Schwere Entscheidung

Kennt ihr das? Ihr habt euch für etwas entschieden und dann merkt ihr, da stimmt etwas nicht, wollt es aber nicht wahr haben und lügt euch selber an, nur damit ihr euch nicht eingestehen müsst, dass ihr euch vielleicht falsch entschieden habt?

Vielleicht nicht, ich hingegen dafür sehr genau.

Ich studiere ja zur Zeit Sozialwissenschaften (das dürfte die eine oder der andere ja mitbekommen haben) und eigentlich dachte ich die ganze Zeit, dass mich das glücklich macht.

Heute saß ich dann da, über die Statistiksachen und dachte mir, wozu mache ich das. Ich habe eigentlich Probleme mit Politik, Soziologie sagt mir nur halb zu und Statistik ist eigentlich nur die Krönung vom ganzen. Denn wenn ich es ganz genau nehmen, ist es das einzige, was ich halbwegs verstehe.

Also habe ich mich schweren Herzens entschieden, meiner Intuition zu Folgen und das Studium nicht mehr weiter zu verfolgen. Das bedeutet übersetzt also, ich werde dieses Studium abbrechen.

Es ist zwar nicht prickelnd in meinem Alter (ich bin immerhin 27 Jahre jung) wieder was neues anzufangen. Aber ist noch weniger toll, wenn ich mich mit einem Studium abquäle, was mir gar keinen Spaß macht.

Ich stelle mir gerade vor, wie ich mich dann durch die Abschlussprüfungen quäle und all die Sachen.

Nun gut, so soll es eben gewesen sein. Ich habe aber schon eine Alternative für mich gefunden. Entweder Publizistik oder Germanistik. Das alles würde dann an der FU-Berlin ablaufen. Und das geht erst nächsten Wintersemester los. Somit habe ich noch einige Tage Zeit mir zu überlegen, welches von beiden ich dann nehme (und mir ein Wartesemester aufzubauen).

Aber ich werde trotzdem die Karten dafür legen. Doch arbeiterkind.de hat mal in einem Vortrag gesagt, es ist normal, dass man sich nach dem ersten Semester das alles überlegt. Und immerhin, ich gebe zu, ich habe mir keine richtigen Gedanken dazu gemacht, ob ich das wirklich will. Das ist ja das dumme von mir.

Nun gut, dann werde ich die restlichen Ferien genießen und an mir selber arbeiten, also nicht mehr lernen und mir Stress machen.

Zwar ist es indirekt Schade um die ganzen Bücher die ich gekauft habe, aber ich habe gelesen, dass die Fächer, für dich ich mich interessiere, teilweise auch mit den Sachen zu tun haben, für dich ich die Bücher gekauft habe. Also ganz verloren sind die Sachen nicht.

Trotzdem, mir tut es Leid und ich danke für die wertvolle Erfahrung, die ich machen durfte.

Runen – Erste Gedanken

Ich bin ja eigentlich eher der Tarotmensch (oder auch die Tarotmenschin ^^). Das bedeutet, ich mag Bilder und ich deute sie auch um einiges besser. Aber ich will mich ja im nächsten Jahr mit dem Element Erde auseinandersetzen und für mich gehört zum Element Erde die Runen als Divinationsmittel einfach dazu. Da gibt es für mich keine Diskussionen.

Mitte des Jahres habe ich mir mal ein Runenset gekauft, welche auf Muscheln aufgezeichnet waren. Ganz ehrlich, für den Preis (ca. 20 Euro) habe ich mehr als Nagelgroße Muscheln erwartet und war dementsprechend enttäuscht. Denn so ausführlich war damals nicht die Beschreibung.

Aber Wolfi wäre nicht Katzi, wenn sie nicht aus der Not eine Tugend macht. Aus diesem Set wird ein Reiserunenset und dann werden einfach neue Muscheln gekauft, die groß genug sind und darauf werden dann die Runen gemalt.

Gedacht, gemacht, getan.

Ich habe mir Dekomuscheln in einem entsprechenden Laden gekauft, wobei ich zwei Muschelsets kaufen musste, weil eines zu wenig wäre und einige der Muscheln waren leider auch zerbrochen. Dann habe ich einen schwarzen Edding benutzt und bitte schön, ich habe meine Muschelrunen fertig. Zeitgleich habe ich mir ein Meereskästchen gekauft und da sind nun meine Runen.

Also gut, dann ziehen wir einfach mal eine Rune und sehen wir mal, womit wir anfangen.

EihwazEihwaz

Das ist sie also, die Rune, die mich die nächsten Tage und vielleicht auch länger begleiten wird. Mein Plan wird sein, dei mythische, divinatorische und magische Bedeutung herauszufinden. Drei große Themen. Aber nun gut, ich habe auch hier schon gute Bücher, mit denen ich entsprechend arbeiten kann (das riecht nach einem Runenliteraturbeitag, lach).

Hinweis: Die Rune stammt mit freundlicher Genehmigung von Nillonde/Stardust und wurde mit Erlaubnis von ihr verwendet.

Originallink: http://www.mondenzauber.de/hexen/baum.php?s=runen

Tarotbücher – Oder wie erlerne ich das Tarot

Zu dem wohl beliebtesten Divinationssystem gehört wohl das Tarot. In einer nicht repräsentativen Umfrage in der Hexengemeinde ( http://www.hexengemeinde.de/viewtopic.php?t=3135 ) kann man eindeutig sehen, dass alle anderen Orakelmethoden gegen das Tarot scheinbar keine Chance haben.

Aber seien wir doch mal ehrlich, da haben wir 78 Karten (in einem duchschnittlichen Deck) und sollen schon allein diese Bedeutungen irgendwie beherrschen. Und dann gibt es ja noch die umgedrehten Bedeuten (also 78*2 = 156). Und jeder Mensch entwickelt nach und nach eine eigene Sprache für das Deck. Doch bis man soweit ist, ist man froh, wenn man überhaupt eine Sprache spricht. Ich stelle euch daher hier einige Bücher vor, die mir persönlich sehr gut gefallen und wo ich sagen kann, mit denen kann man ordentlich weiterkommen.

Tarot für Anfänger. Das praktische Einführungswerk in die Welt des Tarots
von P. Scott Hollander
Taschenbuch: 359 Seiten
Verlag: Königsfurt Urania; Auflage: 8 (1. Dezember 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3908645263
ISBN-13: 978-3908645269

Hinweis vorweg: Hierzu gab/gibt es zwei Versionen, einmal nur das Buch und einmal das Buch samt des Raider Waite Tarot.

