Von Brillen und Büchern und … brrrr … Schuhen

So, jetzt ist es offiziell, ich gehöre wieder zur Bevölkerungsschicht der Brillenträgerinnen. Seit längerem hatte ich schon ein entsprechendes Rezept (wenn man das so pauschal nennen kann, also ein Zettel wo drauf steht, welche Dioptrie ich brauche) und letzten Freitag war für mich Schluss mit lustig.

Sicherlich habt ihr mitbekommen (zumindest die, die hier regelmäßig vorbeischauen), dass ich ja Probleme mit den Augen habe. Und in letzter Zeit ist mir halt aufgefallen, dass ich immer wieder die Sachen, die ich lesen möchte/muss, ziemlich nah an die Nase holen muss. Weil ich sonst das Gefühl habe, dass sich die Augen zu sehr anstrengen und ich eben nicht richtig lesen kann.

Am Donnerstag Abend kam dann die SMS (das wurde entsprechend angeboten), dass ich meine Brille abholen kann. Da ich am Freitag noch einen Kumpel bei einer Studienarbeit geholfen hatte, musste das ganze auf Samstag verschoben werden. Also Samstag hin und Brille auf die Nase und neues Lebensgefühl genießen. Denn bisher konnte ich Dinge, die nah sind noch normal lesen, waren sie aber nur ein oder zwei Meter entfernter, war alles ein wenig verschwommen. Und jetzt habe ich das Problem nicht mehr. Also bleibt das Ding jetzt auf der Nase :)

Und das tolle ist, ich habe gleich entspiegelte Gläser genommen, dass bedeutet ich kann nächstes Jahr sofort mit meinem Führerschein anfangen. So viel ich mitbekommen habe, benötigt man dafür entspiegelte Gläser und eine Ersatzbrille (die ich mir dann mache, wenn ich mitten im Führerscheinleben bin).

Gestern hatte ich auch noch eine ungeliebte aber leider sehr notwendige Sache zu erledigen: Schuhe kaufen!

Ja, man(n) und frau liest richtig, ich bin weiblich und gehöre zu der Sorte Frau, die es eben nicht mag, permanent irgendwelche Schuhe zu kaufen. Deswegen mag ich diese Klischeeaussagen nicht, so von wegen, alle Frauen kaufen doch soooo gerne Schuhe. Ich bin eine Frau (zumindest waren heute morgen noch sehr eindeutige Zeichen zu erkennen, als ich mich angezogen habe) und mag es eben nicht.

Aber nun gut, was mut dat mut, wie ich so schön sage. Also in einen Laden rein, drei Schuhe gesehen (ja, ich habe mir doch glatt drei Paare gekauft, damit komme ich über den Herbst und den Winter) und dann bitte nach Hause. Ich mag es, wenn ich es schon machen muss, in einen Laden rein, bitte beraten (wobei ich gestern so gut beraten wurde, dass ich sagen muss, Hut ab) und dann wieder raus. Bei Klamotten und Schuhe bin ich da ganz eigen. Ja, ich mag auch nicht Klamotten kaufen.

Mein einziger Weibchenfetisch, wenn man das so nennen mag, sind in der Tat Taschen. Ich gucke gerne nach Taschen. Denn wo soll ich denn sonst meine Bücher unterbringen können ^^

Gestern kam dann noch eine Bestellung für mich. “You Can Write a Novel Kit” von James V. Jr. Smith kam gestern per Paket an und ich muss schon zugeben, ich war von der größe doch sehr überrascht. Nun gut, ich wusste ja nicht genau, was mich erwartet und habe es mehr oder weniger blind bestellt. Sollte ich in Zukunft trotz allem nicht machen.

Das Set enthällt ein Buch zum Thema, wie man eben eine Geschichte schreibt und mehrere Blöcke, wo man Dinge ankreuzen und sich Notizen machen kann. Diese sind unterschiedlich groß, eben nach der Wichtigkeit sortiert.

Ich habe mir bisher nur Kapitel 1 durchgelesen und muss sagen, ich bin froh, dass ich vorher schon andere Bücher durchgelesen habe. Denn der Autor kann doch sehr herrisch in seinem Buch wirken. Und ich weiß nicht, ob mich das ermuntert hätte ein Buch wirklich zu schreiben.

