In Juttas Schreibblog habe ich einen sehr interessanten Beitrag gefunden zum Thema Wettbewerbe. Es geht darum, dass viele Verlage Ausschreibungen anbieten, damit man die eigene Geschichte in einer Anthologie herausbringen kann. Aber ich denke mal, darüber habe ich jetzt genügend hier berichtet.
Das Problem ist wohl, dass in letzter Zeit Ausschreibungen als Wettbewerb getarnt wird (wenn ich das mal so sagen darf). Wenn du also nach einer Ausschreibung suchst, könntest du bei einem Wettbewerb mitmachen. Das Problem ist, unter Wettbewerb versteht man ja, dass mindestens zwei Personen gegeneinander antreten und eine dann am Ende ein Gewinn bekommt.
So ist zumindest die Theorie.
Aber bei den Verlagen ist Wettbewerb gleichbedeutend mit Ausschreibungen. Das bedeutet, der Sieg ist in der Anthologie veröffentlicht zu werden. Tja ja, dass ist bei einer Ausschreibung genauso. Bei einem Wettbewerb sollte dann noch etwas anderes dazu gepackt werden. Sei es ein Buch aus dem Verlag, ein kleiner Geldpreis oder derartiges. Gibt es aber nicht.
Daher stellt sich schon die Frage, warum nenne ich eine Ausschreibung Wettbewerb? Ich kann natürlich nur von mir sprechen, aber ich mache bei beiden Sachen mit. Die Hauptsache ist, meine Geschichte kann veröffentlicht werden, wenn sie gut genug ist und ich habe die Möglichkeit an ein Belegexemplar zu kommen (also ein Beweis, dass ich wirklich in der Anthologie drinnen bin). Wenn es etwas noch extra gibt, klar, wieso nicht. Aber mir geht es nicht darum. Denn letztendlich ist es mir wichtig, wenn ich mal einen meiner Romane in einem Verlag unterbringen möchte denen sagen zu können, ich habe damit schon Erfahrung, hier ist meine Liste der Veröffentlichungen.
Denn ich habe schon häufig bei Bewerbungen für Manuskripte gesehen, dass der Verlag gerne eine Liste wünscht, in der steht was man so veröffentlicht hat. Ich kann nur vermuten, dass sie einerseits sehen wollen, ob man sich schon mal darum bemüht hat eine Geschichte unterzubringen (und das nicht bei einem BoD Verlag) und vielleicht überprüfen sie so auch die Qualität der Kurzgeschichten.
Es bedeutet natürlich nicht, dass man bei Wettbewerben fernbleiben sollen, wenn sich diese als einfache Ausschreibung herausstellt. Aber ihr solltet schon wissen, ja es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied.
Und ich werde mich dann auf die nächste Ausschreibung von Elfenschrift konzentrieren.