Zwar muss man mit jedem Buch lernen und sich damit auseinandersetzen. Aber ehrlich gesagt, als ich das Buch gelesen habe, habe ich danach die große Arkana um einiges besser verstanden. Es schien mir so, als müsste ich nie wieder ein Buch zur Hand nehmen (stimmt zwar nicht, zumal ich ja eh Büchersüchtig bin, aber egal).

Denn die Autorin beschreibt eine sehr allgemeine Deutung der Karten ohne auf ihre persönliche Sprache einzugehen und geht dabei auf die allgemeine Deutung und auf die spirituelle Bedeutung der Karten ein. Das finde ich wunderbar.

Was ich nicht sonderlich ansprechend finde, ist die Beschreibung der kleinen Arkana. Gerade bei den Schwertern habe ich mir selber eine nicht so negative Einstellung zu den Karten erarbeitet. Aber bei der Autorin kommt bei mir das Gefühl hoch, als seien die Schwerter der Teufel persönlich. Fand ich nicht ansprechend.

Wer sich also ein deutsches Buch zum Thema Tarot kaufen möchte ohne gleich gezwungen zu sein ein bestimmtes Deck mitzubestellen, kann sich gerne dieses hier holen. Zwar zeigen die meisten Bilder das klassiche Raider Waite Tarot und auch das Crowley/Harris Deck, aber theoretisch kann man mit diesem Buch mit allen Decks erlernen.

Jetzt kommen nur noch englische Empfehlungen. Denn ich muss sagen, die haben zu allen Themen total die Hammer Bücher und daher greife ich immer wieder mal gerne auf diese zurück.

Learning the Tarot: A Tarot Book for Beginners
von Joan Bunning
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Red Wheel/Weiser (30. November 1998)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1578630487
ISBN-13: 978-1578630486

Internetadresse der Autorin: http://www.learntarot.com/

Die Autorin hat auf ihrer Internetadresse einen Kurs angeboten (und bietet ihn immer noch an ^^) wo die Menschen das Tarot erlernen können. Und diese Idee hat sie in diesem Buch eingefangen. Es gibt einen theoretischen Teil wo man mehr zu einem bestimmten Thema erfahren kann und dann gibt es einen praktischen Teil mit Fragen und Übungen. Im dritten Teil findet man die Lösungen dazu.

Bei ihr kannst du im Grunde genommen nichts falsch machen, denn Bunnings erlaubt, dass du deine eigene Erfahrungen machst und Schritt für Schritt lernst. So gibt es auf diverse Fragen keine Antworten, weil sie für dein Gefühl keine Regeln vorgeben kann. Zwar beschreibt sie alles im Sinne des Universal Waite Tarots (also dem neucolorierten Deck), aber theoreitsch kann man alle ihre Übungen auf jedes Deck anwenden.

Absolut empfehlenswert.

Learning Tarot Spreads
von Joan Bunning
Taschenbuch: 180 Seiten
Verlag: Samuel Weiser Inc (28. Februar 2007)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1578632706
ISBN-13: 978-1578632701

Wie der Titel schon sagt, hier kann man lernen, wie man die Karten innerhalb einer Legung (Spread) deuten kann. Ich muss zugeben, ich habe es mir noch nicht ganz durchgelesen. Ein Vorteil, hier wird der Erklärungsteil sofort mit dem Übungsteil kombiniert, was beim ersten noch nicht so war. Da gab es nur den Erklärungsteil, dann der Übungsteil und dann der Rest. Hier löst sich das eine den anderen ab.

Aus irgendwelchen Gründen habe ich aber bei dem Buch nicht das tolle Gefühl, wie beim ersten. Das durchblättern hat mir nicht so viel Spaß gemacht. Aber ich werde es nächstes Jahr bearbeiten und dann sehen wir weiter.

Learning Tarot Reversals
von Joan Bunning
Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Samuel Weiser Inc (31. Dezember 2003)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1578632714
ISBN-13: 978-1578632718

Hier geht es um die Bedeutung der umgedrehten Karten. Bunnings hat darauf mehr Gewicht gelegt, aber für alle Fälle auch eine kurze Erklärung für die aufrechte Bedeutung eingefügt (falls jemand ihr erstes Buch nicht gekauft hat).

Im Grunde genommen ist hier das gleiche wie beim Buch zu den Legemethoden. Ich werde es mir noch durchlesen ;)

Tarot for Your Self: A Workbook for Personal Transformation
von Mary K. Greer
Taschenbuch: 299 Seiten
Verlag: New Page Books; Auflage: 0002 (31. Mai 2002)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1564145883
ISBN-13: 978-1564145888

Ihr Weblog: http://marygreer.wordpress.com/

Das Buch hat mir sehr viel gegeben. Es geht hier weniger um die Deutung, sondern um die Hintergründe, wie man sein eigenes Tarot gestaltet und sooo viele andere Themen. Bei diesem Buch kann man nichts falsch machen. Einfach holen und mindestens zehn Mal lesen. Du wirst jedes Mal neues über das Tarot und vor allem über dich lernen.

Mary K. Greer’s 21 Ways to Read a Tarot Card
von Mary K. Greer
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Llewellyn Pub (Mai 2006)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0738707848
ISBN-13: 978-0738707846

Zu diesem Buch kann ich noch nicht viel sagen, denn ich habe es mir erst kürzlich bestellt und es wurde noch nicht ausgeliefert. Aber wenn ich es habe, dann gebe ich einen kleinen Bericht ab. Wenn es so ist, wie das andere Buch, dann liebe ich es jetzt schon.

Ja, dass sind meine heißen Favoriten zum Thema, wie erlerne ich das Tarot. Leider sind die meisten Bücher auf englisch und es gibt auch keine Hinweise zum Thema, wir übersetzen die Bücher ins deutsche. Es ist halt so, dass es die besten Bücher eben auf englisch gibt. Daher schön englisch lernen und dann davon profitieren.

Mein Schreibprojekt

Ich habe in meinem alten Blog immer wieder von meinem Krimi geschrieben. Da ich inzwischen einen neuen Computer habe und daher aktuell noch nicht an meine alten Daten rankomme, komme ich auch nicht dazu mich aufzuraffen und weiterzuschreiben.

