Meine berufliche Zukunft

Nach so vielen Texten rund um Kreativität, Runen, Tarot etc. mal wieder etwas persönliches :)

Zur Zeit bin ich beruflich nicht unbedingt ganz sicher auf den Beinen, sprich, ich weiß nicht so genau, was ich machen soll. Im Moment schwanke ich zwischen eine Ausbildung, Studium ab dem WS (was dann nicht mehr geht, wenn ich etwas anderes mache), einer Heilpraktikerinausbildung und ja, ich überlege mir sogar mich Selbstständig zu machen.

Denn bei mir steht auch noch ein auslaufender Vertrag ins Haus und wie geschrieben, im Moment weiß ich ehrlich gesagt gar nicht wohin.

Ich werde mal die Karten dafür legen, vielleicht können die ein wenig Ordnung in meinem Kopf bringen.

Wie kann man ein Buch schreiben ~ Literaturtipps

Ich habe einige Bücher zum Thema, wie kann man ein Buch lesen, gelesen und mir das eine oder andere dazu herausgezogen. Hier sind meine Literaturtipps (natürlich nicht vollständig, wird es auch nie geben).

Von der Kunst des Schreibens: Und der spielerischen Freude, die Worte fließen zu lassen von Julia Cameron

Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (1. Oktober 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426871955
ISBN-13: 978-3426871959

In diesem Buch geht es nicht, wie schreibe ich einen guten Roman, sondern eher darum, wie bleibe ich schön kreativ. Es gibt Beiträge der Autorin zu diversen Themen und dann Übungen die man machen kann (und ich persönlich empfehle sie).

Was wäre, wenn… (What if?): Kreative Schreibübungen für Schriftsteller von Anne Bernays, Pamela Painter

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Alexander Verlag Berlin; Auflage: 1. Aufl. (Oktober 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3895810827
ISBN-13: 978-3895810824

Hier beschreiben die Autorinnen viele Übungen, die man machen kann, um quasi fit zu bleiben im Bezug aufs schreiben und im Bezug auf die eigene Kreativität. Auch Beispiele der SchülerInnen der beiden gibt es, damit man sehen kann, wie es gehen könnte und auch Berichte zu dem Thema, warum man es machen sollte. Ich kann es nur empfehlen.

Kleiner Autoren-Workshop von Ursula K. Le Guin

Broschiert: 208 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (30. August 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866710070
ISBN-13: 978-3866710078

Wer “Erdsee” kennt, kennt die Autorin. Hier geht es aber nicht um die klassichen Übungen, wie man einen Roman schreibt, sondern eher darum, wie man die Worte besser verwendet, die man irgendwann mal gelernt hat. Adjektive, Verben und all diese Dinge. Hier gibt es Übungen für Leute, die gerne alleine schreiben und Gruppen.

Crime, Krimi und Thriller schreiben von Larry Beinhart

Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (1. Oktober 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 393290950X
ISBN-13: 978-3932909504

Den Herren hatte ich schon mal in einem Beitrag erwähnt :) Er geht hier recht locker an die ganze Angelegenheit heran und macht aus dem ganzen Schreiben keine komplexe Wissenschaft sondern zu einem Erlebnis das alle von uns erleben können. Sehr sympathisch.

Bird by Bird – Wort für Wort. Anleitungen zum Schreiben und Leben als Schriftsteller von Anne Lamott

Taschenbuch: 250 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (10. Januar 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909445
ISBN-13: 978-3932909443

Auch hier geht es noch nicht darum, wie man den Roman schreibt, sondern alles drum herum. Wann man am besten anfängt, was man dabei beachten sollte und vieles mehr. Es geht eher um das Leben einer Autorin als um das direkte schreiben. Aber trotzdem schön.

Creative Writing. Romane und Kurzgeschichten schreiben von Raymond Carver

Taschenbuch: 326 Seiten
Verlag: Autorenhaus Verlag; Auflage: 1 (Mai 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909488
ISBN-13: 978-3932909481

Hier geht es dann endlich los. Wie schreibe ich einen Roman. Es gibt Berichte aus der Schule wo die verschiedenen AutorInnen arbeiten und dann auch Übungen, Anregungen und vieles mehr. Eines der besseren Bücher wie ich finde.

