutnadel hoch), kann ja vielleicht ein Kommentar hinterlassen und kurz erzählen wo sich die beiden Decks sich ähneln und unterscheiden.

Die Idee aber, sich mit der dunklen Seite der eigenen Seele zu beschäftigen, finde ich toll. Denn zu oft wird das ja verleugnet (bloss nicht eingestehen, dass man selber vielleicht was haben könnte) und ich denke, dass alleine reicht schon aus, damit ich mich näher mit dem Buch beschäftige.

Das Druid Craft Tarot (ja, ich habe es mir auf englisch geholt) ist von einem anderen Kaliber. Die Karten sind ungefähr genauso groß wie das von H.R. Giger (also etwas größer als die Hand), aber bunter und eben keltischer. Vor allem finde ich es interessant (und erlebe das so zum ersten Mal), dass die kleine Arkana auf der großen Arkana liegt. Normalerweise sind eben die Karten der großen Arkana oben und dann wusselt man sich durch die Karten der kleinen Arkana. Hier geht man dieses Thema völlig anders an.

Da ja häufig die kleine Arkana (das Wort Klein sagt es ja schon fast) vernachlässigt wird (bei einigen Büchern habe ich sogar das Gefühl, dass sie als notwendiges Übel betrachtet werden) und die ganze Energie auf die große Arkana gerichtet ist (das sieht man schon häufig an der Seitenanzahl, die großen Karten bekommen zwei Seiten und die kleinen nur eine Seite, so als Beispiel), werden sie hier als erstes beschrieben. Gut, zuerst kommen die Hofkarten, aber dann die Zahlenkarten. Und zu guter letzt eben die große Karten.

Die Farben sind sehr kräftig und ich muss sagen, die Karten sind auch zum größten Teil ansprechend. Aber ich bin durch das Transparent Tarot regelrecht versaut. Es fällt mir momentan richtig schwer mit anderen Kartendecks zu arbeiten. Und ich muss gestehen, die Bilder sehen ja wunderschön aus, aber es wird nicht das Deck sein, was mich wieder zu den reinen Bilderkarten zurückführen wird (wenn es so sein muss). Aber wer sich für die Bilder erwärmen kann, wird hier sicherlich seine Freude haben.

Gesichtenerzählerin

Fix und Fertig.

Mit diesen drei Worten kann ich meinen momentanen geistigen/kreativen Zustand beschreiben. Denn in den letzten Stunden habe ich zwei von drei möglichen Geschichten geschrieben, die ich heute als Tagesziel angegeben habe. Ich möchte halt drei Geschichten für eine Ausschreibung schreiben und immerhin, bisher habe ich zwei geschafft. Aber ich muss zugeben, der Rotstift wird noch aus der Federtasche geholt. Denn der letzte Rundschliff muss da definitiv noch ran.

Denn den Anfang finde ich doch sehr gelungen. Aber Richtung Ende werden beide Geschichten in der Tat etwas komisch. Keine Ahnung wieso. Auch wenn es Märchen sind, ich denke mal, dass sie trotzdem nicht so extrem schwer sind. Klar, jedes Genre hat seine Besonderheiten. Aber sie sind nicht unmöglich zu schreiben. Nach der Hälfte der Geschichte, als wenn es zum Thema, sie lebten glücklich und so weiter, wird das ganze doch schon sehr komisch. Nun gut, ich habe ja noch eine Geschichte zum üben und außerdem ist jede Kurzgeschichte überarbeitbar.

Letzten Sonntag und Montag habe ich noch eine andere Geschichte geschrieben und ich muss sagen, die finde ich besser gelungen (und die werde ich auch, nach der Rotstiftaktion, auch einreichen, mal sehen was die anderen davon halten). Und ich denke der alte George (1984) hätte schon gewisse Freuden daran (okay, ich bin mal eine Runde arrogant und glaube, dass es so sein könnte).

Aber eins ist sicher, ich werde nicht mehr so auf Zeitdruck schreiben (damit meine ich nicht die Tageszielaktionen). Wenn ich weiß, dass ich noch zwei oder drei Monate zum schreiben habe, werde ich diese Zeit in Zukunft auch ausnutzen. Aber ich habe die letzten eineinhalb Monate wirklich geschafft, mich andauernd vor dem Schreiben zu drücken (ja ich weiß, eine Runde Schande über mich und mein Haupt kriegt noch eine Extraportion ab). Dabei hatte ich mir vorgenommen unter der Woche die Kurzgeschichten zu schreiben und am Wochenende mein Roman.

Ich werde einfach mit der kommenden Woche versuchen mich daran zu halten, sprich dieses Ziel umzusetzen. Immerhin will ich ja schreiben und nicht andauernd Ausreden finden es nicht zu tun. Aber dieses Wochenende werde ich mich erst einmal um die Kurzgeschichten kümmern. Und ab Montag werde ich dann versuchen den Plan umzusetzen.

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