Daher habe ich beschlossen, mich erst einmal um ein anderes Projekt zu kümmern. Es soll erst einmal drei Bänder umfassen und maximal 200 Seiten lang sein (wobei ich natürlich nichts vorgebe, wenn es länger wird, in Ordnung, wenn nicht, auch in Ordnung). Es wird sich um die Thematik Hexen, Wicca und ähnliches drehen.

Wenn ich eine vorzeigbare Leseprobe habe, werde ich sie hier veröffentlichen.

Junghexenliteratur

Wer mit der Magie anfängt steht manchmal vor den ganzen Büchern und fragt sich, danke und nun? Welches Buch soll man kaufen und um welche macht man doch lieber einen Bogen.

Auch Empfehlungen können gewisse Schwächen beinhalten, weil sie sehr subjektiv sind. Aber ich denke mal, lieber eine subjektive Meinung als erst einmal gar keine. Daher folgen hier meine Lieblingsjunghexenbücher und ein kurzer Kommentar dazu. Ob du sie dir dann holst, ist dir überlassen.

Spirituelle Magie: Die hohe Kunst der Heiler und Hexen
von Phyllis Curott
Taschenbuch: 494 Seiten
Verlag: Heyne (September 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453700236
ISBN-13: 978-3453700239

Das Buch gehört definivit zu den dickeren Büchern, die ich gelesen habe, aber die Seitenanzahl hat nichts zu bedeuten. Es wurde von einer Wiccapriesterin geschrieben und das liest man auch heraus. Aber es hat als erstes eine Thematik angesprochen, mit der ich schon immer gewisse Probleme hatte, und zwar die Problematik mit dem dreifachen Gesetzt (dazu werde ich bei Gelegenheit ein eigenen Artikel schreiben).

Eine besondere Stärke des Buches ist, dass es nicht nur für AnfängerInnen geeignet ist, sondern auch Hinweise und Ratschläge (wobei ich es schon faszinierend finde, das Wort Rat-Schlag, hat letztendlich etwas mit Schläge zu tun) für Fortgeschrittene beinhaltet. Hier wird nicht so extrem stark auf die Magie eingegangen, sondern auf die Spiritualität und auf die Fähigkeit des Denkens (ihr habt richtig gelesen). Auch wer nichts mit dem Weg der Wicca auf Dauer oder überhaupt zu tun haben möchte, sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Wicca: Einführung in die Spiritualität und Praxis der Neuen Hexenkunst
von Scott Cunningham
Broschiert: 239 Seiten
Verlag: Ullstein Tb; Auflage: 1 (Juli 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548742505
ISBN-13: 978-3548742502

Scott Cunningham ist eine Instititution für sich. Wenn man sich nur ein einziges Junghexenbuch kaufen möchte (warum auch immer), dann empfehle ich dieses hier. Zwar ist es recht dünn für sein Ziel, aber Cunni (wie er liebevoll genannt wird) hat eine wichtige Regel, die er versucht selber zu berücksichtigen, denke selber.

Zuerst beschreibt er wichtige Grundlagen die man wissen sollte, bevor man sich mit den magischen Grundlagen auseinandersetzt (Mediation, Visualisation und so weiter). Erst dann geht er weiter. Es gibt auch viele Rituale, damit man sofort loslegen kann.

Das Buch hat übrigens eine kleine Besonderheit. Obwohl Cunni hier eine Wiccatradition beschreibt, gibt er ein mögliches Ritual vor, wie man sich selber initiieren kann, und zwar zur Wicca. Ob das richtig ist oder nicht werde ich an dieser Stelle nicht diskutieren, letztendlich muss das jede selber entscheiden. Aber ich vermute mal, dass das der Grund für die Aktion “Wicca against Scott Cunningham” war (die inzwischen glücklicherweise umbenannt wurde).

Teenwitch. Die wilde Magie der jungen Hexen!
von Vicky Gabriel, Jessica Hofmann
Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Arun-Verlag (2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3935581165
ISBN-13: 978-3935581165

Endlich mal ein Buch aus deutschen Landen (was ja noch eine Rarität ist). Die bekannte Autorin Vicky Gabriel und ihre Freundin Jessica Hoffmann (die auch eine entsprechende Internetseite hat), schrieben dieses Buch für Junghexen, die ein entsprechendes Alter noch haben (das merkt man an manchen Stellen sehr eindeutig). Das besondere, wie ich finde, ist die Beschreibung von der Theorie und der Übergang zur Praxis. So kann es vorkommen, dass man gerade noch etwas über die Meditation liest und dann auf der nächsten Seite eine Übung dazu vorfindet.

Wer eine Schwarzlampe besitzt (habe ich bisher noch nie ausprobiert, obwohl ich das Buch schon einige Jahre besitze), kann über einige Seiten darüber leuchten. Gut, dass sind Spielereien, aber seien wir doch mal ehrlich. Das Leben ist schon ernst genug, warum soll man nicht ein wenig spielen dürfen?

Freche Hexen: Liebeszauber und Rituale für kesse Junghexen
von Silver Ravenwolf
Broschiert: 254 Seiten
Verlag: Ullstein Tb; Auflage: 1 (Juli 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 354874253X
ISBN-13: 978-3548742533

Wer den Namen Silver Ravenwolf hört oder liest, ist entweder restlos begeistert oder rollt nur mit den Augen. Aber ich glaube, es gibt keine Hexe, die nicht zumindest den Namen gehört hat, auch wenn sie kein Buch von ihr gelesen hat.

Silver ist ebenfalls eine Wiccapriesterin und dementsprechend sind ihre Bücher gefärbt. Dieses Buch richtet sich ebenfalls an die jüngere Generation und so kann man von Kuscheltieren als Himmelswächter und einen Brief an die Eltern finden. Es gibt auch viele Rituale, die man sofort anwenden kann ohne das es gleich kompliziert werden muss.

Auch wenn Silver als sehr dogmatisch gilt (und das merkt man in diesem Buch), so kann man die Bücher lesen und an Cunni denken, immer schön das Gehirn benutzen.