Über das Schreiben von Sol Stein

Gebundene Ausgabe: 429 Seiten
Verlag: ZWEITAUSENDEINS; Auflage: 10., Aufl. (2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3861502267
ISBN-13: 978-3861502265

Sol Stein kennt beide Seiten, die eines Verlegers und die eines Autors und von beiden Seiten kann man hier profitieren. Ich gebe zu, ich habe das Buch noch nicht ganz gelesen, aber das bisherige fand ich sehr überzeugend.

Wort für Wort oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben von Elizabeth George

Taschenbuch: 350 Seiten
Verlag: Goldmann (9. April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442416647
ISBN-13: 978-3442416646

Laut der LeserInnenkritik hat die Qualität ihrer Lynley/Havers Romane abgenommen, aber dieses Buch erklärt bodenständig, wie man einen ordentlichen Roman schreibt. Nur ein wenig Ordnung hätte die gute da rein bringen können. Nach Kapitelaufbau sollte man nicht arbeiten, denn das ist alles chaotisch.

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.1 von James N. Frey

Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
Verlag: Emons; Auflage: 1 (Juni 1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3924491321
ISBN-13: 978-3924491321

Wie man liest, es gibt ein zweites Band noch dazu für die Fortgeschrittenen unter uns (zu denen ich mich noch nicht zähle). Aber sonst erklärt der Autor auf nette weise, wie man ein komerziell erfolgreiches (aber nicht unbedingt individuelles) Werk schreiben kann, was man dann auch verkaufen (also wofür man einen Verlag bekommen) kann. Mich hat es nicht überzeugt und flog inzwischen raus.

Literarisches Schreiben: Starke Charaktere – Originelle Ideen – Überzeugende Handlung von Lajos Egri

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Autorenhaus (Januar 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909682
ISBN-13: 978-3932909689

Ganz ehrlich? Worum dreht es sich bei diesem Buch? Ich habe es nicht verstanden und mir ging es so sehr auf die Nerven, dass es gleich nach dem lesen, rausflog (zum ersten Mal übrigens, dass es so schnell ging). Tut mir Leid ich kann es nicht empfehlen.

Liebesromane schreiben von Angeline Bauer

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Autorenhaus; Auflage: 1 (1. Januar 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909666
ISBN-13: 978-3932909665

Der Titel sagt doch schon alles, oder? Es war ein Zufallskauf und sooo schlecht finde ich den nicht, immerhin haben wir Deutschen noch keine Erfahrung im Bezug auf gelerntes Schreiben. Aber es geht hier eher um das entsprechende Fachthema und nicht um die Grundlagen.

Erotik schreiben. Mit anregenden Beispielen aus der modernen Literatur von Elizabeth Benedict

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Autorenhaus (Juni 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932909674
ISBN-13: 978-3932909672

Man sollte unterscheiden zwischen pornographische und erotische Texte und Benedict schreibt klar über erotische, schöne Texte. Aber auch hier geht es eher um ein Sonderbereich des Schreibens, nicht um die Kunst des Schreibens selber (was der Verlag wohl nicht ganz verstanden hat, denn sie schreiben, wie man einen erotischen Roman schreibt und dazu gehört doch mehr als nur eine Szene auszuarbeiten).

So und noch drei englische Tipps:

Plot (Elements of Fiction Writing) von Ansen Dibell

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Writers Digest (August 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799465
ISBN-13: 978-0898799460

Die Autorin schreibt hier, wie man einen vernünftigen Plot schreibt. Und das besondere an dieser Reihe, es geht nur um dieses eine Thema. Wer damit Probs hat oder Anregungen sucht, kann sich nur dieses Buch holen und wird mit allen anderen Sachen (wie Charadesign und so weiter) in Ruhe gelassen. Perfekt :)

Elements of Writing Fiction – Scene & Structure (Elements of Fiction Writing) von Jack Bickham

Taschenbuch: 168 Seiten
Verlag: Writers Digest; Auflage: Pbk. (Oktober 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799066
ISBN-13: 978-0898799064

Hier geht es zwar um die einzelne Szene, aber es ist leicht, die ganzen Übungen auch auf das ganze Buch anzuwenden. Sehr gut geschrieben. Da sieht man was können ist :)

Description (Elements of Fiction Writing) von Monica Wood

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Writers Digest; Auflage: New Ed (25. Mai 2000)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0898799082
ISBN-13: 978-0898799088

Ihr werde öfters mit dem Spruch konfrontiert, nicht beschreiben zeigen, dass ist wohl das Buch dazu (auch noch nicht gelesen).