Ansonsten habe ich noch das Andanda Tarot ergattert. Ich muss zugeben, so ganz meins wird das nicht (einfach die beiden Links angucken, vielleicht versteht dann die eine oder der andere warum nicht :) ). Aber die Bilder sind sehr schön. Ich kann mit denen nur nicht arbeiten und möchte es auch nicht. So einfach ist das.

Heute war ich natürlich auch wählen. Fünf Minuten und ich habe meine ganze demokratische Macht ausgenutzt. Eigentlich traurig, dass die nur darin besteht, ein Kreuz (bzw. zwei) auf einen Zettel zu machen und den in eine Urne zu werfen. Mehr ist das ja nicht, wenn man das so genau nimmt.

Aber auch die will weise genutzt werden.

Rette deine Freiheit [Video]

Ich möchte zu diesem Video nicht viel sagen, weil es im Grunde genommen für sich selber spricht. Nur eines:

Die Internetseite dazu

Vom Transparent Tarot zum Transparent Oracle ~ Emily Carding

Gerade eben wussle ich, mal wieder, bei YouTube herum und suche nach Videos, in denen Tarotdecks beschrieben werden. Interessanterweise gibt es sehr viele Leute, die zu diversen Decks Videos herstellen. Ich muss zugeben, da bekomme ich Lust mich hinzusetzen und da mitzumachen.

Aber das ist ja nicht der Titel dieses (mein 300 übrigens) Beitrages.

Es ist dieses Video, welches Emily Carding selber eingestellt hat. Jetzt gibt es nicht nur das Transparent Tarot, sondern ab nächstes Jahr auch das Transparent Oracle. Und dazu gibt es nur einen einzigen Satz zu sagen:

Haben will !!!!!!

Ich guck schon mal, ob man es sich vorbestellen kann (bin total aufgeregt deswegen, denn das Video ist Hammergeilomato).

0 – Der Narr/Die Närrin, die Reise durchs Tarot – Tarotprojekt endlich gestartet

Das Projekt hatte ich vor einigen Monaten eigentlich schon mal angefangen (mit dem Turm damals) und dann aus irgendwelchen Gründen abgebrochen, nur um immer wieder zu überlegen, es neu zu beginnen. Gestern Abend, bzw. heute morgen, habe ich es endlich begonnen, mein Tarotnotizjorunalbuch (was für ein Wort, gerade eben aber erfunden, lachZ).

Ich habe mir ein dickes Notizbuch gekauft (was bei mir so ungefähr einmal im Monat geschieht, ich liebe Notizbücher, je dicker desto besser) und auf der ersten Schreibseite eine gelbe Null gemalt (für die erste Karte) und auf der Nachbarseite die Foolkarte vom Transparenttarot. Und ich meine wirklich dieses Bild hier. Wobei ich zugeben muss, vom zeichnerischen Talent her, bin ich nicht so sehr gesegnet, wie ich es mir wünsche. Aber für meine Bedürfnisse reicht es völlig aus.

Auf der ersten Seite schreibe ich mir alle Notizen zu Thema Assoziationen zu der entsprechenden Karte, auf der zweiten Seite hingegen sind freie Gedanken erlaubt: Was verbinde ich mit der entsprechenden Karte. Dann habe ich mir aus einem englischen Buch die Bedeutungen herausgeschrieben und das dann auf die nächste Seite eingefügt. Und die nächsten Seiten sind für den Narren oder die Närrin in allen Facetten reserviert. Immer wenn ich etwas zum Thema finde, werde ich mir Notizen machen und es in meinem Buch schreiben. Und wenn ich damit fertig bin, werde ich es auf dem PC übernehmen. Nach und nach eben.

Das wird ein Projekt sein, was ich vermutlich die nächsten Jahre durchführen werde. Letztendlich lernt man beim Tarot ein Lebenlang dazu und man erlebt permanent etwas neues. Dabei habe ich mir überlegt, was wäre wenn, sicherlich kennt ihr diese Überlegungen. Und ich dachte mir so, was wäre wenn ich wirklich ein Buch vollkriegen würde, mit Narrensachen. Dann hätte ich theoretisch 78 Notizbücher in meinen Regalen, brrr, ich habe schon kein Platz mehr für meine Bücher, die ich mal aussortieren müsste, dann brauche ich wirklich nicht so viele Notizbücher. Letztendlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich gut 300 Seiten zu einen Thema vollkriege aber doch zu gering, in dem Sinne brauche ich mir da keine Sorgen zu machen.