Das geheime Wissen der Hexen
von Marian Green
Verlag: Droemer Knaur (2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426871408
ISBN-13: 978-3426871409

Innerhalb von dreizen Monden kannst du dich zur Hexe ausbilden. Geht nicht? Geht doch, wenn du dich Marian Grenn anvertraust. Du musst hier aber sehr selbstständig sein. Denn sie gibt nur vor, was du machen kannst, aber alles andere machst du bitte selber. Sie gibt auch keine Rituale vor oder derartiges. Wer sich also an Rezepte halten möchte, wird hier definitiv enttäuscht sein, denn du findest sie hier nicht, beim besten Willen nicht. Dafür aber viele Literaturtipps, mit denen du dich weiterbilden kannst.

Zauberschule der Neuen Hexen. Magie und Macht
von Silver RavenWolf
Broschiert: 411 Seiten
Verlag: Ullstein Tb; Auflage: 1 (November 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548742203
ISBN-13: 978-3548742205

Und wieder ein Buch von Silver. Übrigens ist das mein erstes Buch zu diesem Thema gewesen. Das besondere hierbei ist weniger das Neue, was Silver zum Thema Junghexe zu sagen hat (immerhin zeigt sich hier ihr Dogmatismus, so gibt es keine Satanischen Hexen, weil Hexen nicht an Satan glauben, da irrt die Gute leider), sondern in erster Linie stellt sie Fragen. Also Fragen die du in deinem Buch der Schatten beantworten kannst. Wie, was ist eine Hexe, was ist eine Hexe für dich oder wieso interessierst du dich dafür?

Sie gibt auch die Grundlagen weiter und Ritualtipps. Was ich aber als negativ empfinde ist die Tatsache, dass sie im letzten Teil Techniken empfhielt, an die sich nicht einmal fortgeschrittene Hexen wagen.  Da frage ich mich, was hat das mit mir als Junghexe zu tun. Und das schon zu einer Zeit, wo ich selber noch jung und doof war.

In dieser Reihe gibt es noch zwei weitere Bücher. Die würde ich dir aber erst empfehlen, wenn du schon mehr Ahnung von der Thematik Magie und Co. hast (natürlich kann ich dir nicht befehlen die Finger davon zu lassen, würde ich auch nicht wollen, ist nur eine Empfehlung).

Drei Wünsche: Von der Vision zur Magie als Handwerk
von Luisa Francia
Taschenbuch: 186 Seiten
Verlag: Frauenoffensive (1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3881043179
ISBN-13: 978-3881043175

Ob Luisa Francia sich wirklich als Junghexenliteratur emphielt oder nicht, darüber lässt sich natürlich diskutieren. Aber sie hat eine Art zu schreiben, die sehr erfrischend wirkt. Weiterhin gibt sie Denkanstösse, die viele Menschen weiterbringen kann. Besonders in puncto Sprache oder derartiges. Ich lese gerne ihre Bücher.

Hexenbesen Zauberkraut: Die Grundlagen der Magie
von Luisa Francia
Gebundene Ausgabe: 140 Seiten
Verlag: Nymphenburger; Auflage: 1 (März 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3485010413
ISBN-13: 978-3485010412

Das ist ein besonderes Buch von Luisa Francia. Denn hier werden Stichworter (zu jedem Buchstaben des Alphabetes ein Artikel) beschrieben. Und das auf eine so logische und bestechende Art und Weise, dass es schon fast wehtut. Denn ich finde ihre Texte auf ihre Art und Weise einfach genial.

Die zwölf wilden Schwäne
von Starhawk, Hilary Valentine
Verlag: Bauer, Freiburg (2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3762608458
ISBN-13: 978-3762608455

Ein wundervolles Buch. Mit Hilfe des Märchens “Die zwölf wilden Schwäne” (daher auch  der Buchtitel) wird hier die Magie erklärt. Man kann drei Pfade dabei folgen. Den Elementepfad, der Innenpfad und der Außenpfad (man sollte den Weg auch genauso verfolgen, weil es sonst verwirrend weden kann).

Die beiden Autorinnen gehen davon aus, dass du noch eine absolute Anfängerin bist und erklären dir die wichtigen Grundlagen und geben dir Übungen vor und gleichzeitig gehen sie davon aus, dass du eine Fortgeschrittene bist und haben auch für dich entsprechende Übungen parat. Also für beide Grade gibt es hier Übungen und vieles mehr.

Aber sie haben auch kritische Untertöne, die mir persönlich sehr gefallen.

Der Hexenkult als Ur – Religion der Großen Göttin. Magische Übungen, Rituale und Anrufungen
von Starhawk
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Goldmann (1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442121701
ISBN-13: 978-3442121700

Sehr stark Wicca, sehr stark siebziger/achtziger, sehr stark Gruppe, sehr stark als Buch. Wer mit der Magie anfängt, greift häufig auch auf dieses Buch zurück. Es hat eine Ritualliste und hat für alles eine Übung. Die meisten kann man alleine durchführen, aber einige davon muss man zumindest mit einer zweiten Person oder mehreren durchführen.

Nerthus Buch der Schatten – Die Alte und Neue Magie der Hexen – Ein Leben mit der Göttin
von Nerthus Norderney
Taschenbuch: 233 Seiten
Verlag: Bohmeier Verlag; Auflage: 1. Auflage (2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3890943748
ISBN-13: 978-3890943749

Auch wieder ein Buch aus dem deutschsprachigen Raum. Nerthus beschreibt erst einmal die Grundlagen der Magie und geht dann tiefer auf die Praxis ein. Was mir gefällt ist die Tatsache, dass sie vieles hinterfragt und nicht als gegeben hinnimmt und wie ein Papagei alles nachpredigt. Man merkt, sie hat sich einige Gedanken gemacht.

Das Buch der Hexen
von Sheerie the Fay
Taschenbuch: 76 Seiten
Verlag: Hartmann Esoterischer Verlag (Dezember 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932928202
ISBN-13: 978-3932928208

Wenig Buch für viel Geld, dass tut weh, kann man aber nicht ändern, hat man es mit eher unbekannten AutorInnen zu tun (wie in diesem Fall). Denn auf den Seiten erklärt die Autorin die Grundlagen, ein wenig Magie und dann ist das Buch schon vorbei. Aber man merkt, dass es mit Liebe geschrieben wurde. Das macht einiges wieder wett.