Das waren meine Tipps, aber keines dieser Bücher ersetzt nicht ein gesundes Sitzfleisch. Also hinsetzen und schreiben ist die Devise. Sonst bringt keines der Bücher irgendetwas.

Wesenskarte / Persönlichkeitskarte

(So, mal wieder etwas zum Thema Tarot :) ).

Wer mit dem Tarot arbeitet kommt früher oder später auf das Thema Wesenskarte bzw. Persönlichkeitskarte. Es handelt sich hierbei um eine einfache Rechnung, die sehr viel über die Persönlichkeit aussagen kann.

Für deine Persönlichkeitskarte musst du das Jahr, den Monat und den Tag an dem du geboren wurdest, einfach zusammenrechnen und daraus die Quersumme bilden.

Hier ein Beispiel, denn solche Erklärungen schaffe ich immer recht kompliziert darzustellen:

Geburtsjahr..1981
+ Monat ………08
+ Tag …………08
——————————–
Gesamt:……1997

Es gibt übrigens auch die Methode jede Zahl einfach zusammenzurechnen, wie folgt:

1+9+8+1+8+8 =  35

Die oben genannte Methode ist aber scheinbar die verbreiteste von beiden.

Nun musst du von der Zahl 1997 die Quersumme nehmen, also 1+9+9+7 = 26. Ist die Zahl höher als 22 (steht für den Narren oder die Närrin), dann musst du auch von dieser Zahl wieder die Quersumme nehmen. 2+6 = 8 (in diesem Fall war es egal welche Methode man zum rechnen nimmt, es kommt auf das gleiche Ergebnis raus).

Ist die Zahl unter zehn (also 1 bis 9) ist die Persönlichkeitskarte und die Wesenkarte ein und dieselbe. In meinem Fall (ja, das war mein Geburstag, welche ich genommen habe ^^), habe ich zweimal die Karte 8 als Karte (das kann die Gerechtigkeit aber auch die Stärke sein, je nachdem von welchem Tarotdeck wir jetzt hier reden).

Ist die Zahl aber über zehn bis eben 22, dann muss man hier erneut die Quersumme nehmen. Die erste Zahl ist Persönlichkeitskarte, die zweite Zahl dann eben die Wesenskarte.

Wer jetzt aber keine Lust hat die Gehirnwindungen anzustrengen und möchte sich das ganze ausrechnen lassen, kein Problem, Hajo Banzaf ist da sehr nett und hat einiges auf seiner Internetseite online gestellt.

Hier sind die Links:

Übrigens, auf diese Art und Weise kann man auch die Jahreskarte ausrechnen. Statt das Geburtsjahr nimmt man einfach das aktuelle Jahr (in diesem Fall 2009) und geht dann ebenfalls so vor wie oben beschrieben (oder nutzt die Links).

Das Pendel ~ Eine Einleitung

Wer kennt es nicht, das Pendel. Ein etwas schwereres Gewicht hängt an einer Kette und damit kann man dinge “auspendeln”. Entweder man hält es über einen Gegenstand oder auch über einen Körperteil oder man benutzt sogenannte Pendelkarten.

Ich muss zugeben, ich bin einerseits vom Pendel sehr fasziniert, andererseits gehöre ich zu denen, die ihre Probleme mit diesem kleinen Gegenstand haben.

Aber eins nach dem anderen:

Ein Pendel ist wie geschrieben ein Gewicht mit einer Kette. Inzwischen gibt es so viele verschiedene Formen des Gewichtest, also des Körpers, dass man eine individuelle Auswahl treffen kann. So kann man sich einen Pendel aus einem Metall aussuchen oder ein Edelsteinpendel. Und je nach Edelstein oder Metall haben sie auch ihre Stärken und Schwächen beim auspendeln.

Die Haltung des Pendels ist unterschiedlich. So gibt es Leute, welche die Kette einfach so herunterfallen lassen, andere welche das Ende der Kette halten und dritte, welche diese über ihr Handgelenk legen. Auch hier kann man es nicht allen recht machen (wie auch ^^).

