Wolverine auf Anime

Wer im www herumsurft, findet das eine oder andere mehr oder weniger interessante. Ich habe das oben gelinkte Video entdeckt und muss zugeben (wenn man von der einen Minute absieht, welche sie mir an Lebenszeit klauen, weil ich den ganzen Vorspann abwarten muss), ich weiß nicht was ich davon halten soll.

Für die meisten ist Wolverine durch die drei X-Men Filme und gerade durch Hugh Jackmann geprägt. Ich muss zugeben, ich kenne noch die X-Men in der doch etwas peinlichen achtziger Version mit ihren quietschbunten Outfits.

In dieser Formation hat mir übrigens Rogue unter anderem am besten gefallen, aber das nur gaaaanz nebenbei.

Auf alle  zum Trailer von oben. Auf mich wirkt Wolverine eher wie eine Katze und nicht wie der einsame Wolf (wobei erwähnt sei, aufgrund des Rudelverhaltens dieser Tiere ist die Bezeichnung “einsamer Wolf” natürlich kompletter Blödsinn), den er eigentlich spielen soll. Gerade die eine Handbewegung, wo die Krallen ausgefahren sind, draußen im Garten, das erinnert mich so sehr an eine Katze.

Aber warum bitte schön schreibe ich darüber?

Weil mich das an einen Beitrag von der amerikanischen Autorin Yasmine Galenorn erinnert (kleiner Hinweis, wenn ihr sie mal direkt anschreiben solltet, schreibt bitte ihren Namen richtig, ich werde jetzt nicht den Tweet heraussuchen, aber sie hatte sich bei Twitter aufgeregt, dass man ihren Namen falsch schreibt, und ich denke, über kurz oder lang, auch zurecht).

Und zwar geht es um die letzte Frage im oben verlinkten Beitrag. Sie wurde gefragt, ob sie erlaubt, dass FanFiction zu ihren Geschichten geschrieben wird. Und sie reagiert auf dieses Thema doch sehr empfindlich. Denn sie mag diese Dinger nicht (und ich glaube, wenn sie könnte würde sie jede FanFiction zu ihren Figuren sofort zerreissen). Und ich kann es nachempfinden.

In meinen größenwahnsinnigen Sekunden habe ich mir vorgestellt, mein Roman wird veröffentlicht und ich gehe sogar ein Schritt weiter, sie werden sogar verfilmt (die Wahrscheinlichkeit das über Filme FanFicition geschrieben werden ist größer als über alleinige Bücher, aber auch über Bücher wird fleißig geschrieben). Nun kommen eben irgendwann die Fans und schreiben ihre Geschichten. Und wer sich ein wenig in sogenannten FanFiction Portale umgesehen hat, weiß, wie grottig manche Geschichten wirklich sein können.

Was ich so angelesen habe (weil ich es nicht geschafft habe weiterzulesen, weil schon alleine der Anfang zum wegrennen war), das tat einfach weh. Man könnte schon fast sagen, man sollte die Leute auf schwere Körperverletzung (auch wenn alles seelisch ist) verklagen und den Hosenboden lang ziehen. Mindestens!

Denn wenn eine Geschichte mit einem Satz wie “Zum Glück hatten sie keinen Sex gehabt” anfängt, dann frage ich mich, wieso zum Glück? Sex ist zum einen nichts schlimmes. Und zum anderen, da erwarte ich eine Vorgeschichte (die übrigens nicht existierte) und  der ganze Anfang war ziemlich platt. Hingeworfen. Respektlos. Nicht der Autorin gegenüber, sondern auch mir. Immerhin sollte ich ja die Geschichte lesen und natürlich auch kommentieren (in der FF-Szene gibt es Leute, die regelrecht danach süchteln, dass man ihre Geschichten kommentiert, also Kommis abgibt, aber bitte nur tolle und positive, alles andere wird natürlich gelöscht).

Wobei ich im nachhinein gestehen muss, das war noch die harmloseste. Es gab schlimmere (von einfallslosen, ich habe eine Geschichte geschrieben und weil die Originalversion mehrere Figuren hat, schreibe ich sie nur an vereinzelten Stellen um und veröffentliche alle *gähn* bis hin zu, ich erzähle einfach mal den größten Blödsinn) und einige davon habe ich mir wirklich angetan. Meine arme Lebenszeit.

Da kann ich verstehen, dass viele angenervt sind, wenn sich die halbe Bevölkerung hinsetzt und irgendetwas hintippt, Hauptsache es ist so etwas wie eine FanFiction. Viele gehen einfach nicht mit den nötigen Respekt ran und schreiben einfach nur. Und dann werden Pärchen (sogenannte Pairings) erdacht, die nicht einmal annähernd realistisch sind. Gerade dann, wenn sich die Geschichten über die SchauspielerInnen drehen (ja auch solche Sachen gibt es).

Ich denke mal, wenn man schon eine FanFiction schreibt, dann sollte man sich sehr viel Mühe geben und entweder eine gute Geschichten mit fast den realen Figuren schreiben (man wird nie an das Original herankommen, weil man eben nicht alle Geheimnisse kennt) oder es sein lassen.