So, dass waren meine Junghexenbücherempfehlungen. Sollte ich noch etwas finden, klar, die werde ich euch nicht vorenthalten. Aber ich denke mal, dass reicht fürs erste, oder? ^^

P.S. So viele Tags hatte ich noch nie für einen Beitrag gehabt *kicherZ*

Kalender 2009

Das Jahr 2009 bricht an und es wird Zeit, sich einen schönen Hexenkalender zu suchen. Zwar habe ich nächten Monat meine Unigebühren, die ich bezahlen muss und mit den anderen Kosten, die auch mich zukommen, wird es eng werden, aber es gibt Sachen, die muss man sich einfach leisten ;)

Es gibt für mich selber nur noch zwei Kalender, die mich besonders interessieren. Einmal das “Llewellyn’s Witches’ Datebook” (gerne auch den Wandkalender” und einmal den “We’Moon” Kalender.

Ich hatte mir den We’Moon Kalender 2008 gekauft und der sah schon so wunderschön aus. Einfach ein Hammerkalender. Besonders die Zeichnungen und Gedichte fand ich wunderschön. Auch gut für eigene Rituale ;)

Vom Llewellyn’s Witches’ Datebook habe ich mir noch kein Bild machen können, dass Cover sieht aber sehr interessant aus. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, welchen nehmen. Denn ich möchte mich nicht schon wieder sinnlos mit Kalender erschlagen und am Ende nur ein oder zwei nutzen wo ich doch sieben oder acht zu Hause habe.

Denn ja, dass habe ich mal geschafft, so viele mir zu erwerben. Fragt aber bitte nicht wieso. Leider hat vor zwei Jahren ein anderer Hexenkalender die Arbeit eingestellt und somit gibt es den nicht mehr. Er war auch wunderschön.

Die üblichen Verdächtigen, wie Theas Hexenkalender oder den Frauenmond möchte ich mir dieses Jahr nicht antun. Dafür gibt es inzwischen sehr schöne alternativen. Und in denen kann man teilweise viel mehr reinschreiben. In dem Sinne, ich schaue mal ob ich ein wenig im Inhalt vom Llewellyn’s Witches’ Datebook herumwuseln kann. Vielleicht finde ich dazu etwas.

Element Erde – Eine Liste der Erdgöttinnen und -götter

In den meisten Büchern wird die Arbeit mit den Elementen sehr groß geschrieben. Bisher, muss ich gestehen, habe ich das ein wenig zu sehr vernachlässigt. Daher wird neben der Krafttierarbeit in der nächsten Zeit auch die Arbeit mit dem Element Erde an erster Stelle stehen.

Ich habe mal spontan ein wenig nach Göttinnen und Götter zum Thema Erde gesucht und dabei eine kleine Liste zusammengestellt. Diese Liste hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder derartiges ;)

  • Cipactli (Aztekische Göttin)
  • Gaia (Griechenland)
  • Kore (Griechenland)
  • Larentia (etruskische Göttin)
  • Papatuanuku (Göttin der Maori)
  • Sabine (habe ich gefunden aber natürlich keine Herkunft angegeben)
  • Tara (aus dem Hinduismus – hierbei besonders die Grüne Tara)
  • Geb (Ägypten)
  • Urash/Ki (Sumer)
  • Aruru (Akkadien)
  • Armaiti und Zam (Altiranisch)
  • Rheia (Griechenland)
  • Hera (Griechenland)
  • Danae (Griechenland)
  • Demeter (Griechenland)
  • Maia (Griechenland)
  • Pandora (Griechenland – hätte ich zwar nicht gedacht, aber irgendwie ahnte ich es, dass sie mehr ist)
  • Semla (Etruskien)
  • Tellus (Römisch)
  • Fjörgyn (Germanisch)
  • Gerdr (Germanisch)
  • Jörd (Germanisch)
  • Thrudr (Germanisch)
  • Holda (Germanisch)
  • Nerthus (Germansich)
  • albische Kornmutter (Germanisch)
  • Danu (Ana) (Keltisch-Irisch)
  • Dagda (Keltisch – Irisch)
  • Apia (Skythen)
  • Puschkaitis (Preußen – echt jetzt?)

Natürlich werden die Göttinnen und Götter der Erde mit dem Ackerbau gleichgesetzt, denn wo könnte man des denn sonst betreiben. Aber auch Fruchtbarkeit und, da war ich sogar ein wenig überrascht, Liebe. Gut, Fruchtbarkei kann auch mit Liebe zusammenhängen. Aber das ist ja kein Muss. Ich kann ja fruchtbar sein (zum Beispiel kreativ sein) ohne zu Lieben … wobei wenn ich jetzt mal so darüber philosophiere, eigentlich nicht. Irgendwie gehört beides doch zueinander.

Denn wenn ich Liebe, kann ich auch unglaublich kreativ sein. Und wenn ich kreativ bin, muss ich letztendlich lieben, was ich mache. Sonst komme ich ja nicht von der Stelle. Also doch ein logischer Zusammenhang.

Das tolle ist ja, in der Liste habe ich schon die eine oder andere Lieblingsgöttin gefunden, mit der ich mich in Zukunft näher beschäftigen kann. Denn ich möchte mich ja mit der Erde auseinandersetzen und nun habe ich eine Göttin dazu, die einen direkten Kontakt dazu aufbauen kann.

Edit: Ich hole den Beitrag nach oben, da aufgrund der alten Blogbeiträge dieser einfach mal untergegangen wäre.

Kreatives Schreiben mit dem Tarot

Die folgende Idee habe ich aus dem Blog der esoterischen Schrifstellerin Nerthus von Norderney bekommen (http://nerthus.blog.de/ das ist der Link, ich habe aber die letzten zehn Minuten nach dem Beitrag gesucht, ihn leider nicht gefunden, somit kann ich nur die Hauptquelle anbieten, ihren Text dazu aktuell leider nicht, ich werde es nachholen, sollte ich ihn per Zufall wieder finden).

Wer diese Übung machen möchte, benötigt mindestens ein Tarotdeck und einen gewissen Zugang dazu. Denn wer keine Lust hat sich mit dem Tarot bis zu einem gewissen Grad auseinanderzusetzen, ich weiß nicht, ob das dann was für euch wäre (will es aber auch nicht absprechen).

Das Tarotdeck sollte komplett bebildert sein. Es gibt das Marseiller Tarot (damit bezeichne ich die Decks, wo die kleine Arkana nur aus dem Zahlenwert besteht, z.B. bei der Karte zwei Schwerter sind eben nur die beiden Schwerter zu sehen, bei der Karte vier Kelche, die vier Kelche und so weiter) und das Tarot im Sinne des Waite/Smit (ursprünglich Raider Waite Tarot, ich beziehe die Zeichnerin Pamela Cole Smith in der Bezeichnung ein und bin damit nicht mehr so ganz alleine).