Am Ende der Kette wird normalerweise eine kleine Perle (meistens aus Plastik) befestigt. Und wer hätte das jetzt gedacht, auch hier gibt es Leute, die meinen, man braucht es nicht (mein Pendel, welche ich von Ashmodai geschenkt bekommen habe) hat keine Perle und es gab da noch keine Probleme :)

Hat man einen Pendel, kann man es dann eichen. Man stellt dem Pendel einige Fragen die wahr sind. Lebst du in Berlin (ja), bist du 27 Jahre jung (ja) und so weiter. Dann stellt man Fragen, die falsch sind. Hast du ein Auto (nein), bist du ein Mann (nein) und einige mehr. Gibt es eindeutige Antworten, ist alles in Ordnung. Es gibt auch die Möglichkeit dem Pendel einfach zu fragen, was heißt ja, nein, vielleicht und keine Antwort.

Neben den klassichen Pendelbeweungen im Kreis (einmal links herum und einmal rechts herum) gibt es noch vier weitere Möglichkeiten, wie ein Pendel sich bewegen kann. Um mir langwierige Erklärungen zu sparen, habe ich einfach mal kurz ein Bildchen gebastelt.

Weitere PendelbeweungenWeitere Pendelbeweungen

Es gibt Menschen, die sagen, man solle nur einmal die Pendelrichtungen auspendeln und diese dann nie wieder ändern und andere, dass man jedes Mal dies neu machen soll, wenn man den Pendel benutzt.

Zweites kann ich aus eigener Erfahrung nicht empfehlen. Denn ich habe eine Frage gestellt und die wurde dann richtig beantwortet, aber ich hatte durch die Neuauspendelung die falsche Antwort erhalten. (Nach meinem alten System hieße die Antwort ja, aber er hat mir nach der erneuten Auspendelung nein gesagt, aber das alte System war richtig).

Daher kann ich nur aus persönlicher Sicht sagen, findet einmal ein System und bleibt dabei. Das verwirrt nicht.

Das Pendel kann man theoretisch für alles verwenden. Um herauszufinden, was man essen soll bis hinzum geeigneten Tarotdeck (habe ich schon gelesen) und vieles mehr. Natürlich darf man hier die mögliche Suchtgefahr unterschätzen, aber das Pendel kann schon sehr helfen, wenn man einfach nicht weiter weiß und sonst keine andere Orakelmethode gerade zur Hand hat oder es schnell gehen soll.

So, mal zur Einführung :)

Als Tochter der Göttin von Zwängen befreit von Lucie Stapenhorst

Broschiert: 160 Seiten
Verlag: Walter
ISBN-10: 3530842532
ISBN-13: 978-3530842531

Seit gestern lese ich dieses Buch und auch wenn es aus dem Jahre 1992 stammt, ich befürchte, dass hier viel zu viel noch aktuell ist. Leider.

Es handelt sich hierbei in erster Linie um die Beziehung zwischen der Autorin Frau Lucie Stapenhorst und der christlichen Kirche (in erster Linie der katholischen Kirche), aber auch eine kritische Auseinandersetzung zwischen ihr und der Rolle der Frau in der Kirche und der Bibel.

Dabei analysiert sie zum Beispiel Bibelstellen (wobei sie erst einmal das Ganze eins zu eins übersetzt ohne etwas hinzuzufügen oder wegzulassen) wie man es eben verstehen kann, wenn man genau liest. Und auch Aussagen von sogenannten Würdenträgern innerhalb der Kirche.

So hat sie einen Brief, ich glaube es war ein Erzbischof ihrer Gegend geschrieben (man muss bedenken, zu dieser Zeit war der erste Golfkrieg), wie er denn die Abtreibung ablehnen, den Mord innerhalb eines Krieges aber zustimmen kann.  Denn immerhin treiben Frauen, wenn es schief läuft ein oder zwei Babys im Leben ab (über die Hintergründe möchte ich hier nicht diskutieren, dass ist eine andere Sache und hat eben nichts mit dem Buch zu tun :) ). Aber wenn ein Mensch (egal ob Mann oder Frau) im Krieg eine Granate wirft, können gleichzeitig mehrere Menschen sterben. Von Bomben oder Maschinengewehre wollen wir erst einmal gar nicht anfangen. Die Autorin hat dann übersetzt, dass abtreibende Frauen mit Diktatoren wie Hussein von dem Herren gleichgesetzt werden (eine Aussage die ich übrigens nicht zum ersten Mal lese).