Wenn ich dann mal wieder was zum veröffentlichen habe, werde ich mich hier kund tun ^^

Spontanprojekt: Lenormand Karten

Kennt ihr das? Man geht in eine Buchhandlung, schaut sich um, weil man eben in einer Buchhandlung ist und nebenbei schlendert man aus versehen … bei einigen wie mir natürlich auch mit Absicht … in die Lieblingsecke … bei mir die Ecke mit den Tarotkarten … und sieht dann das eine oder andere Buch und denkt sich, muss ich haben, komme was wolle.

Am Donnerstag war ich wieder bei meiner Augenärztin (das ewige Lied, da meine Hornhaut mal wieder gereizt ist, aber noch ist alles in Ordnung, deswegen habe ich mir übrigens gestern auch eine Brille besorgt, tragen soll ich eh eine, nun habe ich es endlich umgesetzt) und in der Nähe ist ein sehr großer Buchladen. Natürlich bin ich reingegangen, denn ich kann schwerlich ein Buchladen links liegen lassen. Wenigstens gucken muss ich.

Und wie oben angedeutet, bin ich mal wieder in meine Lieblingsabteilung gewandert. Ein neues Tarotdeck konnte ich nicht ergattern aufgrund der Tatsache, dass ich die Decks, die dort auslagen entweder hatte oder so demoliert waren, dass ich sie mir nicht holen wollte. Unglaublich aber wahr, aber auch ich habe diesbezüglich gewisse Grenzen.

Also wandert mein Blick einige Regaletagen nach oben und mein Blick bleibt an ein längliches Buch haften, was aus dem Regal herausguckt. Und zwar das “Das Lenormand-Arbeitsbuch” von Yshouk Ursula Kirsch. Es handelt sich hierbei um ein Buch, welche den LeserInnen beibringen soll, mit den Lenormand Karten zu arbeiten. Da gibt es auch ein Praxisbuch für die Tarotkarten, mit dem ich zur Zeit arbeite.

Da ich gar keine Ahnung von den Karten und deren Bedeutung habe (im Gegensatz zum Tarot, auch wenn es dort nicht das beste Grundwissen ist), habe ich es eingesteckt.

Dann, wie so oft bei mir als Büchersüchtige, schweifte mein Blick umher und ich sah dann noch ein Buch, was mich interessiert. “Die Sibylle der Salons: Das Lenormand-Praxisbuch für Menschen von heute” von Iris Treppner. Wobei ich die Wahl zwischen diesem Buch und “Lenormand Praxis-Set: Kartenlegen nach Mlle. Lenormand – Buch und Karten im Set: Die Sybille der Salons. Kartenlegen nach Mlle. Lenormand. Buch und Karten im Set” ebenfalls von Iris Treppner hatte. Das zweite Angebot enthält noch einmal ein Kartenset der Lenormandkarten, damit man sofort mit den Kartenlegen anfangen kann.

Das Problem hierbei ist, und das hat letztendlich auch meine Kaufentscheidung ausgelöst, dass Buch selber enthält nur 160 Seiten, wo meine Version gut und gerne circa einhundert Seiten mehr hat (also fehlt in der Kombiausgabe einiges). Und außerdem habe ich die blaue und die rosa Eule zu hause, sowie das Veritas Evernia Deck mein eigen nennen darf (danke noch einmal an Luiza, da sie mir das Deck geschenkt hat). Zwar waren beide Sachen zusammen günstiger als das Einzelbuch, aber ich habe gelesen, dass in diesem Buch nicht alles drin steht, was wichtig ist. In dem Sinne wäre es mich teurer gekommen.

Also bin ich mit diesen beiden Büchern (und ein drittes über Feng Shui und das aufräumen, oder sollte ich eher schreiben, das ausmisten) nach Hause gegangen. Inzwischen habe ich das zweite Buch, also das von Iris Treppner angefangen zu lesen und ich muss sagen, es fühlt sich lernbar an. Manchmal habe ich ja beim Tarot das Gefühl, egal wie viel man liest und lernt und auslegt und übt und so weiter, es wird niemals reichen, es wird immer größer sein, als man selber.

Das Lenormand Deck hingegen wirkt in diesem Bereich bescheidener. Man kann es lernen. Ich will damit nicht sagen, hei, dass ist so unbedeutend, damit arbeiten nur die, die nicht in der Lage sind, mit dem Tarot umzugehen. Zum einen kann man das so pauschal nicht sagen. Und zum anderen gibt es genügend Menschen, die mit beiden ohne weiteres arbeiten können.