Der Grund ist ganz einfach, wir brauchen für diese Form des Schreibens Bilder, mit denen wir arbeiten können. Und wenn ich eine Karte ziehe und dort sehe ich nur zwei Schwerter, nun gut, wenn ich die Bedeutung der Karten kenne wäre das vielleicht kein Problem, aber das kennenlernen der Bedeutung ist nur ein netter Nebeneffekt dieser Übung.

Diese Möglichkeit kannst du benutzen, wenn du noch keine Ahnung hast, worüber du schreiben möchtest oder wenn du schlichtweg keine Ahnung hast, wie es in deiner Geschichte weitergehen soll.

Du hast keine Ahnung wie du anfangen könntest

Ziehe eine Karte aus dem gesamten Deck und schaue sie dir in aller Ruhe an. Siehst du dort eine Frau oder einen Mann, gar ein Kind. Vielleicht siehst du ja auch Gegenstände (auch damit kann man anfangen, es kommt auf das Tarotdeck an, was du benutzen möchtest).

Erinnert dich die Person an eine Figur, über die du schon mal schreiben wolltest oder fällt dir gar spontan eine Geschichte zu dieser Person ein?

Ziehe ruhig mehrere Karten, wenn du möchtest. Entweder so viele, bis du das Gefühl hast, jetzt reicht es oder eine bestimmte Anzahl (du könntest dich an die Zahl auf deiner Karte orientieren, sofern da eine zu finden ist oder nach deiner Lieblingszahl).

Wenn du eine bestimmte Anzahl von Karten hast, kannst du sie nun in einer Beziehung zueinander legen. Du bist hierbei, nicht wie bei einer Tarotlegung, gezwungen dich an eine bestimmte Vorlage zu halten, sondern kannst die Karten genau dahinlegen wo du sie gerne hättest, bzw. wo du sie brauchst.

Versuche nun aus dem Bild, was du siehst deine Geschichte zu schreiben. Wenn du nicht weiterkommst, dann ziehe ruhig mehrere Karten.

Ein Beispiel:

Ich benutze jetzt das Universal Waite/Smit Tarot, dass im Grunde genommen die gleichen Bilder wie das WaiteSmith Tarot hat, aber neu coloriert wurde.

Ich habe als erstes die Karte 13 Der Tod gezogen. Ich sehe darauf den Tod auf eine Gruppe von Menschen zureiten. Einige von denen sind gestorben, die anderen beten, sind voller Angst aber auch voller Hoffnung.

Wie könnte ich die Geschichte aufbauen? Ich sehe einen Mann, der hat im Moment schwere Probleme, denn ihm wurde eine Krankheit diagnostiziert, welche sein Leben grundlegend verändert (kleiner Hinweis von der Tarotlegerin in mir, diese Karte bedeutet nicht per se das ein Mensch sterben muss, sondern eher, dass eine aktuelle Situation stirbt und sich dadurch wandelt).

Nun ziehe ich die nächste Karte, wobei der Tod auf meinem Tisch bleibt. Es sind die zwei Pentakel. Ein junger Mann jongliert mit zwei Münzen und sieht dabei alles andere als glücklich aus.

Der Mann in meiner Geschichte hat also ein Problem, bzw. zwei, mit denen er jonglieren muss, was ihn ziemliche Kopfschmerzen bereitet. Einerseits sollte er sich eigentlich sofort in Behandlung begegeben, weil ihm sonst die Krankheit umbringt, andererseits hat er seinem Bruder versprochen, dass er ihm bei einer bestimmten Angelegenheit hilft, die ihm sonst in extreme Schwierigkeiten bringt.

Nun kommen wir zur nächsten Karte. Hier habe ich die Königin der Kelche gezogen. Eine Frau hat also etwas, was unserem Helden helfen könnte, aus dieser Misere herasuzukommen und das Problem mit einem Schlag lösen könnte.

Ich erlaube mir hier die Beispiele abzubrechen, denn ich denke mal, dass das ausreicht um zu zeigen, was ich damit meine. Mit Hilfe dieser drei Karten habe ich die Grundlage für eine mögliche Idee aufgebaut, die ich nun weiterspinnen könnte (und es vielleicht auch tue). Theoretisch könnte ich jetzt noch weitere Karten ziehen (aus diesem Deck oder andere, die ich hier habe, es ist ab und an doch gut eine Sammlerin zu sein). Dadurch könnte ich unter anderem erfahren, was das ist, was die Königin der Kelche hat, um unseren Helden zu helfen. Möglich wäre es natürlich auch, dass sie eine Widersacherin ist. Natürlich ist es nicht verboten die eigene Fantasie und Vorstellungskraft und Ideenwelt mit einzubringen. Es könnte ja sein, dass wir es hier mit einer Fantasystorie zu tun haben und die Königin der Kelche hat einen magischen Gegenstand, welche entweder unserem Helden hilft (wenn sie gütig ist) oder ihm bei seiner Aufgabe hindern soll (wenn sie grausam ist).

Wie kann ich die Karten nutzen, wenn ich nicht weiter weiß

Als ich Kapitel 7 meines Romanes schrieb, wusste ich auf einmal nicht weiter. Ich gestehe, dass mit dem Plotten habe ich nicht sooo genau genommen und wusste daher am Ende doch nicht so schön weiter, wie ich es mir gewünscht hätte. Interessanterweise erfuhr ich gerade zu diesem Zeitpunkt von dieser Methode (das war bestimmt kein Zufall ).

Ich zog einige Karten, in dem mir gesagt wurde, wie es nun weitergehen könnte. Natürlich sagen wir mir nicht die Karten, jetzt schreibst du das und das.

So hatte ich die eine Karte aus dem HexenkultTarot gezogen und da war die eine Frau, welche gefesselt zwischen den Schwerter stand und zwei Hände hielten sich im Vordergrund (entweder es waren die sieben oder acht Schwerter). Damit konnte ich etwas anfangen, weil ich gesehen habe, wie mein Charakter nun reagieren kann.

Aber auch als ich aus dem Afro-Brasilianischen Tarot die sieben und die acht Pentakel zog, welche einen Mann bei der Legung einer Wahrsagemethode zeigt, sowie das Ergebnis dieser Legung, hatte ich eine genaue Vorstellung, wie meine männliche Hauptperson meiner weiblichen Hauptperson nun helfen kann.