So nach und nach beschreibt die Autorin wie sie sich selber von der Kirche befreit hat und welchen Weg sie nun gehen möchte (immerhin ist sie laut Kurzbio in dem Buch aus der Kirche ausgetreten).

Wer sich kritisch mit der Kirche auseinandersetzen möchte, kann hier eine persönliche Geschichte zu diesem Thema lesen. Es ist nicht unbedingt das Beste, behaupte ich mal, aber es ist ein Weg sich mit den Ansichten der Kirche zu beschäftigen.

Ich habe es noch nicht ganz durch, aber wenn, dann reiche ich es gerne weiter. Melde dich einfach bei mir :)

Roman oder Geschichten schreiben ~ Die Geschichte

Die folgende Überlegung ist ein tick schwierig. Denn es gibt ja das Problem, fängt man mit der groben Geschichte an oder doch eher mit den Charakteren oder wie sieht es denn mit den Konflikten aus?

Ich selber fange mit dem groben Verlauf der Geschichte an, damit ich überhaupt weiß, welche Charaktere auftauchen könnten und ich diese brauch und die Konflikte kann man immer noch einbauen (dafür wird es dann Extrabeiträge geben).

Wer eine Idee hat, hat meistens auch eine grobe Geschichte im Kopf. Und die schreibe ich dann nieder. Wie eine Art Aufsatz oder Zusammenfassung für ein Buch. Also schnappe ich mir was zu schreiben. Wenn ich einen ganzen Roman dazu schreibe organisiere ich mir auch schon mal einen dicken Blog oder gar eine Art Tagebuch und schreibe alles da rein. Und wenn ich alles schreibe, dann meine ich es auch so :)

Das kann von Sätzen sein, die ich gut finde und daher gerne verwenden möchte, bis hin zu Ideen für Szenen, Ausarbeitung der Kapitel, Charakterisierungen und so weiter. Daher benötige ich dafür einen dicken Buch, damit ich genügend Platz dafür habe. Denn je dünner das Notizbuch, desto eingeschränkter fühle ich mich.

Also setze ich mich hin und schreibe einfach drauf los. Man kann nicht von Anfang an planen und ich habe auch mal gelesen, dass es AutorInnen gibt, die es für kreativen Mord an sich selber halten, wenn man alles bis zum letzten Augenblick plant. Dann wirkt eben alles so “planlich” (ja, ich weiß das es dieses Wort nicht im Duden gibt ^^).

Aber damit man erst einmal grob den Weg kennt, sollte man sich schon überlegen, wie die Geschichte verlaufen könnte. Denn ich finde, so ganz planlos sollte man nicht in die Angelegenheit gehen. Am Ende kann man immer noch alles abändern (was ich in den letzten drei Jahren mindestens vier oder fünfmal geschafft habe).

Nun gut, da ja gewisse Personen (nein, ich schaue niemanden direkt an, lachZ) wissen möchte wie die Geschichte mit Thomas und Michael laufen könnte, schreibe ich hier eine Möglichkeit auf.

Zusammenfassung der Geschichte:

Thomas ist ein guter aber eher erfolgloser Tarotleger aus Berlin. Er hält sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser und legt eher nebenbei die Karten, wobei seine Legungen immer zutreffen bzw. seine Ratschläge. Freunde hat er kaum, daher ist er meistens alleine und ein Stubenhocker.

Man kann auch schon einige Charakterisierungen vornehmen, wenn man da schon etwas weiß.

Einer seiner besten Freunde ist Michael, der bei der Mordkommision arbeitet, verheiratet ist und drei Kinder hat (zwei Mädchen und ein Junge). Er selber denkt sich sein Teil über Thomas und das Karten legen (er hält es für Blödsinn und meidet diesen Teil seiner Persönlichkeit).

In der Geschichte selber werden solche Sachen meistens nach und nach eröffnet, in den Zusammenfassungen, Notizen zu den Kapiteln oder Charakteranalysen solltest du nichts vor dir selber verheimlichen, denn du musst ja wissen, wer oder was deine Charakter sind.

