Ja, morgen am Samstag ist es soweit. Mein letzter offizieller Arbeitstag in meiner alten Firma. Am Montag habe ich die Kündigung eingereicht und morgen werde ich das letzte Mal ganz offiziell in der Firma erscheinen. Am nächsten Montag werde ich dann meine Sachen abgeben und dann ist endgültig schluss.
Am Dienstag geht es dann in der neuen Firma los und da werde ich auch den Vertrag wohl unterschreiben.
Aber ganz ehrlich?
Einerseits freue ich mich, andererseits, drei Jahre wischt man nicht so einfach weg, sprich, ein wenig wehmütig bin ich schon. Immerhin hat man viel durchgemacht, viel gegeben und auch viel bekommen (unter anderem sage ich schlichtweg Berufserfahrung).
Und nun ist alles innerhalb von nicht einmal einem Monat eigentlich alles vorbei. Irgendwie schon krazz, wenn ich das mal so sagen darf. Es geht auf einmal alles so schnell?
Eigentlich hätte ich auch Sonntag arbeiten sollen, da ich aber meine Monatsstunden erreicht habe, hat man mir den Sonntag rausgenommen. Und ehrlich gesagt, ich bin nicht einmal mehr traurig darüber.
Warum?
So kann ich denn Sonntag nutzen und mich emotional von allem trennen (ja, ich werde auch die Tarotkarten legen) und Montag werde ich nutzen, mich von der Firma und vor allem von meiner Teamleiterin verabschieden und mich dann auf den nächsten Tag vorbereiten.
Jetzt so langsam realisiere ich, es geht wirklich vorbei. Es ist wirklich zu Ende. Vorher ging es irgendwie weiter, ich ging zur Arbeit (im wahrsten Sinne des Wortes übrigens) und machte meinen Job. Zwar habe ich immer wieder erzählt, dass ich weggehe und wohin. Spreche auch schon von ihr und wir. Aber jetzt erst merke ich, es gibt wirklich bald ein ihr und ein wir.
Und ich muss sagen, da dreht sich mein Bauch doch ein wenig. Vor lauter Aufregung wohlgemerkt.
Heute werde ich meinen freien Tag genießen und vermutlich den Gutschein, den ich von der Arbeit als Burzeltagsgeschenk bekommen habe, verbraten. Und dann sehen wir weiter