Denn es gibt auch Beispiele wo die Leute anhand von FanFiction einfach ihr Handwerk üben. Man muss sich nicht um die Charaktere oder den Rahmen kümmern, sondern kann einfach plotten und die Konflikte üben. Es gibt eben Menschen, die ja genau damit Probleme haben und sich auch nur darauf konzentrieren wollen. Wieso also nicht Figuren nehmen, die schon eine ordentliche Biographie hinter sich haben und die man jederzeit nutzen kann.

Und ich habe auch Geschichten gelesen, die sind manchmal besser als das Original. Lustiger, ironischer, gut geschrieben, herrlich geplottet und was weiß ich. Es können also auch Glanzleistungen entstehen.

Was hat das jetzt bitte mit Wolverine zu tun?

Ich empfinde den Trailer als eine Art FanFiction. Jemand anderes, welche diese Geschichte um die X-Men und letztendlich auch Wolverine nicht von grundauf erfunden hat, hat eine Serie darüber produziert (so wie ich das jetzt verstanden habe) und natürlich einen eigenen Touch dazu gegeben. Es wird natürlich Leute geben, welche diese Serie besser gefällt als das Original (was auch immer das Original letztendlich ist). Eingefleischte Fans hingegen werden vielleicht diese Serie zur Hölle schicken wollen.

FanFiction sind also sehr grenzwertige Bereiche (inwiefern sie das Urheberrecht verletzen, darüber möchte ich zu dieser Stunde nicht nachdenken). Die einen lieben sie und die anderen hassen sie (hatte mal untergürtelerfahrungen damit gemacht).

In erster Linie sollte man den Wunsch der AutorInnen berücksichtigen. Wünsche sie keine FanFicition zu ihren Werken, dann schreibt man eben keine. Punktum. Denn Frau Galenorn hat recht. Man arbeitet mehrere Jahre hart an einer Geschichte, den Figuren, an allem (bei mir geht es demnächst ins vierte Jahr) und dann werden die Geschichten so übelst verschandelt. Das macht dann kein Spaß. Daher sollte man eben keine Geschichten schreiben, wenn sie darum bitten (oder dies fordern, sie haben immerhin das Recht, es sind ihre Babys).

Wenn man Geschichten schreiben darf, weil es die AutorInnen erlaubt haben, dann bitte, gebt euch Mühe. Schmiert nicht irgendetwas hin, nur um ein paar Kommis abzugreifen (es wird immer wieder Leute geben, die euch zerreissen und früher oder später kommt ihr nicht da herum, sorry). Schreibt die bestmöglichste Geschichte, zu der ihr in der Lage seit. Immerhin habt ihr von den OriginalautorInnen eines Werkes genau das bekommen. Die bestmöglichste Version einer Serie, eines Films oder eines Buches. Also arbeitet dementsprechend genauso hart.

Und ob ich möchte, dass über mein Roman FanFiction geschrieben wird?

Nach diesem Bericht wohl weniger …

Wenn ich Kurzgeschichten schreibe …

Gerade habe ich eine Kurzgeschichte für eine Ausschreibung zu Ende geschrieben. Und ich muss gestehen, es ist die wohl ironischste meiner bisherigen und doch sehr kurzen Laufbahn als Kurzgeschichtenautorin :)

An dieser Stelle wollte ich nur kurz erzählen, wie ich selber Geschichten für Ausschreibungen schreibe (ob sich diese von anderen Kurzgeschichten dann unterscheiden, die ich noch schreiben werde, weiß ich nicht, da werde ich mich überraschen lassen).

Im Grunde genommen schreibe ich nur bei Ausschreibungen (oder auch Wettbewerbe) mit, bei denen mit spontan oder überhaupt eine Idee einfällt. Denn es gibt Ausschreibungen, da sitze ich da und denke mir, die ist doch so supergeil, da möchte ich mitmachen. Aber mir fällt partout keine Idee ein, über die ich was tippen könnte. (Was natürlich nicht bedeutet, dass jede Idee die ich zu einer Geschichte habe automatisch gut sein muss.)

Und dann tippe ich meistens sofort los. Da plotte ich nicht oder mache mir schriftliche Gedanken darum, wie meine Charaktere sind. Das kommt erst im nachhinein. Vor allem, die sind schon da, ich meine die Charaktere. Ich weiß im groben, wer sie sind und wie sie sich benehmen.  Außerdem hat man bei Kurzgeschichten doch einen gewaltigen Vorteil. Man muss keine psychologische Darstellung der Charaktere vornehmen, da sich die Geschichte selber auf eine sehr geringe Seitenzahl abspielt. Das geht meistens von zwei bis zehn Seiten. Da bleibt nicht viel Platz für den Charakter und die Geschichte zusammen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man schlampen darf, ich denke, das sollte selbstverständlich sein.