Michael wird dann an einem Freitagabend, als er eigentlich mit seiner Frau Andrea ins Kino wollte (möglicher Stoff für Konflikte) zu einem Tatort gerufen. Das Mordopfer ist ein Kind und es wurde grausam zugerichtet. Sein Partner Andreas (hier haben wir einen Charakter der in der ursprünglichen Idee natürlich nicht aufgetaucht ist und nun haben wir die Möglichkeit mit ihm zu arbeiten) hat schon die ersten Anweisungen gegeben (kann irgendwann präzisiert werden, Kleiner Tipp, wer Krimis schreibt, sollte sich auf alle Fälle entsprechende Literatur besorgen) und zusammen untersuchen die beiden den Mord.

Andreas ist das komplette Gegenteil von Michael, denn er glaubt an das Übersinnliche und auch an das Tarot (wie man sieht, ich entferne mich schon von meiner Grundidee, denn da habe ich geschrieben, dass Michael Thomas ins Boot holt, es geht aber nun Richtung Andreas). Er interessiert sich auch noch für das FBI und weiß daher, dass sie öfters Medien holen um ihnen bei der Arbeit zu helfen (ein guter Vorwand um zu recherchieren und entsprechende Informationen einzubauen).

Per Zufall trifft er Thomas (wie der Zufall aussehen kann, kann man bei Bedarf noch ausbauen) und merkt, dass seine Vorhersagen immer zutreffen (oder seine Ratschläge, wie man ein schlimmes Schicksal abwenden kann). Daher überredet er seinen Vorgesetzten (Polizeiränge in Deutschland ist das nächste, was man recherchieren kann) Thomas um seine Mithilfe zu bitten, was dieser dann zustimmt.

Michael ist darüber nicht sonderlich begeistert, denn er weiß, dass Thomas schwul ist (wie geschrieben, keine Geheimnisse) und Michael selber ist ein wenig Homophob (natürlich muss man sich hier überlegen, wieso er überhaupt mit Thomas befreundet ist, hat er doch etwas gegen seine Homosexualität). Zumal er befürchtet, dass Thomas mal was von Michael wollen könnte (Klischees dürfen ab und an mal verwendet werden, aber man sollte es nicht übertreiben).

Zusammen arbeiten sie mit Thomas, auch wenn Michael ihm gerne fernbleibt, und es stellen sich die ersten Erfolge ein (natürlich muss man sich hier ein wenig mit dem Tarot auskennen und sich genau überlegen, welche Karte die Erfolge zeigen). Weitere Leichen können so gefunden werden, aber nicht der Mörder (das muss man nun auch erklären, warum denn nicht?). Darüber ist Michael so gereizt, dass es mit Andreas deswegen zu einem Streit kommt. Denn er ist der offiziellen Meinung, dass Thomas eher die Leute an der Nase herumführt. Es kommt sogar so weit, dass er Thomas als den Mörder ansieht und daher weiß wo die Leichen sind aber nicht verrät wer der Mörder ist (gutes Konfliktpotential). So kommt es auch zum Bruch zwischen Thomas und Michael und die beiden Freunde trennen ihre Wege.

Doch Andreas glaubt an die Fähigkeiten von Thomas und bittet ihn weiter um Rat und Hilfe. Da Michael inzwischen dem Vorgesetzten (im Moment weniger interessant ihm eine Persönlichkeit zu geben, zumindest für mich nicht) überzeugt hat, dass alles Blödsinn ist, kommt alles zu einem Selbstläufer. Denn auf einmal steht Thomas im Zentrum der Ermittlungen. Und das war etwas, was Andreas nicht wollte, nicht einmal Michael.

Thomas wird verhaftet und eingesperrt (auch hier sind Recherchen notwendig, wie das mit einem einhaftieren in Deutschland verläuft). Weiter wird er als potentieller Mörder verhört und niemand glaubt ihm, dass er nicht die Morde begangen hat. Es gibt sogar zu viele Zufälle, also das Thomas immer wieder in der Nähe der Fundorte war, dass sogar Andreas ein wenig an Thomas zu zweifeln beginnt (das muss man natürlich überzeugend rüberbringen, warum gerade Andreas, der doch so lange an ihn geglaubt hat, auf einmal an ihm zweifelt).