Das sind zwei mögliche Methoden, wie man mit den Tarotkarten arbeiten könnte. Ob das auch mit Orakelmethoden klappt, dass habe ich noch nicht ausprobiert, werde ich aber mal machen und euch natürlich davon berichten.

Und auch so, wenn ich weitere Ideen zu diesem Thema habe. Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß beim ausprobieren.

Was sind Ausschreibungen?

Wer sich mit dem Schreiben befasst, könnte (nicht müsste) früher oder später auf Ausschreibungen stoßen. Und bevor man sich an den Kopf fässt und nicht weiß, was man davon halten soll, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ist das überhaupt und tippe die meine Ergebnisse hier frei nach Schnauze.

Wobei ich eins anmerken möchte, dass sind meine Gedanken und müssen nicht in jedem Fall der Realität entsprechen.

So wie ich das jetzt mitbekommen habe, veranstalten eher kleinere Verlage Ausschreibungen, als die großen oder gar ganz großen. Vermutlich liegt das an dem Aufwand, der dabei entstehen kann und sie es sich nicht leisten können oder wollen (ich will nichts unterstellen, dass ist jetzt eine reine Vermutung).

Wenn ein Verlag eine Ausschreibung veranstaltet, dann gibt es dazu ein paar Spielregeln. Hier sind einige, mir bekannte Regeln:

Das Thema

Der Verlag bestimmt das Thema. Das bedeutet schlichtweg, dass sie sagen, schreibt uns Geschichten zum Thema Krimi, Dark Fantasy, Liebe und so weiter und so fort. Es bringt daher nichts, wenn du zu einem Krimithema eine Liebesgeschichte schreibst. Auch wenn du zu dem Thema Liebe (oder was auch immer) eine absolut geniale Geschichte hast, es bringt nichts, sie einzusenden. Die Geschichte würde dann postwendend zurückkommen.

Also schaue nach ob du überhaupt was zum Thema beitragen könntest. Am besten ist es, wenn du zu der Ausschreibung eine eigene Geschichte schreibst. Denn sehr oft gibt es feine Abweichungen wo es fraglich sein kann, ob du wirklich eine Geschichte für zehn verschiedene Ausschreibungen verwenden kannst. Wenn ja, dann gut, wenn nicht, versuch dich ruhig in was neuem.

Vorgaben

Sehr oft schränken die Verlage das Thema noch einmal mit gewissen Vorgaben ein. Das bedeutet, dass bei einer Anthologie noch bestimmte Bedingungen erfüllt werden müssten, damit man in die engere Auswahl kommt. Bei einem Krimi könnte es sein, dass es an einem bestimmten Ort geschieht, bei Dark Fantasy dürfen keine Vampire vorkommen oder bei Liebesromane muss es zum HappyEnd kommen.

Hält man sich nicht an diese Spielregeln, bzw. Vorgaben riskiert man eben auch hier, eine Absage zu bekommen.

Einerseits können die Vorgaben sehr einengend sein, weil man z.B. bei Dark Fantasy ohne Vampire (solche Ausschreibungen laufen übrigens aktuell) nicht weiß, was man schreiben könnte. Andererseits ist es auch eine Herausforderung, denn so kann man sehen, wie viel Fantasie man besitzt um eine Geschichte in diesem Genre zu schreiben und sich an die Vorgaben zu halten. Das kann also auch sehr interessant sein.

Länge

Die meisten Ausschreibungen die ich gesehen habe, erwarten, dass man eine bestimmte Länge nicht überschreitet. Das können Seitenzahlen sein, also das man nicht mehr als fünf oder zehn Din A4 Seiten im Schreibprogramm vollschreibt. Es kann aber auch sein, dass sie sich auf die Zeichenzahl konzentrieren. Also mindestens 10.000 Zeichen oder nicht mehr als 100.000 Zeichen.

Schau dir also bitte gut an, wie hierbei die Vorgaben sind und ob du bereit bist diese zu erfüllen. Denn manche haben das Talent, die können sich extrem kurz halten und schaffen daher die Mindestmenge nicht. Andere schaffen es überhaupt nicht sich kurz zu halten und sprengen die Maximalangaben um Längen.

Solltest du den Text fertig haben und diese Vorgaben nicht wie gewünscht erreicht haben (also zu viel oder zu wenig), überprüfe wo man sinnvoll kürzen oder ausbauen kann. Das Stichwort lautet hier übrigens sinnvoll. Es bringt überhaupt nichts, am wenigsten dir, wenn du anfängst zu schwafeln, nur um eine bestimmte Zeichenzahl zu erreichen. Die Wahrscheinlichkeit das der Verlag das erkennt ist sehr groß (meistens haben sie entsprechende Erfahrung mit Ausschreibungen, wenn sie nicht völlig neu auf dem Markt sind) und erkennen Schwafelgeschichten und schmeißen dich vielleicht am Ende heraus.

Meistens werden die Geschichten in sogenannten Anthologien veröffentlicht, also eine Sammlung von einzelnen Geschichten zu einem bestimmten Thema. Das bedeutet also, dass du neben einiger anderen Leuten in dem Buch stehst und mit ihnen veröffentlichst wird.

Was bringt mit eine Ausschreibung: Pro und Contra

Jetzt werden sich vielleicht einige Fragen, was bitte schön bringt mir eine Ausschreibung? Ruhm, Macht, Geld? Hier liste ich meine persönliche Pro und Contra Liste auf, warum man bei einer Ausschreibung mitmachen könnte und warum nicht. Garniert wird das mit meinen Kommentaren, wie ich die Sache sehe.