Meistens schreibe ich weniger als gefordert. Entweder eine Seite (wenn eine Seitenanzahl gefordert wird) oder 1000 Zeichen (bei Zeichenforderung). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei der Überarbeitung leicht passieren kann, das man die erforderlichen und fehlenden Seiten oder Zeichen ohne weiteres einholt. Die Geschichte, welche ich für die Hexenliebe Ausschreibung geschrieben habe, hatte am Anfang gerade mal 7000 Zeichen, erlaubt waren 8000 Zeichen. Durch die Überarbeitung kamen noch einmal knapp 600 Zeichen dazu. Noch drunter und doch einiges mehr geschrieben :)

Bevor ich eine Kurzgeschichte überarbeite, lasse ich die mindestens ein Tag, wenn nicht sogar eine Woche lang liegen und ignoriere sie geflissentlich. Somit verhindere ich, aufgrund gewisser Betriebsblindheit essentielle Sachen einfach nicht zu sehen (wobei ich bei meiner aktuellen Geschichte schon weiß, was nicht funktioniert, unter anderem mal wieder das Ende, dabei dachte ich immer, ich hab mit dem Anfang ein Problem). Wenn eine gewisse Zeit dann vergangen ist, lese ich sie mir noch einmal durch und ergänze, sowie lösche ich einige Dinge. Danach ist sie hoffentlich besser als vorher. Häufig lasse ich sie dann noch einmal ruhen, bis ich sie mir noch einmal durchlesen. Und erst dann gebe ich sie anderen zum lesen.

Wenn ich das Gefühl habe, dass die Geschichte den bestmöglichsten Zustand erreicht hat, lasse ich sie los und sende sie ein. Natürlich hoffe ich, dass auch andere sehen, dass sie gut genug ist für eine Veröffentlichung (was natürlich nie garantiert ist, gerade je beliebter eine Ausschreibung oder bekannter ein Verlag ist, kann die Konkurrenz ungemein größer werden). Aber irgendwann sollte man die Geschichte eben loslassen und riskieren, dass sie eben auch kritisiert, sprich auch abgelehnt wird.  Wobei ich noch lernen sollte, meinen Geschichten anderen AutorInnen zu zeigen, damit diese sie kritisieren können. Das ist noch eine Sache, da traue ich mich (nicht mehr).

Und dann heißt es eben abwarten und Tee trinken. Denn die Entscheidung ob eine Geschichte für eine Ausschreibung genommen wird oder nicht, kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern (immer eine Frage der Einsendungen). Und dann wird die Geschichte ja auch nicht sofort veröffentlicht (der Druck alleine dauert eine gewisse Zeit).

Nun gut, morgen geht es an die Überarbeitung und dann sehen wir weiter :)

Kopfkartenfrage Signifikatorkarte

Im Moment verschlinge ich ein Tarotbuch nach dem anderen (im Moment habe ich drei Bücher auf meinem Nachtisch, wenn auch im symbolischen Sinne und eines davon konnte ich gestern auslesen) und dabei kommt immer wieder ein Thema zur Wortsprache, welche mich immer wieder fasziniert und welche mich immer wieder zu diversen Fragen führt.

Das Thema ist die sogenannten Signifikatorkarte.

Mit dieser Karte wird die Person beschrieben, wer die Legung bekommt. Also entweder ich, wenn ich für mich lege oder die Person, welche mir gegenüber sitzt. Man kann unter anderem die Karte aussuchen, welche die Signifikatorkarte sein soll oder einfach ziehen.

Und bei dem auswählen der Karte fangen bei mir die Bauchschmerzen an. Daher konzentriere ich mich in erster Linie darauf.

Man hat zwei Möglichkeiten die Karte auszuwählen. Entweder man entscheidet sich zwischen den Magier (I) für einen männlichen Klienten oder die Hohepriesterin (II) für eine weibliche Klientin. Wobei ich mal eine Zwischenfrage dazwischen werfe. Warum eigentlich der Magier und nicht der Hohepriester?

Und hier fängt schon mal ein ordentliches Problem an (und das erkennen auch die AutorInnen, welche diese Art von Karten empfehlen). Wenn ich eine Karte aus der großen Arkana wähle, dann ist diese für die restliche Legung schlichtweg verloren. Winkewinke … :(

Also schon mal eine doofe Sache.

Aber die Rettung naht. Denn man muss nicht die beiden Karten (oder auch eine andere, wenn man möchte) wählen. Man kann die Hofkarten dafür nutzen. Und zwar entscheidet man dort nach Alter, Aussehen, Horoskop oder Persönlichkeitsbild dieser Karten.

Und auch hier habe ich wieder ein Problem. Wenn ich eine der Hofkarten nutze, dann ist auch diese Karte für die restliche Legung verloren. Das wird aber von den meisten irgendwie toleriert.

Ich persönlich habe mich daher für die Methode entschieden, dass ich die Karte einfach aus dem Kartenhaufen ziehe. Und zwar aus den kompletten Kartenhaufen. So kann es natürlich kommen, dass ich eine Zahlenkarte, aber auch eine Karte aus der großen Arkana ziehe (und natürlich auch eine Hofkarte). Aber das ist eben so gewollt. Alternativ kann man hier auch ein zweites Deck verwenden. Nur gefällt mir dieser Gedanke besser, als eine Karte bewusst zu ziehen und diese damit zu blockieren.

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