Für mich wirkt das Lenormand Deck nur nicht so extremst kompliziert, sondern erdiger. Das kann sich natürlich ändern, wenn ich anfange, die ganzen Kombinationen zu lernen und das große Legemuster das erste Mal auslegen werde. Da wird sich die Größe dieser Karten aller Wahrscheinlichkeit zeigen.

Das Lenormand Deck hat in meinen Augen aber zwei Vorteile (neben den erdigen Karten): Man muss nur mit 36 Karten arbeiten, was auch teilweise das mischen leichter macht und wenn ich richtig sehe, wird auch nicht mit umgedrehten Karten gearbeitet. Somit entfallen 36 zusätzliche Deutungen (was aber die Kombinationen wohl ordentlich wett machen).

Ich werde demnächst also mit der ersten Karte, dem Reiter, also anfangen, genauso wie ich mit dem Narr der Tarotkarten anfangen werde, also die Karte zu bearbeiten, näher kennenzulernen und so weiter. Mal sehen wie sich unsere Beziehung entwickelt. Vielleicht werde ich die Karten samt der Bücher an die Wand klatschen oder damit begeistert arbeiten können, wer weiß das schon. Bei einem bin ich mir aber sicher, sie werden nie den Platz meiner Tarotkarten einnehmen können. Dafür liebe ich die quirligen Karten einfach zu sehr. Deswegen habe ich mir wohl auch vier neue Decks gegönnt, hüstel.

Schreibtherapie

Kennt ihr das auch? Da passiert irgendetwas und ihr seit dann einfach nur noch stinksauer. Und zwar nicht stinksauer, dass man vielleicht den Kühlschrank plündern möchte (was ich schon als sehr sauer bezeichne), sondern so dermaßen sauer, dass ihr regelrecht Leute kaputt hauen möchtet.

Früher hatte ich solche Situationen zu oft, dass muss ich zugeben und ich wusste nie, wie ich damit umgehen soll. Meine Hände zittern vor lauter Wut, ich kann nicht mehr richtig reden und das Denken ist dann meistens auch völlig ausgeschaltet (den Tipp die Muskeln einfach locker zu lassen, den mir Alruna mal gegeben hat, versuche ich immer anzuwenden, aber den kenne ich erst seit einigen Wochen, diese Probleme sind aber schon einige Jahre alt, dass nur mal so nebenbei erwähnt).

Vir einiger Zeit ist mir wieder was passiert, wo ich einfach nur wütend wurde und Leute kaputt hauen könnte. Denn es wurde behauptet, dass ich Dinge gesagt haben soll, die ich garantiert niemals gesagt habe. Zumal ich genau weiß, wenn ich das getan hätte, dass eine Anzeige garantiert wäre. Na danke schön.

Und normalerweise ist ein weiteres Problem, dass ich dann habe, dass ich zu sehr darüber nachgrüble. Was hätte ich sagen können, wieso ist das geschehen und so weiter und so fort. Aber gestern ist mir noch was eingefallen, was ich mal bei Julia Cameron gelesen habe (das ist die Autorin, welche die drei Morgenseiten in ihren Kreativitätsbücher empfiehlt). Und zwar hat sie mal geschrieben, dass sie über die dreckige Scheidung ein Drehbuch schrieb und es erfolgreich verkaufte.

Also dachte ich mir gestern, wieso nicht ebenfalls die Möglichkeit des Schreibens nutzen und meinen Frust wegtippen. Zum einen ist es gesünder als den Kühlschrank zu plündern und außerdem kann ich kreativ werden.

Also habe ich gestern ein Märchen geschrieben, welche eine Seite lang ist. Natürlich ist sie auch aus einer gewissen Frustration und Wut heraus getippt worden. Daher ist sie literarisch definitiv nicht hochwertig. Aber danach ging es mir eindeutig besser. Das muss ich gestehen. Und mir persönlich kommt es darauf an.

Daher mein Tipp: Wenn du wütend, traurig oder sonstwas bist, dann schnapp dir ein leeres Stück Papier (es kann natürlich auch im Schreibprogramm ein leeres Stück Papier sein) und schreibe. Es ist dabei egal, was du schreibst und wie es sich anhört. Die Wahrscheinlichkeit, dass es jemand anders sehen wird, tendiert gegen Null (ich werde es bestimmt niemanden zeigen). Da solche Geschichten wie ein Tagebucheintrag sein können, kann man diese genauso behandeln. In meinem Fall bedeutet es, ich werde sie aller Wahrscheinlichkeit nie wieder lesen, sie aber trotzdem behalten. Denn ich habe alle meine Tagebücher immer noch, auch wenn nur drei Seiten gefüllt sind.