Doch gerade als sie glauben den Mörder geschnappt zu haben, schlägt der wahre Mörder zu. Und aufgrund des sogenannten Modus Operandi (wer nicht weiß was das ist, weiß was jetzt zu tun ist ^^ Recherchen) müssen sie sich eingestehen, es konnte Thomas nicht gewesen sein, also wird er entlassen.

Andreas entschuldigt sich bei ihm offen und Thomas aktzeptiert es und bietet weiter seine Hilfe an. Aber auf Michael ist er extrem wütend (man kann noch darauf eingehen, wie Michael ihn während der Haftzeit behandelt hat). Und als dieser sich ebenfalls bei ihm entschuldigen wollte, lehnt er er ab.

Dann kommt das Problem, denn nun ist Thomas auch noch im Visier des Mörders (natürlich darf man die Begründung nicht vergessen). Und als Thomas vom Revier nach Hause fahren will, schnappt sich der Mörder ihn und entführt ihn. Auf den Weg in ein Wald sieht per Zufall Michael Thomas in dem Wagen und schlägt aus einem Bauchgefühl heraus Alarm.

Nun kann man überlegen, geht man im Wald, wo der Mörder immer seine Opfer zerstümmelt und ermordet ins Detail, also das er Thomas anfängt zu foltern oder kommt man diesen noch zuvor. Auf alle Fälle kann man dann hier Richtung Schluss kommen.

Andreas und Michael retten Thomas das Leben und können endlich den Mörder festnehmen.

Nun gut, dass Ende wirkt schon ein wenig platt, aber theoretisch kann das gehen. Weitere Einzelheiten können dann noch ausgearbeitet werden. Und wenn du möchtest, kannst du das in einer Liste machen und bei der Überarbeitung berücksichtigen.

  • Wie wird sich die Freundschaft zwischen Michael und Thomas nun entwickeln?
  • Können wir davon ausgehen, dass Andreas schwul ist und sich in Thomas verliebt hat?
  • Woher kommt Michales Abneigung gegen Homosexuelle und wird sich das ändern (egal ob positiv oder negativ)?
  • Ist Michael villeicht selber schwul und will das unterdrücken, weil er eben eine Frau und drei Kinder hat?

Das sind mögliche Fragen die man stellen kann. Weiter kann man dann eine mögliche Liste mit Konfliketen aufbauen:

  • Wie geht es in der Ehe mit Andrea und Michael weiter? Häufig werden PolizistInnenehen geschieden, haben wir es hier mit einem solchen Fall zu tun?
  • Der Streit zwischen Thomas und Michael kann sehr gut als Konflikt benutzt werden.
  • Aber auch ein Streit zwischen Thomas und Andreas, immerhin sind sie direkte Partner.
  • Weiterhin kann man ein Konflikt zwischen Andreas Haltung gegenüber Thomas nach dessen Entfernung aus der Untersuchung und dem Vorgesetzten sehen (so von wegen, machst du nicht das was ich will, gibt es Ärger).

Und so weiter und so fort.

So oder so ähnlich können die ersten Schritte sein, wenn du eine eigene Geschichte schreiben möchtest. Sie muss keine Ähnlichkeiten mit der Ursprungsidee haben, denn es kann immer passieren, dass man eine Idee hat und beim genauen hinsehen merkt man, dass sie sich verselbstständigt hat und sich das ganze dann in eine andere Richtung entwickelt.

Und wie du gemerkt hast, ich bin kaum auf die Persönlichkeiten der Charaktere und Zwischenbeziehungen eingegangen. Da muss auch noch mal nachgebessert werden, genauso wie die Motive des Mörders. Weiterhin kann man noch einige Morde einbauen, damit die Geschichte sich entwickeln kann (wenn du über einen Serienmörder schreiben möchtest). Auch die Gründe, warum Thomas auf einmal ins Visier des Mörders geraten ist, muss ausgearbeitet werden. Außer die ganze Geschichte soll oberflächlich sein.

Aber fürs erste sind solche möglichen Zusammenfassungen völlig in Ordnung. Hauptsache du hast erst einmal ein grobes Skript, mit das du arbeiten kannst. Alles andere kommt Stück für Stück.

Und ich gehe mal meine Finger ausruhen, die tun nämlich weh :)

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