Hier ist die Pro Liste

Erfahrung (Wer noch nie oder eher wenige Veröffentlichungen im Leben vorzuweisen hat, kann auf diesem Weg Erfahrungen sammeln, wie schwer/leicht eine Veröffentlichung sein kann).
Experimente (Sehr oft entscheiden sich viele SchrifstellerInnen, sich nur auf einem bestimmten Gebiet zu spezialisieren. So gibt es eben Leute, die nur Krimis schreiben wollen, andere nur Liebesromane. Bei Ausschreibungen kann man sich in einem bestimmten Raum austoben und schauen, wie es ist, wenn man aus dem Gebiet Krimi in die Liebesecke entschwindet oder mal eine Science Fiction Geschichte schreibt.)
Veröffentlichungen (Im Exposé soll man schreiben, wenn man schon etwas veröffentlicht hat. So kann man sagen, ich habe bei einigen Anthologien mitgemacht und wurde auch aufgenommen. Kann besser wirken, wenn die Anthologien auch gut sind.)
Für dich/mich selbst. (Bei den meisten Ausschreibungen bekommt man ein Belegexemplar – mehr weiter unten – und da hat man schwarz auf weiß, dass die eigene Geschichte abgedruckt ist, na wenn das nicht ein geniales Gefühl sein – was mir hoffentlich bald bevorsteht-.)
Du bist einE SchristellerIn (Viele Leute weigern sich Menschen als SchristellerInnen anzuerkennen, die noch nichts veröffentlicht haben. Man ist erst wer, wenn man was veröffentlicht hat. Das man sich vorher aber schon als SchristellerIn fühlt, ist dabei im Grunde nebensächlich. Wenn du aber in einer Anthologie veröffentlichst, dann hast du etwas veröffentlicht und schwupps müssen dich die anderen anerkennen. Ob du darauf wert legst, dass ist was anderes).

Nun kommen wir zu meiner persönlichen Contra Liste (kleine Anmerkung, auch wenn es Contra Liste heißt, so sind die Punkte nicht zwangsläufig als Grund zu nehmen, nie an einer Ausschreibung teilzunehmen).
Fressen Zeit (Sehr oft muss man eine Kurzgeschichte bis zu einem bestimmten Termin eingesendet haben, weil der Verlag nun auch mal Ergebnisse in der Hand haben möchte, damit sie das Buch rausbringen können. Somit setzen sie einen Stichtag fest und entweder hat man bis dahin die Geschichte fertig oder nicht.)
Lenken ab (Man kann Ausschreibungen als Aussrede oder tatsächlichen Zustand benutzen, damit man nicht am Hauptroman schreiben muss. Somit kann man sie als perfekte Ablenkung bezeichnen. Denn in einem Jahr werden so einige Dutzend Ausschreibungen veröffentlicht, von Zeitschriften bis hin zu Verlagen und wollte man an einigen von denen teilnehmen – ich rede mit Absicht nicht von allen, dass wäre dann doch zu viel – dann kann es sein, dass der Roman, an dem man schreibt, nach hinten verschoben wird.)
Nicht die 1. Geige (Man spielt in einer Anthologie niemals die erste Geige, dass sollte man sich bewusst machen. Es kann sein, dass die Geschichte, die man selber geschrieben hat, am besten ankommt, aber man hat einige Mitschreibende, die ebenfalls in dem Buch auftauchen. Man ist also einER von vielen, die auftauchen.)
Es gibt selten bis gar kein Honorar (Erklärung siehe bitte unten)

So, dass sind erst einmal die wichtigsten Punkte für mich, warum man bei einer Ausschreibung mitmachen könnte oder sich entscheidet, das zu verweigern.

Auf zwei Punkte möchte ich noch einmal kurz näher eingehen, da sie für mich zur Erklärung wichtig sein könnten.

Belegexemplar und Rabatt und Honorar

Bei den meisten Ausschreibungen gibt es zumindest ein Belegexemplar. Das bedeutet, man erhält eine Ausgabe des Buches kostenlos. Man sollte eigentlich keine Mindestabnahme des Buches haben (also das man eine bestimmte Menge kaufen muss, aber auch solche Verlage gibt es, ob man sie gleich zu den schwarzen Schafen zählen möchte, weiß ich nicht).

Mit dem Belegexemplar kannst du dir selber sagen, ja, ich habe eine Geschichte geschrieben, die dem Verlag gefallen hat und ich habe sie nun veröffentlicht. Das kann eine einmalige Sache sein, es kann auch sein, dass du in Zukunft Glück hast und es dir immer wieder passiert.

Sehr häufig ist das Belegexemplar jedoch die einzige Bezahlung die du erhältst, denn an einer Anthologie verdient man selten bis gar nichts.

Ein Rechenbeispiel gefälligst? Aber gerne doch ^^

Jetzt nehmen wir mal an (Achtung, ist alles idealisiert), du bist in einer Anthologie mit neun weiteren Person, ihr seit also zu zehnt. Das Buch kostet genau zehn Euro. Normalerweise bekommt man meines Wissens nach zehn Prozent am Verkaufspreis. Bei zehn Euro wäre das also ein Euro Gewinn, den für die zehn AutorInnen abfallen würden. Mag sich vielleicht viel anhören, nur muss dieser Euro dann noch einmal durch zehn geteilt werden, alle wollen ja was vom Kuchen abhaben. Das macht also zehn Cent für dich.

Aber nehmen wir mal an, du bekommst den einen Prozent von den zehnen, die dir als AutorIn zustehen. Dann musst du zehn Bücher verkaufen (bzw. der Verlag) um einen Euro zu bekommen. Hundert Bücher bringen die zehn Euro ein. Und willst du 100 Euro verdienen, musst du immerhin 1000 Bücher verkaufen.

Da die Wahrscheinlichkeit nicht groß ist, dass eine Anthologie wirklich so viele Belege verkauft, kann es sein, dass du vielleicht ein einmaligen Betrag als Honorar für deine Geschichte bekommst und dafür einen AutorInrabatt. Das bedeutet, dass du die Bücher günstiger erwerben kannst und sie dann zum regulären Preis verkaufst.

So kann es sein, dass du dein Buch nur für acht Euro bekommst, dank des Rabattes aber für zehn Euro verkaufst, macht also zwei Euro reinen Gewinn für dich (über Steuern und so weiter müsstest du dich dann mit einem/einer JuristIn beraten, sicher wäre sicher). Dadurch würdest du eher an ein wenig Taschengeld kommen (wenn du das nicht groß aufziehst, ist es nicht gerade wahrscheinlich, dass du mehr als ein Taschengeld daraus bekommst, was aber nicht bedeutet, dass es definitiv unmöglich ist).

So, ich hoffe, ich habe euch eine kleine Übersicht zum Thema Ausschreibungen gegeben. Natürlich bringt es nichts, sich damit auseinanderzusetzen und zu hoffen, in einer zu erscheinen, wenn man sich nicht hinsetzt und an ihnen teilnimmt. Deswegen werde ich immer wieder Ausschreibungen hier direkt verlinken, wenn ich welche finden sollte. Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns in einer Anthologie wieder

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