In dem Sinne werde ich die Geschichte, wo ich mir noch überlegt habe, sie doch zu verwenden, erst einmal einmotten. Mal sehen was aus ihr wird. Aber sie hat mir doch sehr geholfen :)

Kann man glücklich schreiben?

Es gibt ja die wildesten Geschichten über das Thema Schreiben, AutorInnen und derartiges. Und dazu gehört auch die Geschichte, dass man nie richtig glücklich sein soll, um wahrhaftig gut zu sein. Man muss quasi immer wieder ein wenig leiden, damit man einen Anreiz hat zu schreiben um weiter zu kommen.

Jetzt bin ich in der Situation, dass ich mit meiner Arbeit verdammt zufrieden bin (so zufrieden, dass ich mir schon überlege eine psychologische Beratung aufzusuchen, denn wer ist denn schon so verrückt und freut sich auf die Arbeit). Immerhin freue ich mich sogar auf die Arbeit, unabhängig der Tatsache, dass ich noch nicht soweit bin, dass ich selbstständig arbeiten kann, aber das ist eine andere Geschichte (und außerdem eile mit weile oder so heißt doch der Spruch).

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wenn das so stimmt, dann dürfte ich ja im Moment nicht schreiben können, weil ich ja mit meiner momentanen Situation doch mehr oder weniger zufrieden bin (was auch meine Wage anzeigt). Mir geht es gut, einem Kumpel geht es gut (ja, auch so etwas kann mich beeinflussen), meiner Familie geht es gut (mehr oder weniger). Im Moment könnte es fast nicht besser laufen.

Aber dann stelle ich mir die Frage, wie es dann die erfolgreichen AutorInnen, die es eben geschafft haben ihren Traum zu erfüllen, noch weiter schreiben können? Wenn ich eine bekannte Autorin wäre, die von ihrer Arbeit leben könnte, ich würde ja zum einen den ganzen Tag schreiben, ich gestehe (was auch wirklich schlimm wäre) und zum andere, dass wäre dann der Moment wo alles stimmen würde. Meine Arbeit, meine Arbeitszeiten, dass Geld, mein Traum, eben einfach alles.

Dann müsste ja sofort die Gefahr bestehen, nicht mehr schreiben zu können. Zumal viele Menschen genau diesen Mythos leben, dass man schriftstellerisch nur wertvolle Sachen schreiben kann, wenn man richtig leidet und es der Person so richtig dreckig geht.

Woher kommt eigentlich der Mythos der traurigen SchrifstellerInnen?

Ich kann nur vermuten, dass aus der Vergangenheit kommt, wo die Biographien einiger bekannter SchristellerInnen zeigt, dass ihr Leben alles andere als rosig war, sie unter wirklich schwerlichen Bedingungen lebten und trotzdem großartige Werke der Literaturgeschichte schrieben. Und dieses Bild könnte sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben, so dass sie der Meinung sind, wer schreibt der leidet, oder so ähnlich.

Da ich vorgehabt habe, bis Ende des Jahres meinen Roman zu Ende zu schreiben (eben die erste Version), werde ich sehen, ob meine momentane Lage dazu führt, ob ich überhaupt schreiben kann und wenn ja ob es besser oder schlechter sein wird, als vorher.

Ich hasse das …

Gestern Abend (gut heute Nacht um zwei Uhr trifft es eher zu), als ich ins Bett gehen wollte, habe ich noch ein wenig in einem Buch gelesen “Bullies, Bastards & Bitsches” von Jessica Page Morrell. An sich nichts besonderes würde man meinen.

Von wegen!

Ich lese so einige Absätze und denke mir dann so bei mir, du könntest noch eine Figur einbauen. Na toll! Applaus! Denn das bedeutet nicht, dass ich die da einbaue, wo ich zur Zeit bin (bei der Seite 140 ungefähr). Nein, ich meine natürlich, dass es eine wichtige Hauptfigur sein wird. Also werde ich die ersten circa 140 Seiten erweitern müssen.

Da kommt doch Freude auf (das nennt man übrigens Jammer auf hohen Niveau ^^).

Ich habe aber für mich beschlossen, trotzdem am Roman erst einmal weiterzuarbeiten, so wie bisher und dann meine Figur nebenbei auftreten zu lassen, als würde sie in den vorherigen 140 Seiten schon dabei sein (an den entsprechenden Stellen, ich weiß auch schon wie ich sie einbaue). Und wenn ich dann meinen Roman überarbeite, dass wird ja passieren, wenn ich ihn endlich fertig geschrieben habe, werde ich ihn dann entsprechend einführen.

Denn irgendwann möchte ich ja die Geschichte auch mal fertig haben.  Deswegen schreibe ich erst einmal weiter. Und wenn sie entsprechend fertig ist, nun ja, dann sehen wir weiter :)

Wolverine auf Anime

Wer im www herumsurft, findet das eine oder andere mehr oder weniger interessante. Ich habe das oben gelinkte Video entdeckt und muss zugeben (wenn man von der einen Minute absieht, welche sie mir an Lebenszeit klauen, weil ich den ganzen Vorspann abwarten muss), ich weiß nicht was ich davon halten soll.

Für die meisten ist Wolverine durch die drei X-Men Filme und gerade durch Hugh Jackmann geprägt. Ich muss zugeben, ich kenne noch die X-Men in der doch etwas peinlichen achtziger Version mit ihren quietschbunten Outfits.

In dieser Formation hat mir übrigens Rogue unter anderem am besten gefallen, aber das nur gaaaanz nebenbei.

Auf alle  zum Trailer von oben. Auf mich wirkt Wolverine eher wie eine Katze und nicht wie der einsame Wolf (wobei erwähnt sei, aufgrund des Rudelverhaltens dieser Tiere ist die Bezeichnung “einsamer Wolf” natürlich kompletter Blödsinn), den er eigentlich spielen soll. Gerade die eine Handbewegung, wo die Krallen ausgefahren sind, draußen im Garten, das erinnert mich so sehr an eine Katze.

Aber warum bitte schön schreibe ich darüber?

Weil mich das an einen Beitrag von der amerikanischen Autorin Yasmine Galenorn erinnert (kleiner Hinweis, wenn ihr sie mal direkt anschreiben solltet, schreibt bitte ihren Namen richtig, ich werde jetzt nicht den Tweet heraussuchen, aber sie hatte sich bei Twitter aufgeregt, dass man ihren Namen falsch schreibt, und ich denke, über kurz oder lang, auch zurecht).

Und zwar geht es um die letzte Frage im oben verlinkten Beitrag. Sie wurde gefragt, ob sie erlaubt, dass FanFiction zu ihren Geschichten geschrieben wird. Und sie reagiert auf dieses Thema doch sehr empfindlich. Denn sie mag diese Dinger nicht (und ich glaube, wenn sie könnte würde sie jede FanFiction zu ihren Figuren sofort zerreissen). Und ich kann es nachempfinden.

In meinen größenwahnsinnigen Sekunden habe ich mir vorgestellt, mein Roman wird veröffentlicht und ich gehe sogar ein Schritt weiter, sie werden sogar verfilmt (die Wahrscheinlichkeit das über Filme FanFicition geschrieben werden ist größer als über alleinige Bücher, aber auch über Bücher wird fleißig geschrieben). Nun kommen eben irgendwann die Fans und schreiben ihre Geschichten. Und wer sich ein wenig in sogenannten FanFiction Portale umgesehen hat, weiß, wie grottig manche Geschichten wirklich sein können.

Was ich so angelesen habe (weil ich es nicht geschafft habe weiterzulesen, weil schon alleine der Anfang zum wegrennen war), das tat einfach weh. Man könnte schon fast sagen, man sollte die Leute auf schwere Körperverletzung (auch wenn alles seelisch ist) verklagen und den Hosenboden lang ziehen. Mindestens!

Denn wenn eine Geschichte mit einem Satz wie “Zum Glück hatten sie keinen Sex gehabt” anfängt, dann frage ich mich, wieso zum Glück? Sex ist zum einen nichts schlimmes. Und zum anderen, da erwarte ich eine Vorgeschichte (die übrigens nicht existierte) und  der ganze Anfang war ziemlich platt. Hingeworfen. Respektlos. Nicht der Autorin gegenüber, sondern auch mir. Immerhin sollte ich ja die Geschichte lesen und natürlich auch kommentieren (in der FF-Szene gibt es Leute, die regelrecht danach süchteln, dass man ihre Geschichten kommentiert, also Kommis abgibt, aber bitte nur tolle und positive, alles andere wird natürlich gelöscht).

Wobei ich im nachhinein gestehen muss, das war noch die harmloseste. Es gab schlimmere (von einfallslosen, ich habe eine Geschichte geschrieben und weil die Originalversion mehrere Figuren hat, schreibe ich sie nur an vereinzelten Stellen um und veröffentliche alle *gähn* bis hin zu, ich erzähle einfach mal den größten Blödsinn) und einige davon habe ich mir wirklich angetan. Meine arme Lebenszeit.

Da kann ich verstehen, dass viele angenervt sind, wenn sich die halbe Bevölkerung hinsetzt und irgendetwas hintippt, Hauptsache es ist so etwas wie eine FanFiction. Viele gehen einfach nicht mit den nötigen Respekt ran und schreiben einfach nur. Und dann werden Pärchen (sogenannte Pairings) erdacht, die nicht einmal annähernd realistisch sind. Gerade dann, wenn sich die Geschichten über die SchauspielerInnen drehen (ja auch solche Sachen gibt es).

Ich denke mal, wenn man schon eine FanFiction schreibt, dann sollte man sich sehr viel Mühe geben und entweder eine gute Geschichten mit fast den realen Figuren schreiben (man wird nie an das Original herankommen, weil man eben nicht alle Geheimnisse kennt) oder es sein lassen.

Denn es gibt auch Beispiele wo die Leute anhand von FanFiction einfach ihr Handwerk üben. Man muss sich nicht um die Charaktere oder den Rahmen kümmern, sondern kann einfach plotten und die Konflikte üben. Es gibt eben Menschen, die ja genau damit Probleme haben und sich auch nur darauf konzentrieren wollen. Wieso also nicht Figuren nehmen, die schon eine ordentliche Biographie hinter sich haben und die man jederzeit nutzen kann.

Und ich habe auch Geschichten gelesen, die sind manchmal besser als das Original. Lustiger, ironischer, gut geschrieben, herrlich geplottet und was weiß ich. Es können also auch Glanzleistungen entstehen.

Was hat das jetzt bitte mit Wolverine zu tun?

Ich empfinde den Trailer als eine Art FanFiction. Jemand anderes, welche diese Geschichte um die X-Men und letztendlich auch Wolverine nicht von grundauf erfunden hat, hat eine Serie darüber produziert (so wie ich das jetzt verstanden habe) und natürlich einen eigenen Touch dazu gegeben. Es wird natürlich Leute geben, welche diese Serie besser gefällt als das Original (was auch immer das Original letztendlich ist). Eingefleischte Fans hingegen werden vielleicht diese Serie zur Hölle schicken wollen.

FanFiction sind also sehr grenzwertige Bereiche (inwiefern sie das Urheberrecht verletzen, darüber möchte ich zu dieser Stunde nicht nachdenken). Die einen lieben sie und die anderen hassen sie (hatte mal untergürtelerfahrungen damit gemacht).

In erster Linie sollte man den Wunsch der AutorInnen berücksichtigen. Wünsche sie keine FanFicition zu ihren Werken, dann schreibt man eben keine. Punktum. Denn Frau Galenorn hat recht. Man arbeitet mehrere Jahre hart an einer Geschichte, den Figuren, an allem (bei mir geht es demnächst ins vierte Jahr) und dann werden die Geschichten so übelst verschandelt. Das macht dann kein Spaß. Daher sollte man eben keine Geschichten schreiben, wenn sie darum bitten (oder dies fordern, sie haben immerhin das Recht, es sind ihre Babys).

Wenn man Geschichten schreiben darf, weil es die AutorInnen erlaubt haben, dann bitte, gebt euch Mühe. Schmiert nicht irgendetwas hin, nur um ein paar Kommis abzugreifen (es wird immer wieder Leute geben, die euch zerreissen und früher oder später kommt ihr nicht da herum, sorry). Schreibt die bestmöglichste Geschichte, zu der ihr in der Lage seit. Immerhin habt ihr von den OriginalautorInnen eines Werkes genau das bekommen. Die bestmöglichste Version einer Serie, eines Films oder eines Buches. Also arbeitet dementsprechend genauso hart.

Und ob ich möchte, dass über mein Roman FanFiction geschrieben wird?

Nach diesem Bericht wohl weniger …

« Ältere Einträge

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.